DERLA |

VERFOLGUNG UND WIDERSTAND
IM NATIONALSOZIALISMUS
DOKUMENTIEREN UND VERMITTELN

Digitale Erinnerungslandschaft



Stolperstein für Hammer Franziska

Erinnerungsort detailiert betrachten | Forschungsdaten downloaden

| Personen, Metadaten und Bilder ansehen

Salzburg - Linzer Gasse 6, 5020 Salzburg
Salzburg / StolpersteinReligiöser WiderstandFrauen explizit erwähntÖffentlich zugänglich


Franziska Hammer, geborene Gerstlohner, wurde am 20. Januar 1888 in Eggelsberg bei Braunau am Inn geboren und war mit dem Tapeziermeister Rupert Hammer verheiratet. Das Ehepaar hatte vier Kinder, nämlich Leopoldine, Margaretha, Mathilde und Rupert, und lebte in der Stadt Salzburg. 1942 starb Franziskas Ehemann. Franziska Hammer war katholisch und Zeit ihres Lebens eng mit der Salzburger Kirche St. Andrä, in welcher sie auch geheiratete hatte, verbunden. So pflegte sie auch während der NS-Zeit gute Verbindungen zum Pfarrer der Kirche Franz Zeiss sowie zum Kooperator und Jugendseelsorger Franz Wesenauer. Franz Wesenauer trat eines Tages mit der Bitte an Franziska Hammer, gefährdete Menschen bei sich aufzunehmen, um sie vor der Verfolgung durch das NS-Regime zu schützen. So kam ein Junge, der “Jussi” genannt wurde, zu Franziska Hammer, welche ihn versteckte. Bald darauf musste der 13-jährige aber aus Angst, entdeckt zu werden, an einem anderen Ort untergebracht werden. Der Junge, welcher katholisch getauft war, aber laut den “Nürnberger Rassegesetzen” als Jude kategorisiert wurde, überlebte den Nationalsozialismus und besuchte Franziska Hammer nach 1945, um sich zu bedanken. Franziska Hammer starb im Jahr 1974 in Salzburg.

Verbundene Personen





  • Hauptbild des Ortes
  • Sekundäres Bild des Ortes
Stolperstein für Hammer Franziska, 2024 (© Sebastian Sillinger)




Weiteres