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Stolperstein für Reischenböck Josef

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Salzburg - Fürstenweg 35, 5020 Salzburg
Salzburg / StolpersteinPolitischer WiderstandÖffentlich zugänglich


Josef Reischenböck wurde am 23. März 1890 in Salzburg geboren. Seine Eltern hießen Therese und Josef Reischenböck. Er war mit Franziska Esser aus Berndorf verheiratet und gemeinsam hatten sie drei Kinder namens Arno, Raimund und Erentrudis. Die Familie lebte in der Stadt Salzburg und Josef Reischenböck war Lehrer und Direktor der Hauptschule Haydnstraße, sowie im Katholischen Lehrerverein und als Dienststellenleiter der “Vaterländischen Front” während 1934 bis 1938 tätig. Nach dem “Anschluss” 1938 wurde er als Direktor abgesetzt, durfte aber als Lehrer weiterhin unterrichten, da er dem NS-Lehrerbund beitrat, wozu Lehrkräfte verpflichtend waren. Josef Reischenböck unterhielt Kontakt zu Bekannten im katholischen Milieu, die als Gegner des NS-Regimes galten. Im Frühjahr 1941 wurde er durch den kommunistischen Aktivisten Anton Schubert für die illegale Widerstandsbewegung der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) angeworben, nachdem ihm versichert wurde, dass die KPÖ nach einem Gewinn gegen den Nationalsozialismus die Glaubensfreiheit garantierte. Josef Reischenböck verfasste mehrere Abhandlungen, welche illegal verteilt wurden. Als die Gestapo das Widerstandsnetzwerk anfang 1942 mithilfe eines Spitzels aufdeckte, wurde auch Josef Reischenböck am 14. März 1942 in seiner Schule verhaftet. Beim Prozess gegen ihn am 30. Oktober 1942 wurde er wegen “Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Er wurde am 7. Mai 1943 in München-Stadelheim geköpft.

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Stolperstein für Reischenböck Josef, 2024 (© Sebastian Sillinger)




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