Mahnmal für Roma und Sinti am Ignaz-Rieder-Kai
Erinnerungsort detailiert betrachten | Forschungsdaten downloaden
| Personen, Metadaten und Bilder ansehen
Am 14. Dezember 1985 enthüllten der damalige Landeshauptmann Wilfried Haslauer sen. sowie der Bürgermeister Josef Reschen das österreichweit zweite Mahnmal für während der NS-Zeit verfolgte und ermordete Rom*nja und Sinti*zze. Initiiert von der SPÖ-Gemeinderätin Anita Pirker und unterstützt von der Bürgerliste wurde das 1985 vom Künstler Zoltan Pap geschaffene Mahnmal auf dem Gelände der ehemaligen Trabrennbahn aufgestellt. Die Rennbahn diente den Salzburger Nationalsozialisten ab 1940 kurzzeitig als Internierungslager für Rom*nja und Sinti*zze; Familien aus Schwarzach, Dorfgastein, Eben und Hallein wurden hierher zwangsumgesiedelt, wo sie in Pferdeboxen, bewacht von Wachmannschaften der Polizei, untergebracht waren. Da jedoch die Trabrennsaison bevorstand, verlegte man die Menschen in das Lager Leopoldskron, das zu einem Anhaltelager ausgebaut wurde und von wo aus ein Großteil der Inhaftierten in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert und ermordet wurde.
