Stolperstein für Speckinger Franziska
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Franziska Speckinger wurde am 6. Februar 1916 in Salzburg geboren. Sie war die Tochter eines ledigen Dienstmädchens, welches in Salzburg lebte und im Alter von 30 Jahren 1917 starb. Franziska Speckinger war als Zögling in der Taubstummen-Anstalt in Salzburg-Lehen untergebracht und anschließend als Pflegling in Eugendorf. Unter dem NS-Regime wurde sie nach Mariatal bei Kramsach verlegt, wo sich ein Pflegeheim befand, welches vom Orden der Barmherzigen Schwestern geführt wurde. Die Pflegeanstalt wurde durch Anna Bertha Königsegg mitverwaltet, welche sich gegen die gezielte Ermordung von Kranken und Beeinträchtigen einsetzte. Als sie am 16. April 1941 von der Gestapo verhaftet wurde, fiel der Schutz für ihre Pfleglinge weg. Franziska Speckinger wurde kurz darauf am 23. April 1941 nach Hartheim deportiert und dort im Rahmen der nationalsozialistischen Geheimaktion “T4”, auch bekannt als “NS-Euthanasie”, ermordet. Die Menschen, die im Nationalsozialismus im Rahmen der “NS-Euthanasie” verfolgt wurden, wiesen eine Bandbreite von Krankheiten und Beeinträchtigungen auf, darunter schwere Mehrfachbehinderungen, Depressionen, Schizophrenie, Epilepsie, Gehörlosigkeit oder kognitive Einschränkungen.
