Stolperstein für Rosenkranz Franz
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Franz Rosenkranz wurde am 28. September 1886 in St. Georgen im Attergau geboren und war Berufsoffizier im österreichischen Bundesheer, sowie Hauptmann und Kommandant der 2. Kompanie des Infanterie-Regiments Nr. 12 in Salzburg. Am 28. Juli 1934 war die 2. Kompanie unter Franz Rosenkranz zentral an der Niederschlagung des nationalsozialistischen Putschversuchs in Lamprechtshausen beteiligt. Dabei kamen sechs Putschisten und zwei Soldaten ums Leben. Am 7. April 1938 wurde Franz Rosenkranz verhaftet und ein Prozess gegen ihn vorbereitet, bei welchem die Todesstrafe gefordert wurde. Rosenkranz wurde aber “nur” zu sechs Jahren schweren Kerker verurteilt, wogegen Berufung eingelegt wurde. Daraufhin intervenierte der SS-Sturmbannführer Emil Sprenger bei Heinrich Himmler und forderte, dass Rosenkranz erneut der Prozess gemacht werden und er auf keinen Fall freikommen sollte. Auch Gauleiter Gustav Adolf Scheel intervenierte bei Himmler und forderte, dass Rosenkranz nach dem zu erwartenden Freispruch sofort in ein KZ überführt werden müsse. Tatsächlich wurde Rosenkranz am 27. April 1942 freigesprochen. Am selben Tag wurde Rosenkranz in das KZ Sachsenhausen deportiert und dort am 22. Juli 1942 registriert. Er wurde auf dem Todesmarsch vom KZ Sachsenhausen am 19. April 1945 durch die SS erschossen. Gustav Adolf Scheel und Emil Sprenger wurden nach 1945 wegen ihrer Funktion zur Verantwortung gezogen, doch bald wieder freigelassen.
