Gedenkstein für Deserteure am Grundstück des Gesundheitszentrums der ÖGK
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Bis in das Jahr 2014 existierte kein Erinnerungszeichen an den sogenannten „Sturm” von Goldegg. Ziel dieser Razzia am 2. Juli 1944 war die Ergreifung und Verhaftung einiger Goldegger Wehrmachtsdeserteure, die teils seit dem Vorjahr untergetaucht waren. Die beiden unbeteiligten Hochleitner-Brüder wurden von der Gestapo ermordet, Peter Ottino starb im Schusswechsel mit der SS, Karl Rupitsch, August Egger und Kaspar Wind wurden im Oktober desselben Jahres im KZ Mauthausen erhängt, Georg Kößner im März 1945 in Glanegg erschossen, und Richard Pfeiffenberger starb in einer Strafkompanie. Ebenso wurden zahlreiche Familienangehörige und Nachbarn, die ihre Kinder und Freunde unterstützt hatten, in KZs deportiert. Brigitte Höfert, die Tochter von Karl Rupitsch, erarbeitete auf eigene Initiative mit dem Historiker Michael Mooslechner und dem Bildhauer Anton Thuswaldner aus Kaprun ein passendes Konzept eines Erinnerungszeichens an die Geschehnisse von 1944. Der schlichte Gedenkstein sollte im Hof des Schlosses Goldegg verlegt werden. Die Gemeinde Goldegg entschied sich allerdings gegen die Verlegung. Nach einem halben Jahr öffentlich geführter Auseinandersetzungen bot Andreas Huss, der Obmann der Salzburger Gebietskrankenkasse, daraufhin das Gelände des Regenerationszentrums als Ort für die Verlegung des Gedenksteines an. Am 8. August 2014 wurde schließlich der Gedenkstein verlegt und erinnert heute an die Opfer des „Sturms”.
