Stolperstein für Schönwald Ludwig Franz
Erinnerungsort detailiert betrachten | Forschungsdaten downloaden
| Personen, Metadaten und Bilder ansehen
Ludwig Franz Schönwald wurde am 30. Juli 1890 in eine jüdische Wiener Familie geboren. Sein Vater war Jude und seine Mutter ist vor der Heirat dem jüdischen Glauben beigetreten. Ludwig Franz Schönwald studierte Philosophie und promovierte am 6. Juli 1914 an der Universität Wien. Durch seine wissenschaftliche Tätigkeit war er viel im In- und Ausland tätig und verfasste zahlreiche journalistische Artikel. Anfang 1928 heiratete er in London die in Schlesien geborene Jüdin Isolde Pringsheim. Gemeinsam hatten sie zwei Söhne namens Rudolf und Peter, welche 1928 bzw. 1929 zur Welt kamen. Nach der Wahl Hitlers zum Reichskanzler und der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 verließ die Familie Deutschland und zog nach Salzburg. Ludwig Franz Schönwald arbeitete für die Zeitung Salzburger Chronik und verfasste Theaterkritiken und Essays. Ein geplantes Buch, welches 1938 erscheinen sollte, wurde aufgrund des “Anschlusses” 1938 nicht mehr publiziert, da er ab da als Jude angefeindet wurde. Im Juni 1938 verließ die Familie Salzburg und ging nach Hamburg. Ludwig Franz Schönberg litt an Depressionen und beging Anfang Januar 1939 Suizid. Seine Frau und seine beiden Söhne konnten trotz KZ-Haft das nationalsozialistische Regime überleben.
