Gedenkstätte "Friedensoase" bestehend aus Erinnerungskapelle Anna Bertha Königsegg und Erinnerungstafel für 123 ermorderte Patient*innen des Schlosses Schernberg samt Gedenkstein
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Die Gedenkstätte “Friedensoase” wurde im Jahr 2011 errichtet. Die öffentlich zugängliche Erinnerungs- und Gedenkstätte besteht aus vier Elementen: einer Gedenktafel aus Glas, der Gedächtniskapelle Anna Bertha Königsegg, einem Gedenkstein und einem Gedenkbuch. Sie sollen an die Geschehnisse und die Opfer der sog. “NS-Euthanasie” aus der “Versorgungsanstalt Schernberg” erinnern. Hier wurden, gegen den Willen und trotz Widerstands der pflegenden Ordensschwestern und anderer MitarbeiterInnen, unter der Leitung von Sr. Anna Bertha Königsegg im Jahr 1941 über hundert BewohnerInnen gewaltsam in die Tötungsanstalt Hartheim transportiert. Im Jahr 1993 erfolgte die Umbenennung in St. Vinzenz Heim. Auf Initiative einer leitenden Barmherzigen Schwester des St. Vinzenz-Heims, entstand 1998 der Plan, eine Gedächtniskapelle in Gedenken an Sr. Anna Bertha Königsegg zu errichten. Am 8. September 1999 fand schließlich im Rahmen eines Festes für die BewohnerInnen des St. Vinzenz-Heimes auch die Segnung der Kapelle durch den Provinzdirektor der Barmherzigen Schwestern statt. Die im Jahr 2011 eingeweihte Erinnerungstafel nennt namentlich alle 123 ehemaligen BewohnerInnen aus Schernberg, die 1941 gewaltsam von den Nationalsozialisten nach Hartheim deportiert und dort ermordet wurden. Die Inschrift lautet: “Im Lieben Gedenken an die 123 Opfer des NS-Regimes. Sie wurden am 21.04 bzw. 20.05.1941 gewaltsam in Schernberg abtransportiert und in Hartheim (OÖ) getötet.” Auf dem Gedenkstein, der im Jahr 2011 errichtet wurde, steht die Aufschrift: “vergebung bringt frieden”.
