Stolperstein für Rinnerthaler Karl
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Karl Rinnerthaler wurde am 15. Mai 1885 in Sighartstein bei Neumarkt am Wallersee geboren. Er war mit Adelheid Rinnerthaler verheiratet und gemeinsam hatten sie drei Töchter. Karl Rinnerthaler war von Beruf Schulwart. Bis zum Verbot der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei 1934 war er Mitglied der Partei, der Kinder- und Naturfreunde, der Freien Gewerkschaft, des Freidenkerbundes und des Republikanischen Schutzbundes. Nach dem Verbot 1934 betätigte er sich bereits illegal für die Revolutionären Sozialisten Österreichs (RSÖ). Auch nach dem “Anschluss” 1938 blieb er den RSÖ treu. Als Anfang 1942 die illegalen Netzwerke der RSÖ und KPÖ durch einen Gestapo-Spitzel aufgedeckt wurden, verhaftete man auch Karl Rinnerthaler am 23. November 1942. Er wurde am 4. August 1943 wegen “Vorbereitung zum Hochverrat” zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Inhaftiert war er in den Zuchthäusern Landshut, Bruchsal und Kaisheim, am 23. Mai 1945 erfolgte seine Befreiung. Nach dieser musste er sofort in ein Krankenhaus gebracht werden, da er schwer krank war. Er starb an den Haftfolgen am 28. Januar 1946.
