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Stolperstein für Riedherr Josef

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Salzburg - Stieglstraße 1, 5020 Salzburg
Salzburg / StolpersteinPolitischer WiderstandÖffentlich zugänglich


Josef Riedherr wurde am 5.3.1894 in Salzburg geboren und war von Beruf Tischlermeister. Er war verheiratet mit Johanna Riedherr und sie hatten zwei Kinder namens Josef und Johanna Maria. Bis zu ihrem Verbot 1934 war Josef Riedherr Mitglied der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei und des Arbeiterturn- und Sportvereins. Ab August 1940 gehörte er der illegalen Widerstandszelle der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) an. Anfang 1942 wurde das Widerstandsnetzwerk durch den Gestapo-Spitzel Josef Kirschner infiltriert und aufgedeckt. Josef Riedherr wurde am 26. März 1942 verhaftet und vom 12. bis 16. Oktober der Strafprozess gegen ihn und weitere 23 Aktivisten der KPÖ geführt. Riedherr wurde wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt und in das Zuchthaus Straubing überstellt. Im Juli 1943 wurde er für die Strafdivision 999, einem Bataillon der Deutschen Wehrmacht, zwangsrekrutiert und zur „Frontbewährung” abkommandiert. Am 25. November 1943 wurde die Strafeinheit an die Südfront nach Griechenland verlegt. Nach der deutschen Kapitulation wurde Josef Riedherr als „prisoner of war” (POW) von britischen Alliierten festgenommen und in ein Kriegsgefangenenlager nach Ägypten gebracht. Im Dezember 1946 wurde er zurück nach Österreich transportiert und schwerkrank entlassen. Er starb an den Folgen des Krieges am 1.5.1947.

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Stolperstein für Riedherr Josef, 2024 (© Sebastian Sillinger)




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