Stolperstein für Köhler Leo
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Leo Köhler, geboren am 5. August 1897 in Salzburg als Kind des Ehepaares Max und Hermine Köhler, war Schneider und Kaufmann. Er heiratete die Jüdin Martha Werner und hatte mit ihr ein Kind, Gertrude. Er war wie sein Vater Vorstandsmitglied der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg. Leo Köhler war einer von 26 Salzburger Juden, die in der Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 von der Gestapo verhaftet, in das KZ Dachau deportiert und erst entlassen wurden, als sie unter Zwang der „Arisierung“ ihres Besitzes und ihrer sofortigen „Auswanderung“ zugestimmt hatten. Am 20. November kam er zu seiner Familie und seinen Eltern nach Wien. Seine Frau und Tochter reisten im Jänner 1939 nach London und emigrierten später in die USA. Leo Köhler flüchtete mit seinen Eltern nach Meran und dann nach Bologna. Leo wurde nach der deutschen Besatzung Nord- und Mittelitaliens in Fossoli, einem Transitlager der deutschen Polizei, interniert und im Frühjahr 1944 entweder nach Bergen-Belsen oder nach Auschwitz deportiert. Er überlebte nicht.
