Gedenktafel für Giuseppe Groppo
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In der Nähe des Fuscher Gemeindeamtes befindet sich der Isidor-Griessner-Park. Auf dem kleineren der beiden dort platzierten Felsen findet man in einem metallenen Buch, das am Felsen angebracht wurde, die Namen aller Fuscher Bergopfer. Unter ihnen befindet sich auch der Name Giuseppe Groppo. Groppo, geboren am 24.10.1925 in Mason, Italien, wurde nach der Besetzung Norditaliens durch die Wehrmacht 1943 verhaftet und als Zwangsarbeiter beim Kraftwerksbau in Kaprun eingesetzt. Zwischen Juni und Juli 1944 – von der Zwangsarbeit gezeichnet und ohne geeignete Kleidung – versuchte er über die Alpen nach Italien zu flüchten. Den Fluchtversuch überlebte er jedoch nicht. An den Folgen der Witterung und der Strapazen starb Giuseppe Groppo 19-jährig. Auf der Gedenktafel war zum Erstellungszeitpunkt der Fotografie kein Verweis angebracht, dass Giuseppe Groppo Opfer des nationalsozialistischen Regimes war. Allerdings gab es auf Initiative des Historikers Dr. Rudolf Leo im Oktober 2014 eine Gedenkfeier für Groppo, für die noch lebende Familienangehörige aus Italien anreisten.
