Stolperstein für Lang Ferdinand
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Ferdinand Lang wurde am 27.3.1913 in Langendorf in Mähren, das Teil Österreich-Ungarns war, geboren und lebte seit 1939 in der Stadt Salzburg. Er arbeitete nach Kriegsbeginn im Rüstungsbetrieb „Oberascher” in Kasern. 1941 heiratete er Herta Biber und gemeinsam erwarteten sie ein Kind. Ferdinand Lang war als Buchhalter im Rüstungsbetrieb tätig und bekam so mit, dass Kollegen von ihm wegen Widerstand verhaftet und hingerichtet, Zwangsarbeiter angestellt und vier junge ukrainische Zwangsarbeiter zu Abschreckungsmaßnahmen im Innenhof des Betriebs erhängt wurden. Lang wurde von Arbeitskolleginnen bei der Gestapo denunziert und am 21. Oktober zusammen mit seiner Ehefrau Herta verhaftet. Herta Lang wurde am 8. März 1944 wegen „Rundfunkverbrechen”, also dem Hören von Sendern alliierter Streitkräfte, zu zwei Jahren Zuchthaus verhaftet. Diese Strafe wurde wegen ihrer Schwangerschaft aufgeschoben. Am 11. Juni 1944 bekam Herta einen Sohn, welcher ebenfalls Ferdinand genannt wurde. Ab dem 16. Oktober 1944 musste sie ihre Strafe antreten und der Säugling wurde zur Pflege gegeben. Ferdinand Lang wurde am 11. Oktober 1944 in einem Schauprozess im „Volksgerichtshof” des Landesgerichts Salzburg vorgeführt. Er wurde wegen „Vorbereitung zum Hochverrat”, „Zersetzung der Wehrkraft” und „landesverräterischer Begünstigung des Feindes” zum Tode verurteilt. Am 21.11.1944 wurde er in München-Stadelheim enthauptet.
