Gedenktafel für die Zwangarbeiter des KZ-Nebenlagers Uttendorf/Weißsee
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Die Gedenktafel für die Zwangsarbeiter des größten Nebenlagers des KZ Dachau in Salzburg erinnert an die zahlreichen Menschen, die unter unmenschlichen Bedingungen am Kraftwerksbau Zwangsarbeit verrichten mussten und dabei umkamen oder ermordet wurden. Die über 400 Personen, die man aus Dachau in die Gemeinde Uttendorf deportierte, bewohnten drei Baracken, die mit Stacheldraht umzäunt waren, sodass jegliche Fluchtversuche schnell unterbunden werden konnten. Die Kriegsgefangenen – meist Personen aus Belgien, Frankreich und Polen – waren für die Verhältnisse im Hochgebirge vollkommen unzureichend gekleidet; auf über 2.000 Meter Höhe mussten sie in ihrer Strafgefangenenkleidung aus Leinen sowie in einfachen Holz- und später Lederschuhen Schwerstarbeit verrichten. Erst später bekamen manche Arbeiter Handschuhe, Pullover und Mäntel zugeteilt; andere hingegen, beispielsweise politische Gefangene aus Österreich, erhielten lediglich eine Zeitung gegen die Kälte. Darüber hinaus waren alle der Willkür der Aufseher ausgesetzt, die die erschöpften Häftlinge zusätzlich malträtierten. Die Gemeinde Uttendorf erreichte die US-Armee am 8. Mai 1945; die Aufseher des Lagers versuchten noch ins Gebirge zu flüchten, die Häftlinge wurden befreit und auf die Repatriierung vorbereitet.
