DERLA |

VERFOLGUNG UND WIDERSTAND
IM NATIONALSOZIALISMUS
DOKUMENTIEREN UND VERMITTELN

Digitale Erinnerungslandschaft



Stolperstein für Hertzka Konrad

Erinnerungsort detailiert betrachten | Forschungsdaten downloaden

| Personen, Metadaten und Bilder ansehen

Salzburg - Wolf-Dietrich-Straße 18, 5020 Salzburg
Salzburg / StolpersteinJüdische Opfer - Als Jude oder Jüdin verfolgtNS-EuthanasieÖffentlich zugänglich


Konrad Hertzka, geboren am 8. Oktober 1911 in Bad Gastein, war Sohn eines praktischen Arztes, der bereits 1906 vom jüdischen zum evangelischen Glauben konvertierte, und dessen katholischer Ehefrau Marie. Konrad studierte technische Physik an der Technischen Hochschule und legte im Mai 1936 seine zweite Staatsprüfung mit sehr gutem Erfolg ab. Da er unter schweren Depressionen litt, war er seit 28. Oktober 1938 Patient in der Landesheilanstalt in Salzburg (heute Christian-Doppler-Klinik). Am 10. November 1938 stellte ein Psychiater die Diagnose, wodurch er in der geschlossenen Anstalt bleiben musste und „voll entmündigt“ wurde. Im September 1940 konnte er, vermutlich durch seine Mutter, aus der Heilanstalt fliehen, wurde allerdings auf dem Gut Erzberger in Szillen, Ostpreußen, von der Polizei gefunden. Im November 1940 wurde er in die Heil- und Pflegeanstalt Tapiau in Ostpreußen gebracht, bevor er am 5. Februar 1942 nach Uchtspringe in die Landesheilanstalt von Sachsen-Anhalt verlegt wurde und dort am 7. März 1942 zu Tode kam. Dort gab eine signifikante Häufung von Todesfällen unter dem NS-Regime.

Verbundene Personen





  • Hauptbild des Ortes
  • Sekundäres Bild des Ortes
Stolperstein für Hertzka Konrad, 2024 (© Sebastian Sillinger)




Weiteres