Stolperstein für Maria Hölzl
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Maria Hölzl wurde am 16. Februar 1921 in Goldegg geboren. Gemeinsam mit Karl Rupitsch bekam sie am 29. April 1941 die uneheliche Tochter Brigitte. Nachdem sich Rupitsch ab Dezember 1943 in den Wäldern rund um Goldegg versteckte und schließlich als "Fahnenflüchtiger" gesucht wurde, versorgte ihn Maria Hölzl mit Nahrung und Zigaretten. Sie warnte auch weitere untergetauchte Deserteure rund um Goldegg vor Suchaktionen der Gestapo und SS. Maria Hölzl wurde schließlich im Zuge der Verhaftungswelle des sogenannten "Sturms" vom 2. Juli 1944 ebenfalls verhaftet und in das KZ Ravensbrück deportiert. Da sie zu diesem Zeitpunkt bereits schwanger mit ihrer zweiten Tochter war, durfte Maria Hölzl gemeinsam mit der ebenfalls schwangeren Theresia Kössner das KZ am 4. Oktober 1944 verlassen und nach Goldegg zurückkehren. In Gedenken an Maria Hölzl und vier weitere Widerstandskämpferinnen wurden am 8. Juli 2024 die ersten Stolpersteine in Goldegg verlegt. Der Verlegung ging ein mehr als zehn Jahre andauernder Streit in der Gemeinde um die Errichtung eines Gedenksteines für die Goldegger Wehrmachtsdeserteure voraus. Die Patenschaft für den Stolperstein übernahm der Nationalratsabgeordnete und Gastronom Sepp Schellhorn.
