Stolperstein für Schwarz Walter
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Walter Schwarz wurde am 30. Dezember 1884 in die jüdische Familie Schwarz in Wien geboren. Er hatte fünf Geschwister. Sein Vater Samuel Löbl Schwarz gründete 1881 in Graz das äußerst beliebte Kaufhaus S.L. Schwarz. In Salzburg wurde die Zweigstelle am Alten Markt 12 im Jahr 1908 gegründet. Walter Schwarz war bis 1938 Gesellschafter, Geschäftsleiter und Miteigentümer der Liegenschaften Alter Markt 12, Kranzlmarkt 4 und Sigmund Haffnergasse 3, welche die Nationalsozialisten allesamt enteigneten. Ebenfalls befand sich am Alten Markt 12 neben dem Kaufhaus die ebenso von Schwarz gegründete “Neue Galerie” welche expressionistische Werke ausstellte, darunter solche von Egon Schiele oder der Künstlergruppe “Der Wassermann”. Von 1922 bis 1924 war Walter Schwarz Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburgs und bis 1935 Obmann der Zionistischen Ortsgruppe. Neben seinen Immobilien wurde auch seine Kunstsammlung enteignet. Nach dem “Anschluss” wurde Schwarz noch im März festgenommen, aber wieder freigelassen. Im August 1938 erfolgte eine erneute Festnahme und Überstellung in das Gestapo-Hauptquartier nach München. Laut Totenschein beging Walter Schwarz in Gestapo-Haft am 1.9.1938 angeblich Suizid.
