Gedenktafel in Erinnerung an die Teilung der Gemeinde Liefering im Rahmen des Baus der "Reichsautobahn" (Liefering Kulturwanderweg)
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Am Lieferinger Dorfplatz erinnert eine Gedenktafel an den Bau der “Reichsautobahn” und die dadurch vollzogene Teilung der Gemeinde Liefering im Jahr 1938. Der Bau der Autobahn wurde vonseiten der NS-Propaganda als ein “Weltwunder” dargestellt. Nachdem bereits 1937 die Autobahnverbindung zwischen München und der österreichischen Landesgrenze fertiggestellt wurde, erfolgte im April 1938 – nur wenige Wochen nach dem “Anschluss” – am Walserberg der Spatenstich für den Weiterbau der Straße über Linz bis nach Wien. Um den Bau ordnungsgemäß durchführen zu können, war es nötig, die Gemeinde Liefering zu teilen; zahlreiche Häuser mussten dem Bau weichen. Wurden zunächst rund 600 Arbeiter des “Reichsarbeitsdienstes” für den Bau eingesetzt, begann man ab 1939 bzw. 1940 polnische und französische Kriegsgefangene auszubeuten. Kriegsbedingt kamen die Arbeiten 1942 zu einem Halt und konnten erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs beendet werden.
