Mahnmal zur "Pogromnacht" am 9. und 10. November 1938 vor der Salzburger Synagoge
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Vor der Salzburger Synagoge erinnert seit 8. November 1985 ein Mahnmal an die Pogromnacht von 8. bzw. 9. November 1938. In dieser Nacht kam es im gesamten “Deutschen Reich” zu geplanten und koordinierten Gewaltaktionen vonseiten zahlreicher SA- und SS-Männer gegen jüdische Bürger und Bürgerinnen, Synagogen und jüdische Geschäfte. Bei dieser propagandistisch eingesetzten Gewalt wurden über 90 Personen ermordet und Hunderte in den Selbstmord getrieben. In Salzburg verhaftete man über 60 jüdische Männer, die zum Teil ins Konzentrationslager Dachau deportiert wurden. Darüber hinaus zwang man die jüdische Bevölkerung Salzburgs das “Deutsche Reich” zu verlassen. Bis heute steht das Mahnmal aber in der Kritik. So wird beispielsweise beanstandet, dass das für die Stadt so wichtige Mahnmal an keinem zentralen Ort stehe, wo es einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden könne. Tatsächlich seien aber sicherheitstechnische Gründe für den Standort ausschlaggebend gewesen, so der frühere Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Marko Feingold, da die jüdische Gemeinde antisemitische Attacken auf das Mahnmal befürchtete.
