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VERFOLGUNG UND WIDERSTAND
IM NATIONALSOZIALISMUS
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Digitale Erinnerungslandschaft



Mahnmal für Roma und Sinti am Ignaz-Rieder-Kai

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Salzburg - Ignaz-Rieder-Kai 21, 5026 Salzburg
Salzburg / DenkmalRoma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraÖffentlich zugänglich


Am 14. Dezember 1985 enthüllten der damalige Landeshauptmann Wilfried Haslauer sen. sowie der Bürgermeister Josef Reschen das österreichweit zweite Mahnmal für während der NS-Zeit verfolgte und ermordete Rom*nja und Sinti*zze. Initiiert von der SPÖ-Gemeinderätin Anita Pirker und unterstützt von der Bürgerliste wurde das 1985 vom Künstler Zoltan Pap geschaffene Mahnmal auf dem Gelände der ehemaligen Trabrennbahn aufgestellt. Die Rennbahn diente den Salzburger Nationalsozialisten ab 1940 kurzzeitig als Internierungslager für Rom*nja und Sinti*zze; Familien aus Schwarzach, Dorfgastein, Eben und Hallein wurden hierher zwangsumgesiedelt, wo sie in Pferdeboxen, bewacht von Wachmannschaften der Polizei, untergebracht waren. Da jedoch die Trabrennsaison bevorstand, verlegte man die Menschen in das Lager Leopoldskron, das zu einem Anhaltelager ausgebaut wurde und von wo aus ein Großteil der Inhaftierten in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert und ermordet wurde.





  • Hauptbild des Ortes
  • Sekundäres Bild des Ortes
Mahnmal für Roma und Sinti am Ignaz-Rieder-Kai, 2024 (© Sebastian Sillinger)




Transkription

In Salzburg fielen über 300 Zigeuner – Sinti und Roma–- der nationalsozialistischen Rassenpolitik zum Opfer. Von 1940 bis 1943 unter unmenschlichen Bedingungen im Zigeunerlager Salzburg eingesperrt, wurden sie im Frühjahr 1943 ins Vernichtungs-KZ Auschwitz deportiert. Zur Erinnerung und Mahnung. Die Stadtgemeinde Salzburg 1985 / Zoltan Pap.



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