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Gedenktafel für ermordete Priester in der Dreifaltigkeitsgasse

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Salzburg - Dreifaltigkeitsgasse 14, 5020 Salzburg
Salzburg / GedenktafelPolitischer WiderstandReligiöser WiderstandKollektivÖffentlich zugänglich


Die Gedenktafel an den Mauern des Salzburger Priesterseminars in der Dreifaltigkeitsgasse erinnert an vier Priester, die aufgrund ihres Widerstandes gegen das NS-Regime ermordet wurden. Zwar konnte sich der Salzburger Klerus recht bald nach dem “Anschluss” mit dem NS-Regime arrangieren, die Besitztümer der Kirche sowie geistliche Immobilien wurden dennoch beschlagnahmt. Insgesamt 85 Kleriker wurden während der NS-Zeit zu Kerkerstrafen verurteilt, 122 Priester temporär inhaftiert und 14 Priester in Konzentrationslager deportiert. Die Marmortafel ist vieren davon gewidmet. Eingeweiht am 25. März 2009, kam sie auf Initiative des Thalgauer Lokalhistorikers Bernhard Iglhauser und des Thalgauer Bürgermeisters Martin Greisberger zustande. Die Wahl fiel deshalb auf das Gebäude des Priesterseminars, da bei der Standortsuche davon ausgegangen wurde, dass das Priesterseminar maßgeblich für die Ausbildung des Charakters der vier von den Nationalsozialisten getöteten beigetragen hatte.

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Gedenktafel für ermordete Priester in der Dreifaltigkeitsgasse, 2024 (© Sebastian Sillinger)




Transkription

Zum Gedenken an die Priester, die als Opfer der Diktatur der Nationalsozialisten ihr Leben lassen mussten. Johann Baptist Schroffner 1891 – 1940 Heinrich Summereder 1897 – 1943 Felix Gredler 1892 – 1942 Sebastian Haselberger 1894 – 1944 Wir gedenken auch der vielen Priester und Seminaristen, die durch die Nationalsozialisten schweres Leid, Terror und Verfolgung ertragen mussten.



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