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VERFOLGUNG UND WIDERSTAND
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Digitale Erinnerungslandschaft



Denkmal samt Gedenktafel für die Zwangsarbeiter*innen des Tauernkraftwerks Kaprun (Heidnische Kirche)

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Salzburg - Mooserbodenstraße 20, 5710 Kaprun
Salzburg / DenkmalZwangsarbeiterInnenÖffentlich zugänglich


Zwischen 1959 und 1960 wurde die nach den Plänen des deutschen Bildhauers Josef Magnus entworfene Heidnische Kirche am Mooserboden errichtet. Mit einer Höhe von über zehn Metern erinnert das Denkmal an mehr als 6300 Zwangsarbeiter*innen und zivile ausländische Arbeitskräfte sowie an rund 4000 Kriegsgefangene, die verpflichtet wurden, unter unmenschlichen Bedingungen am Bau der Kraftwerksgruppe Kaprun mitzuwirken. Insgesamt verloren während des Bauprozesses zwischen 1940 und 1945 über 120 Zwangsverpflichtete ihr Leben. Die im September 2003 am Denkmal angebrachte Tafel gedenkt dieser Menschen. Die Tafel ist das Resultat langjähriger Untersuchungen einer Historiker*innenkommission zum Bau der Kraftwerksgruppe Kaprun. Erste Pläne zum Bau eines Kraftwerks in den Hohen Tauern gab es bereits in der Zwischenkriegszeit, jedoch wurden diese nie umgesetzt. Nach dem „Anschluss” im März 1938 nahmen die Nationalsozialisten diese Pläne auf; die vorhandenen Energiereserven sollten für die Kriegs- und Rüstungswirtschaft genutzt werden. Der Spatenstich – durchgeführt von Hermann Göring – erfolgte bereits im Mai 1938; geplant war eine Bauzeit von zehn Jahren. Immer wieder kam es zu Todesfällen, ausgelöst durch Lawinenabgänge oder Steinschlag; aber auch Unfälle aufgrund mangelhafter Ausrüstung und des schlechten körperlichen Zustands der Arbeiter*innen waren keine Seltenheit. Die Kraftwerksgruppe Kaprun wurde 1955 fertiggestellt und gilt heute als Symbol des Wiederaufbaus der Republik nach dem Zweiten Weltkrieg. Ausgeblendet und vergessen werden dabei jedoch die unmenschliche NS-Zwangsarbeit und die daraus resultierenden Toten und Ermordeten.

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Gedenktafel für die Zwangsarbeiter und -arbeiterinnen an der Heidnischen Kirche Mooserboden, 2009, 2023 (© Christina Nöbauer, C.Stadler/Bwag)




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