Stolperstein für Pfeffer Josef
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Josef Pfeffer wurde am 1. Januar 1912 in Wien geboren und war ab 1932 Angestellter der “Wiener Städtischen Versicherung” in Salzburg. Er heiratete 1932 Margarete, geborene Eichinger und das Paar lebte in Maxglan. Josef Pfeffer war Funktionär der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei und nach deren Verbot im Februar 1934 der führende Kopf des Widerstandes gegen den Austrofaschismus in Salzburg. 1936 kam es zum Prozess gegen führende Mitglieder der illegalen Revolutionären Sozialisten Österreichs (RSÖ), bei welchem auch Josef Pfeffer zu zehn Monaten schweren Kerkers verurteilt wurde. Nach dem Regimewechsel im März 1938 beteiligte sich Pfeffer an der organisierten Fluchthilfe für gefährdete jüdische Funktionäre der verbotenen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei aus Wien. Deswegen wurde er am 3. Juli 1938 von der Gestapo verhaftet und wegen “Vorbereitung zum Hochverrat” angeklagt. Am 10. Juni 1939 kam es zur Urteilsverkündung: Er wurde zu 18 Monate Gefängnis mit dem Zusatz “wegen seiner allgemein bekannten kommunistischen Haltung im Konzentrationslager Oranienburg angehalten [zu werden]” verurteilt. Demnach sollte er nicht mehr freigelassen werden. Am 2. März 1940 wurde er in das KZ Sachenhausen in der Stadt Oranienburg deportiert, wo er als Funktionshäftling für Versicherungen zuständig war. Am 6. Februar 1945 musste er zwei Kisten Versicherungsdokumente auf dem Weg in das KZ Bergen-Belsen bewachen und begleiten. Dort kam er jedoch nie an. Das Landesgericht Salzburg erklärte ihn am 10. März 1947 für tot.
