Stolperstein für Huntschenko Wladimir
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Die Salzburger Firma „Glockengießerei Oberascher”, welche seit 1919 im Gewerbegebiet bei Kasern untergebracht war, wurde im Jahr 1939 zu einem als „kriegswichtig” eingestuften Rüstungsbetrieb umfunktioniert. In diesem Salzburger Rüstungsbetrieb wurden auch Zwangsarbeiter*innen aus besetzten Kriegsgebieten eingesetzt. Diese mussten in Baracken unter unmenschlichen Bedingungen hausen, durften sich nicht frei bewegen und wurden bewacht. Die Zwangsarbeitenden aus der Sowjetunion mussten die Zwangskennzeichnung „OST” auf ihrer linken Brustseite tragen. Einer davon war Wladimir Huntschenko. Er wurde am 10.1.1926 in Schewtschenko in der Ukraine geboren und zur Zwangsarbeit nach Salzburg verschleppt. Er wurde eine Zeit lang im Polizeigefängnis Salzburg inhaftiert und am 4. September 1943 in das KZ Dachau überstellt, wo er als „Schutzhäftling R”, also als „Russe”, registriert wurde. Er starb im KZ Dachau am 22.9.1944.
