Stolperstein für Hager Franz
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Franz Hager wurde am 7. Januar 1907 in Zürich geboren und lebte zusammen mit seiner Mutter ab 1909 in der Stadt Salzburg. Er erlernte den Beruf des Schneiders, heiratete und bekam mit seiner Ehefrau 1931 einen Sohn. Die Familie lebte in der Gemeinde Maxglan. Franz Hager dürfte von Josef Hofkirchner, welcher mit ihm zusammen als Schuhmacher und Schneider im Heeresbekleidungsamt Maxglan arbeitete, 1940 für die illegale Widerstandsbewegung der kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) angeworben worden sein. Nachdem Gestapobeamte die Widerstandszellen in Salzburg Anfang 1942 durch die Gestapo aufgedeckt hatte, wurde Franz Hager von der Wehrmacht eingezogen und als Angehöriger der “Organisation Todt” auf der Halbinsel Krim stationiert. Dort erfolgte am 14. Mai 1942 seine Verhaftung, anschließend die Überstellung zurück nach Salzburg. Im November 1942 wurde Franz Hager ein Prozess wegen “Vorbereitung zum Hochverrat” gemacht, bei welchem er zu zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Am 12. Januar 1943 wurde er in das bayrische Zuchthaus Kaisheim überstellt und von dort am 4. April 1944 in das Wehrmachtsgefängnis Torgau. In Torgau wurde er für die Wehrmacht zwangsrekrutiert und der Strafdivision 500 unterstellt, welche in den Osten abkommandiert wurde. Franz Hager starb in den letzten Kriegsmonaten. Sein Todesdatum wurde durch das Landesgericht Salzburg auf den 15. Jänner 1945 festgelegt.
