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VERFOLGUNG UND WIDERSTAND
IM NATIONALSOZIALISMUS
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Kärnten

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A

NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Es musste nicht unbedingt eine körperliche oder geistige „Beeinträchtigung“ geben, um ins Visier der NS-Medizin zu geraten. Auch gewisse Status-Zuschreibungen reichten aus, um in die Kategorie der sogenannten „Asozialen“ zu fallen, die spätestens ab dem Sommer 1941 ebenfalls Opfer der NS-„Euthanasie“ wurden. Unter diesen Opfern fanden sich zum Beispiel auch Bettler oder „Arbeitsscheue“ wieder. Die Vorderbergerin Agnes Achatz war eine Person, die aus diesen Gründen in die Todesmaschinerie der NS-Medizin geriet. Laut Angaben von Marina Jamritsch sind im DÖW Augenzeugen berichte vorhanden, die besagen, dass sich Agnes Achatz gegen ihren Abtransport in einem Rot-Kreuz-Wagen vehement wehrte und sich an einem Brückengeländer festhielt. Es war jedoch trotz intensiver Bemühungen nicht möglich, diese Augenzeugenberichte im DÖW ausfindig zu machen. Auch im Bundesarchiv Berlin konnten keinerlei Informationen zu ihr gefunden werden. Heute erinnert eine Gedenktafel am Vorderberger Friedhof an ihr Schicksal. Exakte Geburts- und Todesdaten konnten nicht gefunden werden. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S.45

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Über das Leben und Schicksal Aleš Žagars ist nichts bekannt.

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Kärntner SlowenInnenOrte des Terrors - KZ



Josef Amtmann, geboren 30.09.1883 in Rosegg, gestorben 05.02.1939 im KZ Dachau (Deutschland). Der Kärntner Slowene Josef Amtmann wurde als uneheliches Kind von Luzia Amtmann geboren. Er war gelernter Zimmermann. Mit beinahe 40 Jahren heiratete Josef Maria Petrič, die zwei Kinder in die Ehe mitbrachte. Er wurde, bereits verwitwet, im Jänner 1939 von der Gestapo verhaftet und in das Konzentrationslager Dachau mit der Nummer 32012 eingeliefert. Da die Haftart als „polizeiliche Sicherungsverwahrung“ angegeben worden war, hatte er keinerlei Privilegien und wurde zu den schwersten Arbeiten herangezogen. Josef Amtmann starb wenige Wochen nach seiner Einlieferung Anfang Februar 1939 und wurde am Friedhof München am Perlacher Forst beigesetzt. Quellen: zitiert nach der Hompage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/josef-amtmann/>.

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Individueller WiderstandJugendliche explizit erwähnt



Johann Anderwald, geboren 12.11.1924 in Augsdorf, gestorben 08.08.1944 in Villach. Die Gestapo verhaftetet Johann Anderwald wegen staatsfeindlicher Äußerungen. Bei seiner Überstellung nach Villach beging er Selbstmord, indem er sich von einer Brücke in die Drau stürzte. Seine Leiche wurde nach zehn Tagen in Lavamünd gefunden. Quellen: zitiert nach Homepage des Verreins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/anderwald-johann/> .

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NS-Euthanasie



Johann Andreasch, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Sein Eintritt ins Siechenhaus wurde mit 12. März 1940 vermerkt. "Wegen Platzmangel" wurde er am 7. Juli 1941 mit einem Tötungstransport mit 111 weiteren Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhardt nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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Kärntner SlowenInnenFrauen explizit erwähnt



Marija Andreovič, geboren am 31. Oktober 1898, gestorben am 15. Jänner 1944. Marija Andreovič stammte aus Suetschach. Sie wurde nach ihrer Verhaftung 1943 in das KZ Ravensbrück eingewiesen. Dort starb sie am 29. Jänner 1944. Quelle: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014. S. 395.

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Maria, Andreowic, Andreowitsch, Andreowitz, Esel-




NS-Euthanasie



Anton Andrä wurde am 29.01.1863 in Egg / Brdo geboren. Er wurde im hohen Alter in der „Siechenanstalt“ des Landeskrankenhauses Klagenfurt zwangsuntergebracht. Zum anderen wird auch deutlich, wie leicht Patienten durch – aus Sicht der Ärzte, Pfleger und Schwestern – „unangenehmes“ oder „aufmüpfiges“ Verhalten auf die Todesliste geraten konnten. Denn genau so geschah es mit Anton Andrä. Nachdem der Versuch der Pflegerin Juliane Wolf, Antons gelähmten Sohn Karl zu ermorden, beim ersten Mal gescheitert war, wollte Anton Andrä das Schweigen über das Morden anscheinend nicht mehr länger hinnehmen. Nach Schilderungen der angeklagten Schwester, die mit der Tötung seines Sohnes beauftragt worden war, schrie er laut, dass „man im Siechenhaus Leute hinrichte“, und später soll er dies auch Dr. Niedermoser persönlich vorgehalten haben. Der Versuch von Anton Andrä, andere Patienten auf das Morden im „Siechenhaus“ aufmerksam zu machen, vielleicht auch nur die bloße, direkte Aussprache der faktischen Tatsachen war genug, um ihn auf die Todesliste zu bringen. Er wurde wegen seiner Äußerungen und seines für die Bediensteten des Landeskrankenhauses unangenehmen, geradezu widerständischen Verhaltens ebenfalls getötet. Zeitzeugengesprächen zufolge hatte er sich auch bereits gegen seine Deportation aus Mellweg/Melviče massiv gewehrt. Als Todeszeitpunkt ist bei ihm der 20.12.1944 angegeben, also etwas mehr als ein Jahr nach der Ermordung seines Sohnes. Das Haus der Familie stand übrigens in direkter Nähe zur Eingangstür der Ortskirche. Es wurde später, da es längere Zeit leer stand, von der Gemeinde abgetragen. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 46f

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NS-Euthanasie



Karl Andrä wurde am 11.10.1897 in Graz geboren, gestorben am 05.09.1943 im Siechenhaus Klagenfurt. Er galt nach Dorferzählungen, über die Marina Jamritsch berichtet, als „kritischer Sonderling“ und „übergeschnappt“, aber gleichzeitig auch als intelligent. Der in Graz geborene, später allerdings in Mellweg/Melviče bei Egg/Brdo lebende Karl war der Sohn von Anton Andrä, der ebenfalls in der Siechenanstalt Klagenfurt getötet wurde. Als der gelähmte Karl Andrä am 5.9.1943 durch Verabreichung einer Mischung aus dem tödlichen Gift Somnifen und einem Hustensaft getötet werden sollte, machte sein Vater, der offenbar mit seinem Sohn im selben Zimmer lag, auf die Tötung von Patienten im „Siechenhaus“ durch lautes Schreien aufmerksam. Der erste Tötungsversuch scheiterte laut der Feststellung des Gerichts daran, dass ihm Schwester Juliane Wolf eine zu geringe Dosis der Somnifen-Hustensaftmischung verabreichte. Deshalb musste die Tötung von Karl Andrä später von der Oberpflegerin Ottilie Schellander besorgt werden. So wurde Karl Andrä schlussendlich mit Morphium getötet, ebenso wie sein Vater im Jahr darauf. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S.47

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Politischer Widerstand



Paul Anetter, geboren am 23.03.1893 in Oberdrauburg, gestorben am 01.10.1942 im KZ Mauthausen. Paul Anetter wurde am 23. März 1893 in Oberdrauburg geboren. Er war Arbeiter, lebte in Lienz und war Mitglied der Sozialdemokratischen Partei. Im August 1941 wurde von den NS-Behörden in Lienz eine kommunistische Widerstandsgruppe aufgedeckt. Die Gestapo verhaftete Paul Anetter wegen Beteiligung an illegalen Zusammenkünften dieser Gruppe. Am 11. Oktober 1941 wurde er ohne Gerichtsverfahren in das KZ Dachau als Schutzhäftling eingeliefert. Nach einem Monat wurde er wieder entlassen. Am 14. Mai 1942 geriet Paul Anetter erneut in die Fänge der SS und wurde von der Gestapo in das KZ Mauthausen deportiert. Dort wurde er von der Lager-SS als politischer Häftling registriert. Paul Anetters Name ist im Totenbuch des KZ am 1. Oktober 1942 vermerkt. Als Todesursache ist Lungentuberkulose angegeben. Quelle: Homepage des Vereins aegide – NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/51/Paul_Anetter/>.

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NS-Euthanasie



In Quellen und Literatur finden sich widersprüchliche Angaben zum Geburtsdatum und Geburtsort von Rudolf Angermann. So scheint im Krankenakt der Psychiatrie Klagenfurt der 14.6.1888 als Geburtstag und Klagenfurt als Geburtsort auf, Marina Jamritsch gibt in ihrer Publikation den 18.10.1888 als Tag der Geburt an. In einem anderen Aufnahmeblatt wiederum, zu finden ebenfalls im Krankenakt 11.820 in der Psychiatrie Klagenfurt, wird als Geburtsort Wernberg, Bezirk Villach angegeben. Als Wohnort wird jedoch durchwegs Kötschach-Mauthen genannt. Unterschiedliche Indizien führen bei Rudolf Angermann zu einem Bild, welches deutlich macht, dass Patienten besonders gefährdet waren, wenn sie für Schwestern, Pfleger und Ärzte „unangenehm“ und „störend“ waren und/oder nicht als „produktiver Teil“ der „Volksgemeinschaft“ galten. So findet sich in den Krankenakten von Rudolf Angermann für den 4.10.1938 der Verweis „entwichen“ und der Hinweis auf eine Abgängigkeitsanzeige bei der Polizei. Weiters ist vermerkt, er „vagabundiert seit 12 Jahren im Kreis Villach herum“ und habe in dieser Zeit „von Bettelei“ gelebt. Die Kombination dieser Faktoren mag dazu geführt haben, dass ihn die „Gutachter“ der T4-Aktion zum Tode verurteilten und ihn die Bediensteten des Krankenhauses Klagenfurt anstandslos auf die Liste des ersten Todestransports nach Hartheim setzten. Dorthin wurde er auch am 29.6.1940 überstellt und anschließend ermordet. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S.48

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Kärntner SlowenInnenOrte des Terrors - KZ



Karol Ankriž wurde laut Pfarrmatriken am 18.11.1910 in Pirk/Breza beim vlg. Augustin als lediger Sohn der Katarina Ankriž geboren. Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung lebte er noch in Pirk und war ledig. Er verstarb laut Sterbeurkunde am 28.12.1939 im KZ Sachsenhausen an »plötzlichem« Herztod.

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Karl Ankrisch-




Homosexuelle Opfer



Karl Anthofer, geboren am 13.01.1910 in Villach, gestorben am 21.01.1940 im KZ Mauthausen. Der gebürtige Villacher war in der Drau-Stadt als Graphologe tätig. Anfang Dezember 1938 wurde er unter der Beschuldigung der Homosexualität ins KZ Dachau deportiert. Ein Jahr später - im September 1939 - transportierte man ihn ins KZ Mauthausen. Dort starb er im Jänner 1940. Quellen: zitiert nach Homepage des Verreins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/anthofer-karl/>.

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Werner Apel wurde 17. Dezember 1937 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 hingerichtete Primiarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und die ihr untergebenen Krankenschwestern und Pflegerinnen angewiesen pro Woche nicht mehr als 2 bis 4 Pflegebedürftige "zu beseitigen", um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Werner Apel war das Kind einer unverheirateten Mutter und wurde evangelisch getauft. Mehr als ein halbes Jahr lang wurde er von den "Schwestern" noch verschont, jedoch am 30. Jänner 1944 im Alter von sieben Jahren ermordet. Begraben wurde Werner Apel im Gräberfeld XXI, 2. Reihe im Friedhof Annabichl in einem Armengrab, das in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt wurde. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv, - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Politischer Widerstand



Franz Aschgan, geboren 19.09.1899 in Villach, gestorben 03.02.1945 im KZ Dachau (Deutschland). Der im Herbst 1899 geborene Franz Aschgan kam aus einer Arbeiterfamilie. Im Ersten Weltkrieg erlitt er eine Granatsplitterverletzung am linken Knie, die sein Knie versteifen ließ. Er war Gewerkschaftssekretär, Gemeindevertreter und Sekretär der Sozialdemokraten in Villach. Er wurde am 20. Juli 1944 verhaftet und am 30. August 1944 von Villach aus in das KZ Dachau gebracht, wo er die Häftlingsnummer 94612 bekam. Im KZ verstarb er an „Fleckenfieber“. Im Jahr 1949 wurde im Villacher Gemeinderat der Antrag der KPÖ für eine Gedenktafel für Franz Aschgan abgelehnt. Quellen: zitiert nach Homepage des Verreins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/aschgan-franz/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Rosa Aschmalz wurde am 30. August 1909 in Klagenfurt geboren. Sie hat bereits zu Beginn der 1930er Jahre im "Siechenhaus" des Gaukrankenhauses in Klagenfurt gelebt und wurde am 25. August 1940 in einem Tötungstransport mit 38 Frauen und Mädchen aus dem "Siechenhaus" und mindestens 213 Frauen aus der Klagenfurter Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009).

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NS-Euthanasie



Leo Assinger, geboren im Jahr 1865 in Villach, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Leo Asslinger war Schuster in Villach. Er wurde in die Psychiatrie des Gaukrankenhauses Klagenfurt, mit der Diagnose Schizophrenie eingewiesen. Am 29.06.1940 wurde er im Rahmen der „T-4 Aktion“, gemeinsam mit anderen Personen, nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quellen: zitiert nach Homepage des Verreins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/asslinger-leo/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Anna Auer, geboren im Jahr 1900 in Stockenboi, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Anna Auer war verheiratet und lebte in Stockenboi. Sie wurde in die Psychiatrie des Gaukrankenhauses Klagenfurt, mit der Diagnose Schizophrenie eingewiesen. Am 25.08.1940 wurde sie im Rahmen der „T-4 Aktion“, gemeinsam mit anderen Personen, nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quellen: zitiert nach Homepage des Verreins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/auer-anna/>.

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Als Jude oder Jüdin verfolgt (Archiv der Namen)Frauen explizit erwähnt



Hildegard Auerbach, geboren am 15.03.1894 in Breslau (Polen), gestorben am 06.11.1983 in Nuneaton (Großbritannien). Hildegard Auerbach wurde als Hildegard Ring am 15. März 1894 in Breslau (heute Polen) geboren. Mit ihrem Ehemann Lothar Auerbach bewirtschaftete sie einen Bauernhof in Schlesien. Das Paar hatte drei Kinder. 1936 waren sie aufgrund ihrer jüdischen Religion gezwungen den Hof zu verkaufen, die Familie kam nach Kärnten und erwarb einen Hof in der Gemeinde St. Andrä im Lavanttal. Mit dem „Anschluss“ Österreichs an das NS-Regime wurde der Betrieb arisiert, Lothar Auerbach wurde im November 1938 im Zuge des Novemberpogroms ins KZ Dachau deportiert. Hildegard Auerbach gelang es mit den drei Kindern nach Berlin zu flüchten, dort traf sie ihren aus dem KZ Dachau enthafteten Ehemann wieder. Die Familie konnte nach England entkommen. Hildegard Auerbach starb in Nuneaton, England, am 6. November 1983. Quelle: Privatarchiv Alexander Verdnik

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Ring-




Als Jude oder Jüdin verfolgt (Archiv der Namen)



Lothar Auerbach, geboren am 08.03.1903 in Reichenbach (Deutschland), gestorben am 02.05.1989 in Nuneaton (Großbritannien). Lothar Auerbach wurde am 8. März 1903 im deutschen Reichenbach geboren. Er heiratete Hildegard Ring aus Breslau und bekam mit ihr drei Kinder. Die Familie bewirtschaftete einen Bauernhof in Schlesien. 1936 waren sie aufgrund ihrer jüdischen Religion gezwungen, den Hof zu verkaufen. Die Familie kam nach Kärnten und erwarb einen Hof in der Gemeinde St. Andrä im Lavanttal. Mit dem „Anschluss“ Österreichs an das NS-Regime wurde der Betrieb arisiert, Lothar Auerbach wurde im November 1938 im Zuge des Novemberpogroms ins KZ Dachau deportiert. Hildegard Auerbach gelang es mit den drei Kindern nach Berlin zu gelangen, dort traf sie Lothar, der aus dem KZ Dachau enthaftet worden war. Die Familie konnte nach England flüchten. Lothar Auerbach starb in Nuneaton, England, am 2. Mai 1989. Quelle: Privatarchiv Alexander Verdnik

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Agathe Auernig, unbekannt wann geboren, war bis 23. Dezember 1942 in der "Irrenanstalt - Abtl. Frauen" des Gaukrankenhauses in Klagenfurt interniert. Ab dem Winter 1942/43 ließ der nach dem Krieg zum Tod verurteilte Leiter der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser "ruhige Patienten", die zu keiner Arbeit im Krankenhausbetrieb herangezogen werden konnten, in das sogenannte Siechenhaus überstellen, wo sie am Rand des Krankenhausgeländes an einem unauffälligeren Ort "euthanasiert" werden konnten. Zwei Wochen nach der Überstellung war Agathe Auernig am 8. Jänner 1943 tot. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv: Volksgericht 18 Vr 907/45. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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B

Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Johi Bancelj, Geburtsdatum unbekannt, gestorben am 12.10.1944, wurde bei dem Massaker beim vlg. Apovnik am Kömmel getötet. Quelle: Brigitte Entner: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014.

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Johann-




Kärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Bandej (Vorname unbekannt), geboren im Jahr 1923 in Črnca/Schwarzenbach, gestorben am 01.07.1944. Bandej war jugoslawischer Partisan und wird auf einer Liste des Verbandes der Kärntner Partisanen als gefallen geführt. Seine letzten Jahre soll er in Leppen gelebt haben. Genaue Informationen über das Leben und Schicksal von Bandej sind uns nicht bekannt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 270.

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Individueller WiderstandSoldaten - Deserteure



Franz Bayr, geboren am 12.03.1912 in Völkendorf bei Villach, gestorben 04.07.1944 in der NS-Hinrichtungsstätte Landesgericht Graz. Franz Bayr war gelernter Schmied, arbeitet jedoch als Forstarbeiter auf unterschiedlichen Bauernhöfen in Kärnten. Er wurde 16 Mal aufgrund von verschiedenen Delikten z.B. Wilddiebstahl und Veruntreuung verurteil. Am 14.06.1942 rückte er bei der Wehrmacht ein. Von der Infanterie-Sonderabteilung in Schwarzenborn in Hessen kam er zum Grenadier Ersatz-Bataillon 499 in Bischofslack/Škofja Loka. Von dort aus kam er nach Tessendorf bei Klagenfurt, von wo aus er am 19.01.1944 an die Ostfront in Melitopol kam. Dort wurde er Teil des Jäger-Bataillon 97/8. Er entfernte sich unerlaubt von der Truppe und fuhr Anfang März mit einem Sonderausweis nach Klagenfurt. Den Sonderausweis erhielt er am Bahnhof Przemysl unter dem Vorwand, dass er seine Rückreisepapiere verloren habe. In Kärnten hielt er sich auf verschiedenen Bauernhöfen im Drau-, Gail-, Möll-, Malta- und Glödnitztal auf. Er wurde am 15.November auf dem Hof von Maria Puschitz, drei Stunden entfernt von Arriach, entdeckt und am folgenden Tag festgenommen. Am 31. Mai 1944 wurde er vom Gericht der Division z.b.V. 438 Klagenfurt zum Tode verurteilt und am 4. Juli 1944 in der NS-Hinrichtungsstätte Landesgericht Graz enthauptet. Quellen: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/bayr-franz/>.

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Günther Bendig wurde am 7. August 1925 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 zum Tod verurteilte und hingerichtete Leiter der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei der kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Die Schwester Julie Wolf erklärte in ihrem Prozess 1946: "Das war ein gelähmtes Kind, der hat aus Schmerzen Tag und Nacht geschrien." Günther Bendig wurde am 28. Juni 1943 im Alter von achtzehn Jahren ermordet. Begraben wurde der Jugendliche im Friedhof Annabichl im Gräberfeld I in einem Armengrab. Es wurde in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Bendik-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Ludmilla Benedikt, wurde am 16.09.1877 in Kötschach im Gailtal geboren, gestorben am 25.08.1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Sie wurde am 17.1.1939 in die psychiatrische Abteilung in Klagenfurt aufgenommen. In ihrem Akt ist vermerkt, dass sie am 25.8.1940 mit einem Vernichtungstransport von Klagenfurt nach Niedernhart transportiert und anschließend in Hartheim ermordet wurde. Mehr Informationen zu ihrer Krankengeschichte sind in den archivierten Akten des Landeskrankenhauses Klagenfurt nicht mehr vorhanden, auch im Bundesarchiv Berlin konnten keine Informationen mehr zu ihr gefunden werden. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 49

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NS-Euthanasie



Kaspar Bergbrenner wurde am 5. Jänner 1886 in Klagenfurt geboren. Er ist im November 1935 im Alter von 49 Jahren in das "Siechenhaus" des Landeskrankenhauses Klagenfurt eingetreten, (ab 1938 Gaukrankenhaus). Kaspar Bergbrenner wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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Politischer Widerstand



Dionys Berger, geboren am 25.09.1912 in Irschen, gestorben im April 1944 in Anatoliewka. Dionys Berger wurde am 25. September 1912 in Irschen, im Haus Hintergassen 3, vulgo Freimann, als Bauernsohn einer katholischen Familie geboren. Er wollte Gendarmeriebeamter werden, arbeitete aber in der elterlichen Landwirtschaft. Am 10. April 1939 heiratete er Marianne Golger aus Rangersdorf und bekam mit ihr die zwei Töchter Maria und Irma. Als Katholik lehnte er das NS-Regime und Hitlers Kriegspolitik ab. Nach dem Angriff Deutschlands auf Polen im September 1939 traf Dionys Berger sich mit seinem Nachbarn Martin Nagele und einem weiteren Nachbarn, um verbotene ausländische Radiosendungen zu hören. Sie erzählten davon anderen, woraufhin die Gestapo in Lienz im Dezember 1939 einen Hinweis auf die verbotenen Radiotreffen erhielt. Am 10. Jänner 1940 wurden sie von der Gestapo verhaftet, nach ersten Verhören nach Klagenfurt überstellt und vom Sondergericht angeklagt. Der Prozess war am 26. März 1940 im Landesgericht Klagenfurt. Dionys Berger und Martin Nagele wurden zu 18 Monaten Zuchthaus verurteilt und verloren ihre Wehrwürdigkeit. Sie kamen in das Zuchthaus Halle an der Saale und von dort ins Arbeitslager Rothenburg, wo sie in einem Steinbruch arbeiten mussten. Im September desselben Jahres erfolgte die Deportation in die Strafgefangenenlager in Emsland, wo sie bei der Entsumpfung der Moorlandschaft Zwangsarbeit leisten mussten. Im August 1941 wurden beide auf Bewährung entlassen und die Vollständige Verbüßung der Haft wurde bis 31. Juli 1944 ausgesetzt. Ein Hintergrund für die Haftentlassung war, dass die Wehrmacht „Menschenmaterial“ für die Kriegsführung benötigte. Dionys Berger und Martin Nagele wurde die Wehrwürdigkeit wieder zuerkannt, was hieß, dass die Wehrmacht sie wieder einziehen konnte. Zunächst konnten beide, wahrscheinlich zur Aufrechterhaltung der landwirtschaftlichen Betriebe, zu Hause bleiben. 1943 wurden sie zur Wehrmacht eingezogen. Martin Nagele kam zu einer Einheit in Nordafrika. Dionys Berger erhielt eine Einberufung zum Gebirgsjäger-Ersatz-Regiment 139 in Villach. Von da wurde er in das Gebirgsjäger-Regiment 144 überstellt, welches an der Front in Russland kämpfte. Dionys Berger verschwand im Kriegsgrauen. Das letzte Mal registrierte ihn die Wehrmacht am 2. April 1944 als „bei Anatoliewka/Russland vermisst“. 1953 erklärte das Landesgericht Klagenfurt die Verurteilung von Dionys Berger und Martin Nagele durch das Sondergericht der NS-Justiz als nicht erfolgt. Die beiden wurden juristisch rehabilitiert und die Verurteilung war als Unrecht des NS-Staates anerkannt worden. Quelle: Homepage des Vereins aegide – NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/88/Dionys_Berger/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Katharina Bergheim wurde um das Jahr 1895 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Katharina Bergheim war nicht verheiratet und ist am 15. August 1943 im Alter von 48 Jahren ermordet worden. Ihr Leichnam wurde von der Prosektur des Gaukrankenhauses der städtischen Friedhofsverwaltung übergeben und in einem Armengrab im Friedhof Annabichl im Feld I, Reihe 24 beigesetzt. Ihr Grab wurde nach dem Krieg aufgelöst und mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Elise Bergler, geboren 1892 in Villach, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Elise Bergler war eine Verkäuferin. Sie wurde ins Krankenhaus Villach mit der Diagnose progressive Paralysis eingeliefert. Am 25.08.1940 wurde sie im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quellen: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/bergler-elise/>.

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Franc Bevc - Franc, geboren am 14.04.1906 in Gornigrad/Oberburg, gestorben am 25.04.1945 im KZ Dachau. Franc Bevc wurde am 14. April 1906 in Gornigrad/Oberburg als Sohn von Janez Bevc und seiner Frau Amalija Volovšek geboren. 1929 kam er nach Österreich und arbeitete hier als Zimmermann. Er pachtete in Remschenig die vlg. Strvc-Keusche und war mit Marija Potočnik verheiratet, mit der er fünf Kinder großzog. Anfang August 1944 schloss er sich den Partisanen an und war als Kurier vor allem für die Verbindung nach Slowenien zuständig. Am 13. Feber 1945 wurde Franc Bevc gefasst und am 22. März 1945 ins KZ Dachau deportiert. In der Todesliste vom KZ Dachau wird sein Todestag mit dem 27. April 1945 angegeben. Der ebenfalls aus Gornigrad stammende und später in Remschenig arbeitende Ludvik Pahovnik gab am 3. Juni 1949 bei den Behörden an, dass Franc Bevc am 25. April 1945 um 13:30 Uhr verstorben sei. Er gab weiters an, dass Franc Bevc von den Wachen so stark misshandelt und verletzt wurde, sodass er an den Verletzungen starb. Drei Tage sei die Leiche von Franc Bevc mit vielen anderen Leichen noch vor der Lagerbaracke gelegen, bevor er in der Totenliste verzeichnet wurde. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 270 f.

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Franz, Karl, Beuz-




NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Harro Friedrich Beyna wurde am 23. Oktober 1928 geboren. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Stiftung Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 zum Tod verurteilte und hingerichtete Leiter der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre untergebenen Krankenschwestern und Pflegerinnen angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige "zu beseitigen", um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Harro Friedrich Beyna war ein "Bergmannskind" und wurde evangelisch getauft. Knapp ein Jahr lang wurde er von den "Schwestern" verschont, am 26. April 1944 jedoch im Alter von 16 Jahren ermordet. Begraben wurde er im Gräberfeld XV, 14. Reihe im Friedhof Annabichl in einem Armengrab, das in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt wurde. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgerichtsakte 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Agnes Bier wurde um das Jahr 1931 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Agnes Bier wurde zunächst von den "Schwestern" noch verschont und erst am 13. April 1944 im Alter von 13 Jahren ermordet. Oberpflegerin Ottilie Schellander geb. Zanella, eine der Hauptangeklagten im Prozess gegen 13 Krankenhausangehörige im Frühjahr 1946, vor dem Gericht: "Ich habe noch getötet […] Agnes Bier." Ihr Leichnam wurde der städtischen Friedhofsverwaltung übergeben und in einem Armengrab im Friedhof Annabichl im Feld XV, Grabreihe 14 beigesetzt. Das Grab wurde nach dem Krieg aufgelöst und mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Urteil. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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ZwangsarbeiterInnen



Stanislaw Biesciek, geboren k. A., gestorben am 14.08.1942 in Oberdrauburg. Stanislaw Biesciek war ein polnischer Zwangsarbeiter. Wo und wann er geboren wurde, ob er verheiratet war und Angehörige hatte, weiß man nicht. Am 14. August 1942 wurde er am westlichen Ortsrand von Oberdrauburg erhängt aufgefunden. Ein Fremdeinwirken wurde ausgeschlossen. Die Todesmeldung wurde von einem Gendarm im Gemeindeamt erstattet, woraufhin im Sterbebuch als Todesursache „Tod durch Erhängen“ eingetragen wurde. Sämtliche Felder zu persönlichen Daten des Verstorbenen wurden nicht ausgefüllt, sondern durchgestrichen. Der Standesbeamte ersparte sich damit in den Meldekarten der Zwangsarbeiterkartei nachzusehen. Quelle: Verein aegide – NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/57/Stanislaw_Biesciek/>.

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Kärntner SlowenInnenFrauen explizit erwähnt



Marija Birsak, geboren am 6. März 1886, gestorben am 19. Jänner 1945. Die Pfarrersköchin Marija Birsak hat kaum konkrete Spuren hinterlassen. In den Akten gibt es unterschiedliche Angaben über ihr Geburtsdatum und ihren Geburtsort. Sie wurde im Zuge der Verhaftungswelle am 20. Jänner 1944 gefasst und in das KZ Ravensbrück verschleppt. Dort starb sie am 19. Jänner 1945. Quelle: Entner, Brigitte: … als die Polizeieinheiten zum Hof kamen …. In Erinnerung an die Kärntner-slowenischen Opfer der NS-Verfolgung aus Bad Eisenkappel-Vellach. Eigenverlag, Bad Eisenkappel-Vellach/Železna kapla-Bela, 2021. S. 113.

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Maria, Bisack, Biersack, Persach-




Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraFrauen explizit erwähnt



Anna Blach, geboren am 07.06.1884 in Welfsberg/Tirol, gestorben k.A. im Ghetto von Lodz (Polen). Anna Balch gehörte der Volksgruppe der Sinti an und wurde 1941 verhaftet. Sie kam zuerst in das „Zigeuneranhaltelager“ in Weyer bei St.Pantaleon im Innviertel. Von dort aus wurde sie gemeinsam mit ihrer Tochter und Enkelkindern in das Zigeunerlager Lackenbach gebracht. Anschließend wurden sie von dort aus ins Ghetto von Lodz deportiert. Ihr genause Todesdatum und die Umstände sind unbekannt. Quellen: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/beach-anna/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraKZ OpferFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Josefine Blach, geboren am 28.11.1932 in Greifenburg, gestorben am 29.12.1943 im KZ Auschwitz. Josefine Blach wurde am 28. November 1932 in Greifenburg als Tochter der 17-jährigen Klara Blach geboren. Den Namen des Vaters gab die Mutter nicht bekannt. Die Familie Blach gehörte aller Wahrscheinlichkeit nach zu jenen Sinti, die bis 1938 in den äußeren Stadtgebieten von Villach lebten. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verhaftete die Kriminalpolizei in Villach bei mehreren „Aktionen“ rund 100 Personen dieser Volksgruppe und deportierte sie in verschiedene „Zigeunerlager“. Die kleine Josefine Blach kam in ein Arbeitslager im Salzburger Stadtteil Maxglan. Die deutsche Filmregisseurin Leni Riefenstahl, die in der persönlichen Gunst Adolf Hitlers stand, drehte im Jahr 1940 den Film „Tiefland“. Der Drehort war Bayern und sie benötigte dort dunkelhäutige Komparsen, welche im Deutschen Reich schwierig aufzutreiben waren. Deshalb griff sie auf Roma und Sinti zurück, die bereits in verschiedenen Lagern interniert waren. Riefenstahl suchte auch im Arbeitslager Maxglan nach geeigneten Statisten, wo sie auch auf Josefine Blach stieß, die ihre „ästhetischen“ Kriterien erfüllte. Die neunjährige Josefine Blach konnte aber nur kurz auf eine bessere Zeit hoffen, denn nach den Dreharbeiten in Bayern hatte sie ihre Schuldigkeit getan und Riefenstahl ließ Josefine und die anderen Sinti und Roma wieder ins Arbeitslager Maxglan transportieren. Im Frühjahr 1943 wurden 300 der Roma und Sinti vom Lager Maxglan nach Auschwitz deportiert. In Auschwitz bestand seit Ende 1942 ein „Zigeunerlager“, wo die Gefangenen überwiegend an Unterernährung, Seuchen, Misshandlung oder medizinischen Versuchen starben. Unbekannt ist, wo Josefine Blach mit ihren Verwandten festgenommen worden ist und wie sie in den Lagerkosmos weitergereicht wurde. Aufzeichnungen des KZ Auschwitz zeigen, dass Josefine Blach am 29. Dezember 1943 mit elf Jahren gestorben ist. Quelle: Homepage des Vereins aegide – NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/46/Josefine_Blach/>.

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Jože Blajs - Štefan, geboren am 14.02.1913 in Leppen/Lepena, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 15.02.1944 in Mežica/Miess. Jože Blajs wurde am 14. Feber 1913 in Leppen/Lepena als Sohn des vlg. Avprih-Bauern Anton Blajz und seiner Frau Apolonija Sveršina geboren. Sein Vater war im Ersten Weltkrieg gefallen und sein ältester Bruder Franc wurde zum Hofbesitzer. Als Franc Blajs zur Wehrmacht eingezogen wurde, half Jože seiner Schwägerin Malka Blajs am Hof. Gemeinsam unterstützten sie bereits früh die Partisanen. Jože Blajs organisierte Nahrungsmittel, Bekleidung, Medikamente, Verbandsmaterial, Batterien und Schreibpapier. Im Zuge der Massenverhaftung kamen die NS-Behörden am 12. Oktober 1943 auch zum Avprih-Hof. Jože, der gerade auf dem Feld arbeitete, und Malka, die am Weg von Lobnig nach Hause war, konnten entkommen und flohen „in den Wald“. Bei den Partisanen wurden sie unterschiedlichen Einheiten zugewiesen. Jože Blajs erhielt den Partisanennamen Štefan. Am 15. Feber 1944 fiel Jože Blajs – Štefan und wurde wenig später in Mežica beigesetzt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 209 f.

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Josef, Blajz, Blais, Bleis-




Jüdische Opfer - KZ



Leopold Blau, geboren am 07.11.1874 in Pressburg (Slowakei), gestorben 1942 im KZ Treblinka (Polen). Leopold Blau war tschechischer Staatbürger und kam 1904 mit seiner Frau Elsa Blau von Pressburg nach Villach. In der Weißbriachgasse 12 betrieben sie zusammen einen Gemischtwarenladen. Im Zuge der Reichskristallnacht wurde er verhaftet und in einem KZ transportiert. Er kam wieder frei und ging mit seiner Frau nach Wien. Er wurde am 29. Juni 1942 von Wien aus in das KZ Theresienstadt erneut deportiert. Von dort aus erfolgte die Überstellung am 23. September 1942 in das Vernichtungslager Treblinka. Dort wurde er ermordet. Seiner Frau gelang die Flucht nach Tschechien, wo sie die Shoah als „U-Boot“ überlebte. Quellen: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/blau-leopold/>.

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Kärntner SlowenInnenSoldaten - Deserteure



Jožef Blenkuš, geboren am 06.09.1914 in Maria Elend im Rosental/Podgorij v Rožu, gestorben 22.11.1940 in der Hinrichtungsstätte Brandenburg-Görden (Deutschland). Jožef Blenkuš verweigerte den Eid auf die Deutsche Wehrmacht. Er wurde verhaftet und am 03.10.1940 vom Reichskriegsgericht Berlin zum Tode verurteilt. Seine Mutter fuhr nach Berlin, um ihn zu überreden, den Eid zu leiste. Trotz der Bitten seiner Mutter lehnte Jožef Blenkuš dies ab. Er wurde im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet. Sein Name steht auf dem Denkmal der „Kriegsgefallenen“ in Latschach/Loče. Quellen: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/blenkusch-josef-jozef-blenkus/>.

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Blenkusch Josef-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Gertrude Blum wurde um das Jahr 1929 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Gertrude Blum wurde bis 1944 von den "Schwestern" noch verschont und erst am 23. September 1944 im Alter von 15 Jahren umgebracht. Oberschwester Antonia Pachner, eine der drei Hauptangeklagten im Prozess gegen 13 Krankenhausangehörige im Frühjahr 1946, auf die Frage des Richters, wer Gertrude Blum getötet hat: "dürfte von mir sein." Der Leichnam wurde von der Prosektur an die städtische Friedhofsverwaltung weiter gegeben und in einem Armengrab im Friedhof Annabichl im Feld XV, Grabreihe 15 beigesetzt. Ihr Grab wurde nach dem Krieg aufgelöst und mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Politischer Widerstand



Franz Blüml wurde am 02.04.1899 geboren, gestorben am 18.01.1945 im KZ Neuengamme. Er war der Sohn von Simon Blüml und seiner Frau Magdalena geb. Jost. Der in Dragantschach/Draganče geborene und katholisch getaufte Franz war zum Zeitpunkt seiner Verhaftung durch die Gestapo in der Wolfsberger Kreuzgasse im Herbst 1944 unverheiratet und als Angestellter tätig. Am 6. Oktober 1944 wurde der 50-jährige von der Gestapohaft in Klagenfurt ins KZ Dachau deportiert, wo er die Gefangenennummer 113032 in der Kategorie „Schutzhäftling“ erhielt. Am 22. Oktober wurde Blüml von Dachau ins Konzentrationslager Neuengamme bei Hamburg gebracht. Dort erhielt er dann die Gefangenennummer 62483. Bei der Überführung ins KZ Neuengamme wurde Franz Blüml laut „Effektenliste“ des KZ noch sein letzter Besitz, eine Taschenuhr, geraubt. Am 18. Januar 1945 verstarb Franz um 04:10 an einem „Magen und Darmkatarrh“. Blüml befand sich kurz vor seinem Tod laut Akten in Quarantäne. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 253

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Franc Bogataj - Rok, geboren k.A., gestorben 09.02.1945. Franz Bogotaj war Teil einer Gruppe von Oberkrainer Partisanen, die unter der Arichwand bei Ledenitzen einen Bunker errichteten, um den Kärntner Widerstand zu unterstützen. In diesem Bunker befanden sich zeitweise 20 Personen, obwohl dieser nur für 10 geplant war. Die Aufgabe bestand nicht in Kampfhandlungen mit der Wehrmacht, sondern im Aufbau eines Kommunikationsnetzwerkes. Dieses Netzwerk reichte bis zu den Schüttpartisanen im Gailtal. Der Bunker wurde verraten und am 09.02.1945 von der Wehrmacht attackiert. Es wurden acht Partisanen erschossen unter ihnen Franz Bogotaj, der unter dem Decknamen Rok agierte. Die Leichname der Partisanen wurden von den Nazis auf der Straße zwischen St.Jakob und St.Peter im Rosental aufgestellt. Nach einer Woche wurden sie bei der Drau vergraben. Nach Kriegsende wurden die Leichname exhumiert und ehrenvoll in St.Jakob begraben Ein steinerner Obelisk mit der Aufschrift „Partisanen gefallen im Kampf gegen den Faschismus“ in beiden Landessprachen erinnert man sie. Quellen: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/bogataj-franc/>.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Ivan Bohincj - Džvon , geboren k.A., gestorben 09.02.1945 unter der Arichwand/ Karawanken. Ivan Bohinj war Teil einer Gruppe von Oberkrainer Partisanen, die unter der Arichwand bei Ledenitzen einen Bunker errichteten, um den Kärntner Widerstand zu unterstützen. In diesem Bunker befanden sich zeitweise 20 Personen, obwohl dieser nur für 10 geplant war. Die Aufgabe bestand nicht in Kampfhandlungen mit der Wehrmacht, sondern im Aufbau eines Kommunikationsnetzwerkes. Dieses Netzwerk reichte bis zu den Schüttpartisanen im Gailtal. Der Bunker wurde verraten und am 09.02.1945 von der Wehrmacht attackiert. Es wurden acht Partisanen erschossen unter ihnen Ivan Bohincj, der unter dem Decknamen Džvon agierte. Die Leichname der Partisanen wurden von den Nazis auf der Straße zwischen St.Jakob und St.Peter im Rosental aufgestellt. Nach einer Woche wurden sie bei der Drau vergraben. Nach Kriegsende wurden die Leichname exhumiert und ehrenvoll in St.Jakob begraben. Ein steinerner Obelisk mit der Aufschrift „Partisanen gefallen im Kampf gegen den Faschismus“ in beiden Landessprachen erinnert an sie. Quellen: zitiert nach der Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/bohincj-dzvon-ivan/>.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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Kärntner SlowenInnenKZ OpferFrauen explizit erwähnt



Klara Boltežar, geboren am 27.07.1892 in Lobnig/Lobnik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 18.09.1944 im KZ Auschwitz. Klara Boltežar wurde am 27. Juli 1892 beim vlg. Vivoda in Lobnig/Lobnik als Tochter von Josef Boltežar und seiner Frau Barbara Vivoda geboren. Klara war die jüngere Schwester von Marija Boltežar und arbeitete ebenfalls am Hof ihres Bruders. Wie ihre Schwester Marija wurde auch Klara Boltežar nach ihrer Verhaftung ins KZ Auschwitz deportiert. Am 18. September 1944 verstarb sie dort laut Aufzeichnungen an „Herzschwäche bei akutem Darmkatharr“. Ihre Urne wurde am Friedhof Eisenkappel beigesetzt. Betreffend ihres Todestages und Todesortes gibt es verschiedene Varianten. In manchen Quellen wird davon gesprochen, dass sie im KZ Ravensbrück verstorben sei. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 240.

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Boltižar, Woltischar, Boltischar-




Politischer WiderstandKZ OpferFrauen explizit erwähnt



Marija Boltežar, geboren am 19.09.1888 in Lobnig/Lobnik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 29.11.1944 im KZ Ravensbrück. Marija Boltežar wurde am 19. September 1888 in Lobnig/Lobnik als Tochter des Vivoda-Bauern Josef Boltežar und dessen Frau Barbara Vivoda geboren. Bis zu ihrer Verhaftung lebte und arbeitete Marija Boltežar am Hof ihres Bruders. Am 18. Jänner 1944 wurde sie verhaftet und im April 1944 als Schutzhäftling ins KZ Auschwitz deportiert. Am 30. August 1944 wurde sie ins KZ Ravensbrück überstellt. Marija Boltežars Tod wurde mit 29. November 1944 dokumentiert. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 239 f.

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Maria, Boltižar, Boltischar-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Johanna Breithuber, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Sie ist dort am 24. Februar 1939 eingetreten. Am 25. August 1940 wurde sie in einem Tötungstransport mit mehr als 250 Frauen aus der psychiatrischen Abteilung und Frauen sowie Mädchen aus dem "Siechenhaus" in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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KZ Opfer



Czeslaw Brel, geboren 1913 in Podgorz (Polen), gestorben 1945 in Polen. Czeslaw Brel (oder Bryl) (Mauthausen Nr. 78510), geboren 1913 im polnischen Podgorz, kam mit einem Transport am 22. Juli 1944 als Häftling in die Loibl-Konzentrationslager. Nach der Befreiung am 13. Mai 1945 wurde er schwer krank ins Krankenhaus Golnik eingeliefert. Obwohl sein Zustand sehr schlecht war, verließ er das Krankenhaus Golnik auf eigenem Wunsch am 9. Juni 1945, weil er offenbar in seiner Heimat sterben wollte. Quellen: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 416.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Bryl-




Kärntner SlowenInnenKZ Opfer



Franc Brežjak, geboren am 31.07.1885 in Altendorf/Stara vas, St. Philippen ob Sonnegg/Šentlipš, gestorben am 07.04.1944 im KZ Mauthausen. Franc Brežjak wurde am 31. Juli 1885 in Altendorf/Stara vas als Franc Haderlapp geboren. Durch die Hochzeit seiner Eltern Ursula Haderlapp und Alexander Brežjak erhielt er den Nachnamen seines Vaters. Er übernahm später auch den väterlichen Besitz. Franc Brežjak heiratete Agnes Urh aus Vellach und bekam mit ihr vier Kinder. Während des Krieges unterstützte die Familie Brežjak aktiv die Partisanen, weshalb Franc Brežjak am 13. Juli 1943 verhaftet wurde. Nach Gestapohaft in Klagenfurt wurde er am 31. Juli 1943 als Schutzhäftling ins KZ Dachau deportiert. Ein Monat später wurde er ins KZ Mauthausen überstellt. Am 7. April 1944 starb Franc Brežjak im „Sanitätslager“ von Mauthausen. Als Todesursache wird in der Todesmeldung eine „eitrige Hirnhautentzündung“ angeführt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 201 f.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Franz, Breschjak, Brezjak, Haderlapp-




KZ Opfer



Vinzenz Brodzki, geboren am 22.05.1903, gestorben am 25.07.1944 im KZ Loibl. Vinzenz Brodzki wurde am 22.5.1903 geboren und bei seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen als Pole mit der Nummer 35379 registriert. Nach seiner Verlegung in die Konzentrationslager am Loibl-Pass verstarb er dort am 25. Juli 1944. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Andreas Baumgartner (Projektleiter): Die Häftlinge des Loibl-KZ. Ein Gedenkbuch (edition mauthausen), Wien März 2010, S. 103.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Urban Broman, geboren am 23. Mai 1880, gestorben am 12. Februar 1945. Urban Broman, ein Keuschlersohn aus St. Margarethen war mit Katarina Tomaš verheiratet, die früh starb. Gemeinsam hatten sie eine Tochter. Im Jahr 1942 übernahm die Tochter den Hof. Nach einer Hausdurchsuchung wurden Vater und Tochter Helene Broman am 26. Mai 1943 verhaftet. Urban Broman verbüßte seine Haft in Berlin-Plötzensee und Graz-Karlau, wo er am 12. Februar 1945 starb als die Strafanstalt von einer Bombe getroffen wurde. Manche Quellen sprechen vom 19. Februar als Todestag. Quelle: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014. S. 315.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Urbanus, Bromann-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Miha Brumnik, geboren am 22.08.1926 in Ebriach/Obirsko, gestorben am 10.11.1944 am Rabenberg/Šentjanške Rute. Miha Brumnik wurde am 22. August 1926 in Ebriach/Obrisko als Sohn vom Bergarbeiter Primus Brumnik und seiner Frau Ana Novak geboren. Sein Vater starb, als Miha noch ein Kind war. Miha Brumniks Bruder diente in der Wehrmacht und kam nach dem Krieg als Invalide zurück. Miha schloss sich im Mai 1944 den Partisanen an. Bei der Erstürmung des Bunkers am Rabenberg starb Miha Brumnik am 10. November 1944. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 448.

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Michael-




Kärntner PartisanInnenwiderstandOpfer der NS Justiz



Heinrich Brunner, geboren am 26.04.1915 in Oberwollanig, gestorben am 23.12.1944 in Graz. Heinrich Brunner wurde am 26. April 1915 in Oberwollanig geboren und war nach der Pflichtschule als Bauhilfsarbeiter und Landarbeiter tätig. Vor 1938 diente er eine Zeit lang als Soldat des österreichischen Bundesheeres. Im Juli 1941 wurde er in die Wehrmacht eingezogen und kam als Soldat ins Jägerregiment 734 in Griechenland und Serbien. Während seines Heimaturlaubes Mitte September 1944 wurde Heinrich Brunner von Erich Ranacher für den Partisanenkampf in der Villacher Gegend rekrutiert, sodass er nicht mehr zu seiner Einheit einrückte. Am 14. November 1944 nahm die Gendarmerie im Gemeindegebiet von Steinfeld drei „verdächtige“ Personen fest und lieferte sie der Gestapo aus. Es handelte sich dabei um die Widerstandskämpfer und Partisanen Heinrich Brunner, Erich Ranacher und Josef Ribitsch. Sechs Wochen später verurteilte der Volksgerichtshof sie und fünf weitere Angehörige dieser in Villach und Umgebung aktiven Widerstandsgruppe zum Tode. Die Hinrichtung durch das Fallbeil vollstreckte die NS-Justitz am 23. Dezember 1944 in Graz. Quelle: Homepage des Vereins aegide, NS-Opfer im Oberen Drautal: < http://www.aegide.at/de/36/Heinrich_Brunner/>.

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NS-Euthanasie



Ambros Brunner wurde 1913 in St. Veit a. d. Glan geboren und am 27. Oktober 1938 im Alter von 25 Jahren in die Psychiatrie des Gaukrankenhauses Klagenfurt eingewiesen. Er litt am sogenannten "Kretinismus", eine Erkrankung verursacht durch unzureichende Funktion der Schilddrüse und Jodmangel, die in unbehandeltem Zustand mit neurologischen Ausfallserscheinungen einhergeht. Am 20. Februar 1941 wurde AMBROS BRUNNER von der psychiatrischen Abteilung in das Siechenhaus des Gaukrankenhauses überstellt und am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart gebracht und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. Eineinhalb Monate später wurde in St. Veit unter seinem Namen eine Urne nach katholischem Ritus begraben, in der sich die Asche von unbekannt welchen Opfern der Vernichtungsanstalt Hartheim befand. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45 und Bestand historisches Archiv Psychiatrie Klagenfurt. - Archiv der Diözese Gurk, Friedhofswesen, Karton 1. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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NS-Euthanasie



Friedrich Brunner, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Er ist ins Siechenhaus am 20. Februar 1941 eingetreten. Friedrich Brunner wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses sowie Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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KZ OpferPolitischer WiderstandFrauen explizit erwähnt



Hildegard Bucher, geboren am 15.09.1902 in Lölling-Graben, gestorben 01.05.1945 im KZ Ravensbrück (Deutschland). Hildegard Bucher war mit dem kommunistischen Widerstandskämpfer Konrad Bucher verheiratet. Gemeinsam mit ihrer Tochter Ernestiene Kopeinig aus erster Ehe leistete sie Widerstand. Beide wurden im Sommer 1944 verhaftet. Hildegard Bucher kam in das KZ Ravensbrück, ihre Tochter in das Jugendschutzlager Uckermark. Hildegard Bucher starb offiziell an Typhus. Quellen: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/bucher-hildegard-geb-drolle/>.

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Drolle-




Politischer Widerstand



Michael Burgstaller, geboren am 26.09.1900 in Greifenburg, gestorben am 09.07.1943 in Berlin-Plötzensee. Michael Burgstaller wurde am 26. September 1900 in Greifenburg als Sohn des Zugführers Josef Burgstaller geboren. Nach der Volksschule war er als landwirtschaftlicher Arbeiter tätig, bevor er am 1. Dezember 1921 eine Beschäftigung bei der Eisenbahn fand. Ab Juli 1924 war er beruflich als Anheizer in Amstetten. Am 23. November 1925 heiratete er Maria Wallner in St. Pölten und wurde Vater eines Sohnes. Michael Burgstaller war in das politische und kulturelle Leben der österreichisches Sozialdemokratie eingebunden und schloss sich bereits 1921 der Sozialdemokratischen Partei Österreichs und der Freien Gewerkschaft an. 1927 wurde er Mitglied des Republikanischen Schutzbundes. Nach Verbot der Sozialdemokratischen Partei und des Schutzbundes im Jahr 1933 schloss er sich der Vaterländischen Front an, wohl um seine politischen Tätigkeiten unter diesem Deckmantel weiterzuführen. Nach dem Anschluss Österreichs wurde er von der Deutschen Reichsbahn als Beamter übernommen. Spätestens seit Dezember 1940 arbeitete Michael Burgstaller am Aufbau einer lokalen kommunistischen Widerstandsgruppe gegen das NS-Regime mit. Die Widerstandsgruppe war solidarisch mit den Familien bereits verhafteter Genoss_innen und sammelte Hilfsgelder und verteilte sie an die Notleidenden. Außerdem hörte die Gruppe verbotene deutschsprachige Radiosendungen der Alliierten und verbreitete deren Nachrichten. Michael Burgstaller wurde im Dezember 1942 in Amstetten von der Gestapo verhaftet und wegen Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung angeklagt. Am 13. Mai 1943 verurteilte ihn der Volksgerichtshof Berlin wegen Vorbereitung zum Hochverrat zum Tode. Ihm wurden die bürgerlichen Ehrenrechte für immer aberkannt. Am 9. Juli 1943 erfuhr Michael Burgstaller im Strafgefängnis Berlin/Plötzensee von seiner bevorstehenden Hinrichtung, welche noch am selben Tag um 19 Uhr vollzogen wurde. Quelle: Homepage des Vereins aegide; NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/50/Michael_Burgstaller/>.

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Erwin Burgstaller wurde am 06.10.1925 in Watschig im Gaital geboren, gestorben am 13.01.1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Erwin Burgstaller fiel bereits im Alter von 15 Jahren der NS-„Euthanasie“ zum Opfer. Leider gibt es zu seiner Biographie recht wenig. Sein letzter bekannter Aufenthaltsort war die Evangelische Diakonieanstalt Gallneukirchen bei Linz, von wo er am 13.1.1941 nach Hartheim abtransportiert und dort getötet wurde. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 49

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Margarethe Busch wurde um das Jahr 1922 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Margarethe Busch war unverheiratet und wurde am 12. Jänner 1944 im Alter von 22 Jahren von Ottilie Schellander ermordet. "Schwester Otti" war im Frühjahr eine der drei Hauptangeklagten in einem Prozess gegen 13 Euthanasiebeteiligte in KLagenfurt. Sie wurde zum Tod "durch den Strang" verurteilt, danach vom Bundespräsidenten zu lebenslänglicher Haft begnadigt und 1955 vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Der Leichnam von Margarethe Busch wurde vom Gaukrankenhaus an die städtische Friedhofsverwaltung überstellt und in einem Armengrab in Annabichl im Feld I, Reihe 28 beigesetzt. Das Grab wurde nach dem Krieg aufgelöst und mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Urteil. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Katharina Bärenthaler, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Sie ist dort am 4. Dezember 1940 eingetreten und wurde am 7. Juli 1941 mit einem Tötungstransport mit 111 weiteren Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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Bärnthaler-




NS-Euthanasie



Max Böck, geboren am 07.10.1901 in Villach, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Max Böck war Malermeister in Villach. Er wurde in die Psychiatrie des Gaukrankenhauses Klagenfurt, mit der Diagnose Schizophrenie eingewiesen. Am 24.03.1941 wurde er im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quellen: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/bock-max/>.

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Jüdische Opfer - KZ



Wolfgang Böhm, geboren am 24.12.1894 in Berlin (Deutschland), gestorben 23.04.1942 im KZ Dachau (Deutschland). Wolfgang Böhm war Kaufmann und Berichterstatter und wohnte seit dem 02. September 1940 in Villach. Er wurde verhaftet und am 11.10.1941 ins KZ Dachau deportiert. Am 30. April erhielt sein Vater in Berlin die Nachricht von der Lagerleitung, dass sein Sohn an einer Rippenfellentzündung gestorben sei. Quellen: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/bohm-wolfgang/>.

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C

KZ OpferJugendliche explizit erwähnt



Claude Canietti, geboren am 10.06.1924 in Rully (Frankreich), gestorben am 03.05.1944 im KZ Loibl. Claude Canietti, geboren am 10.6.1924 in Rully, Frankreich, wurde bei seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen mit der Nummer 59671 registriert. Am 18. April 1944 kam er mit einem Häftlingstransport am Loibl an und wurde im KZ Loibl-Nord zu Zwangsarbeit missbraucht. Nur zwei Wochen nach seiner Ankunft verstarb er am 3. Mai 1944 an Diphterie. SS-Arzt Sigbert Ramsauer hatte seine Behandlung verweigert. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 244.

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KZ Opfer



Pièrre Cazalat, geboren am 29.12.1902 in Lescarre (Frankreich), gestorben am 03.11.1944 im KZ Loibl. Pièrre Cazalat, geboren am 29.12.1902 in Lescarre, Frankreich, wurde bei seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen mit der Nummer 59696 registriert. Nach seiner Verlegung in die Loibl-Konzentrationslager starb er dort am 3. November 1944. Seine genaue Todesursache ist unbekannt, er dürfte bei einem Unfall ums Leben gekommen sein. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 254.

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KZ Opfer



Jean Certain, geboren am 14.12.1891 in Guenouet (Frankreich), gestorben am 02.05.1944 im KZ Loibl. Jean (Baptiste) Certain, geboren am 14.12.1891 in Guenouet, Frankreich, wurde nach seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen mit der Nummer 59698 registriert. Nach seiner Verlegung in die Loibl-Konzentrationslager starb er dort aus ungeklärter Ursache. Sein Todesdatum dürfte der 2. Mai 1944 sein. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 244.

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Baptiste-




KZ Opfer



Uljan Chudic, geboren am 03.06.1918 in Waskiwski (Russland), gestorben am 14.10.1944 im KZ Loibl. Uljan Chudic, geboren am 3.6.1918 in Waskiwski, Russland, wurde im Konzentrationslager Mauthausen mit der Nummer 32350 registriert. Nach seiner Verlegung ins Konzentrationslager Loibl-Süd arbeitete er nahe des Lagers der zivilen ArbeiterInnen. Ein Wachmann beobachtete ihn als er ein Stück Zucker nahm, das eine Küchenarbeiterin für ihn abgelegt hatte. Am nächsten Morgen wurde der Häftling laut ZeugInnenaussagen vorsätzlich erschossen. Sein Todestag war der 14. Oktober 1944. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 252, 253.

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KZ Opfer



Marcel Closset, geboren am 05.10.1917 in Membach/Ferriers (Belgien), gestorben am 19.06.1944 im KZ Loibl. Marcel Closset, geboren am 5.10.1917 in Membach/Ferriers, wurde bei seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen als Franzose mit der Nummer 27152 registriert. Vermutlich stammte er aus Belgien, wurde jedoch in Frankreich gefangen genommen. Nach seiner Verlegung in die Konzentrationslager am Loibl-Pass erkrankte er an einer Lungenentzündung und wurde am 19. Juni 1944 vom SS-Arzt Sigbert Ramsauer mit einer Benzininjektion ins Herz vorsätzlich getötet. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 101, 250.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Anna Collignon wurde um das Jahr 1900 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Der Vater von Anna Collignon war ein Dachdeckermeister. Sie war nicht verheiratet und wurde am 17. Juni 1943 von Ottilie Schellander, geb. Zanella ermordet. "Schwester Otti", wie sie auf der Station genannt wurde, war eine der drei Hauptangeklagten im Prozess gegen 13 Euthanasiebeteiligte im Frühjahr 1946. Sie wurde zum Tod ("durch den Strang") verurteilt, vom Bundespräsidenten zu lebenslänglicher Haft begnadigt und 1955 vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Im Prozess sagte sie: "Ich werde schätzungsweise 200 Patienten getötet haben […] Erinnern kann ich mich an […] Anna Kolignon." Anna Collignons Leichnam wurde der städtischen Friedhofsverwaltung übergeben und in einem Armengrab in Annabichl im Feld I, Reihe 11 beigesetzt. Das Grab wurde nach dem Krieg aufgelöst und mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Kolignon-




Kärntner PartisanInnenwiderstandSoldaten - Deserteure



Anton Cufer - Medved, geboren am 28.05.1914 in Vellach/Bela, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 07.01.1945 am Nabernik bei Zauchen/Suha. Anton Cufer wurde am 28. Mai 1914 in Vellach/Bela als Sohn des Pächters Andrej Cufer und Helena Virnik geboren. Er verdiente seinen Lebensunterhalt als Arbeiter. Im September 1942 wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Im Winter 1943/44 wechselte er zu den Partisanen, bei welchen er als Kurier und Aktivist im Raum Völkermarkt/Velikovec aktiv war. Sein Partisanenname war Medved. Am 7. Jänner 1945 kam er unter eine Lawine und starb. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 268 f.

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Cufar, Zuffer-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Gregor Cufer, geboren am 6. Jänner 1894, gestorben am 27. (25.) Oktober 1944. Gregor Cufer stammte aus einer Arbeiterfamilie, Peter Cufer, der auch im Zweiten Weltkrieg starb, war sein Bruder. Auch er war später im Akkumulatorenwerk Jungfer beschäftigt. Er war zwei Mal verheiratet. Gemeinsam mit Aleš Einspieler, Jože Rutar und Karl Blatnik war er einer der ersten Mitglieder der OF im Rosental. Am 15. Mai 1944 wurde Cufer im Zuge einer Verhaftungswelle gefasst und ins KZ Dachau verbracht. Dort starb er am 25. oder 27. Oktober 1944. Quelle: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014. S. 414.

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Zuffer-




D

Opfer des FaschismusJugendliche explizit erwähnt



Johann Dame, geboren am 15.06.1914 in Hochosterwitz, gestorben am 08.08.1934 in Spittal/Drau. In Greifenburg begann der Putschversuch der NSDAP gegen das christlich-soziale Dollfuß-Regime am 26. Juli 1934 um 20 Uhr. Etwa zwei Dutzend bewaffnete und uniformierte SA-Männer setzten zum Sturm auf den Gendarmerieposten an. Der NS-Führer Ernst Maier gelangte in den Posten und erklärte, dass die Nationalsozialisten die Macht im Staate ergriffen hätten Die Gendarmen weigerten sich, die Waffen niederzulegen und verhafteten Maier, der unter dem Druck der drohenden Stürmung des Postens nach etwa zwei Stunden freigelassen wurde. Inzwischen besetzte die Putschisten das Postamt, den Bahnhof und das Bezirksgericht. Die Nationalsozialisten verteidigten den Bahnhof verbissen. Bei der heftigen nächtlichen Schießerei wurde der Wehrmann Johann Dame durch einen Bauchschuss so schwer verletzt, dass er wenige Wochen später im Sanatorium Spittal verstarb. Quelle: Homepage des Vereins aegide, NS-Opfer im Oberen Drautal < http://www.aegide.at/de/41/Johann_Dame/>.

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Orte des Terrors - KZ



Georg Daumann, geboren 1909 in Villach, gestorben 07.03.1940 im KZ Mauthausen. Über Details des Schicksaals des gebürtigen Villachers ist nichts bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/daumann-georg/>.

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Alliierte Soldaten



Raoul De Dompsure, geboren am 12.08.1909 in Domsure, gestorben am 13.09.1942 in Greifenburg. Raoul De Dompsure wurde am 12. August 1909 in Domsure geboren. Er befand sich im Offiziersgefangenenlager in Lienz, aus dem am 11. September 1942 25 kriegsgefangenen französischen Offizieren die Flucht gelang. Manche der französischen Offiziere wählten das Obere Drautal als Fluchtweg. So auch Raoul De Dompsure. In der Nacht zum 12. September 1942 wurden zwei der Flüchtigen von Landwachtmännern in Greifenburg festgenommen. Am folgenden Tag stieß eine Streife des Landschützenbataillons in der Bahnhofstraße in Greifenburg auf drei Männer, die für entflohene Kriegsgefangene gehalten wurden. In der Chronik des Gendarmeriepostens Greifenburg ist das Geschehen so festgehalten, dass nach den Haltrufen der Streife die Angehaltenen zu flüchten versuchten. Daraufhin wurde auf Raoul De Dompsure geschossen, der noch an Ort und Stelle zusammenbrach. Auch auf den zweiten Gefangenen wurde geschossen, welcher aber überlebte. Der dritte gab sich gefangen. Quelle: Homepage des Vereins aegide – NS-Opfer im Oberen Drautal <http://www.aegide.at/de/53/Raoul_De_Dompsure/>.

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Jüdische Opfer - Zwangsarbeit



Robert Deman, geboren am 12.01.1900 in Wien, verschollen 1939. Robert Deman war Vertreter in der Textilbranche und wurde 1939 zusammen mit seiner Mutter verhaftet. Den letzten Brief an seine Tochter schrieb er aus Polen. Robert Deman war einer von fünftausend jüdischen Zwangsarbeitern, die für den Aufbau eines „Judenreservates“ in der Stadt Nisko eingesetzt wurden. Er gilt als verschollen. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/deman-robert/>.

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ZwangsarbeiterInnen



Lew Demianczuk, geboren k.A. in Polen, gestorben am 28.08.1942 in St.Ruprecht bei Villach. Lew Demianczuk, gebürtiger Pole, war Zwangsarbeiter am Gutshof von Wilhelm Kaufmann in Urlaken. Da er einen Misthaufen nicht in Ordnung brachte, kam es zum Streit mit dem Gutsherrn. Der Gaurichter Georg Häusler verurteilte ihn zum Tod durch Erhängen. Lew Demianczuk wurde öffentlich an einer Eiche erhängt. Alle Zwangsarbeiter aus der Umgebung mussten bei der Hinrichtung zusehen, um ein Exempel zu statuieren, darunter auch sein Bruder. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/demianczuk-lew/>.

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Demincuk-




Politischer WiderstandKZ Opfer



Gottlieb Demoser, geboren am 11.01.1884 in Steinfeld, gestorben am 16.02.1944 im KZ Lublin. Gottlieb Demoser wurde am 11. Jänner 1884 in Steinfeld geboren, war ein gelernter Fleischhauer und Arbeiter und lebte mit seiner Familie in Greifenburg. Am 8. November 1943 saß er mit seiner Frau Anna und seiner Tochter Margarethe beim Mittagessen, als Gestapobeamte in der Wohnung auftauchten und ihn festnahmen. Als Grund für die Festnahme findet sich in der Chronik des Gendarmeriepostens Greifenburg, dass sich Demoser in abfälliger Weise über den Führer und Reichsmarschall Göring geäußert und die deutsche Kriegsführung kritisiert haben soll. Bereits Anfang September war Gottlieb Demoser wegen dieser angeblichen Äußerung drei Wochen in Gestapo-Haft in Spittal gewesen, wurde aber wieder frei gelassen. Nun überstellte ihn die Gestapo aber nach kurzer Zeit ins Gestapo-Gefängnis nach Klagenfurt. Aus politischen Gründen sollte er in ein Konzentrationslager überstellt werden. Kurze Zeit später, am 4. Dezember 1943, wurde er in das KZ Dachau eingeliefert und als politischer Häftling in Schutzhaft registriert. Knapp einen Monat später, am 11. Jänner 1944, es war zugleich sein 60. Geburtstag, deportierte ihn die SS nach Polen in das Konzentrations- und Vernichtungslager Majdanek in Lublin. Etwas mehr als vier Wochen nach seinem Abtransport aus Dachau starb Gottlieb Demoser. In einer Nachricht an seine Frau Anna Demoser geben die NS-Behörden des Generalgouvernements das Todesdatum mit 16. Februar 1944 an. Die genaue Todesursache und der genaue Todesort gehen aus den erhalten gebliebenen Dokumenten nicht hervor. Quelle: Homepage des Vereins aegide, NS-Opfer im Oberen Drautal: < http://www.aegide.at/de/35/Gottlieb_Demoser/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Martha Dendel wurde um das Jahr 1908 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Der Vater von Martha Dendel war ein Bergmann; sie war nicht verheiratet und wurde im Alter von 35 Jahren am 24. September 1943 ermordet. Ihr Leichnam wurde der städtischen Friedhofsverwaltung übergeben und in einem Armengrab im Friedhof Annabichl, Feld I, Reihe 25 beigesetzt. Das Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017.)

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Dendl -




Politischer Widerstand



Georg Dereatti, geboren am 23.04.1898 in Unterwollanig, gestorben im Jahr 1944 oder 1945. Sein letzter bekannter Aufenthaltsort war Primorska in Slowenien. Georg Dereatti wurde am 23. April 1898 in Unterwollanig bei Villach geboren. Er erlernte den Beruf des Bäckers. Mitte der 1930er Jahre ging Georg Dereatti aufgrund von Arbeitslosigkeit ins Heimatland seines Vaters, nach Italien, um in Gemona als Bäcker zu arbeiten. Ende 1943 wollten ihn die deutschen Besatzungsbehörden als Dolmetscher rekrutieren.Er schloss sich aber Ende Jänner 1944 den friulanischen Osoppo-Partisanen an. Im Juni 1944 wurde er beauftragt, in Kärnten und Osttirol sichere Unterkünfte für nachkommende österreichische Widerstandskämpfer und SOE-Offiziere (britischer Kriegsgeheimdienst "Special Operations Executive") zu organisieren, die im Sommer in das Deutsche Reich eingeschleust werden sollten. Im Sommer und Herbst 1944 überquerte Georg Dereatti insgesamt sieben Mal die Karnischen Alpen, um Kontakte zu NS-Gegner_innen und Quartiergeber_innen im Villgratental, im Drau-, Gail- und Lesachtal sowie in Villach herzustellen. Dereatti war während der Wirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre mangels Arbeit als Schmuggler zwischen Italien, Österreich und Deutschland tätig, weshalb er als geschickter und erfindungsreicher Passeuer galt. Im Zuge seiner ersten Reise in das Lienzer Becken im Juni 1944 wurde Georg Dereatti von der Gestapo festgenommen. Ihm gelang aber die Flucht zurück nach Friaul. Trotz dieser Erfahrung, setzte er seine Verbindungstätigkeit fort. Der letzte gesicherte Aufenthaltsort von Georg Dereatti ist mit Ende Oktober 1944 angegeben, als er von Sauris di Soppo aus nach Österreich vordrang, mit dem Auftrag, Stützpunkte für eine künftige SOE-Mission in Salzburg aufzubauen. Zuletzt soll Dereatti im März 1945 in Villach gesehen worden sein, allerdings ohne genaue Anhaltspunkte. Am 16. Juli 1945 erklärte die SOE Georg Dereatti für gefallen. Sein Schicksal blieb ungeklärt. Der Widerstandskämpfer Georg Dereatti war der wichtigste Wegführer, Kurier und Organisator von Widerstandsverbindungen der Österreichischen-Abteilung des britischen Kriegsgeheimdienstes SOE. In Österreich blieb Dereatti völlig unbekannt. Quelle: Homepage des Vereins aegide, NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/33/Georg_Dereatti/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Stefanie Dermutz, geboren am 29.11.1913 in Villach, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Stefanie, gebürtige Villacherin, wurde im Dezember 1934 in die Psychiatrie des Gaukrankenhauses Klagenfurt mit der Diagnose Schizophrenie eingewiesen. Am 25.08.1940 wurde sie im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/dermutz-stefanie/>.

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Jože Dešman, geboren am 10.04.1918 in Luče/Leutsch, gestorben am 22.01.1945 in Lobnig/Lobnik, vlg. Vegl. Jože Dešman wurde in Luče (Slowenien) geboren und lebte während des Krieges in Lobnig. Dort schloss er sich den Partisanen an. Am 22. Jänner 1945 wurde er in einem Gefecht mit deutschen Einheiten in der Nähe der vlg. Vegl-Liegenschaft tödlich verwundet. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 273.

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Josef, Deschman-




NS-Euthanasie



Rochus Diex, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Er ist ins Siechenhaus vor dem 4. Juni 1938 eingetreten; wahrscheinlich nur einige Wochen vor diesem Datum eingetreten. Rochus Diex wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses sowie Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähnt



Katharina Dobravc, geboren am 25.04.1901 in Ebriach/Obirsko, gestorben am 25.04.1945 am Bauernhof vulgo Peršman in Koprein Petzen/Podpeca. Katharina Dobravc wurde am 25. April 1901 in Ebriach/Obirsko geboren. Sie hatte vier Kinder und war geschieden. Mit ihren Kindern lebte sie am Hof ihres Bruders Lukas Sadvonik, wo sie als Landarbeiterin tätig war. Am 25. April 1945, wenige Tage vor Kriegsende, kam das 13. SS-Polizeiregiment zum Peršmanhof weil dort eine große Gruppen von PartisanInnen lagerte. Die SS-Polizeieinheit ermordete elf Menschen, allesamt Zivilisten: vier Erwachsene (Katharina Dobrovc, ihr Bruder der Besitzer des Hofes Lukas und seine Ehefrau Ana und die Altbäurin), und sieben Kinder, darunter zwei von Katharinas Kinder, die siebenjährige Albina und den vierjährigen Filip. Der Bauernhof wurde fast vollständig abgebrannt. Die einzigen Überlebenden des Massakers waren drei Kinder, darunter Katharinas Sohn Ciril. Katharina Dobravc starb an ihrem 45. Geburtstag. Quellen: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 304. Gudrun Blohberger / Lisa Rettl (Hg.): Peršman. Wallstein Verlag, Göttingen, 2014, S. 32, 270.

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Sadovnik-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Andrej Dolinšek, geboren am 18.11.1896 in Vellach/Bela, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben im Herbst 1943. Andrej Dolinšek wurde am 18. November 1896 in Vellach/Bela als Sohn des Kežar-Bauern Matevž Dolinšek und seiner Frau Barbara Mubi geboren. Er war Pächter einer Landwirtschaft und hatte mit seiner Frau Marija Robnik zwei Kinder. In der Nacht zum 18. September 1943 kamen Partisanen zum Hof und täuschten zum Schutz der Familie eine Zwangsrekrutierung vor. Andrej Dolinšek hätte am 18. September 1943 zur Wehrmacht einrücken sollen. Bald darauf starb Andrej Dolinšek gewaltsam, wozu es unterschiedliche Angaben gibt. Einmal wird angegeben, dass er am 31. Oktober 1943 in Jugoslawien, wahrscheinlich bei einem Kampf, gefallen sei. Andere Angaben gibt es dazu, dass er am 24. November 1943 bei einer versuchten Verhaftung erschossen worden sei. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 266.

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Andreas, Dolinschek-




Kärntner SlowenInnen



Jakob Dolinšek, geboren 06.07.1904 in Remschenig, gestorben am 31.03.1945. Der Arbeiter Jakob Dolinšek wurde mit seiner Frau und den drei Töchtern im April 1942 zwangsweise ausgesiedelt und im VOMI-Lager Frauenaurach interniert. Im Jänner 1945 wurde er in die Wehrmacht eingezogen und fiel zwei Monate später. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 118.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Anna Donnersbacher, geboren am 21.06.1908 in Ledenitzen, gestorben am 01.09.1942 im Gaukrankenhaus Klagenfurt. Anna Donnersbacher wurde im November 1938 in die Psychiatrie des Gaukrankenhauses Klagenfurt mit der Diagnose Schizophrenie eingewiesen. Sie wurde am 01.09.1942 von der Krankenschwester Maria Cholowa durch eine Überdosis Morphium, Modiskop oder Somnifen getötet. Maria Cholowa hat mindestens 30 weitere Personen auf diese Weise getötet. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/donnersbacher-anna/>.

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Franc Dovjak, geboren am 28.09.1902 in Koprein/Koprivna, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 14.02.1944 in Leppen/Lepena. Franc Dovjak wurde am 28. September 1902 in Koprein/Koprivna als Sohn von Anton Dovjak und seiner Frau Marija Jerlich geboren. Zur Zeit seiner Geburt war sein Vater Pächter in Koprein. Später zog die Familie nach Leppen in die Skutel Keusche, von der seine Mutter stammte. Am 21. Mai 1939 heiratete Franc Dovjak Maria Oraže und bewirtschaftete mit ihr die Liegenschaft seiner Eltern. Nach einem Heimaturlaub im Juni 1943 schloss sich Franc Dovjak den Partisanen an, die vor Ort aktiv waren, und kehrte nicht mehr zur Wehrmacht zurück. Über seinen gewaltsamen Tod gibt es zwei Erzählungen. Eine berichtet davon, dass Dovjak bei einem Zusammenstoß mit einer Polizeieinheit im Feber 1944 im Graben nahe der vlg. Hrevelnik-Liegenschaft erschossen worden sei. Die zweite Erzählung berichtet, dass die Partisanen selbst Franc Dovjak erschossen hätten, da er sich krank gemeldet und simuliert hatte, um nicht mehr kämpfen zu müssen. Er wurde von einer Partisaneneinheit vor Ort begraben. Nach dem Krieg wurde er auf den Friedhof umgebettet. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 264.

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Franz, Doujak-




Kärntner SlowenInnenOpfer der NS Justiz



Johann Dovjak, geboren am 23.12.1905 in Zell-Mitterwinkel/ Srednji Kot, Zell/ Sele, gestorben am 29.04.1943 im Landesgericht Wien. Johann Dovjak wurde im Jahr 1905, unklar ob im Dezember oder im August, geboren. Von Beruf war er Büchsenmacher und lebte mit seiner aus Bosnien stammenden Frau namens Josipa und den zwei Töchtern in Ferlach. 1940 kam Johann zur Musterung, erhielt jedoch aufgrund seines Berufes die sogenannte Unabkömmlichstellung und musste nicht einrücken. Im Dezember 1942 erfolgte seine Inhaftierung, da Johann schon früh im ständigen Kontakt mit den Kärntner Partisan*innen stand. Anfang April 1943 wurde er aufgrund der Widerstandsunterstützung mit Waffen und Munition in Wien zum Tode verurteilt. Ende April wurde das Urteil vollstreckt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 178.

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Ivan, Doujak-




Kärntner SlowenInnenKZ OpferFrauen explizit erwähnt



Apolonia Dovjak, geboren am 18.12.1898 in Zell-Mitterwinkel/Srednji Kot, Zell/Sele, gestorben am 16.04.1945 im KZ Bergen-Belsen. Apolonia Dovjak wurde am 18. Dezember 1898 beim vlg. Uštin als Tochter des Besitzers Primož Dovjak und seiner Frau Marija Užnik geboren. Apolonia Dovjak lebte und arbeitete am elterlichen Hof und hatte zwei Töchter. Am 12. Jänner 1943 wurde sie verhaftet und von der Gestapo bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Am 19. Mai 1943 verschleppte die Gestapo Apolonia Dovjak mit einem großen Transport von Klagenfurt nach Fürstenfeld in das KZ Ravensbrück. Zum Tod von Apolonia Dovjak gibt es zwei Versionen. Ein Jahr nach Kriegsende berichtete eine Überlebende, dass Apolonia Dovjak im Jänner 1945 in Ravensbrück verstorben sei. In der Todeserklärung, welche 1952 erwirkt wurde, steht geschrieben, dass sie am 16. April 1945 im KZ Bergen-Belsen verstorben sei. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 173.

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Apolonija, Doujak-




Kärntner SlowenInnenKZ Opfer



Franc Dovjak, geboren am 06.10.1885 in Zell-Mitterwinkel/Srednji Kot, Zell/Sele, gestorben am 17.03.1945 im KZ Dachau. Franc Dovjak wurde am 6. Oktober 1885 als Sohn des vlg. Hoc-Bauern Valentin Dovjak und seiner Frau Margaretha Orasche geboren. Franc Dovjak und seine Frau Marjeta zogen drei Kinder auf und bewirtschafteten den elterlichen Bergbauernhof. Am 28. Dezember 1944 wurde Franc Dovjak wegen aktiver Unterstützung der Partisanen verhaftet und ins KZ Dachau deportiert. Am 26. Jänner 1945 wurde dort sein Zugang als „Schutzhäftling“ registriert. Am 6. März 1945 musste er bereits in Revier, woraufhin er laut Meldung des Lagerarztes am 17. März 1945 um 7 Uhr 10 an einem „Versagen von Herz und Kreislauf bei Enteritis“ starb. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 453.

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Franz, Doujak-




Kärntner SlowenInnenPolitischer WiderstandJugendliche explizit erwähnt



Franc Dovjak, geboren am 13.07.1926 in Zell-Mitterwinkel/Srednji Kot, Zell/Sele, gestorben am 15.04.1945 in Regensburg. Franc Dovjak wurde am 13. Juli 1926 in Zell-Mitterwinkel als lediger Sohn der Hausgehilfin Elisabeth Dovjak, Tochter des vlg. Hribernik-Bauern, geboren. Nach der Eheschließung seiner Mutter zogen die beiden nach Zell-Homölisch/Homeliše. Franc Dovjak befand sich am 28. Dezember 1944 in Zell-Mitterwinkel beim vlg. Hoc. Dort nächtigte eine Partisanengruppe und wurde nach einem Verrat entdeckt und festgenommen. Auch verhaftet wurde der Hofbesitzer Franc Dovjak und sein junger Namensvetter. Über das weitere Schicksal von Franc Dovjak ist wenig bekannt. In Unterlagen des Internationalen Suchdienstes in Bad Arolsen findet man den Verweis, dass Franci Dovjak am 15. April 1945 in Regensburg gestorben sei und dort am katholischen Friedhof begraben wurde. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 454.

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Franci, Franz, Doujak-




Kärntner SlowenInnenFrauen explizit erwähnt



Helena Dovjak, geboren am 22.04.1874 in Zell-Mitterwinkel/Srednji Kot, Zell/Sele, gestorben am 20.11.1943 in Frauenaurach. Helena Dovjak wurde am 22. April 1874 als Tochter des Holzarbeiters Primus Mack und seiner Frau Anna Malle beim vlg. Hribernik in Zell-Mitterwinkel/Srednji Kot geboren. Helena Dovjak lebte mit ihren Eltern in der Hribernik-Keusche und heiratete am 19. November 1906 den Eisenarbeiter Jakob Dovjak aus Waidisch/Bajdiše. Im April 1942 wurde sie mit ihrem Mann und der Familie ihres Sohnes Paul zwangsweise ausgesiedelt und in das VOMI (Volksdeutsche Mittelstelle)-Lager Frauenaurach gebracht. Dort starb sie aufgrund unzureichender medizinischer Versorgung am 20. November 1943 an „Herzschwäche“. Sie wurde am örtlichen Friedhof beigesetzt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 124.

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MackHelene, Doujak, Mak-




Kärntner SlowenInnen



Luka Dovjak, geboren am 13.10.1857 in Zell-Oberwinkell/Zgornji Kot, Zell/Sele, gestorben am 29.09.1943 in der Klinik Erlangen. Luka Dovjak wurde am 13. Oktober 1857 als Sohn des vlg. Voltič-Keuschlers Peter Dovjak und seiner Frau Agnes Piskernigg geboren. Der Witwer Luka Dovjak wurde im sehr hohen Alter mit seinem Sohn und dessen Familie in das „Aussiedlungslager“ Frauenaurach verschleppt. Dort starb er am 29. September 1943 in der Klinik Erlangen an einem „Lungenemphysem“. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 114.

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Lucas, Lukas, Doujak-




Kärntner SlowenInnenKZ OpferFrauen explizit erwähnt



Marija Dovjak, geboren am 27.04.1904 in Zell-Mitterwinkel/Srednji Kot, Zell/Sele, gestorben am 30.04.1945 im KZ Bergen-Belsen. Marija Dovjak wurde am 27. April 1904 beim vlg. Uštin als Tochter des Besitzers Primož Dovjak und seiner Frau Marija Užnik geboren. Sie lebte und arbeitete, wie ihre Schwester Apolonija Dovjak, mit ihren Kindern am elterlichen Hof. Im Zuge der großen Verhaftungswelle in Zell wurde sie am 12. Jänner 1943 verhaftet. Am 19. Mai 1943 wurde sie gemeinsam mit ihrer Schwester ins KZ Ravensbrück deportiert. Beide Schwestern mussten ihre minderjährigen Kinder zurücklassen. Von Marija Dovjaks weiteren Schicksal ist kaum etwas bekannt. Die Behörden legten im Jahr 1954 ihren Todestag mit 30. April 1945 fest. Einige Quellen nennen Ravensbrück als Todesort. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 173 f.

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Maria, Doujak-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Pavel Dovjak, geboren am 08.01.1918 in Zell-Mitterwinkel/Srednji Kot, Zell/Sele, gestorben am 06.06.1942 in Jelendo/Butterhofen bei Tržič/Neumarktl. Pavel Dovjak wurde am 8. Jänner 1918 in Zell Mitterwinkel als Sohn des vlg. Šimej-Besitzers Primož Dovjak und seiner Frau Apolonija Supan geboren. Pavel Dovjak war ledig und arbeitete am Hof seiner Eltern sowie als Forstarbeiter. Ab 4. Juni 1940 wurde Pavel Dovjak von der Gestapo gesucht. Nach der drohenden Mobilisierung war er nach Jugoslawien geflohen. Nach dem Überfall auf Jugoslawien kehrte er zurück und war zunächst Teil der „Grünen Kader“. Auch hatte er Kontakte zum Gorenjski odred, der Oberkrainer Abteilung des slowenischen Widerstandes. Über diese Verbindung bekam er politische Literatur, welche er in der Bevölkerung verteilte und so Werbung für den Widerstand machte. Im Juni 1942 machte er sich gemeinsam mit Feliks Malle auf den Weg zum Kommando dieser Einheit. Auf dem Weg dahin wurden die beiden aus einem Hinterhalt erschossen. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 152 f.

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Paul, Doujak-




Kärntner SlowenInnenKZ Opfer



Simon Dovjak, geboren am 28.10.1901 in Zell-Oberwinkel/Zgornji Kot, Zell/Sele, gestorben am 26.04.1945 im KZ Dachau. Simon Dovjak wurde am 28. Oktober 1901 als Sohn von Lucas Dovjak und seiner Frau Agnes Male beim vlg. Voltič geboren. Simon Dovjak war Holzhändler und lebte und arbeitete mit seinem Vater bei der Voltič-Keusche bis zur zwangsweisen Aussiedlung im Jahr 1942. Im Lager Frauenaurach kam Simon Dovjak zu einer Arbeitseinheit außerhalb des Lagers. Er arbeitete als Platzmeister und kam nur am Wochenende ins Lager zurück. Am 22. März 1944 wurde er im Lager von der Gestapo Nürnberg aus disziplinären Gründen verhaftet und ins KZ Dachau verschleppt. Zeitzeugen berichteten, dass er sich geweigert habe, am Sonntagsappell im Lager teilzunehmen. Am 13. Mai 1944 wurde er in Dachau als „Schutzhäftling“ registriert. Im Dachauer Totenbuch ist vermerkt, dass Simon Dovjak am 26. April 1945 an „Fleckfieber“ verstorben sei. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 113.

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Šimen, Šimen, Šiman, Doujak-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Valentin Dovjak, geboren am 10.01.1898 in Zell-Mitterwinkel/Srednji Kot, Zell/Sele, vermisst seit Juli 1944. Valentin Dovjak wurde am 19. Jänner 1898 als ältester Sohn des vlg. Šimej-Keuschlerehepaares Primož Dovjak und Lona Supan geboren. Valentin Dovjak heiratete 1928 und zog mit seiner Frau Angela fünf Kinder groß. 1940 wurde er, wie sein Bruder Pavel, von der Gestapo gesucht. Im Zuge der Verhaftungswelle sowie einem Verhör von Peter Blažič am 28. November 1942 vermutete die Gestapo Klagenfurt, dass sich Valentin Dovjak in einem Bunker oberhalb von Zell befindet. Sie schafften es jedoch nicht, ihn zu fassen. Eineinhalb Jahre später, am 2. Juli 1944, wurde Valentin Dovjak von der Gestapo gefasst und verhört. Nach dem Verhör wurde er überraschend freigelassen. Dies schien den Partisanen, die bereits schmerzvolle und tödliche Erfahrungen mit von der Gestapo „umgedrehten“ ehemaligen Kampfgenossen gemacht hatten, sehr verdächtig. Sie holten Valentin Dovjak am 18. Juli 1944 ab, woraufhin er am 25. Juli einem Verhör durch das Westkärntner Kommando unterzogen wurde. Nach dem Verhör verliert sich jede Spur. Es gibt Erzählungen, dass er als Partisan gefallen sei und auch welche, dass er von den Partisanen in Jugoslawien getötet worden sei. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 153 f.

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Doujak-




Kärntner SlowenInnenFrauen explizit erwähnt



Amalia Dovjak, geboren am 8. Jänner 1881, gestorben am 29. Jänner 1944. Amalia Dovjak stammte aus Vellach. Über die Haftgründe und die Haft ist nichts bekant. Lediglich das Geburts- und Taubuch berichtet über ihren Tod im KZ Ravensbrück. Amalija Dovjak wurde 62 Jahre alt. Quelle: Entner, Brigitte: … als die Polizeieinheiten zum Hof kamen …. In Erinnerung an die Kärntner-slowenischen Opfer der NS-Verfolgung aus Bad Eisenkappel-Vellach. Eigenverlag, Bad Eisenkappel-Vellach/Železna kapla-Bela, 2021. S. 59.

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Doujak, Malka, Amalija-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Mihael Durnik, geboren am 17.09.1914 in Ebriach/Obirsko, gestorben am 31.01.1945 im Partisanenkrankenhaus bei Trižič/Neumarktl. Mihael Durnik wurde am 17. September 1914 in Ebriach/Obrisko als lediger Sohn von Katarina Durnik geboren. Zum Zeitpunkt seiner Geburt war sie Magd beim vlg. Miklav. Mihael Durnik verdiente seinen Lebensunterhalt als Arbeiter. Am 12. September 1944 schloss er sich den Partisanen an und erhielt den Partisanennamen Miha. Als Mitarbeiter des Nachrichtendienstes der Partisanen war er überwiegend im Gebiet zwischen Ebriach/Obirsko und Ferlach/Borovlje aktiv. Auch war er in Kampfhandlungen bei Zell-Schaida/Šajda, Ebriach/Obirsko und Trögern/Korte involviert. Am 26. Jänner 1945 wurde Miha Durnik in Trögern/Korte in der Nähe der vlg. Grubelnik-Liegenschaft schwer am Kopf verwundet. Seine Mitstreiter schafften es, ihn in das Partisanenkrankenhaus bei Trižič/Neumarktl zu transportieren. Wenig später verstarb er jedoch an seinen schweren Verwundungen. Das Landesgericht Klagenfurt legte in der Todeserklärung den 31. Jänner 1945 als Todestag fest. Andere Quellen sprechen jedoch davon, dass er schon zwei Tage zuvor verstorben sei. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 269 f.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Miha, Durnig-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Helene Dörfler wurde 1883 in Hörzendorf im Kärntner Bezirk St. Veit geboren. Meldeamtlich erfasst wurde ihr Eintritt ins "Siechenhaus" des Gaukrankenhauses in Klagenfurt am 24. Jänner 1938. Zweieinhalb Jahre danach wurde sie am 25. August 1940 mit einem Tötungstransport mit 38 Frauen und Mädchen aus dem "Siechenhaus" und mindestens 213 Frauen aus der Klagenfurter Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009).

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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Politischer Widerstand



Thomas Dürnegger, geboren am 31.08.1912 in Kerschbaum, gestorben im Jänner 1945 in Podkana. Thomas Dürnegger wurde am 31. August 1912 in Kerschbaum über Greifenburg als Bauernsohn geboren. Kurz nach Kriegsbeginn im Jahr 1939 oder 1940 äußerte er sich kritisch über Adolf Hitler und dessen Kriegspolitik. Bei der NSDAP wurde er denunziert und sah sich gezwungen, zu flüchten. Zuerst floh er nur wenige Kilometer weiter nach Draßnitzdorf zu Verwandten, bevor er sich auf den Weg nach Frankreich machte. Er schaffte es bis in das Elsass. Wahrscheinlich wurde ihm der deutsche Einmarsch in Frankreich zum Verhängnis. In Orschweier, einer Ortschaft nahe Freiburg, wurde er festgenommen und als Schutzhäftling am 28. November 1940 in das KZ Dachau eingeliefert. Am 6. Mai 1941 wurde Thomas Dürnegger von der SS in das KZ Auschwitz als politischer Gefangener transportiert. Die SS brachte ihn am 27. März 1942 in das Gefängnis der französischen Stadt Metz, die unter deutscher Besatzung stand. Als das Deutsche Reich nach den ersten Niederlagen große Verluste hinnehmen musste und mehr Soldaten brauchte, wurden politische Gefangene „zur Bewährung“ in die Wehrmacht eingezogen. Verwandte erinnern sich daran, dass Thomas Dürnegger in einer „Strafkompanie“ der Wehrmacht gefallen sei. Unterlagen der Deutschen Wehrmachtsauskunftsstelle in Berlin geben an, dass Thomas Dürnegger als Angehöriger der Einheit 6./Grenadier-Regiment 135 zwischen 10. und 26. Jänner 1945 im Raum Podkana in Polen gefallen ist. Er liegt am Soldatenfriedhof Pulawy begraben. Quelle: Homepage des Vereins aegide – NS-Opfer im Oberen Drautal: < http://www.aegide.at/de/59/Thomas_Dürnegger/>.

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E

Kärntner PartisanInnenwiderstandOpfer der NS JustizFrauen explizit erwähnt



Rosa Eberhard, geboren am 25.03.1910 in Kellerberg/Villach, gestorben am 23.12.1944 in Graz. Rosa Eberhardt unterstütze die Widerstandsgruppe der „Treffner Partisanen“. Im November 1944 flog die Gruppe auf und wurde von der Gestapo verhaftet. Im Zuge des Prozesses, der am 17. und 18. November 1944 stattfand, wurde Rosa Eberhardt ebenso wie alle andern zum Tode verurteilt. Am 23.12.1944 wurde sie in Graz hingerichtet und der Leichnam am Grazer Friedhof verscharrt.1949 wurde der Antrag der Grazer KPÖ auf eine Gedenktafel vom Gemeinderat abgelehnt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/eberhard-rosa-geb-steiner/>.

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Steiner-




NS-Euthanasie



Josef Egger, geboren 1882, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Im April 1941 wurde Josef Egger in das Villacher Siechenhaus eingeliefert und von dort am 07.07.1941 im Rahmen der „T-4 Aktion“, gemeinsam mit anderen Personen, nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/egger-josef/>.

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NS-Euthanasie



Simon Egger, geboren 1914, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Simon Egger wurde Anfang Dezember 1940 in das Gaukrankenhaus Klagenfurt mit der Diagnose „Schwachsinn“ eingewiesen. Von dort aus wurde er im Rahmen der „T-4 Aktion“, gemeinsam mit anderen Personen, nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/egger-simon/>.

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NS-Euthanasie



Mathias Egger, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Er ist ins Siechenhaus vor dem 4. Juni 1938 eingetreten; wahrscheinlich rund ein Jahr vor diesem Datum. Mathias Egger wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses sowie Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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Kärntner PartisanInnenwiderstandKärntner SlowenInnen



Aleks Einspieler, geboren am 17.07.1912 in Suetschach/ Sveče, gestorben am 06.05.1944 in Matschach/ Mače. Als Sohn von Martin Einspieler und dessen Frau Joana kam Aleks am 17. Juli 1912 zur Welt. 1942 ehelichte der Fabrikarbeiter Katarina Potočnik. Der gemeinsame Sohn wurde erst nach seinem Tod geboren. Aleks Einspieler arbeitete in der Jungferfabrik in Feistritz im Rosental und war seit Anfang 1943 aktiver Mitarbeiter des Rosentaler Ausschusses der Osvobodilna Fronta (OF), weswegen der im Mai 1944 erschossen wurde. Er wurde ohne Sarg außerhalb des Friedhofes begraben. Seine schwangere Frau wurde festgenommen und zur Arbeit in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Maria Saal gezwungen. Quellen: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 412f.

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Lekš, Aleks, Alexander, Aleš -




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Lorenc Elbe, geboren am 08.06.1906 in Wackendorf/Večna vas, St. Michael ob Bleiburg/Šmihel pri Pliberku, gestorben am 18.09.1943 in Vellach/Bela. Lovrenc Elbe wurde am 8. Juni 1906 als Sohn des vlg. Jopbauer Lorenz Elbe und seiner Frau Marija Skorjanc geboren. Lorenc Elbe arbeitete als Frächter und blieb ledig. Im Mai 1941 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und blieb dort bis Juli 1943. Am 13. Juli 1943 nutzte er eine Versetzungsreise zur Desertion. Danach versteckte er sich in Ebriach und wurde dort von seiner Lebensgefährtin, der Wirtin Jožefa Perč (vlg. Obirska Pepa), versorgt. Es wurde Kontakt zu den Partisanen hergestellt und am 18. September 1943 sollte er im Haus seiner Lebensgefährtin abgeholt werden. Eine sechs Mann starke Gendarmeriestreife mit einem Gestapo-Verbindungsmann kamen dem jedoch zuvor. Es dürfte in der Kontaktkette zwischen den Partisanen und Jožefa Perč eine undichte Stelle gegeben haben. Lorenc Elbe wurde gefasst und entwaffnet. Dem Bericht zufolge hätte er versucht zu fliehen. Auf ihn seinen dann vier Schüsse abgegeben worden, die ihn im Rücken getroffen hätten. Lorenc Elbe starb an diesen Schussverletzungen. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 264 f.

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Lorenz, Lorenc-




NS-Euthanasie



Leopold Elbischger, geboren am 16.06.1892 in Greifenburg, gestorben im März 1941 im Schloss Hartheim. Leopold Elbischger wurde am 16. Juni 1892 in Greifenburg geboren und lebte dort bis Anfang der 1920er Jahre. Danach übersiedelte der Schlossergehilfe nach Radenthein, wo er im Magnesitwerk arbeitete und es bis zum Pressmeister schaffte. Im November 1921 heiratete er in Döbriach die 22-jährige Maria Forsting, bekam mit ihr bis 1924 drei Kinder und sie zogen in das Elternhaus von Maria ein. Anfang der 1930er Jahre verschlechterte sich der Zustand von Leopold Elbischger aufgrund chronischer Kopfschmerzen. Im Ersten Weltkrieg hatte er eine schwere Kopfverletzung durch ein Projektil erlitten, das nie aus seinem Kopf entfernt wurde. Wegen dieser Krankheit soll er seine Arbeit verloren haben und die Familie lebte von einer Notstandsunterstützung und einer Unfallrente. Zusehends verarmten sie. Leopold Elbischger hing immer mehr religiösen Vorstellungen nach, verhielt sich auffällig, indem er im Dorf ein silbernes Kreuz umher trug und vom Jenseits sprach. Am 29. März 1933 wurde er in die „Irrenanstalt“ in Klagenfurt eingeliefert. Seine Frau Maria kümmerte sich so gut es ging um die Familie, gab die Kinder aber schließlich zu Bauern in der Umgebung, wo sie für Essen arbeiteten. Durch die Situation wurde auch Maria nervenkrank und kam 1938 ins Krankenhaus Villach und von dort im Oktober auch in die „Irrenanstalt“ Klagenfurt. Für die Verpflegungskosten der Eltern wurden die Kinder in die Pflicht genommen. Die Kinder waren auch bereit für ihre Eltern zu sorgen, in dem Maß, dass ihrem Einkünften entspricht. Am 25. August 1940 wurde Maria Elbischger mit einem Patiententransport nach Schloss Hartheim überstellt. Leopold folgte mit einem Transport am 24. März 1941. Als Todesursache der beiden wurde „Lungenentzündung“ angegeben. Quelle: Homepage des Vereins aegide – NS-Opfer im Oberen Drautal: http://www.aegide.at/de/47/Leopold_Elbischger/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Enzfelder, geboren am 05.04.1875 in Kreuth bei Bleiberg, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Maria Enzfelder wurde Ende Juni 1922 mit der Diagnose Schizophrenie in die Psychiatrie des Gaukrankenhauses Klagenfurt eingeliefert und von dort im Rahmen der „T-4 Aktion“ im Sommer 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/enzfelder-maria/>.

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Ensfeldner-




KZ OpferJugendliche explizit erwähnt



Jacques Epissette, geboren am 23.09.1924 in Paris (Frankreich), gestorben am 07.12.1944 im KZ Loibl. Jacques Epissette, geboren am 23. September 1924 in Paris, Frankreich, wurde bei seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen mit der Nummer 28032 registriert. Nach seiner Verlegung in die Konzentrationslager am Loibl-Pass arbeitete er beim Tunnelbau. Als er an Typhus erkrankte, verweigerte ihm SS-Arzt Sigbert Ramsauer die Behandlung und Jacques Epissette starb am 7. Dezember 1944. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 254.

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Individueller Widerstand



Josef Erian, geboren am 23.11.1900 in Klagenfurt, gestorben k.A. Josef Erian, gebürtiger Klagenfurter, wohnhaft in Villach, war von Beruf Handelsangestellter. Anfang September 1941 wurde er aufgrund seiner nazifeindlichen Gesinnung inhaftiert. Im Jänner 1942 erfolgte die Deportation ins KZ Dachau. Am 10.11.1944 wurde er „entlassen“ und in die "Brigade Dirlewanger" abkommandiert. Diese Sondereinheit wurde im Osten zur Partisanenbekämpfung eingesetzt. Diese Details über sein genaues Todesdatum sind unbekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/erian-josef/>.

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Kärntner SlowenInnenKZ Opfer



Franc Erjavc, geboren am 29.01.1905 in Solčava/Sulzbach, gestorben am 18.05.1945 im KZ Dachau. Franc Erjavec wurde am 29. Jänner 1905 in Solčava (Slowenien) geboren. Er arbeitete in Remschenig als Holzarbeiter für den Grafen Thurn und pachtete die vlg. Bučovnik Keusche, in der seine Lebensgefährtin Amalija Rotar aufgewachsen war. Gemeinsam mit ihr hatte er drei Kinder. Nach der Verhaftung der Angehörigen vom vlg. Kah nahmen sie deren Kinder zu sich und unterstützten weiterhin die Partisanen. Im Jänner 1944 flüchtete die gesamte Familie vor einer drohenden Verhaftung und schloss sich den Partisanen an. Franc Erjavc erhielt den Partisanennamen Ciril und wurde Kurier. Anfang September 1944 wurde er gefasst und von der Gestapo ins KZ Dachau deportiert, wo er am 16. September 1944 ankam. Ende Dezember 1944 wurde er ins Außenlager Fischen/Kommando Kottern überstellt, wo er bis zum 10. April 1945 Zwangsarbeit für die Messerschmitt AG leisten musste. In zwölfstündigen Tag- und Nachtschichten stellten die Häftlinge Flugzeugrahmen her. Am 10. April 1945 wurde Franc Erjavc als „arbeitsunfähig“ zurück ins Stammlager gebracht. Dort erlebte er in einem Quarantäneblock das Ende des Krieges. Er war gesundheitlich jedoch schwer angeschlagen, sodass er am 18. Mai 1945 vermutlich an Typhus starb. Am folgenden Tag wurde er am Friedhof in Dachau begraben. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 222 f.

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Franz, Erjautz, Erjauz, Erjavec-




Kärntner PartisanInnenwiderstand



Tomaž Erjavc, geboren am 13. Dezember 1917, gestorben am 24. Februar 1945. Tomaž Erjavc arbeitete in der Zellstofffabrik in Rechberg und war verheiratet. Im Spätsommer 1944 ging er zu den Partisanen. Er wurde am 3. Jänner in Griffen verhaftet und anschließend ins KZ Dachau eingewiesen. Er verstarb am 24. Februar 1945 ohne sein Kind, das erst nach der Verhaftung geboren wurde, jemals gesehen zu haben. Quelle: Entner, Brigitte: … als die Polizeieinheiten zum Hof kamen …. In Erinnerung an die Kärntner-slowenischen Opfer der NS-Verfolgung aus Bad Eisenkappel-Vellach. Eigenverlag, Bad Eisenkappel-Vellach/Železna kapla-Bela, 2021. S. 141.

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Thomas, Erjautz, Erjavec-




Kärntner PartisanInnenwiderstand



Božo Erjavec, geboren in Kran/Krainburg, gestorben 1945 in Zell/Sele. Božo Erjavec wurde in Kranj/Krainburg geboren. Im April 1941, nach dem Überfall auf Jugoslawien, wurde sein Vater als Bahnhofsleiter nach Arnoldstein überstellt und die Familie übersiedelte. Über Ančka Ogris fand Božo Erjavec im Herbst 1944 zu den im Rosental aktiven Partisanen. Über eine Freundin konnte er für die PartisanInnen aus einer Villacher Apotheke Medikamente und Mittel gegen Läuse besorgen. Anfang 1945 verlor er in Zell/Sele sein junges Leben. Seine sterblichen Überreste wurden am dortigen Friedhof begraben. Quelle: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 457.

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Soldaten - DeserteureKärntner PartisanInnenwiderstand



Walter Hermann Erich Ernst, geboren am 24.08.1912 in Bochum (Deutschland), gestorben am 15.12.1943 in Goreljek (Slowenien). Der gelernte Schuhmachergehilfe lebte mit seiner aus St. Jakob i. R. stammenden Frau und ihrem 1943 geborenen Sohn in St. Jakob. Als Wehrmachtsdeserteur schloss er sich den Partisanen an. Er gehörte dem 3. Bataillon der Strumbrigade Prešeren an. Bei einer deutschen Offensive am Goreljek nahe Bohinj fiel er am 15. Dezember 1943. Sein Leichnam wurde unter den Ruinen des Hotels Lovec aufgefunden. Quelle: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 432f.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Luzia Ernst wurde am 11. Dezember 1882 in Greutschach, Bezirk Völkermarkt in Kärnten geboren. Der Zeitpunkt an dem sie in das "Siechenhaus" des Landeskrankenhauses Klagenfurt eingetreten ist (ab 1938 Gaukrankenhaus), läst sich nicht mehr genau angeben. Die Tatsache, dass sie dort eine Weile gelebt hat, bleibt davon unberührt. Am 7. Juli 1941 wurde Luzia Ernst in einem Tötungstransport mit rund 111 Pflegebedürftigen des Siechenhauses, Kindern einer katholischen Pflegeeinrichtung und Insassen der Psychiatrie des Gaukrankenhauses in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid in der Gaskammer ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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Opfer der NS Justiz



Michael Robert Essmann, geboren am 28.11.1896 in St. Veit, gestorben am 30.06.1942 in Wien. Der Eisenbahner Michael Robert Essmann wurde aufgrund seiner kommunistischen Einstellung am 23. April 1942 zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde Ende Juli in Wien vollzogen. Weitere Details über Michael Robert Essmann sind nicht bekannt. Quelle: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 287.

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F

KZ Opfer



Stanislaw Falenski, geboren am 25.01.1914 in Rembowka (Polen), gestorben am 11.12.1944 im KZ Loibl. Stanislaw Falenski, geboren am 25. Jänner 1914 in Rembowka, Polen, wurde bei seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen mit der Nummer 53247 registriert. Nach seiner Verlegung in die Konzentrationslager am Loibl-Pass verstarb er aus ungeklärter Ursache am 11. Dezember 1944. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 254.

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Kärntner SlowenInnenKZ Opfer



Anton Falle, geboren 25.03.1886, gestorben 15.01.1945 im KZ Dachau. Der Kärntner Slowene Anton Falle verbrachte seine Jugend als Knecht, bevor er Arbeit beim Bau der Karawankenbahn fand und dort mit der Sozialdemokratie in Berührung kam. Phasen der Arbeitslosigkeit wechselten später mit verschiedenen Tätigkeiten, politisch wurde er in der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei aktiv und wurde 1918 deren Bezirksparteisekretär und 1921 sogar Nationalratsabgeordneter. Zwischen 1927 und 1934 war er Landesparteivorsitzender der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Kärnten. Nach dem 12. Februar 1934 versuchte Anton Falle den sozialistischen Widerstand gegen den Austrofaschismus zu organisieren, er wurde verhaftet und zu einem Jahr schweren Kerkers verurteilt. Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich sah er von widerständischer Tätigkeit ab, wurde aber trotzdem nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler 1944 ins KZ Dachau deportiert. Dort starb Anton Falle am 15. Jänner 1945. Quellen: Danglmaier Nadja/ Koroschitz Werner: Nationalsozialismus in Kärnten. Opfer, Täter, Gegner. Studien Verlag, Innsbruck et al., 2021, S. 41, 337.

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Politischer Widerstand



Alois Fekonja, geboren 1902, gestorben 06.02.1943 im KZ Esterwegen (Deutschland). In Luttenberg in der Untersteiermark geboren lebte Alois Fekonja später mit seiner Frau Katharina und ihren vier Kindern, einer Tochter und drei Söhnen, in der Perlengasse in Klagenfurt. Alois Fekonja war schon im Austrofaschismus politisch aktiv und wurde bereits 1934 öfters verhaftet. 1938 wurde er 12 Monate inhaftiert, da er kommunistische Flugblätter verteilt hatte. Von 1939 bis 1940 war er Soldat bei der Wehrmacht in der Jägerkaserne. Da er weiterhin gegen das NS-Regime aktiv war, wurde er im März 1942 verhaftet und in das Militärstraflager Esterwegen gebracht. Dorthin wurden überwiegend Sozialdemokraten und Kommunisten deportiert und durch Folter, Hunger und Schwerstarbeit getötet. Alois Fekonja starb dort Anfang Februar 1943 nach schweren Misshandlungen. Quelle: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 16.

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Walter Feld wurde am 11. März 1936 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus ermordet zu werden. Bei ihrer Ankunft hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 zum Tod verurteilte Leiter der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als Konsiliararzt im "Siechenhaus" tätig und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige "zu beseitigen", um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Walter Feld wurde noch einige Monaten lang verschont, jedoch am 22. September 1943 im Alter von sieben Jahren von der Oberpflegerin und Nationalsozialistin Ottilie Schellander ermordet. Begraben wurde er im Gräberfeld I, 7. Reihe im Friedhof Annabichl in einem Armengrab, das in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt wurde. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45., Urteil - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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NS-Euthanasie



Robert Felder wurde am 28.6.1934 in Graz geboren, gestorben am 24.03.1941 in der Tötungsanstalt Schloss Harthheim. Jedoch hatte er das Wohnrecht in Birnbaum im Lesachtal und wurde in die psychiatrische Abteilung des Krankenhauses Klagenfurt eingeliefert. Sein Name scheint auf der 1946 im Klagenfurter Gerichtsprozess gegen Dr. Niedermoser u.a. erstellten Transportliste nach Niedernhart auf, und auch im Bundesarchiv Berlin findet sich sein Krankenakt. Für den 3.1.1937 findet sich in diesem zum Beispiel der Eintrag „will nicht mehr arbeiten“, eine Verweigerungshaltung, die auch in weiterer Folge immer wieder angemerkt wird und ihn im NS-Jargon als „unproduktiver Volksgenosse“ umso mehr zu „lebensunwertem Leben“ stilisierte. Der Mineur wurde am 24.3.1941 nach Linz/Niedernhart transportiert und später in Hartheim getötet. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S.

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KZ Opfer



Anton Ferenzi, geboren am 11.01.1898 in Visinada (Kroatien), gestorben am 1944 im KZ Loibl. Anton (Antonio) Ferenzi, geboren am 11.1.1898 in Visinada/Istrien wurde bei seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen als Italiener mit der Nummer 50680 registriert. Der Bauer und Vater von vier Kindern wurde am 2. März 1944 in die Konzentrationslager am Loibl-Pass verlegt. Bei einem Unfall bei der Zwangsarbeit Ende Juli 1944 brach er sich ein Bein, die Verletzung wurde acht Tage lang nicht versorgt, ehe ihn SS-Arzt Sigbert Ramsauer Anfang August operierte. Nach Aussagen von Zeugen brach dieser die Operation ab und tötete Ferenzi mit einer Benzininjektion in Herz und Lunge. Anschließend wurde sein Leichnam für medizinische Experimente seziert und im Krematorium verbrannt. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Andreas Baumgartner (Projektleiter): Die Häftlinge des Loibl-KZ. Ein Gedenkbuch (edition mauthausen), Wien März 2010, S. 103. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 101, 250, 251.

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Antonio-




Religiöser Widerstand



Hermann Fertin, geboren am 23.06.1894 in Klagenfurt, gestorben am 15.01.1942 im KZ Dachau. Hermann Fertin wurde am 23. Juni 1894 in Klagenfurt geboren. Er arbeitete als Tapezierer und wandte sich Anfang der 1930er Jahre der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas zu, weshalb er am 11. Juni 1931 aus der röm.-kath. Kirche austrat. Er lebte zu diesem Zeitpunkt am Iselsberg in Osttirol, später dann in Thal. Hermann Fertin war seit 1927 mit der Witwe Seraphine Weber liiert und sorgte für sie und deren Tochter Erika Rohr. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten veränderte sich die Situation der Zeugen Jehovas schlagartig und sie gerieten unter starken Verfolgungsdruck. Folgenschwer war ihre Weigerung, Wehr- und Kriegsdienst zu leisten. Am 30. Oktober 1938 wurde Hermann Fertin von der Wehrmacht zu einer zweiwöchigen Übung nach Völkermarkt beordert, jedoch folgte er der Einberufung nur, um den Wehrdienst in der Kaserne offen zu verweigern. Die Konsequenz daraus war ein Verfahren vor dem Militärgericht der 3. Gebirgsdivision am 4. November 1938. Das Divisionsgericht sprach eine noch vergleichswese milde Strafe aus, denn Hermann Fertin erhielt sechs Monate Kerker wegen Gehorsamsverweigerung und kam bis 4. Mai 1939 in ein Gefängnis nach Graz. Nach der Haft kehrte er zu seiner Lebensgefährtin und ihrer Tochter zurück, die zu dem Zeitpunkt in Oberdrauburg lebten. Seine Freiheit währte nur kurz, da ihn die Gestapo als Zeugen Jehovas bereits vorgemerkt hatte. Die Glaubensauffassung der Zeugen Jehovas widersprach der Ideologie des Nationalsozialismus fundamental, weshalb diese als „staatsfeindlich“ und politisch unzuverlässig angesehen wurden. Am 13. September 1939 nahmen Linzer Gestapobeamte Hermann Fertin fest und übergaben ihn fünf Tage später nach Klagenfurt. Es kam zu keinem Gerichtsverfahren und er wurde als „Staatsfeind“ in „Schutzhaft“ genommen. Bis zum 1. November 1940 war er in Klagenfurt in Haft und wurde dabei häufig verhört. Die Gestapo versuchte, ihn zur Unterzeichnung eines „Reverses“ zu bringen. Durch diese Verpflichtungserklärung zur Treue gegenüber dem NS-Staat konnte die „Schutzhaft“ beendet werden. Wie viele seiner Glaubensbrüder blieb Hermann Fertin aber standhaft. Anfang November 1940 wurde er in das KZ Dachau deportiert. Als er am 4. November 1940 durch das Tor des Lagers geführt wurde, bekam er unter anderem einen violetten Winkel auf die grau-blau gestreifte Häftlingskleidung, als Zeichen für seine Zugehörigkeit zu den Zeugen Jehovas. Hermann Fertin starb am 15. Jänner 1941 im KZ Dachau. Über die genauen Todesumstände ist nichts bekannt. Quelle: Homepage des Vereins aegide, NS-Opfer im Oberen Drautal: < http://www.aegide.at/de/37/Hermann_Fertin/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Irma Fiedler, geboren 1895, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Irma Fiedler wurde im März 1934 mit der Diagnose Schizophrenie in die Psychiatrie des Gaukrankenhauses Klagenfurt eingeliefert und von dort im Rahmen der „T-4 Aktion“ im Sommer 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/fiedler-irma-irene/>.

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Irena-




KZ Opfer



Andrej Filipow, geboren am 16.08.1904 in Demjanitschi (Russland), gestorben am 25.05.1944 im KZ Loibl. Andrej Filipow, geboren am 16.8.1904 in Demjanitschi, wurde nach seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen als Russe mit der Nummer 50996 registriert. Nach seiner Verlegung in die Konzentrationslager am Loibl-Pass wurde er dort bei einem angeblichen Fluchtversuch am 25. Mai 1944 erschossen. Fluchtversuche von Häftlingen wurden häufig als Vorwand benutzt, um Häftlinge grundlos zu erschießen. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 249.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Paula Fillafer, geboren 1900, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Paula Fillafer wurde im Jänner 1938 mit der Diagnose Schizophrenie in die Psychiatrie des Gaukrankenhauses Klagenfurt eingeliefert und von dort im Rahmen der „T-4 Aktion“ im Sommer 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/fillafer-paula/>.

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Jüdische Opfer - KZFrauen explizit erwähnt



Amalia Fischbach, geboren am 20.07.1885 in Losiacz, Bez. Rorszcow (Ukraine), gestorben am 08.11.1942 im KZ Auschwitz (Polen). Amalia Fischbach, geb. Schwarz, war Teil einer großen jüdischen Familie. Mit ihrem Mann Moritz hatte sie zwei Söhne, Leopold und Josef. 1939 versuchten Amalia und Moritz, in die USA zu flüchten. Ihr Sohn Leopold, der sich schon in den USA befand, besorgte den beiden ein kubanisches Visum. Von Hamburg aus fuhren sie an Bord der „St. Louis“ gemeinsam mit 900 anderen jüdischen Flüchtlingen nach Kuba. Die kubanische Regierung verweigerte jedoch die Einreise und das Schiff kehrte nach Europa zurück. Ihr Ehmann wurde im Lager Gurs interniert, kam jedoch wieder frei. Er starb 1941 unter unbekannten Umständen. Amalia wurde 1942 in das Lager Drancy gebracht und von dort am 6.November 1942 in das KZ Auschwitz deportiert, wo sie am 8.November ermordet wurde. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/fischbach-amalia-geb-schwarz/>.

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Schwarz-




Als Jude oder Jüdin verfolgt (Archiv der Namen)



Moritz Fischbach, geboren am 20.02.1881, gestorben 1941 in Mirabeau (Frankreich). Moritz Fischbach war Teil einer großen jüdischen Familie. Seiner Frau Amalia hatte er zwei Söhne, Leopold und Josef. Zusammen wohnten sie in Villach, später in Tirol und in Wien. 1939 versuchten Amalia und Moritz, in die USA zu flüchten. Ihr Sohn Leopold, der sich schon in den USA befand, besorgte den beiden ein kubanisches Visum. Von Hamburg aus fuhren sie an Bord der „St. Louis“ gemeinsam mit 900 anderen jüdischen Flüchtlingen nach Kuba. Die kubanische Regierung verweigerte jedoch die Einreise und das Schiff kehrte nach Europa zurück. Moritz wurde im Lager Gurs interniert, kam jedoch wieder frei. Er starb 1941 unter unbekannten Umständen. Seine Frau wurde nach Auschwitz deportiert, wo sie am 8.November 1942 ermordet wurde. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/fischbach-moritz/>.

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KZ Opfer



Josef Fischer, geboren am 30.08.1912 in Anhausen (Deutschland), gestorben am 01.05.1944 im KZ Loibl. Josef Fischer, geboren am 30.8.1912 in Anhausen, Deutschland, wurde nach seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen mit der Nummer 42803 registriert. Nach seiner Verlegung in die Loibl-Konzentrationslager starb er dort aus ungeklärter Ursache. Sein Todesdatum dürfte der 1. Mai 1944 sein. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 244.

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Politischer WiderstandOrte des Terrors - KZ



Peter Flaschberegr wurde am 04.05.1894 in Tröpolach geboren, gestorben am 03.05.1940 im KZ Mauthausen. Peter Flaschberger wurde im Zuge der Aktion „Arbeitsscheu Reich“ kurz nach dem „Anschluss“ im März 1938 verhaftet. Flaschberger war röm. kath. getauft und als Hilfsarbeiter im Drautal tätig. Sein letzter Wohnort war Bärenbad Nr. 7. Am 17. Juni 1938 wurde er ins Konzentrationslager Dachau überführt und erhielt die Häftlingsnummer 16255. Von dort wurde er Ende August desselben Jahres, ebenso wie Andreas Jamritsch und Josef Wieltschnig(g), nach Österreich, in die „Ostmark“, rücküberstellt. Er zählt zu jenen paar hundert Häftlingen, welche im Sommer 1938 gezwungen worden waren, das später größte Konzentrationslager Österreichs zu errichten: KZ Mauthausen. Dort sollten in den folgenden Jahren unter der NS-Herrschaft um die 100.000 Menschen ermordet werden. Die meisten wurden der „Vernichtung durch Arbeit“ u.a. im Steinbruch des KZ Mauthausen zugeführt. Flaschberger war einer von ihnen. Er erhielt im KZ Mauthausen die niedrige Gefangenennummer 113 und wurde in der Kategorie „Befristeter Vorbeugungshäftling“ geführt. Am 3. Mai 1940, einen Tag vor seinem Geburtstag, verstarb Peter Flaschberger im KZ Mauthausen. Er ist im dortigen Totenbuch verzeichnet. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S.21

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Karoline Fleischhacker, geboren am 11.03.1866 in Altersberg bei Trebesing, gestorben im August 1940 im Schloss Hartheim. Karoline Fleischhacker wurde am 11. März 1866 in Altersberg bei Trebesing geboren und lebte dann in Sachsenburg. Eine Zeit lang lebte die Witwe eines Privatbeamten, also eines Angestellten, auch in Wien. Dort gerit sie mit 51 Jahren offenbar in eine schwere psychische Krise und kam in die psychiatrische Anstalt "Am Steinhof". Am 17. Jänner 1928 wurde sie nach Klagenfurt überstellt, während ihre bereits erwachsene Tochter in Wien blieb. Belege aus dem Jahr 1928 sowie aus dem Jahr 1940 zeigen, dass sie in dieser Zeit weder über Einkommen noch über Vermögen verfügte. Auch in der Zwischenzeit, in der sie in der Klagenfurter Anstalt war, wird es kaum anders gewesen sein. Die Besucherliste der Anstalt in Klagenfurt zeigt, dass sie bis zuletzt einmal im Monat Besuch vom Bruder, von der Schwägerin, von der Schwester und von einer Bekannten bekam. Am 25. August 1940 wurde Karoline Fleischhacker nach "Oberdonau" (Oberösterreich) transportiert und in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim im Gas erstickt. Quelle: Homepage des Vereins aegide, NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/23/Karoline_Fleischhacker/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Grete Fleiss, geboren am 02.03.1912 in Villach, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Margarita Karolina, genannt Grete, wurde im Oktober 1936 mit der Diagnose Schizophrenie in die Psychiatrie des Gaukrankenhauses Klagenfurt eingeliefert und von dort im Rahmen der „T-4 Aktion“ im Sommer 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/fleiss-grete/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Fliess, geboren k.A., gestorben am 19.01.1945 im Siechenhaus Klagenfurt. Maria Fliess wurde in das Klagenfurter „Irrenhaus“ eingewiesen, von wo aus sie am 04.01.1945 in das Siechenhaus überstellt wurde. Dort wurde sie am 19.01.1945 von der Krankenschwester Ottilie Schellander getötet. Fliess dürfte schon mit einem Tötungsauftrag eingewiesen worden sein. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/fliess-maria/>.

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Fleiss-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Gertrude Flock wurde um das Jahr 1907 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Gertrude Flock war nicht verheiratet und 35 Jahre alt als sie am 14. Oktober 1943 von Oberpflegerin Ottilie Schellander ermordet wurde. "Schwester Otti", wie sie auf der Station genannt wurde, im Prozess gegen 13 Euthanasiebeteiligte, unter ihnen 10 Frauen: "Ich habe noch getötet […] Gertrude Flock." Nach ihrer Ermordung wurde Gertrude Flocks Leichnam der städtischen Friedhofsverwaltung übergeben und in einem Armengrab in Annabichl, Feld I, Reihe 26 beigesetzt. Das Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Florian Friedrich wurde 1935 geboren und katholisch getauft. Er war der eheliche Sohn eines Strasenbahners und ist in das "Siechenhaus" des Gaukrankenhauses in Klagenfurt am 1. Juni 1940 eingetreten. Am 7. Juli 1941 wurde Florian Friedrich mit einem Tötungstransport mit 111 weiteren Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhardt nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsverwaltung. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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KZ Opfer



Ignatz Florianschitz, geboren am 14.09.1907 in Villach-Völkendorf, gestorben am 03.03.1940 im KZ Mauthausen. Ignatz Florianschitz war beruflich Mauerer. Der gebürtige Villacher wurde im März 1939 ins KZ Dachau deportiert, Grund dafür war sein „assoziales“ Verhalten. Im Mai 1939 wurde Ignatz ins KZ Mauthausen überstellt, wo er im März 1940 starb. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/florianschutz-ignatz/>.

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Floriančič, Florianschütz-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Ludmila Fojan, geboren am 24.06.1895 in Pobasach/ Paternion, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Ludmilla Fojan, eine Hausgehilfin in Paternion, wurde im März 1938 mit der Diagnose Schizophrenie in die Psychiatrie des Gaukrankenhauses Klagenfurt eingeliefert und von dort im Rahmen der „T-4 Aktion“ im Sommer 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/fojan-ludmilla/>.

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Jüdische Opfer - KZ



Sigmund Forst, geboren 05.06.1878 in Klagenfurt, gestorben 16.08.1943 im KZ Auschwitz (Polen). Sigmund Forst war der Sohn von Heinrich und Fanny Forst, beide sind aus Ungarn nach Klagenfurt gekommen. Sigmund Forst war während des Krieges in Düsseldorf und wurde von dort in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort im August 1943 ermordet. Quellen: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 34, 123, 493.

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Link




Kärntner PartisanInnenwiderstand



Ivan-Buč Fračnik wurde am 9. Mai 1945, bereits nach Kriegsende, in Sielach ermordet. Weitere Informationen zum Leben und Schicksal von Ivan-Buč Fračnik konnten nicht gefunden werden.

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Wolfgang Friedrich wurde am 7. Oktober 1936 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 zum Tod verurteilte Leiter der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre Krankenschwestern und Pflegerinnen angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige "zu beseitigen", um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Wolfgang Friedrich war der Sohn eines Elektrikers. Mehr als ein Jahr lang wurde er von den "Schwestern" verschont und ist erst am 14. Juni 1944 im Alter von acht Jahren ums Leben gekommen. Begraben wurde er im Gräberfeld XV, 8. Reihe im Friedhof Annabichl in einem Armengrab. Es wurde in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Friesacher, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte bereits seit Jahren im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Am 25. August 1940 wurde sie in einem Tötungstransport mit mehr als 250 Frauen aus der psychiatrischen Abteilung und Frauen sowie Mädchen aus dem "Siechenhaus" in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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Kärntner SlowenInnenKZ OpferFrauen explizit erwähnt



Elisabeth Fritz, geboren am 04.07.1880 in Petschenitzen, gestorben am 15.09.1943 im KZ Ravensbrück (Deutschland). Elisabeth Fritz, vulgo Kauz, war die Besitzerin der Kauz-Keusche in Petschnitzen. Ihr Neffe Jakob Warum denunzierte seine Tante bei der Gestapo, mit der Absicht ihren Grund zu übernehmen. Die Vorwürfe waren, dass sie Partisanen begünstigt und das Anwesen verwahrlosen lässt. Sie wurde im Mai 1943 in das KZ Ravensbrück gebracht. Elisabeth Fritz beteuerte stets ihre Unschuld und wurde dafür im KZ misshandelt und für zwei Wochen in einen Bunker gesperrt. Im feuchten Bunker erkrankte sie. Sie wurde in den Todesblock verlegt, wo sie im September 1943 schwer misshandelt verstarb. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/fritz-elisabeth/>.

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Politischer WiderstandOrte des Terrors - Justiz



Josef Fritz wurde am 01.06.1897 in Görtschach / Goriče geboren, gestorben am 27.05.1943 am Landesgericht Wien. Josef Fritz war bereits im Ersten Weltkrieg an der italienischen Front als Soldat im Einsatz. Im mittleren Gailtal (Görtschach/Goriče) aufgewachsen, verließ der politisch sehr aktive Josef Fritz 1920 das Tal, um in Knittelfeld seine Eisenbahner-Karriere zu beginnen. Er gehörte bereits ab 1921, bis zu deren Verbot 1934, der Sozialdemokratischen Arbeiter Partei und der freien Gewerkschaft in Knittelfeld an, später auch bis 1931 dem Republikanischen Schutzbund – der paramilitärischen Organisation der Partei. Nach dem Verbot der Partei 1934 blieb Josef Fritz wie auch viele andere Aktivisten des Schutzbundes, SDAPÖ und KPÖ weiterhin im Untergrund politisch aktiv. Bereits ab 1934 engagierte sich Josef Fritz innerhalb einer kommunistischen Zelle bei der Eisenbahn rund um den Maschinenschlosser Heinrich Gärtner in Knittelfeld. Diese wurde 1938 nach dem „Anschluss“ Österreichs an den NS-Staat zerschlagen. Ab 1938 baute Gärtner unter anderem mit der Hilfe von Josef Fritz in Knittelfeld die „Rote Hilfe“ auf und Fritz wurde als Zellenleiter eingesetzt. Er war hier vor allem für die nicht ungefährliche Aufgabe zuständig, neue Mitglieder für die antifaschistische Hilfsorganisation anzuwerben. Er war damit sehr erfolgreich und konnte mindestens 14 Personen werben, die ihrerseits wieder Personen warben. Fritz wurde am 9. Juli 1942 gemeinsam mit 60 weiteren Knittelfeldern im Zuge einer großen NS-Verhaftungsaktion im Knittelfelder Raum von der Gestapo festgenommen. Ihm wurde u.a. vorgeworfen, kommunistische Flugschriften verbreitet und „Feindsender“ gehört zu haben. Nach über einem halben Jahr in Haft wurde Fritz gemeinsam mit drei Mitangeklagten am 18. Februar 1943 vom 6. Senat des Volksgerichtshofes angeklagt, ein „hochverräterisches Unternehmen, mit Gewalt ein zum Reiche gehöriges Gebiet vom Reiche loszureißen und mit Gewalt die Verfassung des Reiches zu ändern, vorbereitet zu haben.“ Er und seine Mitangeklagten sollen damit verteidigt haben, dass es „[…] ihnen nur um die Linderung der Not der Angehörigen verhafteter Arbeitskameraden […]” gegangen sei. Josef Fritz wurde zum Tode verurteilt und am 17. Mai 1943 in Wien hingerichtet. Seine Leiche wurde 1946 exhumiert und schließlich in Brünn beigesetzt, außerdem befindet sich sein Name auf dem 1953 vom KZ-Verband gestifteten Denkmal in Knittelfeld. Josef Fritz schrieb nach der Verurteilung am 18. Februar 1943 einen letzten Brief, ehe er nach Wien überstellt wurde. Der Brief wurde im Buch von Heimo Halbreiner Sei nicht böse, dass ich im Kerker sterben muss. Die Opfer der NS-Justiz in Graz 1938 bis 1945 veröffentlicht. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S.260ff

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KZ Opfer



Ignacy Fryc, geboren am 02.01.1910 in Brzezna (Polen), gestorben am 19.02.1944 im KZ Loibl. Ignacy Fryc, geboren am 2.1.1910 in Brzezna, Polen, wurde nach seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen mit der Nummer 34933 registriert. Nach seiner Verlegung in die Konzentrationslager am Loibl-Pass wurde er dort bei einem angeblichen Fluchtversuch am 19. Februar 1944 erschossen. Fluchtversuche von Häftlingen wurden häufig als Vorwand benutzt, um Häftlinge grundlos zu erschießen. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 241, 242.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Philomena Fröhlich wurde 19. Juli 1924 geboren. Sie ist am 11.10.1939 ins "Siechenhaus" des Gaukrankenhauses in Klagenfurt eingetreten und wurde am 25. August 1940 mit einem Tötungstransport mit 38 Frauen und Mädchen aus dem "Siechenhaus" und mindestens 213 Frauen aus der Klagenfurter Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009).

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NS-Euthanasie



Franz Frühauf, geboren am 08.07.1902 in Landskron bei Villach, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Franz Frühauf wurde im Juli 1934 mit der Diagnose „postencephalitic Parkonsonism“ in das Gaukrankenhauses Klagenfurt eingeliefert und von dort im Rahmen der „T-4 Aktion“ im Sommer 1941 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Als offiziell Todesursache wurde den Verwandten eine Grippe und Kreislaufschwäche mitgeteilt. Die Mittelung kam jedoch nicht aus Hartheim, sondern aus Bernburg an der Saale. Durch die Mitteilung aus einer weitentfernten Anstalt sollte verhindert werden, dass misstrauische Angehörige zur betreffenden Einrichtung fahren. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/fruhauf-franz/>.

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KZ Opfer



Leon Félix, geboren am 12.04.1912 in Bure (Frankreich), gestorben am 29.03.1944 im KZ Loibl. Leon Félix, geboren am 12.4.1912 in Bure, Frankreich, wurde nach seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen mit der Nummer 28043 registriert. Nach seiner Verlegung ins KZ Loibl-Nord verunglückte er bei der Arbeit im Tunnel. Der schwer verletzte Häftling wurde vom SS-Arzt Sigbert Ramsauer mit einer Benzininjektion ins Herz am 29. März 1944 vorsätzlich ermordet. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 243.

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G

Als Jude oder Jüdin verfolgt (Archiv der Namen)



Gerhard Gadiel, geboren am 19.06.1914 in Breslau (Polen), gestorben k.A. Gerhard Gadiel wurde am 19. Juni 1914 in Breslau geboren. Als junger Mann schloss er sich der HeChaluz Jugendbewegung an, mit dem Ziel, nach Palästina auszuwandern. Um auf die Arbeit in der Landwirtschaft in Palästina vorbereitet zu werden, arbeitete Gerhard auf einem Bauernhof jüdischer Landwirte bei Familie Auerbach. Als diese 1936 aufgrund ihrer jüdischen Religion gezwungen waren, den Hof zu verkaufen und nach Kärnten auswanderten, kam auch Gerhard Gadiel hierher. Er arbeitete bei Lothar und Hildegard Auerbach am abgelegenen Bauernhof in Schaßbach bei St. Andrä. Mit dem „Anschluss” 1938 wurde der Hof arisiert, Lothar Auerbach und Gerhard Gadiel kamen im Zuge des Novemberpogroms in Gestapohaft nach Klagenfurt und wurden von dort ins KZ Dachau deportiert. Nach der Enthaftung in Dachau konnte Lothar Auerbach mit seiner Frau und den drei Kindern nach England gelangen, die Familie überlebte den Holocaust. Gerhard Gadiel hingegen wurde später erneut verhaftet, nach Osten deportiert und ermordet. Seine sechs Jahre jüngere Schwester Anita konnte 1936 nach Palästina flüchten, ihre Eltern wurden über Theresienstadt nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Wann und wo ist unbekannt. Quelle: Privatarchiv Alexander Verdnik und Jürgen Schwiening

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NS-Euthanasie



Peter Gangl, geboren 1905, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Im Mai 1930 wurde Peter Gangl in die psychiatrische Abtelung des Klagenfurter Landeskrankenhauses eingewiesen. Im Februar 1941 erfolgte die Überstellung in das Siechenhaus in Klagenfurt. Von dort wurde er im März 1941 im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/gangl-peter/>.

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NS-Euthanasie



Peter Gangl wurde am 21. August 1905 in Seebach/Villach geboren. Am 15. Mai 1930 wurde er von der Polizei, aus der Villacher "Irrenanstalt kommend", in die Psychiatrie des Landeskrankenhauses Klagenfurt (ab 1938 Gaukrankenhaus) eingeliefert. Am 25. Februar 1941 wurde PETER in das Siechenhaus des Gaukrankenhauses überstellt und von dort am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart gebracht. anschließend wurde er in die Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim geschafft und in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Aloisia Gasser, geboren 1878 in Paternion, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Aloisia Gasser wurde im April 1939 mit der Diagnose Schizophrenie in die Psychiatrie des Gaukrankenhauses Klagenfurt eingeliefert und von dort im Rahmen der „T-4 Aktion“ im August 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/gasser-aloisia/>.

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Individueller WiderstandKZ Opfer



Josef Gasser, geboren am 22.07.1892 in Althofen, gestorben am 23.02.1945 im KZ Dachau (Deutschland). Josef Gasser lernte den Beruf eines kaufmännischen Angestellten. Gemeinsam mit seiner Frau Karoline und ihren Kindern Reinhold und Lydia wohnte er in der Leiningengasse 17 in Villach. Die Wohnung wurde gegen Kriegsende zerbombt und die Familie übersiedelte nach Feldkirchen. Josef Gasser folgte der Einberufung zum Volkssturm nicht und wurde von der Gestapo verhaftet und am 10. Jänner 1945 in das KZ Dachau deportiert. Laut Lagerleitung verstarb er am 23.02.1945 an einer Lungenentzündung. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/gasser-josef/>.

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NS-Euthanasie



Karl Glasser wurde am 6. Feber 1911 in Stegendorf (Gemeinde Maria Saal) geboren. Er lebte wahrscheinlich ab Mitte der 1930er Jahre, sicher jedoch ab Frühsommer 1940 im "Siechenhaus" des Klagenfurter Gaukrankenhauses. Am 7. Juli 1941 wurde KARL mit einem Tötungstransport mit rund 111 Pflegebedürftigen des Siechenhauses, Kindern einer kirchlichen Pflegeeinrichtung und Insassen der Psychiatrie des Gaukrankenhauses in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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Kärntner SlowenInnenOpfer des FaschismusJugendliche explizit erwähnt



Anna Gastl, geboren am 28.05.1944 in Klagenfurt, gestorben am 14.07.1944 in Klagenfurt. Die Mutter von Anna namens Josefine Gastl wurde zusammen mit ihrem Vater Anton und ihrer Schwester Rosa verhaftet. Josefine Gastl war zu diesem Zeitpunkt im vierten Monat schwanger. Der Vater von Anna Gastl, Franjo Pöck, war Partisan. Anna Gastl wurde ihrer Mutter sofort nach der Geburt weggenommen. Anna Gastl starb wenige Wochen nach ihrer Geburt an Unterernährung. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/gastl-anna-2/>.

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Kärntner PartisanInnenwiderstandKZ Opfer



Anton Gastl, geboren am 29.05.1879 in Rottenstein, gestorben am 17.02.1944 im KZ Dachau. Anton Gastl war das zweite unehelich Kind von Rosa Gastl und Anton Ogris. Seine Kindheit verbrachte er in St. Stefan bei Finkenstein, wo er zweisprachig aufwuchs. Nach dem Gymnasium diente er drei Jahre beim Militär. 1909 heiratete er Maria Gallob, mit der er zwölf Kinder hatte. Nach dem Anschluss arbeitete er bis zu seiner Kündigung 1941 bei der Reichsautobahn. Zu Weihnachten 1943 wurde er und seine zwei Töchter Rosa und Josefine zwecks Partisanenunterstützung verhaftet. Am 01.02.1944 wurde er ins KZ Dachau transportiert. Dort verstarb er laut der Lagerleitung an einer Lungenentzündung. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/gastl-anton-2/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Theresia Gaugeler, geboren am 06.10.1912 in Treffen bei Villach, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Theresia Gaugeler wurde im Juli 1934 mit der Diagnose Schizophrenie in die Psychiatrie des Gaukrankenhauses Klagenfurt eingeliefert und von dort im Rahmen der „T-4 Aktion“ im August 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/gaugeler-theresia/>.

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Kärntner PartisanInnenwiderstandZwangsarbeiterInnenFrauen explizit erwähnt



Maria Gelemi, geboren k.A., gestorben 17.10.1944. Am 16. Oktober 1944 wurde das Glimmerbergwerk in St. Leonhard auf der Saualpe von einer Partisaneneinheit überfallen. Dabei wurde die Infrastruktur des Rüstungsbetriebes zerstört und zahlreiche Zwangsarbeiter konnten fliehen. Eine große Gruppe von ihnen und PartisanInnen (die Angaben schwanken zwischen 40 und 70 Personen) versteckte sich bis auf Weiteres beim Spitzbauern in Lamm bei Pustritz, der den PartisanInnenwiderstand unterstützte. Am 17. Oktober 1944 befanden sich außerdem zahlreiche Zivilisten am Hof, so das Bauernehepaar, die Schwester der Bäuerin Elise aus Wien und das zweijährige Kind deren Bruders. Auch der Vater der Bäuerin Alois Zirnig und zwei Frauen aus der Nachbarschaft waren vor Ort, Margaretha Knabl und Maria Dreier. Zudem kamen zwei jugendliche Töchter eines nahegelegenen Bauern und die dort eingeteilte ukrainische Zwangsarbeiterin Maria Gelemi an den Hof. Offenbar wurde die Widerstandsgruppe am Hof des Spitzbauern der Polizei verraten. Gegen 16 Uhr wurde der Hof angegriffen, beschossen und in Brand gesteckt. Die anwesenden Menschen versuchten zu flüchten, doch zahlreiche Personen kamen zu Tode, die Angaben der Todesopfer schwankt zwischen 33 und 55. Das Bauernehepaar konnte in den Wald fliehen und fand nach der abendlichen Rückkehr die Leichen am abgebrannten Gehöft. Zusätzlich zu den am Hof ermordeten Personen wurden laut Zeitzeugenaussage mindestens zwei Arbeiter aus dem Glimmerbergwerk gefangen genommen, nach Unterdrauburg gebracht und dort erhängt. Die fünf ermordeten ZivilistInnen wurden am Ortsfriedhof beerdigt wobei das Datum am Gedenkkreuz falsch angegeben ist, das Massaker ereignete sich am 17. Oktober 1944, nicht am 17. September. Quellen: Michael Guttenbrunner: „Spitzbauer“. 17. Oktober 1944. In: Die Einheit: für Fortschritt und Völkerverständigung, gegen Verleumdung und Lüge. Nummer 34 und 35, 7. und 14. September 1950. Lisa Rettl: Partisanendenkmäler: antifaschistische Erinnerungskultur in Kärnten. Studien Verlag 2006.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Anna Genick wurde um das Jahr 1926 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Anna Genick wurde nur 17 Jahre alt und von Oberpflegerin Ottilie Schellander, auf der Station auch "Schwester Otti" genannt, am 4. Juni 1943 ermordet. Ihr Leichnam wurde von der Prosektur des Gaukrankenhauses zur städtischen Friedhofsverwaltung überstellt und in einem Armengrab im Friedhof Annabichl, Feld I, Reihe 22 beigesetzt. Das Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und später mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Urteil. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Gernig-




NS-Euthanasie



Johann Genzer, geboren am geboren am 17.07.1917 in Villach, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Johann Genzer wurdeim März 1938 mit der Diagnose Schizophrenie in die Psychiatrie des Gaukrankenhauses Klagenfurt eingeliefert und von dort im Rahmen der „T-4 Aktion“ Ende Juni 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/genzer-johann/>.

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NS-Euthanasie



Rudolf Gitschtaler wurde am 16. April 1870 in Grafenstein, Bezirk Klagenfurt Land geboren (Anm. - Quellendokument schwer lesbar, es könnte auch "1862" heisen). Er dürfte ca. 1930 in das "Siechenhaus" des Landeskrankenhauses Klagenfurt eingetreten sein (ab 1938 Gaukrankenhaus). Rudolf Gitschthaler wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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NS-Euthanasie



Rudolf Gitschtaler wurde am 16. April 1870 in Grafenstein, Bezirk Klagenfurt Land geboren (Anm. - Quellendokument schwer lesbar, es könnte auch "1862" heisen), gestorben am 24.03.1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Er dürfte ca. 1930 in das "Siechenhaus" des Landeskrankenhauses Klagenfurt eingetreten sein (ab 1938 Gaukrankenhaus). Rudolf Gitschthaler wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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Kärntner SlowenInnen



Josef Gitschthaler, geboren am 11.08.1905 in Dreilach, gestorben am 15.03.1945 in Primorska (Slowenien). Der gelernte Maurer wurde 1940 zur Wehrmacht eingezogen. Der Oberwachtmeister der Gendarmerie wurde – so die Angaben deiner Dienststelle – Ende März 1944 von Partisanen in Gefangenschaft genommen. Von diesem Zeitpunkt an kämpfte er an deren Seite. Ein Jahr später, am 15. März 1945, wurde er im Zuge von Auseinandersetzung mit den NS-Soldaten getötet. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/gitschthaler-josef/>.

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Politischer WiderstandOpfer der NS Justiz



Engelbert Glitzner, geboren am 17.04.1906 in Andritz, gestorben 04.11.1941 im Zuchthaus Brandenburg-Görden. Engelbert Glitzner war Mitglied der Maria Gailer Widerstandsgruppe, diese war Teil des transnationalen Widerstands TIGR. Er wurde gemeinsam anderen Mitgliedern am 25.07.1941 zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde am 04.11.1941 in Branden-Görden durch Enthauptung vollstreckt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/glitzner-engelbert/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Gertraud Gober, geboren1898, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Gertaud Gober wurde im April 1941 in das Siechenhaus in Villach eingewiesen und von dort im Rahmen der „T-4 Aktion“ im Juli 1941 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/glitzner-engelbert/>.

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ZwangsarbeiterInnenJugendliche explizit erwähnt



Wasil Gollobin, geboren am 10.03.1924 in Kursk (Russland), gestorben am 09.01.1945 im Gestapogefängnis Villach. Wasil Gollobin wurde in Kärnten als Zwangsarbeiter eingesetzt. Er flüchtete gemeinsam mit seinen Kameraden Michael Kassulin und Juan Sorkin, zu den Treffner Partisanen. Die Gruppe wurde im November 1944 festgenommen. Wasil Gollobin wurde am 9. Jänner im Gestapogefängnis an den Fensterkreuzen aufgehängt. Der Leichnam wurden als Abschreckung einige Tage hängen gelassen. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/gollobin-wasil//>.

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Katica Golob, geboren am 23.04.1927 in Vellach/Bela, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 17.04.1945 auf der Saualpe/Svinška planina. Katica Golob wurde am 23. April 1927 in Vellach/Bela als Tochter von dem aus Luče/Leutsch stammenden Peter Golob und der vlg. Peršman-Tochter Ana Sadovnik geboren. Als Katica 14 Jahre alt war, verlor sie ihre Mutter. Der Vater arbeitete bei der Thurn’schen Forstverwaltung. Im September 1944 musste Katica in den Wald zu den Partisanen fliehen, da ihre Kooperation mit den Partisanen entdeckt worden war. Sie hatte den Partisanennamen Delica und kämpfte mit der Waffe in der Hand im Koroški Bataljon. Am 17. April 1945 fiel sie bei einer Auseinandersetzung auf der Saualpe. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 345.

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Katharina, Katarina, Gollob-




Kärntner SlowenInnenKZ OpferFrauen explizit erwähnt



Michaela Golser, geboren am 02.11.1916 in Obertechanting bei Finkenstein, gestorben am 14.03.1943 im KZ Auschwitz (Polen). Die Gründe für die Verhaftung von Michaela Golser sind bisher noch unbekannt. Die Urne wurde am 22.05.1943 in Mallestig/Malošce beigesetzt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/golser-michaela/>.

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KZ Opfer



Waclaw Gonsior, geboren k.A., gestorben am 12.05.1945 im KZ Loibl Süd (Slowenien). Waclaw Gonsior (Mauthausen Nr. 79302), ein 36-jähriger polnischer Häftling, war am 25. August 1944 ins KZ am Loibl-Pass deportiert worden. Er starb nach der Befreiung am 12. Mai 1945 in der aufgelassenen Sanitätsbaracke im KZ Loibl-Süd und wurde dort vom Häftlingsarzt Dr. Janouch begraben. Der genaue Ort der Grabstelle ist nicht bekannt. Quellen: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 409.

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Gasior-




Kärntner PartisanInnenwiderstand



Peter Gorenšek wurde am 9. Mai 1945, bereits nach Kriegsende, in Sielach ermordet. Weitere Informationen zum Leben und Schicksal von Peter Gorenšek konnten nicht gefunden werden.

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Soldaten - Deserteure



Hubert Goritschnig, geboren am 24.08.1908, gestorben am 23.03.1945 in Riegersdorf. Hubert Goritschnig war ein Soldat der Deutschen Wehrmacht, der im März 1945 auf Heimaturlaub in Kärnten war. Nach Gesprächen mit Anton Sluga wollte er sich dem Widerstand anschließen. Er wartete im Haus von Anton Sluga, um von diesem abgeholt zu werden, als Polizisten kamen, um Anton Sluga zu verhaften. Da zu diesem Zeitpunkt der Urlaubsschein von Goritschnig abgelaufen war, wurde er als Deserteur verhaftet. Er wurde am Gendarmerie-Posen in Riegersdorf in der Garage eingesperrt. Dort wurde er am nächsten Morgen erhängt aufgefunden. Die offizielle Todesursache lautete Selbstmord. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/goritschnig-hubert/>.

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Ubert-




Jüdische Opfer - KZFrauen explizit erwähnt



Maria Gornik, geboren am 20.04.1900 in Bursztyn (Polen), gestorben am 16.08.1942 im KZ Auschwitz (Polen). Gemeinsam mit ihrem Mann Wilhelm, den sie während des Ersten Weltkrieges in Polen kennenlernte, führte sie eine Greißlerei am Kiesweg 10 in Villach. Im Juli 1941 wurden sie, ihr Ehemann und ihr Nachbar verhaftet, da sie angeblich ausländische Feindsender gehört haben. Ihr Ehemann und Nachbar kamen bald wieder frei. Maria Gornik verblieb, vermutlich auf Grund ihrer jüdischen Herkunft, in Haft. Kurz vor Weihnachten 1941 begann ihre Überstellung in das KZ Ravensbrück, wo sie am 21.02.1942 ankam. Von dort aus wurde sie nach acht Monaten in das KZ Auschwitz gebracht, wo sie am 16.10.1942 ermordet wurde. Ein von der KPÖ eingebrachter Antrag auf eine Gedenktafel, wurde vom Gemeinderat abgelehnt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/gornik-maria-geb-schonfeld/>.

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Schönfeld-




KZ Opfer



Wladyslaw Gorzynski, geboren am 18.04.1913 in Wlaszewo (Polen), gestorben am 04.12.1944 im KZ Loibl. Wladyslaw Gorzynski, geboren am 18.4.1913 in Wlaszewo, Polen, wurde nach seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen mit der Nummer 77179 registriert. Nach seiner Verlegung in die Konzentrationslager am Loibl-Pass starb er dort am 4. Dezember 1944. Die Umstände seines Todes sind unbekannt. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 254.

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KZ Opfer



Anton Grafitsch, geboren am 23.06.1905 in Villach, gestorben am 16.12.1939 im KZ Mauthausen. Der gelernte Automechaniker wurde im Juni 1938 in das KZ Dachau eingeliefert. Seine Inhaftierung erfolgte im Zuge der Aktion „Arbeitszwang Reich“. In Rahmen dieser kommt es zur Festnahme von tausenden Arbeitslosen oder als „asozial“ kategorisierte Personen und in weiterer Folge die Deportierung dieser in diversen Konzentrationslagern. Nachdem Anton Grafitsch im März 1939 ins KZ Mauthausen transportiert wurde, verstarb er dort am 16. Dezember 1939. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/grafitsch-anton/>.

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Individueller WiderstandOrte des Terrors - KZ



Lorenz Graile, geboren am 14.07.1896 in Lichtpold bei Villach, gestorben am 16.03.1945 im KZ Neuengamme (Deutschland). Lorenz Graile wurde verhaftet, da er sich in einem Gasthaus kritisch über Hitler geäußert und dessen Bild zerrissen hat. Zuerst – Ende September 1944 – wurde er nach Dachau überstellt, ein Monat später erfolgte die Überstellung ins KZ Neuengamme. Dort verstarb er im März 1945. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/graile-lorenz/>.

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Politischer WiderstandOpfer der NS Justiz



Anton Granig, geboren am 17.09.1901 in Mitten, Gemeinde Sagritz im Mölltal, gestorben am 15.04.1945 im Gefängnis Stein an der Donau. Anton Granig wurde im September 1901 in der Gemeinde Sagritz im Mölltal in eine religiöse Bauernfamilie geboren. Nach dem Ersten Weltkrieg besuchte er das Gymnasium in Klagenfurt und nach seiner im Jahr 1928 abgelegten Matura widmet er sich dem Theologiestudium. 1932 wurde er zum Priester geweiht und engagierte sich in mehreren Pfarren in verschiedenen Funktionen und Ämtern. Während des Nationalsozialismus war er eine der Schlüsselfiguren der 1942 gegründeten Widerstandsbewegung „Antifaschistischen Freiheitsbewegung Österreich“. Im Juli 1943 wurde diese enttarnt und Anton Granig verhaftet. In einem Prozess vor dem Volksgerichtshof wurde er zum Tode verurteilt und am 15. April 1945 mit 43 weiteren Personen im Gefängnis Stein an der Donau in Niederösterreich erschossen. Quelle: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 509-516.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Stefanie Granig, geboren 1916 in Feld am See, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Stefanie Granig wurde auf Grund einer geistigen Behinderung Ende Oktober 1937 in das Krankenhaus in Klagenfurt eingeliefert. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ im Sommer 1940 wurde sie gemeinsam mit anderen Personen nach in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach < https://erinnernvillach.com/granig-stefanie/>.

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NS-Euthanasie



Emil Gratzers wurde 1909 in Wien geboren, gestorben am 25.08.1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Das genaue Geburtsdatum war nicht mehr eruierbar, es fällt jedoch auf, dass als Geburtsort im Aufnahmebogen der psychiatrischen Abteilung in Klagenfurt die Stadt Wien angeführt ist. Am 30.10.1939 wurde der als landwirtschaftlicher Arbeiter in Untervellach tätige Emil Gratzer zum zweiten Mal in die psychiatrische Abteilung des Krankenhauses in Klagenfurt aufgenommen. Wurde er beim ersten Mal noch gegen Revers entlassen, so konnte er sich bei seiner zweiten Internierung nicht mehr vor der Überstellung nach Hartheim retten. Er wurde mit einem der ersten Vernichtungstransporte am 25.8.1940 nach Niedernhart überstellt und in Hartheim ermordet. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 51

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Ursula Gregori, geboren am 23.10.1922 in Kratschach bei Maria Gail, gestorben am 03.05.1943 im Siechenhaus Klagenfurt. Ursula Gregori wurde auf Grund ihrer Epilepsie im April 1941 in das Siechenhaus in Klagenfurt eingewiesen. Dort wurde sie von der Krankenschwester Ottilie Schellander durch einen Hustensaft versetzt mit Somnifen oder eine Spritze getötet. Sie wurde am Friedhof Annabichl in Klagenfurt ein einem Armengrab beigesetzt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/gregori-ursula/>.

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Franc Gregorič, geboren am 01.10.1901 in Zell-Mitterwinkel/ Srednji Kot, Zell/ Sele, gestorben am 29.04.1943 im Landesgericht Wien. Franc Gregorič wurde im Oktober 1901 geboren. Schon in früher Jahren half er im elterlichen Betrieb fleißig mit. Mit 23 Jahren erbte er den vlg. Hlipovčnik-Hof seiner Großeltern. Während des NS-Regimes stand er im regen Kontakt zum sogenannten „Grünen Kader“, sodass sich die Widerstandskämpfer auf seinem Grund einen versteckten Bunker bauen durften. Darüber hinaus unterstützte er sie mit Werkzeug und Holz für den Bau sowie mit Nahrung und Informationen. Als der Hlipovčnik-Bunker aufflog, wurde Franc inhaftiert. Anfang April 1943 wurde er aufgrund der Widerstandsunterstützung in Wien zum Tode verurteilt. Ende April wurde das Urteil vollstreckt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 180.

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Franz, Gregoritsch-




Kärntner SlowenInnenKZ OpferFrauen explizit erwähnt



Neža Gregorič, geboren am 11.01.1897 in Zell-Mitterwinkel/Srednji Kot, Zell/Sele, gestorben am 26.11.1944 im KZ Ravensbrück. Neža Gregorič wurde am 11. Jänner 1897 in Zell-Mitterwinkel bei der vlg. Malovodnik-Keusche als Tochter von Franc Gregorič und seiner Frau Maria Ogriz geboren. Gemeinsam mit ihren jüngeren Geschwistern Franc und Marija bewirtschaftete sie die Hlipovčnik-Liegenschaft. 1923 kam Nežas Tochter Nani (Ana Gregorič) zur Welt. Neža Gregorič wurde am 1. Dezember 1942 verhaftet und kam in Gestapohaft. Nach dem Prozess im April 1943 wurden Neža, ihre Tochter Nani und ihre Schwester Marija vom Gericht freigegeben, jedoch von der Gestapo weiterhin festgehalten. Franc Gregorič hatte in seinem Abschiedsbrief gehofft, dass seine beiden Schwestern Neža und Marija nach seiner Hinrichtung freigelassen werden. Doch weder seine beiden Schwestern noch seine Nichte Nani kamen frei. Anstelle dessen wurden sie Anfang Juni 1943 ins KZ Ravensbrück deportiert. Laut Aussagen ihrer Tochter verstarb Neža Gregorič am 26. November 1944 in diesem Lager. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 180 f.

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Agnes, Gregoritsch-




Kärntner PartisanInnenwiderstand



Informationen zum Leben und Schicksal vom jugoslawischen Partisan Gregorčič konnten nicht gefunden werden.

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KZ Opfer



Rupert Greisinger, geboren am 09.04.1897 in Eisenerz/Leoben, gestorben am 11.01.1940 im KZ Mauthausen. Rupert Greisinger, ein gebürtiger Steirer, wurde nach dem „Anschluss“ vor Gericht gestellt, da er während des Naziputsches in Oberdrauburg einen Nazi erschossen haben soll. Obwohl er freigesprochen wurde, verhaftete ihn die Gestapo am 14.04.1938 und er wurde in das KZ Mauthausen gebracht, wo er im Jänner 1940 ums Leben gekommen ist. 1949 wurde ein Antrag auf eine Gedenktafel der KPÖ-Villach im Gemeinderat abgelehnt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/greisinger-rupert/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Johanna Grestl, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Sie ist dort am 25. März 1940 eingetreten und wurde am 7. Juli 1941 mit einem Tötungstransport mit 111 weiteren Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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Kärntner SlowenInnenKZ OpferFrauen explizit erwähnt



Anna Grilc, geboren am 01.10.1900 in Sielach/Sele, Sittersdorf/Žitara vas, gestorben am 25.09.1943 im KZ Ravensbrück. Anna Grilc wurde am 1. Oktober 1900 in Sielach/Sele als Tochter von Johann Grilz und seiner Frau Ana Volavčnik geboren. Sie war nicht verheiratet und lebte am elterlichen Hof vlg. Kopanc. Den Hof bewirtschaftete sie mit ihrem Bruder Johann und der verwitweten Mutter. Anna Grilc wurde am 23. Dezember 1942 verhaftet und kam in Gestapohaft. Von Anfang Jänner bis Mai 1943 war sie in Untersuchungshaft am Landesgericht, bevor sie erneut in Gestapohaft kam. Im Anschluss wurde sie als politischer Häftling ins KZ Ravensbrück gebracht, wo sie in die Schneiderei versetzt wurde. Am 25. September 1943 verstarb Anna Grilc. Todesursache war laut Lagerverwaltung „Herzversagen“. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 192.

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Ana, Grilz-




Kärntner SlowenInnenKZ Opfer



Johann Grilc, geboren am 15.02.1899 in Sielach/Sele, Sittersdorf/Žitara vas, gestorben am 31.01.1944 im KZ Lublin-Majdanek. Johann Grilc wurde am 15. Feber 1899 in Sielach/Sele als Sohn von Johann Grilz und seiner Frau Ana Volavčnik geboren. Nach dem Tod des Vaters übernahm er den elterlichen Hof vlg. Kopanc und bewirtschaftete diesen mit seiner Schwester Anna und seiner Mutter. Johann Grilc war ledig und hatte keine Kinder. Am 30. November 1942 wurde er verhaftet und nach längerer Gestapo- und Untersuchungshaft in Klagenfurt in das KZ Dachau deportiert. Dort kam er am 7. Juli 1943 als Schutzhäftling an. Anfang Jänner 1944 wurde er nach Lublin-Majdanek überstellt. Mit einem Schreiben vom 14. März 1944 informierte die Lagerleitung seine Mutter, dass Johann Grilc am 31. Jänner 1944 um 7 Uhr 20 an einer „Lungenentzündung“ verstorben sei. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 192 f.

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Janez, Johan, Grilz-




Jüdische Opfer - KZFrauen explizit erwähnt



Emma Gross, geboren 1893 in Böhmen (Tschechien), gestorben am 19.09.1942 im KZ Auschwitz (Polen). Emma Gross wurde 1893 in Böhmen als Emma Popper geboren. Nach ihrer Hochzeit mit Adolf Gross 1914 zog sie nach Wolfsberg. Das Paar hatte zwei Töchter und betrieb eine Gemischtwarenhandlung, zuerst in der Sporergasse und ab 1930 in der Wiener Straße. Unmittelbar nach dem „Anschluss“ an den Nationalsozialismus im März 1938 wurde das Geschäft arisiert. Im Herbst 1938 flüchtete die Familie nach Wien und von dort weiter in die Tschechoslowakei. Emma und ihr Mann Adolf konnten ihr Leben dennoch nicht retten: Die Nationalsozialisten deportierten das Ehepaar ins Vernichtungslager Auschwitz. Dort starb Emma Gross am 19. September 1942. Ihr Mann Adolf war bereits im Mai 1942 verstorben. Quelle: Lauritsch Andrea: Juden in Wolfsberg. Nationalsozialistische Judenverfolgung am Beispiel Wolfsbergs. Kulturamt der Stadtgemeinde Wolfsberg, 2000.

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Popper-




NS-Euthanasie



Günther Rudolf Gross wurde am 6. Februar 1919 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen von der Anstalt der Hephata in Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 zum Tod verurteilte Leiter der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Günther Rudolf Gross wurde bereits elf Tage nach seiner Ankunft am 31. Mai 1943 ermordet. Begraben wurde er im Gräberfeld I im Friedhof Annabichl in einem Armengrab, das in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt wurde. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Grohs-




Jüdische Opfer - KZ



Adolf Gross, geboren 1885 in Ungarn, gestorben am 31.05.1942 im KZ Auschwitz (Polen). Adolf Gross wurde 1885 in Ungarn geboren und siedelte sich 1910 mit seiner Frau in Wolfsberg an. Das Paar hatte zwei Töchter und betrieb eine Gemischtwarenhandlung, zuerst in der Sporergasse und ab 1930 in der Wiener Straße. Unmittelbar nach dem „Anschluss“ an den Nationalsozialismus im März 1938 wurde Adolf Gross´ Geschäft arisiert. Im Herbst 1938 flüchtete die Familie nach Wien und von dort weiter in die Tschechoslowakei. Adolf Gross und seine Frau konnten ihr Leben dennoch nicht retten: Die Nationalsozialisten deportierten das Ehepaar ins Vernichtungslager Auschwitz. Dort starb Adolf Gross am 31. Mai 1942, seine Frau Emma wenige Monate später. Quelle: Lauritsch Andrea: Juden in Wolfsberg. Nationalsozialistische Judenverfolgung am Beispiel Wolfsbergs. Kulturamt der Stadtgemeinde Wolfsberg, 2000.

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Gerold Groutars wurde am 8. Jänner 1936 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen von der Anstalt der Hephata in Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 zum Tod verurteilte Leiter der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im sogenannten "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige "zu beseitigen", um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Gerold Groutars war der Sohn eines Gärtners und wurde erst im Herbst des darauffolgenden Jahres am 12. September 1944 von der Oberpflegerin Ottilie Schellander ermordet. Eine Pflegerin, die die Aufgabe hatte in der eigens eingerichteten Tötungskammer die Wäsche zu wechseln, sagte 1946 vor dem Gericht, er gehörte zum "Rest von dem Transport der 40 Buben" aus Mönchengladbach. Begraben wurde er im Gräberfeld XV, Reihe 14 im Friedhof Annabichl in einem Armengrab, das in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt wurde. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Grontas, Groutas, Grauters-




Kärntner SlowenInnenFrauen explizit erwähnt



Katarina Grubelnik, geboren am 27.02.1875 in Lobnig/Lobnik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 09.07.1945 in Rebdorf bei Marienstein. Katarina Grubelnik wurde am 27. Feber 1875 in Lobnig/Lobnik als Tochter des vlg. Vrbnikbauern Lukas Piskernik und Katarina Mubi geboren. Sie heiratete am 3. Juli 1900 den Platzmeister Jakob Grubelnik, welcher 1928 verstarb. Ihre Tochter Marija arbeitete seit 1921 als Lehrerin in Jugoslawien und ihr Sohn Franz, der Bürgerschullehrer war, verstarb 1940 mit 35 Jahren. Katarina Grubelnik lebte allein und wurde mit 67 Jahren zwangsweise nach Rehnitz bei Glasow (Polen) ausgesiedelt. Nach Auflösung des Ausgesiedeltenlagers Rehnitz im Spätsommer 1942 brachte man sie ins Lager Frauenaurach und am 8. September 1944 nach Eichstätt. Wie alle zwangsweise Ausgesiedelten musste sie nach Kriegsende auf die Erlaubnis zur Heimreise warten. Den Heimtransport erlebte sie jedoch nicht mehr. Sie starb am 9. Juli 1945 in Rebdorf. Katarina Grubelnik ertrank bei einem epileptischen Anfall und wurde am Friedhof Eichstätt begraben. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 138 f.

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PiskernikKati, Grubelnig-




NS-Euthanasie



Bruno Grubhofer, geboren 1902, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Bruno Grubhofer wurde im Februar 1936 wegen seiner Epilepsie in das Krankenhaus in Klagenfurt eingewiesen und im Rahmen der „T-4 Aktion“ im Sommer 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/grubhofer-bruno/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Julie Grutzi, geboren 1910, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Julie Grutzi wurde im Mai 1938 mit der Diagnose Schizophrenie in die Psychiatrie des Gaukrankenhauses Klagenfurt eingeliefert und im Rahmen der „T-4 Aktion“ im August 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/grutzi-julie/>.

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NS-Euthanasie



Johann Gräfitsch, geboren 1890, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Johann Gräfisch, ein pensionierter Bahnbeamter, wurde Ende Dezember 1936 mit der Diagnose „Dementia paralytica“ in die Psychiatrie des Gaukrankenhauses Klagenfurt eingeliefert und von dort im Rahmen der „T-4 Aktion“ im Sommer 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/grafitsch-johann/>.

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NS-Euthanasie



Helmut (Ritter von) Gröller wurde am 11. Jänner 1911 als Sohn eines geadelten k.k. Linienschiffskapitäns im österreichisch-ungarischen Kriegshafen Pola (heute Pula in Kroatien) geboren. Es gibt Hinweise, dass Helmut Gröller am Beginn der 1920er Jahr am Wiener Steinhof war und von dort nach Klagenfurt (ins Maria Josefinumsheim?) gekommen ist. Anfang 1941 wurde er im Siechenhaus des Klagenfurter Gaukrankenhauses aufgenommen und am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Schriftliche Mitteilung Harald D. Gröller an Helge Stromberger am 23.03.2022. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff.).

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KZ Opfer



Johann Gukorski, geboren am 19.04.1919 in Trolagi (Polen), gestorben am 03.01.1944 im KZ Loibl. Johann (Jan) Gukorski wurde am 19.4.1919 in Trolagi, Polen, geboren. Er wurde im KZ Mauthausen mit der Nummer 25064 registriert. Nach seiner Verlegung in die Konzentrationslager am Loibl-Pass wurde er dort bei einem angeblichen Fluchtversuch am 3. Jänner 1944 erschossen. Fluchtversuche von Häftlingen wurden häufig als Vorwand benutzt, um Häftlinge grundlos zu erschießen. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 241.

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Jan-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Elise Guntermann wurde um das Jahr 1913 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Elise Guntermann war nicht verheiratet und wurde am 22. Oktober 1943 im Alter von 30 Jahren ermordet. Ihr Leichnam wurde vom Gaukrankenhaus an die städtische Friedhofsverwaltung überstellt und in einem Armengrab in Annabichl, Feld I, Reihe 16 beigesetzt. Ihr Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und später mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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NS-Euthanasie



Johann Gypser, geboren am 08.02.1884 in Sattendorf, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Johann Gypser war Eisenbahner und mit Maria Schweinzer verheiratet. Er hatte zwei Kinder, die jedoch kurz nach der Geburt an Krankheiten verstorben sind. Johann Gypser befand sich immer wieder in psychiatrischer Behandlung. Im Mai 1939 wurde er von seinem Schwager in die Psychiatrie im Gaukrankenhaus in Klagenfurt gebracht. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde er im Juni 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/gypser-johann/>.

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Religiöser Widerstand



Hermann Göschler, geboren am 20.2.1915, gestorben am 1.12.1939. Hermann Göschler wuchs in der Gemeinde Liebenfels auf einem Bauernhof auf. Er war gelernter Sattler und Tapezierer. Mitte der 1930er Jahre lernte er die Bauerntochter Mathilde Pirker kennen, 1936 kam ihr gemeinsamer Sohn Josef zur Welt. Zur selben Zeit trat Hermann Göschler aus der Kirche aus und wandte sich den Zeugen Jehovas zu. Schon zur Zeit des Austrofaschismus war er inhaftiert, da er den Wehrdienst aus religiösen Gründen ablehnte. 1939 wurde er erneut verhaftet und brutal misshandelt. Gemeinsam mit anderen Zeugen Jehovas wurde er in Deutschland zum Tode verurteilt und am 1. Dezember 1939 hingerichtet. Quelle: Malle, Gerti: Jehovas Zeugen in Österreich. Widerstand und Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus. Verlagshaus Hernals, Wien, 2025. S. 234–236.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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Opfer der NS Justiz



Richard Götzinger, geboren am 24.03.1902, gestorben am 30.06.1942 in Wien. Weitere Details über Richard Götzinger sind nicht bekannt.

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H

NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Elfriede Haas wurde am 18. Jänner 1920 in Wien geboren. Sie ist am 8. Mai 1939 ins "Siechenhaus" des Gaukrankenhauses in Klagenfurt eingetreten und wurde am 25. August 1940 in einem Tötungstransport mit 38 Frauen und Mädchen aus dem "Siechenhaus" und mindestens 213 Frauen aus der Klagenfurter Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009).

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Mihael Haberc, geboren am 17.09.1891 in Koprein Sonnseite/Koprivna, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 10.03.1945 im KZ Mauthausen. Miha Haberc wurde am 17. September in Koprein Sonnseite/Koprivna als lediger Sohn der vlg. Čemer-Tochter Agnes Haberc geboren. Er heiratete 1928 Angela Pečnik und zog mit ihr zwei Kinder groß. Mihael Haberc stamme aus einer slowenisch bewussten Familie, welche sich während der Grenzziehungskonflikte und dem Plebiszit von 1920 für den Anschluss an Jugoslawien engagiert hatte. So engagierte sich Mihael Haberc auch für den Widerstand und unterstützte die Partisanenbewegung. Am 12. Oktober 1943 wurde er im Zuge der großen Verhaftungswelle festgenommen und nach einem Aufenthalt im Gestapogefängnis Klagenfurt am 13. November 1943 als „Schutzhäftling“ ins KZ Dachau eingewiesen. Am 17. August 1944 wurde er ins KZ Mauthausen überstellt. Von dort kam er ins Außenlager St. Valentin und war auch im Außenlager Gusen. Am 4. Feber 1945 wurde er von St. Valentin ins KZ Mauthausen rücküberstellt. Im dortigen Totenbuch ist vermerkt, dass Mihael Haberc am 10. März 1945 an „Bronchopneumenie“ verstorben sei. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 214 f.

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Miha, Michael, Haberz, Haberg, Gaberz, Bozič-




NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Viktor Haberl wurde am 18 Juni 1922 in Brückl, Bezirk St. Veit a. d. Glan in Kärnten geboren. Er ist im Alter von 8 Jahren im November 1930 ins "Siechenhaus" des Landeskrankenhauses Klagenfurt aufgenommen worden (ab 1938 Gaukrankenhaus.) VIKTOR wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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KZ Opfer



Hans Hackl, geboren am 26.07.1908 in Villach, gestorben am 24.02.1943 im KZ Auschwitz (Polen). Hans Hackl, ein gebürtiger Villacher, wurde am 11.07.1941, mit dem Grund „Arbeitszwang“, in das KZ Dachau transportiert. Der ehemalige Holzhändler hinterließ bei seinem Tod im Februar 1943 zwei Kinder Johann und Maximilian. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/hackl-hans/>.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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NS-Euthanasie



Rudolf Hader, geboren am 30.08.1909 in Möllbrücke, gestorben im Jänner 1942 im Schloss Hartheim. Rudolf Hader wurde am 30. August 1909 in Möllbrücke geboren. Am 15. Juni 1940 wurde er in das KZ Dachau mit dem Haftgrund „polizeiliche Sicherungsverwahrung“ eingeliefert. Die Art der Haft weißt aber darauf hin, dass Rudolf Hader nicht als politisch Verfolgter, sondern als in der NS-Sprache sogenannter „Asozialer“ oder „Berufsverbrecher“ nach Dachau deportiert wurde. Am 4. September 1940 wurde er von Dachau in das KZ Sachsenhausen transportiert und am 30. September weiter in das KZ Neuengamme. Von dort deportierte ihn die SS am 29. April 1941 zurück ins KZ Dachau. Am 22. Jänner 1942 stellte die SS einen „Invalidentransport“ in die Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim zusammen. Dort wurde Rudolf Hader in der Gaskammer erstickt. Quelle: Homepage des Vereins aegide – NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/55/Rudolf_Hader/>.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähnt



Marija Haderlap, geboren am 15.09.1890 in Eisenkappel/Železna Kapla, vermisst im KZ Ravensbrück. Marija Haderlap wurde am 15. September 1890 in Eisenkappel/ Železna Kapla als Tochter des vlg. Bolterl-Keuschlers Franz Haderlap und dessen Frau Marija Roblek geboren. Franz Haderlap war Organist und Kantor in Eisenkappel. Am 20. September 1944 wurde Marija Haderlap gemeinsam mit drei weiteren Personen verhaftet. Zuvor waren in Eisenkappel immer wieder Flugblätter der Partisanen verstreut worden. Bei einer Hausdurchsuchung wurden im Wasserschiff ihres Herdes „verbotene Schriften“ gefunden. Sie wurde ins KZ Ravensbrück eingewiesen. Nach dem Krieg wurde ihr Todestag von den Behörden mit 30. September 1945 festgelegt, denn im September 1945 waren die letzten Kärntner Sloweninnen zurückgekehrt, die im KZ Ravensbrück interniert gewesen waren. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 295.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Maria, Haderlapp-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Aegidius Hafner, geboren am 31.08.1903 am Rabenberg/Šentjanške Rute, St. Johann im Rosental/Šentjanž v Rožu, gestorben am 10.11.1944 am Rabenberg/Šentjanške Rute. Aegidius Hafner wurde am 31. August 1903 beim vlg. Lapuš als Sohn des Besitzerpaares Mathäus Hafner und Apollonia Krasnik geboren. Aegidius Hafner übernahm den elterlichen Hof. Er heiratete Juliana Malle aus Hundsdorf/Podsinja vas. In zweiter Ehe war er mit Antonia Obiltschnig verheiratet. Aus beiden Ehen hatte er Kinder. Sehr früh unterstützte Aegidius Hafner die Widerstandsbewegung. Im Sommer 1944 schloss er sich den kämpfenden Partisanen an, welche er bisher aus der Legalität unterstützt hatte, um der Einberufung zur Wehrmacht zu entgehen. Bei dem Überfall auf den Bunker am Rabensberg, welcher sich in der Nähe seines Hofes befand, wurde Aegidius Hafner am 10. November 1944 von einer SS-Polizeistreife erschossen. Am 1. Dezember 1944 wurden seine Frau Antonia und seine älteste Tochter Juliana festgenommen und in ein Lager nach Rettenbach bei Regensburg deportiert. Die jüngeren Kinder blieben allein zurück. Während ihrer Abwesenheit wurde das Haus völlig ausgeraubt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 447.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Egidij, Gidej, Egyd-




Kärntner SlowenInnenFrauen explizit erwähnt



Franciska Hallegger, geboren am 15.09.1885 in Srajach, gestorben am 29.04.1943 im Lager Schwarzenberg (Deutschland). Die gesamte Familie Hallegger wurde im April 1942 verhaftet und in das Lager Schwarzenberg deportiert, weil sie der slowenischen Minderheit angehörten. Franziska Hallegger starb ein Jahr später in diesem Lager. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/hallenser-halikar-franciska/>.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Halekar; Halleger-




KZ OpferJugendliche explizit erwähnt



Andrzej Haluszka, geboren am 22.11.1922 in Widosza (Polen), gestorben am 15.09.1943 im KZ Loibl. Andrzej (Jan) Haluszka, geboren am 22.11.1922 in Widosza, wurde im KZ Mauthausen als Pole mit der Nummer 34158 registriert und später in die Konzentrationslager am Loibl verlegt. Dort wurde er am 15.9.1943 erschossen. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 236.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Jan-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Christine Hanschitz wurde am 22. Juli 1898 in der Gemeinde St. Andrä, Bezirk Wolfsberg, geboren. Meldeamtlich erfasst wurde ihr Eintritt ins "Siechenhaus" des Klagenfurter Gaukrankenhauses am 22. August 1936. Vier Jahre später wurde sie mit einem Tötungstransport mit 38 Frauen und Mädchen aus dem "Siechenhaus" und mindestens 213 Frauen aus der Psychiatrie des Gaukrankenhauses am 25. August 1940 in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend im Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Freidl, Wolfgang (Hg.): NS-Psychiatrie in Klagenfurt. Facultas Verlag. Wien 2016).

Verbundene Erinnerungsorte

Basisinformation

MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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NS-Euthanasie



Josef Hassler, geboren am 14.05.1908 in Irschen, gestorben im März 1941 im Schloss Hartheim. Josef Hassler wurde am 14.05.1908 in Irschen als Sohn eines Bauerns geboren und arbeitete bis zu seinem 20. Lebensjahr am elterlichen Bauernhof. Offenbar litt er unter schweren Schlafstörungen, Nervosität und Angstattacken. Am 13.08.1928 wurde er in die Landesheil- und Pflegeanstalt in Hall in Tirol eingewiesen und mit der Diagnose "Schizophrenie" in Pflege genommen. Nach drei Monaten wurde er wieder nach Hause entlassen, bevor er im Juni 1937 in die "Irrenanstalt" Klagenfurt gebracht wurde. Als Grund dafür wurde genannt, dass er seit mehreren Jahren fast nichts mehr arbeite, gleichgültig herumsitze, verwirrt sei und die Hausleute bedrohe. Seine Familie übernahm ihn im Oktober wieder in häusliche Pflege und die Verpflichtung, für ihn zu sorgen und auf ihn aufzupassen, unterzeichnete sein Bruder. Im April 1939 kam es zur dritten Aufnahme in die "Irrenanstalt", nachdem sich sein Zustand offenbar verschlechtert hatte. Dr. Niedermoser, der nach Ende des Nationalsozialismus zum Tode verurteilt wurde, beschrieb in seinen Aufzeichnungen, dass Josef in der "Irrenanstalt" geistig immer mehr verfiel. Am 27. Jänner 1940 musterte ihn die Wehrmacht aus. Bis zum Ende des Jahres 1940 besuchten ihn sein Bruder und eine bekannte Frau regelmäßig, eine Entlassung kam aber für die Anstaltsleitung nicht in Frage. Der letzte Eintrag in seine Krankengeschichte war am 24. März 1941 und lautete: "Nach Niedernhart überstellt", was so viel beudeutete wie: in den Gaskammern der Vernichtungsanstalt Hartheim ermordet. Quelle: Homepage des Vereins aegide, NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/22/Josef_Hassler/>.

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Politischer Widerstand



Johann Hassler, geboren am 09.08.1922 in Dellach, gestorben am 30.05.1945 in Oberaudorf. Johann Hassler lebte und arbeitete in der elterlichen Landwirtschaft in Grientschnig bei Dellach. Seinen Geschwistern zufolge war er ein blasser und kränklicher Bursche, was auch der Grund dafür gewesen sein sollte, dass er nicht zur Wehrmacht eingezogen wurde. Johann Hasslers zwei Jahre älterer Bruder Stefan Hassler war Wehrmachtsdeserteur und SOE-Mitarbeiter. Britische Dokumente enthalten Hinweise, dass auch Johann Hassler, wie sein Bruder Stefan, in Oberkärnten und Osttirol Kurierdienste für den britischen Geheimdienst SOE zwischen Pirkach und dem Villgratental geleistet hat. Johann Hasslers Bruder Stefan führte drei Deserteure ins Obere Drautal, wo sie zunächst am elterlichen Hof in Dellach/Drau unterkamen. Am 2. November 1944 überfielen vier Deserteure und Widerstandskämpfer in Partisanenmanier den Hof eines regional bekannten Nationalsozialisten in Eben bei Greifenburg. Einer der Deserteure wurde festgenommen. Seine Angaben im Verhör führten zur Identifizierung Stefan Hasslers. Johann Hassler war an diesem Partisanenüberfall nicht beteiligt, wurde dennoch gemeinsam mit seinen Eltern Ludwig und Stefanie Hassler zwei Tage später von der Dellacher Gendarmerie verhaftet. Hinweise auf eine Beteiligung am Überfall hatte die zweimalige Untersuchung des Hofes nicht erbracht. Die Gründe für die Festnahmen waren „Hoch- und Landesverrat und Teilnahme am Raub“. Johann Hassler und seine Eltern wurde per Bahn nach Spittal zur Übergabe an die Gestapo gebracht. Am Bahnhof Spittal gelang Johann Hassler die Flucht, er wusste aber offenbar keinen anderen Zufluchtsort und kehrte in die Nähe seines 35 Kilometer entfernten Elternhauses zurück. Dort wurde er am nächsten Tag in der Ortschaft Weinberg, einige hundert Meter oberhalb seines Elternhauses, entdeckt, neuerlich nach Spittal gebracht und der Gestapo ausgeliefert. Ein Gerichtsverfahren wegen krimineller Tatbestände gab es nicht. Er wurde gemeinsam mit seinem Vater in einem Häftlingstransport in das KZ Dachau deportiert. Die SS führte ihn in der Kategorie „Schutzhaft“. Aufzeichnungen des Archivs der KZ-Gedenkstätte Dachau zeigen, dass Johann Hassler die Befreiung durch die US-Armee im Außenlager Rosenheim erlebt hatte. Die Haftbedingungen hatten ihm aber derart zugesetzt, dass er die Befreiung nicht lange überlebte. Einen Monat später, am 30. Mai 1945, starb er im Krankenhaus Oberaudorf an den unmittelbaren Folgen der Haft. Quelle: Homepage des Vereins aegide – NS-Opfer im Oberen Drautal: < http://www.aegide.at/de/42/Johann_Hassler/>.

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Politischer Widerstand



Ludwig Hassler, geboren am 25.08.1892 in Dellach, gestorben am 29.04.1945 im KZ Dachau. Ludwig Hassler wurde am 25. August 1892 in Dellach geboren und lebte mit seiner Frau Stefanie und sieben seiner acht Kinder in der Ortschaft Grietschnig am Südhang der Kreuzeckgruppe zwischen Dellach und Berg im Drautal. Er war Arbeiter, Holzhacker und hatte eine kleine Landwirtschaft. Nach dem Partisanenüberfall von Eben am 2. November 1944, an dem sein Sohn Stefan Hassler beteiligt war, wurde er gemeinsam mit seiner Frau und seinem Sohn Johann Hassler von der Gendarmerie festgenommen. Zwei Hausdurchsuchungen brachten keine Hinweise auf eine Beteiligung am Partisanenüberfall, als Gründe für die Festnahme wurden aber „Hoch- und Landesverrat und Teilnahme am Raub“ angegeben. Ludwig, Stefanie und Johann Hassler wurden mit der Bahn nach Spittal gebracht und der Gestapo übergeben. Es gab gegen sie keine polizeilichen Untersuchungen und keine Gerichtsverhandlung. Nach zweimonatiger Gestapo-Haft in Spittal wurde Ludwig Hassler gemeinsam mit seinem Sohn Johann in das KZ Dachau gebracht. Ludwig wurde als „Schutzhäftling“ kategorisiert, also als politischer Gefangener. Am 29. April 1945 starb Ludwig Hassler an den Folgen seiner Haft. Ob er im Stammlager des KZ Dachau oder in einem der mehr als hundert Außenlager starb, ist nicht ersichtlich. Quelle: Homepage des Vereins aegide – NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/48/Ludwig_Hassler/>.

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Soldaten - Deserteure



Stefan Hassler, geboren am 02.09.1919 in Dellach, gestorben am 11.11.1944 in Dellach. Stefan Hassler wurde am 2. September 1919 in Dellach geboren. Der Arbeiter verlor in seiner Kindheit ein Auge, weshalb er von einem markanten Aussehen geprägt war. Er desertierte im Frühsommer 1944 während seines Heimaturlaubes aus der Wehrmacht. Nach seiner Desertion suchte er Zuflucht bei den friulanischen Partisanen in der Carnia südlich des Plöckenpasses. Im Juli 1944 wurde er als Kurier und Wegführer für eine Mission zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus von der SOE rekrutiert. Nach der Desertion wurde Hassler von der Wehrmacht wegen Fahnenflucht zur Ermittlung und Festnahme ausgeschrieben. Im Sommer 1944 überquerte er mehrmals die Grenze zum heutigen Österreich und fungierte dabei als Wegführer und Kurier für den Tiroler Widerstandskämpfer und SOE-Mitarbeiter Hubert Mayr. Auf einem seiner Wege im Dienste des Widerstands wurde Stefan Hassler am 6. Oktober 1944 in einem Wald bei Oberdrauburg von einem Gendarmeriemeister angeschossen. Ihm gelang aber die Flucht. Nach seiner Genesung führte er wieder Deserteure und SOE-Mitarbeiter ins Obere Drautal. Stefan Hassler brachte sie zunächst am elterlichen Hof in Dellach/Drau unter. Am 2. November 1944 überfielen vier Deserteure und Widerstandskämpfer in Partisanenmanier den Hof eines regional bekannten Nationalsozialisten in Eben bei Greifenburg. Noch in der Nacht begann die Verfolgung der Gruppe und zwei der Deserteure wurden gestellt. Einer der beiden wurde erschossen, der andere verwundet festgenommen. Seine Angaben im Verhör führten zur Identifizierung Stefan Hasslers. Seine Eltern Ludwig und Stefanie sowie seine Brüder Johann und Ludwig jun. wurden von der Gendarmerie an den beiden folgenden Tagen festgenommen und der Gestapo übergeben. Sie wurden schlussendlich in verschiedene KZ deportiert. Die Jagd auf Stefan Hassler dauerte bis 11. November 1944. An dem Tag überwältigte ein Suchtrupp Stefan Hassler in einem Graben bei Dellach im Schlaf und brachte ihn ins Ortszentrum, wo er noch einmal versuchte zu flüchten. Er riss sich los und rannte mit verbundenen Händen die Dorfstraße hinunter. Der Wehrmachtssoldat schoss ihm jedoch nach und tötete ihn mit zwei Schüssen in den Rücken. Auf Anweisung der NSDAP-Ortsgruppe Dellach wurde zwei Tage später in der Nähe der Leichenhalle ein Stück Wiese aufgerissen, ein Loch gegraben und die Leiche Stefan Hasslers ohne Sarg hineingeworfen und verscharrt. Auch in den Matriken der Pfarre Dellach findet sich keine Eintragung zum Tod von Stefan Hassler. Quelle: Homepage des Vereins aegide – NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/58/Stefan_Hassler/>.

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Jüdische Opfer - KZFrauen explizit erwähnt



Marie Hauser, geboren 19.02.1884, gestorben 23.01.1943 im KZ Auschwitz (Polen). Marie Hauser kam in Golta, Ukraine, zur Welt. Sie lebte mit ihrem Ehemann, dem Rabbiner Ignaz Hauser in Klagenfurt, wo sie als Zahnärztin am Alten Platz 6 ordinierte. Das Paar hatte zwei Söhne. Nach dem „Anschluss“ an den Nationalsozialismus gelang ihrem Mann Ignaz mit dem älteren Sohn die Flucht in die USA, der jüngere Sohn gelangte nach Palästina. Marie Hauser konnte keine Ausreisemöglichkeit finden: Sie wurde am 10. September 1942 ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert und später ins Vernichtungslager Auschwitz verlegt. Dort wurde sie am 23. Jänner 1943 ermordet. Quellen: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 35.

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Als Jude oder Jüdin verfolgt (Archiv der Namen)Jugendliche explizit erwähnt



Friedrich Hauser, geboren 24.01.1923 in Mistelbach, gestorben k.A. in Israel. Friedrich Hauser wurde am 24. Jänner 1923 im niederösterreichischen Mistelbach geboren. Sein Vater Ignaz Hauser trat die Stelle als Rabbiner der neu gegründeten jüdischen Kultusgemeinde Kärnten an und die Familie übersiedelte nach Klagenfurt. Seine Mutter Marie Hauser eröffnete eine Zahnarztpraxis am Alten Platz 6, in diesem Haus lebte die Familie auch. Friedrich besuchte im Schuljahr 1937/38 die Klagenfurter Handelsakademie, die er am 31. März 1938 als Jude verlassen musste. Friedrich konnte mit der Jugend-Alijah alleine nach Israel flüchten. Dort verbrachte er sein weiteres Leben und wurde ein erfolgreicher Musiker. Sein Vater Ignaz Hauser flüchtete mit Friedrichs älterem Bruder in die USA. Die Mutter, Marie Hauser, blieb in Wien zurück und wurde 1942 ins KZ Theresienstadt deportiert und am 23. Jänner 1943 im Vernichtungslager Auschwitz ermordet. Quelle: Projektdokumentation „Jüdische SchülerInnen der HAK Klagenfurt“, 2009 (Lehrer Gernot Haupt).

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Jüdische Opfer - KZ



Ludwig Severin Hausmann, geboren am 10.10.1916 in Villach, gestorben am 30.10.1944 im KZ Mauthausen. Ludwig Severin Hausmann, ein gebürtiger Villacher, wurde aufgrund seiner jüdischen Herkunft zunächst in das KZ Plaszow in Polen deportiert. Von dort aus wurde er im August 1944 in das KZ Mauthausen gebracht und in weiterer Folge in das Außenlager bei Melk. Dort wurde er zur Rüstungsproduktion bei der Steyr Daimler Puch AG herangezogen. Die Arbeiter mussten einen unterirdischen Stollen anlegen. Im Außenlager Melk starben von April 1944 bis April 1945 über 5000 Häftlinge, unter ihnen auch Ludwig Severin Hausmann, der Ende Oktober 1944 ums Leben kam. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/hausmann-ludwig-severin/>.

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Kärntner SlowenInnenFrauen explizit erwähnt



Marija Heber, geboren am 07.06.1882, gestorben k.A. im Lager Hesselberg. Die Kärntner Slowenin Marija Heber wurde im April 1942 in das Sammellager in Klagenfurt gebracht. Von dort aus deportierte man sie ins Lager Hesselberg. Ihr Schicksal ist unbekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/heber-marija/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Martha Heck wurde um das Jahr 1924 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Martha Heck war die Tochter eines Landwirtes und wurde am 12. September 1943 im Alter von 19 Jahren von "Schwester" Ottilie Schellander ermordet. Ihr Leichnam wurde vom Gaukrankenhaus an die städtische Friedhofsverwaltung überstellt und in einem Armengrab in Annabichl, Feld I, Reihe 26 beigesetzt. Das Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und später mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Hegg-




NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Karl Heinz Heisters wurde am 14. April 1929 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in KLagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 zum Tod verurteilte Leiter der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige "zu beseitigen", um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Karl Heinz Heisters war der Sohn eines Arbeiter und wurde am 26. Juli 1944 von "Schwester" Ottilie Schellander ermordet. Begraben wurde er im Gräberfeld XV, 10. Reihe im Friedhof Annabichl in einem Armengrab, das in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt wurde. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Urteil. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Johann Held, geboren am 09.03.1940 in Wien, gestorben 16.11.1941 im KZ Lackenbach. Johann Held wurde als Kleinkind mit seiner Mutter Ende Oktober 1941 in das „Zigeunerlager“ Lackenbach deportiert. Dort kam er im November 1941 ums Leben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/held-johann/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraFrauen explizit erwähnt



Katharina Held, geboren am 25.11.1871 in St. Oswald/ Maria Elend, gestorben k.A.. Als Teil der Volksgruppe der Sinti wurde Katharina Held im April 1941 verhaftet und in das Zigeuneranhaltelager Weyer/ St.Pantaleon in Oberösterreich deportiert. Im November 1941 wurde das Lager aufgelöst und die 301 Häftlinge ins Lager Lackenbach gebracht. Von dort aus erfolgte die Deportation in das Ghetto Lodz/Litzmannstadt. 1942 kamen alle Überlebenden des Ghettos in das Vernichtungslager Chelmo/Kulmhof, wo sie in einem eigens dafür manipulierten Kastenwagen durch Abgase erstickt wurden. Das Todesdatum von Katharina Held ist nicht bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/held-katharina/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraJugendliche explizit erwähnt



Rudolf Held, geboren am 16.02.1939 in St. Egyden, gestorben k.A.. Als Teil der Volksgruppe der Sinti wurde Rudolf Held im April 1941 verhaftet und in das Zigeuneranhaltelager Weyer/ St.Pantaleon in Oberösterreich deportiert. Im November 1941 wurde das Lager aufgelöst und die 301 Häftlinge ins Lager Lackenbach gebracht. Von dort aus erfolgte die Deportation in das Ghetto Lodz/Litzmannstadt. 1942 kamen alle Überlebenden des Ghettos in das Vernichtungslager Chelmo/Kulmhof, wo sie in einem eigens dafür manipulierten Kastenwagen durch Abgase erstickt wurden. Das Todesdatum von Rudolf Held ist nicht bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/held-rudolf/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Therese Held, geboren am 03.08.1934 in Maria Elend, gestorben am 19.11.1943 im KZ Auschwitz (Polen). Als Teil der Volksgruppe der Sinti wurde Therese Held im April 1941 verhaftet und in das KZ Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort kam sie im November 1943 ums Leben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/held-therese/>.

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NS-Euthanasie



Karl Herke wurde am 4. November 1888 in Goding in Kärnten geboren. Am 5. Mai 1941 ist er in das "Siechenhaus" (Geriatrie) des Klagenfurter Gaukrankenhauses eingetreten. Nur zwei Monate danach wurde er am 7. Juli d. J. mit einem Tötungstransport mit 111 weiteren Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhardt nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Bundesarchiv Berlin, R179. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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Hertin-




NS-Euthanasie



Ludwig Heuss, geboren am 26.03.1905 in Cilli/Celje (Slowenien), gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Ludwig Heuss wurde in Cilli/Celje geboren, nach dem Ersten Weltkrieg zog seine Familie nach Villach und eröffnete eine Buchhandlung. Da er mit einer geistigen Behinderung geboren wurde, kam er in ein Pflegeheim und anschließend in das Gaukrankenhaus in Klagenfurt. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde er im März 1941 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Seine Urne wurde am Villacher Zentralfriedhof Ende Mai 1941 beigesetzt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/heuss-ludwig/>.

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NS-Euthanasie



Ludwig Heuss wurde am 26. Februar 1903 in Cilli, heute Celje in der Republik Slowenien, geboren. Er war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt, in die er bereits vor 1938 eingetreten ist. Ludwig Heuss wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. Wenig später erhielten seine Angehörigen ein von den Mitarbeiterinnen der Tötungsanstalt sorgfältig formuliertes Schreiben, dass er "in Hartheim an Sepsis" plötzlich verstorben ist und wegen Seuchengefahr gleich eingeäschert werden mußte. Die Angehörigen wurden auch gefragt, ob sie die Zustellung seiner Urne wünschen, was diese in einem Rückschreiben bejahten. Daraufhin wurde am Zentralfriedhof Villach am 25. Mai 1941 eine Urne mit der Asche von unbekannt welchen Menschen, die in Hartheim ermordet wurden, kirchlich beigesetzt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Archiv der Diözese Gurk, Friedhofswesen, Karton 1. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Gertrude Hillen wurde um das Jahr 1918 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Gertrude Hillen entstammte dem Arbeitermilieu, war unverheiratet und wurde am 28. Juli 1943 im Alter von 25 Jahren ermordet. Ihr Leichnam wurde vom Gaukrankenhaus an die städtische Friedhofsverwaltung überstellt und in einem Armengrab im Friedhof Annabichl, Feld I, Reihe 25 beigesetzt. Das Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und später mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Elise Hinteregger, geboren 1910, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Elise Hinteregger wurde im April 1941 in das Villacher Siechenhaus eingeliefert, weil sie an Epilepsie litt. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde sie im Juli 1941 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/hinteregger-elise/>.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Anna Hintermann, geboren am 23.05.1897 in Wien, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Anna Hintermann wurde im November 1933 mit der Diagnose Schizophrenie in die Psychiatrie des Landeskrankenhauses in Klagenfurt eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde sie im August 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Ihre Urne wurde am Villacher Zentralfriedhof Ende Oktober 1940 beigesetzt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/hintermann-anna/>.

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Anton Hobel, geboren am 20.01.1927 in Pogerschitzen, gestorben am 26.11.1944 in Mallestig. Anton Hobel hatte sich wie seine Brüder den Partisanen angeschlossen. Bei einem Gefecht mit deutschen Einheiten wurde er schwer verletzt. Die deutschen Soldaten konnten das Versteck, in dem er versorgt wurde, ausfindig machen und ihn ermorden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/hobel-anton-2/>.

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Tonej-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Franc Hobel, geboren am 28.04.1914 in Pogerschitzen/Pogereče, St. Veit im Jauntal/Šentvid v Podjuni, gestorben am 20.04.1944 in Lobnig/Lobnik. Franc Hobel jun. wurde als ältester Sohn von Franc Hobel und seiner ersten Frau Johanna Picej geboren. Im September 1943, unmittelbar nach der Geburt seiner Tochter, schloss sich Franc Hobel jun. aktiv den Partisanen an. Er war mit Fina Skrutel verheiratet, mit der er zwei kleine Kinder hatte. Im April 1944 wurde Franc Hobel bei einer bewaffneten Auseinandersetzung in Lobnig schwer verwundet und starb wenig später. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 333 f.

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Franz, Hobl-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Feliks Hobel, geboren am 21.08.1924 in Pogerschitzen/Pogerče, St. Veit im Jauntal/Šentvid v Podjuni, gestorben am 12.12.1944 in Techanting/Teharče. Feliks Hobel wurde am 21. August 1924 in Pogerschitzen/Pogerče als Sohn von Franc Hobel und Marija Mischitz geboren. Er arbeitete am elterlichen Hof vlg. Rojak. Im März 1944 schloss er sich den Partisanen an und erhielt den Partisanennamen Janko. Im Dezember 1944 fiel Feliks Hobel – Janko in der Nähe von Mallestig/Malošče. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 334.

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Felix, Hobl-




NS-Euthanasie



Hermann Hohenwarter wurde am 01.04.1904 in Kötschach-Mauten geboren, gestorben am 07.07.1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Hermann Hohenwarter wurde in Schwarzenbach/Črna in der heutigen Republik Slowenien geboren. Als der Student der Pharmazie am 30.12. 1928 in die psychiatrische Anstalt Klagenfurt eingeliefert wurde, wohnte er zwar in Annabichl bei Klagenfurt, als für ihn zuständige Gemeinde ist auf seinem Aufnahmeblatt jedoch Kötschach im Gailtal angegeben. Auch die Aufnahmebögen der psychiatrischen Abteilung Klagenfurt weisen einen Erich Hohenwarter auf, allerdings ohne Krankenakt. In der Krankengeschichte von Hermann Hohenwarter, die im Bundesarchiv in Berlin lagert, findet sich außerdem am 13.4.1941 ein Eintrag, dass sein Bruder Erich verstorben sei. Unter welchen Umständen dieser umkam, konnte jedoch nicht eruiert werden, jedenfalls finden sich zu Erich Hohenwarter keine Akten im zentralen „Euthanasie“-Bestand des Bundesarchivs Berlin. In den im „Niedermoser-Prozess“ erstellten Namenslisten mit „Euthanasie“-Opfern scheint ebenfalls kein Erich Hohenwarter auf. Dass er wie sein Bruder Opfer der NS-„Euthanasie“ wurde, kann allerdings trotzdem nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Hermann Hohenwarter war vor seiner Aufnahme 1928 bereits einmal aus der psychiatrischen Abteilung des Landes krankenhauses Klagenfurt als „gebessert“ entlassen worden. Für die Zeit zwischen Jänner 1940 und Juli 1941 sind etliche Besuche von Angehörigen, meistens der Mutter vermerkt. Dennoch wurde Hermann Hohenwarter am 7.7.1941 mit einem der letzten Vernichtungstransporte nach Niedernhart überführt und kurze Zeit später in Hartheim ermordet. Eine Urne mit dem Namen Hermann Hohenwarter ist laut Recherchen von Helge Stromberger am Klagenfurter Friedhof Annabichl beigesetzt. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 51f.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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NS-Euthanasie



Ottokar Holzer wurde am 27. September 1915 in Hirt, Bezirk St. Veit a.d. Glan in Kärnten geboren. Er hat bereits im November 1930 im "Siechenhaus" des Landeskrankenhauses Klagenfurt gelebt (ab 1938 Gaukrankenhaus). Ottokar Holzer wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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Kärntner SlowenInnenKZ Opfer



Janez Hornböck, geboren am 05.07.1878 in Hundsdorf/ Podsinja vas, St. Johann i. R./ Šentjanž v Rožu, gestorben am 06.08.1942 im KZ Dachau (Deutschland). Janez Hornböck wurde als Sohn von Mathias und Ursula Hornböck in der Gemeinde St. Johann im Rosenthal Šentjanž v Rožu am 5. Juli 1878 geboren. Nach dem Studienabschluss wurde Janez im Juli 1901 zum Priester geweiht. Nach dem Ersten Weltkrieg fiel seine Pfarre an Jugoslawien. Der Priester blieb dort ansässig und wurde 1937 Dekan. Als es im April 1941 zum Überfall auf Jugoslawien kommt, wird Janez inhaftiert, ins Klagenfurter Gestapo-Gefängnis gebracht und von dort aus ins KZ Dachau deportiert. Ein Jahr später, im August 1942, verstarb er laut offiziellen Angaben an Herz- und Kreislaufversagen. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 88.

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Johann-




NS-Euthanasie



Franz Horvath, geboren 1901, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Der Reichbahnbeamte Franz Horvath wurde Anfang Oktober 1938 mit der Diagnose Schizophrenie in die Psychiatrie des Landeskrankenhauses in Klagenfurt eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde er im Juni 1940 gemeinsam mit anderen Personen, nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/horvath-franz/>.

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Anzelm Hribar, geboren am 19.04.1870 in Trögern/Korte, Ebriach/Obirsko, gestorben am 10.02.1944 im KZ Lublin-Majdanek. Anzelm Hribar wurde am 19. April 1870 in Trögern/Korte, Ebriach/Obirsko als Sohn von Matevž und Marija Hribar geboren. Im Jahr 1900 übernahm Anzelm Hribar den großen Točajhof, der später zu einem Erbhof ernannt wurde. Im selben Jahr heiratete er auch Neža Smertnik, die aus Trögern stammte. Neža Smertnik verstarb jedoch bald und ließ ihn mit zwei kleinen Kindern zurück. 1903 heiratete er Elizabeta Karničar, die ihre Söhne Štefan und Vincenc mit in die Ehe brachte. Gemeinsam hatte das Ehepaar sechs weitere Kinder. Am 25. September 1943 wurde Anzelm Hribar verhaftet, vermutlich aufgrund einer Anzeige, wegen Unterstützung der Partisanen. Nach kurzem Aufenthalt im Klagenfurter Gestapogefängnis kam er am 30. November 1943 als „Schutzhäftling“ ins KZ Dachau. Ein Mithäftling erzählte später, dass Anzelm Hribar aufgrund seines Alters keinem Arbeitskommando zugewiesen wurde. Im Jänner 1944 kam er mit einem Transport „Arbeitsunfähiger und Invalider“ ins KZ Lublin-Majdanek. Von den NS-Behörden wurde Anzelm Hribars Tod mit dem 10. Feber 1944 festgelegt. Seine Witwe wurde erst mit 21. Juni 1944 über den Tod ihres Mannes von der Kommandantur des KZ-Lublin-Majdanek informiert. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 203 f.

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Anselm-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Jože Hribar, geboren am 07.02.1904 in Trögern/Korte, Ebriach/Obirsko, gestorben am 16.02.1944 im KZ Lublin-Majdanek. Jože Hribar wurde am 7. Feber 1904 in Trögern/Korte, Ebriach/Obirsko als Sohn von Anzelm Hribar und seiner Frau Elizabeta Karničar geboren. Er blieb ledig und lebte und arbeitete am vlg. Točaj-Hof seiner Eltern. Wie sein Vater wurde auch Jože Hribar im Herbst 1943, vermutlich nach einer Anzeige, verhaftet und am 15. November 1943 als „Schutzhäftling“ ins KZ Dachau deportiert. Gemeinsam mit seinem Vater wurde er Anfang Jänner 1944 in das KZ Lublin-Majdanek transferiert. Nach Angaben der NS-Behörden starb Jože Hribar am 16. Feber 1944. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 204 f.

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Jožef, Josef-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Rosa Hriber, geboren 1885, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Das Stubenmädchen Rosa Hriber wurde Anfang Dezember 1905 mit der Diagnose „Dementia paranoides“ in die Psychiatrie des Landeskrankenhauses in Klagenfurt eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ im Sommer 1940 wurde sie gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/hriber-rosa/>.

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Kärntner SlowenInnenKZ Opfer



Mathäus Hribernik, geboren am 24.08.1906 in Maria Elend, gestorben am 28.08.1942 im KZ Sachsenhausen. Mathäus Hribernik war beruflich als Korbflächter und Maurer tätig. Er wurde aus unbekannten Gründen im Oktober 1937 in die Strafanstalt Karlau eingeliefert. Von dort aus wurde er in das KZ Sachsenhause deportiert, wo er auch Ende August 1942 ums Leben kam. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/hribernik-mathaus/>.

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Matevž-




Kärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Rudi Hribernik, geboren k.A., gestorben 09.02.1945. Der minderjährige Rudi Hribernik war Teil einer Gruppe von Oberkrainer Partisanen, die unter der Arichwand bei Ledenitzen einen Bunker errichteten, um den Kärntner Widerstand zu unterstützen. In diesem Bunker befanden sich zeitweise 20 Personen, obwohl dieser nur für zehn geplant war. Die Aufgabe bestand nicht in Kampfhandlungen mit der Wehrmacht, sondern im Aufbau eines Kommunikationsnetzwerkes. Dieses Netzwerk reichte bis zu den Schüttpartisanen im Gailtal. Der Bunker wurde verraten und am 09.02.1945 von der Wehrmacht attackiert. Es wurden acht Partisanen erschossen, unter ihnen Rudi Hribernik. Die Leichname der Partisanen wurden von den Nazis auf der Straße zwischen St.Jakob und St.Peter im Rosental aufgestellt. Nach einer Woche wurden sie bei der Drau vergraben. Nach Kriegsende wurden die Leichname exhumiert und ehrenvoll in St.Jakob begraben. Ein steinerner Obelisk mit der Aufschrift „Partisanen gefallen im Kampf gegen den Faschismus“ in beiden Landessprachen erinnert an sie. Quellen: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 463.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Huber nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte bereits seit Jahren im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Am 25. August 1940 wurde sie in einem Tötungstransport mit mehr als 250 Frauen aus der psychiatrischen Abteilung und Frauen sowie Mädchen aus dem "Siechenhaus" in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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NS-Euthanasie



Ferdinand Huber wurde am 26.01.1887 in Passau/Deutschland geboren, gestorben am 29.06.1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Er war zumindest von 1916 bis 1918 in Hermagor als Kaplan tätig. In den Pfarrakten von Hermagor finden sich nach ihren Angaben auch Hinweise auf eine mögliche psychische Krankheit von Ferdinand Huber. Im Bundesarchiv Berlin gibt es unseren Nachforschungen zufolge jedoch keine Akten zu seiner Person. Laut den Recherchen von Helge Stromberger wurde er am 12.12.1919 in die Psychiatrie Klagenfurt gebracht und dann am 29.6.1940 nach Niedernhart überstellt. Seine Ermordung erfolgte einige Zeit später in der Tötungsanstalt Hartheim. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 53.

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Karl Heinz Huschbeck wurde am 18. Februar 1928 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 zum Tod verurteilte Leiter der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige "zu beseitigen", um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Karl Heinz Huschbeck litt an offener Tuberkulose und ist am 5. März 1944 entweder daran gestorben oder er wurde mit stark überdosierten Schlafmitteln gezielt ermordet. Begraben wurde der Jugendliche im Gräberfeld XV, 3. Reihe im Friedhof Annabichl in einem Armengrab. Es wurde in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Fri. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017edhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers).

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NS-Euthanasie



Johann Huss, geboren am 25.01.1878 in Arnoldstein, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Johann Huss, aus Arnoldstein stammender Gemeindearmer, wie er sich selbst bezeichnete, wurde vom Gaukrankenhaus Klagenfurt im Rahmen der „T-4 Aktion“ des Sommers 1940 nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/huss-johann/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Aloisia Hutter wurde am 9. Juli 1905 in Dellach im Gailtal in Kärnten geboren. Meldeamtlich erfasst wurde ihr Eintritt ins "Siechenhaus" des Klagenfurter Gaukrankenhauses am 27. November 1930. Nach zehn Jahren wurde sie am 25. August 1940 in einem Tötungstransport mit 38 Frauen und Mädchen aus dem "Siechenhaus" und mindestens 213 Frauen aus der Psychiatrie des Gaukrankenhauses in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Aloisia Hutter wurde am 09.07.1905 in Dellach im Gailtal geboren, gestorben am 25.08.1940 in der Tötungsanstalt Hartheim. Helge Stromberger zufolge ist Aloisia Hutter vom „Siechenhaus“ Klagenfurt nach Niedernhart überstellt worden. Es ist zu vermuten, dass sich deshalb auch kein Akt zu ihr in den Bestandsprotokollen der psychiatrischen Abteilung des Landes krankenhauses im Landesarchiv Klagenfurt findet, obwohl laut Stromberger nicht auszuschließen ist, dass sie vor ihrem Aufenthalt im „Siechenhaus“ in der psychiatrischen Abteilung untergebracht war. Im Bundesarchiv Berlin waren ihre Akten ebenfalls nicht vorhanden. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 54.

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Opfer der NS Justiz



Ludwig Höfernig, geboren am 13.08.1902 in St. Veit, gestorben am 30.06.1942 in Wien. Der Eisenbahner Ludwig Höfernig wurde aufgrund seiner kommunistischen Einstellung am 23. April 1942 zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde Ende Juli in Wien vollzogen. Weitere Details über Ludwig Höfernig sind nicht bekannt. Quelle: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 287.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Anna Hörnler, geboren 1901, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Anna Hörnler wurde im März 1931 mit der Diagnose Schizophrenie in die Psychiatrie des Landeskrankenhauses in Klagenfurt eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde sie im März 1941 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/hornler-anna/>.

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I

Kärntner PartisanInnenwiderstand



Informationen zum Leben und Schicksal des jugoslawischen Partisan Mirko Ikovic konnten nicht gefunden werden.

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NS-Euthanasie



Georg Isepp wurde am 1914 in St. Stefan im Gailtal / Štefan na Zilji geboren, gestorben am 29.06.1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Georg Isepp, die Namensschreibungen variieren, verdiente sich als landwirtschaftlicher Arbeiter in St. Stefan im Gailtal/Štefan na Zilji sein Brot, als er am 30.4.1936 zum dritten Mal in die Psychiatrie in Klagenfurt eingeliefert wurde. Vier Jahre und zwei Monate später wurde er nach Niedernhart überstellt, um von dort nach Hartheim gebracht zu werden, wo er schließlich getötet wurde. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 54f.

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Ischepp-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Luzia Isola wurde um das Jahr 1899 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Luzia Isola war die Tochter eines Schuhmachers, unverheiratet und wurde am 25. August 1943 im Alter von 44 Jahren von Oberpflegerin Ottilie Schellander ermordet. Sie war im Frühjahr 1946 eine der Hauptangeklagten im Prozess gegen 3 Männer und 10 Frauen wegen gemeinschaftlich begangenen Mordes in mindestens 400 durch Geständnisse erwiesenen Fällen, wobei das Gericht in der Urteilsbegründung hinzufügte, "dass die Zahl der Getöteten weitaus größer gewesen sein dürfte." Luzias Leichnam wurde von der Prosektur des Gaukrankenhauses an die städtischen Friedhofsverwaltung übergeben und in einem Armengrab im Friedhof Annabichl, Feld I, Reihe 25 beigesetzt. Ihr Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und später mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Urteil. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Opfer der NS JustizPolitischer Widerstand



Anton Ivančič, geboren am 18.02.1905, gestorben am 04.11.1941. Er war war Teil des transnationalen Widerstands TIGR und wurde aufgrund von Widerstandstätigkeit verhaftet und hingerichtet.

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Opfer der NS JustizPolitischer Widerstand



Franc Ivančič, geboren am 04.09.1906, gestorben am 04.11.1941. Er war war Teil des transnationalen Widerstands TIGR und wurde aufgrund von Widerstandstätigkeit verhaftet und hingerichtet.

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J

KZ Opfer



Natale Jacus, geboren am 01.12.1914 in Antignana (Italien), gestorben am 26.04.1944 im KZ Loibl. Natale Jacus, geboren am 1.12.1914 in Antignana, Italien, wurde im Konzentrationslager Mauthausen mit der Nummer 50870 registriert. Nach seiner Verlegung in die Loibl-Konzentrationslager starb er dort aus ungeklärter Ursache. Sein Todesdatum dürfte der 26. April 1944 sein. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 244.

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NS-Euthanasie



Maria Jakelj, geboren am 20.09.1897 in Seltschach, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Maria Jakelj wurde mit der Diagnose Schizophrenie Mitte September 1938 in die Psychiatrie des Krankenhauses Klagenfurt eingewiesen. Dort erhielt sie schmerzhafte Elektroschockbehandlungen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde sie im August 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/jakelj-maria/>.

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KZ Opfer



Andreas Jamritsch wurde am 19.06.1913 in Egg/Brdo bei Hermagor geboren, gestorben am 17.06.1938. Gemeldet war Andreas Jamritsch in Egg/Brdo Nr. 9 vulgo Unterweger. Laut einer Zeitzeugin wurde er im Raum Egg/Brdo immer wieder beim Stehlen von Geld und Gegenständen erwischt und ging offenbar auch keiner festen Arbeit nach. Am 14. Juni 1938 – kurz vor seinem 25. Geburtstag – kam es zur Verhaftung durch die Kripo Klagenfurt. Bereits drei Tage darauf – am 17. Juni 1938 – wurde Jamritsch als sogenannter Polizeihäftling in das KZ Dachau deportiert. Die Deportation verlief im Rahmen der national sozialistischen Aktion „Arbeitsscheu Reich”, in deren Zuge 10.000 sogenannte „Asoziale” in verschiedene Konzentrationslager verschleppt wurden. Nach knapp zwei Monaten Lagerhaft in Dachau wurde Andreas Jamritsch am 8. August 1938 mit etwa 300 weiteren Häftlingen in das KZ Mauthausen überstellt. Einem Dokument vom Militär histo rischen Institut Prag zufolge, das im Archiv der KZ-Gedenkstätte Mauthausen gefunden wurde, suchte das Wehrbezirkskommando Linz am 15. Mai 1943 bei der Kommandantur des KZ Mauthausen um Haftaufhebung an. Andreas Jamritsch wurde als „kriegsverwendungsfähig“ eingestuft. Jamritsch wurde am 19. Mai 1943 aus der KZ-Haft entlassen und wohl umgehend in die Wehrmacht eingezogen. Hier verliert sich seine Spur. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 22f

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Kärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Bruno Jank, geboren am 07.02.1926 in Villach, gestorben 21.04.1945 in Schütt. Bruno Jank, ein gebürtiger Villacher, hätte sich im März 1944 zum Wehrdienst melden müssen, deshalb schloss er sich den „Schütt-Partisanen“ an. Im April 1945 starb er bei einem Gefecht in der Schütt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/jank-bruno/>.

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NS-Euthanasie



Karl Jank wurde am 13.08.1915 geboren, gestorben am 25.07.1943 im LKH Klagenfurt. Karl Jank litt an Trisomie 21 und konnte nicht sprechen, lernte erst mit im Alter von drei bis vier Jahren und besuchte nie die Schule. Seine Eltern waren Bauern und er war eines von sechs Kindern. Über sein Leben ist nicht viel bekannt. Vor seiner Einlieferung in die Kärntner Heil- und Pflegeanstalt in Klagenfurt half er bei kleinen Arbeiten zu Hause mit. Als Todesursache wurde eine aktute beidseitige Bronchitis angegeben. Wie genau Karl Jank zu Tode gebarcht wurde, kann nicht genau gesagt werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurden ihm eine oder mehrere Injektionen mit Morphium verabreicht. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 55ff

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Agnes Janschitz, geboren am 27.12.1890 in St. Georgen im Gailtal, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Agnes Janschitz wuchs im Gailtal auf und ging dann nach Wien, um als Hausgehilfin zu arbeiten. Da sie erkrankte, kam sie in eine Pflegeanstalt in Ybbs an der Donau. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde sie im Oktober 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Ihrer Familie wurde berichtet, sie sei an Lungenentzündung und Kreislaufschwäche ums Leben gekommen. Agnes Janschitz Urne wurde am Freidhof von St. Georgen im Gailtal beigesetzt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/janschitz-agnes/>.

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KZ Opfer



Anton Jarc, geboren am 02.05.1907 in Ivanjavas, gestorben am 21.11.1944 im KZ Loibl. Anton Jarc, geboren am 2. Mai 1907 in Ivanjavas, wurde bei seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen als Jugoslawe mit der Nummer 77077 registriert. Nach seiner Verlegung in die Konzentrationslager am Loibl-Pass kam er dort am 21. November 1944 zu Tode. Die Todesursache ist unbekannt. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Andreas Baumgartner (Projektleiter): Die Häftlinge des Loibl-KZ. Ein Gedenkbuch (edition mauthausen), Wien März 2010, S. 103.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Johanna Jarneitz, geboren 1897, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Als 1940 und 1941 vier Transporte mindestens 733 Menschen aus Kärnten zur Vergasung in die Euthanasieanstalt Schloss Hartheim nach Oberösterreich brachten, waren darunter zahlreiche ehemalige PatientInnen aus dem Klagenfurter Josefinum. Johanna Jarneitz wurde mit dem zweiten Transport im August 1940 deportiert. Dieser umfasste zirka 260 Frauen. Sie alle wurden im Schloss Hartheim sofort nach ihrer Ankunft vergast. Quelle: Homepage der Stadt Klagenfurt <https://www.klagenfurt.at/die-stadt/geschichte/erinnerungskultur/stolpersteine/stolpersteine-2018.html>.

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Kärntner PartisanInnenwiderstandOpfer der NS Justiz



Milan Jelič, geboren am 19.11.1910 in Sušac/Sussach (Kroatien), gestorben am 23.12.1944 in Graz. Milan Jelič war Teil der Widerstandsgruppe der Treffner Partisanen. Die Gruppe bestand aus desertierten Wehrmachtssoldaten, entflohenen Zwangsarbeitern und hatte auch ein Netzwerk innerhalb der Bevölkerung. Der Aktionsradius der Gruppe war überwiegend im Gegendtal. Mitte November 1944 flog die Gruppe auf und wurde in einem Gerichtsprozess in Klagenfurt zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde am Landesgericht Graz vollstreckt. Die Leichen wurden am Friedhof Graz verscharrt, die genaue Stelle konnte nie eruiert werden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/jelic-milan/>.

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Mirko Jelček, geboren am 16.10.1922, vermisst seit 1944. Mirko Ječek arbeitete in der Zellstofffabrik in Rechberg. Auf Grund seiner Verbindungen zum organisierten Widerstand wurde er am 23. Oktober 1944 verhaftet. Er war 22 Jahre alt und kehrte nicht mehr aus der Haft zurück. Anfang 1946 galt er immer noch als vermisst.

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Mirko, Fridl, Telce, Jelcek-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Agnes Jenull, geboren 1907, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Agnes Jenull war Haushaltsgehilfin in Arnoldstein/Posklošter. Sie wurde im Dezember 1936 in die Psychiatrie im Gaukrankenhaus Klagenfurt eingeliefert. Im August 1040 wurde sie im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/jenull-agnes/>.

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Lukas Jerlich, geboren am 12.10.1899 in Ebriach/Obirsko, gestorben am 19.12.1944 im KZ Flossenbürg, Außenlager Zschachwitz. Lukas Jerlich wurde am 12. Oktober 1899 als Sohn von Jakob Jerlich und seiner aus Ebriach stammenden Frau Apolonija Božic geboren. Lukas Jerlich bewirtschaftete den elterlichen Hof, die vlg. Šumej Hube in Blasnitzen und hatte ein Kind. Im November 1942 wurde er aufgrund der Unterstützung des bewaffneten Widerstandes verhaftet. Am 20. Juli 1943 wurde er in einem Verfahren vor dem Volksgerichtshof zu 18 Monaten Zuchthaus verurteilt. Nach Verbüßung der Strafe wurde er der Gestapo übergeben, die ihn am 21. Juni 1944 als „Schutzhäftling“ ins KZ Dachau einwies. Mitte November 1944 wurde er ins KZ Flossenbürg transferiert und am 6. Dezember dem Außenlager Zschachwitz (nahe Dresden) zugewiesen. Dort mussten die Häftlinge für die MIAG (Mühlenbau und Industrie AG) Zwangsarbeit leisten. In Zschachwitz produzierte die MIAG überwiegend Sturmgeschütze und leichte Jagdpanzer. Am 19. Dezember 1944 starb Lukas Jerlich im Außenlager Zschachwitz. Die Urne wurde am Friedhof Dresden bestattet. Seine Familie blieb über seinen Tod lange im Ungewissen. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 166.

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Luka, Jerlih-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Jože Jerlich, geboren am 04.03.1902 in Blasnitzen/Zaplaznica, Rechberg/Rebrca, gestorben am 29.11.1944 im KZ Mauthausen. Jože Jerlich wurde am 4. März 1902 in Blasnitzen/Zaplaznica, Rechberg/Rebrca als als Sohn von Jakob Jerlih und seiner aus Ebriach stammenden Frau Apolonija Božic geboren. Gemeinsam mit seinen Brüdern Luka und Jakob bewirtschaftete er den elterlichen Hof. Nachdem sein Bruder Luka Jerlich verhaftet wurde und sein zweiter Bruder, Jakob, im April 1943 zur Wehrmacht eingezogen wurde, war Jože gemeinsam mit seiner 15-jährigen Nichte Marija alleine am Hof. Im Frühjahr 1944 wurde auch Jože wegen Partisanenunterstützung verhaftet und von der Gestapo am 3. August 1944 als „Schutzhäftling“ ins KZ Dachau eingewiesen. Kaum 14 Tage später wurde er ins KZ Mauthausen überstellt und dort dem Außenlager St. Valentin zugewiesen. Am 27. November 1944 wurde er ins Stammlager rücküberstellt, da er als „arbeitsunfähig“ galt und sogleich ins „Sanitätslager“ gebracht. Zwei Tage später, am 29. November 1944, wurde der Lagerverwaltung gemeldet, dass Jože Jerlich „verstorben“ sei. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 166 f.

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Josef, Jerlih-




Kärntner SlowenInnenOpfer des FaschismusJugendliche explizit erwähnt



Ema Jernej, geboren am 01.12.1943 in St. Veit im Jauntal/Šentvid v Podjuni, gestorben im Jahr 1944. Ema Jernej wurde am 1. Dezember 1943 als Tochter der aus Vellach/Bela stammenden Landarbeiterin Hemma Jernej und dem polnischen „Zivilarbeiter“ Jaroslav Romanio geboren. Ihre Mutter Hemma Jernej wurde wegen der verbotenen Beziehung zu ihrem Vater Jaroslav Romanio vier Monate nach ihrer Geburt, im April 1944, verhaftet und ins KZ Ravensbrück deportiert. Während die Mutter in Ravensbrück interniert war, verstarb Ema Jernej aufgrund von Vernachlässigung. Über das Schicksal ihres Vaters ist nichts bekannt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 365 f.

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Erna, Hemma-




KZ OpferJugendliche explizit erwähnt



Jerzy Jerskiewicz, geboren am 20.02.1924 in Zgierz (Polen), gestorben 1944 im KZ Loibl. Jerzy Jerskiewicz, geboren am 20.2.1924 in Zgierz, Polen, wurde bei seiner Einlieferung im Konzentrationslager Mauthausen mit der Nummer 40398 registriert. Nach seiner Verlegung in die Konzentrationslager am Loibl-Pass wurde er dort Ende September 1944 ermordet. Die Todesursache ist unbekannt. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Andreas Baumgartner (Projektleiter): Die Häftlinge des Loibl-KZ. Ein Gedenkbuch (edition mauthausen), Wien März 2010.

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Kärntner PartisanInnenwiderstandOpfer der NS JustizFrauen explizit erwähnt



Margarete Jessernigg, geboren am 10.05.1907 in Hirschwang/Neunkirchen, gestorben am 23.12.1944 in Graz. Margarete Jessernigg, zweifache Mutter, war Teil der Widerstandsgruppe der Treffner Partisanen. Die Gruppe bestand aus desertierten Wehrmachtssoldaten, entflohenen Zwangsarbeitern und hatte auch ein Netzwerk innerhalb der Bevölkerung. Der Aktionsradius der Gruppe war überwiegend im Gegendtal. Mitte November 1944 flog die Gruppe auf und wurde in einem Gerichtsprozess in Klagenfurt zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde am Landesgericht Graz vollstreckt. Die Leichen wurden am Friedhof Graz verscharrt, die genaue Stelle konnte nie eruiert werden. 1949 wurde ein Antrag für die Errichtung einer Gedenktafel Margarete Jessernigg zu ehren. Dieser wurde jedoch seitens des Villacher Gemeinderates abgelehnt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/jenull-agnes/>.

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NS-Euthanasie



Johann Jobst wurde 1907 in Egg / Brdo geboren, gestorben am 29.06.1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Johann Jobst kam am 3.8.1936 zum zweiten Mal in die psychiatrische Abteilung des Landeskrankenhauses Klagenfurt. Bei seinem ersten Aufenthalt war es seinen Eltern noch möglich, ihn auf Revers in häusliche Pflege zu übernehmen. Bei seinem zweiten Aufenthalt wird er von Dr. Niedermoser als „Gefährdung für die Umgebung“ und mit „wenig Chancen auf vollkommene Heilung“ klassifiziert. Weiters heißt es über Johann Jobst, dieser sei „sonst ruhig, arbeitet sogar etwas. Näheres kann erst nach längerer Beob achtung gesagt werden“ sowie etwas später zu seinem Verhalten „sitzt stumpf herum, zeitweise erregt“. In der Sprache der NS-Medizin waren solche Einschätzungen vielfach ein Todesurteil. So auch für Johann Jobst. Seinem Krankenakt liegt auch ein ablehnender Bescheid einer Musterungskommission der Wehrmacht bei, laut der Johann Jobst „vollkommen kriegs unfähig“ gewesen sei. So entkam er zwar dem Schrecken des national sozialistischen Vernichtungskrieges, seiner Ermordung jedoch nicht. Am 29.6.1940 wurde er nach Linz/Niedernhart überstellt und anschließend in Hartheim getötet. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 65f

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Jobst wurde am 31.07.1901 in Egg / Brdo geboren, gestorben am 24.03.1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Maria Jobst war in Egg/Brdo als landwirtschaftliche Arbeiterin beschäftigt. In die Psychiatrie Klagenfurt kam sie am 15.8.1937 – am 24.3.1941, also gut neun Monate nach ihrem Bruder Johann Jobst, wurde Maria nach Niedernhart gebracht und in Hartheim getötet. Im Gegensatz zu dem Akt ihres Bruders weist der von Maria Jobst nur zwei Briefe auf, in denen sich einer ihrer Brüder (nicht der ebenfalls getötete Johann) nach dem Zustand der Schwester erkundigt. Dabei hätte ihr Leben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bewahrt werden können, wären ihre Angehörigen bereit bzw. in der Lage dazu gewesen, sie im November 1940 in häusliche Pflege aufzunehmen. Als engste Verwandte wurde zu diesem Zeitpunkt die Schwägerin, vermutlich die Frau jenes Bruders, der sich nach Maria Jobsts Zustand erkundigte, kontaktiert und gebeten, Maria in häusliche Pflege zu übernehmen. Um die Tragik der Geschichte nachvollziehen zu können, seien hier einige Anmerkungen aus dem Krankenakt, der sich im Landesarchiv Kärnten befindet, wieder gegeben. Alles beginnt bereits mit der „Diagnose“ bei der Aufnahme am 15.8.1937, die da lautet: „depressive Verstimmung“. Ein geliefert also wegen einer „Verstimmung“, ist allerdings nicht einmal diese von langer Dauer, wie die Ärzte selbst feststellen. So antwortet Primar Winter Marias Bruder – der am 7.3.1938, gut ein halbes Jahr nach ihrer Einweisung, eine Anfrage an die Leitung der psychiatrischen Abteilung stellt, ob eine Herausnahme seiner Schwester möglich wäre – Folgendes:"Die Besserung im Zustande der Jobst M. hält weiter an. Ihr Verhalten ist fast einwandfrei, sie beginnt sich zu beschäftigen, hat Sehnsucht nach Hause zu kommen. Gegen den Versuch, sie in häusliche Pflege zu übernehmen wird ärztlich nichts mehr eingewendet." Über die Gründe, warum Maria Jobst nach diesem Schreiben nicht aus der Anstalt herausgeholt wurde, kann hier nur spekuliert werden. Sicherlich möglich, dass es aufgrund des im März 1938 erfolgten „Anschlusses“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland für die Familie Jobst zu einer veränderten Situation kam, die eine häusliche Pflege nicht zuließ. In der Krankenakte finden sich jedenfalls keine weiteren Hinweise auf eine Korrespondenz zwischen den Angehörigen und der Anstaltsleitung, bis am 8.11.1940 ein Schreiben an die Schwägerin von Maria. Fünf Monate nach der Ermordung ihres Bruders wäre der Entlassung von Maria Jobst anscheinend nicht einmal aus Sicht der NS-Ärzte etwas im Wege gestanden. Doch es sollte nicht zu einer Heimkehr kommen, denn wenige Tage später erreicht ein Schreiben der Schwägerin die Anstaltsleitung des Landeskrankenhauses Klagenfurt, in dem sie erklärt, nicht in der Lage zu sein, Maria Jobst in häusliche Pflege zu übernehmen, da sie „niemanden habe der auf sie schaut“ und sie sich um die Rinder und die Hunde kümmern müsse. Weiters führt sie an, dass auch ihr Mann „nicht mehr zu Hause sein kann“ und sie deswegen auf sich allein gestellt sei und die Pflege nicht übernehmen könne. Zu diesem Zeitpunkt konnte sie kaum wissen, dass mit diesem Schreiben das Todesurteil für Maria gefällt war. Allerdings soll festgehalten werden, dass zum Zeitpunkt des Schreibens an die Schwägerin von Maria Jobst, dem 8.11.1940, die Angehörigen zweifellos schon über den Tod (die Ermordung) von Johann Jobst informiert waren. In den Krankenakten der beiden Geschwister ist jeweils vermerkt „überstellt nach Brandenburg“, eine häufig eingesetzte Strategie, um die Spuren der Vernichtungstransporte nach Hartheim zu verwischen. Inwiefern jedoch der Familie wirklich bekannt war, was Maria Jobst erwarten würde, kann heute nicht mehr mit gänzlicher Sicherheit gesagt werden. Am 24.4.1941, fünf Monate nachdem in einem Schreiben seitens der Anstaltsleitung ihre Entlassung angeregt, ja sogar gewünscht wurde, wurde sie mit einem Vernichtungstransport von Klagenfurt nach Niedernhart überstellt und in Hartheim ermordet. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 67ff

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Als Jude oder Jüdin verfolgt (Archiv der Namen)Frauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Anny Junek, geboren 1921 in Wolfsberg, gestorben 2016 in Mexiko. Anny Junek wurde 1921 als Anny Gross in Wolfsberg geboren. Ihre Eltern betrieben bis 1930 eine Gemischtwarenhandlung in der Sporergasse und danach in der Wiener Straße. Als das Geschäft rasch nach dem „Anschluss“ an den Nationalsozialismus im März 1938 arisiert wurde und die Familie zunehmend unter Druck geriet, flohen die Eltern mit den beiden Töchtern Anny und Lotte zuerst nach Wien und von dort in die Tschechoslowakei. Anny Junek wurde 1942 verhaftet, im Mai 1944 wurde sie ins KZ Bergen-Belsen verlegt. Sie überlebte die Befreiung und emigrierte mit ihrem Mann zu ihrer Schwester nach Mexiko, wo sie bis zu ihrem Tod 2016 lebte. Ihre Eltern wurden im Vernichtungslager Auschwitz ermordet. Quelle: Lauritsch Andrea: Juden in Wolfsberg. Nationalsozialistische Judenverfolgung am Beispiel Wolfsbergs. Kulturamt der Stadtgemeinde Wolfsberg, 2000.

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Gross-




K

Kärntner SlowenInnen



Blasius Kaiser, geboren 02.01.1891 in Kleinzapfen/Sittersdorf, gestorben am 12.04.1945. Informationen zum Leben und Schicksal von Blasius Kaiser konnten nicht gefunden werden.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Edith Kalchberg, geboren 1890, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Die Haushaltsgehilfin Edith Kalchberg wurde mit der Diagnose Schizophrenie März 1923 in die psychiatrische Abteilung des Landeskrankenhauses Klagenfurt eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde sie im August 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kalchberg-edith/>.

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NS-Euthanasie



Johann Kalcher, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Er ist ins Siechenhaus vor dem 4. Juni 1938 eingetreten; wahrscheinlich schon mehrere Jahre vor diesem Datum. Johann Kalcher wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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NS-Euthanasie



Gregor Kalischnig wurde am 3. April 1907 in Unterloibach, Bezirk Klagenfurt Land geboren. Er ist im November 1930 ins "Siechenhaus" des Landeskrankenhauses Klagenfurt eingetreten (ab 1938 Gaukrankenhaus). Gregor Kalischnig wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Therese Kaltenbacher, geboren 1900, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Die Magd Therese Kaltenbacher wurde im Dezember 1935 in die psychiatrische Abteilung des Landeskrankenhauses Klagenfurt eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde sie im August 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kaltenbacher-therese/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Christine Kampitsch, geboren 1894, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Christine Kampitsch wurde im April 1933 mit der Diagnose Schizophrenie in die psychiatrische Abteilung des Landeskrankenhauses Klagenfurt eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde sie im August 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kampitsch-christine/>.

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Kärntner PartisanInnenwiderstandOpfer der NS JustizFrauen explizit erwähnt



Josefine Kampl, geboren am 14.03.1905 in Ettendorf, gestorben am 12.01.1945 in Graz. Josefine wurde als Tochter von Alois und Josefa Oleschko im März 1905 geboren. Sie besuchte die Volksschule, danach auch einen Koch- sowie Haushaltungskurs. 1934 ehelichte sie Franz Kampl, mit dem sie einen landwirtschaftlichen Betrieb und einen Gemischtwarenhandel führte. Josefine und Franz waren Eltern von drei Kindern. 1941 wurde Franz zur Wehrmacht einberufen; Josefine, die anfänglich dem NS-Regime nicht abgeneigt war, wurde immer systemkritischer. Sie schloss sich einer Widerstandsgruppe an, die sich in Ettendorf formierte (Gruppe Käfer), diese war in engem Austausch mit Widerständigen im Jauntal. So half sie einem französischen Kriegsgefangenen auf der Flucht und stellte den Kontakt zu den Partisan*innen her. Josefine wurde im Juni 1944 verhaftet. Die drei Kinder, die zwischen sechs und elf Jahre alt waren, blieben alleine zurück, der Laden wurde von der Behörde geschlossen und der Hof blieb unter Bewirtschaftung der Bediensteten. Josefine wurde im Jänner 1945 in Graz hingerichtet. Quellen: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 324.

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OleschkoJosefa, Kampel-




NS-Euthanasie



Erwin Kanatschnig wurde am 31. Mai 1909 in Wien geboren. Er ist im November 1930 ins "Siechenhaus" des Landeskrankenhauses Klagenfurt eingetreten, (ab 1938 Gaukrankenhaus). Erwin Kanatschnig wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Kandutsch, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Sie ist dort vor dem 4. Juni 1938 eingetreten; wahrscheinlich einige Jahre vor diesem Datum. Sie wurde am 7. Juli 1941 mit einem Tötungstransport mit 111 weiteren Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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Politischer WiderstandOpfer der NS Justiz



Ernst Kapaunig, geboren am 14.05.1893 in Villach, gestorben am 13.04.1943 in Wien. Ernst Kapaunig, ein gebürtiger Villacher, war bis 1934 Sozialdemokrat. Zur Zeit des Austrofaschismus war er Mitglied der Vaterländischen Front. Nach dem „Anschluss“ 1938 wurde er Mitglied einer KPÖ-Zelle bei der Bahn. Er war Hauptkassier der Zellen an den Bahnhöfen in Leoben, St. Michael und Donawitz. Im Oktober 1941 wurde Kapaunig verhaftet. Im Dezember 1942 wurde er am Volksgerichtshof in Graz wegen Hochverrat und Feindbegünstigung zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde am 13.04.1943 durch Enthauptung vollstreckt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kapaunig-ernst/>.

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Kärntner SlowenInnenKZ Opfer



Valentin Kargl, geboren am 14.06.1886 in Rosegg, gestorben am 23.03.1944 im KZ Majdanek. Der in Rosegg geborene Valentin Kargel ehelicht 1938 die Spittalerin Pauline Niederkofler, die drei Söhne in die Ehe mitbringt. Im November 1943 wird Valentin Kargel aus heute unbekannten Gründen verhaftet. Kurz darauf wird er als sogenannter Schutzhäftling in das KZ Dachau transportiert. Anfang Jänner wird er mit zahlreichen anderen Kärntner Slowenen in das bei Lublin gelegene Vernichtungslager Majdanek überstellt. Im Totenbuch des KZ Majdanek wurde der 23. März 1944 als Todestag angeführt. Er sei, so heißt es, an 'Lungentuberkulose' im Alter von 57 Jahren im März 1944 verstorben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kargel-valentin/>.

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Kargel-




Politischer Widerstand



Alois Karisch, geboren am 26.11.1901 in Jakling, gestorben am 25.02.1986. Alois Karisch wurde am 26. November 1901 in Jakling in Kärnten geboren. Er studierte Rechtswissenschaften und wurde Sekretär der Christlichsozialen Partei Kärntens. Aufgrund seiner Betätigung in der Vaterländischen Front wurde er während des NS-Regimes ins Konzentrationslager Buchenwald deportiert. Alois Karisch überlebte die Zeit des Nationalsozialismus und war später Bezirkshauptmann von Wolfsberg und Landtagsabgeordneter. Er starb am 25. Februar 1986. Quelle: ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich, Landesverband Kärnten.

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Link




KZ Opfer



Hans Karlsen, geboren am 21.02.1905 in Sarbaborg (Norwegen), gestorben am 15.04.1944 im KZ Loibl-Süd (Slowenien). Hans Karlsen, geboren am 21.2.1905 in Sarbaborg, Norwegen, wurde nach seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen mit der Nummer 35323 registriert. In seiner Heimat arbeitete er als Mechaniker in einer Schiffswerft und in einer Reifenfabrik. Er unterstütze den illegalen Widerstand gegen die Nazis und wurde von der Gestapo verhaftet. Nach seiner Deportation in die Konzentrationslager am Loibl-Pass erkrankte er schwer und starb am 15. April 1944 im KZ Loibl-Süd. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 243, 244.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Agnes Karnaus wurde am 12. Februar 1922 in Limberg, Bezirk Völkermarkt in Kärnten geboren. Meldeamtlich erfasst wurde ihr Eintritt ins "Siechenhaus" des Klagenfurter Gaukrankenhauses am 27. August 1937. Drei Jahre später wurde sie am 25. August 1940 in einem Tötungstransport mit 38 Frauen und Mädchen aus dem "Siechenhaus" und mindestens 213 Frauen aus der Psychiatrie des Gaukrankenhauses in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009).

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Stefan Karničar, geboren am 09.12.1896 in Trögern/Korte, Ebriach/Obirsko, gestorben am 31.03.1944 im KZ Dachau. Stefan Karničar wurde am 9. Dezember 1896 in Trögern/Korte, Ebriach/Obirsko als lediger Sohn von Elizabeta Hribar geboren. Er verdiente seinen Unterhalt zuerst als Wald- und Straßenarbeiter und später als Aufseher. 1938 heiratete er in Völkermarkt/Velikovec Angela Piskernik. In ihrem gemeinsamen Haushalt lebten drei Kinder. Stefan Karničar wurde am 8. Oktober, nachdem er die Ermordung des Pächters Mihael Furjan gemeldet hatte, verhaftet. Über das Klagenfurter Gestapogefängnis wurde er in das KZ Dachau angewiesen, wo seine Ankunft mit 6. November 1943 vermerkt wurde. Die Kommandantur des KZ meldete dem Standesamt, dass Stefan Karničar am 31. März 1944 um 7 Uhr morgens an „Versagen von Herz und Kreislauf bei Magen- und Leberkrebs“ verstorben sei. Die Lagerverwaltung übersandte der Witwe sechs Wochen später 20 Reichsmark aus der „Gefangenengeldverwaltung“. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 205.

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Štefan, Karnitscher, Karnitschar-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Gregor Karničar, geboren am 27.02.1927 in Ebriach/Obirsko, gestorben am 23.02.1945 auf der Koschuta/Košuta. Gregor Karničar wurde am 27. Feber 1927 in Ebriach/Obirsko als Sohn vom Bergarbeiter Gregor Karničar und seiner Frau Maria Jug geboren. Gregor Karničar jun. verdiente seinen Lebensunterhalt als Arbeiter. Im Juli 1944 schloss er sich gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Ignac den Partisanen an. Gregor Karničar war überwiegend im Raum Ebriach/Obirsko-Trögern/Korte und Zell/Sele als Kurier aktiv. Er war auch in zahlreiche Kampfhandlungen verwickelt. Am 23. Feber 1945 fiel er im Kampf gegen weißgardistische Einheiten auf der südlichen Seite der Koschuta in der Nähe der Alm Dolga njiva. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 285.

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Karnitschar-




NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Anna Kaschnig, geboren am 14.09.1940 in Thörl-Maglern, gestorben am 27.05.1943 in der „Kinder- und Jugendfürsorgeanstalt Am Spiegelgrund“ Wien. Für Anna Kaschnig wurde vom Villacher Amtsarzt eine sogenannte „dringende Anstaltspflege“ beantragt. In den vorliegenden Unterlagen findet sich jedoch kein Grund für diese Einweisung, da das Kind stets gesund war, lediglich sich mit dem Sprechen etwas Zeit lies. Am 9. Mai 1943 wird Anna Kaschnig in der Kinder- und Jugendfürsorgeanstalt „Am Spielgrund“ aufgenommen. Laut Unterlagen starb das dreijührige Mädchen an einer Lungenentzündung und Bronchitis bereits am 27. Mai 1943. Nach Erhalt der Todesmeldung fragte die Mutter bei der Anstaltsleitung nach und erhielt folgende Antwort von Dr. Illing: „Ihr Töchterchen Anna ist am 27. Mai 1943 an einer Lungenentzündung gestorben, nachdem es nur wenige Tage mit Fieber erkrankt war. Es ist ohne jeden Kampf sanft eingeschlafen. Der Tod konnte diesem armen Kinde, das infolge seiner hirnorganischen Störungen und den damit zusammenhängenden Lähmungen, nie sprechen oder gehen gelernt hätte, nur eine Erlösung bedeuten“. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kaschnig-anna/>.

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Josef Kassin, geboren am 14.06.1930 in Nötsch, gestorben am 10.12.1940 in der „Kinder- und Jugendfürsorgeanstalt Am Spiegelgrund“ Wien. Josef Kassin wuchs auf dem Bauernhof seiner Eltern auf. Er war jedoch ängstlich, schweigsam und unruhig, sodass der Amtsarzt ihn in die Kinder- und Jugendfürsorgeanstalt „Am Spielgrund“ in Wien einwies. Der dort zuständige Arzt Dr. H. Gross bezeichnete ihn als „tiefstehenden Idioten“. Schwesternberichte zeichneten jedoch ein anderes Bild von Josef Kassin: „… lebhaftes Kind, nimmt Anteil an seiner Umgebung …“. „… Kind ist anschmiegsam zur Schwester, hat gern, wenn man mit ihm plaudert und freundlich ist … An- und Auskleiden tut er sich allein, ebenso zu kleinen Handgriffen, wie Geschirr auf den Tisch tragen, ist er verwendbar …“. Josef Kassin starb aus unbekannter Ursache am 10.12.1940. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kassin-josef/>.

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ZwangsarbeiterInnenKärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Michael Kassulin, geboren am 05.02.1923 in Kursk (Russland), gestorben am 09.01.1945 in Villach. Michael Kassulin war einer von vielen Zwangsarbeitern, die im Villacher Raum seitens der Nationalsozialisten zur Arbeit eingesetzt wurden. Michael und zwei weitere Kameraden gelang die Flucht und sie schlossen sich der Treffner Partisanen an. Die Gruppe bestand aus desertierten Wehrmachtssoldaten, entflohenen Zwangsarbeitern und hatte auch ein Netzwerk innerhalb der Bevölkerung. Der Aktionsradius der Gruppe war überwiegend im Gegendtal. Mitte November 1944 flog die Gruppe auf, Gruppenmitglieder wurden inhaftiert und verhört. Am 9. Jänner 1945 wurde Michael Kassulin gemeinsam mit zwei anderen Zwangsarbeitern im Gestapogefängnis in Villach am Fensterkreuz erhängt. Die Leichen wurden zur Abschreckung einige Tage hängen gelassen. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kassulin-michael/>.

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Miha Katnik, geboren 1899, gestorben 1944. Informationen zum Leben und Schicksal von Miha Katnik konnten nicht gefunden werden.

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NS-Euthanasie



Michael Katschnig wurde im Jahr 1902 in Leifling, Gemeinde Dellach/Gail geboren, gestorben am 17.04.1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Er war als Landarbeiter tätig und wurde von Dr. Weinländer aus Kötschach in das Landeskrankenhaus Klagenfurt überwiesen. Gelebt haben soll er bei seinem Bruder, ebenfalls in Leifling. Auch in seinem Fall wendete die NS-Bürokratie zur Verschleierung seines Ver bleibs die Strategie der Mitteilung der Überstellung nach Brandenburg an. Am 29.6.1940 wurde er allerdings nicht nach Brandenburg, sondern nach Niedernhart gebracht und dann in Hartheim getötet. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 73.

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Kärntner SlowenInnenNS-Euthanasie



Josef Kattnig, geboren am 27.09.1912 in Srajach, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Der Tischlergehilfe Josef Kattnig wurde im Mai 1936 mit der Diagnose Schizophrenie in die psychiatrische Abteilung des Landeskrankenhauses Klagenfurt eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde er im März 1941 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kattnig-josef/>.

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Jožef-




NS-Euthanasie



Emil Kaufmann, geboren 1907, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Der Schlosser Emil Kaufmann wurde am 12. März 1939 in die psychiatrische Abteilung des Landeskrankenhauses Klagenfurt eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde er im Juni 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kaufmann-emil/>.

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Kärntner SlowenInnenKZ Opfer



Rochus Kašnik, geboren am 13.08.1882 in Rechberg/Rebrca, gestorben am 19.12.1944 im KZ Dachau. Rok Kašnik wurde am 13. August 1882 in Rechberg/Rebrca als Sohn von Katharina Briel und Johann Krašnik geboren. Er blieb unverheiratet. Am 3. November 1944 kam er ins KZ Dachau. In dem Block, in dem er untergebracht wurde, brach bald darauf eine Typhusepidemie aus. Rochus Kašnik erkrankte und wurde zum Sterben in den „Invalidenblock“ überstellt. Im Totenbuch ist sein Todestag mit 19. Dezember 1944 vermerkt. Der Sterbeeintrag im Sezierbuch erfolgte jedoch am 17. Dezember 1944. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 298.

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Rok, Kaschnigg, Kasnik-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Florian Kelih, geboren am 30.04.1908 in Zell/Sele, gestorben am 29.04.1943 im Landesgericht Wien. Florian Kelih wurde als fünftes Kind von Franz und Helena Kelih im April 1908 geboren. Nach nur einem Volksschuljahr beherrschte er kaum die deutsche Sprache. Er verdiente seinen Unterhalt für seine sechsköpfige Familie als Holzarbeiter. Am 12. Jänner 1943 wurde Florjan Kelih verhaftet. Im Verhör gab er zu, Kontakt zu Deserteuren gehabt und diese auch unterstützt zu haben. Nach seiner Verurteilung zum Tode versuchten seine Angehörigen eine Begnadigung zu erwirken. Er wurde am 29. April 1943 in Wien hingerichtet. Sein Leichnam wurde zunächst am Wiener Zentralfriedhof beigesetzt. Erst im November 1949 erfolgte die Überstellung der sterblichen Überreste jener 13 Personen, die am 29. April 1943 hingerichtet wurden nach Kärnten. Sie wurden am Friedhof in Zell beigesetzt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 182-183.

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Florjan, Kelich-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Urh Kelih, geboren am 22.06.1912 in Zell/Sele, hingerichtet am 29.04.1943 im Landesgericht Wien. Urh Kelih verdiente seinen Lebensunterhalt für sich und seine kleine Familie als Forstarbeiter. Sein Bruder Jože war bereits 1938 als einer der ersten Kärntner Slowenen desertiert. Nach dem Balkanfeldzug verblieb er in Jugoslawien und schloss sich dem bewaffneten Widerstand vor Ort an. Andere Deserteure aus Zell waren jedoch als „Grüne Kader“ nach Hause zurückgekehrt. Ungeachtet der Gefahren unterstützte sie Urh Kelih von Anfang an mit Lebensmitteln und lebenswichtigen Informationen. Im Zuge einer großen Verhaftungswelle wurde Urh Kelih mit seinem Bruder Florian am 12. Jänner 1943 verhaftet, am 9. April 1943 in Klagenfurt vom Fliegenden Senat des Volksgerichtshofes unter Roland Freissler zum Tode verurteilt und bereits am 29. April 1943 in Wien hingerichtet Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 183.

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Ulrich, Köllich, Kelich-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Maks Kelih, geboren am 12.09.1913 in Waidisch/Bajdiše, gestorben am 12.10.1942 im Reservelazarett I in Klagenfurt/Celovec. Maks Kelih kam am 12. September 1913 beim vlg. Oberer Čevh als lediger Sohn von Marjeta Olip, geb. Kelih, auf die Welt. Nach der Schule verdiente er als Zimmermann seinen Lebensunterhalt. 1939 bekam er mit seiner Lebensgefährtin einen außerehelichen Sohn. Maks Kelih war ein begnadeter Sänger und sang in der Emigration in Ljubljana im Sekstet Javornik. Im März 1940 wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Im Mai 1940 desertierte er und floh nach Jugoslawien. Da er in den Karawanken aufgewachsen ist, kannte er die unüberwachten Übergänge gut. Er blieb bis zum Überfall auf Jugoslawien im April 1941 dort, kehrte dann zurück und war Teil der sogenannten „Zeleni kadrovci/Grünen Kader“ von Zell. Auch zu den Partisanen, die nach Zell kamen, pflegte er Kontakt. In der Nacht zum 11. Oktober 1942 wurde er vom damaligen Ortsgruppenleiter der NSDAP und Revierjäger Hans Rohr im Gebiet des Javornik angeschossen und schwer verwundet. Rohr holte daraufhin Gendarmen und Einheimische, die den verwundeten Maks Kelih zur Straße schleppen sollten, denn Rohr wollte ihn verhören. In den frühen Morgenstunden des 12. Oktober 1942 verstarb Maks Kelih an seinen schweren Verletzungen im Reservelazarett I in Klagenfurt. In einigen Akten sowie am Grabstein wird der 10. Oktober als Todestag angeführt. Auch Rund um sein Ende gibt es verschiedene Erzählungen in Bezug auf Schussverletzungen und Ort, an dem er angeschossen wurde. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 150 f.

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Maksimilian, Kelich, Olip-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähnt



Pavla Kelih, geboren am 31.01.1909 in Zell/Sele, gestorben am 28.02.1945 im KZ Ravensbrück. Pavla Kelih wurde am 31. Jänner 1909 als Tochter von Marjeta Magnik und dem Holzarbeiter Valentin Kelih geboren. Sie verdiente ihren Lebensunterhalt als Gelegenheitsarbeiterin. Sie war ledig und alleinerziehende Mutter. Am 12. Jänner 1943 wurde Pavla Kelih im Zuge der Verhaftungswelle festgenommen. Es gelang nicht, ihr vor Gericht hochverräterische Handlungen nachzuweisen. Die Gestapo Klagenfurt deportierte sie daraufhin im Juni 1943 in das KZ Ravensbrück. Dort starb Pavla Kelih am 28. Feber 1945. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 174.

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Pavlina, Paula, Kelich-




NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Willi Kempl wurde am 12. Dezember 1934 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 zum Tod verurteilte Leiter der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "Die Kanben waren alle stark unterernährt." Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und die ihr untergebenen "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige "zu beseitigen", um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Willi Kempl wurde am 11. Juli 1944 von "Schwester" Ottilie Schellander ermordet. Eine 1946 freigesprochene, junge Bedienerin im Siechenhaus sagte während des Prozesses: "bevor die Kinder getötet wurden, wurden sie gewöhnlich gewaschen […] Wir waren über diese Tötungen sehr empört. Als die kleinen Kinder verschwunden sind, haben diese uns so leid getan, dass wir weinten […] ich glaube schon, dass einige wußten, dass sie getötet werden." Begraben wurde Willi Kempl im Friedhof Annabichl im Gräberfeld XV, 9. Reihe in einem Armengrab, das in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt wurde. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Verhandlungsprotokoll. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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NS-Euthanasie



Johann Kenzian, geboren 1866, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Johann Kenzian wurde mit einer geistigen Behinderung geboren und wurde im Jänner 1926 in das Villacher Krankenhaus eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde er im Juni 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kenzian-johann/>.

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Jüdische Opfer - KZFrauen explizit erwähnt



Marianne Kern, geboren am 03.04.1894 in Wien, gestorben k.A. in der Slowakei. Marianne Kern, eine gebürtige Wienerin, war eine Tochter des Holzhändlers Leopold Kern und seiner Frau Helene. Die Familie besaß die Villa Schick in Velden. Nach dem Tod der Eltern ging der Besitz der Villa zu gleichen Teilen an die sechs Kinder über. Da die Familie Kern jüdischer Abstammung war, wurde die Villa im Zuge des Novemberpogroms 1938 verwüstet und später arisiert. Mindestens drei der sechs Kinder starben während des NS-Regimes. Marianne in einem unbekannten Lager in der Slowakei, ihr Bruder Walter wurde in Auschwitz ermordet und ihr Bruder Raoul starb in einem Lager bei Budapest. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kern-marianne/>.

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Jüdische Opfer - KZ



Raoul Kern, geboren am 31.10.1887 in Wien, gestorben k.A. in Budapest (Ungarn). Raoul Kern, ein gebürtiger Wiener, war ein Sohn des Holzhändlers Leopold Kern und seiner Frau Helene. Die Familie besaß die Villa Schick in Velden. Nach dem Tod der Eltern ging der Besitz der Villa zu gleichen Teilen an die sechs Kinder über. Da die Familie Kern jüdischer Abstammung war, wurde die Villa im Zuge des Novemberpogroms 1938 verwüstet und später arisiert. Mindestens drei der sechs Kinder starben während des NS-Regimes. Raoul starb in einem Lager bei Budapest, sein Bruder Walter wurde in Auschwitz ermordet und seine Schwester Marianne starb in einem unbekannten Lager in der Slowakei. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kern-raoul/>.

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Jüdische Opfer - KZ



Walter Kern, geboren am 10.03.1881 in Wien, gestorben 1942 im KZ Auschwitz (Polen). Walter Kern, ein gebürtiger Wiener, war ein Sohn des Holzhändlers Leopold Kern und seiner Frau Helene. Die Familie besaß die Villa Schick in Velden. Nach dem Tod der Eltern ging der Besitz der Villa zu gleichen Teilen an die sechs Kinder über. Da die Familie Kern jüdischer Abstammung war, wurde die Villa im Zuge des Novemberpogroms 1938 verwüstet und später arisiert. Mindestens drei der sechs Kinder starben während des NS-Regimes. Walter, der Arzt war, wurde in Auschwitz ermordet, sein Bruder Raoul starb in einem Lager bei Budapest und seine Schwester Marianne in einem unbekannten Lager in der Slowakei. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kern-walter-dr/>

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Informationen zum Leben und Schicksal von Franc Kerč konnten nicht gefunden werden.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Irmgard Kiefer wurde um das Jahr 1926 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Irmgard Kiefer war 18 Jahre alt sie am 25. September 1944 ermordet wurde. Ihr Leichnam wurde von der Prosektur des Gaukrankenhauses an die städtischen Friedhofsverwaltung übergeben und in einem Armengrab in Annabichl, Feld XV, Grabreihe 15 beigesetzt. Das Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und später mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Urteil. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Kienreich wurde am 27. Februar 1883 in Strassburg in Kärnten geboren. Sie ist im September 1940 ins "Siechenhaus" des Klagenfurter Gaukrankenhauses eingetreten. Am 7. Juli 1941 wurde MARIA mit einem Tötungstransport mit rund 111 Pflegebedürftigen des Siechenhauses, Kindern einer kirchlichen Pflegeeinrichtung und Insassen der Psychiatrie des Gaukrankenhauses in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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Politischer WiderstandOpfer der NS Justiz



Karl Kilzer, geboren am 11.06.1886 in Stockenboi, gestorben 30.09.1942 in der NS-Hinrichtungsstätte Landesgericht Wien. Karl Kilzer war Schuhmachermeister und Mitglied der Sozialdemokratischen Partei. Nach dem „Anschluss“ 1938 war er in einer Fabrik in Köflach beschäftigt. Dort wurde er von August Watzinger für die KPÖ angeworben. Er war der Verbindungsmann zwischen Watzinger und der KPÖ in Graz unter der Leitung von Albin Kaiser und Johann Jandl. Kaiser, Jandl und Kilzer wurden im Juni 1941 festgenommen und wegen Vorbereitung zum Hochverrat zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde durch Enthauptung am Landesgericht Wien vollzogen. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kilzer-karl/>.

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Kärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Alfred Kinkela, geboren am 07.06.1927 in Pöckau bei Arnoldstein, gestorben 15.02.1945 in einem Partisanenkrankenhaus. Alfred Kinkela absolvierte eine Lehre zum Kaufmann bei seinem Onkel, als er sich im September 1944 den Partisan*innen anschloss. Er kämpfte im Stab des österreichischen Bataillions der Partisan*innen im Küstengebiet bei Rijeka. Bei einem Kampf Ende Jänner wurde er verwundet und in ein Partisanenkrankenhaus gebracht. Er starb dort vermutlich an Typhus. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kinkela-alfred/>.

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NS-Euthanasie



Franz Kirchner, geboren am 08.01.1867, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Franz Kirchner, als Hilfsarbeiter tätig, wurde im Mai 1926 mit der Diagnose Schizophrenie in die psychiatrische Abteilung des Landeskrankenhauses Klagenfurt eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde er im Juni 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kirchner-franz/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Antonia Klammer, geboren am 29.12.1891, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Antonia Klammer, verheiratet mit dem Eisenbahner Franz Klammer, wurde im Juli 1937 mit der Diagnose Schizophrenie in die psychiatrische Abteilung des Landeskrankenhauses Klagenfurt eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde sie im August 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/klammer-antonia/>.

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Pistumer-




Opfer der NS JustizKärntner PartisanInnenwiderstand



Ivan Klančnik, geboren am 02.05.1920 in Ravne/Gutenstein, gestorben am 12.01.1945 in Graz. Janez Klančnik, geboren am 02.05.1920 in Ravne/Gutenstein, hingerichtet am 12.01.1945 in Graz. Als gelernter Schmied arbeitete er in der Untersteiermark und im Bergwerk Mežica/Miess und nach dem Überfall auf Jugoslawien 1941 zwischenzeitig in Ettendorf, wo er wichtige Kontakte aufbauen konnte. Am 2. November 1943 schloss er sich der PartisanInnenbewegung an und trug n der Folge den Tarnnamen Stojan. Als er am Aufbau einer Nachrichtenlinie vom Mießtal zur Saualpe/Savinška planina beteiligt war, aktivierte er alte Kontakte in Ettendorf. Auf diesen Anstoß hin entstand hier vor Ort eine Widerstandsgruppe, die später »Gruppe Käfer-Zellnig« genannt wurde. Im Mai/Juni 1944 wurde die Gruppe ausgehoben. Klančnik wurde anlässlich seiner Verhaftung schwer verletzt und ins Gaukrankenhaus verbracht, wo er mehrmals verhört wurde. Am 6. Jänner wurde er, wie neun weitere MitstreiterInnen, zum Tode verurteilt und am 12. Jänner in Graz hingerichtet. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 321.

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Janez, Johann, Klantschnik, Klantschnig-




Jüdische Opfer - KZFrauen explizit erwähnt



Charlotte Klarfeld, geboren am 07.04.1888 in Wien, gestorben k.A. im KZ Auschwitz (Polen). Charlotte Klarfeld war die Besitzerin der Villa Charlotte in Velden. Sie flüchtet im Herbst 1938 nach Lemberg, wo sie nach Angeben ihrer Tochter 1941 verhaftet wurde. Von Lemberg wurde sie in das KZ Auschwitz-Birkenau gebracht. Die genauen Umstände über ihren Tod sind nicht bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/klarfeld-charlotte/>.

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Wolfgang Klaus wurde am 9. August 1937 als Sohn eines Kraftfahrers geboren. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 zum Tod verurteilte Leiter der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" und Pflegerinnen angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Wolfgang Klaus wurde 28. Juni 1944 von "Schwester" Ottilie Schellander ermordet. Die meisten Opfer wurden vor ihrer Tötung mit überdosierten Schlafmitteln, in manchen Fällen mit Morphiuminjektionen, in die sogenannte Wäschekammer gebracht. Eine 1946 freigesprochene, junge Bedienerin im Siechenhaus sagte während des Prozesses: "bevor die Kinder getötet wurden, wurden sie gewöhnlich gewaschen […] Ich mußte aufräumen, Betten machen, die Pfleglinge waschen und füttern […] Wir waren über diese Tötungen sehr empört. Als die kleinen Kinder verschwunden sind, haben diese uns so leid getan, dass wir weinten […] ich glaube schon, dass einige wußten, dass sie getötet werden." Begraben wurde Wolfgang Klaus im Gräberfeld XV, 14. Reihe im Friedhof Annabichl in einem Armengrab, das in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt wurde. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Verhandlungsprotokoll. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Regina Klee wurde um das Jahr 1900 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Regina Klee war die Tochter eines Bergmann und wurde am 28. September 1944 von der Siechenhausleiterin mit hochdosiertem Morphium ermordet. Die Bedienerin Ilse Printschler 1946 vor Gericht: "Bei der Klee habe ich die Hände festgehalten, als die Pachner sie gespritzt hat. Es war im Herbst 1944. Ich habe die Klee gekannt, sie war verkrüppelt, hilflos und konnte nichts arbeiten." Ihr Leichnam wurde von der Prosektur des Gaukrankenhauses an die städtischen Friedhofsverwaltung übergeben und in einem Armengrab im Friedhof Annabichl, Feld XV, Grabreihe 15 beigesetzt. Das Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Helene Klein wurde um das Jahr 1898 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Helene Klein war unverheiratet und wurde am 7. Oktober 1943 im Alter von 45 Jahren ermordet. Ihr Leichnam wurde von der Prosektur des Gaukrankenhauses an die städtischen Friedhofsverwaltung übergeben und in einem Armengrab in Annabichl, Feld I, Reihe 26 beigesetzt. Das Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und später mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Rosina Kleinbichler, geboren am 20.09.1869 in Töplitsch, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Rosina Kleinbichler wurde im Mai 1921 mit der Diagnose Schizophrenie in das Krankenhaus Villach eingeliefert und im Rahmen der „T-4 Aktion“ im August 1940 mit anderen Personen in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Als offiziell Todesursache wurde den Verwandten ein Herzschlag mitgeteilt. Die Mittelung kam jedoch nicht aus Hartheim, sondern aus Sonnenstein in Sachsen. Durch die Mitteilung aus einer weitentfernten Anstalt sollte verhindert werden, dass misstrauische Angehörige zur betreffenden Einrichtung fahren. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kleinbicher-rosina/>.

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Kärntner PartisanInnenwiderstandOpfer der NS Justiz



Valentin Clementin, geboren am 06.12.1911 in Seebach, gestorben am 23.12. 1944 in Graz. Valentin Clementin war Maurerpolier und unterstütze eine Treffner Partisanengruppierung bei der Beschaffung von Waffen und Munition. Die Gruppe flog im November 1944 auf und wurde fast vollständig verhaftet. Er wurde am 21. Dezember 1944 zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde in Graz vollstreckt. Eine Gedenktafel für Valentin Clementin wurde im Jahre 1949 im Villacher Gemeinderat mehrheitlich abgelehnt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/clementin-valentin/>.

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Klement-




NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Helmut Klophaus wurde am 29. September 1939 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 zum Tod verurteilte Leiter der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Helmut Klophaus wurde am 27. Oktober 1943 von Ottilie Schellander im Alter von vier Jahren ermordet. Die meisten Opfer wurden vor der Tötung mit überdosierten Schlafmitteln, in manchen Fällen durch Morphium, in die sogenannte Wäschekammer gebracht. Eine 1946 freigesprochene, junge Bedienerin im Siechenhaus sagte während des Prozesses: "bevor die Kinder getötet wurden, wurden sie gewöhnlich gewaschen […] Ich mußte aufräumen, Betten machen, die Pfleglinge waschen und füttern […] Wir waren über diese Tötungen sehr empört. Als die kleinen Kinder verschwunden sind, haben diese uns so leid getan, dass wir weinten […] ich glaube schon, dass einige wußten, dass sie getötet werden." Begraben wurde Helmut Klophaus in einem Armengrab im Klagenfurter Friedhof Annabichl im Gräberfeld I, das in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt wurde. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Klopfaus, Kloppas, Klopphaus-




Kärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähnt



Emilija Kmet, Partisan*innenname Andreja, geboren 1920, gestorben am 09.02.1945 in der Arichwand/Karawanken. Emilija Kmet war Teil einer Gruppe von Oberkrainer Partisanen, die unter der Arichwand bei Ledenitzen einen Bunker errichteten, um den Kärntner Widerstand zu unterstützen. In diesem Bunker befanden sich zeitweise 20 Personen, obwohl dieser nur für 10 geplant war. Die Aufgabe bestand nicht in Kampfhandlungen mit der Wehrmacht, sondern im Aufbau eines Kommunikationsnetzwerkes. Dieses Netzwerk reichte bis zu den Schüttpartisanen im Gailtal. Der Bunker wurde verraten und am 09.02.1945 von der Wehrmacht attackiert. Es wurden acht Partisanen erschossen unter ihnen Emilija Kmet, die unter dem Decknamen Andreja agierte. Die Leichname der Partisanen wurden von den Nazis auf der Straße zwischen St.Jakob und St.Peter im Rosental aufgestellt. Nach einer Woche wurden sie bei der Drau vergraben. Nach Kriegsende wurden die Leichname exhumiert und ehrenvoll in St.Jakob begraben. Ein steinerner Obelisk mit der Aufschrift: „Partisanen gefallen im Kampf gegen den Faschismus“, in beiden Landessprachen erinnert an sie. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kmet-emilija/>.

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Mila-




Kärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähnt



Margaretha Knabl, geboren k.A., gestorben k.A.. Am 16. Oktober 1944 wurde das Glimmerbergwerk in St. Leonhard auf der Saualpe von einer Partisaneneinheit überfallen. Dabei wurde die Infrastruktur des Rüstungsbetriebes zerstört und zahlreiche Zwangsarbeiter konnten fliehen. Eine große Gruppe von ihnen und PartisanInnen (die Angaben schwanken zwischen 40 und 70 Personen) versteckte sich bis auf Weiteres beim Spitzbauern in Lamm bei Pustritz, der den PartisanInnenwiderstand unterstützte. Am 17. Oktober 1944 befanden sich außerdem zahlreiche Zivilisten am Hof, so das Bauernehepaar, die Schwester der Bäuerin Elise aus Wien und das zweijährige Kind deren Bruders. Auch der Vater der Bäuerin Alois Zirnig und zwei Frauen aus der Nachbarschaft waren vor Ort, eine davon war Margaretha Knabl. Zudem kamen zwei jugendliche Töchter eines nahegelegenen Bauern und die dort eingeteilte ukrainische Zwangsarbeiterin Maria Gelemi an den Hof. Offenbar wurde die Widerstandsgruppe am Hof des Spitzbauern der Polizei verraten. Gegen 16 Uhr wurde der Hof angegriffen, beschossen und in Brand gesteckt. Die anwesenden Menschen versuchten zu flüchten, doch zahlreiche Personen kamen zu Tode, die Angaben der Todesopfer schwankt zwischen 33 und 55. Das Bauernehepaar konnte in den Wald fliehen und fand nach der abendlichen Rückkehr die Leichen am abgebrannten Gehöft. Zusätzlich zu den am Hof ermordeten Personen wurden laut Zeitzeugenaussage mindestens zwei Arbeiter aus dem Glimmerbergwerk gefangen genommen, nach Unterdrauburg gebracht und dort erhängt. Die fünf ermordeten ZivilistInnen wurden am Ortsfriedhof beerdigt, wobei das Datum am Gedenkkreuz falsch angegeben ist, das Massaker ereignete sich am 17. Oktober 1944, nicht am 17. September. Quellen: Michael Guttenbrunner: „Spitzbauer“. 17. Oktober 1944. In: Die Einheit: für Fortschritt und Völkerverständigung, gegen Verleumdung und Lüge. Nummer 34 und 35, 7. und 14. September 1950. Lisa Rettl: Partisanendenkmäler: antifaschistische Erinnerungskultur in Kärnten. Studien Verlag 2006.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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Kärntner SlowenInnenOpfer der NS Justiz



Thomas Knapp, geboren am 16.12.1918 in Petschitzen bei Ledenitzen, gestorben am 10.07.1944 in der NS-Hinrichtungsstätte Brandenburg-Görden (Deutschland). Thomas Knapp desertierte 1944 von der Deutschen Wehrmacht während seines Heimaturlaubes. Er wurde von Johanna Gailer und Josef Noč mit Essen versorgt. Bei einem Kontrollgang wurde er von Gendarmeriebeamten entdeckt und verhaftet. Während dem Verhör verriet er seine zwei Helfer. Johanna Gailer konnte zu den Partisanen fliehe, Josef Noč wurde jedoch ebenfalls verhaftet. Thomas Knapp wurde zu Tode verurteilt. Das Urteil wurde im Zuchthaus Brandenburg-Görden vollstreckt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/knapp-thomas/>.

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Tomaž-




Opfer der NS JustizPolitischer Widerstand



Franciskus Knes, geboren am 24.04.1891 in Längendorf, gestorben am 04.11.1941 im Zuchthaus Brandenburg-Görden (Deutschland). Der Tischlergehilfe Franciskus Knes war Mitglied einer Widerstandsgruppe in Maria Gail, die Teil des transnationalen Widerstands TIGR war. Seine Frau Theresie, seine Tochter Anna und sein Sohn Alois waren ebenfalls Mitglieder. Franciskus Knes wurde gemeinsam mit seiner Ehefrau und Tochter im Juni 1940 verhaftet. Sein Sohn, der die Gruppe geführt hatte, konnte nach Jugoslawien fliehen. Franciskus Knes wurde gemeinsam mit fünf anderen Mitgliedern der Gruppe wegen Hochverrates zum Tode verurteilt. Seine Ehefrau und Tochter erhielten nur Zuchthausstrafen und überlebten den Krieg. Das Todesurteil wurde am 04.11.1941 in Zuchthaus Brandenburg-Görden durch Enthauptung vollzogen. Vor seinem Tod schrieb Knes noch einen Brief an seine Frau und Tochter, in dem er ihnen mitteilte, dass er in den letzten Stunden gut behandelt worden ist, genug zu essen und trinken hatte und, dass er die beiden gerne noch einmal an die Brust drücken würde. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/knes-franz-2/>.

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Franz-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähnt



Marija Knez, geboren am 15.05.1910 in Lobnig/Lobnik, gestorben am 12.01.1947 im LKH Klagenfurt. Marija Knez wurde am 15. Mai 1910 in Lobnig/Lobnik als Tochter des Sabodinbauern Jakob Žagar und dessen Frau Katarina Bohinčar geboren. 1936 heiratete sie Florijan Knez, mit dem sie zwei Kinder bekam. Florijan Knez wurde im August 1941 zur Wehrmacht eingezogen und kehrte 1945 zurück. Marija Knez wurde währenddessen Teil des Lobniker Unterstützungsnetzwerkes für den Widerstand. In der Verhaftungswelle vom Jänner 1944 wurde sie gefasst und unmittelbar nach ihrer Verhaftung ins KZ Ravensbrück eingewiesen. Sie erlebte die Befreiung des Lagers, aber kehrte gesundheitlich schwer geschädigt nach Hause zurück. Nach Angaben einer mit Marija Knez internierten Frau hätte sie im KZ epileptische Anfälle gehabt, woraufhin Mithäftlinge sie mit Wasser überschüttet hätten. Daraufhin sei sie an einer Lungenentzündung und schließlich an TBC erkrankt. Im Juni 1946 musste Marija Knez ins Krankenhaus und kehrte bis zu ihrem Tod nicht mehr zurück. Ihr jüngstes Kind war bei ihrem Tod fünf Jahre alt. Ihr Mann heiratete erneut. Auch seine zweite Frau war wegen Partisanenunterstützung im KZ Ravensbrück gewesen. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 252 f.

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ŽagarMaria, Knes-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Karl Knez, geboren am 02.11.1923 in Remschenig/Remšenik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben Anfang März 1944 bei Solčava/Sulzbach. Karl Knez wurde am 2. November 1923 in Remschenig/Remšenik als Sohn von Šimen Knez und Matilde Demšar geboren. Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und musste schon früh bei Bauern in der Umgebung als Hirtenbube und später als Knecht abreiten. 1941 wurde Karl Knez zur Wehrmacht einberufen. Er desertierte 1943 und schloss sich im Juni den Partisanen an. Dort erhielt er den Namen Bogdan. Er war wissbegierig und schon bald stellvertretender Kommandant der Ostkärntner Abteilung. Am 15. Jänner 1944 wurde er beim Überfall auf das Eisenkappler Zollhaus schwer verwundet. Er wurde bei der Familie vlg. Šejna untergebracht. Am nächsten Tag hatte die Familie Urbančič eine Hausdurchsuchung, Bogdan wurde aber nicht gefunden. Er verließ nach Einbruch der Dämmerung die Familie, um diese zu schützen. Er wurde in einem Partisanenbunker gepflegt, ging jedoch zu früh wieder auf Patrouille. Er verkühlte sich, seine Wunden entzündeten sich und er verstarb Anfang März 1944. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 274 f.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Karol, Knes, Kness-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Franc Knez wurde als Franc Demšar geboren, die Eltern heirateten erst nach seiner Geburt. Franc Knez war Arbeiter. Im September 1943 schloss er sich den Partisanen an und trug künftig die Partisanennamen Johan und Jelen. Er machte rasch Karriere. Franc Knez war mit seiner Einheit, in der er es bis zum Politischen Kommissar brachte, in Kärnten sowie in der Untersteiermark aktiv. Im Jänner 1944 wurde er am Bein schwer verwundet. Der erst 19 Jahre alte Franc Knez wurde am 22. Jänner 1945 nahe der Vegl-Liegenschaft von SS-Polizeieinheiten erschossen. Quelle: Entner, Brigitte: … als die Polizeieinheiten zum Hof kamen …. In Erinnerung an die Kärntner-slowenischen Opfer der NS-Verfolgung aus Bad Eisenkappel-Vellach. Eigenverlag, Bad Eisenkappel-Vellach/Železna kapla-Bela, 2021. S. 147.

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DemšarFranz, Josef, Kness, Knes-




Kärntner SlowenInnen



Paulus Kobenčič, geboren am 29.06.1905 in Pulpitsch, gestorben am 26.03.1943 in Friedrichshafen (Deutschland). Paulus Kobenčič war Wehrmachtssoldat. Nach dem Tod seines Vaters wollte er den Hof übernehmen. Die NS-Behörden verweigerten dies, da er sich für das Slowenische eingesetzt hat und stellten einen Antrag auf Enteignung. Drauf hin nahm sich Paulus Kobenčič das Leben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kobencic-paul/>.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Paul-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Severin Koch, geboren am 17.02.1924, gestorben am 14.01.1944 im Strafgefangenenlager Rodgau-Dieburg. Severin Koch wurde am 17. Feber 1924 als Sohn vom Fabrikarbeiter Severin Koch und seiner Frau Neža Tonitz geboren. Nach dem Besuch der Volksschule begann Severin Koch jun. eine Lehre zum Bäcker auf dem Gut Miklauzhof. Nach Abschluss der Lehre blieb er dort als Bäckergeselle. Im Sommer 1942 fand er über Franz Weinzerl Zugang zur organisierten Widerstandsbewegung der OF (Osvobodilna fronta). Dennoch folgte er seinem Einberufungsbefehl und wurde mit 16. Oktober 1942 Angehöriger der Wehrmacht. Am 13. Dezember 1942 wurde Severin Koch in seiner Kaserne in Klagenfurt verhaftet, ins örtliche Garnisonsgefängnis überstellt und wegen Hochverrats angeklagt. Am 26. Juli 1943 wurde er zu zwei Jahren Zuchthaus und zum Verlust der Wehrwürdigkeit verurteilt. Sein relativ mildes Urteil wurde vom Gericht damit begründet, dass er noch sehr jung sei und dass er sich als Soldat in der Ausbildung bewährt hätte. Seine Haftstrafe musste Severin Koch in der Strafanstalt Rodgau-Dieburg in Hessen verbüßen. In dieser Strafanstalt durften Häftlinge nur Außenarbeiten durchführen. Sie diente ausdrücklich zur „Arbeitskraftverwertung“ von Häftlingen. Am 14. Jänner 1944 starb Severin Koch in der Strafanstalt. Er wurde am örtlichen Waldfriedhof begraben. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 170 f.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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Kärntner SlowenInnenKZ OpferFrauen explizit erwähnt



Isidor Kofler, geboren am 01.05.1887 in Susalitsch, gestorben am 25.03.1944 im KZ Lubin-Majdanek (Polen). Isidor Kofler war verheiratet und hatte vier Kinder. Über sein Leben ist wenig bekannt. In den Dokumenten findet sich sein Name erstmals bei der Überstellung vom KZ Strutthof in das KZ Dachau im Jänner 1942. Dort erhielt er die Häftlingsnummer 40335 sowie den Vermerk „AZR (Arbeitszwang Reich)“. Im Jänner 1944 wurde er mit einem Invalidentransport vom KZ Dachau in das KZ Lubin-Majdanek gebracht. Als offizielle Todesursache wurde von der Lagerleitung „Kreislaufschwäche infolge Magen-Darmkatarrh“ vermerkt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kofler-isidor-2/>.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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Individueller WiderstandKZ OpferFrauen explizit erwähnt



Josefine Kofler, geboren am 18.11.1896 in St. Veit an der Glan, gestorben am 27.12.1944 im KZ Ravensbrück (Deutschland). Josefine Kofler stellte ihre antinationalsozialistische Einstellung offen zur Schau, stritt auch immer wieder mit ihrem Nachbarn darüber. Sie wurde auch mehrmals vom Ortsgruppenleiter dafür verwarnt. Als sie russische Zwangsarbeiter, die in der Nähe einen Luftschutzbunker bauten, mehrmals mit Essen unterstütze, wurde sie im Oktober 1944 verhaftet. Ihr Mann bemühte sich beim Ortsgruppenleiter um eine Freilassung oder Strafmilderung, dieser lehnte mit den folgenden Worten ab: „Für ihre Frau kommt weder eine Milderung noch eine Freilassung in Frage. Wir haben sie oft genug gewarnt und nachdem dies nichts half, sind wir froh, dass wir sie haben. Außerdem haben wir schon lange auf sie gewartet“. Josefine Kofler wurde in das KZ Ravensbrück deportiert, wo sie starb. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kofler-josefine-geb-pawel/>.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Pawel-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Stanko Kogoj, geboren am 13.11.1935 in Koprein Petzen/Podpeca, gestorben am 25.04.1945 am Bauernhof vulgo Peršman in Koprein Petzen/Podpeca. Stanko Kogoj wurde am 13. November 1935 in Koprein Petzen/Podpeca geboren. Seine Eltern waren Lukas Kogoj und Marija Kogoj (geborene Haberc), diese hatten zwölf Kinder, Stanko war das siebente. Die Familie lebte am Čemerhof in der Nachbarschaft des Peršmanhofs. Nachdem Stankos Vater 1943 verhaftet und ins KZ Dachau deportiert wurde, schloss sich seine Mutter dem PartisanInnenwiderstand an. Zwei ihrer Kinder, Stanko und seine sechs Jahre jüngere Schwester Adelgunda, gab sie zu ihrer Schwester Ana zur Pflege, diese war die Peršman-Bäuerin. Wenige Tage vor Kriegsende ereignete sich am Peršmanhof ein Massaker verübt durch Nationalsozialisten. Am 25. April 1945 kam das 13. SS-Polizeiregiment zum Hof weil dort eine große Gruppen von PartisanInnen lagerte. Die SS-Polizeieinheit ermordete elf Menschen, allesamt Zivilisten: vier Erwachsene (die Altbäuerin Franciska, das Besitzerehepaar Lukas und Ana und die Schwester des Bauern Katharina Dobravc), und sieben Kinder (drei Kinder der Hofbesitzer, zwei Kinder von Katharina Dobravc, und zwei Kinder vom Nachbarhof, Stanko und seine Schwester Adelgunda). Der Bauernhof wurde fast vollständig abgebrannt. Drei am Tatort anwesende Kinder überlebten, zwei davon schwer verletzt. Stanko wurde neun Jahre alt, auch seine dreijährige Schwester Adelgunda wurde beim Massaker ermordet. Quellen: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 308. Gudrun Blohberger / Lisa Rettl (Hg.): Peršman. Wallstein Verlag, Göttingen, 2014, S. 31-32, 270-271.

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Stanko, Stanislav-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Adelgunda Kogoj, geboren am 28.01.1942 1935 in Koprein Petzen/Podpeca, gestorben am 25.04.1945 am Bauernhof vulgo Peršman in Koprein Petzen/Podpeca. Adelgunda Kogoj wurde am 28. Jänner 1942 in Koprein Petzen/Podpeca geboren. Ihre Eltern waren Lukas Kogoj und Marija Kogoj (geborene Haberc), diese hatten zwölf Kinder, Adelgunda war das neunte. Die Familie lebte am Čemerhof in der Nachbarschaft des Peršmanhofs. Nachdem Adelgundas Vater 1943 verhaftet und ins KZ Dachau deportiert wurde, schloss sich ihre Mutter dem PartisanInnenwiderstand an. Zwei ihrer Kinder, Adelgunda und ihren sechs Jahre älteren Brunder Stanko, gab sie zu ihrer Schwester Ana zur Pflege, diese war die Peršman-Bäuerin. Wenige Tage vor Kriegsende ereignete sich am Peršmanhof ein Massaker verübt durch Nationalsozialisten. Am 25. April 1945 kam das 13. SS-Polizeiregiment zum Hof weil dort eine große Gruppen von PartisanInnen lagerte. Die SS-Polizeieinheit ermordete elf Menschen, allesamt Zivilisten: vier Erwachsene (die Altbäuerin Franciska, das Besitzerehepaar Lukas und Ana und die Schwester des Bauern Katharina Dobravc), und sieben Kinder (drei Kinder der Hofbesitzer, zwei Kinder von Katharina Dobravc, und zwei Kinder vom Nachbarhof, Adelgunda und ihr Bruder Stanko). Der Bauernhof wurde fast vollständig abgebrannt. Drei am Tatort anwesende Kinder überlebten, zwei davon schwer verletzt. Adelgunda wurde drei Jahre alt, auch ihr neunjähriger Bruder Stanko wurde beim Massaker ermordet. Quellen: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 308. Gudrun Blohberger / Lisa Rettl (Hg.): Peršman. Wallstein Verlag, Göttingen, 2014, S. 31-32, 270-271.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Lukas Kogoj, geboren am 04.09.1901 in Lobnig/Lobnik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 11. 04.1945 im KZ Dachau. Lukas Kogoj wurde am 4. September 1901 in Lobnig/Lobnik als Sohn von Lucas Kogoj, der aus dem slowenischen Primorska/Küstenland stammte, und Barbara Mochar geboren. Zum Zeitpunkt der Geburt war der Vater Besitzer der vlg. Vegl Hube in Lobnig. Lukas Kogoj jun. war landwirtschaftlicher Arbeiter bei seinem Vater, als er 1933 Marija Haberc heiratete. Die beiden hatten sieben Kinder, wobei das jüngste einen Monat vor der Verhaftung geboren wurde. Luka Kogoj wurde gemeinsam mit seinen ältesten Kindern aufgrund ihrer Verbindung zu den Partisanen am 12. Oktober 1943 verhaftet. Er kam zwei Wochen in Gestapohaft, bevor er ins KZ Dachau deportiert wurde, wo er am 13. November 1943 als „Schutzhäftling“ ankam. Am 14. März 1944 wurde er ins KZ Natzweiler/Außenlager Neckarelz überstellt. Ein halbes Jahr später kam er zurück nach Dachau und wurde dort dem Außenlager Augsburg-Pfersee zugewiesen. Am 28. Dezember 1944 kehrte er erkrankt ins Stammlager zurück und starb dort am 11. April 1945. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 213 f.

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Luka, Kogoy-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Johann Kogoj, geboren am 18.05.1904 in Leppen/Lepena, Eisenkappel/Železna Kapla, vermisst seit 31.12.1944. Johann Kogoj wurde am 18. Mai 1904 als lediger Sohn der Bauerntochter Katarina Ošina, vlg Bajdl in Leppen, geboren. Ein Jahr darauf heiratete seine Mutter den vlg. Breznik-Bauern, Jurij Kogoj, der bald nach Beginn des Ersten Weltkrieges gefallen ist. Der Jungbauer Johann Kogoj heiratete 1931 Neža Oraže, mit der er neun Kinder großzog. Nach Kriegsbeginn wurde er kurz zur Wehrmacht eingezogen, jedoch bald wieder entlassen. Am 2. September 1944 wurde er neuerlich einberufen. Zum Schutz der Familie wurde er in den frühen Morgenstunden des 4. September 1944 von den Partisanen in einer Aktion „zwangsrekrutiert“. Vorwiegend wurde er im Gebiet um Eisenkappel und der Štajerska/Untersteiermark eingesetzt. Bei einer kämpferischen Auseinandersetzung mit deutschen Einheiten an der Save Ende Dezember 1944 wurde er zum letzten Mal gesehen. Aus seinem Partisanenbataillon überlebten nur sieben Personen. Das Landesgericht Klagenfurt legte seinen Todestag mit 31. Dezember 1944 fest. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 276 f.

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Johan, Ivan, Kogoy-








Franz Kohlweg, geboren am 11.01.1896 in der Pfarre St. Ruprecht bei Völkermarkt, gestorben am 03.08.1943. Er heiratete 1922 nachTihoja in der Pfarre St. Philippen ob Sonnegg und lebte dort. Weitere Informationen zum Leben und Schicksal von Franz Kohlweg konnten nicht gefunden werden.

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Kärntner SlowenInnenKZ OpferJugendliche explizit erwähnt



Jožef Kokot, geboren am 18.09.1923 in Oberdorf bei Köstenberg, gestorben am 25.09.1944 im KZ Mauthausen. Jožef Kokot wuchs am Hof seiner Familie auf und arbeitete dort auch fleißig mit. Nach dem Anschluss musste er als Knecht am Hof der Familie Kuchling arbeiten, da deren Söhne freiwillig zur Deutschen Wehrmacht gegangen sind. Als die Familie Kokot von ihrem Hof vertrieben und deportiert worden ist, wurde es Jožef freigestellt, mit dieser mitzugehen oder am Hof der Familie Kuchling zu verbleiben. Die gesamte Familie kam zuerst in das Lager in Rehnitz, von wo aus sie nach drei Monaten in das Lager in Rastatt gebracht wurden. Dort wurde Jožef im Stadtgefängnis eingesperrt, da er Kontakt zu russischen Häftlingen hatte. Seine Familie sah ihn noch einige Male, wie er beladene Wagen durch die Stadt zog. Die Lagerleitung teilte der Familie nicht mit, wohin Jožef danach gebracht wurde. Erst nach dem Krieg stellte sich heraus, dass Jožef in das KZ Mauthausen gebracht wurde, dort erhielt er die Häftlingsnummer 91659. Am 12. September wurde er in das Außenlager KZ Loibl gebracht und für den Tunnelbau eingesetzt. Am 21. September kam er zurück in das KZ Mauthausen, wo er kurz darauf ermordet wurde, der Grund dafür ist nicht vermerkt. Die Eltern erhielten von den österreichischen Behörden erst im Herbst 1953 die Sterbeurkunde ihres Sohnes. Quellen: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kokot-jozef/>.

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Informationen zum Leben und Schicksal des jugoslawischen Partisan Filip Kolar konnten nicht gefunden werden.

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Über das Leben und Schicksal Jože Komars ist nichts bekannt.

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Jüdische Opfer - KZ



Ernst Kopeinig, geboren am 07.12.1912 in Nagyszombat (Ungarn), gestorben am 09.07.1942 im KZ Auschwitz (Polen). Ernst Kopeinig war der Sohn von Josef und Irene Kopeinig, die in Ungarn heirateten. Sein Vater wurde in Afritz 1878 geboren. Ernst Kopeinig hatte fünf weiter Geschwister, die alle in Ungarn geboren wurden. Die Familie zog 1933 nach Bad Bleiberg bei Villach. Ernst und seine Schwester Margareta wurden aus „rassischen“ Gründen deportiert. Da sein Vater katholisch war, ist davon auszugehen, dass seine Mutter jüdischer Abstammung war. Er wurde von Bratislava/Pressburg über Lubin in das KZ Auschwitz gebracht, wo er ermordet wurde. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kopeinig-ernst/>.

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Jüdische Opfer - KZFrauen explizit erwähnt



Margareta Kopeinig, geboren am 07.10.1914 in Nagyszombat (Ungarn), gestorben k.A.. Margareta Kopeinig war die Tochter von Josef und Irene Kopeinig, die in Ungarn heirateten. Ihr Vater wurde in Afritz 1878 geboren. Margareta Kopeinig hatte fünf weiter Geschwister, die alle in Ungarn geboren wurden. Die Familie zog 1933 nach Bad Bleiberg bei Villach. Margareta und ihr Bruder Ernst wurden aus „rassischen“ Gründen deportiert. Da ihr Vater katholisch war, ist davon auszugehen, dass ihre Mutter jüdischer Abstammung war. Ihr letzter bekannter Aufenthaltsort war Bratislava/Pressburg. Todesort, -datum oder -umstände sind nicht bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kopeinig-margareta/>.

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NS-Euthanasie



Markus Kopeinig, geboren 1892, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Der Kutscher Markus Kopeinig wurde im Jänner 1940 mit der Diagnose „Lues cerebri“ in das Villacher Krankenhaus eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde er im Juni 1940 mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kopeinig-markus/>.

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Religiöser WiderstandKZ Opfer



Anton Koperek, geboren am 28.02.1902 in Essen an der Ruhr (Deutschland), gestorben am 11.11.1942 im KZ Dachau (Deutschland). Anton Koperek wuchs im Ruhrgebiet auf. Nach seiner Reifeprüfung 1923 kam er an das Priesterseminar der Diözese Gurk in Klagenfurt. Nach seiner Priesterweihe war er in einigen Kärntner Gemeinden als Kaplan tätig. Während seiner Tätigkeit als Kaplan machte Anton Koperek an der Karl-Franzens-Universität in Graz das Doktorat in Theologie und später das Doktorat der Rechte. Ab Mai 1937 wurde er zum Pfarrer in Kreuzen bei Paternion. Er äußerte sich immer wieder kritisch zur NS-Euthanasie und der Vertreibung von Kärntner Slowen*innen. Da er auch Polnisch sprach, hatte er gute Kontakte zu den polnischen Zwangsarbeitern in der Region. Diese besuchten auch immer wieder die Messe, was ihnen aber nicht erlaubt war, da es ihnen verboten war, die Messe gemeinsam mit Deutschen zu besuchen. Dies war auch der Grund für seine Verhaftung im Mai 1942. Im Juli 1942 wurde er als Schutzhäftling mit der Nummer 31534 im KZ Dachau eingeliefert. Seine Mutter, die inzwischen bei seinem Bruder Franz in St. Paul bei Ferndorf wohnte, erhielte im Dezember 1942 die Nachricht über seinen Tod. Als offizielle Todesursache wurde „Darmkattarh“ genannt. Seine Schwester Elisabeth wollte 1950 den Fall vor Gericht bringen, um herauszufinden, wer ihren Bruder verraten hat. Der damalige Pfarrer in Kreuzen blockierte dies, auch mit der Drohung die Erbschaftsangelegenheiten zu verkomplizieren. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/koperek-anton/>.

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Maks Kopušar, geboren am 25.1.1914, vermisst seit November 1943. Maks Kopušar hatte mit seiner Lebensgefährtin Eliza Varh eine kleine Tochter, die im Dezember 1943 zur Welt kam. Vier Monate vor der Geburt seiner Tochter hatte sich Maks Kopušar den Partisanen angeschlossen. Seit November 1943 blieb er vermisst. Maks Kopušar war zu diesem Zeitpunkt 29 Jahre alt. Quelle: Brigitte Entner: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014.

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Max, Kopusar-




Kärntner PartisanInnenwiderstand



Ivan Kordež, geboren k.A., gestorben am 09.02.1945 in Arichwand/ Karawanken. Ivan Kordež war Teil einer Gruppe von Oberkrainer Partisanen, die unter der Arichwand bei Ledenitzen einen Bunker errichteten, um den Kärntner Widerstand zu unterstützen. In diesem Bunker befanden sich zeitweise 20 Personen, obwohl dieser nur für 10 geplant war. Die Aufgabe bestand nicht in Kampfhandlungen mit der Wehrmacht, sondern im Aufbau eines Kommunikationsnetzwerkes. Dieses Netzwerk reichte bis zu den Schüttpartisanen im Gailtal. Der Bunker wurde verraten und am 09.02.1945 von der Wehrmacht attackiert. Es wurden acht Partisanen erschossen, unter ihnen Ivan Kordež. Die Leichname der Partisanen wurden von den Nazis auf der Straße zwischen St.Jakob und St.Peter im Rosental aufgestellt. Nach einer Woche wurden sie bei der Drau vergraben. Nach Kriegsende wurden die Leichname exhumiert und ehrenvoll in St.Jakob begraben Ein steinerner Obelisk mit der Aufschrift „Partisanen gefallen im Kampf gegen den Faschismus“ in beiden Landessprachen erinnert an sie. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kordez-ivan/>.

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Karl Kosir, geboren am 04.11.1919, gestorben am 02.02.1945 in Ebriach/Obirsko. Karl Kosir war Eisenwalzer und lebte und arbeitete in Unterloibl. Am 22. September 1944 wurde er dort von Partisanen rekrutiert. Am 2. Feber 1945 starb er in Trögern, als er in der Nähe des vlg. Bistrčnik von deutschen Einheiten erschossen wurde. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 286.

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Košir, Koschier-




Kärntner SlowenInnenOpfer der NS Justiz



Raimund Franz Mathias Kotnik, geboren am 29.08.1887 in Villach, gestorben am 20.11.1944 in der NS-Hinrichtungsstätte Landesgericht Graz. Raimund/Rajko Kotnik war wie sein Vater k. u. k. Beamter. Als er 1942 unter unbekannten Umständen verhaftet wurde, lebte er mit seiner Frau in Raven na Koroškem. Er wurde erst im September 1944 wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde im November 1944 am Landesgericht Graz durch Enthauptung vollzogen. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kotnik-raimund-rajko-franz-mathias/>.

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Rajko-




KZ Opfer



Czeslaw Kowalski, geboren am 11.04.1909 in Lodz (Polen), gestorben am 16.02.1944 im KZ Loibl. Czeslaw Kowalski, geboren am 11.4.1909 in Lodz, Polen, wurde nach seiner Einlieferung ins Konzentrationslager in Mauthausen mit der Nummer 34553 registriert. Nach seiner Verlegung in die Konzentrationslager am Loibl-Pass wurde er dort bei einem angeblichen Fluchtversuch aus dem KZ Loibl-Nord am 16. Februar 1944 erschossen. Fluchtversuche von Häftlingen wurden häufig als Vorwand benutzt, um Häftlinge grundlos zu erschießen. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 241, 242.

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NS-Euthanasie



Viktor Kowatsch, geboren am 1903, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Viktor Kowatsch kam mit einer geistigen Behinderung zu Welt und wurde im April 1940 in das Gaukrankenhaus Klagenfurt eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde er im Juni 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kowatsch-viktor/>.

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Kärntner SlowenInnenFrauen explizit erwähnt



Katarina Kožlak, geboren am 23.11.1920 in Ebriach/Obirsko, gestorben am 05.02.1945 in Ebriach/Obirsko. Katarina Kožlak wurde am 23. November 1920 als Tochter von Pavla Kožlak, die Magd beim vlg. Bistričnik in Ebriach war, geboren. Katarina Kožlak wuchs auf diesem Hof auf und arbeitete dort später selbst als Magd. Ihre Mutter verstarb 1939. Anfang Feber 1945 wurde in unmittelbarer Nähe des Wohnhauses der Partisan Karl Košir erschossen. Am 5. Feber 1945 wurde auch Katarina Kožlak vor dem Haus von deutschen Einsatzkräften erschossen. Der Grund für die Erschießung ist nicht bekannt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 296.

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Katra, Kozlak-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Krautzer, geboren am 1894, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Krautzer wurde als „Gemeindearme“ im Mai 1939 in das Siechenhaus in Klagenfurt eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde sie im August 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/krautzer-maria/>.

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Informationen zum Leben und Schicksal von Krašovec Alojzij konnten nicht gefunden werden.

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Franz Krebs, geboren am 14. Mai 1923, gestorben am 17. Dezember 1943. Franz Krebs, ein Landarbeiter aus Remschenig, schloss sich im Dezember 1943 den Partisanen an. Wenige Tage danach verlor er sein Leben. Der Historiker Linasi vermutet, dass er von den Partisanen getötet wurde, da sie ihn für einen Gestapo-Spitzel hielten. Quelle: Entner, Brigitte: … als die Polizeieinheiten zum Hof kamen …. In Erinnerung an die Kärntner-slowenischen Opfer der NS-Verfolgung aus Bad Eisenkappel-Vellach. Eigenverlag, Bad Eisenkappel-Vellach/Železna kapla-Bela, 2021. S. 166–167.

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Franc, Kreps-




NS-Euthanasie



Karl Kreiner, geboren am 21.03.1881, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Der Hilfsarbeiter Karl Krainer wurde im November 1925 mit der Diagnose Schizophrenie in das Krankenhaus Villach eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde er im März 1941 gemeinsam mit anderen Personen, nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kreiner-karl/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Olga Krems, geboren am 12.09.1939 in Villach, gestorben am 20.11.1943 im KZ Auschwitz (Polen). Olga Krems war die Tochter von Anna Krems und Konrad Bernart und gehörte der Volksgruppe der Sinti an. Sie hatte noch einen Bruder namens Josef. Sie kam im November 1943 im KZ Auschwitz ums Leben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/krems-olga/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Anna Kreuzer, geboren 1892, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Anna Kreuzer wurde als Gemeindearme im Dezember 1937 mit der Diagnose Schizophrenie in das Villacher Krankenhaus eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde sie im Juli 1941 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kreuzer-anna/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Klara Krieber wurde 1893 geboren, gestorben am 25.08.1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Über die Lebensgeschichte von Klara Krieber sind nicht viele Informationen vorhanden. Nachforschungen von Marina Jamritsch zufolge soll sie in Rattendorf im Gailtal gelebt haben und als „behindert“ eingestuft worden sein. In einem Gespräch mit einer Verwandten konnte sie lediglich eruieren, dass „so gut wie nichts mehr über sie bekannt ist“ und in der Familie nicht über sie gesprochen wurde. Sie dürfte jedenfalls zuerst in der „Siechenanstalt“ Villach untergebracht gewesen sein, von wo aus sie dann in die psychiatrische Abteilung Klagenfurt gebracht wurde. Es findet sich in den Akten ein Vermerk, der von einem Besuch „einer Bekannten“ für Klara Krieber am 28.3.1940 spricht. Ihr Transport nach Niedernhart/Hartheim erfolgte am 29.6.1940, wo sie ermordet wurde. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 73f

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Clara-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Irene Krisch, geboren am 15.09.1891 in Hüttenberg, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Irene Kirsch wurde im Juli 1939 mit der Diagnose Schizophrenie in das Gaukrankenhaus Klagenfurt eingeliefert und im Rahmen der „T-4 Aktion“ im August 1940 gemeinsam mit anderen Personen in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Den Verwandten wurde mitgeteilt, dass sie überraschend verstorben sei. Die Mittelung kam jedoch nicht aus Hartheim, sondern aus Grafeneck. Durch die Mitteilung aus einer weitentfernten Anstalt sollte verhindert werden, dass misstrauische Angehörige zur betreffenden Einrichtung fahren. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/krisch-irene/>.

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Informationen zum Leben und Schicksal des jugoslawischen Partisan Fabian Kristijančič konnten nicht gefunden werden.

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Kärntner PartisanInnenwiderstandKärntner SlowenInnen



Florijan Križnar - Partisanenname Flora, geboren am 04.05.1914, gestorben am 06.05.1944 in Matschach/ Mače. Florijan Križnar wurde am 4. Mai 1914 in eine kinderreiche Familie aus Windisch Bleiberg/ Slovenji Plajberk, die später nach Matschach zog, geboren. Seine Familie unterstützte von Beginn an den Partisan*innen-Widerstand, sodass das Familienhaus einen bedeutenden Treffpunkt darstellte. Als Anfang Mai die Gestapo nach Matschach kam, wurde Florijan erschossen. Seine Mutter und die sieben Geschwister hingegen wurden festgenommen. Lediglich für seine Mutter und einen Bruder kommt es zur Freilassung, die anderen sechs Geschwister wurden in diverse KZs deportiert, die sie überlebten. Sein jüngster Bruder, zum Zeitpunkt der Gefangennahme 15 Jahre alt, erlitt massive physische und psychische Schädigungen infolge der Inhaftierung. Quellen: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 413.

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Florian, Flori, Krischnar, Krieschner-




KZ OpferJugendliche explizit erwähnt



Marian Krulikowski, geboren 1924 in Lodz (Polen), gestorben am 06.07.1945 im Krankenhaus Golnik (Slowenien). Der Pole Marian Krulikowski (Mauthausen Nr. 77609), geboren 1924 im polnischen Lodz, kam am 12. Juli 1944 mit einem Transport als Häftling in die Konzentrationslager am Loibl-Pass. Nach der Befreiung des Lagers am 13. Mai 1945 wurde er ins Krankenhaus Golnik eingeliefert und starb dort am 6. Juli 1945. Quellen: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 409, 416.

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KZ Opfer



Michael Kruk, geboren am 01.01.1911 in Narajow/Tarnopol (Russland), gestorben am 08.02.1944 im KZ Loibl. Michael (Mihael oder Jan) Kruk, geboren am 1.1.1911 in Narajow/Tarnopol, Russland, wurde nach seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen mit der Nummer 34682 registriert. Nach seiner Verlegung in die Konzentrationslager am Loibl-Pass wurde er dort bei einem angeblichen Fluchtversuch am 8. Februar 1944 erschossen. Fluchtversuche von Häftlingen wurden häufig als Vorwand benutzt, um Häftlinge grundlos zu erschießen. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 241.

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Mihael, Jan-




Politischer Widerstand



Karl Krumpl, geboren 27.09.1909, gestorben 22.03.1945. Der gebürtige St. Veiter Karl Krumpl war Schriftsetzer bei der Carinthia Druckerei, Sekretär bei der „Vaterländischen Front“, Landtagsabgeordneter und Gemeinderat in Klagenfurt. Von 1938 bis 1941 wurde eraufgrund seiner politischen Tätigkeit inhaftiert. Nach seiner Entlassung schloss er sich der „Antifaschistischen Freiheitsbewegung Österreichs“ an. Im November 1942 ging Karl zur Wehrmacht, weshalb er im Afrikafeldzug diente. Nachdem die Widerstandsgruppe in Kärnten enttarnt worden war, wurde er im Sommer 1943 in Tunis verhaftet, nach Wien gebracht und am 11. August 1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Ein paar Wochen vor Kriegsende, im März 1945, wurde er von zwei Henkern mit dem Fallbeil hingerichtet. Quellen: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 576-578.

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Link




Politischer WiderstandKZ Opfer



Friedrich Krögler, geboren am 04.06.1898 in Wien, gestorben 14.06.1938 im KZ Dachau (Deutschland). Er war Funktionär der Vaterländischen Front. Seine Verhaftung erfolgte auch aus persönlichen Gründen durch Nazis vor Ort als Reaktion auf Konflikte in der Zeit des Austrofaschismus. Die Tageszeitung „Freie Stimmen“ veröffentlichte am 15. März 1938 eine Liste von 40 Gefangenen. Der Großteil der Gefangenen war politisch aktiv und trat für die Erhaltung des Ständestaates ein. Auf dieser Liste schien auch Friedrich – auch genannt Fritz – Krögler auf. Er wurde am 24. März als Schutzhäftling im KZ Dachau mit der Häftlingsnummer 14251 registriert. Nur zwei Wochen später verstarb er dort. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/krogler-fritz/>.

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Fritz-




Kärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähnt



Cirila Kržišnik, Partisanen*innenname Tona, geboren k.A., gestorben 09.02.1945 in Arichwand/ Karawanken. Cirila Križišnik war Teil einer Gruppe von Oberkrainer Partisanen, die unter der Arichwand bei Ledenitzen einen Bunker errichteten, um den Kärntner Widerstand zu unterstützen. In diesem Bunker befanden sich zeitweise 20 Personen, obwohl dieser nur für 10 geplant war. Die Aufgabe bestand nicht in Kampfhandlungen mit der Wehrmacht, sondern im Aufbau eines Kommunikationsnetzwerkes. Dieses Netzwerk reichte bis zu den Schüttpartisanen im Gailtal. Der Bunker wurde verraten und am 09.02.1945 von der Wehrmacht attackiert. Es wurden acht Partisanen erschossen unter ihnen Cirila Križišnik, die unter dem Decknamen Tona agierte. Die Leichname der Partisanen wurden von den Nazis auf der Straße zwischen St.Jakob und St.Peter im Rosental aufgestellt. Nach einer Woche wurden sie bei der Drau vergraben. Nach Kriegsende wurden die Leichname exhumiert und ehrenvoll in St.Jakob begraben Ein steinerner Obelisk mit der Aufschrift „Partisanen gefallen im Kampf gegen den Faschismus“ in beiden Landessprachen erinnert an sie. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/krzisnik-cirila/>.

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Opfer der NS JustizPolitischer Widerstand



Josef Kuchler, geboren am 07.07.1908 in Nötsch, gestorben am 30.06.1942 in der NS Hinrichtungsstätte Landesgericht Graz. Josef Kuchler erlernte den Beruf des Schusters und war bereits in jungen Jahren im Arbeiterturnverein und bei der Arbeiterjugend aktiv. 1926 kam er als Bauarbeiter zur ÖBB, musste aber wegen einer Ischiaserkrankung für zwei Jahre in den Krankenstand. In den Jahren 1927 bis 1929 engagierte er sich im Republikanischen Schutzbund, dem militärischen Arm der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Zur Zeit des Austrofaschismus war Kuchler immer wieder einmal in Haft. Nach dem Anschluss kam er als Heizer zur Reichsbahn. Er unterstütze die „Rote Hilfe“, eine Organisation, die die Opfer des Nationalsozialismus finanziell unterstütze. Diese Tätigkeiten wurden von dem NS-Regime streng verfolgt. Im Jänner 1941 flog die „Rote Hilfe“ in Villach auf. Kuchler wurde im Oktober 1941 verhaftet. Ihm wurde vorgeworfen, Teil einer Gruppe zu sein, die die Reichsbahn sabotierten. Kuchler wurde im April 1942 gemeinsam mit fünfzehn anderen Personen zu Tode verurteilt. Das Urteil wurde in Graz durch Enthauptung vollstreckt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kuchler-josef/>.

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KZ Opfer



Alois Kuess, geboren am 06.07.1911 in Villach, gestorben 19.03.1940 im KZ Mauthausen. Alois Kuess war als Bauarbeiter tätig und war gemeinsam mit seiner Ehefrau Agathe in Villach wohnhaft. Im September 1939 nahm ihn die Gestapo in Haft und deportierte ihn in das KZ Buchenwalt. Im März 1940 wurde Alois nach Mauthausen transportiert. Dort verstarb er wenige Tage nach seiner Ankunft. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/kuess-alois/>.

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NS-Euthanasie



Willibald Kurz, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Er ist ins Siechenhaus am 28. Juni 1938 eingetreten. Willibald Kurz wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähnt



Marija Kuster, geboren am 15.01.1897 in Kleinzapfen/Malčape, Sittersdorf/Žitara vas, gestorben am 19. April 1945 im KZ Ravensbrück. Marija Kuster wurde am 15. Jänner 1897 als Tochter des Müllers Josef Kuster und seiner Frau Apollonia Anko geboren. Gemeinsam mit ihren Geschwistern bewirtschaftete sie den Besitz vlg. Lesjak in Sittersdorf/Žitara vas. Am 18. Jänner 1944 wurde Marija Kuster verhaftet, da sie verdächtigt wurde, die Partisanenbewegung unterstützt zu haben. Ein örtlicher Spitzel dürfte sie gemeldet haben. Gemeinsam mit ihrer Schwester Lona wurde Marija Kuster ins KZ Ravensbrück gebracht. Berichten der Schwester zufolge, hätte Marija Kuster sich am 19. April 1945 von ihr verabschiedet und gesagt, sie sei „für das Gas bestimmt“. Der Gendermarieposten Miklautzhof hielt im Mai 1946 fest: „Es wird vermutet, dass sie ein Opfer eines unnatürlichen Todes geworden ist.“ Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 248.

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Maria, Kuster-




Kärntner SlowenInnen



Simon Kuster, geboren am 27.10.1896 in Kleinzapfen/Sittersdorf, gestorben am 12.05.1945 zu Hause. Weitere Informationen zum Leben und Schicksal von Simon Kuster konnten nicht gefunden werden.

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Šimej-




NS-Euthanasie



Anton Kuster, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Er ist ins Siechenhaus am 29. August 1938 eingetreten und wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhart überstellt, anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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Kärntner SlowenInnenKZ Opfer



Anton Kutej, geboren am 13.07.1909 in Klagenfurt, gestorben am 16.02.1941 im KZ Dachau (Deutschland). Anton Kutej wurde 1909 in Klagenfurt geboren. Er besuchte zuerst das Gymnasium, dann das Priesterseminar und war nach seiner Weihe zum Priester im Juni 1937 als Kaplan in verschiedenen Kärntner Gemeinden tätig. Als der Kärntner Slowene sich im März 1940 weigerte, den Wehrpass zu unterschreiben, wurde er nach dem Gottesdienst in seiner Pfarre St. Michael ob Bleiburg/Šmihel pri Pliberku verhaftet. Ohne gerichtlichen Prozess wurde Anton Kutej ins KZ Dachau deportiert, von dort ins KZ Mauthausen und wieder retour ins KZ Dachau. Seine Zeit in Gefangenschaft soll von ständigen Misshandlungen und Schikanen geprägt worden sein, sodass er auch noch bei sehr schlechtem gesundheitlichem Zustand, schwere Arbeit verrichten musste. Im Februar 1941 verstarb der 31-Jährige laut offiziellen Angaben infolge innerer Vergiftungen, einen Monat zuvor adressierte Anton seiner Mutter seinen letzten Brief. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 86-87.

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Kärntner SlowenInnenOpfer der NS JustizFrauen explizit erwähnt



Irma Käfer, geboren am 27.02.1904 in Projern, gestorben am 12.01.1945 in Graz. Irma wurde als Tochter von Anna und Josef Tomaschitz in Projern, im Bezirk St. Veit an der Glan, Ende Februar 1904 geboren. Sie besuchte die Volksschule, danach arbeitete sie im elterlichen Betrieb mit, bis sie 1928 Markus Käfer ehelichte. Nachdem ihr Mann im Juni 1944 verhaftet wurde, wurde sie im Prozess beschuldigt, für ihn systemkritische Briefe geschrieben zu haben, weshalb auch sie zum Tode verurteilt wurde. Am 12. Jänner 1945, am gleichen Tag wie bei ihrem Mann Markus Käfer, wurde auch ihr Urteil vollstreckt. Die drei gemeinsamen Kinder, zwischen 12 und 14 Jahren, kamen zu den Großeltern. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 322.

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Tomaschitz-




Kärntner PartisanInnenwiderstandOpfer der NS Justiz



Markus Käfer, geboren am 21.04.1889 in Lamprechtsberg, Ettendorf, gestorben am 12.01.1945 in Graz. Markus Käfer wurde als Sohn des Landwirtes Primus und dessen Frau Apolonia Käfer im April 1889 geboren. Der spätere Land- und Gastwirt besuchte die Volksschule und anschließend die Bürgerschule. Er leitete in Innsbruck eine Molkerei, zwischen 1908 und 1911 absolvierte er seinen Militärdienst, kämpfte im Ersten Weltkrieg und beteiligte sich anschließend im Kärntner Abwehrkampf. Nach 1920 arbeitete er in Graz und Tölz unter anderem als Monteur, Elektriker, Maschinist und Kranführer. Im Zuge dessen kam er schon mit der sozialistischen Partei in Berührung. Nachdem er 1925 den elterlichen Betrieb übernahm, ehelichte er 1928 Irma Tomaschitz, mit der er drei Kinder hatte. Für zwei Jahre, 1928 bis 1930, fungierte er als Gemeinderat, weswegen er der Kommunistischen Partei immer näherkam. Während des NS-Regimes engagierte er sich für den Widerstand, indem er unter anderem mit den Partisan*innen kollaborierte. Am 13. Juni 1944 wurde Markus verhaftet und sein Hof ging an die Behörde über. Dieser diente zum Teil als Stützpunkt für die Bekämpfung des Widerstandes. Markus wurde in Graz wegen Unterstützung des Widerstandes zum Tode verurteilt. Am 12. Jänner 1945 wurde das Urteil vollstreckt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 321-322.

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Peter Kölich, geboren am 25.06.1880 in Zell-Oberwinkel/Zgornji Kot, Zell/Sele, gestorben am 31.03.1945. Peter Kelih wurde am 25. Juni 1880 geboren und arbeitete als Waldarbeiter. Gemeinsam mit Albin Užnik und Maks Olip floh er Ende 1939/Anfang 1940 nach Jugoslawien. Nach dem Überfall auf Jugoslawien kehrte er wieder zurück und hielt sich versteckt. Nachdem die Polizei Thomas Olip gefangen genommen hatte und bei ihm ein Tagebuch mit zahlreichen Eintragungen über Besuche gefunden hatte, konnten sie in einem anderen Bunker unter anderem Peter Kölich finden und festnehmen. Über das weitere Schicksal von Peter Kölich ist wenig bekannt. In Dokumenten ist jedoch zu finden, dass er am 31. März 1945 in Nürnberg bei Zwangsarbeit gestorben ist. Quelle: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 33, 131, 143, 178.

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Kelich, Kelih-




Opfer der NS Justiz



Johann König, geboren am 17.10.1900 in Klagenfurt, gestorben am 30.06.1942 in Wien. Der Eisenbahner Johann König wurde aufgrund seiner kommunistischen Einstellung Anfang September 1941 verhaftet und am 25. April 1942 zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde Ende Juli in Wien vollzogen. Weitere Details über Johann König sind nicht bekannt. Quelle: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 289.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Margarethe Köstenbaumer, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Sie ist dort vor dem 4. Juni 1938 eingetreten; wahrscheinlich rund ein Jahr vor diesem Datum. Sie wurde am 7. Juli 1941 mit 111 weiteren Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Irmgard Kühn wurde um das Jahr 1934 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Irmgard Kühn wurde zunächst noch verschont aber am 3. August 1944 von Oberpflegerin Ottilie Schellander ermordet. 1946 sagte "Schwester Otti", wie sie auch genannt wurde, als eine der Hauptangeklagten im Prozess gegen 13 Euthanasiebeteiligte: "Ich werde schätzungsweise 200 Patienten getötet haben." Eine sehr junge und dann freigesprochene Bedienerin des Siechenhauses erklärte in der Hauptverhandlung: "bevor die Kinder getötet wurden, wurden sie gewöhnlich gewaschen […] Ich mußte aufräumen Betten machen, die Pfleglinge waschen und füttern […] Wir waren über diese Tötungen sehr empört. Als die kleinen Kinder verschwunden sind, haben diese uns so leid getan, dass wir weinten […] ich glaube schon, dass einige wussten, dass sie getötet werden […] Irmgard Kühn war ein nettes Mädel und, als sie schon die Spritze gehabt hatte, sagte sie, sie wisse, dass sie sterben muss und nun in die Ewigkeit gehe." Begraben wurde sie in einem Armengrab im Friedhof Annabichl, Feld XXI, Reihe 3. Das Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und später mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Kuhm-




L

KZ OpferOpfer des Faschismus



Franz Lach wurde am 31.03.1905 in Köstendorf / Gostinja vas geboren, gestorben am 26.04.1939 im KZ Dachau. Der Hilfsarbeiter Franz Lach zählte zu den ersten Personen, die nach dem „Anschluss“ aus dem Gailtal – wohl im Zuge der Aktion „Arbeitsscheu Reich“ – verhaftet und ins KZ depor tiert wurden. Der aus Köstendorf/Gostinja vas im Gailtal stammende Lach wurde am 25. Juni 1938 ins KZ Dachau verschleppt. Dort erhielt er die Häftlingsnummer 17280. Beinahe auf den Tag genau 10 Monate später verstarb er dort. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 23

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NS-Euthanasie



Alois Lackner, geboren 1913, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Als 1940 und 1941 vier Transporte mindestens 733 Menschen aus Kärnten zur Vergasung in die Euthanasieanstalt Schloss Hartheim nach Oberösterreich brachten, waren darunter zahlreiche ehemalige PatientInnen aus dem Klagenfurter Josefinum. Alois Lackner wurde mit dem vierten Transport am 7. Juli 1941 deportiert. Dieser umfasste 111 Personen, darunter auch 25 Kinder. Sie alle wurden im Schloss Hartheim sofort nach ihrer Ankunft vergast. Quelle: Homepage der Stadt Klagenfurt <https://www.klagenfurt.at/die-stadt/geschichte/erinnerungskultur/stolpersteine/stolpersteine-2018.html>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Amalia Lackner, geboren am 07.05.1887 in Steinfeld, gestorben im August 1940 im Schloss Hartheim. Amalia Lackner wurde am 7. Mai 1887 geboren und lebte auf dem Hof ihres Vaters in Steinfeld. Mit 25 Jahren wurde sie ins Krankenhaus Spittal/Drau eingeliefert und anschließend nach Klagenfurt überstellt. Mehr als 28 Jahre verbrachte Amalia Lackner dann in der Klagenfurter "Irrenanstalt". Während ihres extrem langen Aufenthalts in der Anstalt musste Amalia Lackner eine Fülle destruktiver Begleiterscheinungen ihrer überlagen Hospitalisierung hinnehmen und ertragen. Die Kosten des Anstaltsaufenthalts mussten teilwese von der Gemeinde Steinfeld, teilweise von der Familie Lackner und zuletzt von ihrem Bruder Balthasar Lackner getragen werden. Am 18. Juli 1932 fragte die Gemeinde Steinfeld im Hinblick auf ihre Finanzen in Klagenfurt nach, ob eine Entlassung von Amalia Lackner möglich sei. Die brutale Antwort des Psychiaters Dr. Winter war: "Amalia Lackner ist vollkommen verblödet, außerhalb der Anstalt nicht haltbar." Am 25. August 1940 wurde Amalia Lackner nach Linz überstellt und in den folgenden Tagen in Schloss Hartheim ermordet. Quelle: Homepage des Vereins aegide, NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/26/Amalia_Lackner/>.

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KZ Opfer



Peter Lackner wurde am 25.07.1907 in St. Lorenzen im Gitschtal geboren, gestorben am 23.02.1945 im KZ Dachau. Im Laufe des Krieges wurde Lackner zur Wehrmacht einberufen, allerdings nach einiger Zeit aufgrund einer Nierenerkrankung zurück ins Gitschtal geschickt. Dort durfte Peter Lackner nicht mehr am Hof der Eltern arbeiten, sondern musste nun einige Orte weiter in Brunn (damals Gemeinde Möschach) Arbeit als Betriebsführer leisten. In der zweiten Hälfte des Jahres 1944, als das NS-Regime bereits kurz vor dem Zusammenbruch stand, wurden zahlreiche der im Tal verbliebenen Männer zum sogenannten Volkssturm einberufen. Peter Lackner folgte dieser Einberufung nicht, da er der Meinung war, dass ein gesundheitlich angeschlagener Mann wie er der Einberufung nicht Folge leisten müsste, da er als Soldat wenig nützlich gewesen wäre. Im November 1944 wurde Lackner verhaftet und nach Villach ins Gestapo-Gefängnis gebracht. Am 26. Jänner 1945, also dreieinhalb Monate vor dem Zusammenbruch der NS-Herrschaft, wurde er über Klagenfurt ins KZ Dachau überführt, wo er in der Kategorie „Schutzhäftling“ geführt wurde und die Häftlingsnummer 138619 tragen musste. Er überlebte im Konzentrationslager nicht einmal einen Monat. Im Sterbebuch des KZ Dachau ist ein Eintrag zu seiner Person zu finden. Dieser ist auf den 1. März 1945 datiert. Dort steht geschrieben, dass Lackner an Typhus verstorben sei. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 274ff

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NS-Euthanasie



Anton Laggler, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Er ist ins Siechenhaus vor dem 4. Juni 1938 eingetreten; wahrscheinlich schon zu Beginn der 1930er Jahre. Anton Laggler wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" mit einem Tötungstransport zusammen mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Stefanie Laimburger, geboren 1912, gestorben 25.08.1940 in Alkoven. Die Klagenfurterin litt nach der Geburt ihrer Tochter 1932 an einer Wochenbettdepression. Als ihr Kind elf Tage alt war, wurde sie in die Klagenfurter Psychiatrie eingewiesen, Diagnose Schizophrenie. Am 25. August 1940 wurde Stefanie Laimgruber mit einem Frauentransport aus Klagenfurt in die Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in Oberösterreich deportiert und dort noch am selben Tag ermordet. Quellen: Danglmaier Nadja/ Koroschitz Werner: Nationalsozialismus in Kärnten. Opfer, Täter, Gegner. Studien Verlag, Innsbruck et al., 2021, S. 253.

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NS-Euthanasie



Alois Lalek in Pörtschach am Wörthersee geboren, Geburtsdatum konnte nicht eruiert werden. Im Juni 1936 ist er in das "Siechenhaus" des Landeskrankenhauses Klagenfurt eingetreten, (ab 1938 Gaukrankenhaus). Aois Lalek wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Anna Lampersberg wurde am 26.01.1907 in Graz geboren, gestorben am 29.07.1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Anna Lampersberg wohnte in Hermagor im Gailtal. Ihr Name scheint weder in den Transportlisten nach Niedernhart auf noch ist ein Krankenakt zu ihr in Berlin oder Klagenfurt vorhanden. Jedoch existiert laut Helge Stromberger im Gerichtsakt des „Niedermoser-Prozesses“ die beglaubigte Abschrift einer Todesbenachrichtigung einer Anna Lampersberg aus der Tötungsanstalt Hartheim. Ihr Todesdatum ist dabei mit 29. Juli angegeben, allerdings wird dies kaum dem tatsächlichen Datum der Ermordung entsprechen. Da aber nicht geklärt werden konnte, mit welchem Transport Anna Lampersberg nach Hartheim kam, sei hier dieses Datum genannt. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 74

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KZ Opfer



Franz Lamprecht, geboren am 30.03.1876 in Griffen, gestorben am 10.11.1941 im KZ Dachau (Deutschland). Franz Lamprecht, aus Griffen stammend, wurde im August 1941 ins KZ Dachau transportiert. Er verstarb drei Monate nach seiner Ankunft. Die offizielle Todesursache soll Herz- und Kreislaufversagen gewesen sein. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/lamprecht-franz/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Anna Lang, geboren am 23.02.1901, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Anna Lang wurde im Oktober 1924 mit der Diagnose Schizophrenie in das Landeskrankenhaus Klagenfurt eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde sie Ende August 1940 gemeinsam mit anderen Personen in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Den Verwandten wurde mitgeteilt, dass sie überraschend an einer Lungenentzündung verstorben sei. Die Mittelung kam jedoch nicht aus Hartheim, sondern aus Sonnenstein in Sachsen. Durch die Mitteilung aus einer weitentfernten Anstalt sollte verhindert werden, dass misstrauische Angehörige zur betreffenden Einrichtung fahren. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/lang-anna/>.

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Kärntner SlowenInnen



Karl Laninšek, geboren am 04.09.1875 in Ebriach/Obirsko, gestorben am 25. 04.1945 in Eisenkappel/Železna Kapla. Karl Laninšek wurde am 4. September 1875 in Ebriach/Obirsko als Sohn des vlg. Drčnik-Schuhmachers Carl Laninschek und Agnes Novak geboren. Karl wurde wie sein Vater Schuhmacher und betrieb eine Lederhandlung sowie ein kleines Wirtshaus in Eisenkappel. Er war Besitzer der Liegenschaften vlg. Olak und vlg. Nagelschmied. Mit seiner ersten Frau Marija Markun hatte er neun Kinder. Nach deren Tod war Klara Lützelschwab seine neue Lebensgefährtin. Am 14. April 1942 wurde er mit seiner Familie zwangsweise ausgesiedelt und nach Rehnitz, das im heutigen Polen liegt, verschleppt. Seine Lebensgefährtin wurde vorzeitig entlassen und Karl Laninšek erkrankte an Magenkrebs. Ende Oktober 1943 wurde er nach Interventionen aus gesundheitlichen Gründen entlassen und kehrte zurück nach Eisenkappel. Die folgende medizinische Behandlung kam aber zu spät und Karl Laninšek verstarb kurz vor Ende des Krieges an seiner Krebserkrankung. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 140 f.

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Carl, Laninschek, Laninscheg, Laninschegg-




Kärntner SlowenInnen



Hanzi Laninšek, geboren am 19.06.1909 in Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 28.06.1943 in Eichstätt. Hanzi Laninšek wurde am 19. Juni 1909 in Eisenkappel/Železna Kapla als Sohn des Schuhmachermeisters Karl Laninschek und dessen Frau Marija Markun geboren. Nach der Schule verdiente er seinen Lebensunterhalt als Korbflechter und lebte bei seinem Vater. Er war körperlich beeinträchtigt. Ihm fehlten beide Unterschenkel, weshalb er sich auf Krücken bewegte. Am 14. April 1942 wurde Hanzi Laninšek gemeinsam mit seinem Vater und dessen Lebensgefährtin sowie seinem Bruder Hermann zwangsweise ausgesiedelt und am 16. April von Klagenfurt in das „Ausgesiedeltenlager“ Rehnitz nahe Glasow (Polen) verschleppt. Im Spätsommer 1942 wurde das Lager aufgelöst und die vier kamen in das Lager Eichstätt. Wegen seiner körperlichen Beeinträchtigung blieb Hanzi Laninšek während der Arbeitszeit im Lager. Kinder, die sich ebenfalls dort befanden, erinnern sich bis heute an den „Krucken Hanzej“, der sie immer noch wegen seiner Geschicklichkeit und Fröhlichkeit fasziniert. Am 28. Juni 1943 verstarb Hanzi Laninšek an einer Sepsis im städtischen Krankenhaus in Eichstätt. Er wurde am Friedhof von Eichstätt beigesetzt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 141.

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Johannes, Hanzej, Johann, Laninschegg, Laninschek, Laninscheg-




Kärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Rozalija Lapajne, geboren am 19.8.1923, gestorben am 2.9.1944. Rozalija Lapajne war Bataillonskrankenschwester und trug den Partisanennamen Zorka. Am 2. September 1944 fiel sie bei einem Gefecht im Bärental im Alter von knapp 21 Jahren. Quelle: Brigitte Entner: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014.

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Rosa, Lapanje-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Aloisia Lassnig, geboren 1922, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Aloisia Lassnig hatte eine geistige Behinderung und wurde seit August 1939 im Landeskrankenhaus Klagenfurt behandelt. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde sie ein Jahr später, im August 1940, gemeinsam mit anderen Personen in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/lassnig-aloisia/>.

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KZ Opfer



Rudolf Lau, geboren am 17.03.1921 in Kallies/Kustrin, gestorben am 26.01.1945 im KZ Loibl. Rudolf Lau, geboren am 17. März 1921 in Kallies/Kustrin, wurde bei seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen als Deutscher mit der Nummer 26033 registriert. Der vormalige Postbeamte wurde im August 1944 in die Konzentrationslager am Loibl-Pass verlegt. Am 26. Jänner 1945 wurde er bei einem angeblichen Fluchtversuch erschossen. Tatsächlich war ihm von SS-Wachleuten befohlen worden, Wasser zu holen. Während er diesen Befehl ausführte, wurde er von hinten erschossen und sein Leichnam später im Krematorium verbrannt. Fluchtversuche von Häftlingen wurden häufig als Vorwand benutzt, um Häftlinge grundlos zu erschießen. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 235, 257, 258.

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Jüdische Opfer - KZJugendliche explizit erwähnt



Philipp Lawenda, geboren am 24.10.1921 in Olbernhau/Sachsen (Deutschland), gestorben am 11.03.1942 in Bernburg. Im November 1938 wurde der jüdische Student Philipp Lawenda aus unbekannten Gründen verhaftet. Am 21. November kam er im KZ Buchenwald an. Im März 1942 erfolgte seine Überstellung in die Tötungsanstalt Bernburg, wo er ums Leben gekommen ist. Aus den Quellen geht nicht eindeutig hervor, ob dies am 11. oder am 21. März gewesen ist. Um an in zu gedenken, wurde in seiner Heimatstadt Obernhau ein Stolperstein errichtet. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/lawenda-philipp/>.

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NS-Euthanasie



Eduard Lederer wurde 1909 in Kötschach-Mauten geboren, gestorben am 07.07.1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Er war zum Zeitpunkt seiner Aufnahme in die Psychiatrie Klagenfurt in Kötschach-Mauthen ansässig. Am 25.10.1937 wurde er im Landeskrankenhaus Klagenfurt auf genommen. Zu dieser Zeit war er, den Unterlagen in seinem Krankenakt zufolge, als Schlosser beschäftigt. Zuvor befand sich Eduard Lederer auch noch in der „Irrenanstalt“ in Hall. Aus den Akten im Bundesarchiv Berlin ist ersichtlich, dass er in Klagenfurt regelmäßigen Besuch erhielt. Für die Jahre 1940 und 1941 sind beinahe wöchentliche Besuche dokumentiert. Nach Niedernhart wurde Eduard Lederer dennoch am 7.7.1941 überstellt und schließlich in Hartheim getötet. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 74f

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Janko Ledinek wurde am 9. Mai 1945, bereits nach Kriegsende, in Sielach ermordet. Weitere Informationen zum Leben und Schicksal von Janko Ledinek konnten nicht gefunden werden.

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Mathias Leditznig wurde am 18. Jänner 1922 in Tiffen (Gemeinde Steindorf am Ossiachersee) geboren. Er ist im Herbst 1940 ins "Siechenhaus" des Klagenfurter Gaukrankenhauses eingetreten. Am 7. Juli 1941 wurde Mathias Leditznig mit einem Tötungstransport mit rund 111 Pflegebedürftigen des Siechenhauses, Kindern einer kirchlichen Pflegeeinrichtung und Insassen der Psychiatrie des Gaukrankenhauses in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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Ledetznig, Sedetznig-




Religiöser WiderstandKZ Opfer



Marzell Leeb, geboren am 01.01.1893 in Gnesau, gestorben am 01.11.1940 im KZ Mauthausen. Marzell Leeb wurde 1893 in Gnesau als Tischlerssohn geboren. Nachdem er acht Jahre, von 1905 bis 1913, das Gymnasium in Brixen besuchte, wechselte er in das Klagenfurter Staatsgymnasium. Ein Jahr später, im Herbst 1914, trat er ins Priesterseminar ein. Ende Juni 1918 fand die Priesterweihung statt. Bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1936 – eingeleitet unter anderem aufgrund von Schwerhörigkeit und Herzmuskelschäden – wirkte er als Kaplan und Pfarrer in verschiedenen Gemeinden in Kärnten. Im November 1939 wurde der pensionierte Pfarrer verhaftet und ins KZ Dachau deportiert. Von dort wurde Marzell Leeb ins KZ Mauthausen überstellt und am 1. November 1940 mit einer Giftinjektion ermordet. Seine Urne wurde Ende April 1941 am Zedlitzdorfer Friedhof beigesetzt. Quelle: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 582.

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NS-EuthanasieKZ Opfer



Marzell Leeb wurde am 01.01.1893 in Zedlitzdorf geboren, gestorben am 01.11.1940 im KZ Mauthausen. Marzel Leeb war der Sohn des Tischlermeisters Johann Leeb und dessen Frau Maria aus Zedlitzdorf bei Feldkirchen in Kärnten. Ab 1905 besuchte Leeb das Gymnasium in Brixen, später das k. u. k. Staats-Obergymnasium in Klagenfurt, ehe er im Jahre 1914 in das Priesterseminar in Klagenfurt aufgenommen wurde. Im August 1936, nach 18-jähriger Dienstzeit, musste er aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand treten. Die amtsärztliche Untersuchung hatte „beidseitige Schwerhörigkeit, Arteriosklerose und Herzmuskelschäden“ ergeben. Im November 1939 wurde der gesundheitlich stark angeschlagene Pfarrer Marzell Leeb verhaftet und am 11. Mai 1940 ins KZ Dachau deportiert. Er erhielt die Gefangenennummer 10494. Drei Monate später, am 16. August, kam es zur Überstellung ins KZ Mauthausen-Gusen. Ab dem 17. August desselben Jahres wurde Pfarrer Leeb einem Steinträgerkommando im KZ Gusen zugeteilt. Damit wurde er der Vernichtung durch Arbeit zugeführt. Der Geistliche überlebte die Torturen keine drei Monate. Am 1. November – zu Allerheiligen – wurde Leeb für tot erklärt. Der fadenscheinige Grund: „Herzmuskelschwäche und Wassersucht“. In Wirklichkeit wurde der schwer kranke Mann, nachdem er nicht mehr in der Lage war, Steine aus dem KZ-Steinbruch zu transportieren, mit einer Giftspritze ermordet. Der Kärntner Pfarrer Nikolaus L’hoste, der mit Leeb zur selben Zeit in Mauthausen inhaftiert war, schrieb später in einem Artikel für die Volkszeitung (12. März 1946): „Pfarrer Marcellus Leeb aus Zedlitzdorf ist am Allerheiligentag 1940 ermordet worden. Er hatte sich Tags zuvor ins Krankenrevier gemeldet, mit Wasser in den Füssen. Am nächsten Tag war er tot. Er hat eine Giftspritze erhalten.“ Die Asche von Pfarrer Marzell Leeb wurde am Friedhof in Zedlitzdorf beigesetzt. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 141ff

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Marzellus-




NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Ewald Leiber wurde am 23. Juni 1935 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 zum Tod verurteilte Leiter der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Ewald Leiber wurde am 8. Oktober 1943 von Ottilie Schellander im Alter von acht Jahren ermordet. Die meisten Opfer wurden vor der Tötung mit überdosierten Schlafmitteln, in manchen Fällen durch Morphium, in die sogenannte Wäschekammer gebracht. Eine 1946 freigesprochene, junge Bedienerin sagte während des Prozesses: "bevor die Kinder getötet wurden, wurden sie gewöhnlich gewaschen […] Ich mußte aufräumen, Betten machen, die Pfleglinge waschen und füttern […] Wir waren über diese Tötungen sehr empört. Als die kleinen Kinder verschwunden sind, haben diese uns so leid getan, dass wir weinten […] ich glaube schon, dass einige wußten, dass sie getötet werden." Begraben wurde Ewald Leiber in einem Armengrab im Klagenfurter Friedhof Annabichl im Gräberfeld I, 26. Reihe. Es wurde in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Verhandlungsprotokoll, Urteil. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraJugendliche explizit erwähnt



Stefan Leimberger, geboren am 10.01.1938 in Villach, gestorben am 02.05.1943 im KZ Auschwitz (Polen). Stefan Leimberger war der Sohn des Musikerehepaares Stefan und Rosalia Leimberger. Er hatte auch noch einen jüngeren Bruder. Da die Familie der Volksgruppe der Sinti zugehörig war, wurde sie ins KZ Auschwitz deportiert und dort ermordet. Im Lagerbuch wurde die Familie mit dem Namen Lichtenberger bzw. Lichtenberger-Lauenburger eingetragen. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/lichtenberger-leimberger-stefan/>.

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Lichtenberger-




NS-Euthanasie



Franz Leitner, geboren am 11.04.1867, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Franz Leitner, der in der Landwirtschaft tätig war, wurde im August 1937 in die sogenannte „Landessiechenanstalt“ Villach eingeliefert. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde er im Juni 1940 gemeinsam mit anderen Personen in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/leitner-franz/>.

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NS-Euthanasie



Johann Leitsberger, geboren 1907, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Der „Gemeindearme“ Johann Leitsberger wurde im September 1934 mit der Diagnose „Postencephalitic Parkinsonism“ in das Landessiechenhaus in Villach eingeliefert. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde er im März 1941 gemeinsam mit anderen Personen, in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/leitersberger-johann/>.

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Kärntner SlowenInnen



Josef Lepuschitz, geboren am 03.09.1912 in Rosenbach/ Podrozca, gestorben am 03.05.1945 im KZ Neuengamme (Deutschland). Am 06. Oktober 1944 erfolgte die Deportation des verwitweten Eisenbahners Josef Lepuschitz ins KZ Dachau. Ende Oktober kam es zu seiner Überstellung ins KZ Neuengamme. Dort kam er Anfang Mai 1945 ums Leben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/lepuschitz-josef-jozef-lepusic/>.

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Jožef Lepušic-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Anna Lerch wurde um das Jahr 1922 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Anna Lerch war unverheiratet, ihr Vater ein Stuckateur. Sie wurde von den "Schwestern" noch mehr als ein Jahr lang verschont, am 24. September 1944 jedoch im Alter von 22 Jahren ermordet. Anna Lerchs Leichnam wurde der städtischen Friedhofsverwaltung übergeben und in einem Armengrab im Friedhof Annabichl, Feld XV, Reihe 15 beerdigt. Das Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und später mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Urteil, Hauptverhandlung. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Josefine Lesiak, geboren am 01.12.1888 in Köstenberg/ Kostanjein, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Josefien Lesiak, die Tochter eines Schuldirektors, wurde im Juli 1927 mit der Diagnose Schizophrenie in die psychiatrische Abteilung des Landeskrankenhauses Klagenfurt eingeliefert. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde sie Ende August 1940 gemeinsam mit anderen Personen, in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/lesiak-josefine/>.

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Lessiak; Josefa-




Kärntner PartisanInnenwiderstandPolitischer WiderstandJugendliche explizit erwähnt



Toni Lesični, geboren am 20.02.1928 in St. Johann im Rosental/Šentjanž v Rožu, gestorben am 13.11.1944 bei Metlika/Möttling. Toni Lesični wurde am 20. Feber 1928 beim vlg. Boštjan als Sohn des Besitzers Anton Lesičnik und dessen Frau Terezija Wieser, die aus Windisch Bleiberg/Slovenji Plajberk stammt, geboren. Toni Lesični wuchs in einem national bewussten, aber sehr armen Haushalt auf. Sein Vater wurde wegen seines nationalpolitischen Engagements im Mai 1919 mit vielen anderen Kärntner Slowenen interniert. Im Jänner 1944 fiel Toni Lesičnis etwas älterer Bruder Willi an der Ostfront und im Juli desselben Jahres verstarb sein Vater an einer Lungenkrankheit. Toni Lesični ging im September 1944 mit 16 Jahren zu den Partisanen. Ein ehemaliger Mitkämpfer gab nach dem Krieg bei den Behörden an, dass ihre Einheit am Abend des 12. November 1944 für einen Nachtangriff nahe Metlika an der slowenisch-kroatischen Grenze geteilt worden sei. Am Tag darauf, am 13. November 1944, habe er erfahren, dass Toni Lesični gefallen war. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 450 f.

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Anton, Heinz, Tone, Lesičnik, Lesitschnik, Lesitischnig-




Politischer WiderstandKZ Opfer



Karl Lesnik, geboren am 10.10.1889 in Leppen/Lepena, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 24.12.1944 im KZ Neuengamme. Karl Lesnik wurde am 10. Oktober 1889 in Leppen/Lepena als Sohn des vlg. Hudopisk-Bauern Tomas Lesnik und dessen Frau Katarina Rapolt geboren. Im Jahr 1924 heiratete er Marija Lipuš und bekam mit ihr vier Kinder. Im Jänner 1944 wurde das Ehepaar Lesnik wegen seiner Verbindung zu den Partisanen verhaftet. Am 24. Mai 1944 wurde Karl Lesnik ins KZ Dachau deportiert und am 22. Oktober 1944 in das KZ Neuengamme überstellt. Karl Lesnik wurde in der Lagerverwaltung von Neuengamme als Slowake geführt. Der Tod von Karl Lesnik wurde mit 24. Dezember 1944 dokumentiert. Er soll laut Sterbeurkunde an „Enterocolitis“ verstorben sein. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 243

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Politischer WiderstandKZ Opfer



Karl Lesnik, geboren am 17.11.1919 in Leppen/Lepena, Eisenkappel/ Železna Kapla, gestorben am 15.09.1944 im KZ Flossenbürg, Außenlager Hersbruck. Karl Lesnik wurde am 17. November 1919 in Leppen/Lepena als lediger Sohn der Marija Lesnik, Tochter des Hudopisk-Besitzers geboren. Er arbeitete zuerst als Landarbeiter auf dem Hof seines Großvaters und später bei seinem Onkel Karl Lesnik, vlg. Gregorič. Von Oktober 1940 bis Dezember 1941 war Karl Lesnik Soldat, wurde dann aber aus gesundheitlichen Gründen entlassen. Sein Bruder Leopold Lesnik war am 27. Juli 1943 aus der Wehrmacht desertiert und blieb bis 1949 vermisst. Am 21. Juni 1944 wurde Karl Lesnik verhaftet und wenige Tage später als Schutzhäftling ins KZ Dachau gebracht. Am 21. Juli 1944 wurde er ins KZ Flossenbürg überstellt. Am 15. September 1944 starb er im Außenlager Hersbruck, wo die Häftlinge eine unterirdische Rüstungsfabrik bauen und dafür zuerst eine Stollenanlage graben mussten. Erst nach einer Anfrage der Mutter wurde diese von der Lagerverwaltung über den Tod ihres Sohnes informiert. Darin heißt es, dass Karl Lesnik „krank wurde“, „ihm die bestmögliche medikamentöse und pflegerische Behandlung zuteil“ wurde, er dennoch am 15. September 1944 gestorben ist. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 244 f.

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Lešnik-




Kärntner SlowenInnen



Albin Letnar, geboren am 17.2.1909, gestorben am 21.11.1944. Der Albin Letnar war Fuhrmann und Arbeiter der Rechberger Fabrik. Anfang 1943 wurde Albin Letnar von der Gestapo verhaftet. Sie wies ihn sofort in das KZ Dachau ein, wo sein Zugang bereits am 21. Jänner 1943 vermerkt wurde. Am 25. August 1944 erfolgte seine Überstellung in das KZ Flossenbürg. Für einige Zeit musste er im Außenlager Hersbruck Zwangsarbeit leisten. Am 10. November 1944 erfolgte seine Rücküberstellung in das Stammlager. Vermutlich wurde er als "arbeitsunfähig" eingestuft. Denn bereits am 12. November 1944 war er laut Angaben der Sterbeurkunde nicht mehr am Leben. Albin Letnar wurde 35 Jahre alt. Quelle: Brigitte Entner: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014.

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



In der zweiten Februarhälfte des Jahres 1943 war Vladimir Letonja mit dem Partisanennamen Janez im Gebiet um Eisenkappel mit zwei weiteren Partisanen, Janez Štrigl - Žuti und Karel Prušnik - Gašper, unterwegs, um bei den Menschen für eine Zusammenarbeit mit den Partisanen zu werben. Vladimir Letonja - Janez war im Kärntner Kreis sehr aktiv. Er hatte als Aktivist die Gebiete östlich der Seebergstraße über. Hauptsächlich hielt er sich in Lobnig auf. Er verteilte vor allem Literatur, betrieb mündliche Propaganda und mobilisierte Rekruten. Am 24. Feber 1944 fiel Vladimir Letonja - Janez bei einem Angriff. Quelle: Linasi Marjan: Die Kärntner Partisanen. Der antifaschistische Widerstand im zweisprachigen Kärnten unter Berücksichtigung des slowenischen und jugoslawischen Widerstandes. Mohorjeva Hermagoras Verlag, Klagenfurt/Celovec u. a., 2013, S. 62, 65, 77, 78, 95, 96.

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Politischer Widerstand



Georg Lexer, geboren 20.10.1888, gestorben 03.08.1941 im KZ Buchenwald (Deutschland). Georg Lexer war Postenkommandant der Gendarmerie in Klagenfurt. Er wurde für den Tod von zwei Juliputschisten verantwortlich gemacht, das Verfahren wurde jedoch eingestellt. Später wurde er trotz alledem von der Gestapo verhaftet und 1938 vom Polizeigefängnis St.Ruprecht aus in das KZ Buchenwald deportiert, wo er Anfang August 1941 erschossen wurde. Quellen: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 586-587.

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Link








Informationen zum Leben und Schicksal von Andreas Lientsche konnten nicht gefunden werden.

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NS-Euthanasie



Florian Johann Lientscher, geboren am 22.03.1904, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Der Drogist Florian Lientscher wurde im Februar 1938 mit der Diagnose Schizophrenie in das Landeskrankenhaus Klagenfurt eingeliefert. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde er im Juli 1941 gemeinsam mit anderen Personen in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/lintscher-florian/>.

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Lintscher-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Lilg wurde 1881 in Weissbriach geboren, gestorben am 12.12.1944 im LKH Klagenfurt. Sie war als „Gemeindearme“ in Weissbriach bekannt und kam vermutlich deswegen am 23.9.1938 in die psychiatrische Abteilung des Krankenhauses Klagenfurt. Von dort wurde sie am 23.9.1938 ins „Siechenhaus“ des Gaukrankenhauses gebracht. Im Klagenfurter Gerichtsprozess gegen Dr. Niedermoser und seine Helfer wird dokumentiert, dass Schwester Ottilie Schellander ihre Tötung vor Gericht eingestand. Maria Lilg zählt damit also zu jenen Opfern, die nach dem vermeintlichen Ende der „Aktion T4“ direkt in den Anstalten getötet wurden, ohne vorher verlegt zu werden. Ein Armengrab unter ihrem Namen findet sich am Friedhof Annabichl in Klagenfurt. Ein Krankenakt ist zu ihr weder im Archiv des Landeskrankenhauses Klagenfurt noch im Bundesarchiv Berlin vorhanden. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 75

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Politischer Widerstand



Peter Paul Lindner, geboren am 18.09.1902 in Nussdorf, gestorben am 30.04.1944 im KZ Lublin. Peter Paul Lindner wurde am 18. September 1902 in Nussdorf geboren und verfügte seit 23. Mai 1933 über einen ständigen Wohnsitz in Steinfeld. Mit seiner Frau Anna und den gemeinsamen fünf Kindern lebte er im Armenhaus der Gemeinde. Mitte der 1930er Jahre war er Vertreter der Wiener Buch-, Kunst- und Musikalienhandlung Neubauer. Im Februar 1938 trat er dem Konsum- und Sparverein „Vorwärts“ in Spittal/Drau bei. Er war Gegner des Nationalsozialismus und soll nach dem Anschluss gemeinsam mit einem Freund Flugblätter gegen das NS-Regime verfasst und verteilt haben. 1939 wurde Peter Lindner verhaftet und in „polizeiliche Vorbeugungshaft“ genommen. Dadurch war die Polizei ermächtigt, unter Ausschaltung der Gerichte jeden, der „durch sein asoziales Verhalten die Allgemeinheit gefährdet“, in ein KZ einzuliefern. Peter Lindner wurde am 7. Dezember 1939 in das KZ Sachsenhausen bei Berlin eingeliefert. Aus welchen Gründen, geht aus den vorhandenen Quellen nicht hervor. Am 20. Februar 1940 wurde er in ein anderes Lager transportiert (wohin, ist nicht bekannt). Am 8. August 1940 kam er zurück nach Sachsenhausen, bevor er am 21. Mai 1941 in das KZ Natzweiler in den Vogesen südlich von Straßburg gebracht wurde, das erst im Mai fertiggestellt worden war. Anna Lindner versuchte ihrem Mann zu helfen und suchte im Jänner 1940 um eine Entlassung ihres Mannes aus der Vorbeugehaft an. Sie erhielt eine Ablehnung, bemühte sich jedoch weiter. Vermutlich war es die Intervention einer ihr bekannten Leiterin einer Kuranstalt, wodurch es gelang, dass Peter Lindner am 2. März 1942 auf Anordnung des Reichssicherheitshauptamtes in Berlin das KZ Natzweiler verlassen konnte. Lange konnte sich die Familie darüber nicht freuen, denn bald nach seiner Rückkehr nach Steinfeld wurde er zur Luftwaffe eingezogen und an die Ostfront geschickt. Dort soll er versucht haben, die Truppe zu verlassen und zur Roten Armee überzulaufen. Am 8. Jänner 1943 wurde er von einem Kriegsgericht zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Einen Monat später versuchte er zu flüchten, was ihm aber nicht gelang. Bis April 1944 war Peter Lindner im KZ Majdanek in Lublin gefangen, was ein Mithäftling nach dem Krieg bezeugte. Dieser berichtete auch, dass Peter Lindner ihm erzählt habe, dass er wegen dem Verbreiten von Spottwitzen über Hitler und Göring in das KZ eingeliefert wurde. Er überlebte das KZ nicht. Das Landesgericht Klagenfurt legte im Jahr 1964 den Todestag Peter Lindners mit 30. April 1944 fest. Quelle: Homepage des Vereins aegide – NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/52/Peter_Paul_Lindner/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraJugendliche explizit erwähnt



August Link, geboren am 01.07.1925 in Riegersdorf, gestorben k.A. Als Teil der Volksgruppe der Sinti wurde August Link im April 1941 verhaftet und in das Zigeuneranhaltelager Weyer/St.Pantaleon deportiert. Im November 1941 wurde das Lager aufgelöst und die 301 Häftlinge ins Lager Lackenbach transportiert. Von dort aus ging es für die 301 Überstellten weiter in das Ghetto Lodz/Litzmannstadt. 1942 kamen alle Überlebenden des Ghettos in das Vernichtungslager Chelmo/Kulmhof, wo sie in einem eigens dafür manipulierten Kastenwagen durch Abgase erstickt wurden. Das genaue Todesdatum von August Link ist nicht bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/link-august/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraJugendliche explizit erwähnt



Franz Johann Link, geboren am 07.03.1929 in Villach, gestorben k.A. Als Teil der Volksgruppe der Sinti wurde Franz Johann Link im April 1941 verhaftet und in das Zigeuneranhaltelager Weyer/St.Pantaleon deportiert. Im November 1941 wurde das Lager aufgelöst und die 301 Häftlinge ins Lager Lackenbach gebracht. Von dort aus ging es für die 301 Überstellten weiter in das Ghetto Lodz/Litzmannstadt. 1942 kamen alle Überlebenden des Ghettos in das Vernichtungslager Chelmo/Kulmhof, wo sie in einem eigens dafür manipulierten Kastenwagen durch Abgase erstickt wurden. Das genaue Todesdatum von Franz Johann Link ist nicht bekannt. Wahrscheinlich kam er zwischen November 1941 und Jänner 1942 im Ghetto von Lodz oder im Vernichtungslager Chelmno/ Kulmhof ums Leben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/link-franz-johann/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Hilda Maria Link, geboren am 25.05.1932 in Bruggen, gestorben im Winter 1941/1942 im Ghetto Lodz oder im Vernichtungslager Kulmhof. Hilda Maria Link wurde am 25. Mai 1932 in Bruggen geboren. Ihr Vater, Franz Link, ein gebürtiger Oberlienzer, war Musiker. Ihre Mutter Mathilde stammte aus der Sinti-Familie Seger, von der etliche Verwandte in den äußeren Bezirken Villachs lebten. Bereits in den 1930er-Jahren gingen viele Villacher Sinti nicht mehr auf „Fahrt“, spätestens aber nach dem Sommer 1939 war das ganz vorbei, als „Zigeunern und Zigeunermischlingen“ untersagt wurde, ihren augenblicklichen Wohn- und Aufenthaltsort zu verlassen. Am 1. Oktober 1941 fiel die Entscheidung zur Deportation der österreichischen Roma und Sinti nach Polen. Im Ghetto in Lodz wurden die Roma und Sinti in katastrophalen Zuständen untergebracht. Rasch wurden die Menschen krank und viele von ihnen starben in kurzer Zeit. Auch wurde vom Reichssicherheitshauptamt im Schloss der Stadt Chelmno (Kulmhof) ein Lager errichtet, um dort Juden und „Zigeuner“ geradewegs und möglichst umstandslos zu vernichten. Dort wurden drei Lastwägen zu Gaswagen präpariert. Die Opfer wurden hineingezwängt, die Lastwägen verriegelt und der Motor angestellt. Innerhalb weniger Minuten erstickten die Opfer. Die Leichen wurden in einem Wald verscharrt und später in Öfen verbrannt. Faktum zum Tod der einzelnen aus Österreich deportierten Roma und Sinti ist einzig, dass sie nie mehr aufgetaucht sind. So auch nicht Franz und Mathilda Link und ihre Tochter Hilda Maria. Quelle: Homepage des Vereins aegide, NS-Opfer im Oberen Drautal:< http://www.aegide.at/de/38/Hilda_Maria_Link/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Hildegard Link wurde 20.04.1934 geboren, gestorben 1942 in Łódź. Sie wurde am 11. April 1941 mit einem großen Transport Kärntner Sinti in das „Zigeuneranhaltelager“ Weyer/St.Pantaleon im Innviertel gebracht. Hier wurden um die 350 österreichische Sinti und einige Roma in der Zeit von Jänner bis November 1941 interniert. Am 4. November 1941 wurde das Lager bereits wieder aufgelöst und sämtliche der noch rund 300 Insassen in Viehwaggons verladen und vorerst ins burgenländische „Zigeuneranhaltelager“ Lackenbach gebracht, von wo aus die Deportation von insgesamt 5.000 österreichischen Personen in das „Zigeunerghetto“ Łódź erfolgte. Dass Hildegard Link diesem Transport angehörten, ergibt sich indirekt aus der Tatsache, dass die vollständigen Personalakten des Lagerbetriebs in Weyer erhalten sind und Hildegard Link weder zu den aus dem Lager Entlassenen noch zu den im Lager Weyer Umgekommenen zählen. In dem „Zigeunerlager“ des Ghettos Litzmannstadt (Łódź) herrschten solch unmenschliche Bedingungen, dass binnen weniger Wochen mehrere hundert Menschen an Hunger und Typhus starben. Die wenigen, die die katastrophalen Bedingungen des Ghettos bis zur Jahreswende überlebten, wurden zwischen 5. und 12. Januar 1942 in das Vernichtungslager Chełmno deportiert und mit Hilfe von getarnten Autobussen, sogenannten „Gaswägen“, umgebracht. Wann genau das Kind Hildegard Link ermordet wurde, ist nicht mehr genau rekonstruierbar. Die letzten Überlebenden wurden am 5. Februar 1942 in Chełmno vergast. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 105f

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Jüdische Opfer - KZ



Leon Linker, geboren 18.02.1907, gestorben 12.10.1941 in Jugoslawien. Leon Linker, der in Siret im heutigen Rumänien geboren wurde, lebte mit seiner Frau Hedwig Linker, die aus Spittal an der Drau stammte, in der Klagenfurter Gabelsbergerstraße. 1938 wurde die gemeinsame Tochter Eva geboren. Bald darauf musste die junge jüdische Familie flüchten, um ihr Leben zu retten. Mit einem Donauschiff versuchten sie, gemeinsam mit weiteren 1.200 jüdischen Flüchtlingen nach Palästina zu gelangen, doch der Plan scheiterte: Der Transport stockte im heutigen Serbien, die Flüchtlinge wurden von den Schiffen geholt und nach der Besetzung Jugoslawiens ins Konzentrationslager Sajmište nahe Belgrad deportiert. Dort wurden die Männer im Oktober 1941 im Rahmen von „Sühnemaßnahmen“ erschossen, als Vergeltung für von Partisanen verwundete oder getötete Wehrmachtssoldaten. Einer der Erschossenen war Leon Linker, er starb am 12. Oktober 1941. Seine Frau und seine kleine Tochter Eva wurden wenig später in einem Gaswagen ermordet. Quellen: Danglmaier Nadja/ Koroschitz Werner: Nationalsozialismus in Kärnten. Opfer, Täter, Gegner. Studien Verlag, Innsbruck et al., 2021, S. 241-242.

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Jüdische Opfer - KZFrauen explizit erwähnt



Hedwig Linker, geboren 03.07.1917, gestorben 1942 im KZ Sajmiste (Serbien). In Spittal an der Drau geboren, wo ihre Eltern ein Geschäft betrieben, wuchs Hedwig, genannt Hedy, mit zwei Schwestern auf. 1937 heiratete sie Leon Linker und bezog mit ihm eine Wohnung in der Klagenfurter Gabelsbergerstraße. 1938 kam die gemeinsame Tochter Eva zur Welt. Bald darauf musste die junge jüdische Familie flüchten, um ihr Leben zu retten. Mit einem Donauschiff versuchten sie, mit weiteren 1.200 jüdischen Flüchtlingen nach Palästina zu gelangen, doch der Plan scheiterte: Der Transport stockte im heutigen Serbien, die Flüchtlinge wurden von den Schiffen geholt und nach der Besetzung Jugoslawiens ins Konzentrationslager Sajmište nahe Belgrad deportiert. Dort wurden die Männer im Oktober 1941 im Rahmen von „Sühnemaßnahmen“ erschossen, als Vergeltung für von Partisanen verwundete oder getötete Wehrmachtssoldaten. Einer der Erschossenen war Leon Linker, ihr Mann. Hedwig und Eva verblieben weiter im Konzentrationslager und wurden 1942 in einem eigens angefertigten Gaswagen vergast. Quellen: Danglmaier Nadja/ Koroschitz Werner: Nationalsozialismus in Kärnten. Opfer, Täter, Gegner. Studien Verlag, Innsbruck et al., 2021, S. 241-242.

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Jüdische Opfer - KZFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Eva Linker, geboren 1938, gestorben 1942 im KZ Sajmiste (Serbien). 1938 oder eventuell bereits 1937 geboren, lebte Eva mit ihren Eltern Leon und Hedwig Linker in der Gabelsbergerstraße 22 in Klagenfurt. Bald nach ihrer Geburt musste die jüdische Familie flüchten, um ihr Leben zu retten. Mit einem Donauschiff versuchten sie, mit weiteren 1.200 jüdischen Flüchtlingen nach Palästina zu gelangen, doch der Plan scheiterte: Der Transport stockte im heutigen Serbien, die Flüchtlinge wurden von den Schiffen geholt und nach der Besetzung ins Konzentrationslager Sajmište nahe Belgrad deportiert. Dort wurden die Männer im Oktober 1941 im Rahmen von „Sühnemaßnahmen“ erschossen, als Vergeltung für von Partisanen verwundete oder getötete Wehrmachtssoldaten. Einer der Erschossenen war Evas Vater Leon Linker. Eva und ihre Mutter Hedwig verblieben weiter im Konzentrationslager und wurden 1942 in einem eigens angefertigten Gaswagen vergast. Quellen: Danglmaier Nadja/ Koroschitz Werner: Nationalsozialismus in Kärnten. Opfer, Täter, Gegner. Studien Verlag, Innsbruck et al., 2021, S. 241-242.

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Jüdische Opfer - KZFrauen explizit erwähnt



Regine Linker, geboren 1871, gestorben 1940. Als Regine Berger in Siret im heutigen Rumänien geboren, heiratete sie Samuel Linker, der aus Storoschynez in der heutigen Ukraine stammte. Das Paar kam nach dem Ersten Weltkrieg nach Klagenfurt und lebte mit seinen Kindern in der Bäckergasse. Am nahe gelegenen Kardinalsplatz betrieben sie ein Pelzgeschäft. Nach dem „Anschluss“ an den Nationalsozialismus flohen Samuel und Regine Linker nach Wien. Während Samuel Linker aus Wien ins Konzentrationslager Buchenwald deportiert und dort ermordet wurde, ergab sich für Regine keine Möglichkeit zur Auswanderung. Sie verstarb im Dezember 1940 in Wien. Während zweien ihrer Kinder die Flucht vor den Nationalsozialisten gelungen war, wurde Sohn Leon mit seiner Frau Hedwig und der gemeinsamen Tochter Eva ebenfalls von den Nationalsozialisten ermordet. Quellen: Danglmaier Nadja/ Koroschitz Werner: Nationalsozialismus in Kärnten. Opfer, Täter, Gegner. Studien Verlag, Innsbruck et al., 2021, S. 241-242.

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Jüdische Opfer - KZ



Samuel Linker, geboren 02.01.1876, gestorben 09.02.1940. In Storoschynez in der heutigen Ukraine geboren, heiratete er Regine Berger, die aus Siret im heutigen Rumänien stammte. Die Familie siedelte sich nach dem Ersten Weltkrieg in Klagenfurt an und lebte in der Bäckergasse. Am nahe gelegenen Kardinalsplatz betrieben sie ein Pelzgeschäft. Nach dem „Anschluss“ an den Nationalsozialismus flohen Samuel und Regine Linker nach Wien. 1939 wurde Samuel Linker aus Wien ins Konzentrationslager Buchenwald deportiert und dort am 9. Februar 1940 ermordet. Seine Frau blieb alleine in Wien zurück und verstarb dort im Dezember 1940. Während zweien ihrer Kinder die Flucht vor den Nationalsozialisten gelungen war, wurde Sohn Leon mit seiner Frau Hedwig und der gemeinsamen Tochter Eva ebenfalls von den Nationalsozialisten ermordet. Quellen: Danglmaier Nadja/ Koroschitz Werner: Nationalsozialismus in Kärnten. Opfer, Täter, Gegner. Studien Verlag, Innsbruck et al., 2021, S. 241-242.

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Kärntner PartisanInnenwiderstandKärntner SlowenInnen



Franc Lipovec, geboren am 06.10.1916 in Javornik Rovt (Slowenien), gestorben 01.01.1945 in Suetschach/Sveče. Weitere Details über Franc Lipovec sind nicht bekannt.

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Kärntner PartisanInnenwiderstandKärntner SlowenInnen



Konrad Lipusch, geboren am 26.11.1891 in Kleinsattel bei Villach, gestorben am 04.11.1941 im Zuchthaus Brandenburg-Görden (Deutschland). Der Maurergeselle Konrad Lipusch war Teil der Maria Gailer Widerstandsgruppe. Er wurde gemeinsam anderen Mitgliedern am 24.07.1941 verhaftet und kurz daraufhin zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde am 04.11.1941 in Brandenburg-Görden durch Enthauptung vollstreckt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/lipusch-konrad/>.

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Lipuš -




Politischer WiderstandKZ Opfer



Karl Lipuš, geboren am 22.10.1909 in Remschenig/Remšenik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 22.04.1945 im KZ Flossenbürg. Karl Lipuš wurde am 22. Oktober 1909 in Remschenig/Remšenik als Sohn des vlg. Lipuš Besitzerpaares Maria Avprih und Luka Lipuš geboren. Später bewirtschaftete er mit seiner Frau Neža Maloveršnik, welche er 1931 heiratete, den Besitz vlg. Paul. Die beiden hatten vier Kinder. Mit seiner ältesten Tochter, der 14-jährigen Cita, wurde Karl Lipuš im Oktober 1943 wegen Unterstützung der Partisanen verhaftet. Cita wurde nach zwei Wochen wieder entlassen, Karl jedoch ins KZ Dachau eingewiesen, wo er am 8. November 1943 als Schutzhäftling ankam. Zur Jahreswende 1944 wurde er ins KZ Flossenbürg überstellt. Den letzten Brief, den seine Familie von ihm erhielt, schrieb er unmittelbar nach seiner Ankuft in Flossenbürg. Bei einem „Evakuierungsmarsch“ starb der 35-jährige Karl Lipuš am 22. April 1945. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 245.

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Karol, Lipusch-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähnt



Marija Lipuš, geboren am 14. August 1908, gestorben am 3. Februar 1945. Marija Lipuš wurde als Tochter einer Magd geboren. 1939 heiratete sie den Knecht Franc Lipuš, gemeinsam bewohnten sie Ponovčarkeusche in Remschenig. Im Spätherbst 1943 wurde sie verhaftet, nachdem sie als Partisanen verkleidete Gestapospitzel bewirtet, aber nicht gemeldet hatte. Ihre Söhne Florjan und Franc waren zu diesem Zeitpunkt sechs und knapp ein Jahr alt. Im Jänner 1944 wurde Marija Lipuš mit einem größeren Sammeltransport ins KZ Ravensbrück deportiert. Dort starb sie am 3. Februar 1945 im Alter von 36 Jahren. Quelle: Entner, Brigitte: … als die Polizeieinheiten zum Hof kamen …. In Erinnerung an die Kärntner-slowenischen Opfer der NS-Verfolgung aus Bad Eisenkappel-Vellach. Eigenverlag, Bad Eisenkappel-Vellach/Železna kapla-Bela, 2021. S. 104.

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Maria, Karničar, Karnitschar, Lipusch-




Jüdische Opfer - KZFrauen explizit erwähnt



Emilie Litassy, geboren am 10.08.1867 in Raab/ Oberösterreich, gestorben am 11.07.1943 im Ghetto Theresienstadt (Tschechien). Emilie Litassy arbeitete an der Kinokasse des Schlosshotels Velden und war Mitorganisatorin des Veldener Eisfestes. Wegen ihrer jüdischen Herkunft wurde sie im August 1942 verhaftet und mit dem Gefangentransport Nr. 35 nach Theresienstadt deportiert, wo sie ein Jahr später starb. Laut offiziellen Angaben starb sie an einer „Herzmuskelentartung“. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/litassy-emilie/>.

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Von Litassy-




Kärntner PartisanInnenwiderstand



Josef Logar, geboren 16.08.1915 in Vellach/Kärnten, gestorben 07.04.1945 in Graz. Der gelernte Steinmetz Josef Logar heiratete 1938 Johanna Hobel und bekam mit ihr zwei Söhne. Während des Zweiten Weltkriegs diente er der Wehrmacht als Magazineur in der Heeresstandverwaltung Klagenfurt. Nachdem er beschuldigt wurde, den Partisanen kriegswichtige Anlagepläne weitergegeben zu haben, wurde er im September 1944 verhaftet und vor Gericht gestellt. Das Landesgericht Graz verurteilte ihn am 29. Jänner 1945 wegen Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat zum Tode. Josef Logar wurde am 7. April 1945 in der Belgierkaserne in Graz Wetzlsdorf hingerichtet. Quellen: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 35.

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Individueller WiderstandKZ OpferFrauen explizit erwähnt



Katarina Lorbek, geboren am 19.04.1892 in Remschenig/Remšenik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 23.08.1944 im KZ Ravensbrück. Katarina Lorbek, geb. Jančič, wurde am 19. April 1982 in Remschenig/Remšenik als Tochter von Leopold Jančič und Marija Bederman im Elternhaus ihrer Mutter, der vlg. Struc Keusche, geboren. Ihren Lebensunterhalt verdiente sie später als landwirtschaftliche Arbeiterin. 1919 heiratete sie Johan Lorbek und verlor dadurch die österreichische Staatsbürgerschaft. Seit dem Jahr 1938 war sie Witwe. Besonders nachdem sich der älteste Sohn den Partisanen angeschlossen hatte, unterstützte Katarina Lorbek diese. Aus diesem Grund wurde sie am 21. Jänner 1944 verhaftet und anschließend im Rahmen eines Sammeltransportes am 1. Feber 1944 von Klagenfurt ins KZ Ravensbrück deportiert. Am 25. August 1944 wurde die Tochter Katarina Pristotnik durch ein Schreiben des Lagerkommandos Ravensbrück über das Ableben der Mutter informiert. Katarina Lorbek hätte sich am 21. August 1944 krank gemeldet und sei im „hiesigen Krankenhaus“ aufgenommen worden. Trotz aller ärztlichen Bemühungen sei man der Krankheit nicht Herr geworden und sie sei am 23. August 1944 um 16 Uhr an den Folgen einer „Lungentuberkulose“ verstorben. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 241 f.

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JančičKatharina, Lorbeg, Lorbeck, Jantschitsch-




Kärntner PartisanInnenwiderstand



Filip Lorbek, geboren am 28.06.1920 in Črna/Schwarzenbach, gestorben im Jänner 1945 in Remschenig/Remsenik. Filip Lorbek wurde am 28. Juni 1920 in Črna/Schwarzenbach im heutigen Slowenien als Sohn von Johann Lorbek und seiner Frau Katarina Jančič geboren. Er wuchs aber in Remschenig in der Gemeinde Vellach auf. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Knecht. Im September 1943 schloss er sich den Partisanen an und bekam den Partisanennamen Rihar. Als er Mitte Jänner 1945 beim vlg. Jurjevec mit zwei weiteren Partisanen etwas zu essen bekam, wurden sie von einer Polizeieinheit überrascht. Alle drei Partisanen wurden erschossen. In den Quellen wird vom 10. aber auch vom 16. Jänner als Todestag gesprochen. Seine sterblichen Überreste wurden nach dem Krieg im Juni 1945 auf den Friedhof von Eisenkappel umgebettet. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 242.

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Philipp, Lipej, Lipi, Lorbeg-




NS-Euthanasie



Leopold Luggauer wurde am 16. August 1909 in Villach geboren. Er ist im November 1937 ins "Siechenhaus" des Klagenfurter Gaukrankenhauses eingetreten. Am 7. Juli 1941 wurde LEOPOLD mit einem Tötungstransport mit rund 111 Pflegebedürftigen des Siechenhauses, Kindern einer kirchlichen Pflegeeinrichtung und Insassen der Psychiatrie des Gaukrankenhauses in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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-




M

NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Ottilie Macher wurde am 21. Dezember 1915 in St. Andrä bei St. Veit a.d. Glan in Kärnten geboren. Sie hat bereits im November 1930 im "Siechenhaus" des Landeskrankenhauses Klagenfurt gelebt (ab 1938 Gaukrankenhaus genannt.) OTTILIE wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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NS-Euthanasie



Hans Maier, geboren 1905, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Hans Maier, der als Hilfsarbeiter tätig war, wurde im März 1940 mit der Diagnose „Imbezillität“, eine veraltete Bezeichnung für mittelgradige geistige Behinderung, in das Gaukrankenhaus Klagenfurt eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde er im Juni 1940 gemeinsam mit anderen Personen in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/maier-hans/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Maier, geboren 1903, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Maria Maier, die als Hausgehilfin in Villach tätig war, wurde im Jänner 1939 mit der Diagnose Schizophrenie in das Gaukrankenhaus eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde sie im August 1940 gemeinsam mit anderen Personen in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/maier-maria/>.

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Homosexuelle Opfer



Johann Maier, geboren am 18.09.1888 in Greifenburg, gestorben am 22.03.1945 im KZ Mauthausen. Johann Maier wurde am 18. September 1888 in Greifenburg geboren und wuchs dort mit zwei Geschwistern auf. Seine Familie besaß ein Anwesen mit Pferdezucht, Gasthaus mit Kegelbahn, einer Landwirtschaft und einem Sägewerk. Aufgrund dieses wohlhabenden Hintergrunds genoss Johann Maier Anfang des 20. Jahrhunderts eine Ausbildung, wie sie im ländlichen Umfeld eher eine Ausnahme war. Er besuchte die Staatsrealschule in Klagenfurt und lebte nach seiner Ausbildung vermutlich wieder in Greifenburg. Ob er als Soldat im Ersten Weltkrieg gedient hat, weiß man nicht. Sein Bruder Michael kam 1924 aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück, übernahm den elterlichen Hof, bezahlte Johann offenbar dessen Erbteil aus und räumte ihn freie Kost und Logis ein. Johann Maier machte sich mit dem Geld auf eine große Reise, mit dem Ziel Südafrika. Wie lange die Reise dauerte, weiß man nicht. Es wird erzählt, dass er, nachdem das Geld aufgebraucht war, wieder nach Greifenburg zurückkehrte. Dort eckte er im Markt an, da er homosexuell war. Sein Bruder Michael starb 1933 oder 1934 bei einem Holzunfall. Michaels Frau starb bereits 1930, weshalb das Anwesen im Ganzen verpachtet wurde. Johann verlor damit wahrscheinlich auch Kost und Logis. Am 4. September 1934 bezog er in Wien eine Wohnung am Wiedener Gürtel. Nach zwei Wochen kehrte er aber bis Oktober 1939 nach Greifenburg zurück. Vermutlich aufgrund Anfeindungen wegen seiner Homosexualität kehrte er im Oktober 1939 nach Wien zurück. Im Frühjahr 1940 kam er für kurze Zeit nach Greifenburg und hielt sich dann im Sommer 1940 in Bad Gastein auf, wo er im Kurhaus eine Beschäftigung fand. Ab Oktober 1941 lebte er wieder für zwei Monate in Wien, bevor er wieder ins Kurhaus nach Bad Gastein zurückkehrte. Seine Beschäftigung im Kurhaus endete im Oktober 1943, woraufhin er bis September 1944 durchgehend in Wien lebte. Am 5. September 1944 findet sich eine Eintragung auf dem Meldeblatt: „abgemeldet: Mauthausen“. Da keine Dokumente über eine mögliche Gerichtsverhandlung gegen Johann Maier auffindbar waren, liegt es nahe, dass er von der Gestapo festgenommen und ins KZ Mauthausen deportiert wurde, und zwar bereits am 28. Juli 1944 wie ein Auszug aus dem Häftlingszugangsbuch des KZ beweist. Johann Maier trug den rosa Winkel der homosexuellen Häftlinge und war einer der Häftlinge, die wegen des Homosexuellen-Paragrafen verhaftet wurden. Im Totenbuch des KZ Mauthausen findet sich die Angabe, dass Johann Maier am 22. März 1945 im sogenannten Sanitätslager starb, das in Wirklichkeit ein Todeslager für abgearbeitete, völlig entkräftete Häftlinge war. Als Todesursache trug der SS-Arzt Kreislaufschwäche und allgemeinen Körperverfall ein. Quelle: Homepage des Vereins aegide – NS-Opfer im Oberen Drautal: < http://www.aegide.at/de/43/Johann_Maier/>.

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NS-Euthanasie



Peter Maier wurde am 23. März 1908 in Bach (Bad Kleinkirchheim) im Bezirk Spittal a.d. Drau in Kärnten geboren. Er ist im Herbst 1940 ins "Siechenhaus" des Klagenfurter Gaukrankenhauses eingetreten. Am 7. Juli 1941 wurde Peter Maier mit einem Tötungstransport mit rund 111 Pflegebedürftigen des Siechenhauses, Kindern einer kirchlichen Pflegeeinrichtung und Insassen der Psychiatrie des Gaukrankenhauses in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Hildegard Maier wurde am 30. März 1917 in Klagenfurt geboren. Meldeamtlich erfasst wurde ihr Eintritt ins "Siechenhaus" des Klagenfurter Gaukrankenhauses am 17.11.1930. Zehn Jahre später wurde sie mit einem Tötungstransport mit 38 Frauen und Mädchen aus dem "Siechenhaus" und mindestens 213 Frauen aus der Psychiatrie des Gaukrankenhauses am 25. August 1940 in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Freidl, Wolfgang (Hg.): NS-Psychiatrie in Klagenfurt. Facultas Verlag. Wien 2016. Seite 117ff).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Mailänder, geboren am 22.03.1907 in Pobersch/Paternion, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Maria Mailänder, die als Magd tätig war, wurde auf Grund von Selbstmordgefahr Ende Dezember 1934 in die psychiatrische Abteilung des Landeskrankenhauses Klagenfurt eingewiesen. Die Ärzte diagnostizierten sie später mit Schizophrenie. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde sie Ende August 1940 gemeinsam mit anderen Personen in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/mailander-maria/>.

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KZ Opfer



Julian Majchrowicz, geboren am 13.06.1912 in Drahobyscz (Polen), gestorben am 01.11.1943 im KZ Loibl. Julian Majchrowicz, geboren am 13.6.1912 in Drahobyscz, Polen, wurde im Konzentrationslager Mauthausen mit der Nummer 33190 registriert. Mit einem Transport im September 1943 wurde er in die Loibl-Konzentrationslager verlegt. Er wurde am 1. November 1943 erschossen und im Krematorium verbrannt. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 238.

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Informationen zum Leben und Schicksal des jugoslawischen Partisan Maks konnten nicht gefunden werden.

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Vincenc Male, geboren am 06.07.1908 in Koprein Petzen/Podpeca, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 29.07.1944 in Remschenig/Remšenik. Vincenc Male wurde am 6. Juli 1908 in Koprein Petzen/Podpeca als Sohn des Pächterehepaares der vlg. Peternel-Liegenschaft, Karl Malle und Kararina Blajz, geboren. Vincenc Male verdiente seinen Lebensunterhalt als Forstarbeiter für den Grafen Thurn. Im Jahr 1939 heiratete er Meta Kumer, die aus Solčava/Sulzbach stammte. Zusammen pachteten sie eine kleine Liegenschaft in Lobnik und bewirtschafteten diese. Im Juni 1944 schloss sich Vincenc Male als Kämpfer den Partisanen an und bekam den Partisanennamen Šimen. Er kämpfte unter Modras überwiegend in der Umgebung seiner Heimatgemeinde und im Raum um Solčava. Bei einem Kampf nahe des vlg. Štruc fiel Vincenc Male – Šimen am 29. Juli 1944 und wurde dort noch am selben Tag von seinen Kameraden begraben. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 261 f.

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Vinzenz, Venci, Malle-




Kärntner PartisanInnenwiderstand



Anton Male, geboren am 13.01.1915 in Koprein Petzen/Podpeca, Eisenkappel/ Železna Kapla, gestorben am 29.11.1944 in Koprein/Koprivna. Anton Male wurde am 13. Jänner 1915 in Koprein Petzen/Podpeca, Eisenkappel/ Železna Kapla als Sohn des Pächterehepaares der vlg. Peternel-Liegenschaft, Karl Malle und Katarina Blajz, geboren. Er arbeitete als Land- und Forstarbeiter, bevor er sich im Juli 1944 den Partisanen anschloss. Anfang November 1944 wurde Anton Male bei einer Auseinandersetzung mit dem 13. SS-Polizeiregiment bei Leppen verwundet. Am 29. November 1944 starb er schließlich bei enem neuerlichen Zusammenstoß. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 261.

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Tone, Malle-




Kärntner PartisanInnenwiderstandSoldaten - Deserteure



Janez Male, geboren am 18.08.1917 in Koprein Petzen/Podpeca, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 15.12.1943 in Ebriach/Obirsko. Janez Male wurde am 18. August 1917 in Koprein Petzen/Podpeca als Sohn des Pächterehepaares der vlg. Peternel-Liegenschaft, Karl Malle und Katarina Blajz, geboren. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Landarbeiter unter anderem beim vlg. Brečk. Im September 1940 wurde Janez Male zum Wehrdienst eingezogen. Seinen Heimaturlaub im Sommer 1943 nutzte er zur Desertion. Er schloss sich den Partisanen an, trug fortan den Partisanennamen Miha und nahm den Rang eines Leutnants ein. Vorwiegend war er im Raum Eisenkappel, Solčava/Sulzbach und Jauntal/Podjuna aktiv. Mitte Dezember 1943 wurde seine Einheit in Ebriach beim vlg. Trplak von Jägern entdeckt und verraten. Janez Male – Miha wurde zuerst von Jägern des Grafen Thurn angeschossen und starb schließlich im Gefecht mit Polizeieinheiten. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 260 f.

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Ivan, Johann, Malle-




Politischer Widerstand



Feliks Male, geboren am 03.01.1904 in Zell-Oberwinkel/Zgornji Kot, Zell/Sele, gestorben am 06.06.1942 in Jelendol/Butterhofen bei Tržič/Neumarktl. Feliks Male wurde am 3. Jänner 1904 als Sohn des vlg. Jakob Keuschlerehepaares Primož Malle und Marija Dovjak geboren. In einigen Akten wie auch auf seinem Grabstein wird der 5. Mai 1904 als Geburtsdatum angeführt. Im Geburts- und Taufbuch steht jedoch der 3. Jänner 1904. Feliks Male verdiente seinen Unterhalt als Forstarbeiter, war ledig und hatte ein Kind. Ab 1936 hielt er sich beruflich immer wieder in Slowenien auf. In der Zwischenkriegszeit war er, wie viele andere Burschen aus dem Grenzraum, als Schmuggler bekannt. Gemeinsam mit Pavel Dovjak, mit dem er sich während ihrer Zeit als „Gründe Kader“ zusammengetan hatte, machte er sich Anfang Juni 1942 auf den Weg zum Kommando der Oberkrainer Eineheit der OF. Am 6. Juni 1942 wurden sie bei Tržič aus einem Hinterhalt erschossen. Nach dem Krieg versuchten die lokalen Gendarmereibehörden Feliks Male als Kriminellen darzustellen, der bei einem Schmuggelgang erschossen worden sei. Dadurch sollte seinem Vater der Zugang zu einer Opferrente erschwert werden. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 151 f.

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Felix, Malle-




Kärntner PartisanInnenwiderstandPolitischer WiderstandFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Terezija Male, geboren am 14.02.1924 in St. Johann im Rosental/Šentjanž v Rožu, gestorben am 10.11.1944 am Rabenberg/Šentjanške Rute. Terezija Male wurde am 14. Feber 1924 in St. Johann im Rosental/Šentjanž v Rožu als Tochter des Sägearbeiters Johann Malle und dessen Frau Maria geboren. Die Familie Malle engagierte sich aktiv für den Widerstand und Theresia Malle war als Jugendaktivistin für die OF (Osvobodilna fronta) tätig. Kurz vor der Erstürmung des Bunkers am Rabenberg musste die 20-jährige Terezija Malle ihre Arbeit in der Legalität aufgeben und sich den Partisanen anschließen, um sich einer drohenden Verhaftung zu entziehen. Beim Überfall am Rabenberg wurde Terezija Male von der SS-Polizeistreife am 10. November 1944 erschossen. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 449.

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Theresia, Rezika, Malle-




Kärntner SlowenInnen



Über das Leben und Schicksal Thomas Malles ist nichts bekannt.

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Politischer WiderstandKZ Opfer



Jakob Maloveršnik, geboren am 04.08.1899 in Remschenig/Remšenik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 31.01.1945 im KZ Natzweiler-Struthof, Außenlager Leonberg. Jakob Maloveršnik wurde am 4. August 1899 in Remschenig/Remšenik als Sohn des vlg. Markež-Besitzers Jakob Maloveršnik und seiner Frau, der vlg. Knolič-Tochter, Marija Paul geboren. Jakob Maloveršnik bewirtschaftete den elterlichen Hof. Er heiratete Marija Pauli und bekam mit ihr vier Kinder. Da die beiden große Schwierigkeiten hatten, mussten sie 1933 ihren jüngsten Sohn mit drei Jahren zu Verwandten in Pflege geben. Am 18. Jänner 1944 wurde Jakob Maloveršnik wegen Partisanenunterstützung festgenommen und ins KZ Dachau deportiert. Dort wurde er am 30. März 1944 als Schutzhäftling registriert. Sein Sohn Jakob Maloveršnik jun. befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits seit einem Monat als politischer Häftling im KZ Dachau. Jakob sen. wurde am 15. November 1944 vom KZ Dachau zum Kommando Leonberg des KZ Natzweiler überstellt. In Leonberg gab es eine unterirdische Fabrikanlage, in der die Häftlinge für die Messerschmitt AG Flugzeugtrageflächen für Düsenjäger bauen mussten. Im Dezember 1944 kam es aufgrund von Überbelegung und Mangelversorgung der Häftlinge zum Ausbruch von Typhus und Fleckfieber. Laut Aufzeichnungen starb Jakob Maloveršnik sen. am 31. Jänner 1945. Die Familie wurde erst 1956 nach einer Anfrage beim Internationalen Suchdienst des Roten Kreuzes offiziell von seinem Tod informiert. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 246 f.

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Maloverschnig, Maloverschnik-




KZ Opfer



Fiodor Malyschonkow, geboren am 27.04.1908 in Nasiow (Russland), gestorben am 20.05.1944 im KZ Loibl. Fiodor Malyschonkow, geboren am 27. April 1908 in Nasiow, wurde nach seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen als Russe mit der Nummer 51066 registriert. Nach seiner Verlegung in die Konzentrationslager am Loibl-Pass wurde er am 30. Mai 1944 von einem SS-Wachmann grundlos und vorsätzlich erschossen. Bei einem Prozess nach Kriegsende wurde der Täter Andreas Vogel, der den Mord an Fiodor Malyschonkow zugab, freigesprochen. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 250, 443.

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NS-Euthanasie



Peter Manhart wurde am 8. März 1909 in Guttaring, Bezirk St. Veit/Glan in Kärnten geboren. Er ist im November 1930 ins "Siechenhaus" des Landeskrankenhauses Klagenfurt eingetreten (ab 1938 Gaukrankenhaus). Peter Manhart wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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Kärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähnt



Franja-Breda Markelj, geboren k.A., gestorben am 09.02.1945 in Arichwand/Karawanken. Franja Markelj war Teil einer Gruppe von Oberkrainer Partisanen, die unter der Arichwand bei Ledenitzen einen Bunker errichteten, um den Kärntner Widerstand zu unterstützen. In diesem Bunker befanden sich zeitweise 20 Personen, obwohl dieser nur für 10 geplant war. Die Aufgabe bestand nicht in Kampfhandlungen mit der Wehrmacht, sondern im Aufbau eines Kommunikationsnetzwerkes. Dieses Netzwerk reichte bis zu den Schüttpartisanen im Gailtal. Der Bunker wurde verraten und am 09.02.1945 von der Wehrmacht attackiert. Es wurden acht Partisanen erschossen, unter ihnen Franja Markelj, die unter dem Decknamen Breda operierte. Die Leichname der Partisanen wurden von den Nazis auf der Straße zwischen St.Jakob und St.Peter im Rosental aufgestellt. Nach einer Woche wurden sie bei der Drau vergraben. Nach Kriegsende wurden die Leichname exhumiert und ehrenvoll in St.Jakob begraben Ein steinerner Obelisk mit der Aufschrift: „Partisanen gefallen im Kampf gegen den Faschismus“, in beiden Landessprachen erinnert an sie. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/markelj-breda-franja/>.

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KZ Opfer



Franz Markowitz, geboren am 03.10.1896 in St. Leonhard bei Villach, gestorben am 22.08.1941 im KZ Buchenwald (Deutschland). Der als Spengler tätige Franz Markowitz war mit seiner Frau Martina in der Gemeinde Eberstein wohnhaft. Mitte September 1940 erfolgte aus uns unbekannten Gründen seine Gefangennahme in St.Pölten. Ende Oktober wurde er ins KZ Dachau transportiert. Im Juli 1941 kommt es zur Überstellung ins KZ Buchenwald. Dort kommt er Ende August desselben Jahres ums Leben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/markowitz-franz/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Ludmilla Martinz, geboren 17.08.1929, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Als 1940 und 1941 vier Transporte mindestens 733 Menschen aus Kärnten zur Vergasung in die Euthanasieanstalt Schloss Hartheim nach Oberösterreich brachten, waren darunter zahlreiche ehemalige PatientInnen aus dem Klagenfurter Josefinum. Ludmilla Martinz wurde mit dem vierten Transport am 7. Juli 1941 deportiert. Dieser umfasste 111 Personen, darunter auch 25 Kinder. Sie alle wurden im Schloss Hartheim sofort nach ihrer Ankunft vergast. Als Todesursache des mit 11 Jahren vergasten Mädchens wurde „septische Angina“ angegeben, eine Lüge. Quelle: Homepage der Stadt Klagenfurt <https://www.klagenfurt.at/die-stadt/geschichte/erinnerungskultur/stolpersteine/stolpersteine-2018.html>.

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Link




NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Johann Martinz wurde am 18.10.1930 in Klagenfurt geboren, gestorben am 07.07.1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Der als „behindert“ eingestufte Hermagorer Johann Martinz wurde im Alter von nur 11 Jahren Opfer der NS-„Euthanasie“. Das uneheliche Kind lebte gemeinsam mit seiner Mutter im Hermagorer Armenhaus in der Grabenstraße, bis er kurz nach dem „Anschluss“ in die nationalsozialistische „Erziehungsanstalt“ Tainach eingeliefert wurde. Von Tainach aus wurde er mit rund 25 anderen Kindern und Jugendlichen am 4.7.1941 in das Landeskrankenhaus Klagenfurt transportiert. Er wurde jedoch bereits drei Tage später nach Linz/Niedernhart gebracht und dann in der Tötungsanstalt Hartheim ermordet. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 77

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NS-Euthanasie



Josef Matti wurde 1897 in Vorderberg / Blače geboren, gestorben am 29.06.1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Über den in Vorderberg/Blače ansässigen Josef Matti sind widersprüchliche Angaben zu finden. So steht in den Akten der psychiatrischen Anstalt im Landeskrankenhaus Klagen furt der Vorname Josef, die Akten im Bundesarchiv Berlin sprechen laut Marina Jamritsch von Johann Matti. Bei eigenen Recherchen im Bundesarchiv Berlin konnte jedoch der Akt von Josef bzw. Johann Matti überhaupt nicht aufgefunden werden. Jedenfalls wurde er am 22.12.1934 in die psychiatrische Abteilung des Krankenhauses Klagenfurt aufgenommen, am 29.6.1940 nach Niedernhart gebracht und anschließend in Hartheim getötet. Zuvor war der Hilfsarbeiter laut den Vermerken im historischen Akt der Psychiatrie Klagenfurt auch einige Zeit in Düsseldorf wohnhaft. Allerdings kam er bald wieder zurück nach Kärnten. Der Kontakt zu den Bekanntschaften aus Düsseldorf scheint jedoch nicht abgerissen zu sein, erkundigten sich doch bei mehreren Gelegenheiten Personen aus Düsseldorf über den Zustand von Josef Matti. Jedenfalls dürfte er auch dort eine Zeit lang in einer psychiatrischen Anstalt untergebracht gewesen sein, denn von einem Bekannten aus Düsseldorf, Karl Thielen, ist die Anfrage an Dr. Niedermoser dokumentiert, ob jener den Transport Mattis von Düsseldorf nach Klagenfurt organisieren könne. Dr. Niedermoser verneint und weist darauf hin, dass der Transport selbst zu organisieren und zu bezahlen sei. Zwischen November 1932 und einem Zeitpunkt bis spätestens 5.12.1934 ist Matti in Düsseldorf. An diesem Datum wird er ins Krankenhaus Tamsweg eingeliefert, wo er bis zum 22.12.1934 bleibt. Die „Diagnose“ von Dr. Niedermoser reichte aus, um Josef Matti auf die Liste des Vernichtungstransports am 29.6.1940 von Klagenfurt nach Niedernhart zu setzen und ihn in Hartheim zu ermorden. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 76

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Kärntner SlowenInnenPolitischer Widerstand



Anton Mauz, geboren am 09.01.1892 in St. Marxen/Šmarkež, St. Kanzian/Škocijan, gestorben am 18.04.1943 im KZ Dachau. Anton Mauz wurde am 9. Jänner 1892 beim vlg. Nežanc in St. Marxen/Šmarkež als lediger Sohn der Inwohnerin Marija Tinkel geboren. Sein Vater war der aus Eisenkappel/Železna Kapla stammende Arbeiter Johann Mauz. Durch die Ehe seiner Eltern wurde Anton legitimiert. Anton Mauz heiratete im Jahr 1924 in Klagenfurt die aus Globasnitz/Globasnica stammende Klara Želodec. Die beiden hatten drei Kinder. Anton Mauz verdiente den Lebensunterhalt für seine Familie in Kühnsdorf/Sinča vas als Gatterführer für die Firma Leitgeb. Er engagierte sich für die Sozialdemokratische Arbeiterpartei und später für die Revolutionären Sozialisten. Am 2. Oktober 1942 wurde er zusammen mit seiner Nichte wegen Abhörens verbotener, ausländischer Sender und Teilnahme an geheimen Versammlungen verhaftet. Nach zwei Monaten im gefürchteten Gefangenenhaus Vigaun im slowenischen Begunje wurde Anton Mauz nach Klagenfurt überstellt. Laut Aussagen seiner Tochter wurde er in der Haft furchtbar geschlagen. Die Gestapo Klagenfurt wies ihn in das KZ Dachau ein, wo er am 16. Jänner 1943 als Schutzhäftling registriert wurde. Am 21. April 1943 wird sein Tod im Dachauer Totenbuch mit 18. April 1943 verzeichnet. Er soll am 18. April 1943 an „Versagen von Herz und Kreislauf bei Lungenentzündung“ verstorben sein. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 96 f.

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Mavc, Mavec, Mautz-




Als Jude oder Jüdin verfolgt (Archiv der Namen)



Felix Mayer, geboren 1875 in Wien, gestorben 1942 in Wien. Felix Mayer war Teil einer jüdischen Kaufmannsfamilie. Er kaufte die Villa Mignon (später Giebelhaus) in Velden. Die Villa wurde zum Ziel im Novemberpogrom 1938 und später arisiert. Als Felix Mayer im September 1942 eine Vorladung von der Gestapo erhielt, beging er Selbstmord. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/mayer-felix-dr/>.

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KZ Opfer



Rudolf Mayer, geboren am 06.02.1916 in Villach, gestorben 21.11.1940 im KZ Dachau (Deutschland). Der Hilfsarbeiter Rudolf Mayer wurde im September 1940 vom KZ Sachsenhausen in das KZ Dachau überstellt, wo er mit der Gefangenennummer 17891 registriert wurde. Dort soll er auch Ende November 1940 infolge eines Herz-Kreislaufversagens ums Leben gekommen sein. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/mayer-rudolf/>.

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Politischer WiderstandIndividueller Widerstand



Hubert Mayr, geboren am 28.11.1913 in Innsbruck, gestorben 1944/45. Hubert Mayr wurde am 28. November 1913 in Innsbruck als Sohn des streng katholischen Landesoberforstwartes Karl Mayr und seiner Frau Maria geboren. Seine Mutter starb früh, weshalb er überwiegend bei seinen Tanten in Innsbruck aufwuchs. Mit 15 Jahren wurde er von seinem Vater zur Gärtnerlehre nach Andernach ins Rheinland geschickt. Gegen den Willen seines Vaters schloss er sich dort einer sozialdemokratischen Jugendgruppe an und trat der Gewerkschaft bei. Als er vier Jahre später nach Innsbruck zurückkam, wurde er Mitglied der Sozialdemokratischen Partei und der Baugewerkschaft. Auch trat er der 2. Kompanie des Republikanischen Schutzbundes bei. Er nahm Anfang der 1930er Jahre an Saalschlachten gegen die Nationalsozialisten teil und setzte nach dem Verbot der Sozialdemokratischen Partei im Feber 1934 seine politischen Tätigkeiten illegal fort. So war er am Aufbau der illegalen Organisation der Revolutionären Sozialisten Österreichs beteiligt. Am 26. Mai 1936 wurde er während seiner Arbeit als Gärtner bei einem Gasthof in Alpbach verhaftet, mit dem Vorwurf wegen Hochverrat und Betätigung für die Revolutionären Sozialisten Österreichs. Sein Vater setzte sich während des Verfahrens für ihn ein und Hubert Mayr wurde zu drei Monaten Haft verurteilt, nach einer allgemeinen Amnestie durch Bundespräsident Miklas aber aus der Haft entlassen. Im Frühjahr 1937 wurde er auf Vermittlung seines Vaters in die Forstschule Rotholz aufgenommen, danach war er wieder arbeitslos und wurde schließlich ausgesteuert. Im Juli 1937 machte er sich auf den Weg nach Spanien, um auf der Seite der spanischen Republik gegen den Putsch des faschistischen Generals Franco zu kämpfen. Er erhielt dort eine militärische Ausbildung und kam zur XI. Kompanie an die Front, wo er an Typhus erkrankte. Nach seiner Heilung gründete er mit einigen Genossen die Gruppe „Österreichische Sozialisten in Spanien“. 1938 kämpfte Hubert Mayr im Spezialbataillon der 35. Division, einer schnellen Eingreiftruppe, wo er eine Verwundung erlitt. Im September 1938 wurden die Internationalen Brigaden von der Front abgezogen. Hubert Mayrs Vater forderte ihn zur Rückkehr auf, was er aber aufgrund der geänderten politischen Situation in Österreich nicht machte. Hubert Mayr setzte den Kampf an anderen Fronten fort. Zuerst meldete er sich zur französischen Armee, im Mai 1940 flüchtete er nach Nordafrika und meldete sich dort freiwillig 1942 bei der britischen Armee. Als einer der ersten Österreicher wurde er in den britischen Kriegsgeheimdienst Special Operations Executive (SOE) aufgenommen. Bei einer missglückten Sabotageaktion im Jänner 1943 im Hafen von Hammamet in Tunesien, geriet er in italienische Gefangenschaft, konnte aber acht Monate später fliehen und wurde dann von der britischen Armee der „Austrian Section“ zugewiesen, wo er Widerstandskämpfer nach Österreich einschleusen sollte. In der Nacht vom 12. auf den 13. August 1944 landete Hubert Mayr per Fallschirm bei den Partisanen in Friaul und überschritt zwei Tagge später, geführt vom Widerstandskämpfer Georg Dereatti, die Karnischen Alpen und kam bis Unterpirkbach bei Oberdrauburg, wo der Deserteur Stefan Hassler für ihn Unterkunft und Verpflegung organisierte. Zwei Wochen später kehrte er nach Friaul zurück, um die Lage in Österreich zu schildern. Ziel von Hubert Mayr war es, nach Innsbruck zu gelangen. Von Dereatti bekamen die SOE-Offiziere in Friaul Koordinaten eines Ortes übermittelt, an dem sich Waffen und anderes Material zur Unterstützung befinden sollte. Bevor es dazu kam, wurde die Widerstandsgruppe in Villgratental verraten und am 12. Oktober 1944 von der Gestapo verhaftet. Hubert Mayer gelang die Flucht, doch seither fehlt von ihm jede Spur. Die Suche der britischen Besatzungsbehörden nach dem 8. Mai 1945 verlief ergebnislos. Einem Hinweis zufolge soll Hubert Mayr Anfang Jänner 1945 in Dellach/Drau zuletzt gesehen worden sein. Die britische Armee erklärte Hubert Mayr 1947 für gefallen und als Todesdatum wurde offiziell der 1. Jänner 1945 festgelegt, der Tag an dem er in Dellach/Drau angeblich gesehen worden sein soll. Hubert Mayr geriet außerhalb seiner Familie weitgehend in Vergessenheit. Erst Forschungen der vergangenen Jahre haben seinen langen Kampf gegen den Faschismus und Nationalsozialismus in Erinnerung gerufen. Am 11. Feber 2011 wurde Hubert Mayr im Innsbrucker Landhaus posthum das Ehrenzeichen für Verdienste um die Befreiung Österreichs verliehen. Neue Aktenfunde im slowenischen Staatsarchiv zeigen, dass Hubert Mayr nicht nach Tirol weitermarschiert ist, sondern versuchte, mit Hilfe der slowenischen Partisanen zu entkommen. Nach Aufenthalten in Unterpirkach, Dellach im Drautal und Bleiberg-Kreuth erreichte er gegen Ende Oktober im Gebiet des Mittagskogels die Gailtaler Kompanie der slowenischen Partisanen. Er stellte sich den Kommandanten der Gruppe als britischer Offizier vor. Anfang November wurde er von Kurieren der Einheit zum IX. Korps, das in Čepovan stationiert war, gebracht. Er wurde dort allerdings nicht britischen Verbindungsoffizieren übergeben, die eigentlich für die Evakuierung von Angehörigen ihrer Armee sorgten, sondern von der jugoslawischen Geheimpolizei OZNA gefangen genommen und vom 11. bis 15. November 1944 verhört. Auch wenn derzeit keine schriftlichen Belege dafür vorliegen, ist aufgrund der vorhandenen Forschungsliteratur, der strikten Geheimhaltung gegenüber den britischen Alliierten während und nach dem Krieg sowie wegen des spurlosen Verschwindens wahrscheinlich, dass Hubert Mayr von der OZNA ermordet worden ist. Quelle: Homepage des Vereins aegide, NS-Opfer im Oberen Drautal: < http://www.aegide.at/de/39/Hubert_Mayr/>.

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Soldaten - Deserteure



Jožef Mačič, geboren am 30.08.1904 in Unter-Greuth bei Latschach/ Loče, gestorben am 27.04.1944 in Graz. Jožef Mačič, vulgo Melcher, versteckte sich als Wehrmachtsdeserteur zu Hause. Er wurde von Nachbarn verraten und am 30.04.1944 in Graz hingerichtet. Sein Name findet sich unter anderem auch auf dem Denkmal der Kriegsgefallen in Latschach. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/jozef-macic/>.

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Alliierte SoldatenJugendliche explizit erwähnt



William James McCurdy, geboren am 12.01.1923 in Pocatello, gestorben am 16.11.1944 in Berg. William James McCurdy wurde am 12. Jänner 1923 in Pocatello, einer Stadt nördlich von Salt Lake City, als Sohn von Charles Berg McCurdy und Erma Bybee McCurdy geboren. Sie gehörten der Religionsgemeinschaft der Mormonen an und sein Vater fungierte als Bischof der „Kirche Jesu Christi der Heiligen Letzten Tage“. Am 16. November 1944 gegen 12:30 Uhr überflogen mehrere US-Bomber das Obere Drautal in Richtung Süden. Durch einen Motorschaden kam eines der Flugzeuge in Schwierigkeiten und die Besatzung konnte sich nur mehr durch einen Absprung mit Fallschirmen retten. Sie landeten unverletzt im Gemeindegebiet Berg und in der Gemeinde Dellach. Der Pilot William James McCurdy kam alleine und abgelegen im Gemeindegebiet Berg (Ebenberg) an. Während die US-Soldaten von der Landwacht festgenommen und der Gendarmerie übergeben wurden, wurde McCurdy unbewaffnet und sich mit erhobenen Händen ergebend von zwei Landwachtmännern erschossen. Eine Kugel traf ihn von vorne in den Bauch. Er brach zusammen und starb kurz später an seinen Verletzungen. Sein Leichnam wurde am Friedhof in Waisach beigesetzt. Der Täter wurde „für sein unerschrockenes Handeln mit einer Anerkennungsurkunde und einer Belohnung von 100 RM ausgezeichnet“. Der gewaltsame Tod des US-Piloten William James McCurdy war im Februar 1947 Gegenstand eines Prozesses der US-Militärkommission in Salzburg zur Aufklärung von Kriegsverbrechen. Im Zuge der Ermittlungen wurde sein Leichnam exhumiert und untersucht. Nach genauen Untersuchungen und einer genauen Nachstellung am Tatort, vielen Zeugeneinvernahmen, medizinischen Gutachten und Ermittlungen zur Befehlslage, wurden die beiden Landwachtmänner, ein Greifenburger Gendarm und der Ortsgruppenleiter der NSDAP, angeklagt. Nach der Exhumierung wurde McCurdys Leichnam von der US-Armee in einem Soldatenfriedhof in Frankreich beigesetzt. Schlussendlich wurde William James McCurdy in seine Heimat gebracht und fand seine letzte Ruhestätte im Familiengrab auf dem Basalt Friedhof nördlich der Stadt Firth in Idaho. Quelle: Homepage des Vereins aegide – NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/60/William_J._McCurdy/>.

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Kärntner SlowenInnen



Johann Mejovšek, geboren am 25.08.1887 in St. Egyden, gestorben am 29.10.1944 im KZ Flossenbürg (Deutschland). Der gelernte Schneidermeister Johann Mejovšek wurde im Mai 1944 inhaftiert, da er den Partisan*innenwiderstand unterstütze. Es folgte die Deportation nach Dachau, gefolgt vom Transport ins Lager Flossenbürg. Dort kam er Ende Oktober 1944 ums Leben. Die offizielle Todesursache war der sogenannte Maramus, sprich der fortschreitende Verfall der körperlichen Kraft, inoffiziell wurde er wahrscheinlich in der Gaskammer ermordet. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/mejovsek-johann/>.

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Mejouschek-




Kärntner PartisanInnenwiderstand



Franz Melcher, geboren am 15.01.1921 in Kratschach/ Hrašče, gestorben am 13.09.1941 im Gaukrankenhaus Klagenfurt. Der Schneidergehilfe Franz Melcher war Teil der Maria Gailer Widerstandsgruppe, die im Juni 1940 aufflog und deren Mitglieder verhaftet wurden. Sechs Personen dieser Gruppe wurden zum Tode verurteilt. Franz Melcher wurde auf Grund seines jugendlichen Alters nur zu einer sechsjährigen Zuchthausstrafe verurteilt. Laut offiziellen Angaben verstarb er am 13.09.1941 an einem Blinddarmdurchbruch im Gaukrankenhaus Klagenfurt. Verwandte wollten jedoch dem kein Glauben schenken und ließen den Sarg vor dem Begräbnis öffnen. Der Leichnam Franz Melchers hatte ein komplett zerschlagenes Gesicht. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/melcher-franz-3/>.

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Politischer WiderstandKZ Opfer



Peter Melcher, geboren am 27.06.1878 in Faak am See, gestorben am 04.03.1945 im KZ Dachau. Peter Melcher war Sozialist und viele Jahre Mitglied im Kärntner Landtag. Im Juni 1944 wurde er aufgrund seiner politischen Aktivitäten im Rahmen einer Verhaftungswelle von der Gestapo gefangen genommen. Im NS-Jargon wurde diese Verhaftungswelle auch als „Aktion Gewitter“ bezeichnet. Peter Melcher wurde als Schutzhäftling mit der Gefangenennummer 94660 im KZ Dachau aufgenommen. Dort kam er Anfnag März 1945 ums Leben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/melcher-peter/>.

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Opfer des Faschismus



Franz Melcher, geboren am 26.10.1898 in St. Jakob im Rosental /Šentjakob v Rozu, gestorben am 26.07.1934 in Oberdrauburg. Franz Melcher wurde am 26. Oktober 1898 in St. Jakob im Rosental/ Šentjakob v Rozu geboren. 1934 versah Franz Melcher Dienst als Rayonsinspektor am Gendarmerieposten Oberdrauburg, als am 26. Juli dieses Jahres in Oberdrauburg die Anhänger der seit 1933 verbotenen NSDAP aktiv am nationalsozialistischen Putschversuch in Österreich teilnahmen. Die Kämpfe begannen in Oberdrauburg aber erst nachdem der Putschversuch in Wien gescheitert war. Am 26. Juli 1934 gegen 21 Uhr besetzten in Oberdrauburg etwa 30 Anhänger der NSDAP gewaltsam den Gendarmerieposten. An verschiedenen Orten der Gemeinde entstanden bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Nationalsozialisten und Gendarmerie. Franz Melcher wurden in der Ortschaft Waidach in den Abendstunden von einem Pistolenschuss aus dem Bahnsicherungsgebäude getroffen. Er erlitt einen Herzschuss, sodass er noch am Tatort an seinen Verletzungen starb. Der Täter konnte nicht festgestellt werden. Quelle: Homepage des Vereins aegide, NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/32/Franz_Melcher/>.

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Individueller Widerstand



Primož Melčnik, geboren am 20.03.1892 in Zell-Oberwinkel/Zgornji Kot, Zell/Sele, gestorben am 13.04.1944 im KZ Auschwitz. Primož Melčnik wurde am 20. März 1892 als Sohn des Besitzerehepaares Primus Mlečnik und Marija Užnik geboren. Nach dem Tod seiner ersten Ehefrau heiratete Primož Melčnik in zweiter Ehe Maria Mlečnik. Er war Vater von sechs Kindern. Primož Melčnik unterstützte die nach Zell zurückgekehrten Deserteure, die im Verborgenen lebten. Am 12. Jänner 1943 wurde er verhaftet und blieb bis 1. März 1943 in Gestapohaft. Anschließend wurde er in das landesgerichtliche Gefangenenhaus überstellt. Es erfolgte keine Anklage und er wurde am 28. Mai 1943 wieder von der Gestapo übernommen und ins KZ Dachau eingewiesen. Vorübergehend wurde er einem Kommando in München zugewiesen. Anfang Jänner wurde er mit einem sogenannten Invalidentransport ins KZ Lublin-Majdanek gebracht. Aus Lublin erhielt seine Frau eine Postkarte, die mit 14. Feber 1944 datiert war. Wann Primož Melčnik ins KZ Auschwitz überstellt wurde, ist nicht bekannt. Am 13. April 1944 verstarb Primož Melčnik im KZ Auschwitz. Laut Lagerarzt sei die Todesursache „allgemeine Erschöpfung und Durchfall“ gewesen. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 176 f.

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Primus, Mlečnik, Mletschnig-




Als Jude oder Jüdin verfolgt (Archiv der Namen)Frauen explizit erwähnt



Elsa Menapace, geboren 1905 in Villach, gestorben am 22.09.1939 in Villach. Elsa Menapace war, nach NS-Standards, Halbjüdin. Aus Angst vor einer Deportation beging sie im September 1939 Selbstmord. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/menapace-elsa-geb-mitzner/>.

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Mitzner-




Als Jude oder Jüdin verfolgt (Archiv der Namen)



Albert Theodor Menninger-Lerchenthal wurde am 10.04.1897 in Sarajevo geboren, gestorben am 31.07.1944 in Hermagor. Albert Theodor Menninger-Lerchenthal war Sohn des Arztes Albert Karl Menninger von Lerchenthal und dessen Gattin Margit (Margarethe, geb. Holzmann). Theodor Menninger-Lerchenthal, der Großvater des hier thematisierten Albert Theodor Menninger-Lerchenthal, war als Bezirkshauptmann von Hermagor im Jahre 1884 Mitbegründer der Sektion Gailtal des Alpenvereins. Mit ihm begann auch die touristische Erschließung des Nassfelds, da zu dieser Zeit die erste Unterkunftshütte errichtet wurde. Mit seinem Vater Albert Karl teilte Albert Theodor die Liebe zum Gailtal. Es erscheint deshalb logisch, dass er nach Abschluss des Studiums im Jahre 1928 die väterliche Praxis in Hermagor übernahm. Menninger-Lerchenthal sollte im Übrigen nie heiraten, allerdings gibt es eine uneheliche Tochter, deren gemeinsame Nachfahren in der Schweiz leben. Albert Menninger-Lerchenthal war jüdischer Abstammung (im NS-Jargon „Halbjude“). Ob und wie er den jüdischen Glauben praktizierte, kann nicht mehr einwandfrei festgestellt werden. Albert Theodor Menninger-Lerchenthal war begeisterter Jäger, im Ersten Weltkrieg Oberleutnant der k.u.k. Armee und später Obmann des Kameradschaftsverbandes in Hermagor. Er kehrte aus dem Ersten Welt - krieg als hochdekorierter Soldat zurück, war Träger des Kärntner Kreuzes erster und zweiter Klasse, des Militärverdienstkreuzes dritter Klasse, der silbernen Tapferkeitsmedaille für Offiziere, der silbernen Tapferkeitsmedaille erster Klasse, des Karl-Truppenkreuzes, der Verwundeten- und Kriegserinnerungsmedaillen Österreichs, Tirols und Ungarns sowie Mitglied des Malteser-Ritterordens. Soldatische Tugenden hielt der ehemalige Abwehrkämpfer hoch. Wer Jude/Jüdin war und wer nicht, wurde vom NS-Regime bestimmt. Ein Umstand, den Menninger-Lerchenthal wohl viel zu lange nicht wahrhaben wollte. Nicht zuletzt deshalb, weil der Arzt beste politische Verbindungen pflegte und laut Meldekartei katholisch war. Im Jahr 1944 hatten die Nazis die Endlösung bereits „auf Schiene“ gebracht. Es half ihm auch nichts, dass er vor dem „Anschluss“ 1938 einen sogenannten „illegalen“ Arztkollegen, der aufgrund seiner NS-Tätigkeit von den herrschenden Austrofaschisten inhaftiert wurde, vertrat, indem er einmal in der Woche seine Praxis betreute und so Frau und Kinder des Besagten über die Runden brachte. Auf eine Revanche der guten Tat musste Menninger-Lerchenthal vergeblich warten. Spätestens nach dem „Anschluss“ wurde die Stimmung ihm gegenüber immer repressiver. „Zeitzeugen erzählen prononciert, dass er hier [in Hermagor, Anm.] viele Freunde hatte und nach dem Umbruch keine mehr. Mit einem Mädchen soll er befreundet gewesen sein, das ihn ‚danach nicht mehr angeschaut hat.‘“ Es erschien in Hermagor nun wohl wenig opportun, mit einem Arzt jüdischer Abstammung befreundet zu sein. Nachdem Albert Theodor Menninger-Lerchenthal in Kärnten als Arzt von Seiten des NS-Regimes ein Berufsverbot auferlegt wurde, wurde er 1943 von Hermagor mittels einer „Notdienstverpflichtung“ nach Magdeburg befohlen. Dafür hatte er seine Praxis in Hermagor laut einem Schreiben vom 13. Januar 1943 „sofort aufzulösen“ und sich bis spätestens 16. Januar 1943 nach Magdeburg zu begeben, um dort fortan als Arzt tätig zu sein. Menninger-Lerchenthal versuchte über seine Kontakte einen Reise aufschub zu erhalten. Eine mündliche Zusage vom Amt des Innenministeriums wurde aber postwendend zurückgenommen und er musste das Gailtal verlassen. Unter dieser Maßnahme, so ein Bericht des Gendarmeriepostenkommandos Hermagor aus dem Jahre 1946, steht geschrieben: "Dr. von Lerchenthal war ein Liebhaber der Kärntner Berge und litt unter der Maßnahme seelisch sehr. Diese Maßregelung erfolgte vermutlich deshalb, weil von Lerchenthal Halbjude gewesen sein soll." Fest steht, dass er einige Monate später trotzdem ins Gailtal zurückkehrte. Hier hielt er sich aber nicht mehr lange auf. Am 31. Juli 1944 „verstarb“ Menninger-Lerchenthal im 47. Lebensjahr auf der Radniger Alm ober Hermagor in Begleitung eines ranghohen und weiterer NS-Männer, die wie Menninger-Lerchenthal das Weidmannshandwerk pflegten. In seiner Todesakte ist als Todesgrund „Herzmuskelentartung“ angeführt – ein zweifelhafter NS-Begriff. In der Hermagorer Stadtchronik ist zu lesen, dass viele Gailtaler der Überzeugung sind, dass er Suizid beging. Darüber hinaus führt Herbert Exenberger, langjähriger Mitarbeiter des DÖW, Albert Theodor Menninger-Lerchenthal in einer seiner Opferlisten. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 125ff

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NS-Euthanasie



Johann Mente wurde am 16.05.1897 geboren, gestorben am 07.07.1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Er lebte in St. Stefan im Gailtal/Štefan na Zilji, wo er als Schuhmachersgehilfe tätig war. Am 20.3.1920 nahm ihn die psychiatrische Abteilung Klagenfurt bereits zum dritten Mal auf. Ihm werden im Krankenakt im Bundesarchiv Berlin immer wieder „unangemessene“ Handlungen zur Last gelegt. So soll er seine Kleidung zerrissen haben und außerdem wurde ihm die Zuschreibung „unrein“ zuteil, was im Klagenfurter Tötungsbetrieb bereits zu einer schlechteren Ausgangsposition im Kampf ums Überleben führte. Am 7.7.1941 erfolgte die Transportation von Johann Mente nach Niedernhart und die Ermordung in Hartheim. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S.f

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Meschnig, geboren 1895, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Maria Meschnig wurde Anfang Juni 1936 mit der Diagnose „Dementia paralytica“ in das Landeskrankenhaus Klagenfurt eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde sie Ende August 1940 gemeinsam mit anderen Personen in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/meschnig-maria/>.

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NS-Euthanasie



Christian Mesotitsch, geboren am 10.01.1912 in Afritz, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Im Oktober 1937 wurde Christian Mesotitsch mit der Diagnose Epilepsie in des Villacher Siechenhaus eingeliefert. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ wurde er im März 1941 gemeinsam mit anderen Personen in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/mesotitsch-christian/>.

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Mosolitsch-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Adele Metternich wurde um das Jahr 1935 ehelich geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Adele Metternich wurde am 11. Februar 1944 im Alter von 9 Jahren von Ottilie Schellander, der eifrigsten Mörderin auf der Station, getötet. Anschließend wurde sie in einem Armengrab im Friedhof Annabichl, Feld XXI, Reihe 2 beigesetzt. Ihr Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und später mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Urteil. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Kärntner PartisanInnenwiderstandKärntner SlowenInnen



Ivan Mežnik, geboren am 24.10.1920 in Jesenice (Slowenien), gestorben am 09.11.1944 in Ruta. Weitere Details über Ivan Mežnik sind nicht bekannt.

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Politischer WiderstandKZ Opfer



Miklavž Miklav, geboren am 5.12.1901 in Leppen/Lepena, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 9.06.1944 im KZ Dachau. Miklavž Miklav wurde am 5. Dezember 1901 als Sohn des vlg. Miklav-Bauern Leopold Miklav und dessen Frau Kristina Rehsmann, Tochter des vlg. Šrtev/Šartl-Bauern geboren. 1928 übernahm er die Šrtev-Liegenschaft von seiner Tante und heiratete Katarina Haderlap vom Vinklhof. Seine Schwester Marija heiratete wiederrum den Vinklbauern Miha Haderlap. Als eine der ersten Familien unterstützte die erweiterte Haderlap-Familie im Leppengraben die Partisanen. Dazu gehörte das Hören von verbotenen ausländischen Sendern und die Weitergabe der daraus gewonnenen Informationen, die Versorgung der Partisanen mit Lebensmitteln und deren Beherbergung. Im Zuge einer zweiten Verhaftungswelle im Jänner 1944 wurde Miklavž Miklav verhaftet und am 16. Mai 1944 als „Schutzhäftling“ ins KZ Dachau deportiert. Bei seiner Verhaftung war er krank gewesen. Nach nur drei Wochen im KZ Dachau verstarb er körperlich geschwächt. Laut dem Dachauer Totenbuch starb er am 9. Juni 1944 um 6 Uhr 10. Als Todesursache wurde „Versagen von Herz und Kreislauf bei Herzinsuffizienz“ angeführt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 210 f.

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Nicolaus, Nikolaus, Miklau-




Politischer WiderstandKZ OpferFrauen explizit erwähnt



Katarina Miklav, geboren am 29.03.1904 in Leppen/Lepena, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 01.07.1944 im KZ Ravensbrück. Katarina Miklav wurde am 29. März 1904 in Leppen/Lepena als Tochter des vlg. Vinkl-Besitzers Alojz Haderlap und dessen Frau Marija Vivoda geboren. 1928 heiratete sie Miklavž Miklav und bewirtschaftete mit ihm den vlg. Šrtev-Hof. Sie gehörte gemeinsam mit ihren Geschwistern zum inneren Kern des Widerstands in Leppen. Gemeinsam mit ihrem Mann wurde sie am 21. Jänner verhaftet. Als Grund dafür wurde das Hören feindlicher Sender angegeben. Sie kam mit einem Sammeltransport von Klagenfurt ins KZ Ravensbrück. Auch im unmenschlichen Alltag des KZ schrieb sie Gedichte, die zum Teil von der aus Eisenkappel stammenden und in Ljubljana/Laibach lebenden Naturwissenschaftlerin Angela Piskernik für die Nachwelt gerettet werden konnten. Kurz vor ihrem Tod übergab Katarina Miklav ihr die Gedichte mit der Bitte, alle Verwandten und Bekannten zu grüßen. Die Nachricht vom Tod ihres Mannes hat sie völlig gebrochen, woraufhin sie ohne Lebensmut am 1. Juli 1944 im Krankenrevier des KZ Ravensbrück verstarb. Ihre Urne wurde in Eisenkappel bestattet. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 211.

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HaderlapKatharina, Miklau-




NS-Euthanasie



Franz Millonik, geboren am 06.09.1905 in Kreublach bei Arnoldstein, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Franz Millonik wurde im September 1905 mit einer geistigen Beeinträchtigung geboren. Ende Oktober 1923 wird er deswegen in die psychiatrische Abteilung des Klagenfurter Krankenhauses eingeliefert. Im Rahem der "T4-Aktion" im März 1941 wurde Franz gemeinsam mit mehreren Frauen und Männern nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit einem Omnibus nach Schloss Hartheim gebracht und ermordet. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/millonik-franz/>.

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NS-Euthanasie



Simon Mischko, geboren 1908, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Der als Hilfsarbeiter tätige Simon Mischko wurde Ende Mai 1935 in die psychiatrische Abteilung des Klagenfurter Krankenhauses eingeliefert. Dort wurde ihm Schizophrenie diagnostiziert. Im Rahmen der "T4-Aktion" im Juni 1940 wurde Simon gemeinsam mit anderen Personen in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/mischko-simon/>.

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Mischot-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Elise Mischkot, geboren 1899, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Elise Mischkot wurde im Jänner 1933 in die psychiatrische Abteilung des Klagenfurter Krankenhauses eingeliefert. Im Rahmen der "T4-Aktion" im August 1940 wurde sie gemeinsam mit anderen Personen in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/mischkot-elise/>.

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Individueller WiderstandKZ Opfer



Franz Missbichler, geboren am 07.10.1905 in Wien, gestorben am 03.09.1944 im KZ Dachau (Deutschland). Franz Missbichler verdiente seinen Lebensunterhalt als Knecht auf der "Walker-Hube" in Bleiberg Kreuth. Seine Initiative gegen das NS-Regime wurde ihm zum Verhängnis. Aus diesem Grund wurde er verhaftet und als "Schutzhäftling" am 04. Mai1942 ins KZ Dachau transportiert, wo er im September 1944 ums Leben kam. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/missbichler-franz/>.

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NS-Euthanasie



Josef Mitterberger wurde am 20. Oktober 1895 in der Marktgemeinde Paternion in Kärnten geboren. Er ist im Oktober 1935 ins "Siechenhaus" des Klagenfurter Gaukrankenhauses eingetreten. Am 7. Juli 1941 wurde Josef Mitterberger mit einem Tötungstransport mit rund 111 Pflegebedürftigen des Siechenhauses, Kindern einer kirchlichen Pflegeeinrichtung und Insassen der Psychiatrie des Gaukrankenhauses in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Kathi Mitterer, geboren 1881, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Bei Kathi Mitterer wurde in die Psychatrie des Gaukrankenhauses Klagenfurt Ende März 1939 eingeliefert. Dort erhielt sie die Diagnose „praesenile Meancholie". Über ein Jahr später wurde sie Ende August 1940 im Rahmen der "T4-Aktion" gemeinsam mit anderen Personen in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/mitterer-kathi/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Aurelia Mitterer wurde 1899 am 9. August (oder Juli) in Waiern bei Feldkirchen in Kärnten geboren. Meldeamtlich erfasst wurde ihr Eintritt ins "Siechenhaus" des Klagenfurter Gaukrankenhauses am 27. November 1930. Neuneinhalb Jahren später wurde sie mit einem Tötungstransport mit 38 Frauen aus dem "Siechenhaus" und mindestens 213 Frauen aus der Psychiatrie des Gaukrankenhauses am 25. August 1941 in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Freidl, Wolfgang (Hg.): NS-Psychiatrie in Klagenfurt. Facultas Verlag. Wien 2016. Seite 117 ff).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Ida Mittinger, geboren am 22.08.1895 in Wöllan/Velenje, gestorben am 24.09.1940 in Schloss Hartheim. Ida Mittinger wurde am 22. August 1895 in Wöllan/Velenje geboren. Sie stammte aus einer deutschsprachigen Familie, die in Oberkrain lebte. Ihr Vater war Lokomotivführer und achtete auf die künstlerische Ausbildung seiner Kinder, weshalb Ida Mittinger früh das Klavierspielen erlernte und auf hohem Niveau in Maribor und Graz zur Konzertpianistin ausgebildet wurde. In Graz verkehrte sie in Künstlerkreisen, aus denen sie durch ihre Heirat und die Übersiedelung nach Dellach in den frühen 1920er Jahren herausgerissen wurde. Nach dem Tod ihres Mannes am 28.05.1936 lebte Ida mit ihren Kindern bei ihrer Schwester in Warmbad bei Villach. Am 26. August 1937 erschütterte ein dramatischer Kriminalfall die Bevölkerung von Dellach im Drautal. Die Witwe des Oberlehrers Rudolf Mittinger, Ida, brachte um 4:30 Uhr in einem Dorfgasthaus ihre zehnjährige Tochter Erna und ihren zwölfjährigen Sohn Max im Schlaf durch Schnitte in den Hals um. Ihr elfjähriger Sohn Rudolf verbrachte die Sommerferien bei Bekannten. Noch in der Nacht, als sie ihre beiden Kinder getötet hatte, suchte Ida Mittinger das Haus auf, in dem Rudolf nächtigte, um auch ihn zu töten. Sie fügte dem schlafenden Buben einen Schnitt am Hals zu, dieser schreckte aber aus dem Schlaf auf und konnte der Mutter entkommen. Nach dem Mordversuch an Rudolf sperrte sie sich in der Toilette ein und versuchte sich selbst zu töten. Ida Mittinger wurde aber überwältigt und von der Gendarmerie festgenommen. Bei der Vernehmung gab sie an, in Mordabsicht gehandelt zu haben und den Entschluss seit ca. drei Jahren in sich zu tragen. Sie sei angeblich mit einer unheilbaren Krankheit behaftet und fürchtete, dass diese Krankheit auch bei den Kindern auftreten könnte. Trotz ihrer Pension geriet sie wegen ihrer schlechten Hauswirtschaftsführung in Schulden und glaubte, die Kinder nicht entsprechend erziehen zu können. Ida Mittinger wurde in das Landesgericht Klagenfurt überstellt und nach abgebrochenen Verfahren mit dem Vermerk „geisteskrank und gemeingefährlich“ in die Irrenanstalt Klagenfurt eingewiesen. Nach erfolgter Genesung sollte sie nicht entlassen, sondern wieder der Polizei vorgeführt werden. Dem Datenblatt ihres Krankenaktes ist zu entnehmen, dass der Abtransport von Ida Mittinger in die Vernichtungsanstalt Hartheim am 25. August 1940 erfolgte. Rudolf Mittinger wurde von der Familie seines Onkels aufgenommen und wuchs dort behütet auf. Er hat seine Mutter in positiver Erinnerung und ihre Tat bleibt für ihn unerklärbar. Vom Tod der Mutter erfuhr er im September 1940. Wie bei allen Patientenmorden wurde die wahre Todesursache durch Vergasung verschleiert. Dem Dokument zufolge starb Ida Mittinger am 24. September 1940 an septischer Angina eines natürlichen Todes. Quelle: Homepage des Vereins aegide, NS-Opfer im Oberen Drautal: < http://www.aegide.at/de/40/Ida_Mittinger/>.

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Opfer der NS JustizFrauen explizit erwähnt



Terezija Mičej, geboren 02.09.1884 in Proboj/Proboj, St. Veit im Jauntal/Šentvid v Podjuni, gestorben am 12.01.1945 in Graz. Terezija wurde im September 1882 oder 1884 als Schustertochter geboren. Nach ihrem Schulbesuch verdiente sie ihren Lebensunterhalt als Magd. 1905 ehelichte sie den Arbeiter Stefan Kumer, der 1919 verstarb. 1922 heiratete sie Andrej Mičej. Dieser war sehbeeinträchtigt, Organist und Bürstenmacher. Gemeinsam hatten sie eine Tochter. Während des NS-Regimes war Terezija ein engagiertes Mitglied des Widerstandes. Im Juni 1944 wurde sie verraten und daraufhin gefangen genommen. Im Jänner 1945 folgte die Verurteilung zum Tode, wenige Tage später wurde das Urteil vollstreckt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 325-326.

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GregoričTheresia, Mitsche, Mitschej-




Opfer der NS JustizFrauen explizit erwähnt



Terezija jun.-Jelka Mičej, geboren am 25.09.1922 in St. Veit im Jauntal/Šentvid v Podjuni, gestorben am 12.01.1945 in Graz. Terezija wurde als Tochter von Andrej und Terezija Mičej im September 1922 geboren. Nach ihrem Schulbesuch erlernte sie das Bürstenmacherhandwerk, dessen Gesellenprüfung sie im März 1940 absolvierte. Sie arbeitete gemeinsam mit ihrem Vater in der Werkstatt und war auch für den Verkauf in Klagenfurt verantwortlich. Die junge Frau unterstützte den Partisan*innen-Widerstand mit Sanitätsmitteln, Schreibutensilien und Informationen, sodass sie bis 1944 als ein sehr aktives Mitglied unter anderem auch als Kurierin unter dem Decknamen Jelka fungierte. Gemeinsam mit ihrer Mutter wurde sie im Juni 1944 verhaftet und brutal verhört. Im Jänner 1945 wurde die 22 Jährige zum Tode verurteilt. Wenige Tage später folgte die Urteilsvollstreckung. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 326-327.

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Theresia, Rezika, Mitsche, Mitschej-




Kärntner PartisanInnenwiderstandKZ Opfer



Ferdinand Mlačnik, geboren am 27.05.1887 in Solčava/Sulzbach, vermisst seit 1944 im KZ Flossenbürg. Ferdinand Mlačnik wurde am 27. Mai 1887 in Solčava/Sulzbach als Sohn von Neža Mlačnik geboren. Er kam noch vor dem Ersten Weltkrieg als landwirtschaftlicher Pächter und Holzarbeiter nach Remschenig/Remšenik. Er heiratete 1917 die ebenfalls aus Solčava stammende Amalija (Malka) Selešnik, die zuvor in Eisenkappel als Magd gearbeitet hatte. Im Zuge einer Verhaftungswelle im Jänner 1944 wurde Ferdinand Mlačnik mit seiner Familie verhaftet und nach seiner Einweisung durch die Klagenfurter Gestapo am 16. Mai im KZ Dachau als Schutzhäftling registriert. Am 11. September 1944 wurde er ins KZ Flossenbürg überstellt. Sein letztes Lebenszeichen ist eine Effektenkarte des KZ Flossenbürg, die von ihm mit drei Kreuzen unterzeichnet wurde. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 249.

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Nande, Mlatschnig-




Kärntner PartisanInnenwiderstandKärntner SlowenInnenFrauen explizit erwähnt



Helena Mohor, geboren am 22.03.1878 in St. Kanzian/ Škocijan, gestorben am 17.10.1944 im KZ Ravensbrück (Deutschland). Als Tochter von Maria und Josef Anton Eberwein kam Helena am 22. März 1878 zur Welt. Nach ihrer Hochzeit mit Johann Mohor bewirtschaften sie gemeinsam mit ihren Kindern einen landwirtschaftlichen Betrieb. Ende Mai 1944 wurde die ganze Familie Mohor verhaftet. Verdächtigt, aktiv den Widerstand der Partisanen unterstützt zu haben, wird Helena samt ihren bereits erwachsenen Kindern Hanzej und Marija festgenommen und in die Konzentrationslager Ravensbrück und Dachau deportiert. Während die ältere Frau und ihr ältester Sohn im Herbst des Jahres 1944 in Gefangenschaft umkommen, wird Tochter Marija seit 1945 vermisst. Der jüngste Sohn der Familie, Anton oder Tone gerufen, fiel bereits im Sommer 1943 in Russland als Wehrmachtsoldat. Quellen: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 330.

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EberweinMohar, Mochar-




Kärntner PartisanInnenwiderstandKärntner SlowenInnen



Hanzej Mohor, geboren am 27.06.1906 in St. Kanzian/ Škocijan, gestorben am 19.09.1944 im KZ-Flossenbürg (Deutschland). Als Sohn der Hofbesitzer Helena und Johann Mohor kam Hanzej am 27. Juni 1906 zur Welt. Er bewirtschaftete nicht nur gemeinsam mit seiner Mutter und seinen Geschwistern den elterlichen Betrieb, sondern fungierte darüber hinaus als Vorsitzender des slowenischen Kulturvereines von St. Kanzian. Ende Mai 1944 wurde die ganze Familie Mohor verhaftet. Verdächtigt, aktiv den Widerstand der Partisanen unterstützt zu haben, werden Hanzej, seine Schwester Marija und seine Mutter Helena festgenommen und in die Konzentrationslager Ravensbrück und Dachau deportiert. Während Helena und Hanzej im Herbst des Jahres 1944 in Gefangenschaft umkommen, wird Marija seit 1945 vermisst. Der Jüngste der Familie, Anton oder Tone gerufen, fiel bereits im Sommer 1943 in Russland als Wehrmachtsoldat. Quellen: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 329-330.

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Janez, Mohar, Mochar-




Kärntner PartisanInnenwiderstandKärntner SlowenInnenFrauen explizit erwähnt



Marija Mohor, geboren am 07.01.1908 in St. Kanzian/ Škocijan, gestorben k.A.. Als Tochter der Hofbesitzer Helena und Johann Mohor kam Marija am 7. Jänner 1908 zur Welt. Sie bewirtschaftete gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern den elterlichen Betrieb. Ende Mai 1944 wurde die ganze Familie Mohor verhaftet. Verdächtigt, aktiv den Widerstand der Partisanen unterstützt zu haben, werden Marija, ihr Bruder Hanzej und ihre Mutter Helena festgenommen und in die Konzentrationslager Ravensbrück und Dachau deportiert. Während Helena und Hanzej im Herbst des Jahres 1944 in Gefangenschaft umkommen, wird Marija seit 1945 vermisst. Der Jüngste der Familie, Anton oder Tone gerufen, fiel bereits im Sommer 1943 in Russland als Wehrmachtsoldat. Quellen: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 331.

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Maria, Mohar, Mochar-




Opfer des FaschismusKärntner SlowenInnen



Anton Mohor, geboren am 11.01.1913, St. Kanzian/ Škocijan, gestorben am 08.08.1943 in Russland. Als Sohn der Hofbesitzer Helena und Johann Mohor kam Anton, auch Tone genannt, am 11. Jänner 1913 zur Welt. Anton widmete sich nach dem Schulabschluss dem Theologiestudium. Als Wehrmachtsoldat fiel er im Sommer 1943 in Russland. Seine Familie wurde Ende Mai 1944 aufgrund des Verdachtes, den Partisan*innen-Widerstand zu unterstützen, festgenommen und in Konzentrationslager deportiert, wo sie verstarben. Seine Schwester Marija gilt als vermisst. Quellen: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 329.

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Tone-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Anna Moretti, geboren am 26.08.1909 in Villach, gestorben am 29.09.1943 im LKH Klagenfurt. Im Dezember 1909 wurde die gebürtige Villacherin Anna Moretti in die sogenannte Klagenfurter „Heilanstalt“ eingeliefert. Dort verstarb sie auch Ende September 1943. Wenige Tage später wurde ihr Leichnam in Villach beigesetzt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/moretti-anna/>.

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NS-Euthanasie



Alois Morokutti, geboren 1907, gestorben im Sommer 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Der 1907 geborene Alois Morokutti war Arbeiter und wohnte in Rosegg. Im August 1938 wurde er in der psychiatrischen Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt aufgenommen. Im Mai 1940 wurde Morokutti auf die Liste für einen Euthanasie-Todestransport im Rahmen der Aktion T4 gesetzt. 230 Männer aus dem Klagenfurter Gaukrankenhaus wurden mit einem Sonderzug nach Linz gebracht und in der oberösterreichischen Landespsychiatrie Niederhardt untergebracht. Von dort wurden die Menschen mit dem Bus zur Ermordung in die Euthanasieanstalt Schloss Hartheim transportiert. Alois Morokutti starb dort im Sommer 1940 in der Gaskammer. Quellen: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/morokutti-alois/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Moser, geboren 1883, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Maria Moser wurde im Dezember 1927 in das Krankenhaus in Villach aufgenommen. Im März 1941 wurde sie im Rahmen der "T4-Aktion" gemeinsam mit anderen Personen in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/moser-maria/>.

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Soldaten - DeserteureKärntner PartisanInnenwiderstand



Vinzenz Moser, geboren am 20.05.1911 in Wien, gestorben am 16.07.1943 bei Maria Elend/ Podgorje. Vinzenz Moser, ein gelernter Maurer, siedelte sich Ende der 1920er Jahre nach Kärnten und heiratete weniger Jahre später Ana Kristiof. Gemeinsam hatten sie vier Söhne. Im Sommer 1940 bekommt Vinzenz den Einrückbefehl zur Wehrmacht. Einmal kehrte er verspätet aus dem Urlaub zurück, das andere Mal blieb er unerlaubt von den Truppen fern, weshalb er eine viermonatige und eine achtzehnmonatige Freiheitsstrafe verüben musste, letzte wurde jedoch bis nach Kriegsende auf Bewährung ausgesetzt. Im Mai 1943 desertierte Vinzenz während eines Urlaubs und schloss sich unter den Decknamen „Zvonček“ den Partisanen an. Zwei Monate später, im Juli 1943, wurde Vinzenz bei einem Patrouillengang aus dem Hinterhalt erschossen. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/moser-vinzenz/>.

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Vincenc-




Soldaten - DeserteureIndividueller Widerstand



Rudolf Moser, geboren am 01.04.1923, gestorben im Winter 1944/45. Rudolf Moser wurde am 1. April 1923 in Dellach im Gailtal geboren und lebte mit seinen Eltern Josef und Maria Moser in bescheidenen Verhältnissen in Dellach 10. 1942 erhielt Rudolf Moser die Einberufung zur Wehrmacht und trat am 6. Juni 1942 in Villach bei der 9. Ausbildungskompanie des Gebirgsjägereinsatzregiments 139 den Dienst an. Zehn Tage später erlitt er eine Gehirnerschütterung, weshalb er bis Ende Juni 1942 im Reservelazarett I in Graz behandelt wurde, bevor er für fast drei Monate ins Reservelazarett IV in Graz wegen „Behandlung Geisteszustand“ kam. Am 22. Oktober 1942 wurde er als dienstunfähig bei der Heeresentlassungsstelle in Klagenfurt gemeldet und am 10. November 1942 aus der Wehrmacht entlassen. Im Sommer 1944 arbeitete Rudolf Moser als Viehhirte und Almbewirtschafter auf der Plöckenalm in den Karnischen Alpen. Dort lernte er Georg Dereatti aus Villach kennen. Rudolf Moser erhielt auch eine neue Einberufung zur Wehrmacht, der er aber nicht Folge leistete. Seit Mai 1944 waren drei seiner Brüder als Wehrmachtssoldaten gefallen. Rudolf Moser setzte sich in das Dorf Timau an der südlichen Flanke der Karnischen Alpen ab. Georg Dereatti stellte ihn den in Treppo Carnico bzw. Forni Avoltri stationierten SOE-Offizieren vor. Am 29. August 1944 wurde mit einer Funkmeldung an die SOE-Zentrale in Bari die Anwerbung Rudolf Mosers als Kontakthersteller und Kurier für Hubert Mayr bekanntgegeben. Moser bekam den Decknamen „Henry“. Im September und Oktober 1944 überquerte er mehrfach die Grenze um Kontaktaufnahmen und Kurierdienste für die SOE-Offiziere in Friaul und Oberkärnten/Osttirol zu leisten. Zuletzt pendelte er zwischen Außervillgraten und Forni Avoltri. In britischen Quellen taucht Moser zuletzt am 12. Oktober 1944 auf, als er in Forni Avoltri gesehen wurde. Seit dem Fund der Verhörprotokolle der OZNA, lassen sich seine Bewegungen bis Mitte November 1944 rekonstruieren. Rudolf Moser flüchtete nach dem 12. Oktober 1944 nach Unterpirkach bei Oberdrauburg und weiter zur Familie des Bauern Ludwig Hassler in Dellach im Drautal. Von dort ging er weiter zu einem Bauern in Bleiburg/Kreuth, wo er wiederum zu einem Bauern nach Altfinkenstein weitergeleitet wurde. Spätestens Ende Oktober 1944 traf er auf Partisanen der Gailtaler Kompanie, wo er aufgenommen wurde. Die Partisaneneinheit wurde bei Kämpfen mit NS-Verbänden am Wurzenpass am 16. November und südlich von Altfinkenstein am 20. November zerschlagen. Er wurde von der jugoslawischen Geheimpolizei OZNA gefangen genommen und verhört. Der Bericht über das Verhör ist die letzte schriftliche Spur, die es von Rudolf Moser gibt. Die Suche von britischen Fahndern verlief bis 1947 in Kärnten ergebnislos. Man kann davon ausgehen, dass Rudolf Moser von der OZNA ermordet worden ist. Quelle: Homepage des Vereins aegide – Ns-Opfer im Oberen Drautal <http://www.aegide.at/de/56/Rudolf_Moser/>.

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NS-Euthanasie



Josef Moser wurde am 11. Februar 1920 in Krainberg, Bezirk Villach geboren. Er ist im Juli 1931 ins "Siechenhaus" des Landeskrankenhauses Klagenfurt aufgenommen worden (ab 1938 Gaukrankenhaus). Josef Moser wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Eleonore Moser wurde am 20. Februar 1930 im Weiler Klachl bei Grades im Bezirk St. Veit a.d. Glan geboren. Von dort kommend ist sie 1940 in das "Siechenhaus" des Gaukrankenhauses Klagenfurt eingetreten. Meldeamtlich erfasst wurde ihr Eintritt mit 1. Oktober 1940. Eleonore Moser wurde am 7. Juli 1941 mit einem Tötungstransport mit rund 111 Pflegebedürftigen des Siechenhauses, Kindern einer kirchlichen Einrichtung und Insassen der Psychiatrie des Gaukrankenhauses in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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NS-Euthanasie



Johann Moser wurde 1910 in Hermagor geboren, gestorben am 29.06.1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Er arbeitete als Maurer in Möschach/Hermagor, als er im August 1936 zum zweiten Mal in die Psychiatrie Klagenfurt eingeliefert wurde. Interessanterweise findet sich in seinem Akt der Vermerk „staatenlos“. Auch bei ihm gibt es den Eintrag „überstellt nach Brandenburg“, der zur Vertuschung des eigentlichen Transportes in die Tötungsanstalt Hartheim diente. Am 29.6.1940 kam er nach Niedernhart und wurde in Hartheim getötet. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 78f

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Gertrud Murold, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte bereits drit Jahren im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Am 25. August 1940 wurde sie in einem Tötungstransport mit mehr als 250 Frauen aus der psychiatrischen Abteilung und Frauen sowie Mädchen aus dem "Siechenhaus" in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Aloisia Muschitz, geboren am 12.01.1903 in St. Martin bei Villach, gestorben am 18.08.1944 im Gaukrankenhaus in Klagenfurt. Aloisia Muschitz wurde im Jänner 1944 in das Klagenfurter „Siechenhaus“ eingeliefert. Im August 1944, sieben Monate nach ihrer Ankunft, wurde ihr seitens der Krankenschwester Ottilie Schellander eine Überdosis des Schlafmittels Somnifen gegeben, weshalb sie verstarb. Wenige Tage später erfolgte die Beisetzung ihres Leichnams auf dem Friedhof in St.Martin bei Villach. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/muschitz-aloisia/>.

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Aloisia-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Mörtl wurde am 02.02.1898 in St. Stefan im Gailtal / Štefan na Zilji geboren, gestorben am 24.04.1944 im LKH Klagenfurt. Später soll sie laut in den Akten vermerkten Angaben unter anderem in Vorderberg/Blače, Graz, Spital, Rattenberg in Tirol, Villach und auch in Deutschland gelebt haben. In Graz absolvierte sie eine Ausbildung zur Kontoristin und soll eine sehr talentierte Schülerin gewesen sein. Am 26.8.1943 wurde sie in der psychiatrischen Abteilung in Klagenfurt aufge nommen. Den Schlusspunkt der Krankenakte bildet am 22.9.1944 die Meldung: „An einer Pneumie verstorben“, eine der häufigsten Todesursachen, die von den Nazis angegeben wurden, um ihre Morde zu vertuschen. Im Gerichtsverfahren wurde vom Gericht in einem Schreiben an die Verwandten von Maria Mörtl festgestellt, dass es keine Beweise, das heißt keine Geständnisse gäbe, die einen Mord an ihr bestätigen würden. Da allerdings davon ausgegangen werden kann, dass Dr. Niedermoser, Ottilie Schellander, Antonie Pachner und die anderen Täter nur ungern in direkten Kontakt mit den Angehörigen ermordeter Patienten kommen wollten, kann das Abstreiten dieses Mordes durchaus als Schutzbehauptung ihrerseits gewertet werden. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 80

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NS-Euthanasie



Franz Mösslacher, geboren 1896, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Franz Mösslacher war von Beruf Maler. Im August 1938 wurde er ins Gaukrankenhaus Klagenfurt eingewiesen, wo ihm die Diagnose "Paralyse" gegeben wurde. Im März 1941 wurde er im Rahmen der "T4-Aktion" gemeinsam mit anderen Personen in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/mosslacher-franz/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Rosa Mösslacher wurde 1896 in Weissbriach geboren, gestorben am 25.08.1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Rosa Mösslacher arbeitete als Verkäuferin in Weissbriach. Bei ihrer Aufnahme in die Psychiatrie des Krankenhauses Klagenfurt am 9.10.1939 war sie dort bereits zweimal gewesen. Zwei Monate vor ihrer dritten Aufnahme im Oktober 1939 wurde sie auch als „gebessert“ entlassen. Ein Jahr später war für Dr. Niedermoser und seine Helfer die vormalige Verbesserung ihres Zustandes anscheinend nicht mehr von Belang und so wurde sie mit dem Transport am 25.8.1940 von Klagenfurt nach Niedernhart überstellt und in Hartheim getötet. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 80f

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Opfer der NS JustizJugendliche explizit erwähnt



Wilhelm Mösslacher wurde am 28.05.1925 in St. Stefan im Gailtal / Štefan na Zilji geboren, gestorben am 19.05.1944 in Halle an der Saale. Die Familie wohnte im Bahnhofsgebäude von St. Stefan/Štefan, wo Wilhelm mit seinen Geschwistern Pauline, Eleonore und Josef aufwuchs. Die Familie Mösslacher war katholisch. Johann, aus der Nachbarschaft war ein Zeuge Jehovas und erzählte Wilhelm von der Bibel. Als seine Mutter davon erfuhr, war sie sehr dagegen und verbot dem Landwirt, mit Wilhelm weiter darüber zu sprechen. Mit 15 Jahren ging Wilhelm nach Lienz und besuchte dort zwei Jahre lang die Handelsschule. Gegen den Willen seiner Mutter pflegte er auch dort Kontakt zu Jehovas Zeugen. Anschließend ging er noch ein Jahr in Villach zur Schule. „Er besuchte 11 Jahre lang die Volksschule, Haupt- und Handelsschule. Dann war er als Junghelfer bei der Reichsbahn beschäftigt. Er hat seine Mutter im Jahre 1944 durch einen feindlichen Terrorangriff verloren.“ (Feldurteil) Seine Mutter fuhr zum Begräbnis ihrer Tante nach Klagenfurt. Am selben Tag gab es einen Bombenangriff auf den Stadtteil Annabichl, wo der Friedhof ist. Mit 18 Jahren trat Wilhelm aus der katholischen Kirche aus. Wahrscheinlich hatte er keine Möglichkeit mehr, sich als Zeuge Jehovas taufen zu lassen. „Nachdem er im katholischen Glauben aufgewachsen war, begann er im Jahre 1938 sich mit dem Studium der Bibel zu befassen, und bezeichnete sich als Zeuge Jehovas“ (Feldurteil). Seine Befürchtungen traten ein, als er am 27. Jänner 1944 zur Stammschwadron der Fahr-, Ersatz- und Ausbildungs-Abteilung 18 in Graz eingezogen wurde. „Als er am 5.2.1944 zusammen mit einer größeren Anzahl anderer Rekruten vereidigt werden sollte, verweigerte er die Eidesleistung mit folgendem Hinweis: er sei ‚Zeuge Jehovas‘ und halte die Gebote Jehovas über Menschengebot, könne keinen Dienst mit der Waffe leisten und nicht auf Menschen schießen“ (Feldurteil). Im April wurde Wilhelm nach Torgau an der Elbe überstellt. Die Anklagebehörde schrieb einen Brief an seine Familie. Darin wurde mitgeteilt, dass Wilhelm noch drei Wochen Bedenkzeit habe, um seine Einstellung zu ändern. Wilhelm äußerte den Wunsch, seine Familie noch einmal sehen zu können. Daraufhin fuhren seine zwei Schwestern Eleonore und Pauline nach Torgau. Sie erhielten am 20. und 21. April 1944 für jeweils 15 Minuten Sprecherlaubnis. Seine Schwester Pauline erinnert sich, dass Wilhelm mit Ketten an den Füßen vorgeführt wurde. Vorab war den beiden Schwestern gesagt worden, dass man ihren Bruder vor das Kriegsgericht gestellt und zum Tode verurteilt hatte. „Auf die Frage, ob er in Anbetracht des Todes seiner Mutter auf feindliche Terrorflieger schießen würde, hat er erklärt, er könne das nicht tun, sondern müsse die Flieger der Rache Jehovas überlassen“ (Feldurteil). Des Weiteren wurde den Schwestern mitgeteilt, dass das Todesurteil jederzeit aufgehoben werden könne, wenn Wilhelm widerrufen würde. So versuchten die beiden Wilhelm zu überreden, seine Meinung zu ändern. Er hatte sich jedoch für seinen Glauben entschieden und sagte ihnen, dass er den begonnenen Weg zu Ende gehen wolle. Am 5. April 1944 wurde Wilhelm vom Reichskriegsgericht wegen Zersetzung der Wehrkraft (§5) zum Tode verurteilt. Das Urteil lautete: „Wer seinem Volk in schwerster Kriegszeit den Wehrdienst hartnäckig und unbelehrbar verweigert, hat sein Leben verwirkt. Der Senat mußte daher trotz der Jugend des Angeklagten auf die Todesstrafe erkennen” (Feldurteil). Am 19. Mai 1944 wurde Wilhelm in Halle an der Saale enthauptet. Er war zu diesem Zeitpunkt 18 Jahre alt. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 190f

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Elise Müller wurde um das Jahr 1908 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Elise Müller war unverheiratet und wurde im Alter von 35 Jahren am 3. Juni 1943 ermordet. Ihr Leichnam wurde der städtischen Friedhofsverwaltung übergeben und in einem Armengrab in Annabichl, Feld I, Reihe 23 beigesetzt. Das Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und später mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Müller, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte bereits seit Jahren im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Am 25. August 1940 wurde sie in einem Tötungstransport mit mehr als 250 Frauen aus der psychiatrischen Abteilung und Frauen sowie Mädchen aus dem "Siechenhaus" in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Edith Müller wurde 1911 in Hermagor geboren, gestorben am 25.08.1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Edith Müller lebte in Hermagor und wurde am 3.4.1939 in die Psychiatrie Klagenfurt gebracht. Laut dem Aktenvermerk auf dem Aufnahmebogen wurde sie in Duisburg im Rheinland geboren und kam von dort aus nach Hermagor. Unter welchen Umständen und aus welchen Gründen sie diesen Ortswechsel vollzog, ist nicht mehr feststellbar. Es ist aber in den Akten festgehalten, dass Edith Müller in Hermagor ein Kind zur Welt brachte, dessen Name allerdings nicht herausgefunden werden konnte. Die Überstellung nach Niedernhart erfolgte mit einem Vernichtungstransport am 25.8.1940, anschließend wurde sie in Hartheim ermordet. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 81

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Stefan Müller, geboren 29.08.1922, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Als 1940 und 1941 vier Transporte mindestens 733 Menschen aus Kärnten zur Vergasung in die Euthanasieanstalt Schloss Hartheim nach Oberösterreich brachten, waren darunter zahlreiche ehemalige PatientInnen aus dem Klagenfurter Josefinum. Stefan Müller wurde mit dem vierten Transport am 7. Juli 1941 deportiert. Dieser umfasste 111 Personen, darunter auch 25 Kinder. Sie alle wurden im Schloss Hartheim sofort nach ihrer Ankunft vergast. Stefan Müller war vor seiner Einweisung ins Klagenfurter Josefinum in St. Georgen am Längsee gemeldet. Quelle: Homepage der Stadt Klagenfurt <https://www.klagenfurt.at/die-stadt/geschichte/erinnerungskultur/stolpersteine/stolpersteine-2018.html>.

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NS-Euthanasie



Thomas Müller, geboren 1876, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Thomas Müller wurde Ende März 1933 in die psychiatrische Abteilung des Klagenfurter Landeskrankenhauses eingewiesen. Dort erhielt er die Diagnose Schizophrenie. Im Rahmen der „T4-Aktion“ wurde er im Juni 1940 gemeinsam mit anderen Personen, in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/muller-thomas/>.

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NS-Euthanasie



Friedrich Münzer wurde am 3. März 1920 in Preitenegg im Kärntner Bezirk Wolfsberg geboren. Er war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt, in die er im Oktober 1939 eingetreten ist. Am 24. März 1941 wurde Friedrich Münzer in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. Wenig später erhielten seine Angehörigen ein von den Mitarbeiterinnen der Tötungsanstalt sorgfältig formuliertes Schreiben, wonach Friedrich Münzer im Verlauf eines schweren epileptischen Anfalls plötzlich verstorben ist und wegen Seuchengefahr gleich eingeäschert werden mußte. Die Angehörigen wurden auch gefragt, ob sie die Zustellung seiner Urne wünschen, was diese in einem Rückschreiben bejahten. Am Friedhof der Pfarre Preitenegg wurde daraufhin eine Urne mit Asche von unbekannt welchen Menschen, die in Hartheim ermordet wurden, kirchlich beigesetzt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Archiv der Diözese Gurk, Friedhofswesen, Karton 1. - Magistrat Klagenfurt, Meldeamt. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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N

NS-Euthanasie



Ferdinand Nadrag, geboren am 14.03.1893 in Oberschütt bei Arnoldstein, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Ferdinand Nadrag, geboren im Jahr 1893, war Ehemann, Vater von vier Kindern und Gastwirt. Laut Angaben seines Bruders erkrankte Ferdinand in Wien, wo er ein Gasthaus eröffnen wollte. Aufgrund seiner Erkrankung wurde er in die Heil- und Pflegeanstalt „Am Steinhof“ gebracht. Sein Vater ließ Ferdinand einige Zeit später, im Kahr 1926, in das Klagenfurter Krankenhaus überstellen. In Klagenfurt erhielt er Aphasie als Diagnose. Ferdinand Nadrag wurde im März 1941 im Rahmen der „T4-Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/nadrag-ferdinand/>.

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NS-Euthanasie



Norbert Napetschnig wurde in Haimburg bei Völkermarkt am 7. Juni 1916 (andere Quelle: 19.06.1917) geboren und katholisch getauft. Am 8. November 1940 ist er in das "Siechenhaus" des Gaukrankenhauses in Klagenfurt eingetreten. Sieben Monate später wurde er am 7. Juli d.J. mit einem Tötungstransport mit 111 weiteren Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhardt nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. Wenig später erhielten Norbert Napetschnig Angehörige ein von den Mitarbeiterinnen der Tötungsanstalt sorgfältig formuliertes Schreiben, dass er in der "Landesheilanstalt Hartheim" im Verlauf eines "status epilepticus" verstorben ist und wegen "Seuchengefahr" gleich eingeäschert werden mußte. Die Angehörigen wurden auch gefragt, ob sie die Zustellung seiner Urne wünschen, was diese in einem Rückschreiben bejahten. Daraufhin wurde im Friedhof Haimburg am 13. August 1941 eine Urne mit der Asche von Menschen, die in Hartheim massenhaft ermordet wurden, beigesetzt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagefurt, Meldeauskunft. - Archiv der Diözese Gurk, Friedhofswesen, Karton 1. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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NS-Euthanasie



Philipp Nassimbeni, geboren 1889, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Philipp Nassimbeni, der als Maurer tätig war, wurde im Februar 1937 in die psychiatrische Abteilung des Klagenfurter Landeskrankenhauses eingewiesen. Bei ihm wurde eine chronische Entzündung des Nervengewebes notiert. Im Rahmen der "T4-Aktion" wurde er Ende Juni 1940 gemeinsam mit anderen Personen in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/nassimbeni-philipp/>.

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Štefan Navum, geboren am 24.12.1913 in Remschenig/Remšenik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 10.02.1945 in Ferlach/Borovlje. Štefan Navum wurde am 24. Dezember 1913 in Remschenig/Remšenik als Sohn vom Holzarbeiter Rajmund Navum und der verwitweten Uršula Haberc, geb. Miklau geboren. Mit seiner Lebensgefährtin Terezija Hribar hatte er zwei Kinder. Seine jüngste Tochter wurde wenige Tage vor seinem Tod geboren. Wie sein Vater arbeitete Štefan Navum als Forstarbeiter beim Grafen Thurn. Im Herbst 1944 wurde er zur deutschen Wehrmacht einberufen. Er informierte die Partisanen darüber und bat sie, ihn zu „requirieren“. Bei den Partisanen war er dann in einem Kuriertrupp im Raum Eisenkappel aktiv. Am 27. Jänner 1945 wurden er und zwei weitere Kuriere bei der Seilbahn in Vellach angegriffen und schwer verwundet. Sie konnten sich nicht zur Wehr setzen, da sie keine Munition mehr hatten. Die drei Männer wurden zuerst in Eisenkappel, später in Ferlach festgehalten. Am 10. Feber 1945 wurde der schwer verwundete Štefan Navum am Schießplatz in Ferlach erschossen. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 282 f.

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Stefan, Navm, Naum-




KZ OpferFrauen explizit erwähnt



Maria Nesmann, geboren am 07.01.1882, gestorben am 01.03.1944 im Vernichtungslager Majdanek (Polen). Maria Nesmann, die mit Valentin Nesmann verheiratet war, kam Anfang März 1944 im Vernichtungslager Majdanek, im heutigen Polen, ums Leben. Als offizielle Todesursache galt eine Lungentuberkulose. Details zur Verhaftung, wie der Grund und die Deportation ins Lager, sind uns nicht bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/nessmann-maria/>.

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DornNessmann-




KZ Opfer



Valentin Nesmann, geboren am 13.02.1877 in Bleiberg-Kreuth, gestorben am 14.02.1945 im KZ Dachau (Deutschland). Valentin Nesmann, der mit Maria Nesmann verheiratete pensionierte Eisenbahner, wurde Anfang Februar 1944 als sogenannter „Schutzhäftling“ in das Konzentrationslager Dachau transportiert. Ein Jahr später, am 14.02.1945, kam er dort ums Leben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/nessmann-valentin/>.

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Nessmann-








Genaue Informationen über Karl Nessmann‘s Schicksaal sind uns nicht bekannt.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Zita Nest wurde am 1. Juli 1913 in Spittal a.d. Drau geboren und katholisch getauft. Sie war pflegebedürftig und lebte nach Angaben des städtischen Meldeamts vom 27. November 1930 bis kurz vor ihrem Tod im Siechenhaus des Gaukrankenhauses Klagenfurt, Krasnigstrase 2. Am 25. August 1940 wurde sie in einem Tötungstransport mit mehr als 250 Frauen aus der Psychiatrie sowie Frauen und Mädchen aus dem Siechenhaus in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt. anschließend wurde Zita Nest in die Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim geschafft und in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. Im Herbst desselben Jahres wurde im Klagenfurter Friedhof Annabichl unter ihrem Namen eine Urne beigesetzt, in der sich die Asche von unbekannt welchen Opfern der Vernichtungsanstalt Hartheim befand. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsverwaltung und Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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Jüdische Opfer - KZ



Emanuel Neumann, geboren 12.05.1858, gestorben 08.09.1942 im KZ Theresienstadt (Tschechien). Mit seiner Frau Mathilde und dem gemeinsamen Sohn Alfons lebte er in Klagenfurt. 1905 kaufte er das Haus in der Wiener Gasse 4. Nach dem „Anschluss“ an den Nationalsozialismus flohen Emmanuel und Mathilde Neumann nach Wien und hofften, dort eine Möglichkeit zur Auswanderung zu finden. Ohne Erfolg: Am 14. Juli 1942 wurde das betagte Ehepaar ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Dort wurde Emmanuel Neumann am 8. September 1942 ermordet, seine Frau ein Monat später. Quellen: Homepage <https://www.erinnern.at/bundeslaender/kaernten/bibliothek/dokumente/11-stolpersteine-11-menschen>.

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Jüdische Opfer - KZFrauen explizit erwähnt



Mathilde Neumann, geboren 25.04.1860, gestorben 08.09.1942 im KZ Theresienstadt (Tschechien). Mit ihrem Ehemann Emmanuel Neumann lebte sie in Klagenfurt, ab 1905 im Haus in der Wiener Gasse 4. Nach dem „Anschluss“ an den Nationalsozialismus flohen Emmanuel und Mathilde Neumann nach Wien und hofften, dort eine Möglichkeit zur Auswanderung zu finden. Ohne Erfolg: Am 14. Juli 1942 wurde das betagte Ehepaar ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Dort wurde Emmanuel Neumann am 8. September 1942 ermordet, seine Frau Mathilde nur ein Monat später am 7. Oktober 1942. Quellen: Homepage <https://www.erinnern.at/bundeslaender/kaernten/bibliothek/dokumente/11-stolpersteine-11-menschen>.

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Jüdische Opfer - KZ



Alfons Neumann, geboren 22.08.1888, gestorben 22.07.1941 im KZ Buchenwald (Deutschland). Seine Eltern, Emanuel und Mathilde Neumann, kauften 1905 das Haus in der Wiener Gasse 4, wo die Familie fortan lebte. Als Erwachsener übersiedelte Alfons Neumann nach Graz. Von dort wurde er während des Nationalsozialismus ins Konzentrationslager Buchenwald deportiert und im Juli 1941 ermordet. Quellen: Homepage <https://www.erinnern.at/bundeslaender/kaernten/bibliothek/dokumente/11-stolpersteine-11-menschen>.

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Jüdische Opfer - KZ



Ernst Neustadtl, geboren am 10.02.1895 in Wien, gestorben am 25.06.1942 im Vernichtungslager Majdanek (Polen). Ernst Neustadtls Familie gehörten einige Immobilien in Velden, die nach der Arisierung enteignet wurden und in den Besitz der Nazis wanderten. Ernst Neustadtl flüchtete von Wien nach Prag. Dort wurde er im Dezember 1941 nach Theresienstadt und vier Monate später nach Piaski transportiert. Am 25.06.1942 kam er im Vernichtungslager Majdanek ums Leben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/neustadtl-ernst/>.

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ZwangsarbeiterInnen



Alois Niederwieser, geboren am 13.03.1906 in Anras, gestorben am 18.10.1943 in Mauthausen. Alois Niederwieser wurde am 13. März 1906 in Anras geboren und lebte später mit seiner Frau Agathe bis etwa März 1941 in Rasdorf bei Greifenburg. Zu diesem Zeitpunkt wurde er mit dem Vorwurf "asoziales Verhalten" das erste Mal in Haft genommen. Bereits im Herbst des Vorjahres hatte sich seine Frau beim Landesrat des Kreises Spittal und beim Bürgermeister von Greifenburg über den Lebenswandel ihres Mannes beschwert, dass dieser etwa nirgends länger als zwei Wochen arbeiten wolle und nicht für ihren Unterhalt sorge. Damit eine Sesshaftmachung erzielt und die Mittel für ihren Lebensunterhalt gesichert werden, schlug sie vor, ihren Mann in ein Arbeitslager einzuliefern. Im Auftrag des Bürgermeistern führten die lokalen Gendarmen Erhebungen durch, die eine Einweisung von Alois Niederwieser zur Zwangsarbeit mit sich brachten. Die Erhebungen hatten aber auch zur Folge, dass Agathe Niederwieser als "arbeitsscheu" eingestuft und an das Bezirksfürsorgeamt gemeldet wurde. Bis zur Inhaftsetzung im März 1941 war Alois Niederwieser den NS-Behörden nicht negativ aufgegallen. Es gibt Indizien, dass er 1942 noch einmal aus einer Zwangsmaßnahme des NS-Staates entlassen wurde, aber wer einmal als "arbeitsscheu" und "gemeinschaftsschädlich" eingestuft war, blieb im Visier der Gestapo. Hinweisen zufolge wurde er im Herbst 1942 von Beamten der Gestapostelle Lienz in seiner damaligen Wohnung in Anras verhaftet und ins KZ Mauthausen deportiert. Die Lager-SS registrierte ihn als "Schutzhäftling". Strafrechtlich lag also nichts gegen ihn vor. Die Gestapo nahm ihm fest, weil sie beschlossen hatte, er gefährde "den Bestand und dei Sicherheit des Volkes und des Staates". Die Schutzhaft war zeitlich unbegrenzt und jeder rechtlichen und rechtsstaatlichen Kontrolle entzogen. Alois Niederwieser starb am 18. Oktober 1943 im Sanitätslager des KZ Mauthausen. Angeblich führte eine Furunkulose und eine Blutvergiftung zu seinem Tod. Das "Sanitätslager" befand sich außerhalb der KZ-Mauern. Es gab dort so gut wie keine medizinische Versorgung. Es war ein Ort, an den durch die Sklavenarbeit im Steinbruch oder in Außenlagern körperlich vollkommen zerstörte Häftlinge gebracht wurden. Quelle: Homepage des Vereins aegide, NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/25/Alois_Niederwieser/>.

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KZ Opfer



Johann Novak, geboren am 12.07.1894 in Villach, gestorben 19.01.1940 KZ Mauthausen. Über Details des Schicksaals des gebürtigen Villachers ist nichts bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/novak-johann/>.

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Individueller WiderstandKZ Opfer



Florijan Novak, geboren am 08.04.1891 in Ebriach/Obirsko, gestorben am 16.12.1944 im KZ Mauthausen. Florijan Novak wurde am 8. April 1891 in Ebriach/Obirsko als Sohn des vlg. Novak-Besitzers Florian Novak und seiner Frau Angela Stuller geboren. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Bergmann. Er heiratete 1922 Angela Strožek in Eisenkappel. Die beiden hatten keine Kinder. Das Ehepaar unterstützte die Partisanen mit Lebensmitteln, Wäsche und Gerätschaften, wie einem Schlitten. Am 11. November 1943 verhaftete die Villacher Gestapo Florijan Novak, der zu dieser Zeit als Bergarbeiter in Bleiberg bei Villach/Plajberk pri Beljaku beschäftigt war und nur wochenends nach Ebriach kam. Kurz vor seiner Verhaftung kehrten bei ihm vermeintliche Partisanen ein, die er bewirtete. Diese waren jedoch Gestapospitzel. Florijan Novak wurde ins KZ Dachau deportiert, wo er am 8. Dezember 1943 als Schutzhäftling registiert wurde. Seine Frau versuchte im April 1944 beim damaligen Kreisleiter von Völkermarkt/Velikovec seine Freilassung zu erwirken, was ihr jedoch nicht gelang. Am 17. August 1944 wurde Florijan Novak in das KZ Mauthausen überführt und wenig später in das Außenlager St. Valentin. Am 12. Dezember 1944 wurde er in das Stammlager rücküberstellt, da er vermutlich als nicht mehr „arbeitsfähig“ eingestuft wurde. Laut Todesmeldung des Sanitätslagers verstarb Florijan Novak in den frühen Morgenstunden des 16. Dezembers 1944. Seiner Frau wurde von der Lagerkommandantur mitgeteilt, dass er an einer „Sepsis“ verstorben sei und sein Leichnam zwei Tage später eingeäschert worden war. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 224 f.

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Florian-




Kärntner PartisanInnenwiderstandSoldaten - Deserteure



Jurij Novak, geboren am 23.04.1915 in Vellach/Bela, Eisenkappel/Železna Kapla, vermisst seit 1943. Jurij Novak wurde am 23. April 1915 in Vellach/Bela als Sohn von Marija Wochnitzer und Anton Novak, dem vlg. Werkl-Bauern, geboren. Im Jänner 1940 war er Soldat bei der deutschen Wehrmacht. Er kam seiner Wehrpflicht als Sanitäter im Baltikum nach. Nach der großen Verhaftungswelle in seiner Heimat desertierte Jurij Novak im Feber 1943 während eines Heimaturlaubes und schloss sich als Kämpfer den Partisanen an. Dort erhielt er den Partisanennamen Jur. Nach Kriegsende galt er als vermisst. Später wurde vermutet, dass er als Verräter denunziert und von den Partisanen liquidiert worden sei. In einer Aufstellung der von den Partisanen liquidierten Personen von Marjan Linasi scheint Jurij Novak – Jur aber nicht auf. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 286

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Georg, Nowak-




Kärntner SlowenInnenJugendliche explizit erwähnt



Jožef Noč, geboren am 16.04.1926 in Kopein/Kopanje bei Latschach/ Loče, gestorben am 03.07.1944 in Resignano (Italien). Jožef Noč war von Beruf Arbeiter und kümmerte sich mit Johanna Geiler um den desertierten Thomas Knapp, der sich in der Ilič-Mühle in Kopain/Kopanje versteckte. Das Ganze ist ans Tageslicht gekommen und Jožef Noč wurde verhaftet. Johanna Geiler gelang die Flucht vor der Gestapo und schloss sich den Partisanen an. Jožef Noč wurde jedoch Teil der sogenannten Strafkompanie und fiel am Anfang Juli 1944 im italiensichen Resignano. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/noc-jozef/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Juliane Nuck, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte bereits seit Jahren im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Am 25. August 1940 wurde sie in einem Tötungstransport mit mehr als 250 Frauen aus der psychiatrischen Abteilung und Frauen sowie Mädchen aus dem "Siechenhaus" in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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-




O

NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Margarethe von Oertel wurde um das Jahr 1892 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Margarethe von Oertel war die Tochter eines Kaufmanns und unverheiratet als sie im Alter von 52 Jahren am 10. Juli 1943 ermordet wurde. Ihr Leichnam wurde der städtischen Friedhofsverwaltung übergeben und in einem Armengrab in Annabichl, Feld I, Grabreihe 23 beigesetzt. Ihr Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und später mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Pauline Ogriesnig, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte bereits seit Jahren im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Am 25. August 1940 wurde sie in einem Tötungstransport mit mehr als 250 Frauen aus der psychiatrischen Abteilung und Frauen sowie Mädchen aus dem "Siechenhaus" in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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Kärntner SlowenInnenJugendliche explizit erwähnt



Andrej Ogris, geboren am 17.09.1924 in Pugrad, gestorben am 20.11.1944 in Selpritsch. Andrej Ogris, der aus einer neunköpfigen Familie stammt, wurde 1942 zur Wehrmacht eingezogen. Er wurde jedoch durch eine Granate an den Beinen verwundert. Während des Genesungsurlaubes entschied er, zu desertieren und sich den Partisanen anzuschließen. Seine Wunde an den Beinen war jedoch noch nicht verheilt, weshalb er vorerst noch im Elternhaus versteckt gehalten und versorgt wurde. Trotz zahlreicher Hausdurchsuchungen, Verhören und Inhaftierungen seiner Angehörigen wurde Andrej nicht entdeckt. Im November 1944 erfolgte jedoch die Deportation seiner Mutter und Schwestern ins Lager Kettenbach. Daraufhin ging Andrej zu den Partisanen und kam nur wenige Tage später zum Zuge eines Gefechts ums Leben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/ogris-andreas/>.

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Andreas, Andri-




Als Jude oder Jüdin verfolgt (Archiv der Namen)



Karl Ohrenstiel, geboren am 05.01.1885 in Kasejovice bei Pilsen (Tschechien), gestorben k.A.. Karl Ohrenstiel übersiedelte 1920 nach Villach, wo er nach seinem Studium als leitender technischer Angestellter der Staatsbahndirektion tätig war. Bereits 1923 übersiedelte er mit seiner Frau Ada und der sechsjährigen Tochter Nora zuerst nach Wiener Neustadt, dann nach Wien. 1939 gelang Ada und Nora die Flucht in die USA, Karl jedoch blieb in Wien. Ende November 1941 wurde er ins Ghetto Minsk transportiert. Über weitere Details seines Schicksaals ist nicht bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/ohrenstiel-karl/>.

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Opfer der NS JustizIndividueller WiderstandFrauen explizit erwähnt



Marija Olip, geboren am 29.03.1913 in Ebriach/Obirsko, gestorben am 29.04.1943 im Landesgericht Wien. Marija Olip wurde am 29. März 1913 als Marija Županc beim vlg. Pegrin in Ebriach geboren. Sie war die einzige Tochter des Keuschlerpaares Jurij Županc und Barbara Pegrin. Marija heiratete 1938 den Fabriksarbeiter Maximilian Olip und lebte mit ihm gemeinsam in Eisenkappel, wo sie als Tagelöhnerin arbeitete. Bis zu ihrer Hochzeit sprach sie ausschließlich Slowenisch und lernte erst in Eisenkappel etwas Deutsch. 1940 wurde ihr Mann zur Wehrmacht eingezogen. Im Sommer 1942 kam Marijas Bruder Janez nach Kärnten und nahm mit ihr Kontakt auf. Sie wurde zu einem wichtigen Verbindungsglied zwischen der Bevölkerung und den Partisanen sowie den „Grünen Kadern“ in Zell und Umgebung, woher ihr Ehemann stammte. Marija verteilte Flugblätter, sammelte Geld und übernahm Kurieraufträge. Sie verhalf auch Franc Pasterk bei seiner Desertion. Nachdem bei einem Treffen beim vlg. Golob Gestapospitzel erschienen waren, wurde Marija Olip am 11. November 1942 verhaftet, mehrmals brutal verhört und bis zur Bewusstlosigkeit geschlagen. Die Verhöre fanden zum Teil ohne Dolmetscher statt. Sie wagte, gegen dieses brutale Vorgehen Einspruch zu erheben und wurde von Richter Roland Freisler am 9. April 1943 zum Tode verurteilt und gemeinsam mit ihrem Bruder Miha am 29. April 1943 im Landesgericht Wien hingerichtet. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 159 f.

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ŽupancMicka, Maria, Schupanz, SupanzLink




Individueller Widerstand



Tomaž Olip, geboren am 21.01.1884 in Zell/Sele, gestorben am 19.04.1943 im Gaukrankenhaus Klagenfurt/Celovec. Tomaž Olip wurde am 21. Jänner 1884 in Zell/Sele als viertes Kind des vlg. Ogradnik-Besitzers Thomas Olip und seiner Frau Maria Kölich geboren. Er arbeitete nach dem Schulbesuch als Holzknecht und Fuhrmann. Im Jahr 1914 kaufte er sich einen kleinen Besitz. 1915 wurde er zu den Pionieren eingezogen, wo er bis zum Ende des Ersten Weltkrieges im Einsatz war. Vorwiegend war er an der russischen Front und erhielt diverse Auszeichnungen. 1922 heiratete Tomaž Olip Uršula Jug, wurde Familienvater und kaufte 1929 die vlg. Jereb-Liegenschaft in Ebriach. Er hatte mit seiner Frau acht Kinder, wobei das jüngste erst nach seinem Tod geboren wurde. Das Ehepaar Olip hatte früh Kontakt zu den „Grünen Kadern“ und ab dem Sommer 1942 zu den ersten Partisanen. Tomaž Olip unterstützte diese mit Lebensmitteln, Unterkunft und Informationen. Am 17. November 1942 wurde er gemeinsam mit seiner Frau verhaftet und zahlreiche, mit Misshandlungen verbundene, Verhöre folgten. Tomaž Olip wurde im sogenannten Freislerprozess vom April 1943 zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Am 19. April 1943 verstarb er im Gaukrankenhaus. In Erzählungen wird betont, dass er an Folgen von Folter verstorben sei. Im Gerichtsakt ist ein Schriftwechsel des Haftarztes zu finden, der wiederholt urgiert hatte, dass Tomaž Olip dringend eine Operation benötigte. Am 31. März wurde er zum ersten Mal ins Gaukrankenhaus gebracht und am 18. April abends neuerlich wegen akuter Lebensgefahr, woraufhin er am nächsten Vormittag verstarb. Dem Wunsch seiner Tochter, den Leichnam nach Zell überführen zu dürfen, wurde nicht nachgekommen. „Aus staatspolizeilichen Gründen“ wurde die Leiche sofort auf dem Zentralfriedhof Annabichl beerdigt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 156 f.

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Thomas-




Opfer der NS JustizJugendliche explizit erwähnt



Tomaž Olip, geboren am 15.12.1913 in Zell/Sele, gestorben am 29.04.1943 im Landesgericht Wien. Tomaž Olip half schon früh verschiedenen Bauern aus, später verdiente er seinen Lebensunterhalt als Holzarbeiter. Im Herbst 1937 schloss er sich freiwillig dem Heer an, verließ es jedoch Ende April 1938 wieder. Im September 1939 wurde Tomaž zur Wehrmacht einberufen, mit zwei weiteren Freunden floh er jedoch nach Jugoslawien. Im April 1941 kehrte er zurück und wurde Teil des sogenannten „Grünen Kaders“. Als Anfang Dezember 1942 der Hlipovčnik-Bunker aufflog, wurde Tomaž verhaftet, wobei auch seine persönlichen Notizen gefunden wurden. Zwar galten diese Aufzeichnungen für einige als Ursache für die vielen Todesurteile, nichtsdestotrotz waren der Gestapo bereits vorher schon die relevanten Informationen bekannt. Tomaž Olip wurde am 12. April 1943 in Klagenfurt zum Tode verurteilt. Ende April wurde das Urteil vollstreckt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 186.

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Tomi, ThomasLink




Individueller WiderstandKärntner SlowenInnen



Florijan Olip, geboren am 14.04.1869 in Zell/Sele, gestorben am 04.08.1945 im Krankenhaus Krems. Florijan Olip wurde am 14. April 1869 als Sohn des Užnik-Bauern Gregor Olip und seiner Frau Elisabeth Ogris geboren. Florijan Olip übernahm den elterlichen Hof und heiratete 1898 Agnes Jug. Die Familie war im kulturellen und politischen Leben der Gemeinde sehr aktiv. Florijan Olip war von 1911 bis 1919 auch Bürgermeister von Zell. Im April 1942 wurde Florijan Olip mit seiner Frau Neža und den drei ledigen Töchtern zwangsweise ausgesiedelt. Zuerst kamen sie ins Lager Rehnitz bei Glasow, bevor sie im August 1942 ins Lager Eichstätt überstellt wurden. Im Zuge von Erhebungen gegen die Widerstandsbewegung in der Umgebung von Zell und Eisenkappel wurde die Unterstützungsleistung der Familie Olip bekannt. Florijan Olip wurde am 23. November 1942 verhaftet und nach Klagenfurt gebracht. In einem Prozess vor dem Volksgerichtshof wurde er zu fünf Jahren Zuchthaus in Stein an der Donau verurteilt. Am 6. April 1945 wurde Florijan Olip bei einem versuchten Massaker im Zuchthaus Stein verwundet. Nach der Befreiung der Häftlinge konnte er nicht nach Hause, sondern musste aufgrund seiner Verletzungen ins das Krankenhaus Stein gebracht werden. Dort verstarb er am 4. August 1945. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 175 f.

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Florian, Olipp-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Theodora Oman, geboren am 08.09.1918 in Villach, gestorben im August 1941 im Schloss Hartheim. Theodora „Thea“ Oman wurde am 8. September 1918 in Villach in der Widmanngasse als Tochter des Bahnbeamten Friedrich Ludwig und Anna Oman geboren und in der Pfarre St. Jakob getauft. Aufgrund des Berufs ihres Vaters kam es in ihrer Kindheit und Jugend zu mehreren Übersiedelungen und Ortswechsel. Ihre letzte Meldeadresse war in Oberdrauburg, wo ihr Vater seit dem Jahr 1939 als Bahnvorstand und NSDAP-Ortsgruppenleiter tätig war. Theodora Oman litt an epileptischen Anfällen, was von den Nationalsozialisten als eine für das deutsche Volk schädigende Erbkrankheit angesehen wurde. Am 2. Jänner 1938 wurde sie zum dritten Mal in die Klagenfurter Psychiatrie eingewiesen. Am 9. Juni 1938 erfolgte ihre Entmündigung, bevor sie am 7. Juli 1941 deportiert wurde. Es ist unklar, ob der Transport über die Zwischenstation Niederhart in Linz oder direkt in die Tötungsanstalt nach Schloss Hartheim führte. Das genaue Todesdatum von Theodora Oman ist unbekannt. Meistens wurden die Sterbefälle zwei bis drei Wochen nach der Ermordung dokumentiert und die Familien benachrichtigt. In diesem Fall wurde als Todesursache „Lungenentzündung“ angegeben. Am 16. August 1941 fand die Urnenbeisetzung von Theodora Oman am Friedhof Annabichl in Klagenfurt statt. Quelle: Homepage des Vereins aegide – NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/86/Theodora_Oman/>.

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Omann-




Kärntner PartisanInnenwiderstand



Srečko Omeleč wurde am 9. Mai 1945, bereits nach Kriegsende, in Sielach, ermordet. Weitere Informationen zum Leben und Schicksal von Srečko Omeleč konnten nicht gefunden werden.

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ZwangsarbeiterInnen



Marinus Oosterom, geboren am 17.10.1921 in Ouderkerk aan den IJssel, gestorben am 8.06.1944 in Greifenburg. Marinus Oosterom wurde am 17. Oktober 1921 in Ouderkerk aan den IJssel geboren. Er hatte drei Geschwister und war mit Rika Krijgsman verlobt. In Ouderkerk aan den IJssel arbeitete er in einem Sägewerk, als im Februar 1943 deutsche Soldaten auftauchten und den Betriebsleiter aufforderten, Arbeiter für die Verschickung nach Deutschland bereitzustellen. Der Betriebsleiter weigerte sich und flüchtete. Marinus Oosterom und sein Freund Willem Dekker wurden gezwungen, der Aufforderung nachzukommen. Erste Station war das Durchgangslager Bergholz-Rehbrücke nahe Potsdam. Von da wurden Zwangsarbeiter aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden an Rüstungsbetriebe verteilt. Marinus Oosterom und Willem Dekker wurden zu der relativ kleinen Firma Thermo Technik in Berlin geschickt, wo insgesamt etwa 25 Personen arbeiteten. Wegen der alliierten Bombenangriffe erfolgte im September 1943 die Verlagerung der Produktion nach Greifenburg in Kärnten. Dort wurden nun in der Betriebshalle der stillgelegten Lodenfabrik Bergleitner wärmetechnische Test- und Messgeräte für U-Boote hergestellt. Marinus Oosterom schrieb viele Briefe und Postkarten nach Hause, die von seinem Heimweh zeugten. In Greifenburg war er in einem Zimmer im Gasthof Assam untergebracht und beschrieb in einem Brief den Kontakt zur lokalen Bevölkerung als gut. Im Jänner 1944 wurde es Marinus Oosterom und Willem Dekker erlaubt, einen Kurzurlaub in den Niederlanden zu machen. Sie mussten sich aber zur Rückkehr verpflichten, denn sollten sie flüchten, würden die verbliebenen Zwangsarbeiter der Firma in KZ eingewiesen werden. Der Betrieb funktionierte aber nicht wie geplant, denn es gab Probleme mit der Elektrizitätsversorgung. Am Donnerstag den 8. Juni 1944 erlitt Marinus Oosterom einen tödlichen Stromschlag, als er in der Halle Lampen montierte. Willem Dekker organisierte die Bestattung. Das Begräbnis wurde vom evangelischen Pfarrer Oskar Hengstenberger aus Spittal zelebriert und der Leichnam wurde am Friedhof in Greifenburg beigesetzt. Der Tod von Marinus Oosterom war ein enormer Schlag für die Familie und seine Verlobte. In einem Brief schrieb Willem Dekker: „Es muss eine harte und traurige Nachricht gewesen sein, dieses Telegramm. Und was Rika betrifft, bin ich sicher, dass sie nicht darüber hinwegkommen wird.“ So war es auch, denn Rika Krijgsman starb am 4. September 1944, ungefähr zwölf Wochen nach ihrem Verlobten. Quelle: Homepage des Vereins aegide – NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/87/Marinus_Oosterom/>.

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Informationen zum Leben und Schicksal vonTerezija Oparian konnten nicht gefunden werden.

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Hermann Oppenau wurde am 9. April 1935 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 zum Tod verurteilte Leiter der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Herrmann Oppenau, laut einer Bedienerin "ein lieber Bub, die Füsse etwas verkrüpelt," wurde am 22. Juli 1944 von Ottilie Schellander ermordet. Die meisten Opfer wurden in die sogenannte Wäschekammer gebracht und mit überdosierten Schlafmitteln, fallweise auch durch Morphiuminjektionen, getötet. Eine 1946 freigesprochene, junge Bedienerin sagte während des Prozesses: "Wir waren über diese Tötungen sehr empört. Als die kleinen Kinder verschwunden sind, haben diese uns so leid getan, dass wir weinten […] ich glaube schon, dass einige wußten, dass sie getötet werden." Begraben wurde HERMANN in einem Armengrab im Klagenfurter Friedhof Annabichl im Gräberfeld XV, 10. Reihe. Das Grab wurde in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Verhandlungsprotokoll, Urteil. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Ausgetötetkunftsperson G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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KZ Opfer



Edmond Orange, geboren am 06.12.1903 in Bordeaux (Frankreich), gestorben am 18.09.1944 im KZ Loibl. Edmond Orange, geboren am 6.12.1903 in Bordeaux, Frankreich, wurde bei seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen als politischer Häftling mit der Nummer 28383 registriert. Im Juli 1943 wurde er in die Loibl-Konzentrationslager verlegt. Bei der Zwangsarbeit im Tunnel auf südlicher Seite verunglückte er am 18. September 1944 tödlich. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 251, 252.

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Kärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Amalija Oraže, geboren am 11.06.1926, gestorben am 10.08.1946. Amalija Oraže lebte bei der Familie Boltežar auf dem Vivodahof in Lobnig/Lobnik. Seit die ersten Partisanen im Raum Eisenkappel/Železna Kapla aktiv waren, stellte der Hof einen wichtigen Stützpunkt für die Widerstandsbewegung dar. Bei der großen Verhaftungswelle vom 18. bis 20. Jänner 1944 sollten alle Mitglieder der Familie Boltežar vlg. Vivoda verhaftet werden. Der jungen Maria Boltežar und ihrer Cousine Amalija Oraže gelang jedoch die Flucht zu den Partisanen. Amalija Oraže erhielt den Partisanennamen Tatjana. Sie besuchte einen Kurs für Aktivisten der Osvobodilna fronta (Befreiungsfront) und war bewaffnet unterwegs. Überdies schrieb sie für die Partisanenzeitung. Nach dem Krieg wurde Amalija Oraže – Tatjana am Abend des 9. August 1946 von britischen Soldaten auf der Straße in Eisenkappel angeschossen. Am nächsten starb sie an ihren Verletzungen. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 238 f.

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Opfer der NS Justiz



Jakob Oraže, geboren am 17.07.1902 in Zell/Sele, gestorben am 29.04.1943 im Landesgericht Wien. Jakob Oraže wurde als Sohn des Paares Josef und Maria Oraže geboren. Durch den frühen Tod seiner Eltern wurde Jakob schon in jungen Jahren ein Waise, weshalb ihm seinen Onkel Miha Oraže aufnahm. Jakob arbeitete später als Land-, Forst- sowie als Holzarbeiter. Im Juli 1940 folgte er den geflüchteten Gebrüder Olip nach Jugoslawien. Dort fand er rasch Arbeit und hatte Kontakt zu anderen geflüchteten Kärntner Slowenen. Als die Deutschen in Jugoslawien einmarschierten, kommt Jakob zurück in seinen Heimatort und wird Teil des sogenannten „Grünen Kaders“. Anfang Dezember 1942 fliegt ihr Versteck, der Hlipovčnik-Bunker, auf. Jakob wird verhaftet und Anfang April 1943 wegen Hochverrat zum Tode verurteilt. Ende April wurde das Urteil vollstreckt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 177-178.

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OrascheLink




Opfer der NS JustizJugendliche explizit erwähnt



Janez Oraže, geboren am 12.05.1925 in Zell/Sele, gestorben am 29.04.1943 im Landesgericht Wien. Janez Oraže wurde als Sohn von Ana Oraže und Feliks Male geboren. Nach der Volksschule besuchte er eine landwirtschaftliche weiterführende Schule in Klagenfurt. Im April 1940 arbeitete der 15-Jährige bei der Reichspost, im Herbst desselben Jahres wurde er ins Klagenfurter Bahnhofspostamt versetzt. Ein Jahr später wurde er Teil der „Hitler Jugend“ in Zell. Wenige Monate nach seiner Musterung, bei der er für tauglich empfunden wurde, wurde Janez gemeinsam mit seiner Mutter Anna wegen Unterstützung des Partisan*innen-Widerstandes gefangen genommen. Im April 1943 wurde der 17-jährige Janez zum Tode verurteilt. Ende April wurde das Urteil vollstreckt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 185.

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Johann, Hanzi, OrascheLink




Opfer der NS Justiz



Jernej Oraže, geboren am 12.08.1902 in Zell/Sele, gestorben am 29.04.1943 im Landesgericht Wien. Jarnej Oraže wurde als Sohn von Johann und Maria Oraže geboren. 1930 wurde Jernej Mitglied der Kommunistischen Partei, weswegen er 1933 für zwei Wochen inhaftiert wurde. 1940, kurz nach dem Tod seiner Eltern, wurde der 38-Jährige gemustert und musste zwei Jahre später, im Jänner 1942, einrücken. Jedoch durfte er nach kurzer Zeit aufgrund seiner Schwerhörigkeit wieder zurück nach Hause. Bereits seit April 1941 war sein Hof eine bedeutende Zufluchtsstelle für Partisan*innen. Im Dezember 1942 wurde Jernej wegen Widerstandsunterstützung verhaftet. Im April 1934 folgte die Verurteilung zum Tode und wenige Tage danach wurde das Urteil vollstreckt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 184-185.

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Bartholomaeus, Orasche-




NS-Euthanasie



Georg Ortner, geboren am 06.03.1897 in Steinfeld, gestorben am 26.02.1941 im Schloss Hartheim. Georg Ortner, geboren am 6. März 1897 in Steinfeld war von Beruf Handelsangestellter. Im Juli 1935 wurde er auf Empfehlung eines Greifenburger Arztes in eine Krankenanstalt bei Graz überwiesen. Georg Ortner litt seit dem Jahr 1928 an starken Kopfschmerzen, zwei Jahre später traten Blicklähmungen, Schüttelkrämpfe und schließlich Lähmungserscheinungen an der linken Körperseite auf. Eine Behandlung in einer Nervenklink brachte keinen Erfolg, woraufhin der Greifenburger Arzt diagnostizierte, dass sein Patient an einer „Paralysis“ (Lähmung) leide und sei „unbedingt anstaltsbedürftig, da sich seine Heimagemeinde (Steinfeld) um den Patienten in keiner Weise kümmert“. Er kam ins LKH Graz und erhielt dort die Diagnose Gehirnentzündung. Drei Monate später konnte er das Spital verlassen, lebte aber fortan in Trofaiach bei seinem Bruder Josef Ortner. Im Februar 1936 musste er wieder für vier Monate ins Spital und im Oktober 1937 erfolgte eine dritte Aufnahme, bei der „Parkinsonismus“ diagnostiziert wurde. Der Aufenthalt dauerte bis März 1938. Vier Monate später kam Georg Ortner wieder ins LKH Granz. Es wurde eine fortgeschrittene organische Gehirnerkrankung festgestellt und die erfolglose Behandlung verzweifelte den Patienten, sodass er seinen Selbstmordversuch ausübte. Daraufhin wurde er in die „Landesheil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke“ Am Feldhof bei Graz überstellt. Im Jahr 1941 wiesen die Eintragungen des Pflegepersonals immer mehr Gehässigkeit auf. Diese Aufzeichnungen wurden von den T4-Gutachtern als Todesurteil gelesen. Georg Ortner kam auf die Liste jener Kranken aus der Landesheilanstalt Am Feldhof, die in die Vernichtungsanstalt Hartheim zu transportieren und dort zu ersticken waren. Bald nach seiner Ankunft am 26. Februar 1941 wurde Georg Ortner in der Gaskammer ermordet und sein Leichnam im Krematorium verbrannt. Im Juni 1942 bekam die Pfarre Steinfeld die Urne mit seiner Asche zugestellt. Sie wurde im Elterngrab in Radlach beigesetzt. Quelle: Homepage des Vereins aegide, NS-Opfer im Oberen Drautal: < http://www.aegide.at/de/34/Georg_Ortner/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Stefanie Ortner wurde am 1. Oktober 1927 in Liesing im Lesachtal geboren und katholisch getauft; ihre Eltern waren unverheiratet. Sie war pflegebedürftig und wurde Mitte der 1930er Jahre im Siechenhaus des Landeskrankenhauses Klagenfurt (ab 1938 Gaukrankenhaus) aufgenommen. Am 25. August 1940 wurde sie in einem Tötungstransport mit mehr als 250 Frauen aus der Psychiatrie sowie Frauen und Mädchen aus dem "Siechenhaus" in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt. anschließend wurde Stefanie Ortner in die Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim geschafft und in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. Einige Zeit später bekamen ihre Angehörigen, neben einer amtlichen Todesurkunde, ein sorgfältig durchdachtes Schreiben von den Mitarbeiterinnen der Vernichtungsanstalt, um sie über die wahre Todesursache zu täuschen. Darin wurden Stefanie Ortners Angehörige auch gefragt, ob sie die Zustellung ihrer Urne wünschen, was sie in einem Rückschreiben bejahten. Am 17. Oktober 1940 wurde sodann eine Urne, unbekannt mit der Asche welcher Opfer dieser "Euthanasie", am "Friedhof in Liesing kirchlich eingesegnet." - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Archiv der Diözese Gurk, Friedhofswesen, Karton 1. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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NS-Euthanasie



Peter Osaria, geboren am 29.06.1888, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Der gelernte Schlosser Peter Osario wurde im Ersten Weltkrieg verwundert. Im Juli 1923 erfolgte die Einweisung ins Klagenfurter Landeskrankenhauses, wo ihm „hebephrene Shizophrenie“ diagnostiziert wurde. Einige Jahre später im Juli 1941 wurde Peter Osario im Rahmen der „T4-Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/osario-peter/>.

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Osario-




Kärntner PartisanInnenwiderstandSoldaten - Deserteure



Filip Osenik, geboren am 26.08.1915 in Lobnig/Lobnik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 14.04.1944 in Miklauzhof/Miklačevo. Filip Osenik wurde am 26. August 1915 als Sohn des Besitzerehepaares Filip Ovsenik und Frančiška Bajželj geboren. Filip Osenik war verheiratet und wurde 1940 Vater eines Sohnes. Wie später von Karel Prušnik – Gašper erzählt wurde, engagierte sich Filip Osenik bereits während des Austrofaschismus für die KPÖ. Der Hitler-Stalin Pakt hätte ihn ideologisch sehr verwirrt. Im Juli 1941 wurde Filip Osenik zur Wehrmacht einberufen. Anfang März desertierte er als Obergefreiter und schloss sich den Partisanen an. Er trug den Partisanennamen Mrak. Filip Osenik – Mrak war stellvertretender Leiter seiner Partisanengruppe. Am 14. April 1944 traf er mit seiner Gruppe nahe Miklauzhof auf eine bewaffnete Einheit unter der Leitung des Reichsdeutschen Arbeitsdienstes Miklauzhof und eines Gendarmen. Bei dieser Auseinandersetzung fiel Filip Osenik – Mrak. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 288.

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Philipp, Lipej, Ovsenik-




Politischer WiderstandKZ Opfer



Leopold Osojnik, geboren am 14.11.1898 in Lobnig/Lobnik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 19.04.1945 im KZ Mauthausen. Leopold Osojnik wurde am 14. November 1898 in Lobnig/Lobnik als Sohn des Besitzers der vlg. Benetik Papiermühle Michael Osojnik und seiner Frau Uršula Štern geboren. Seinen Unterhalt verdiente Leopold Osojnik als Forstarbeiter, Holzmeister und Pächter. 1931 heiratete er Staza Paul, mit der er die Potočnikkeusche bewirtschaftete. Mit Begeisterung pflegte er auch seine Bienenstöcke. Leopold Osojnik und seine Frau hatten eine Tochter und ein Pflegekind. Das Ehepaar unterstützte auch die Partisanen, weshalb Leopold Osojnik im Zuge der Verhaftungswelle vom 12. Oktober 1943 verhaftet werden sollte. Wie seine Nichte nach dem Krieg berichtete, soll ihr Onkel an diesem Tag nicht zu Hause gewesen sein, sich jedoch am nächsten Tag freiwillig gemeldet haben. Er wurde verhaftet, nach Klagenfurt zur Gestapo gebracht und am 15. November 1943 als „Schutzhäftling“ ins KZ Dachau deportiert Mitte des Jahres 1944 schrieb er seiner Frau einen Brief und versicherte ihr, dass er noch gesund sei und dass es ihm ganz gut gehe. Außerdem bat er sie, ihm Pakete mit Lebensmittel zu schicken und ihm alle zwei Wochen zu schreiben. Auch gab er ihr im Brief Anweisungen, wie sie mit den Bienenstöcken umgehen sollte und dass er hoffte, dass seine Familie genauso gesund sei wie er. Im August 1944 wurde Leopold Osojnik ins KZ Mauthausen überstellt. Dort wurde er zum Metallarbeiter angelernt. Am 28. August 1944 wurde er in das Außenlager St. Valentin überstellt. Am 21. Feber 1945 wurde er ins KZ Mauthausen rücküberstellt. Zuletzt befand er sich im „Sanitätslager“, wo er am 19. April 1945 in den frühen Morgenstunden an allgemeiner „Körperschwäche" starb. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 229 f.

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Polde-




KZ Opfer



Henryk Ostaszewski, geboren am 11.05.1896 in Pakale (Polen), gestorben am 27.10.1944 im KZ Loibl Süd (Slowenien). Henryk Ostaszewski, geboren am 11.5.1896 in Pakale, Polen, wurde bei seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen mit der Nummer 77217 registriert. Von dort wurde er ins KZ Loibl-Nord verlegt. Aufgrund von Krankheit wurde er am 27. Oktober 1944 ins Südlager verlegt, wo er noch am selben Tag verstarb. Die genaue Todesursache ist unbekannt. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Andreas Baumgartner (Projektleiter): Die Häftlinge des Loibl-KZ. Ein Gedenkbuch (edition mauthausen), Wien März 2010, S. 103. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 250, 253, 254.

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Jüdische Opfer - KZFrauen explizit erwähnt



Ella Ostermann, geboren 01.03.1869 in Gallizien, gestorben 1942 im Vernichtungslager Treblinka (Polen). Gemeinsam mit ihrem Mann Ignaz betrieb Eleonore, die "Ella" genannt wurde, einen Gemischtwarenladen gegenüber ihrer Wohnadresse in der Klagenfurter St. Veiter Straße. Das Paar hatte vier Kinder: Gisela, Regine, Alma und Alfred. Das Ehepaar flüchtet nach dem "Anschluss" nach Wien, wo Ignaz im Krankenhaus verstarb. Eleonore wurde am 14.Juli 1942 in das KZ Theresienstadt deportiert. Von dort aus wurde sie in das Vernichtungslager Treblinka überführt. Dort wurde sie ermordet, der genaue Zeitpunkt ist jedoch nicht bekannt. Ihre vier Kinder überlebten auf unterschiedlichen Fluchtwegen den Holocaust. Niemand von ihnen kehrte je nach Klagenfurt zurück. Quellen: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 127, 659-660.

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BibringLink




NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Paul Otto wurde am 31. Juli 1935 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 zum Tod verurteilte Leiter der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Paul Otto wurde am 8. Oktober 1943 im Alter von acht Jahren ermordet. Die meisten Opfer wurden vor der Tötung mit überdosierten Schlafmitteln, in manchen Fällen durch Morphium, in die sogenannte Wäschekammer gebracht. Eine 1946 freigesprochene, junge Bedienerin sagte während des Prozesses: "bevor die Kinder getötet wurden, wurden sie gewöhnlich gewaschen […] Wir waren über diese Tötungen sehr empört. Als die kleinen Kinder verschwunden sind, haben diese uns so leid getan, dass wir weinten […] ich glaube schon, dass einige wußten, dass sie getötet werden." Begraben wurde Paul Otto in einem Armengrab im Klagenfurter Friedhof Annabichl im Gräberfeld I, Reihe 26. Es wurde in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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P

NS-Euthanasie



Emil Pacher, geboren 1902, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Emil Pacher wurde im Juni im Rahmen der „T4-Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie ermordet wurden. Quelle: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 67.

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KZ OpferOrte des Terrors - KZ



Franz Pacher, geboren am 25.01.1899 in Kuchl, gestorben am 15.02.1940 im KZ Mauthausen. Der gelernte Steinmetz Franz Pacher wurde im Juni 1939 ins KZ Dachau transportiert. Wenige Tage nach seiner Ankunft wurde er im sogenannten Strafblock untergebracht. Dort verbrachte man wochenlang fern vom Tageslicht und erhielt noch weniger Nahrung. Viele Inhaftierten wurden krank und verstraben. Franz Pacher jedoch schaffte es aus dem Strafblock lebend heraus. Ende September 1939 erfolgte die Überstellung ins KZ Mauthausen, wo er im Februar 1940 verstarb. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/pacher-franz/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Isabella Pachernik, geboren am 07.09.1941 in Seebach bei Villach, gestorben k.A.. Isabella Pachernik ist im Alter von 7 Wochen mit ihrer Schwester Melitta und ihrer Mutter Mathilda in das sogenannte „Zigeuneranhaltelager“ Lackenbach deportiert worden. Seitdem gilt sie als verschwunden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/pachernik-isabella/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Mathilde Pachernik, geboren am 08.03.1922 in Velden am Wörthersee, gestorben k.A.. Mathilde Pachernik war die Verlobte von Karl Taubmann, der Sinto war und mit dem sie zwei Töchter hatte. Die Situation war äußerst prägnant, denn im April 1941 ereignet sich bereits die erste größere Verhaftungs- und Deportationswelle gegenüber der Kärntner Sinti und im Oktober desselben Jahres folgte die zweite. Im Zuge dieser wurde ihre Verlobter Karl Taubmann, die zweijährige Melitta sowie das Baby Isabella in Gefangenschaft genommen. Mathilde wurde nicht verhaftet, da sie als „Arierin“ galt. Sie entschied sich jedoch ihre Familie freiwillig zu begleiten. Ende Oktober 1941 wurden sie in das „Zigeuneranhaltelager“ Lackenbach gebracht. Hier verliert sich auch deren Spur. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/pachernik-mathilde/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Melitta Pachernik, geboren am 20.02.1940 in Villach, gestorben k.A.. Melitta Pachernik wurde im Alter von zwei Jahren mit ihrer Mutter Mathilde und Schwester Isabella nach Lackenbach ins sogenannte „Zigeuneranhaltelager“ verschleppt. Über ihr weiteres Schicksal ist nichts bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/pachernik-melitta/>.

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Kärntner SlowenInnen



Stefan Pachler, geboren am 26.12.1901 in Augsdorf/ Loga vas, gestorben am 06.04.1945 im Lager Gerlachsheim (Deutschland). Stefan Pachler war Besitzer eines Gasthauses in Augsdorf. Im April 1942 wurde er aufgrund seiner slowenischen Wurzeln gemeinsam mit seiner Frau namens Maria verhaftet. Sie kamen in verschiedene Lager u.a. ins Lager Gerlachsheim, wo sie in schwere Arbeit verrichten mussten. Erschöpft davon verstarb Stefan Pachler im April 1945. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/pachler-stefan/>.

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Kärntner PartisanInnenwiderstandOrte des Terrors - KZJugendliche explizit erwähnt



Rajmund Pajer, geboren 1930 in Triest (Italien), gestorben am 12.07.2016 in Montreal (Kanada). Rajmund Pajer wurde 1930 im italienischen Triest geboren. Seine Familie gehörte zur slowenischen Volksgruppe in Triest. Während des Zweiten Weltkriegs war er als 14-jähriger mit einem Freund im Wald auf der Suche nach etwas Essbarem. Die Jugendlichen trafen auf slowenische PartisanInnen und wurden von ihnen für den Widerstand gegen die Nazis zwangsrekrutiert. Bei einem Gefecht zwischen PartisanInnen und der Deutschen Wehrmacht nahe der slowenischen Stadt Ribnica im April 1944 wurde Rajmund Pajer verwundet und kam in deutsche Gefangenschaft. Nach einer Zeit im Geiselgefängnis Begunje wurde er ins KZ Mauthausen deportiert, von dort wurde er im Oktober 1944 ins Nebenlager Klagenfurt-Lendorf und im Februar 1945 ins KZ-Nebenlager St. Aegyd am Neuwalde verlegt. Er überlebte die Zwangsarbeit und wurde im April 1945 ins KZ Mauthausen rücküberführt, wo er am 5. Mai 1945 schwer krank die Befreiung erlebte. Nach seiner Rückkehr nach Triest erfuhr er, dass sein Vater im KZ Dachau ermordet worden war. Einige Jahre später wanderte Rajmund Pajer nach Kanada aus, wo er bis zu seiner Pensionierung als Flugzeugmonteur arbeitete. Als letzter noch lebender Überlebender des Mauthausen-Außenlagers Klagenfurt-Lendorf nahm er 2007 als Ehrengast an der Enthüllung der Gedenktafel in der Klagenfurter Khevenhüller-Kaserne teil und wirkte in den Jahren danach als Zeitzeuge. Seine Erinnerungen an die Zeit als Häftling verschiedener Konzentrationslager erschien 2010 im Buch „Ich war I 69186 in Mauthausen. Wie ich als Jugendlicher ins KZ-Netzwerk geriet und daraus befreit wurde“. Rajmund Pajer, in seiner neuen kanadischen Heimat „Ramon“ genannt, verstarb am 12. Juli 2016 im Alter von 86 Jahren in Montreal (Kanada). Quelle: Pajer, Rajmund: Ich war I 69186 in Mauthausen. Wie ich als Jugendlicher ins KZ-Netzwerk geriet und daraus befreit wurde. Kitab Verlag 2010.

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähnt



Terezija Pak, geboren 1892, gestorben 1944. Terezija Pak war schon seit ihrer Kindheit im slowenischen Kulturleben aktiv. Sie zählte, gemeinsam mit ihrem Bruder Josef Pak zum engeren Kreis der OF in Suetschach/Sveče. Nach der Verhaftung ihres Bruders wurde sie tot aufgefunden. Die Umstände ihres Todes sind ungeklärt. Quelle: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014. Quelle: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014.

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Theresia, Rezi, Pack-




Kärntner SlowenInnenJugendliche explizit erwähnt



Josef Partl, geboren am 13. 08.1928 in Friessnitz/ Breznica, gestorben am 07.01.1946 im Klagenfurter Landeskrankenhaus. Josef Partl, der kaufmännischer Lehrling war, wurde im Mai 1944 verhaftet, da er Widerstandsgruppen unterstützte. Er wurde in das Jugend Konzentrationslager Moorigen transportiert, wo er aufgrund der schweren Arbeitsbedingungen in den Stollen erkrankte. Im September 1945 kehrte er zwar heim, dort kam er jedoch im Jänner 1946 an den Folgen seiner Tuberkulose Erkrankung ums Leben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/partl-josef-2/>.

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Opfer der NS JustizPolitischer Widerstand



Jurij Pasterk, geboren am 12.04.1903 in Lobnig/Lobnik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 29.04.1943 im Landesgericht Wien. Jurij Pasterk wurde am 12. April 1903 in Lobnig/Lobnik als Sohn von Jakob Pasterk und Marija Dovjak geboren. Im Jahr 1931 übernahm er den elterlichen Besitz und heiratete 1937 Katharina Sadolšek, mit der er zwei Söhne bekam. Im August 1942 kam Jurij Pasterk mit den in Vellach auftauchenden Aktivisten der OF (Osvobodilna fronta - Befreiungsfront) in Kontakt und gilt auch als Mitbegründer ihres ersten Ausschusses in Kärnten. Am 17. November 1942 wurde er verhaftet und am 9. April 1943 im großen Volksgerichtshofprozess zum Tode verurteilt. Am 29. April 1943 wurde Jurij Pasterk im Wiener Landesgericht hingerichtet. Zu diesem Zeitpunkt waren seine Söhne drei und fünf Jahre alt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 162.

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Georg-








Jakob Pasterk lebte gemeinsam mit seinem älteren Bruder Franc, seinem älteren Halbbruder Jurij, seiner Mutter Rosalia, seinen Schwestern Marija, Kristine und Ana sowie mit Jurijs Frau Katarina Pasterk, geb. Sadolšek, und deren beiden Söhnen am Hof in Lobnig/Lobnik. Jakob Pasterk wurde nach der NS-Machtübernahme eingezogen. Die Spur von Jakob Pasterk verliert sich. Auch gibt es unterschiedliche Informationen zu seiner Person. Eine Literaturquelle berichtet davon, dass er als Wehrmachtsangehöriger gefallen sei. Eine andere Literaturquelle wiederrum gibt an, dass er bei den Partisanen war. Quellen: Rettl Lisa: „Jetzt, da ich weiß, dass wir Slowenen unsere richtige Führung haben, wird mich der Hitler nicht mehr sehen!“. Desertion im Rahmen des Kärntner Partisanenkampfes, in: Geldmacher Thomas u. a. (Hgg.): „Da machen wir nicht mehr mit …“ Österreichische Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht. Mandelbaum Verlag, Wien, 2010, S. 94-102, hier 96 f.; Baum Wilhelm u. a.: Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten, Kitab-Verlag, Klagenfurt-Wien, 2010, S. 192.

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-




Kärntner PartisanInnenwiderstandSoldaten - Deserteure



Franc-Lenart Pasterk, geboren am 12.03.1912 in Lobnig/Lobnik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 06.04.1943 in Mežica/Miess. Franc Pasterk wurde am 12. März 1912 als Sohn von Jakob Pasterk und dessen zweiter Frau Rozalija Knez in Lobnig/Lobnik geboren. Er arbeitete als Milchkontrolleur. Außerdem war er ein beliebter Sänger und als Obmann des katholisch-slowenischen Bildungsvereins und als Leiter der Burschenverbindung der Pfarre Eisenkappel, des Männerkirchenchores und der örtlichen Tamburizzagruppe kulturell sehr aktiv. Im Juni 1940 wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Mitte September 1942 kam er von der Eismeerfront nach Hause zurück auf Urlaub. Die Situation an der Front und das Wissen um die „Aussiedlung“ brachten ihn dazu, sich den Partisanen anzuschließen. Nach einer Nacht voller Gebete und Gespräche mit dem Pfarrer desertierte er. Seine Desertion wurde über Kontakte zu Janez Županc, dessen Schwester Marija Olip und Franc Weinzerl organisiert. Am letzten Urlaubstag fuhr er mit dem Zug offiziell nach Klagenfurt, um die Familie seines Bruders zu schützen. In Klagenfurt stand das Fahrrad von Marija Olip bereit, mit dem er zurück nach Vellach fuhr, um sich den Partisanen anzuschließen. Bis zu ihrer Verhaftung schickte seine Schwester Pakete an seine Feldpostadresse, um die Behörden in die Irre zu führen. Als Partisan trug Franc Pasterk den Namen Lenart. Im Jänner 1943 kam es zu einem Zusammenstoß mit deutschen Polizeieinheiten, wobei er sein rechtes Auge verlor. Beim Überfall auf Mežica im April 1943 wurde Lenart, der damals Kommandant des 1. Kärntner Bataillons war, schwer verwundet und starb kurz darauf an seinen Verletzungen. In manchen Berichten wird auch der 4. April als Todesdatum genannt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 163.

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Franz-




Kärntner PartisanInnenwiderstandSoldaten - Deserteure



Pavel Pasterk, geboren am 24.01.1906 in Vellach/Bela, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 09.03.1944 in Remschenig/Remšenik. Pavel Pasterk wurde am 24. Jänner 1906 in Vellach/Bela als Sohn des Arbeiters Šimen Pasterk und der Dienstmagd Jera Pasterk geboren. Pavel Pasterk heiratete Jera Robnik im Juli 1938. Die beiden hatten keine Kinder. Er arbeite bei der Firma Leitgeb in Kühnsdorf/Sinča vas. Von Jänner 1940 bis Feber 1944 diente Pavel Pasterk bei der Wehrmacht im Artillerie Regiment Nr. 1716. Nach seiner Desertion als Obergefreiter ging er zu den Partisanen und bekam dort den Partisanennamen Luka. Er war als Kurier tätig. Bei einer bewaffneten Auseinandersetzung mit deutschen Einheiten starb er nach einmonatiger Partisanentätigkeit am 9. März 1944. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 280.

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Paul-




Kärntner PartisanInnenwiderstandSoldaten - Deserteure



Karl Pasterk, geboren am 28.01.1913 in Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 28.09.1944 bei Bleiburg/Pliberk. Karl Pasterk wurde am 28. Jänner 1913 als Sohn des Arbeiters Šimen Pasterk und der Dienstmagd Jera Pasterk geboren. Er war der jüngere Bruder von Paul Pasterk. Karl verdiente seinen Lebensunterhalt als Arbeiter. Mit seiner Lebensgefährtin Terezija Robnik hatte er ein Kind. Von 1940 bis 1944 diente Karl Pasterk bei der Wehrmacht. Zusammen mit seinen Brüdern Paul und Folti desertierte er Anfang Feber 1944 und ging zu den Partisanen. Dort war er als aktiver Kämpfer tätig und trug den Partisanennamen Rok. Er gehörte dem 2. Bataillon an und kämpfte unter Karel Prušnik – Gašper in der Umgebung von Bleiburg und Eisenkappel. Am 28. September 1944 fiel Karl Pasterk bei einer Auseinandersetzung nahe Bleiburg. Im Juni 1945 wurde sein Leichnam auf den Ortsfriedhof von Eisenkappel umgebettet. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 280 f.

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Kori-




NS-Euthanasie



Otto Patterer, geboren am 11.10.1915, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Otto Patterer, der mit einer geistigen Beeinträchtigung geboren wurde, wurde im Mai 1933 in die sogenannte „Siechenanstalt“ in Villach eingewiesen. Einige Jahre später im Juni 1940 wurde Otto Patterer im Rahmen der „T4-Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen in die oberösterreichisch Landespsychiatrie in Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden sie mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/patterer-otto/>.

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Ana Paul, geboren am 24. Juli 1928, vermisst im KZ Ravensbrück. Ana Pauls Vater starb als sie sieben Jahre alt war. Sie lebte danach mit Mutter und Schwestern am elterlichen Hof. Um einer drohenden Verhaftung zu entgehen, floh die vier am Hof lebenden Frauen zu den Partisanen. Nach einem Verrat wurde Ana und ihre Schwester Malka verhaftet und ins KZ Ravensbrück deportiert. Ana erkrankte an Typhus, der Weg der Schwestern trennte sich. Über die Todesumstände von Ana ist nichts bekannt. Quelle: Entner, Brigitte: … als die Polizeieinheiten zum Hof kamen …. In Erinnerung an die Kärntner-slowenischen Opfer der NS-Verfolgung aus Bad Eisenkappel-Vellach. Eigenverlag, Bad Eisenkappel-Vellach/Železna kapla-Bela, 2021. S. 163–164.

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Ana-




NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Josef Paul wurde am 28. Mai 1937 in St. Veit a. d. Glan in Kärnten geboren. Er wurde im Juli 1938 in das "Siechenhaus" des Landeskrankenhauses Klagenfurt aufgenommen, ab 1938 auch Gaukrankenhaus genannt. Der vierjährige JOSEF wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Adele Paulus wurde um das Jahr 1926 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Adele Paulus war 17 Jahre alt als sie von Oberpflegerin Ottilie Schellander am 21. August 1943 ermordet wurde. Die Oberpflegerin erklärte 1946 als eine der Hauptangeklagten im Prozess gegen 13 Klagenfurter Euthanasiebeteiligte: "Ich werde schätzungsweise 200 Patienten getötet haben […] Erinnern kann ich mich an […] Adele Paulus, ein deutsches Mädchen". Adele Paulus wurde in einem Armengrab im Friedhof Annabichl Feld I, Reihe 24, Grab Nr. 12 beigesetzt. Das Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Paula Pauly wurde um das Jahr 1931 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Paula Pauly wurde am 10. September 1943 im Alter von 12 Jahren von Ottilie Schellander, der eifrigsten Mörderin auf der Station, getötet. Anschließend wurde sie in einem Armengrab im Friedhof Annabichl, Feld I, Reihe 25 beigesetzt. Ihr Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und später mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Urteil. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Pauline Pauly. -




KZ OpferFrauen explizit erwähnt



Margareta Pavel, geboren am 02.07.1872, gestorben am 28.01.1944 im KZ Ravensbrück. Zu Margareta Pavel finden sich nur wenige Aufzeichnungen in den Akten. Gelegentlich wurde sie in den Quellen als Mosgan Margareta bezeichnet. Mit 71 Jahren wurde sie verhaftet und in das KZ Ravensbrück eingewiesen. Bald nach ihrer Registrierung im KZ, wurde am 28. Jänner 1944 ihr Tod dokumentiert. Die Urne von Margareta Pvel wurde nach Eisenkappel gesandt und am dortigen Friedhof bestattet. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 225.

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Margaretha, Metka, Paul, Mosgan-




Politischer WiderstandKZ OpferFrauen explizit erwähnt



Marija Pavel, geboren am 01.01.1889 in Leppen/Lepena, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 08.02.1945 im KZ Ravensbrück. Marija Pavel wurde am 1. Jänner 1889 als Tochter des Miklav-Bauern, Florian Miklav, und dessen Frau Johana Hariže geboren. Sie heiratete Ignac Paul und bewirtschaftete mit ihm gemeinsam den elterlichen Hof. Sie wurde als starke Frau beschrieben, die alle Arbeiten, auch Männerarbeiten, verrichtete. Sie war begeisterte Jägerin und soll neben ihrem Gewehr im Rucksack auch immer Strickzeug eingepackt gehabt haben. Im Zuge der Verhaftungswelle wurde sie am 12. Oktober 1943 gemeinsam mit ihrer achtzehnjährigen Tochter Mali und der bei ihnen beschäftigten Landarbeiterin Ivana Grubelnik auf brutale Weise verhaftet. Kooperation mit den Partisanen wurde ihnen zur Last gelegt. Nach sechs Wochen Gestapohaft in Klagenfurt wurde sie ins KZ Ravensbrück gebracht. Die letzte Nachricht verfasste Marija Pavel am 30. November 1943, unmittelbar nach ihrer Ankunft im Lager. Die Tochter Mali und Ivana Grubelnik kehrten im Sommer 1945 wieder nach Hause zurück. Marija Pavel bleibt vermisst. In der amtlichen Todeserklärung wurde der 8. Feber 1945 als ihr Todestag festgelegt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 225 f.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
MiklavMaria, Paul, Miklau-




Politischer WiderstandKZ OpferFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Ana Pavel, geboren am 24.07.1928 in Leppen/Lepena, Eisenkappel/Železna Kapla, vermisst im KZ Ravensbrück. Ana Pavel wurde am 24. Juli 1928 als Tochter des Knolič-Bauern Leopold Paul und dessen Frau Marija Paul geboren. Im alter von sieben Jahren verstarb ihr Vater. Gemeinsam mit ihren Schwestern und ihrer Mutter arbeitete sie am elterlichen Hof. Um einer drohenden Verhaftung zu entkommen, waren die vier am Hof lebenden Frauen zu den Partisanen geflüchtet. Durch einen Verrat wurden Anfang Feber 1945 Ana und Malka verhaftet und ins KZ Ravensbrück deportiert. Dort wurden die beiden Schwestern am 27. Feber 1945 registriert. Sie wurden im Lager voneinander getrennt. Ana erkrankte an Typhus. Wie und wann sie verstarb konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Im September 1946 wurde im Slovenski vestnik eine Suchanzeige geschaltet. Ana Pavel wurde nur 16 Jahre alt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 284 f.

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Anna, Paul-




Politischer WiderstandKZ Opfer



Jakob Pavel, geboren am 21.07.1896 in Koprein/Koprivna, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 13.11.1944 im KZ Dachau. Jakob Pavel wurde am 21. Juli 1896 als Sohn vom vlg. Blajsbauer Johann Paul und seiner Frau Eliza Blais geboren. Er blieb ledig und arbeitete mit seinen Brüdern am elterlichen Hof. Am 17. Feber 1944 wurde Jakob Pavel wegen Partisanenunterstützung verhaftet und am 16. März 1944 als „Schutzhäftling“ ins KZ Dachau deportiert. Zehn Tage später wurde er in das KZ Natzweiler überstellt, wo sein Zugang mit 31. März 1944 vermerkt wurde. Er kam ins Außenlager Markirch/Sainte-Marie-aux-Mines im Elsass, kehrte aber am 11. April 1944 wieder ins Stammlager zurück. Dort blieb er bis September 1944, bevor er erneut in das KZ Dachau überstellt wurde. Am 4. Oktober 1944 kam Jakob Pavel in das „Revier“ wo er am 13. November 1944 frühmorgens verstarb. Als Todesursache wurde „Versagen von Herz und Kreislauf bei allg. Oedeme und Enteritis“ angegeben. Die Lagerkommandantur Dachau informierte seine Schwester Lona Paul in einem mit 17. November 1944 datierten Schreiben über den Tod ihres Bruders. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 231.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Jaki, Paul, Pacel-




Politischer WiderstandKZ Opfer



Filip Pavel, geboren am 11.04.1909 in Koprein/Koprivna, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 21.04.1944 im KZ Natzweiler. Filip Pavel wurde am 11. April 1909 in Koprein/Koprivna als zweitjüngster Sohn von Janez Paul und Elizabeta Blajz geboren. Gemeinsam mit seinen Brüdern bewirtschaftete er den elterlichen Hof. Am 17. Feber 1944 wurde Filip Pavel verhaftet und am 16. März ins KZ Dachau als „Schutzhäftling“ eingewiesen. Bereits am 27. März wurde er, wie sein Bruder Jakob, in das KZ Natzweiler überstellt. Am 20. April 1944 wurde er im „Revier“ aufgenommen. In der Krankenkarte wurde er als 180 cm großer Mann beschrieben, im schlechten Allgemeinzustand, der starke Ödeme an beiden Beinen hatte und an einer akuten Lungenentzündung litt. Schon am nächsten Tag, am 21 April 1944, wurde der Tod von Filip Pavel vermerkt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 232.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Philipp, Lipi, Paul, Pavl-




Politischer WiderstandKZ Opfer



Janez Pavel, geboren am 14.12.1904 in Koprein/Koprivna, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 12.01.1945 im KZ Mauthausen, Außenlager St. Valentin. Janez Pavel wurde am 11. April 1909 in Koprein/Koprivna als Sohn des Blajsbauern Johann Paul und seiner Frau Elisabeth Fleis (Blajs) geboren. Er war ledig und arbeitete am elterlichen Hof. Gemeinsam mit seinen Brüdern wurde er am 17. Feber 1944 verhaftet und kam mit ihnen zusammen ins KZ Dachau. Nach fünf Monaten wurde Janez Pavel am 17. August 1944 ins KZ Mauthausen überstellt. Gleich nach seiner Ankunft wurde er in das gerade errichtete Außenlager St. Valentin überstellt. Die Häftlinge dort mussten für die Panzerfabrik „Nibelungenwerke“ (Steyr-Daimler-Puch AG) Zwangsarbeit leisten. Am 12. Jänner 1945 meldete der Lagerführer des Außenlagers St. Valentin dem Schutzhaftlagerführer des KZ Mauthausen, dass Janez Pavel am selben Tag verstorben ist. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 232 f.

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Johan, Johi, Paul, Pacel-




Kärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Frida Pavlič, geboren am 23.05.1927 in Vellach/Bela, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 13.03.1945 nahe Eberstein/Svinec. Frida Pavlič wurde am 23. Mai 1927 als Tochter des Keuschlerehepaares Anton Paulitsch und Marija Sablatnig geboren. Zu Jahresbeginn 1944 schloss sich Frida Pavlič mit kaum 17 Jahren den Partisanen an und erhielt dort den Partisanennamen Mira. Die NS-Behörden gingen davon aus, dass sie gemeinsam mit dem vlg. Kordeš Besitzerpaar Jakob und Roza Paulitsch sowie deren dreijähriger Enkteltochter Helene und dem Dienstmädchen Apolonija Pasterk von den Partisanen verschleppt worden sei. Frida hatte aber schon länger Kontakt zu den Partisanen. Sie organisierte die Jugend und war als Kurierin tätig. Vermutlich war ihre „Zwangsrekrutierung“ organisiert worden, um ihre Angehörigen zu schützen. Zunächst war Frida Pavlič – Mira als aktive Partisanin im Raum Eisenkappel aktiv, bevor sie im Herbst 1944 über die Drau zog und sich den Saualmpartisanen anschloss. Bei einer bewaffneten Auseinandersetzung geriet sie mit einigen Kameraden in einen Hinterhalt. Frida Pavlič – Mira und neun ihrer Kampfgenossen kamen dabei ums Leben. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 346.

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Friederike, Paulitsch-




Kärntner PartisanInnenwiderstandSoldaten - Deserteure



Karl Pavlič, geboren am 04.02.1921 in Remschenig/Remšenik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben im Dezember 1944. Karl Pavlič wurde am 4. Feber 1921 in Remschenig/Remšesnik als lediger Sohn der verwitweten Katarina Pavlič, geb. Rotter, geboren. Seine Mutter verdiente ihren Lebensunterhalt als Landarbeiterin. 1925 heiratete sie Jurij Sluga und Karl Pavlič wuchs fortan am Kah-Hof auf. Früh zeigte sich bereits sein musikalisches Talent. Karl Pavlič wurde zur Wehrmacht eingezogen, desertierte aber nach einem Jahr und schloss sich im Frühjahr 1943 den Partisanen an. Er trug fortan den Namen Vero. Bald nach seiner Mutter fiel auch Karl Pavlič als Befehlshaber einer Kompanie im Partisanenkampf. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 219.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Paulitsch-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Adelheid Peck wurde am 26. Dezember 1923 in Oberzeiring im steirischen Bezirk Judenburg geboren. Ihr Eintritt ins "Siechenhaus" des Klagenfurter Gaukrankenhauses wurde am 21. November 1930 meldeamtlich erfasst. Am 25. August 1940 wurde sie mit einem Tötungstransport mit 38 Frauen und Mädchen aus dem "Siechenhaus" und mindestens 213 Frauen aus der Psychiatrie des Gaukrankenhauses in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Freidl, Wolfgang (Hg.): NS-Psychiatrie in Klagenfurt. Facultas Verlag. Wien 2016. Insonders Seite 117 ff).

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Pek-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Anna Peduzzi, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Sie ist dort am 21. November 1939 eingetreten. Am 25. August 1940 wurde sie in einem Tötungstransport mit mehr als 250 Frauen aus der psychiatrischen Abteilung und Frauen sowie Mädchen aus dem "Siechenhaus" in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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Individueller WiderstandKZ OpferFrauen explizit erwähnt



Marija Pegrin, geboren am 06.01.1893 in Ebriach/Obirsko, gestorben am 13.05.1944 im KZ Auschwitz. Marija Pegrin, verw. Karničar, geb. Artač wurde am 6. Jänner 1893 in Ebriach/Obirsko als Tochter von Katharina Artač geboren. Sie heiratete 1921 Matevž Pegrin. Nach ihrer Verhaftung wurde Marija Pegrin mit ihrer Tochter Ivanka bis zum Herbst 1943 von der Gestapo in Klagenfurt festgehalten. Sie wurden von der Staatsanwaltschaft angezeigt, es kam aber zu keiner Anklage. Ende Oktober 1943 erfolgte ihre Deportation in das KZ Ravensbrück, wo sie am 13. November 1943 ankamen. Laut der Aussage einer Zeugin erkrankte Marija Pegrin Ende 1943 schwer und wurde später ins KZ Auschwitz überstellt. Laut Geburts- und Taufbuch der Pfarre Ebriach verstarb sie am 13. Mai 1944 im KZ Auschwitz an einem „Darmkatarrh bei Körperschwäche“. Ihre Asche wurde nach Eisenkappel gesandt und dort kirchlich beigesetzt. Ihre Tochter Ivanka ging nach einer Anfrage davon aus, dass ihre Mutter am 7. Juli 1944 verstorben war. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 164.

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ArtačMaria, Artatsch, Karničar-




Individueller WiderstandKZ Opfer



Matevž Pegrin, geboren am 07.09.1893 in Ebriach/Obirsko, gestorben am 01.04.1944 im KZ Lublin-Majdanek. Matevž Pegrin wurde am 7. September 1893 in Ebriach/Obrisko als Sohn von Nikolaus Pögrin und seiner Frau Maria Esel geboren. Matevž heiratete 1921 Marija Artač. Wegen der Unterstützung ihres Neffen Janez Županc – Johan und der frühen Widerstansbewegung in Ebriach wurde Matevž Pegrin gemeinsam mit seiner Frau Marija am 30. November 1942 verhaftet. Die Gestapo zeigte sie bei der Staatsanwaltschaft wegen Hoch- und Landesverrats an, es wurde aber keine Anklage erhoben. Am 2. November 1943 wurde Matevž Pegrin mit einem Häftlingstransport von Klagenfurt über Maribor/Marburg, Wien und Wrocław/Breslau ins KZ Dachau gebracht, wo er am 13. November 1943 als Schutzhäftling ankam. Mit dem „Invalidentransport“ wurde er Anfang Jänner 1944 nach Lublin-Majdanek überstellt. Im Totenbuch des KZ Lublin ist vermerkt, dass Matevž Pegrin am 1. April 1944 an „Lungentuberkulose“ verstorben sei. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 165.

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Matthäus, Matthias, Pögrin-




NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Florian Pegrin wurde am 7. Oktober 1929 in Gallizien (slow. Galicija) in der Nähe von Klagenfurt geboren. Meldeamtlich erfasst wurde sein Eintritt ins "Siechenhaus" des Gaukrankenhauses Klagenfurt am 28. August 1939. Florian Pegrin wurde am 7. Juli 1941 mit einem Tötungstransport mit rund 111 Pflegebedürftigen des Siechenhauses, Kindern einer kirchlichen Einrichtung und Insassen der Psychiatrie des Gaukrankenhauses in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Über das Leben und Schicksal Jože Perkos ist nichts bekannt.

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NS-Euthanasie



Josef Perkonig, geboren 1896 in Landskron bei Villach, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Das gelernte Schlosser Josef Perkonig wurde im Juni 1931 mit der Diagnose „Dementia paralytica“ in die Psychiatrie des Landeskrankenhauses in Klagenfurt eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ im Juni 1940 wurde er gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/perkonig-josef/>.

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Politischer WiderstandKZ Opfer



Andrej Permož, geboren am 25.09.1904 in Matschach/Mače, Suetschach/Sveče, vermisst seit der Befreiung im KZ Dachau. Andrej Permož wurde am 25. September 1904 als Sohn von Helena Permož und dem Arbeiter Felix Moser geboren. Andrej bewirtschaftete mit seiner Mutter den vlg. Pirman-Hof, der zu den größten Höfen in St. Johann zählte. 1938 kam sein außereheliches Kind zur Welt. Andrej Permož war verlobt und war ein wichtiger Exponent des slowenischen Kulturlebens im Rosental, unter anderem war er jahrelang Obmann des Katholischen Slowenischen Kulturvereins. Nach dem Anschluss zeigte er seine kritische Haltung öffentlich und war ab 1943 Teil des Regionalausschusses der Widerstandsbewegung Osvobodilna Fronta (OF) für das untere Rosental. Auch in der Gemeinde Weizelsdorf bildete sich eine Widerstandsgruppe aus ca. 50 slowenisch- wie deutschsprechenden Personen, welche die Partisanen mit Lebensmitteln, Sanitätsmaterial und wichtigen Informationen versorgte. Anlässlich eines solchen Kurierdienstes wurde Andrej Permož am 29. Juni 1944 von der Gestapo verhaftet. Am 20. Oktober 1944 wurde er ins KZ Dachau deportiert und von dort aus ins KZ Natzweiler transferiert. In verschiedenen Nebenlagern musste er Zwangsarbeit leisten. Die letzte Nachricht von Andrej Permož an seine Mutter stammte vom Feber 1945 aus dem KZ Neckarelz. Mitte März 1945 erfolgte eine Rücküberstellung ins KZ Dachau, wo er Anfang April dem Außenlager Allach zugewiesen wurde. Dort verliert sich die Spur von Andrej Permož. Die Umstände seines Todes sind nicht bekannt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 439 f.

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Andreas, Permosch, Drejča-




NS-Euthanasie



Sebastian Perschmann wurde am 3. Oktober 1904 in St. Agnes, Bezirk Völkernarkt in Kärnten geboren. Er ist im Februar 1940 ins "Siechenhaus" des Gaukrankenhauses in Klagenfurt eingetreten. Sebastian Perschmann wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid im Alter von 37 Jahren ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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Politischer WiderstandKZ OpferFrauen explizit erwähnt



Pavla Perč, geboren am 23.11.1910 in Lobnig/Lobnik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 26.06.1944 im KZ Auschwitz. Pavla Perč wurde am 23. November 1910 in Lobnig/Lobnik als Tochter des Mikej-Bauern Michael Pörč und dessen Frau Helena Paul geboren. Sie blieb ledig, arbeitete am elterlichen Hof und half später ihrer älteren Schwerster und Hoferbin Lenka bei der Bewirtschaftung des Hofes. Wie ihre ganze Familie unterstützte auch Pavla Perč die Partisanen. Sie wurde am 6. November 1943 von der Gestapo Klagenfurt verhaftet und am 15. April 1944 in das KZ Auschwitz deportiert. Dokumente zeigen, dass an Pavla Perč diverse medizinische Maßnahmen durchgeführt wurden. Mit 26. Juni 1944 wurde ihr Tod dokumentiert. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 227 f.

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Pavlina, Paula, Pörč, Pörtsch-




Politischer WiderstandOpfer der NS JustizFrauen explizit erwähnt



Maria Peskoller, geboren am 05.12.1902 in Görtschach, gestorben am 23.12.1944 in der NS Hinrichtungsstätte des Grazer Landesgericht. Maria Peskoller, geb. Greil, wurde am 5. Dezember 1902 in Görtschach in Osttirol geboren. Mit ihrem Ehemann Josef Peskoller und den beiden Töchtern lebte sie in Villach. Nachdem ihr Ehemann, der mit dem kommunistischen Gedankengut sympathisierte, mehrmals inhaftiert worden war, begann sich Maria aktiv am Widerstand zu beteiligen. Sie stand in Verbindung mit verschiedenen Widerstandsgruppen in Kärnten und darüber hinaus. Am 11. November 1944 wurde Maria Peskoller mit ihren beiden Töchtern und anderen kommunistischen WiderstandskämpferInnen festgenommen und ins Villacher Gestapogefängnis gebracht. Ein Prozess in Klagenfurt gegen die kommunistische Widerstandsgruppe endete mit acht Todesurteilen, eines davon für Maria Peskoller. Die Hinrichtung erfolgte am 23. Dezember 1944 in Graz. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/opfer-des-ns-regimes/maria-peskoller/>.

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GreilLink




Politischer WiderstandKZ Opfer



Franc Petek, geboren am 17.05.1888 am Sagerberg/Zagorje, St. Philippen ob Sonnegg/Šentlipš, gestorben am 25.01.1945 im KZ Neuengamme. Franc Petek wurde am 17. Mai 1888 als Sohn des Sagerberger Rigelnikbauern Franz Petek und dessen Frau Margarete Brölich aus Oberkrain geboren. Er heiratete 1922 Maria Perč, mit der er drei Kinder hatte. Gemeinsam bewirtschafteten sie die vlg. Prevalnik-Liegenschaft in Lobnig. Seine Frau verstarb früh und Franc Petek wurde im Feber 1943 im Zuge der Verhaftungswelle festgenommen, woraufhin er am 16. Mai 1944 als Schutzhäftling ins KZ Dachau kam. Am 22. Oktober 1944 wurde er in das KZ Neuengamme überstellt und von da aus in das Außenlager Meppen-Versen im Emsland. Die Häftlinge dort mussten den sogenannten „Friesenwall“ bauen, welcher den gesamten norddeutschen Küstenbereich von den Niederlanden bis zur dänischen Grenze vor einer Landung der Alliierten schützen sollte. Im amtlichen Todeserklärungsverfahren wurde für Franc Petek der 25. Jänner 1945 als Sterbetag festgelegt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 169 f.

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Franz-




Kärntner SlowenInnenOrte des Terrors - KZ



Josef Petek, geboren am 09.02.1901 in St. Philippen ob Sonnegg/Šentlipš, gestorben am 10.10.1939 im KZ Mauthausen. Josef Petek wurde am 9. Feber 1901 beim vlg. Petek in St. Philiipen ob Sonnegg/Šentlips als Sohn von Franc Petek und dessen Frau Helena Hainscho geboren. Josef Petek blieb ledig und arbeitete als Vertreter. Wann und weshalb Josef Petek in Haft gesetzt wurde, ist in den Akten nicht ersichtlich. Am 31. Mai 1939 wurde er im KZ Dachau mit dem Vermerk „Arbeitszwang Reich“ registriert. Kurze Zeit später wurde er in das KZ Mauthausen überstellt, wo er bereits am 10. Oktober 1939 an den Strapazen als „Arbeitszwang Reich“-Häftling starb. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 59.

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Orte des Terrors - KZFrauen explizit erwähnt



Johanna Petrasch, geboren am 27.07.1923 in Bad Bleiberg bei Villach, gestorben k.A.. Johanna Petrasch wurde verhaftet und ins KZ Ravensbrück transportier. Wann und aus welchem Grund dies geschah, wurde uns nicht überliefert. Sie gilt als verschollen. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/petrasch-johanna/>.

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Josef Petritsch, geboren am 03.02.1909 in Gurtschitschach/Gurčiče, St. Peter am Wallersberg/Šentpeter na Vašinjah, gestorben am 30.11.1944 in St. Margarethen ob Bleiburg/Šmarjeta. Josef Petritsch wurde am 3. Feber 1909 in Gurtschitschach/Gurčiče als Sohn des Keuschlers Johan Petritsch und dessen Frau Apolonia Novak geboren. Josef Petritsch arbeitete als Eisenbahner und heiratete 1934 Barbara Tolnič, mit der er drei Kinder hatte. Nach mehr als zwei Jahren als Wehrmachtssoldat desertierte der Gefreite Josef Petritsch Ende August 1944. Er schloss sich daraufhin den Partisanen an und trug fortan den Partisanennamen Spis. Im November 1944 fiel er bei einem bewaffneten Zusammenstoß. In den Unterlagen wird als Todesdatum neben dem 30. November auch der 12. Oktober 1944 genannt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 374.

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Jožef, Petrič-




NS-Euthanasie



Martin Petritsch wurde am 6. Juni 1888 in Klagenfurt geboren und lebte vor der Aufnahme ins "Siechenhaus" im Klagenfurter Stadtteil St. Ruprecht, Billrothstrasse 23. Vom städtischen Meldeamt erfasst wurde sein Eintritt ins "Siechenhaus" des Gaukrankenhauses Klagenfurt am 7. Oktober 1940. MARTIN wurde am 7. Juli 1941 mit einem Tötungstransport mit rund 111 Pflegebedürftigen des Siechenhauses, Kindern einer kirchlichen Einrichtung und Insassen der Psychiatrie des Gaukrankenhauses in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Anna Petutschnig, geboren 1929, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Anna Petutschnig wurde wahrscheinlich im Rahmen der „T-4 Aktion“ des Jahres 1940 gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Nähere Details zu ihrer Person sind uns unbekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/petutschnig-anna/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Anna Petutschnig wurde am 25. Oktober 1929 in Mittewald bei Villach geboren. Noch im Kindheitsalter ist sie am 10. Jänner 1940 ins "Siechenhaus" des Klagenfurter Gaukrankenhauses eingetreten. Bereits ein halbes Jahr danach wurde sie mit einem Tötungstransport mit 38 Frauen und Mädchen aus dem "Siechenhaus" und mindestens 213 Frauen aus der Psychiatrie des Gaukrankenhauses am 25. August 1941 in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Freidl, Wolfgang (Hg.): NS-Psychiatrie in Klagenfurt. Facultas Verlag. Wien 2016. Seite 117 ff).

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Kärntner PartisanInnenwiderstandKZ OpferFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Marija Pečnik, geboren am 01.06.1924 in Altendorf/Stara vas, St. Philippen ob Sonnegg/Šentlipš, gestorben am 21.03.1944 im KZ Lublin-Majdanek. Marija Pečnik wurde am 1. Juni 1924 in Altendorf/Stara vas, St. Philippen ob Sonnegg/Šentlipš als Tochter des Schmiedemeisters Valentin Pečnik, vlg. Pahernik und dessen Frau Marija Haderlap, der Vinkl-Tochter, geboren. Marija Pečnik kam zu ihrer Großmutter auf den Vinkl-Hof, da ihre Mutter bei der Geburt verstarb. Sie arbeitete dort auch weiterhin, als ihr Onkel Miha den Hof übernahm. Marija Pečnik hatte bereits früh Kontakt zu den Partisanen und übernahm für sie Kuriertätigkeiten. Über ihre Kontakte kam auch ihr Onkel Miha Haderlap zu den Partisanen. Nach seiner Flucht zu diesen, wurde sein zehnjähriger Sohn Zdravko von den Gendarmen gefoltert und mit dem Auftrag nach Hause entlassen, seine Cousine Marija zur Gendarmerie zu schicken. Marija wurde am 9. Oktober 1943 verhaftet und als politischer Häftling ins KZ Ravensbrück deportiert. Dort wurde sie der Schneiderei zugeteilt, wo sie Zwangsarbeit verrichten musste. Anfang 1944 wurde sie ins KZ Lublin-Majdanek überstellt. Im dortigen Totenbuch ist angeführt, dass sie am 21. März 1944 an „Lungentuberkulose“ verstorben sei. Ihr Leichnam sei noch am selben Tag im dortigen Krematorium eingeäschert worden. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 209.

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Maria, Petschnig-




Politischer WiderstandKZ Opfer



Rok Pečnik, geboren am 13.08.1894 in Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 06.01.1945 im KZ Dachau. Rok Pečnik wurde am 13. August 1894 in Eisenkappel/Železna Kapla als Sohn des Koželbauern Markus Pečnik und seiner Frau Marija Verdel geboren. Im Jahr 1922 heiratete er Barbara Rigelnik, die Witwe seines älteren Bruders Valentin, und zog zu ihr. Zusammen bewirtschafteten sie die Podpesnik-Liegenschaft, die Barbara Rigelnik 1920 geerbt hatte. Am 30. März 1944 wurde Rok Pečnik von der Gestapo Klagenfurt verhaftet und am 14. Juni 1944 als „Schutzhäftling“ ins KZ Dachau eingewiesen. Im Sterbebuch des KZ Dachau ist vermerkt, dass Rok Pečnik am 6. Jänner 1945 in den frühen Morgenstunden im Häftlingskrankenbau an „Entercolitis“ verstorben sei. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 292.

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Rochus, Petschnig, Peitznig-




Kärntner PartisanInnenwiderstandSoldaten - Deserteure



Franc Pečnik, geboren am 09.10.1922 in Vellach/Bela, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 02.03.1944 in Ebriach/Obrisko. Franc Pečnik wurde am 9. Oktober 1922 in Vellach/Bela als Sohn von Barbara Rigelnik und ihrem Ehemann Rok Pečnik, die den Podpesnik-Hof bewirtschafteten, geboren. Franc Pečnik war Gefreiter der Wehrmacht und desertierte im Jänner 1944. Er schloss sich den Partisanen an und trug den Partisanennamen Fric. Am 2. März 1944 fiel Franc Pečnik – Fric bei Kämpfen in Ebriach. Sein Leichnam wurde an Ort und Stelle begraben. Erst nach dem Krieg wurde er auf den Friedhof in Eisenkappel umgebettet. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 292.

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Franz, Petschnig-




Kärntner PartisanInnenwiderstandSoldaten - Deserteure



Johan Pečnik, geboren am 25.12.1910 in Vellach/Bela, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 11.02.1945 in Leppen/Lepena. Johan Pečnik kam am 25. Dezember 1910 in Vellach/Bela als Sohn von Valentin Pečnik und seiner Frau Barbara Rigelnik zur Welt. Er arbeitete am Hof seiner Mutter, bevor er im März 1940 zur Wehrmacht eingezogen wurde. Mehr als drei Jahre diente er der Wehrmacht, bis er im September 1943 während eines Heimaturlaubes als Obergefreiter desertierte. Er schloss sich den Partisanen an und erhielt den Partisanennamen Primož. Er machte als Funktionär rasch Karriere. Anfang Mai 1944 wurde er bei Kämpfen in Loibach/Libuče verwundet. Am späten Abend des 10. Feber 1945 traf eine Einheit des 13. SS-Polizeiregiments beim vlg. Pečnik, dem Haus von Helena Kuhar – Jelka, auf eine Gruppe von Aktivist_innen, die dort nächtigten. Fünf von ihnen, darunter auch Jelka, wurden gefasst und interniert. Johan Pečnik – Primož wurde jedoch von den Angehörigen des Polizeiregiments angeschossen und tödlich verwundet. Fünf Tage später wurde sein Leichnam an Ort und Stelle begraben und erst nach dem Krieg, im Juni 1945, auf den Friedhof in Eisenkappel umgebettet. Am Grabstein ist als Todestag der 28. Jänner 1945 eingetragen. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 293.

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Janez, Johann, Petschnig-




Kärntner PartisanInnenwiderstandSoldaten - Deserteure



Miha Pečnik, geboren am 19.09.1905 in Remschenig/Remšenik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 14./15.12.1943 in Ebriach/Obirsko. Miha Pečnik wurde am 19. September 1905 in Remschenig/Remšenik als Sohn des Forstarbeiters und Pächters Martin Pečnik und seiner Frau Maria Auprich geboren. Früh arbeitete der junge Miha Pečnik bei Bauern und später als Forstarbeiter für den Grafen Thurn. Im Jänner 1941 rückte er zur Wehrmacht ein. Im Sommer 1943 desertierte er und ging zu den Partisanen. Er trug fortan den Partisanennamen Pavel und war zuerst als Kurier und später als politischer Aktivist in der Gegend von Zell, Ebriach, Rechberg, Leppen und Eisenkappel aktiv. Im Oktober 1943 wurde er bei Kämpfen erstmals verwundet. Mitte Dezember 1943 wurde er beim vlg. Trplak in Ebriach von der Polizei gefasst und erschossen, nachdem die von Miha Pečnik geleitete Patrouille eine Gämse gejagt hatte und von Jägern gemeldet wurde. In Bericht der Gendarmerie von Eisenkappel ist das Gefecht auf der vlg. Trplak-Liegenschaft mit 15. Dezember 1943 angegeben, im Geburts- und Taufbuch der Pfarre Eisenkappel ist der 14. Dezember 1943 als Todestag von Miha Pečnik vermerkt. Quelle: Entner Brigitte: Als die Polizeieinheiten zum Hof kamen. In Erinnerung an die Kärntner-slowenischen Opfer der NS-Verfolgung aus Bald Eisenkappel-Vellach. Ko so na posest prišle policijske enote. V spomin na koroškoslovenske žrtve nacističnega preganjanja iz občine Železna Kapla-Bela. Drava Verlag, Železna Kapla-Bela/Bad Eisenkappel-Vellach, 2021, S. 129 f.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Michael, Petschnig-




Kärntner PartisanInnenwiderstandKZ Opfer



Peter Pečnik, geboren am 05.01.1923 in Vellach/Bela, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 29.03.1944 im KZ Natzweiler. Peter Pečnik wurde am 5. Jänner 1923 in Vellach/Bela als Sohn der Dienstmagd Johanna (Ivana) Sveršina und Peter Pečnik, der Holzverwalter bei der Thurnschen Forstverwaltung und Pächter einer Landwirtschaft in Vellach war, geboren. Auch Peter Pečnik jun. arbeitete in der elterlichen Landwirtschaft und als Forstarbeiter. Im Sommer 1943 schloss er sich den Partisanen an, wurde aber bereits am 10. September 1943 gefasst und durch die Gestapo Klagenfurt in Arrest gebracht. Ende Feber 1944 wurde er ins KZ Dachau deportiert, wo am 1. März 1944 sein Zugang verzeichnet wurde. Bereits am 13. März 1944 wurde er in das KZ Natzweiler überstellt. Vom Stammlager wurde er dem Außenlager Markirch/Sainte-Marie-aux-Mines im Elsass zugewiesen. Bereits am 25. März 1944 wurde er als „arbeitsunfähig“ in das Stammlager zurückgebracht und im Krankenrevier aufgenommen. Es wurde am Krankenblatt vermerkt, dass er an einem Lungenödem erkrankt und am 29. März 1944 verstorben sei. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 277 f.

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Petschnig, Sveršina-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Elise Pflug wurde um das Jahr 1923 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Elise Pflug wurde am 22. September 1943 im Alter von 20 Jahren von Ottilie Schellander, der eifrigsten Mörderin auf der Station, getötet. Anschließend wurde sie in einem Armengrab im Friedhof Annabichl, Feld I, Reihe 25 beigesetzt. Ihr Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und später mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Urteil. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Pflüger-




Kärntner PartisanInnenwiderstandPolitischer Widerstand



Vladimir Picej, geboren am 08.04.1910 in St. Primus/Šentprimož, St. Veit im Jauntal/Šentvid v Podjuni, vermisst seit Dezember 1944. Vladimir Picej wurde am 8. April 1910 als Sohn von Valentin Picej und dessen Frau Liza Hobel geboren. Im Jahr 1935 heiratete Vladimir Picej Katarina Habernik, mit der er eine Tochter bekam. Gemeinsam mit seiner Frau unterstützte Vladimir Picej die Partisanen und schloss sich diesen schließlich im Mai 1944 an. Er wurde Teil der Tomšič Brigarde und erhielt den Partisanennamen Marko. Als Marko war er vorwiegend in der Štajerska/Untersteiermark aktiv. Die letzten Informationen, die seine Frau über Vladimir – Marko Picej erhielt, waren, dass er in ein Partisanenkrankenhaus in der Dolenjska/Unterkrain gebracht wurde. 1947 schaltete seine Frau in der slowenischen Wochenzeitung einen Aufruf, in dem sie um Informationen über den Verbleib ihres Mannes bat. 1948 wurde Vladimir – Marko Picej für tot erklärt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 356.

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Pitzei, Pitzej, Pizay-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Pichler, geboren am 23.01.1888, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Maria Pichler, die unter einer geistigen Beeinträchtigung litt, wurde im April 1941 in das sogenannte „Siechenhaus“ in Villach eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ im Juli 1941 wurde sie gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/pichler-maria/>.

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NS-Euthanasie



Rupert Pichler, geboren 1890, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Rupert Pichler, der als Hilfsarbeiter tätig war, wurde im April 1940 mit der Diagnose „Taboparalyse“ in das Klagenfurter Krankenhaus eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ im Juni 1940 wurde er gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/pichler-rupert/>.

Verbundene Erinnerungsorte

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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NS-Euthanasie



Michael Pichler wurde am 01.03.1921 in Möschach bei Hermagor geboren, gestorben am 08.05.1943 im LKH Klagenfurt. Immer wieder war er in jungen Jahren als Hilfsarbeiter z.B. in Steinbrüchen tätig. Seine Leidensgeschichte verdeutlicht einerseits seinen unbeugsamen Freiheitsdrang und andererseits den unbedingten Willen der NS-Mediziner, insbesondere des Dr. Niedermoser, diesen zu unterdrücken. Mit seiner Ermordung wollte sich seine Mutter Anna Gucher aus Grünburg bei Hermagor nicht einfach so abfinden und brachte im Rahmen des Gerichtsprozesses in Klagenfurt gegen Dr. Niedermoser u.a. eine Sachverhaltsdarstellung ein, aufgenommen vom ermittelnden Beamten Heinrich Schüttelkopf aus Hermagor, in dem sie den Leidensweg ihres Sohnes nacherzählte. Es ist dies ein eindrucksvolles Dokument der Grausamkeiten, die im Betrieb der Anstalt in Klagenfurt während der NS-Zeit alltäglich gewesen sind. Diese Sachverhaltsdarstellung, eingebracht am 3.3.1946, sei hier paraphrasiert und in besser lesbare Sprache gebracht wiedergegeben: "Michael litt laut Angaben seiner Mutter zeitweise an epileptischen Anfällen, bei denen er „tobsüchtig und irrsinnig“ wurde. Deswegen wurde er zum ersten Mal von März bis September 1939 in der psychiatrischen Abteilung Klagenfurt behandelt, bis sie ihn auf Revers in die häusliche Pflege entnahm. Doch bereits im Jänner 1940 wurde er wieder nach Klagenfurt eingeliefert, diesmal blieb er dort etwas mehr als ein Jahr. Am 20.1.1941 ist er jedoch von dort ausgebrochen und kehrte in die Wohnung seiner Mutter zurück. Wenige Tage nach diesem Fluchtversuch wurde er allerdings wieder eingeliefert und blieb bis zum 19.10.1942 eingewiesen. An diesem Datum unternahm Pichler abermals einen „Ausbruch“ und kehrte zu seiner Mutter zurück. Es dauerte allerdings wiederum nicht lange, bevor er laut Angaben der Mutter von den Wärtern aus Klagenfurt zurückgeholt wurde. Nun schildert seine Mutter in drastischen Worten seine Bestrafung in der psychiatrischen Abteilung, welche ihr Michael bei einem ihrer Besuche mitteilte: Er sei in einer Einzelzelle untergebracht worden, ohne über Bekleidung zu verfügen, und konnte dort lediglich auf Stroh liegen. Auch die Wärter sollen laut Anna Gucher diese Angaben bestätigt haben. Aufgrund seines nun immer schlechter werdenden Gesundheitszustandes beschloß die Mutter, ihren Sohn abermals aus der Anstalt zu entnehmen. Zu Hause erholte sich Michael und begann in einem Steinbruch zu arbeiten, bis sich sein Zustand im März 1943 wieder verschlechterte und er, auf Betreiben des Hausarztes, zum fünften Mal in Klagenfurt aufgenommen wurde. Lange hielt er es dort nicht aus, entwich er doch am 6.4.1943 ein letztes Mal aus der Anstalt. Er hielt sich anschließend acht Tage bei seiner Mutter auf, wurde allerdings abermals von den Wärtern der Anstalt zurückgeholt und laut seiner Mutter wieder strafweise in die Einzelzelle gesteckt. Einige Zeit später wurde Anna Gucher von einem Verwandten, Jakob Warmut, Pfleger im Klagenfurter Krankenhaus, auf den schlechten Gesundheitszustand ihres Sohnes aufmerksam gemacht. Explizit wies er sie darauf hin, keine Angaben zu machen, daß die Nachricht von ihm stamme. Daraufhin begab sich die Mutter nach Klagenfurt, um sich nach ihrem Sohn zu erkundigen. Zu dieser Gelegenheit wurde ihr aber mittgeteilt, daß ihr Sohn Michael Pichler bereits am 8.5.1943 verstorben sei. Als sie nun nachfragte, ob ihr Sohn wieder in der Einzelzelle untergebracht war, erhielt sie von einem Wärter die Antwort, er dürfe ihr dies nicht mitteilen. Bei einem weiteren Gespräch mit Jakob Warmut habe dieser gesagt, daß ihr Sohn bei einer Visite Dr. Niedermoser anflehte, ihn aus der Zelle zu nehmen, worauf Dr. Niedermoser lediglich geantwortet haben soll „Ich höre nichts“. Weiters bestätigte er ihr, daß Michael Pichler bis zum Tag vor seinem Tod in der Zelle untergebracht gewesen sei, die ungeheizt gewesen ist und in der er keine Kleidung und keine Schlafmöglichkeit außer dem Boden und etwas Stroh gehabt habe." Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 83ff

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KZ Opfer



Michel Pichon, geboren am 08.06.1908 in Aragnouet (Frankreich), gestorben am 22.03.1945 im KZ Loibl. Michel Pichon, geboren am 8. Juni 1908 in Aragnouet, Frankreich, wurde bei seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen mit der Nummer 60436 registriert. Im April 1944 wurde er in die Konzentrationslager am Loibl-Pass verlegt. Dort verstarb der Postbeamte am 22. März 1945 aus ungeklärter Ursache. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 259.

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Heinrich Wilhlem Picker wurde am 25. September 1932 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 zum Tod verurteilte Leiter der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei der kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Heinrich Wilhelm Picker wurde am 12. August 1943 im Alter von elf Jahren ermordet. Die meisten Opfer wurden vor der Tötung mit überdosierten Schlafmitteln, in manchen Fällen durch Morphium, in die sogenannte Wäschekammer gebracht. Begraben wurde der Bub in einem Armengrab im Klagenfurter Friedhof Annabichl im Gräberfeld I, das in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt wurde. - Variante des Vornamens: Heinrich Wilhelm Friedrich. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45 und Sammlung Posch, Sch 1, Mappe 3. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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ZwangsarbeiterInnenOrte des Terrors - KZ



Johann Pietschk wurde in Polen geboren, gestorben 1945 im KZ Dachau. Er war ein polnischer Kriegsgefangener. Die junge, 19-jährige Stefanie Ranner verliebte sich in den damals 28 Jahre alten Kriegsgefangenen Johann Pietschk aus Polen, einen Katholiken, der dem Hof ihrer Eltern in Watschig als Zwangsarbeiter zugeteilt worden war. Nach wenigen Monaten wurde die sie, die ihren Freund nach Kriegsende heiraten wollte, schwanger. Sie und ihre Familie konnten dies zunächst geheim halten, aber nach einer anonymen Anzeige an die örtliche Nazi-Parteileitung wurde das Paar der unerbittlichen NS-Justiz, die sich hier auf die Nürnberger Rassengesetze bzw. das Kriegs-Sonderstrafrecht berief, ausgeliefert. Johann Pietschk, der auf dem Ranner-Hof Deutsch gelernt hatte und nach christlichen Grundwerten familiär behandelt wurde, wurde in das Konzentrationslager Dachau eingeliefert. Dort ist er vermutlich kurz vor Kriegsende ermordet worden. An ihn erinnert ein einziger Brief, den er aus dem Konzentrationslager Dachau im Februar 1945, vermutlich kurz vorseinem Tod, an Georg Ranner übersandte. Stefanie Ranner wurde trotz ihrer Schwangerschaft brutal und überraschend vom Hof abgeholt und in Klagenfurt inhaftiert. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 213ff

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Kärntner SlowenInnenFrauen explizit erwähnt



Klara Pintar, geboren am 01.08.1888 in Blasnitzen/Zaplaznica, St. Philippen ob Sonnegg/Šentlipš, gestorben am 23.10.1944 im KZ Auschwitz. Klara Pintar wurde am 1. August 1888 in Blasnitzen/Zaplaznica als Tochter des Besitzerehepaares Paul Pinter und Marija Brežjak geboren. Sie lebte und arbeitete auf dem elterlichen Hof, vlg. Brežjak, den ihr Bruder Jakob übernham. Im Jänner 1944 wurde Klara Pintar im Zuge der großen Verhaftungswelle festgenommen und gemeinsam mit ihrer Schwägerin von der Gestapo Klagenfurt ins KZ Ravensbrück deportiert. Später wurde sie ins KZ Auschwitz überstellt. Angehörige und ehemalige Mithäftlinge wissen unterschiedliche Informationen über ihre Ende und Sterbedatum. Ihre Schwester Helena Kopanz berichtete in einem Ansuchen im August 1945, dass Klara Pintar am 23. Oktober 1944 im KZ Auschwitz gestorben sei. Angela Piskernik erinnerte sich, dass Klara Pintar selektiert und zur Ermodung nach Auschwitz gebracht wurde. Milka Hartman berichtete 1946 in einem Beitrag im Slovenski vestnik, dass Klara Pintar eines Nachts von den Peitschen der Wachmannschaften zerfleischt worden sei, sodass sie an den offenen Wunden verblutet und am 19. Oktober 1944 verstorben sei. Katarina Milavec, die mit Klara Pintar im selben Block war und in ihren letzten Stunden bei ihr war, erzählte, dass sie erst nach Flucht der SS-Wachmannschaften aus dem KZ Auschwitz verstorben sei. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 251 f.

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Clara, Pinter-




Kärntner SlowenInnenFrauen explizit erwähnt



Jera Pintar, geboren am 15.03.1896 in Ebriach/Obirsko, vermisst im KZ. Jera Pintar wurde am 15. März 1896 als Tochter des Holzmeisters Georg Jerlich und seiner Frau Maria Miklau in Ebriach geboren. Sie heiratete im November 1934 Jakob Pintar. Die beiden blieben kinderlos. Im Jänner 1944 wurde Jera Pintar mit ihrem Mann und seiner Schwester Klara verhaftet. Die beiden Frauen kamen ins KZ Ravensbrück. Jera Pintars letzte Nachricht ist vom Dezember 1944 aus Ravensbrück. Danach verliert sich ihre Spur. Einige Quellen sprechen zwar davon, dass sie nach Auschwitz kam, jedoch lässt sich dies nicht verifizieren. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 251.

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JerlichGertrud, Jerca, Pinter, Binter, Jerlih-




Kärntner SlowenInnen



Jakob Pintar, geboren am 25.03.1885 in Blasnitzen/Zaplaznica, St. Philippen ob Sonnegg/Šentlipš, gestorben am 26.01.1945 im KZ Dachau. Jakob Pintar wurde am 29. März 1885 in Blasnitzen/Zaplaznica als Sohn vom Brežjak-Bauern Paul Pinter und seiner Frau Marija, geborene Brežjak, geboren. Jakob Pintar übernahm den elterlichen Hof und heiratete im November 1934 Jera Jerlich. Die beiden blieben kinderlos. Im Zuge der großen Verhaftungswelle vom Jänner 1944 wurde Jakob Pintar gemeinsam mit seiner Frau Jera und seiner Schwester Klara verhaftet. Jakob Pintar wurde am 24. Mai 1944 ins KZ Dachau als Schutzhäftling deportiert. Im Winter 1944/45 brach in jenem Block, dem Jakob Pintar in Auschwitz zugewiesen war, eine Typhusepidemie aus, woran auch er erkrankte. Im Totenbuch und im Blockbuch wird der Tod von Jakob Pintar mit 26. Jänner 1945 eingetragen, im Sezierbuch wird der 25. Jänner als Sterbetag angeführt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 250.

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Pinter, Binter-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Hildegard Pinter wurde am 28. September 1928 in Untere Fellach, heute ein Stadtteil von Villach geboren. Sie ist am 3. Dezember 1939 in das "Siechenhaus" des Klagenfurter Gaukrankenhauses eingetreten. Im Alter von nur 12 Jahren wurde Hildegard Pinter am 25. August 1940 mit einem Tötungstransport mit 38 Frauen und Mädchen aus dem "Siechenhaus" und mindestens 213 Frauen aus der Psychiatrie des Gaukrankenhauses in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt. Sie wurde anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Freidl, Wolfgang (Hg.): NS-Psychiatrie in Klagenfurt. Facultas Verlag. Wien 2016. Insonders Seite 117 ff).

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KZ OpferIndividueller Widerstand



Alois Pirc, geboren am 15.06.1916 in Untergöriach (Slowenien), gestorben am 14.04.1944 im KZ Auschwitz (Polen). Alois Pric, der bei der Reichsbahn tätig war, wurde im November 1943 aufgrund von regimefeindlichen Äußerungen verhaftet. Der im Dezember 1943 nach Dachau Deportierte hinterließ daheim seine Frau Rosa sowie ein neunmonatiges Baby. Im Jänner 1944 wurde Alois ins KU Lublin und später ins KZ Auschwitz transportiert, wo er ums Leben kam. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/pirc-alois/>.

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NS-Euthanasie



Ignaz Pirker, geboren am 30.06.1902, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Ignaz Pirker, der in der Landwirtschaft tätig war, wurde im Jänner 1935 in die Heil- und Pflegeanstalt „am Feldhof“ in Graz eingewiesen. Nachdem er im Februar 1937 daraus entfloh, wurde er im Juni 1937 erneut ins Krankenhaus in Knittelfeld eingeliefert. Seine Diagnose war Schizophrenie. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ im Juni 1940 wurde er gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/pirker-ignaz/>.

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NS-Euthanasie



Johann Pirker, geboren am 03.05.1904 in Berg, gestorben im Juli 1940 im Schloss Hartheim. Johann Pirker wurde am 3. Mai 1904 als Sohn des gleichnamigen Besitzers der Realität vulgo Hotsch am Oberberg in der Gemeinde Berg im Drautal geboren. 1915 starb sein Vater in Folge einer Brustfellentzündung, weshalb der Hof offenbar der Familie verloren ging. Johann Pirker zog in Folge als Landarbeiter von einem Bauern zum anderen. Im Jänner 1940 war beim Amtsgericht Greifenburg ein Entmündigungsverfahren gegen ihn im Gange. Im Alter von 35 Jahren wurde Johann Pirker aus unbekannten Gründen über das Krankenhaus Lienz in das Gaukrankenhaus Klagenfurt gebracht. Trotz seines Alters erhielt er dort die Diagnose „Hebephrenie“ (jugendliches Irrsein). Neun Monate später wurde er nach „Oberdonau“ transportiert und bald nach dem 29. Juni 1940 in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim mit Gas erstickt. Quelle: Homepage des Vereins aegide – NS-Opfer im Oberen Drautal: < http://www.aegide.at/de/44/Johann_Pirker/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Anna Pirker wurde am 26. Juli 1916 in Gösel nahe Wolfsberg (heute Gemeinde Frantschach-St. Gertraud) geboren. Sie ist bereits am 24. November 1930 im "Siechenhaus" des Klagenfurter Landeskrankenhaus (ab 1938 "Gaukrankenhaus") meldeamtlich erfassst worden. Am 25. August 1940 wurde Anna Pirker mit einem Tötungstransport mit 38 Frauen und Mädchen aus diesem "Siechenhaus" und mindestens 213 Frauen aus der Psychiatrie des Klagenfurter Gaukrankenhauses in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Freidl, Wolfgang (Hg.): NS-Psychiatrie in Klagenfurt. Facultas Verlag. Wien 2016. Insonders Seite 117 ff).

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Informationen zum Leben und Schicksal von Michael Piroutz konnten nicht gefunden werden.

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Politischer WiderstandOrte des Terrors - Justiz



Hermann Pischelsberger, geboren am 7. Apri 1913 in Kreuth bei Straßburg, gestorben am 23. Februar 1945 in Wien. Der 1913 geborene Mechaniker Hermann Pischelsberger wurde 1940 zur Deutschen Wehrmacht einberufen. Im August 1941 wurde er in einer Schlacht in Norwegen verwundet und aufgrund seiner Verletzungen im Jänner 1942 zur Waffenmeisterei in Villach abkommandiert. Doch schon im Herbst des gleichen Jahres musste er wieder in die Schlacht an der Ostfront. Im April 1944 kam er nach Leoben und wurde für die Bewachung von Waffen eingesetzt. Dort kam Pischelsberger in Kontakt mit der Widerstandsgruppe „Österreichischen Freiheitsfront“ (ÖFF). Seine Arbeit ermöglichte ihm Partisanen mit Waffen zu versorgen. Am 18. August 1944 wurde Pischelsberger wegen Unterstützung der ÖFF verhaftet und ins Gestapo-Gefängnis Leoben eingeliefert, danach in das Wehrmachtsuntersuchungsgefängnis in Wien Döbling überstellt und in der Folge zum Tode verurteilt. Am 23. Februar 1945 wurde Hermann Pischelsberger hingerichtet. Quellen: zitiert nach Hompage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/pischelsberger-hermann/>.

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Kärntner SlowenInnenOrte des Terrors - KZFrauen explizit erwähnt



Angela Piskernik, geboren am 27.08.1886 in Bad Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben 1967. Angela Piskernik wurde am 27. August 1886 in Bad Eisenkappel/Železna Kapla geboren. Die Kärntner Slowenin promovierte an der Universität Wien und machte Karriere als Botanikerin. Aufgrund ihres Engagements für die slowenische Volksgruppe in Kärnten wurde sie 1943 von den Nationalsozialisten verhaftet und ins KZ Ravensbrück deportiert. Nach ihrer Rückkehr 1945 wurde sie Direktorin des Naturhistorischen Museums in Ljubljana und engagierte sich bis zu ihrem Tod 1967 für Naturschutz und grenzüberschreitende Nationalparks.

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Link




Kärntner PartisanInnenwiderstand



Informationen zum Leben und Schicksal von Johan Pistotnik konnten nicht gefunden werden.

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Kärntner SlowenInnenFrauen explizit erwähnt



Terezija Pivk kam als Tochter des Keuschlers Mathias Piuk und seiner Frau Anna Furjan zur Welt. Sie blieb ledig. Am 28. September 1944 wurde sie als Zivilistin am Seebergsattel in Vellach angeschossen und verblutete an ihren Wunden. Sie wurde 78 Jahre alt. Quelle: Brigitte Entner: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014.

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Terezija, Pivk-




Kärntner PartisanInnenwiderstand



Albin Planinšek, geboren am 27.02.1910 in Luče/Leutsch, gestorben am 24.04.1945 auf der Saualpe/Svinška planina. Albin Planinšek wurde am 27. Feber 1910 in Luče geboren. In der Zwischenkriegszeit zog der Holzarbeiter nach Vellach. Er hatte mit seiner Lebensgefährtin Marija Šerde eine Tochter, die im Herbst 1943 zur Welt kam. Ein halbes Jahr nach der Geburt schloss sich Albin Planinšek den Partisanen an. Im Herbst 1944 zog er mit seiner Einheit auf die Saualpe, wo er wenige Tage vor Kriegsende sein Leben verlor. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 353.

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Planinschek-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Hilda Plank, geboren 1901, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Hilda Plank wurde im Juli 1927 mit der Diagnose Schizophrenie in das Klagenfurter Krankenhaus eingewiesen. Im Rahmen der „T-4 Aktion“ im August 1940 wurde sie gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/plank-hilde/>.

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Planz-




Politischer WiderstandKZ OpferJugendliche explizit erwähnt



Josef Pleschberger, geboren am 28.06.1917 in Villach, gestorben am 13.06.1941 im KZ Dachau (Deutschland). Josef Pleschberger, der Schlosser gelernt hat und als Chauffeur arbeitete, schloss sich 1937 den Internationalen Brigaden in Spanien an. Diese haben sich zum Ziel gemacht, den wachsenden Faschismus aufzuhalten. Im März 1939, mit dem Ende des spanischen Bürgerkrieges, wurden die Soldaten, so auch Josef, in diverse Lager in Frankreich gebracht. Mit der Einnahme Frankreichs durch die Wehrmacht im September 1940 erfolgte die schrittweise die Deportation der Spanienkämpfer in Konzentrationslager. Josef Pleschberger wurde im Mai 1941 in das KZ Dachau überführt, wo er ein Monat später ums Leben kam. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/pleschberger-josef/>.

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Jože Plesnik hatte den Partisanennamen Mirko. In einem Bericht teilte Marija Romšak, die den Partisanennamen Ančka hatte, Ende Oktober 1943 mit, dass Jože Plesnik gestorben sei. Überlieferungen von Karel Prušnik – Gašper teilen mit, dass Jože Plesnik am 6. November 1943 in Lobnik gestorben sei. Weitere Informationen über das Leben und Schicksal von Jože Plesnik - Mirko konnten nicht gefunden werden. Quellen: Linasi Marjan: Die Kärntner Partisanen. Der antifaschistische Widerstand im zweisprachigen Kärnten unter Berücksichtigung des slowenischen und jugoslawischen Widerstandes. Mohorjeva Hermagoras Verlag, Klagenfurt/Celovec u. a., 2013, S. 79.; Olip Vinzenz: Ebriach 39, vulgo Jereb. Überleben zwischen Gestapo und Partisanen. Mohorjeva Hermagoras Verlag, Klagenfurt/Celovec u. a., 2016, S. 199.

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Josef-




Kärntner PartisanInnenwiderstandKZ Opfer



Thomas Ploner wurde am 10.02.1890 in Weidenburg bei Würmlach geboren, gestorben am 31.03.1945 im KZ Dachau. Thomas Ploner war der ältere Bruder von Johannes Ploner. Seine Eltern waren Georg und Maria Ploner, geborene Litsch. Nach dem „Anschluss“ verließ er das Gailtal und kaufte den Bauernhof vulgo Ibovnik in der Gemeinde Ludmannsdorf. Seiner Ehe entsprangen insgesamt sechs Kinder. Ebenso wie sein Bruder war Thomas Ploner ein Gegner der Nazis und unterstützte die slowenische Befreiungsfront im Rosental, seinem neuen Heimattal. Am 26. April 1944 kam es zur Verhaftung von Thomas Ploner, seiner Frau und den ältesten zwei Töchtern. Die Ehefrau sowie Tochter Marija mussten bis zur Befreiung 1945 in Klagenfurt in Gestapohaft bleiben. Tochter Frieda wurde ins KZ Sachsenhausen verschleppt. Befreit wurde sie schließlich im KZ Ravensbrück. Thomas und sein Bruder Johannes wurden am 8. Juni 1944 nach Dachau überstellt. Dort erhielt Thomas Ploner die Häftlingsnummer 69973 und bekam als „Schutzhäftling“ den Vermerk „NAL“ (Nicht aus Lager). Diese Markierung bedeutete, dass Ploner keinem Außenkommando zugeteilt werden durfte. Man vermutete wohl Fluchtgefahr. Zu einer Flucht sollte es nicht kommen. Thomas Ploner erkrankte im KZ an Fleckfieber. Er verstarb am 31. März 1945 im Konzentrationslager Dachau. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 288

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NS-Euthanasie



Georg Podesser, geboren 1858, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Im April 1941 erfolgte die Einweisung des Pensionisten Georg Podesser. Wenige Monate später, im Juli 1941, wurde er im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/podesser-georg/>.

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NS-Euthanasie



Georg Podesser, geboren am 10. März 1858, war ein Rentner aus Seeboden am Millstättersee. Von Villach kommend wurde er am 9. April 1941 zunächst in der Psychiatrie des Klagenfurter Gaukrankenhauses (GKH) aufgenommen und am 31. Mai d. J. in das "Siechenhaus" des GKH überstellt. Am 7. Juli 1941 wurde Georg Podesser mit einem Tötungstransport mit 111 weiteren Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhardt nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv (KLA), Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - KLA, historisches Archiv d. Psychiatrie Klagenfurt. - Bundesarchiv Berlin, R179. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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KZ OpferKärntner PartisanInnenwiderstand



Andreas Podlipnik, geboren am 28.11.1905 in Seltschach/ Sovce, gestorben am 06.03.1945 im KZ Bergen Belsen (Deutschland). Andreas Podlipnik, der mit seiner Frau Antonia gemeinsam fünf Kinder hatte, betrieb den vlg. Poslep-Hof in Seltschach. Im September 1944 wurde er aufgrund von Partisan*innen-Unterstützung inhaftiert und ein Monat später ins KZ Dachau gebracht. Wenig später kommt es zur Überstellung ins KZ Neuengamme im Norden Deutschlands. Im Februar 1945 kommt er zur zweiten Überführung, dieses Mal ins KZ Bergen Belsen. Dort ist er laut offiziellen Angaben im März 1945 in Kreislaufschwäche gestorben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/podlipnig-andreas/>.

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NS-Euthanasie



Franz Podlipnig, geboren 18.04.1886 in Fürnitz, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Franz Podlipnig verdiente als Bergmann im Ersten Weltkrieg in Saargemünd in Lothringen seinen Unterhalt. Eines Tages wurde er jedoch Opfer eines Grubenunglücks, wobei er mehrere Tage eingeschlossen war und erst nach einer Woche gerettet wurde. In der Zwischenkriegszeit kehrte er mit seiner Tochter, die aus der Ehe mit einer frühverstorbenen Französin entstammt, zurück nach Fürnitz. Franz Podlipnig soll jedoch nach dem Grubenunglück sich immer mehr zurückgezogen und das Alleinsein bevorzugt haben. Aus diesem Grund ist er im Februar 1928 in die Psychiatrie des Klagenfurter Krankenhauses mit der Diagnose Epilepsie und posttraumatische Störung eingewiesen worden. Über zehn Jahre später, Ende Juni 1940, wurde er gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/podlipnig-franz/>.

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Informationen zum Leben und Schicksal des jugoslawischen Partisan Miha Podovšovnik konnten nicht gefunden werden.

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Politischer WiderstandOrte des Terrors - KZ



Ignaz Pokornig, geboren am 30.01.1902 in Leoben, gestorben am 25.09.1941 im KZ Dachau (Deutschland). Ignaz Pokornig, der als Bergarbeiter in Bleiberg tätig war, setzte sich aktiv für die kommunistische Partei ein. Aus diesem Grund erfolgte seine Verhaftung und die Deportation ins KZ Flossenbürg. Im Februar 1941 wurde der gebürtige Leobner nach Dachau transportiert, wo er im September desselben Jahres ums Leben kam. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/pokornig-ignaz/>.

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Kärntner SlowenInnenKärntner SlowenInnen



Johan Polanšek, geboren am 09.06.1885 in Leppen/Lepena in der Gemeinde Bad Eisenkappel/Želežna Kapla, gestorben am 18.01.1944 in Leppen/Lepena. Johan Polanšek kam am 9. Juni am Hojnikhof in Leppen/Lepena in der Gemeinde Bad Eisenkappel/Želežna Kapla zur Welt. Er übernahm den elterlichen Hof, heiratete 1924 Angela Pečnik und bekam mit ihr sieben Kinder. Nachdem es im Dezember 1943 in der Gegend von Ebriach/Obirsko zu Gefechten zwischen PartisanInnen und deutschen Einheiten gekommen war, erfolgte Mitte Jänner 1944 eine Verhaftungswelle in der Region von der insgesamt 29 Personen betroffen waren. Zum Hofnikhof in Leppen/Lepena der Familie Polanšek kam am 18. Jänner 1944 eine Gruppe von Polizei, SS und Gestapo und ermordete das Bauersehepaar Angela und Johan Polanšek sowie den 89-jährige Altbauer Florijan Polanšek in der Nähe des Hofes. Die slowenischsprachige Familie hatte den PartisanInnenwiderstand unterstützt. Die drei Leichen verbrannten die Täter vor Ort. Zwei der sieben Kinder der Polanšeks, die 17-jährigen Zwillinge Marija und Johan, wurden von der Polizei mitgenommen: Marija wurde ins KZ Ravensbrück deportiert und ermordet, Johan wurde aus der Haft entlassen und schloss sich den PartisanInnen an. Der älteste Sohn der Bauern Jože war zum Zeitpunkt des Massakers als Soldat in der Deutschen Wehrmacht. Er desertierte und schloss sich dem PartisanInnenwiderstand an, im März 1945 kam er zu Tode. Die anderen vier Kinder des ermordeten Bauersehepaars blieben nach der Ermordung der Eltern bei Nachbarn und Verwandten zurück. Die beiden jüngsten waren erst ein und zwei Jahre alt als ihr Vater Polanšek im Alter von 58 Jahren ermordet wurde. Quelle: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 234-236.

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Johann-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Florijan Polanšek, geboren am 23.04.1854 in Luče (Slowenien), gestorben am 18.01.1944 in Leppen/Lepena. Florijan Polanšek wurde am 23. April 1854 im slowenischen Luče geboren. Er heiratete Clara Cetrej und führte mit ihr gemeinsam den Hojnik-Hof in Leppen/Lepena den seine Frau geerbt hatte. Nachdem es im Dezember 1943 in der Gegend von Ebriach/Obirsko zu Gefechten zwischen PartisanInnen und deutschen Einheiten gekommen war, erfolgte Mitte Jänner 1944 eine Verhaftungswelle in der Region von der insgesamt 29 Personen betroffen waren. Zum Hofnikhof in Leppen/Lepena der Familie Polanšek kam am 18. Jänner 1944 eine Gruppe von Polizei, SS und Gestapo und ermordete das Bauersehepaar Angela und Johan Polanšek sowie den 89-jährige Altbauer Florijan Polanšek in der Nähe des Hofes. Die slowenischsprachige Familie hatte den PartisanInnenwiderstand unterstützt. Die drei Leichen verbrannten die Täter vor Ort. Zwei der sieben Kinder von Angela und Johan Polanšek, die 17-jährigen Zwillinge Marija und Johan, wurden von der Polizei mitgenommen: Marija wurde ins KZ Ravensbrück deportiert und ermordet, Johan wurde aus der Haft entlassen und schloss sich den PartisanInnen an. Der älteste Sohn der Bauern Jože war zum Zeitpunkt des Massakers als Soldat in der Deutschen Wehrmacht. Er desertierte und schloss sich dem PartisanInnenwiderstand an, im März 1945 kam er zu Tode. Die anderen vier Kinder des ermordeten Bauersehepaars blieben nach der Ermordung der Eltern und des Großvaters bei Nachbarn und Verwandten zurück. Quelle: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 234-237.

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Florian, Polanschek-




Soldaten - DeserteureKärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Jozej (Josef) Polanšek, geboren am 15.03.1925 in in Leppen/Lepena in Bad Eisenkappel/Želežna Kapla, gestorben 1945. Jozej (Josef) Polanšek wurde am 15. März 1925 als ältester Sohn von Angela und Johan Polanšek am Hojnikhof in Leppen/Lepena in Bad Eisenkappel/Želežna Kapla geboren. Im Laufe der folgenden Jahre bekam er sechs Geschwister. Anfang 1943 wurde er mit knapp 18 Jahren zur Deutschen Wehrmacht eingezogen. Während er als Soldat an der Front war, kam es im Dezember 1943 in der Gegend von Ebriach/Obirsko zu Gefechten zwischen PartisanInnen und deutschen Einheiten. Darauf folgte Mitte Jänner 1944 eine Verhaftungswelle in der Region von der insgesamt 29 Personen betroffen waren. Zum Hofnikhof in Leppen/Lepena der Familie Polanšek kam am 18. Jänner 1944 eine Gruppe von Polizei, SS und Gestapo und ermordete Jozefs Eltern, Bauersehepaar Angela und Johan Polanšek, sowie seinen 89-jährige Großvater Florijan Polanšek in der Nähe des Hofes. Die slowenischsprachige Familie hatte den PartisanInnenwiderstand unterstützt. Die drei Leichen verbrannten die Täter vor Ort. Zwei der sechs Geschwister von Jozef, die 17-jährigen Zwillinge Marija und Johan, wurden von der Polizei mitgenommen: Marija wurde ins KZ Ravensbrück deportiert und ermordet, Johan wurde aus der Haft entlassen und schloss sich den PartisanInnen an. Die vier jüngeren Geschwister kamen nach dem Mord an den Eltern bei Nachbarn und Verwandten unter. Als Jozef im Juni 1944 auf Heimaturlaub nach Leppen/Lepena kam und von der Ermordung seiner Eltern und des Großvaters erfuhr, desertierte er von der Wehrmacht und schloss sich dem PartisanInnenwiderstand an. Dabei kam er im Februar oder März 1945 zu Tode, zum Todesdatum gibt es unterschiedliche Angaben. Quelle: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 234-238.

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Josef, Jože, Joža-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Marija Polanšek, geboren am 22.05.1926 in Leppen/Lepena, gestorben April 1945. Marija Polanšek kam am 22. Mai 1926 am Hojnik-Hof in Leppen/Lepena zur Welt, gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Johan. Ihre Eltern Angela und Johan Polanšek hatten insgesamt sieben Kinder. Nachdem es im Dezember 1943 in der Gegend von Ebriach/Obirsko zu Gefechten zwischen PartisanInnen und deutschen Einheiten gekommen war, erfolgte Mitte Jänner 1944 eine Verhaftungswelle in der Region von der insgesamt 29 Personen betroffen waren. Zum Hofnikhof in Leppen/Lepena der Familie Polanšek kam am 18. Jänner 1944 eine Gruppe von Polizei, SS und Gestapo und ermordete das Bauersehepaar Angela und Johan Polanšek sowie den 89-jährige Altbauer Florijan Polanšek in der Nähe des Hofes. Die slowenischsprachige Familie hatte den PartisanInnenwiderstand unterstützt. Die drei Leichen verbrannten die Täter vor Ort. Die 17-jährigen Zwillinge Marija und Johan wurden Zeugen des Verbrechens und von der Polizei mitgenommen: Marija wurde ins KZ Ravensbrück deportiert und im April 1945 nach der Räumung des Lagers auf einem Todesmarsch ermordet, sie wurde nur 18 Jahre alt. Ihr Zwillingsbruder Johan hingegen wurde aus der Haft entlassen und schloss sich den PartisanInnen an. Er überlebte das Kriegsende. Der älteste Bruder der Zwillinge, Jože, war zum Zeitpunkt des Massakers an den Eltern als Soldat in der Deutschen Wehrmacht. Er desertierte und schloss sich dem PartisanInnenwiderstand an, im März 1945 kam er zu Tode. Die vier jüngeren Geschwister blieben nach der Ermordung der Eltern bei Nachbarn und Verwandten zurück. Quelle: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 234-237.

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Maria, Mici-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähnt



Angela Polanšek, geboren am 18.08.1898 1898 in Vellach/Bela in der Gemeinde Bad Eisenkappel/Želežne Kapla, gestorben am 18.01.1944 in Leppen/Lepena. Angela Polanšek (geb. Pečnik) kam am 18. August 1898 in Vellach/Bela in der Gemeinde Bad Eisenkappel/Želežne Kapla zur Welt und heiratete 1924 den Bauern des Hojnik-Hofes Johan Polanšek. Das Paar bekam sieben Kinder. Nachdem es im Dezember 1943 in der Gegend von Ebriach/Obirsko zu Gefechten zwischen PartisanInnen und deutschen Einheiten gekommen war, erfolgte Mitte Jänner 1944 eine Verhaftungswelle in der Region von der insgesamt 29 Personen betroffen waren. Zum Hofnikhof in Leppen/Lepena der Familie Polanšek kam am 18. Jänner 1944 eine Gruppe von Polizei, SS und Gestapo und ermordete das Bauersehepaar Angela und Johan Polanšek sowie den 89-jährige Altbauer Florijan Polanšek in der Nähe des Hofes. Die slowenischsprachige Familie hatte den PartisanInnenwiderstand unterstützt. Die drei Leichen verbrannten die Täter vor Ort. Zwei der sieben Kinder der Polanšeks, die 17-jährigen Zwillinge Marija und Johan, wurden von der Polizei mitgenommen: Marija wurde ins KZ Ravensbrück deportiert und ermordet, Johan wurde aus der Haft entlassen und schloss sich den PartisanInnen an. Der älteste Sohn der Bauern Jože war zum Zeitpunkt des Massakers als Soldat in der Deutschen Wehrmacht. Er desertierte und schloss sich dem PartisanInnenwiderstand an, im März 1945 kam er zu Tode. Die anderen vier Kinder des ermordeten Bauersehepaars blieben nach der Ermordung der Eltern bei Nachbarn und Verwandten zurück. Die beiden jüngsten waren erst ein und zwei Jahre alt als ihre Mutter Angela Polanšek im Alter von 45 Jahren ermordet wurde. Quelle: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 234-236.

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Pečnik-




Kärntner SlowenInnenPolitischer Widerstand



Johann Politschar, geboren am 19.12.1890 in Rupa bei Kranj/Krainburg, gestorben am 09.04.1945 im KZ Dachau. Johann Politschar wurde am 19. Dezember 1890 im slowenischen Rupa als Sohn des Landwirtes Blaž Poličar und dessen Ehefrau Marjana Brelih geboren. Im Jahr 1919 heiratete Johann Politschar in Eberndorf Elizabeta Lipuš und bekam mit ihr drei Kinder. Johann Politschar verdiente den Lebensunterhalt zuerst als Fabriksarbeiter in der Zellulosefabrik Rechberg/Rebrca, später als Holzmeister bei der Firma Leitgeb. Außerdem betrieb Johann Politschar gemeinsam mit seiner Frau die kleine Landwirtschaft seines Stiefvaters, vlg. Rader, und jene seiner Frau, vlg. Schreanz. Johann Politschar engagierte sich als Fabriksarbeiter bereits früh in der freien Gewerkschaft und war Mitglied der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Am 23. August 1944 erschien bei Johann Politschar um 4 Uhr früh der Gendarmeriemeister und forderte ihn zum Mitkommen auf. Als Grund wurde angegeben, dass er von 1927 bis 1934 als sozialistischer Funktionär tätig gewesen sei. Es wurde ihm versprochen, dass er in drei Tagen wieder zu Hause sein würde. Nach fünf Tagen wurde er jedoch in das Gefangenenhaus beim Landesgericht Klagenfurt überstellt und am nächsten Tag nach Dachau deportiert. Am 30. August 1944 wurde Johann Politschar im KZ Dachau registriert. Gegen Kriegsende erkrankte er an Flecktyphus, woran er laut Dachauer Sterbebuch am 9. April 1945 verstarb. Mithäftlinge gaben an, dass er erst zwischen dem 1. und dem 15. Mai verstorben sei. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 480.

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Janez, Poličar-




Kärntner PartisanInnenwiderstand



Informationen zum Leben und Schicksal von Janez Poličnik konnten nicht gefunden werden.

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Kärntner SlowenInnenPolitischer Widerstand



Vinko Poljanec, geboren am 26.03.1876 in Sveti Urban bei Ptuj/ Pettau, gestorben am 25.08.1938 in St. Kanzian/ Škocijan. Vinko Poljanec wurde am 26. März 1876 in St. Urban bei Pettau in der Untersteiermark geboren. Nach dem Abschluss des Gymnasiums entschied er sich, Geistlicher zu werden. Ab 1908 war er als Pfarrer in St. Kanzian am Klopeiner See/Škocjan v Podjuni tätig. Zusätzlich war er politisch aktiv und fungierte zwischen 1921 und 1927 als Abgeordneter im Kärntner Landtag für die Partei der Kärntner Slowenen. Auch danach setzte er sich für die Interessen dieser Volksgruppe ein. Im März 1938 wurde Poljanec des Schmuggels beschuldigt und von den Nationalsozialisten verhaftet. Nach einigen Wochen wurde das Verfahren gegen ihn eingestellt und er wurde freigelassen. Noch im August desselben Jahres verstarb er in einem Klagenfurter Krankenhaus. Ob sein Tod mit der Inhaftierung in Verbindung stand, konnte nicht eindeutig belegt werden. Vinko Poljanec wurde im Friedhof von St. Kanzian/Škocijan beigesetzt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 82-83.

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Politischer WiderstandHomosexuelle Opfer



Jožef Pollak, geboren am 02.02.1874 in Tržič/Neumarktl, gestorben am 24.07.1940 im KZ Sachsenhausen. Jožef Pollak wurde am 2. Feber 1874 in Tržič/Neumarktl (Slowenien), südlich des Loiblpasses, geboren. Nach seinem Studium ging er für 16 Jahre in die USA. Im Jahr 1934 kehrte er zurück und war zuerst in Eberndorf/Dobrla vas als Kaplan und später als Pfarrer in St. Philippen tätig. 1938, unmittelbar nach der Fronleichnamsprozession, ermittelten die NS-Behörden das erste Mal gegen Pfarrer Jožef Pollak. Er wurde vom örtlichen Oberlehrer und dem Parteileiter wegen „Aufhetzung gegen den Staat“ angezeigt. Bald darauf folgte eine Anzeige wegen Homosexualität. Aus Mangel an Beweisen wurde das Verfahren am 31. März 1939 in Klagenfurt eingestellt. Am 21. Oktober 1939 wurde Jožef Pollak erneut von der Gestapo in Eberndorf verhaftet. Vertreter der Kirche intervenierten bei der Gestapo und versuchten eine Freilassung des Pfarrers zu erwirken. Dies blieb aber erfolglos. Am 2. Feber 1940 wurde ein Schutzhaftbefehl mit der Begründung des „staatsfeindlichen Verhaltens“ ausgestellt. Jožef Pollak wurde in das KZ Sachsenhausen eingewiesen, wo er am 14. März 1940 eintraf. Im Sterbebuch ist vermerkt, dass Jožef Pollak am 24. Juli 1940 um 18 Uhr 15 an einer „Lungenentzündung“ verstorben sei. Am 11. August 1940 wurde seine Urne in St. Philippen beigesetzt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 85 f.

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Josef, Polak-




KZ Opfer



Zygmund Pomaski, geboren am 12.05.1910 in Sikuty (Polen), gestorben am 26.05.1944 im KZ Loibl. Zygmund Pomaski, geboren am 12.5.1910 in Sikuty, wurde nach seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen als Pole mit der Nummer 51486 registriert. Nach seiner Verlegung ins KZ Loibl-Nord erkrankte er an einer Lungenentzündung und wurde ins KZ Loibl-Süd verlegt. Dort wurde er bei einem angeblichen Fluchtversuch am 26. Mai 1944 erschossen. Fluchtversuche von Häftlingen wurden häufig als Vorwand benutzt, um Häftlinge grundlos zu erschießen. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 249, 250, 254.

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NS-Euthanasie



Franz Pontasch, geboren 1898, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Franz Pontasch, der als Schaffner tätig war, wurde im April 1930 in das Klagenfurter Landeskrankenhaus mit der Diagnose Dementia paralytica eingewiesen. Zehn Jahre später, im Juni 1940, wurde Franz im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/pontasch-franz/>.

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Frant-




KZ Opfer



Josef Pospisil, geboren am 16.03.1920 in Krupa (Tschechien), gestorben am 02.11.1943 im KZ Loibl. Josef Pospisil, geboren am 16.3.1920 im tschechischen Krupa wurde im Konzentrationslager Mauthausen mit der Nummer 32738 registriert. Nach seiner Verlegung in die Loibl-Konzentrationslager wurde er dort am 2. November 1943 erschossen. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 111, 238, 239.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Ursula Possnig, geboren am 18.09.1909 in Maria Elend im Rosental, gestorben k.A.. Ursula Possnig ist aufgrund ihrer leichten geistigen Beeinträchtigung ermordet worden. Genauere Angaben über ihr Schicksal sind jedoch nicht möglich. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/possnig-ursula/>.

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Politischer Widerstand



Alekš Praper, geboren am 13.07.1921 in Mežica/Mieß, gestorben am 06.04.1945 in Stein an der Donau. Alekš Praper wurde am 13. Juli 1921 im Mießtal geboren. Damit er nicht zum jugoslawischen Militär eingezogen werden konnte, floh er im Winter 1938/39 nach Kärnten. Da arbeitete er als landwirtschaftlicher Hilfsarbeiter auf dem Gut Miklauzhof in Sittersdorf. Am 30. November 1942 wurde er wegen seiner Verbindungen zum Widerstandsnetz verhaftet und zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. Im Urteil wurde ausgeführt, dass er dreimal Kontakt zu Franc Weinzerl gehabt und das nicht gemeldet hätte. Überdies hieß es, dass er als Flüchtling die Gastfreundschaft des Deutschen Reiches missbraucht hätte, was als besonders verwerflich gewertet wurde. Die Haftstrafe musste er im Zuchthaus Stein verbüßen. Bei einer Massenerschießung durch die SS am 6. April 1945 in der Haftanstalt Stein musste Alekš Praper sein Leben lassen. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 194.

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Alexander-




Jüdische Opfer - KZ



Felix Preis, geboren 30.09.1895, gestorben am 28.02.1944 im KZ Theresienstadt (Tschechien). Felix Preis kämpfte gemeinsam mit seinem Bruder im Ersten Weltkrieg, aus welchem er verletzt zurück nach Klagenfurt kam. Mit seiner Frau Else hatte er zwei Kinder, Eva und Peter. Sein Konfektionsgeschäft und seine Familie wurden ein Angriffsziel beim Novemberprogrom 1938. Gemeinsam mit seinen Brüdern wurde er verhaftet und ins KZ Dachau gebracht, später wurden sie jedoch freigelassen. Felix Preis flüchtete mit seiner Familie nach Wien, durfte jedoch nicht ausreisen. Am 20. August 1942 wurden Felix Preis und seine Familie in das KZ Theresienstadt depoirtiert, wo er im Februar 1944 ermordet wurde. Quellen: Homepage der <https://www.erinnern.at/bundeslaender/kaernten/bibliothek/dokumente/11-stolpersteine-11-menschen>.

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Jüdische Opfer - KZFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Eva Preis, geboren 22.03.1935, gestorben 1944 im KZ Auschwitz (Polen). Ihre Eltern Felix und Else Preis führten gemeinsam mit der Großfamilie eine Schneiderei sowie ein Herrenkonfektionsgeschäft in Klagenfurt. Nachdem ihr Vater 1938 verhaftet, später jedoch wieder freigelassen worden ist, flüchtete die Familie nach Wien, um dort eine Ausreisemöglichkeit aus dem „Deutschen Reich“ zu suchen. Die Eltern, Eva und ihr um ein Jahr jüngerer Bruder Peter wechselten in Wien häufig ihre Wohnadresse, eine Chance zur Flucht ergab sich nicht. Am 20. August 1942 wurde die vierköpfige Familie aus Wien ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo Vater Felix im Februar 1944 ermordet wurde. Eva, ihr Bruder Peter sowie deren Mutter und Großmutter wurden ins Vernichtungslager Auschwitz verlegt und dort im Mai 1944 ermordet. Quellen: Homepage <https://www.erinnern.at/bundeslaender/kaernten/bibliothek/dokumente/11-stolpersteine-11-menschen>.

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Jüdische Opfer - KZJugendliche explizit erwähnt



Peter Adolf Preis, geboren 12.06.1936, gestorben 1944 im KZ Auschwitz (Polen). Seine Eltern Felix und Else Preis führten gemeinsam mit der Großfamilie eine Schneiderei sowie ein Herrenkonfektionsgeschäft in Klagenfurt. Nachdem Vater Felix 1938 ein Monat im Konzentrationslager Dachau verbracht hatte, flüchtete er nach seiner Entlassung mit seiner Familie nach Wien, um dort eine Ausreisemöglichkeit aus dem „Deutschen Reich“ zu suchen. Die Eltern, Peter und seine um ein Jahr ältere Schwester Eva wechselten in Wien häufig ihre Wohnadresse, eine Chance zur Flucht ergab sich nicht. Am 20. August 1942 wurde die vierköpfige Familie aus Wien ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo Vater Felix im Februar 1944 ermordet wurde. Peter, seine Schwester Eva sowie deren Mutter und Großmutter wurden ins Vernichtungslager Auschwitz verlegt und dort im Mai 1944 ermordet. Quellen: Homepage <https://www.erinnern.at/bundeslaender/kaernten/bibliothek/dokumente/11-stolpersteine-11-menschen>.

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Jüdische Opfer - KZFrauen explizit erwähnt



Else Preis, geboren 25.04.1908, gestorben 1944 im KZ Auschwitz (Polen). Als Else Schneider, genannt Lisel, in St. Johann im Pongau geboren, wo ihre Eltern eine Schneiderei und ein Kaufhaus besaßen, heiratete sie 1933 den Klagenfurter Unternehmer Felix Preis. Gemeinsam hatte sie zwei Kinder, Eva und Peter. Nachdem ihr Mann 1938 verhaftet und später jedoch wieder freigelassen worden ist, flüchtete die Familie nach Wien, von wo aus sie jedoch nicht ausreisen durften. Else, ihr Mann Felix und die beiden Kinder mussten in Wien mehrmals ihre Wohnung wechseln. Die Hoffnung auf eine Ausreisezertifikat zerschlug sich, alle vier wurden am 20. August 1942 ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Elses Mann Felix wurde dort am 29. Februar 1944 ermordet, sie selbst, ihre beiden Kinder und ihre Schwiegermutter aus Theresienstadt ins Vernichtungslager Auschwitz verlegt. Dort wurden alle vier im Jahr 1944 ermordet. Quellen: Homepage <https://www.erinnern.at/bundeslaender/kaernten/bibliothek/dokumente/11-stolpersteine-11-menschen>.

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SchneiderLink




Politischer Widerstand



Peter Prepotnik, geboren am 27.05.1895 in Remschenig/Remšenik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 13.05.1945 im KZ Dachau. Peter Prepotnik wurde am 27. Mai 1895 in Remschenig/Remšenik als Sohn von Peter Prepotnik sen. und Gertrud Karničar, geboren. Peter Prepotnik jun. blieb ledig, übernahm 1918 den elterlichen Hof und betrieb ein Sägewerk mit Holzhandel. Durch politischen Druck der Kreisleitung wurde Peter Prepotnik nach dem Anschluss gezwungen, sein Sägewerk an einen SS-Standartenführer zu verkaufen. Das steigerte seine Ablehnung gegen das NS-Regime. Als Partisanen in die Gegend kamen, trat er mit ihnen in Verbindung. Peter Prepotnik wurde Anfang November 1943 verhaftet, blieb bis 17. November 1943 in Klagenfurt in Gestapohaft und wurde am 18. November 1943 ins KZ Dachau eingewiesen, wo er nach einem Transport über Wien am 27. November 1943 als „Schutzhäftling“ ankam. Im Juli 1944 schaffte es seine Schwester Marija, mit ihm heimlich zu sprechen, nachdem sie kurzerhand nach Dachau gefahren war. Sein letztes Schreiben an seine Familie war mit 27. März 1945 datiert. Im Sommer 1946 erfuhr die Schwester auf Nachfrage beim „Komitee ehemaliger politischer Häftlinge“, dass ihr Bruder die Befreiung erlebt hatte, unmittelbar darauf aber völlig entkräftet verstorben war. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 223.

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Prepotnig, Prepodnig-




NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Edwin Matthias Presser, geboren am 02.03.1930 in Unteralpen Gemeinde Stockenboi, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Edwin Matthias Presser litt unter einer geistligen Beeinträchtigung. Als neunjähriges Kind wurde er ins Gaukrankenhaus in Klagenfurt eingewiesen. Zwei Jahr später, im März 1941, wurde er im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Wenige Tage nach seiner Ankunft in Hartheim wurden seine Eltern über seinen überraschenden Tod informiert. Der Absender war jedoch die Vernichtungsanstalt Hadamar, eine weit entfernte Institution, damit sie für Angehörige unerreichbar bleibt. Edwin Matthias‘ Eltern erhielten seine Asche per Post. Diese wurde im Mai 1941 auf dem evangelischen Friedhof in Zlan beigesetzt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/presser-edwin-mathias/>.

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Edwin Mathias Presser wurde am 2. März 1930 als Sohn von einem "Holzmeister" in Unteralm, Gemeinde Stockenboi in Kärnten geboren. Am 18. November 1939 wurde der Neunjährige vom oberösterreichischen Gallneukirchen - sehr wahrscheinlich aus dem Evangelischen Diakoniewerk - ins Gaukrankenhauses Klagenfurt überstellt und im Siechenhaus aufgenommen. Nach mehr als 15 Monaten wurde Edwin Presser mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der Psychiatrie am 24. März 1941 mit einem Tötungstransport wieder nach Oberösterreich überstellt und zunächst in der Landespsychiatrie Niedernhart in Linz untergebracht. anschließend wurde er in die Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim geschafft und in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. Einige Wochen später bekamen seine Angehörigen einen Brief, in dem es hieß, er sei "plötzlich und unerwartet an Ruhr mit anschließender Herzschwäche" verstorben. Auf Wunsch des Vaters schickte die Vernichtungsanstalt eine Urne, in der sich die Asche von unbekannt welchen Opfern dieser "Euthanasie" befand und wurde am Friedhof Zlan beigesetzt. - (Quelle: Pfarramt Zlan, Sterbebuch Bd. 5, Brief der Pflegeanstalt zum Tod des Sohnes an die Eltern. Brief der Pflegeanstalt an das evangelische Pfarramt. - Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Ludvik-Milan Primožič, geboren am 17.02.1914 in St.Jakob/ Sentjakob, gestorben 1945 auf der Golica in den Karawanken. Genaue Informationen über Ludvik Primožič’s Schicksaal sind uns nicht bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/primozic-ludwig-milan/>.

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Individueller Widerstand



Ignac Pristovnik, geboren am 06.07.1886 in Remschenig/Remšenik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben nach der Befreiung im KZ Dachau. Ignac Pristovnik wurde am 6. Juli 1886 in Remschenig/Remšenik als Sohn der vlg. Sluga-Magd Marija Pristovnik geboren. Er heiratete 1913 in Eisenkappel Marija Haderlap und bekam mit ihr acht Kinder. Den Lebensunterhalt erwirtschaftete Ignac Pristovnik als Holzarbeiter und landwirtschaftlicher Pächter. Im Zuge einer Verhaftungswelle in der Umgebung von Grafenstein/Grabštanj wurde er als Unterstützer der Partisanen enttarnt und am 9. Feber 1945 verhaftet. Er kam zuerst ins Gefangenenhaus des Landesgerichts, später ins SS-Lager in Lendorf und schließlich Ende März ins KZ Dachau. Am 12. April 1945 wurde sein Zugang im Lager verzeichnet. Schwer gezeichnet erlebte er die Befreiung des KZ, verstarb jedoch wenig später noch in Dachau. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 385.

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Ignatius, Ignaz, Pristounig-




Opfer der NS Justiz



Franc Pristovnik, geboren am 10.07.1910 in Zell/Sele, gestorben am 29.04.1943 im Landesgericht Wien. Franc Pristovnik wurde im Juli 1910 geboren. Seit seiner Jugend arbeitete er am elterlichen Betrieb mit und engagierte sich aktiv für das slowenische Kulturleben in der Gemeinde Zell. Bereits im April 1941 wurde er deswegen inhaftiert und nach einigen Wochen wieder frei gelassen. Ein Jahr später, im April 1942, wurde seine schwangere Verlobte mit ihren Eltern und ihren zwei Schwestern deportiert. Diese unterstützten tatkräftig die Mitglieder des sogenannten „Grünen Kaders“, mit denen sie zum Teil verwandt waren. So beteiligte sich auch Franc an der Widerstandsunterstützung, indem er nicht nur Lebensmittel und Werkzeug für den Bau des Bunkers zur Verfügung stellte, sondern bot auch sein Wirtschaftsgebäude als Unterkunft im Winter an. Als im Dezember 1942 der Hlipovčnik-Bunker aufflog, wurde auch Franc verhaftet. Im April 1943 erfolgte die Verurteilung zum Tode. Ende April wurde das Urteil vollstreckt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 187-188.

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Franz, PristounigLink




Kärntner SlowenInnenFrauen explizit erwähnt



Jera Pristovnik, geboren am 11.01.1878 in Zell-Schaida/Šajda, Zell/Sele, gestorben am 22.08.1944 in der Strafanstalt Waldheim. Jera Pristovnik, geb. Piskernik, wurde am 11. Jänner 1878 als Tochter des Besitzerpaares Lorenz Piskernik und Helena Travnik geboren. Im Geburts- und Taufbuch ist der 11. Jänner 1878 als Geburtsdatum angeführt. In anderen Dokumenten wird aber auch der 13. März 1878 als Geburtstag angegeben. 1901 heiratete Jera den Landwirt Šimen Pristovnik. Eine Tochter der beiden emigrierte 1923 in die USA. Am 13. Jänner 1943 wurde Jera Pristovnik im Zuge der Verhaftungswelle festgenommen und in einem Folgeprozess vor dem Oberlandesgericht Wien am 22. Juli 1943 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Am 22. August 1944 verstarb sie in der Strafanstalt Waldheim an den Strapazen ihrer Haft. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 188.

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PiskernikGertraud, Gertrud, Pristounig-




Politischer WiderstandOrte des Terrors - KZ



Johann Prodinger, geboren am 14.11.1887 in Villach, gestorben am 05.09.1938 im KZ Dachau (Deutschland). Johann Prodinger, der in Villach geboren wurde, hat nach dem Abschluss der Handelsschule den Beruf des Kaufmanns erlernt. In seinen jungen Jahren war er unter anderem als Auslagendekorateur sowie als Herausgeber der Zeitschrift „Volksruf“ tätig. Im November 1928 zog er als Großdeutscher Abgeordneter in den Nationalrat ein. Anders als viele seiner Parteikollegen, die sich den Nationalsozialisten anschlossen, stellte sich Prodinger auf die Seite des Ständestaates, sodass er 1936 Präsident der Versicherungsanstalt der Angestellte wurde. Als er jedoch im März 1938 von den Nazis in Gefangenschaft genommen wurde, hinterließ er zu Hause seine Frau Elvira und das gemeinsame Kind. Im Juni 1938 wurde Johann Prodinger ins KZ Dachau transportiert, wo er im September desselben Jahres ums Leben gekommen ist. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/prodinger-johann/>.

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NS-Euthanasie



Georg Propotnig nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Er ist dort am 21. Februar 1940 eingetreten und wurde am 24. März 1941 in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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Kärntner PartisanInnenwiderstandSoldaten - Deserteure



Am 6. Juni 1945 kam der Deserteur und ehemalige Partisane Simon Prosenc – Slavko bei einem Unfall mit der jugoslawischen Grenzwache ums Leben. Weitere Informationen zum Leben und Schicksal von Šiman Prosenc-Slavko sind uns nicht bekannt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 254.

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Kärntner SlowenInnen



Franz Prosenc, geboren am 12.04.1886, gestorben am 26.06.1944 im Krankenhaus Nürnberg. Franc Prosenc wurde am 12. April 1886 geboren und heiratete später die aus Leppen/Lepena stammende Jera Petschnik. Im April 1942 wurde das Ehepaar vom Hof vertrieben und zwangsweise nach Frauenaurach ausgesiedelt. Franc Prosenc war bei einem Holzhändler in Gögelein in Markt Erlbach zur Arbeit verpflichtet. Dort musste er bei mangelnder Verpflegung von 7 Uhr mogens bis 6 Uhr abends Schwerstarbeit leisten. Auf den Gesundheitszustand wurde keine Rücksicht genommen. Franc Prosenc brach schlussendlich zusammen und wurde ins Krankenhaus Nürnberg gebracht, wo er am 26. Juni 1944 verstarb. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 127.

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Franc, Prosenz-




Individueller WiderstandKZ Opfer



Martin Pucher, geboren am 17.09.1890 in Mallestig bei Finkenstein, gestorben am 14.11.1944 im Lager Husum-Schwesing (Deutschland). Martin Pucher und seine Frau Maria haben 1928 ein Bauernhof sowie ein Gasthof in Seltschach ersteigert. Ihr Besitztum wurde Anfang 1941 beschlagnahmt und als Unterkunft für Kriegsgefangene genützt. Sowohl die Familie als auch die Kriegsgefangenen haben Kontakt zu den Partisan*innen gehabt, weshalb am Morgen des 7. Septembers 1944 alle verhaftet wurden. Martin Pucher wurde vorerst ins Gerichtsgefängnis gefangen gehalten. Ein Monat später erfolgt jedoch die Überstellung ins KZ Neuengamme. Wenig später wurde er ins Außenlager Husum-Schwesing überführt, wo er beim Bau von Panzergräben mitwirken musste. In Gefangenschaft verstarb er im November 1944. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/pucher-martin/>.

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NS-Euthanasie



Michael Putzmann wurde am 8. Mai 1914 in Unterbruckendorf in der Gemeinde St. Georgen am Längsee geboren. Im August 1931 wurde er in das "Siechenhaus" des Landeskrankenhauses Klagenfurt aufgenommen, das 1938 auch Gaukrankenhaus genannt wurde. Michael Putzmann wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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Kärntner SlowenInnenOrte des Terrors - KZFrauen explizit erwähnt



Aloizija Pöck, geboren am 31.10.1882 in Altfinkenstein, gestorben am 05.03.1944 im KZ Lubin (Polen). Aloizija Pöck, die in Altfinkenstein bei Latschach aufwuchs, heiratete 1900 Josef Pöck, der bei der Gendarmarie tätig war. Gemeinsam hatten sie sechs Kinder. Im Dezember 1943 kamen auf den Mikulhof, wo die Familie lebte, als Partisanen verkleidete Nazis. Diese baten um eine warme Mahlzeit, Nahrungsmittel sowie Kleidung. Die Familie half und wurde aus diesem Grund bereits am nächsten Tag verhaftet und in verschiedenen Konzentrationslagern transportiert. Aloizija wurde zuerst ins Frauen-KZ Ravensbrück gebracht und später ins KZ Lublin, wo sie im März 1944 ums Leben kam. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/pock-alojzija-geb-binter/>.

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Binter, Pinter-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Franc-Franjo Pöck, geboren am 19.09.1906 in Altfinkenstein, gestorben am 26.04.1945 in Unteraichwald. Franc Pöck, der am elterlichen Bauernhof sowie als Holzhändler arbeitete, war unter anderem auch Obmann des slowenischen Kulturvereins. Nach einem Jahr als Soldat machte er Heimaturlaub, wobei er sich entschloss, sich dem Widerstand anzuschließen. Unter dem Decknamen Franjo hielt er sich in der Nähe des Elternhauses versteckt. Diese versorgten ihn und andere Partisan*innen mit Nahrungsmitteln und Kleidung, weshalb die Familie immer wieder von der Gestapo aufgesucht wurde. Im Dezember 1943 wurden sie wegen Partisan*innen-Unterstützung verhaftet. Franc-Franjo wurde Ende April 1945 verraten und daraufhin erschossen. Sein Leichnam wurde von Verwandten aus dem Wald geholt und im Mai 1945 erfolgte die Beisetzung am Friedhof in Latschach. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/pock-franc-franjo/>.

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Kärntner SlowenInnenOrte des Terrors - KZ



Hanej Pöck, geboren am 06.04.1913 in Altfinkenstein, gestorben am 26.04.1944 im KZ Dachau (Deutschland). Hanej, oder Johann, Pöck war das jüngste von insgesamt sechs Kindern auf dem Mikulhof. Er arbeitete am Hof mit, weshalb er vom Militärdienst befreit wurde. Im Dezember 1943 kamen als Partisanen verkleidete Nazis an die Türe und baten um eine warme Mahlzeit, Nahrungsmittel sowie Kleidung. Die Familie half und wurde aus diesem Grund bereits am nächsten Tag verhaftet und in verschiedenen Konzentrationslagern transportiert. Hanej wurde ins KZ Dachau transportiert, wo ihm seine Schwester Ludmilla kurz vor seinem Tod im April 1944 noch besucht hat. Die Urne mit seiner Asche wurde am Friedhof in Latschach beigesetzt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/pock-johann/>.

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Johann-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Pöttger, geboren 1913, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Maria Pöttger, die als Hausgehilfin tätig war, wurde im Mai 1937 in das Klagenfurter Landeskrankenhaus mit der Diagnose Schizophrenie eingewiesen. Im August 1940 wurde sie im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/pottger-maria/>.

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R

Politischer WiderstandOrte des Terrors - KZ



Ottilio Rajakowitsch, geboren am 10.04.1897 in St. Mauruzio bei Triest (Italien), gestorben am 10.05.1945 im KZ Dachau (Deutschland). Ottilio Rajakowitsch war nicht nur ein aktives Mitglied der kommunistischen Partei, er setzte sich auch tatkräftig gegen das NS-Regime ein. Aus diesem Grund wurde er inhaftiert und im September 1939 ins KZ Dachau transportiert. Wenig später erfolgte die Überstellung ins KZ Flossenbürg bei Weiden. Ende August 1944 wurde er jedoch erneut ins KZ Dachau gebracht, wo er im Mai 1945 am sogenannten Fleckfieber ums Leben kam. 1981 erhielt er posthum das Ehrenzeichen für Verdienste um die Befreiung Österreichs verliehen welches seitens seiner Frau entgegengenommen wurde. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/rajakowitsch-ottilio/>.

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ZwangsarbeiterInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Ivan Rakitski war ehemaliger sowjetischer Zwangsarbeiter, der sich den Partisanen anschloss. Am 22. Jänner 1945 starb er bei einem Gefecht mit deutschen Einheiten nahe der vlg. Vegl-Liegenschaft. Von ihm sind keine weiteren Daten bekannt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 273.

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Kärntner PartisanInnenwiderstandOpfer der NS Justiz



Erich Ranacher, geboren am 18.02.1923 in Lienz, gestorben am 23.12.1944 in Graz. Erich Ranacher wurde am 18. Feber 1923 in Lienz geboren. Er stammte aus einer sozialistischen Eisenbahnerfamilie. Sein Vater Josef Ranacher war bis 1934 in der SDAP und im Schutzbund organisiert. Erich Rannacher lernte nach der Pflichschule das Handwerk der Buchdruckerei und war bei den Lienzer Nachrichten beschäftigt.Überdies war er ein ausgezeichneter Schifahrer und Rennläufer des Skiclubs Lienz, für den er erfolgreich zahlreiche Wettbewerbe bestritt. Im Zusammenhang mit seinen sportlichen Erfolgen ist wohl auch der Beitritt zur Hitler Jugend im Jahr 1938 zu sehen. Nach der Lehre wurde er zum Reichsarbeitsdienst eingezogen und an die Ostfront geschickt. Im August 1943 wurde er zur Wehrmacht einberufen und wenige Monate später wurde er als Ausbilder der HJ und hautpamtlicher HJ-Führer von der Wehrmacht freigestellt und in dieser Funktion in Kärnten, der Steiermark und in Tirol eingesetzt. Spätestens im Frühsommer 1944 desertierte Erich Ranacher zu den slowenischen Partisanen in den Karawanken und erhielt dort eine Ausbildung für den Aufbau von Partisanengruppen in Kärnten. Gemeinsam mit Josef Ribitsch kehrte er mit diesem Auftrag im September 1944 in die Gegend um Villach zurück. Am 14. November 1944 nahm die Gendarmerie im Gemeindegebiet von Steinfeld drei "verdächtige" Personen fest und lieferte sie der Gestapo aus. Dies waren die Widerstandskämpfer und Partisanen Heinrich Brunner, Erich Ranacher und Josef Ribitsch. Sechs Wochen später wurden sie vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Die Hinrichtung durch das Fallbeil vollstreckte die NS-Justitz am 23. Dezember 1944 in Graz. Quelle: Homepage des Vereins aegide, NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/31/Erich_Ranacher/>.

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Rannacher-




KZ OpferOrte des Terrors - JustizFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Stefanie Ranner wurde am 18.12.1923 in Watschig geboren, gestorben am 24.02.1944 im KZ Ravensbrück. Sie besuchte als Mädchen die Volksschule und arbeitete danach auf dem elterlichen Hof. Als Schülerin wurde sie von ihren Lehrern als aufgeweckt, fleißig und hilfsbereit erkannt. Sie wurde römisch-katholisch getauft und gefirmt und befand sich mit ihrer Familie in einer durch Generationen gestützten christlichen Glaubenslandschaft. Im protestantischen Heimatort waren die Ranners damit eine Minderheit. Die schwerwiegenden politischen Veränderungen während der 1920er und 1930er Jahre konnten an der Heimatgemeinde Stefanie Ranners nicht spurlos vorübergehen. Die fanatische Politisierung des Alltagslebens hinterließ tiefe Spuren. Vor allem nach der Angliederung Österreichs an das „Deutsche Reich“ im Jahre 1938 wurden Denunziation, härteste Bestrafungen kleinster Vergehen und jeder Widerstand gegen NS-Regeln oftmals – wie im Falle der Stefanie Ranner – zu tödlichen Fallen. Die junge, 19-jährige Frau verliebte sich in den damals 28 Jahre alten Kriegsgefangenen Johann Pietschk aus Polen, einen Katholiken, der dem Hof in Watschig als Zwangsarbeiter zugeteilt worden war. Nach wenigen Monaten wurde die Frau, die ihren Freund nach Kriegsende heiraten wollte, schwanger. Sie und ihre Familie konnten dies zunächst geheim halten, aber nach einer anonymen Anzeige an die örtliche Nazi-Parteileitung wurde das Paar der unerbittlichen NS-Justiz, die sich hier auf die Nürnberger Rassengesetze bzw. das Kriegs-Sonderstrafrecht berief, ausgeliefert. Johann Pietschk, der auf dem Ranner-Hof Deutsch gelernt hatte und nach christlichen Grundwerten familiär behandelt wurde, wurde in das Konzentrationslager Dachau eingeliefert. Dort ist er vermutlich kurz vor Kriegsende ermordet worden. An ihn erinnert ein einziger Brief, den er aus dem Konzentrationslager Dachau im Februar 1945, vermutlich kurz vorseinem Tod, an Georg Ranner übersandte. Stefanie Ranner wurde trotz ihrer Schwangerschaft brutal und überraschend vom Hof abgeholt und in Klagenfurt inhaftiert. Aufgrund der Verhöre, der Haftbedingungen und der damit einhergehenden Demütigungen kam ihre Tochter Annelies Maria Ranner im Februar 1943 um sechs Wochen zu früh auf die Welt. Sieben Monate später wurde Stefanie Ranner in das Konzentrationslager Ravensbrück eingeliefert, wo sie – wie Augenzeugen aussagten – nach einem schrecklichen Martyrium zu Tode kam. Die Mitteilung des Lagerkommandanten an die Familie, datiert mit 24. 4. 1944 gibt Auskunft, dass Stefanie Ranner „am 17. 4. 1944, an den Folgen von Lungentuberkulose im hiesigen Krankenhaus“ verstorben war. Tatsache ist, dass die junge Kärntnerin wie Tausende andere junge Frauen der grausamen Brutalität des Lagerlebens ausgeliefert war. Und wenn – wie im Falle von Stefanie Ranner – nach der Anfrage der Lagerleitung in der Heimatgemeinde die beiden Buchstaben „RU“ (Rückkehr unerwünscht) auf ihrer Karteikarte eingetragen wurden, kam dies dem Todesurteil gleich, dessen Vollziehung binnen weniger Tage oder Wochen inmitten der Lageröffentlichkeit stattfand. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 213ff

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Wilhelm Rapold, geobren am 16. Juni 1913, gestorben im Herbs 1944. Wilhelm Rapold war Rauchfangkehrer. Mit seiner Verlobten Erna Koch hatte er einen gemeinsamen Sohn, der im Juni 1944 geboren wurde. Er war Polizist, zuerst in Klagenfurt, später in Schlesien. Im Frühjahr 1944 floh er zu den Partisanen. Bei einer Schlacht nahe Solčava in Slowenien fiel er im Herbst 1944. Quelle: Entner, Brigitte: … als die Polizeieinheiten zum Hof kamen …. In Erinnerung an die Kärntner-slowenischen Opfer der NS-Verfolgung aus Bad Eisenkappel-Vellach. Eigenverlag, Bad Eisenkappel-Vellach/Železna kapla-Bela, 2021. S. 150.

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Rapolt-




Politischer WiderstandOpfer der NS Justiz



Josef Rassi wurde am 09.10.1908 in Hermagor geboren, gestorben am 17.12.1943 in Graz. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er zur Wehrmacht eingezogen, wo er zuletzt im Gebirgsjäger-Ersatz-Regiment 139 Klagenfurt diente. Er desertierte und arbeite unter falschem Namen (Stefan Scheiber) im Untergrund gegen das NS-Regime. Rassi galt damit als Hochverräter, wurde von der Gestapo gesucht und irgendwann auch gefasst. Laut Berichten seines Sohnes wurde er vorübergehend in Klagenfurt inhaftiert. Josef Rassi wurde in weiterer Folge vom Militärgericht in Graz zur Höchststrafe verurteilt und am 17. Dezember 1943 in Graz hingerichtet (enthauptet). Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 293

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NS-Euthanasie



Franz Rauchenwald, geboren am 28.03.1871 in St. Donat bei St. Veit an der Glan, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Franz Rauchenwald, der von Beruf Schaffner war, spendete all sein Geld der Kirche, weshalb er entmündigt wurde. Im Juli 1930 wurde er außerdem in die psychiatrische Abteilung des Klagenfurter Krankenhauses eingewiesen. Fast zehn Jahre später, im Juni 1940, wurde er im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Wenige Tage nach seiner Ankunft in Hartheim wurden Angehörige über seinen überraschenden Tod informiert. Der Absender war jedoch die Landespflegeanstalt Brandenburg an der Havel, eine weit entfernte Institution, damit sie für Angehörige unerreichbar bleibt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/rauchenwald-franz/>.

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NS-Euthanasie



Karl Rausch wurde am 28. Jänner 1874 in Adriach, Gemeinde Feldkirchen, geboren. Von dort kommend ist er im Sommer 1940 in das "Siechenhaus" des Gaukrankenhaus in Klagenfurt eingetreten und per 14. September 1940 vom städtischen Meldeamt erfasst worden. KARL wurde am 7. Juli 1941 mit einem Tötungstransport mit rund 111 Pflegebedürftigen des Siechenhauses, Kindern einer kirchlichen Einrichtung und Insassen der Psychiatrie des Gaukrankenhauses in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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NS-Euthanasie



Emmerich Rauter, geboren am 03.01.1898 in Eisentratten, gesorben im Juli 1940 im Schloss Hartheim. Emmerich Rauter wurde am 3. Jänner 1898 geboren. Er war verheiratet, hatte drei Kinder und lebte mit seiner Familie am Emberg in Berg im Drautal. Von Beruf war er Holzarbeiter, daneben auch Jäger und nach seiner Konfession war er evangelisch. Am 6. Jänner 1935 wurde Emmerich Rauter in die "Irrenabteilung" des LKH Klagenfurt eingewiesen und vier Monate später vom Bezirksgericht Greifenburg wegen seiner Geisteskrankheit voll entmündigt. Vor seiner Einweisung war Emmerich Rauter ungefähr ein Jahr ohne Arbeit und ohne Arbeitslosenunterstützung. Er war überdies "vermögenslos". Da auch die "Verwandten der Frau" arm waren, war der "Landesfürsorgeverband Kärnten" für die Verpflegungskosten von Emmerich Rauter zuständig. Er wurde schließlich als "unnützer Esser" "weggeräumt" und mit dem ersten Vernichtungstransport aus Kärnten in Richtung Schloss Hartheim transportiert. In den Tagen nach dem 29. Juni 1940 wurde Emmerich Rauter auf speziellen Wunsch des Führers, nachdem Emmerich Rauters Frau sich mit einem Bittgesuch um Erhöhung der Kinderreichbeihilfe an die Kanzlei des Führers wandte, in Hartheim im Gas erstickt. Quelle: Homepage des Vereins aegide, NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/30/Emmerich_Rauter/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Katharina Rauter wurde am 25. November 1913 geboren. Sie ist am 22. Mai 1940 aus Waggendorf (Gemeinde Liebenfels) im Kärntner Bezirk St. Veit a. d. Glan kommend in das "Siechenhaus" des Klagenfurter Gaukrankenhauses eingetreten. Am 25. August 1940 wurde sie mit einem Tötungstransport mit 38 Frauen und Mädchen aus dem "Siechenhaus" und mindestens 213 Frauen aus der Psychiatrie des Gaukrankenhauses per Bahn in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt. anschließend wurde sie in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet, indem man sie ins Gas getrieben hat. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Freidl, Wolfgang (Hg.): NS-Psychiatrie in Klagenfurt. Facultas Verlag. Wien 2016. Insonders Seite 117 ff).

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NS-Euthanasie



Michael Regittnig wurde am 15.05.1905 geboren, gestorben am 29.06.1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Michael Regittnig wurde als Sohn eines Tagelöhners geboren und kam am 25.09.1920 in die psychiatrische Abteilung des „Gaukrankenhauses“ Klagenfurt. Auch bezüglich seines Verhaltens sind die Einträge der nationalsozialistisch denkenden Ärzte und Pfleger so formuliert, dass sie den Kriterien des NS-Vernichtungsprinzips entsprechen. So kommen zum Beispiel die Begriffe „unrein“ und „nicht zur Arbeit zu gebrauchen“ vor. Die Überstellung von Michael Regittnig nach Niedernhart erfolgte am 29.6.1940. Ermordet wurde er in Hartheim. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 86

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Christine Reich wurde am 8. Dezember 1897 in Trieben, Bezirk Liezen in der Steiermark, geboren. Ihr Eintritt in das "Siechenhaus" des Klagenfurter Landeskrankenhauses (ab 1938: Gaukrankenhaus) wurde am 2. September 1933 meldeamtlich erfasst. Sie wurde am 25. August 1940 mit einem Tötungstransport mit 38 Frauen und Mädchen aus dem "Siechenhaus" und mindestens 213 Frauen aus der Psychiatrie des Gaukrankenhauses in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Freidl, Wolfgang (Hg.): NS-Psychiatrie in Klagenfurt. Facultas Verlag. Wien 2016, insb. S. 117 ff).

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Ernst Karl Reimelt wurde am 4. April 1925 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt in Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 zum Tod verurteilte Leiter der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Ernst Karl Reimelt wurde am 26. Juni 1943 ermordet. Begraben wurde er in einem Armengrab im Klagenfurter Friedhof Annabichl im Gräberfeld I, 1. Reihe. Es wurde in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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NS-Euthanasie



Alois Reiner, geboren am 05.06.1908, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Alois Reiner wurde im Juni 1940 im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/reiner-alois/>.

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NS-Euthanasie



Anton Reingruber, geboren 1885, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Anton Reingruber, der als Spenglermeister tätig war, wurde Ende November 1931 mit der Diagnose Dementia paralytica in das Klagenfurter Landeskrankenhaus eingewiesen. Knapp 10 Jahre später, im Juni 1940, wurde er im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/reingruber-anton/>.

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NS-Euthanasie



Paul Resetschnig, geboren am 23. Juni 1911 in Lienz, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Der 1911 geborene Arbeiter Paul Resetschnig litt an Epilepsie und wurde deshalb Mitte der 1930er Jahre erstmals in die Psychiatrie des Gaukrankenhauses Klagenfurt eingeliefert. Die Nationalsozialisten stuften Epilepsie als eine Erbkrankheit ein und setzten Paul Resetschnig im Mai 1940 auf die Liste für einen Todestransport im Rahmen der Euthanasieaktion T4. Gemeinsam mit 230 Männern aus dem Klagenfurter Gaukrankenhaus wurden er mit einem Sonderzug nach Linz gebracht und in der oberösterreichischen Landespsychiatrie Niederhardt untergebracht. Von dort wurden die Menschen mit dem Bus zur Ermordung in die Euthanasieanstalt Schloss Hartheim transportiert. Paul Resetschnig starb dort im Sommer 1940 in der Gaskammer. Quellen: zitiert nach Homepage des Verreins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/resetschnig-paul/> sowie Homepage Erinnern Gailtal <http://www.erinnern-gailtal.at/opfer-des-ns-regimes/>.

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NS-Euthanasie



Paul Resetschnig wurde am 29.06.1911 in Lienz geboren, gestorben am 29.06.1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Paul Resetschnig wurde zwar in Osttirol geboren, wohnte allerdings zumindest in der Zeit vor seiner Einweisung in das Krankenhaus Klagenfurt in St. Lorenzen im Lesachtal. Der 29. des Monats spielte dabei in seinem Leben eine besonders tragische Rolle, fallen doch sowohl Geburt und Datum der Überstellung nach Niedernhart/Hartheim (29. Juni 1911/1940), als auch das Datum der Einlieferung in die psychiatrische Abteilung des Gaukrankenhauses Klagenfurt (29. Juli 1939) auf diesen Kalendertag. Bei Paul Resetschnig stellte das Volksgericht im Prozess gegen Dr. Niedermoser fest, er sei nicht Opfer der von Niedermoser angeleiteten Tötungen geworden. Doch der heutige Kenntnisstand erlaubt es, aus den vorliegenden Daten und Schriftstücken unzweifelhaft zu schließen, dass Paul Resetschnig sehr wohl ermordet wurde. So erhielt zum Beispiel sein Vater Valentin Resetschnig über den Tod seines Sohnes folgenden perfiden Brief aus der „Heil- und Pflegeanstalt“ Brandenburg bei Havel. Der Text selbst folgte dem standardisierten Schema der „Trostbriefe“. Des Weiteren ist im Krankenakt von Paul Resetschnig der 29.6.1940 als Abgangsdatum angegeben, ein Tag, an dem unzweifelhaft ein Vernichtungstransport Klagenfurt verließ. Auch berichtet sein Vater in Briefen an das Volksgericht Klagenfurt davon, dass seiner Frau bei einem Besuch ihres Sohnes in Klagenfurt versichert wurde, dieser könne bald nach Hause entlassen werden, wenige Wochen später erfolgte jedoch der (vermeintliche) Transport nach Brandenburg (eigentlich nach Niedernhart/ Hartheim), von wo die Familie abermals noch Meldung erhielt, der Sohn sei gesundheitlich in gutem Zustand. Wie aber in so vielen Fällen war dies nur eine Strategie, um die Angehörigen zu beruhigen und von Nachforschungen abzuhalten. Paul Resetschnig verstarb nicht in Brandenburg eines natürlichen Todes, sondern wurde in der Tötungsanstalt Hartheim ermordet. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 86ff

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Opfer der NS JustizOrte des Terrors - JustizJugendliche explizit erwähnt



Max Rettl, geboren am 05.12.1922 in Glatschach, gestorben am 16.10.1942 in Kirischi. Max Rettl wurde am 5. Dezember 1922 in Glatschach geboren und war von Beruf Hilfsarbeiter und Kanonier in der Wehrmacht. Am 9. Februar 1942 verweigerte Max Rettl beim Geschützexerzieren während der Ausbildung in Solbald Hall in Tirol eine Anordnung seines Ausbildners. Er verweigerte die Disziplinierung und wurde in Innsbruck vor das Gericht der Division Nr. 188 gestellt und wegen Gehorsamsverweigerung zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten verurteilt. Nach der Haftentlassung dauerte es nicht lange, bis Max Rettl neuerlich den Gehorsam verweigerte und am 11. Juni 1942 von einem Feldgericht zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Nach dem Urteilsspruch wurde er in das Wehrmachtsgefängnis Anklam eingeliefert. Von dort kam er in die Feldstrafgefangenen-Abteilung 4. In solchen Sträflingseinheiten wurden verurteilte Soldaten „im Einsatzgebiet der kämpfenden Truppe unter gefahrvollen Umständen zu härtesten Arbeiten“ herangezogen. Dies war in der Praxis zumeist Minenräumen oder das Beseitigen von Leichenfeldern. Diese Frontarbeiten wurden häufig unter Feindbeschuss durchgeführt, weshalb die Überlebenschancen gering waren. Max Rettl starb aber nicht durch Feindbeschuss. Er verweigerte abermals einen Befehl an der Front, weshalb die Strafe der Wehrmachtsjustiz auf Tod lautete. Ein Erschießungskommando richtete ihn am 16. Oktober 1942 zwischen fünf und sechs Uhr früh wegen Ungehorsams und Befehlsverweigerung hin. Quelle: Homepage des Vereins aegide – NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/49/Max_Rettl/>.

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Josef Ribitsch, geboren am 05.04.1908 in Ferlach, gestorben am 23.12.1944 in Graz. Josef Ribitsch wurde am 5. April 1908 in Ferlach geboren und erlernte den Beruf des Tischlers. 1940 wurde er von der Wehrmacht einberufen, wegen Krankheit aber kurz darauf wieder nach Hause entlassen. 1941 wurde in Jugoslawien die Widerstandsbewegung OF (Osvobodilna Fronta) gegründet. 1942 fassten die Partisanen der OF in Kärnten Fuß und Josef Ribitsch leistete für sie Kurierdienste. Im April 1944 verpflichtete die Wehrmacht Josef Ribitsch ein zweites Mal, bevor er im Juni 1944 wegen seiner vorangegangenen antifaschistischen Tätigkeiten festgenommen wurde. Ihm gelang die Flucht, indem er während seiner Überstellung nach Klagenfurt aus dem fahrenden Zug sprang. Er schloss sich den Partisanen an und übernahm die Aufgabe, im Raum Villach eine neue Partisanengruppe aufzubauen, die den bewaffneten Kampf gegen das NS-Regime in die deutschsprachige Bevölkerung tragen sollte. Am 14. November 1944 nahm die Gendarmerie im Gemeindegebiet von Steinfeld drei „verdächtige“ Personen fest und übergab sie der Gestapo. Darunter befand sich auch Josef Ribitsch. Sechs Wochen später wurde er vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Die Hinrichtung durch das Fallbeil vollstreckte die NS-Justiz am 23. Dezember 1944 in Graz. Quelle: Homepage des Vereins aegide. NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/45/Josef_Ribitsch/>.

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NS-Euthanasie



Georg Rieder wurde 1905 in Kötschach-Mauten geboren, gestorben am 29.06.1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Der in Kötschach wohnende Georg Rieder kam am 12.2.1930 zum dritten Mal in die psychiatrische Abteilung in Klagenfurt. In seinem Akt offenbart sich ein Konvolut an Korrespondenz zwischen Angehörigen, Behörden und Gerichten, in dem es darum geht, wer die finanziellen Kosten für seinen Aufenthalt zu tragen habe. Immer wieder erkundigt sich die Mutter auch nach dem Zustand von Georg Rieder, größtenteils findet brieflicher Verkehr aber zur Klärung finanzieller Angelegenheiten statt. Dieser Schriftwechsel ist beispielhaft für die Vorgehensweise der NS-Behörden, die konsequent versuchten, die Kosten für den Aufenthalt und auch für die Ermordung der Patienten möglichst auf die Angehörigen abzuwälzen. Besondere Perfidität gewinnt diese Taktik, wenn in Betracht gezogen wird, dass sich vor allem die leitenden Beamten der „Aktion-T4“ an diesen Profiten der Menschenvernichtung bereicherten. Mit dem Trans port am 29.6.1940 wird Georg Rieder schließlich nach Niedernhart verbracht und dann in Hartheim getötet. Auch bei ihm wird zur Vertuschung als aufnehmende Station „Brandenburg bei Havel“ angegeben. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 89f

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Individueller WiderstandKZ Opfer



Heinrich Riederer, geboren am 10.06.1908 in Brunndorf/Studenec bei Laibach (Slowenien), gestorben am 09.07.1937 bei Brunete bei Madrid (Spanien). Heinrich Riederer, ein Schlosser, wurde im Februar 1934 aufgrund seiner politischen Einstellung als Angestellter der Gemeinde Landskron gekündigt. Nachdem sein Vorhaben, in die Tschechoslowakei auszuwandern, gescheitert ist, ging er nach Spanien, wo er Teil der Internationalen Brigaden wurde. Diese haben sich zum Ziel gemacht, den wachsenden Faschismus aufzuhalten. Im Kampf bei Brunete, in der Nähe von Madrid, kam Heinrich Riederer ums Leben. Um an ihn zu gedenken, befindet sich heute an der Außenmauer des Volkshauses in Landskron eine Gedenktafel. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/riederer-heinrich/>.

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NS-Euthanasie



Andreas Rigger, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Er ist ins Siechenhaus vor dem 4. Juni 1938 eingetreten; wahrscheinlich schon mehrere Jahre vor diesem Datum. Andreas Rigger wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Eberhart Rilk wurde am 3. Jänner 1931 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 zum Tod verurteilte Leiter der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei der kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Eberhart Rilk ist als Zwölfjähriger am 28. August 1943 infolge Unterernährung, einer dadurch bedingten Erkrankung oder gezielte Vergiftung ums Leben gekommen. Begraben wurde er in einem Armengrab im Klagenfurter Friedhof Annabichl im Gräberfeld I, das in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt wurde. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Albine Ritsch, geboren 1879, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Im Juli 1938 wurde Albine Ritsch, damals verwitwet, mit der Diagnose Schizophrenie ins Klagenfurter Gaukrankenhaus eingewiesen. Zwei Jahre später, im August 1940, wurde sie im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Wenige Tage nach ihrer Ankunft in Hartheim wurden Angehörige über ihren überraschenden Tod informiert. Der Absender war jedoch die Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein, eine weit entfernte Institution, damit sie für Angehörige unerreichbar bleibt. Albines Angehörige erhielten ihre Asche per Post. Diese wurde auf dem Friedhof Annabichl in Klagenfurt beigesetzt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/ritsch-albine/>.

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Über das Leben und Schicksal Jože Robičs ist nichts bekannt.

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Fortunat Roblek, geboren am 11.07.1909 in Zell Schaida/Šajda, Zell/Sele, gestorben im Jahr 1945 in Ebriach/Obirsko. Fortunat Roblek wurde am 11. Juli 1909 in Zell Schaida/Šajda beim vlg. Kacmun geboren. Er entzog sich dem Wehrdienst und kam gegen Kriegsende als Partisan bei Ebriach ums Leben. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 464 f.

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Ferdinand, Nante-




Politischer Widerstand



Peter Rogy, geboren am 28.07.1897 in Möderndorf bei Hermagor, gestorben am 14.04.1944 im Zuchthaus Stein an der Donau. Peter Rogy, der als Bahnhofaufseher und Ladeschaffner in Villach arbeitete, war politisch sehr aktiv. Bis 1934 zählte er zu den Mitgliedern der Sozialdemokratischen Partei, dann schloss er sich den sogenannten „revolutionären Sozialisten“ an und mit seiner Versetzung nach Leoben im März 1938 wurde er Teil der Kommunistischen Partei. Aufgrund seiner regimefeindlichen Tätigkeiten wurde er im Oktober 1941 inhaftiert und im April 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. In Gefangenschaft besuchte ihm sein jüngster Sohn Viktor, der über den schlechten Gesundheitszustand seines Vaters erschrocken war. Peter Rogy verstarb im April 1944 wahrscheinlich infolge der an ihm durchgeführten medizinischen Versuche. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/rogy-peter/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Anna Ronacher wurde 1894 in Hermagor geboren, gestorben am 25.08.1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Anna Ronacher wurde in der Gemeinde Hermagor geboren und war als Hausgehilfin in Möschach tätig. In die psychiatrische Abteilung des Krankenhauses Klagenfurt kam sie am 3.6.1939. Auf ein Schreiben des Landesrats von Klagenfurt bezüglich der Vermögensverhältnisse von Anna Ronacher so wie der vermutlichen Dauer ihres Aufenthalts in der „Irrenanstalt“ zwecks Berechnung der Kosten, die für den NS-Staat daraus entstehen könnten, antwortete die Leitung der psychiatrischen Anstalt folgendermaßen: "Da das Leiden der A.R. [Anna Ronacher, Anm.] ein chronisches ist und sich anscheinend niemand um sie kümmert dürfte sie voraussichtlich für unbestimmte Zeit in der Anstalt bleiben." Die „unbestimmte Zeit“ war nicht von allzu langer Dauer, denn am 25.8.1940 wurde Anna Ronacher bereits mit einem Vernichtungstransport nach Hartheim geschickt und dort ermordet. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 88f

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Jüdische Opfer - KZJugendliche explizit erwähnt



Heinrich Rosenthal, geboren am 18.04.1925 in Wien, gestorben 1943 im KZ Auschwitz (Polen). Heinrich Rosenthal, der gebürtige Wiener, zog mit seinen Eltern Philipp und Adele wahrscheinlich im März 1931 nach Villach. Jedoch zog die Familie Rosenthal im März 1938 zurück nach Wien. Heinrichs Vater wurde im November 1939 verhaftet und ins KZ Dachau deportiert, wo er bis Mai 1939 festgehalten wurde. Danach verliert sich seine Spur. Währenddessen bemühte sich Heinrichs Mutter ihn in Sicherheit zu bringen. So wurde er gemeinsam mit anderen Kindern und Jugendlichen nach Frankreich gebracht, wo er vorerst in ein von der Hilfsorganisation Oeuvre de Secours aux Enfants (OSE) betriebenes Kinderheim östlich von Paris Unterschlupf fand. Als im Juni 1940 deutsche Soldaten in Frankreich einmarschierten, mussten die OSE-Kinderheime evakuiert und die Kinder in den Süden gebracht werden. Dadurch kam Heinrich in eine kleine Ortschaft in der Auvergne, wo er dann in die Berufsschule ging. Ab dem Sommer 1942 wurden jedoch auch auf französischem Boden jüdische Personen systematisch ausgeforscht und verfolgt. Im Zuge einer Razzia Ende August 1942 wurde Heinrich gefangen genommen und in das Sammel- und Durchgangslager Drancy, nordöstlich von Paris, transportiert. Im Februar 1943 erfolgte die Überstellung ins KZ Auschwitz, wo er wahrscheinlich wenige Tage nach seiner Ankunft ermordet wurde. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/rosenthal-heinrich/>.

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NS-Euthanasie



Johann Rosenzopf wurde am 19. März 1907 in Griffen, Bezirk Völkermarkt in Kärnten geboren. Er hat bereits im November 1930 im "Siechenhaus" des Landeskrankenhauses Klagenfurt gelebt (ab 1938 Gaukrankenhaus). PETER wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Agnes Rosenzopf, unbekannt wann geboren, war bis 14. März 1943 in der "Irrenanstalt - Abtl. Frauen" des Gaukrankenhauses in Klagenfurt interniert. Ab Winter 1942/43 ließ der nach dem Krieg zum Tod verurteilte Leiter der Psychiatrie Dr. Niedermoser "ruhige" Patienten und Patientinnen, die zu keiner Arbeit im Krankenhausbetrieb herangezogen werden konnten, einzeln oder in ganzen Gruppen in das sogenannte Siechenhaus überstellen. Dort konnten sie am Rand des Krankenhausgeländes an einem unauffälligeren Ort "euthanasiert" werden. Bereits zwei Tage nach ihrer Überstellung wurde AGNES im Siechenhaus ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv: Volksgericht 18 Vr 907/45. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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KZ OpferFrauen explizit erwähnt



Marija Rotar, geboren am 26.05.1904 in Remschenig/Remšenik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 02.02.1945 im KZ Ravensbrück. Marija Rotar wurde am 26. Mai 1904 in Remschenig/Remšenik als Tochter von Jacob Rotar und Catarina Pasterk geboren. Sie war eine der vier Rotar Schwestern, die der NS-Verfolgung zum Opfer gefallen sind. Sie lebte und arbeitete gemeinsam mit ihrer Tochter am Kah-Hof. Sie war körperlich beeinträchtigt, da ihr eine Hand fehlte. Dennoch war sie eine hervorragende Schneiderin. Wie ihre Schwerster Ana wurde sie im Oktober 1943 verhaftet und in das KZ Ravensbrück eingewiesen. Am 13. November 1943 wurde ihre Ankunft im Lager verzeichnet. Über ihre Internierung und ihre Todesumstände gibt es kaum Informationen. Die Behörden legten als Todesdatum nachträglich den 2. Feber 1945 fest. Ihrer Tochter Mimi war im Jänner 1944 die Flucht vor der Verhaftung gelungen und lebte bis Feber 1945 als Verica bei den Partisanen. Nach einem Verrat wurde sie jedoch gefasst und mit 13 Jahren ins das Jugend-KZ Uckermark eingewiesen. Sie überlebte das KZ, war aber nach dem Tod ihrer Mutter und ihrer Tanten auf sich allein gestellt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 220 f.

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Maria, Rotter-




Politischer WiderstandKZ OpferFrauen explizit erwähnt



Ana Rotar, geboren am 18.07.1908 in Remschenig/Remšenik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 11.03.1945 im KZ Ravensbrück, Außenlager Retzow-Rechlin. Ana Rotar wurde am 18. Juli 1908 in Remschenig/Remšenik beim vlg. Bučovnik als Tochter von Jakob Rotter und Katharina Pasterk geboren. Sie lebte und arbeitete mit ihren Kindern am Hof ihrer Schwester Katarina Sluga. Sie war eine sehr gute Musikerin und spielte fünf Instrumente. Sie war eine der vier Rotar-Schwestern, die der NS-Verfolgung zum Opfer gefallen sind. Im Oktober 1943 wurde sie gemeinsam mit ihrer ältesten Tochter Zofi, ihrer Schwester Marija und ihrem Schwager Jurij sowie dessen Bruder Hanz Sluga verhaftet. Zofi kam nach einigen Wochen in Gestapohaft wieder frei und schloss sich den Partisanen an. Ana hingegen wurde wegen Partisanenunterstützung ins KZ Ravensbrück gebracht. Am 13. November 1943 kam sie als politischer Häftling dort an und wurde später in das Außenlager Retzow/Rechlin überführt. Dieses KZ befand sich in Mecklenburg-Vorpommern und war eine „Erprobungsstelle der Luftwaffe“. Die Frauen mussten dort am Lärzer Flugfeld Sicherungsarbeiten, wie das Ausheben von Schützengräben oder den Ausbau von Start- und Landevorrichtungen, durchführen. Die Arbeitsbedingungen waren sehr schlecht und die Häftlinge verwahrlosten durch mangelnde sanitäre Anlagen, fehlende medizinische Hilfe und mangelnde Ernährung. Ana Rotar starb am 11. März 1945. Ihre beiden Töchter blieben unversorgt zurück. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 219 f.

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Anna, Rotter, Rutar-




Kärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähnt



Amalija Rotar, geboren am 24.06.1905 in Remschenig/Remšenik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben im November 1944 unter der Ojstra. Amalija Rotar wurde am 24. Juni 1905 in Remschenig/Remšenik als Tochter von Jakob Rotter und Katharina Pasterk geboren. Zur Zeit ihrer Geburt lebte die Familie in der Sabodin Keusche und ihr Vater verdiente den Lebensunterhalt als Holzmeister. Amalija Rotar war durch das Netzwerk der Unterstützer_innen informiert, weshalb ihr die Flucht zu den Partisanen vor der drohenden Verhaftung im Jänner 1944 gelang. Gemeinsam mit ihr flohen ihr Lebensgefährte Franc Erjavc sowie ihre eigenen und die von ihren Schwestern zurückgelassenen Kinder im Alter zwischen fünf und fünfzehn Jahren. Amalija Rotar erhielt den Partisanennamen Adela. Als ihre fünfjährige Tochter schwer erkrankte, gelang es Amalija Rotar, diese und ihre gleichaltrige Nichte bei entfernten Verwandten unterzubringen. Amalija Rotar – Adela kochte unter der Ojstra im Bunker für die Partisanen. Es waren ungefähr 25 bis 27 Personen, darunter auch Frauen. Im November 1944 wurde der Bunker verraten und von der Polizei angegriffen. Amalija Rotar – Adela gelang, wie auch den meisten anderen, die Flucht aus dem Bunker. Sie stürzte jedoch über einen Felsen und brach sich ein Bein. Von der nachfolgenden Polizei wurde sie erschossen. Erst im Frühjahr konnte ihr Leichnam von den Partisanen begraben werden. Amalija Rotar – Adela hinterließ drei Kinder im Alter zwischen sechs und sechzehn Jahren als Vollwaisen. Ihr ältester Sohn Johan – Ivan Rotar wurde im Feber 1945 gemeinsam mit seiner Cousine Mimi – Verica als Partisan von der deutschen Polizei festgenommen und in das Jugend-KZ Moringen eingewiesen. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 221 f.

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Amalia, Malka, Rotter-




Als Jude oder Jüdin verfolgt (Archiv der Namen)Frauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Lotte Roth, geboren 1919 in Wolfsberg, gestorben 1998 in den USA. Lotte Roth wurde 1919 als Lotte Gross in Wolfsberg geboren. Ihre Eltern betrieben bis 1930 eine Gemischtwarenhandlung in der Sporergasse und danach in der Wiener Straße, in der auch Lotte mitarbeitete. Als das Geschäft rasch nach dem „Anschluss“ an den Nationalsozialismus im März 1938 arisiert wurde und die Familie zunehmend unter Druck geriet, flohen die Eltern mit den beiden Töchtern Anny und Lotte zuerst nach Wien und von dort in die Tschechoslowakei. Dank eines Zertifikats gelang Lotte die Flucht in die USA. Von dort übersiedelte sie nach Mexiko, wo sie heiratete und fünf Kinder großzog. Lotte Roth starb 1998 in den USA. Ihre Eltern wurden beide 1942 im Vernichtungslager Auschwitz ermordet, ihre Schwester Anny überlebte das KZ Bergen-Belsen. Quelle: Lauritsch Andrea: Juden in Wolfsberg. Nationalsozialistische Judenverfolgung am Beispiel Wolfsbergs. Kulturamt der Stadtgemeinde Wolfsberg, 2000.

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Gross-




Opfer der NS JustizFrauen explizit erwähnt



Elizabeta-Tončka Ročičjak, geboren am 10.07.1911 in St. Kanzian/ Škocjan, gestorben am 12.01.1945 in Graz. Elizabeta Ročičjak wurde im Juli 1911 als älteste Tochter des Bauernehepaars Jožef und Elizabeta (geb. Ražun) Ročičjak geboren. Ihren Eltern war Bildung besonders wichtig, weshalb Elizabeta jun. nach der Volksschule die Klosterschule in St. Jakob/ Šentjakob besuchte sowie einen Schneiderkurs in Ljubljana/ Laibach belegte. Außerdem ging sie in eine Ackerbauschule in Maribor/ Marburg. Später war sie neben ihrer Tätigkeit am elterlichen Hof auch in diversen Vereinen aktiv. Während der Zeit des Nationalsozialismus stand sie gemeinsam mit ihrer Familie im regen Kontakt mit dem Partisan*innen-Widerstand. Aufgrund eines Verrates wurden die Ročičjaks Ende Mai 1944 verhaftet. Im Zuge des Gerichtsprozesses wurde sie angeklagt, im Mai 1944 Partisan*innen Lebensmittel verschafft und diese nicht gemeldet zu haben. Elizabeta wurde deswegen zum Tode verurteilt. Die Vollstreckung des Urteils folgte am 12. Jänner 1945, am selben Tag wie das ihres Vaters Jožef. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 328-329.

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Lizika, Rotschizschjak-




Opfer der NS Justiz



Jožef Ročičjak, geboren am 22.03.1884 in St. Kanzian/ Škocjan, gestorben am 12.01.1945 in Graz. Jožef Ročičjak wurde im März 1884 als Sohn der Landwirtschaftsbesitzer Martin und Marija Ročičjak geboren. Im Jahr 1909 vermählte er sich mit Elizabeta Ražun. Gemeinsam hatte das Paar insgesamt acht Kinder und war für die Bewirtschaftung eines der größten landwirtschaftliche Betriebe der Gegend zuständig. Während der Zeit des Nationalsozialismus stand die Familie im regen Kontakt mit dem Partisan*innen-Widerstand, sodass ihr Hof einen wichtigen Treffpunkt darstellte. Aufgrund eines Verrates wurden die Ročičjaks Ende Mai 1944 verhaftet. Jožef wurde der Prozess gemacht, wobei er zum Tode verurteilt wurde. Am selben Tag wie seine Tochter Elizabeta jun. erfolgte auch seine Urteilsvollstreckung. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 328.

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Josephus, Josef, Rotschizschjak-




Kärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Anton Ročnik, geboren am 11.01.1928 in Ebriach/Obirsko, gestorben am 26.01.1945 in Trögern/Korte. Anton Ročnik wurde am 11. Jänner 1928 in Ebriach/Obirsko als Sohn von Matthäus und Marija Jerlih geboren. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Landarbeiter. Im August 1944 schloss er sich den Partisanen an. Am 26. Jänner 1945 fiel Anton Ročnik nahe der Kirche beim vlg. Pristovnik in Trögern/Korte. Seine sterblichen Überreste wurden nach Ende des Krieges am 3. Juni 1945 auf den Friedhof Ebriach umgebettet. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 281 f.

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-




Kärntner PartisanInnenwiderstandSoldaten - Deserteure



Miha Roš, geboren am 09.09.1912 in Vellach/Bela, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben im Dezember 1944 auf der Saualpe/Svinška planina. Miha Roš wurde am 9. September 1912 in Vellach/Bela als Sohn des Pächters und Forstarbeiters Pavl Roš und seiner Frau Rozalija Žagar geboren. Kurz vor Mihas Geburt pachtete sein Vater die vlg. Krištan-Liegenschaft vom Grafen Thurn. Durch den Vertrag verpflichtete er sich, Waldarbeiten für den Grafen zu übernehmen. Auf dem gepachteten Grund konnten sieben Rinder und ein Pferd gehalten werden. 1941 ging der Pachtvertrag auf Miha Roš über. Dieser blieb unverheiratet. Im Juli 1941 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und war 1943 in Norwegen stationiert. Als Obergefreiter nutzte er seinen Heimaturlaub im Sommer 1943 zur Desertion. Um seine Eltern zu schützen, organisierten die Partisanen eine Zwangsrekrutierung. Er erhielt den Partisanennamen Polde. Er war politischer Aktivist und Kämpfer, wodurch er in diverse Kämpfe in der Gegend um Ebriach/Obirsko, Solčava/Sulzbach, Remschenig/Remšenik, Eisenkappel und der Saualpe verwickelt war. Er gehörte zu den ersten Partisanen, die die Drau überquerten und auf die Saualpe kamen. Anfang Dezember 1944 kam Miha Roš bei der Explosion einer Handgranate ums Leben. Nach seinem Tod mussten seine betagten Eltern ihr Zuhause verlassen. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 344.

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Michael, Rosch-




KZ Opfer



Russ Anton stammte laut Arolsen Archives aus der Gottschee, war ledig und jugoslawischer Staatsangehöriger. Bald nach seiner Einlieferung ins KZ Dachau wurde er „entlassen“, vermutlich in ein anderes Lager überstellt. Sein Todesdatum – 8. Mai 1945 – lässt vermuten, dass er für tot erklärt wurde.  

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-




Politischer WiderstandKärntner SlowenInnen



Jožef Rutar, geboren am 12.07.1884 in Kleinzapfen/Malčape, Sittersdorf/Žitara vas, gestorben am 06.04.1945 in der Strafanstalt Stein an der Donau. Jožef Rutar wurde am 12. Juli 1884 in Kleinzapfen/Malčape als Sohn von Helena Marolt und ihrem Mann Georg Rutar geboren. Seinem Vater gehörte die kleine Hafner-Liegenschaft. Jožef Rutar verdiente seinen Lebensunterhalt zuerst als Versicherungsvertreter und verkaufte Fett für Fahrzeuge und Maschinen. Auf Initiative des örtlichen Pfarrers wurde der slowenische Kulturverein Trta gegründet und Jožef 1908 dessen Schriftführer. Der Bau eines Kulturvereinshauses wurde in Angriff genommen, zu dem auch eine Gastwirtschaft und ein Gemischtwarenladen gehörten. Diese beiden Gewerbe übernahm Jožef Rutar. Ursula Potočnik, eine geschulte Kauffrau aus der Štajerska/Untersteiermark, sollte ihn dabei unterstützen. Die beiden heirateten im April 1914. Kurz darauf musste Jožef Rutar einrücken und kam nach zwei Jahren als Invalide von der italienischen Front zurück. Jožef Rutar setzte sich stets für das Slowenische ein und gehörte der Slovenska stranka an, weshalb er von den NS-Behörden als „geistiger Führer der Slowenen“ angesehen wurde. Bei der Volkszählung 1939 bekannte er sich zum „slowenischen Volkstum“. Die zwangsweise Aussiedelung der Familie konnte durch Interventionen verhindert werden. Am 30. November 1942 wurde Jožef Rutar mit dem Grund verhaftet, dass er Kontakt zu Franc Weinzerl gepflegt bzw. dessen Aktivitäten den Behörden nicht gemeldet hätte. Am 12. Juli 1943 wurde Jožef Rutar zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt, welche er in der Strafanstalt Stein abbüßen musste. Am 10. September 1943 wurde sein Zugang in der Strafanstalt Stein vermerkt. Am 6. April 1945 wurde Jožef Rutar in der Strafanstalt Stein durch SS-Angehörige bei einer Massenerschießung getötet. Während der Internierung Jožef Rutars sperrten die NS-Behörden 1943 das Wirtshaus und 1944 die Gemischtwarenhandlung, wodurch seiner Familie die Lebensgrundlage entzogen wurde. Im Herbst 1944 brannte das Haus bei Kampfhandlungen zwischen den Partisanen mit dem RAD (Reichsdeutscher Arbeitsdienst) und der Landwacht schlussendlich ab. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 195 f.

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Josef -




S

Kärntner PartisanInnenwiderstandSoldaten - Deserteure



Franc Sablotnik, geboren am 07.03.1909 in Vellach/Bela, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 30.04.1945 in Remschenig/Remšenik. Franc Sablotnik wurde am 7. März 1909 in Vellach/Bela als lediger Sohn von der aus Rechberg/Rebrca stammenden Marija Šurtelj geboren. Sein Vater war der aus Jezersko/Seeland stammende Pächter Valentin Zaplotnik. Seine Eltern heirateten erst 1915. Franc Sablotnik verdiente seinen Lebensunterhalt als Sägemeister in Vellach und heiratete 1940 Angela Cufer, mit der er zwei Kinder hatte. Im Mai 1940 musste er zu den Gebirgsjägern einrücken. Am 26. Mai 1944 desertierte der Gefreite und ging zu den Partisanen. Fortan trug er den Partisanennamen Jažko. Anfangs stand er unter dem Kommando von Lado. Am 30. April 1945 wurde er in Remschenig von einem SS-Mann erschossen und an Ort und Stelle begraben. Nach Kriegsende wurde er am 17. Mai 1945 auf den Friedhof von Eisenkappel umgebettet. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 269.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Franz, Zablotnik, Zaplotnik-




Kärntner PartisanInnenwiderstandPolitischer WiderstandFrauen explizit erwähnt



Angela Sadnikar, geboren am 27.05.1922 in St. Marxen/Šmarkež, St. Kanzian/Skocjan, gestorben am 21.04.1945 im Gaukrankenhaus Klagenfurt. Angela Sadnikar wurde am 27. Mai 1922 als Tochter des Sägearbeiters Stefan Zadnikar und seiner Frau Maria Rohrmeister geboren. Ihren Lebensunterhalt verdiente Angela Sadnikar als Hilfsarbeiterin bei der Firma Leitgeb in Kühnsdorf. Eine Zeit lang unterstützte Angela Sadnikar die Partisanen als legale Mitarbeiterin, bevor sie sich im November 1944 in Mökriach/Mokrije ihnen schlussendlich anschloss. Am 2. Jänner 1945 wurde Angela Sadnikar festgenommen und in das Gestapogefängnis Klagenfurt gebracht, wo sie brutal misshandelt wurde. Zu ihrem Tod gibt es unterschiedliche Angaben. Eine Version lautet, dass sie bei einem Verhör so schwer misshandelt worden sei, sodass sie wenig später an diesen Verletzungen im Krankenhaus starb. Eine weitere Version lautet, dass sie bei einem Verhör, um nicht schwach zu werden und ihre Kameraden zu verraten, durch das Fenster gesprungen sei und im Krankenhaus diesen Verletzungen erlegen sei. Als Todesursache wurde in der Sterbeurkunde „Unterschenkel- und Wirbelbruch“ angegeben. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 382 f.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Helena, Zadnikar-




Kärntner PartisanInnenwiderstandSoldaten - DeserteureJugendliche explizit erwähnt



Lukas Sadovnik, geboren am 06.10.1906, gestorben am 25.04.1945 am Bauernhof vulgo Peršman in Koprein Petzen/Podpeca. Lukas Sadovnik wurde am 6. Oktober 1906 geboren. Seine Eltern waren Johann Sadovnik und Maria Urbančič. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Ana Haberc bewirtschaftete er den Bauernhof vulgo Peršman in Koprein Petzen/Podpeca. Das Paar hatte sechs Kinder. Im Zweiten Weltkrieg wurde Lukas Sadovnik als Soldat in die Wehrmacht einberufen, ab Herbst 1941 diente er bei der Marine. Seine Frau Ana blieb mit den Kindern am Hof und unterstützte den PartisanInnenwiderstand. Ende 1944 desertierte Lukas Sadovnik von der Wehrmacht und kehrte nach Hause zurück. Anfang 1945 meldete ihn seine Frau Ana als vermisst, er galt damit als gefallener Soldat, tatsächlich lebte er aber versteckt bei seiner Familie am Bauernhof. Am 25. April 1945, wenige Tage vor Kriegsende, kam das 13. SS-Polizeiregiment zum Peršmanhof weil dort eine große Gruppen von PartisanInnen lagerte. Die SS-Polizeieinheit ermordete elf Menschen, allesamt Zivilisten: vier Erwachsene (das Besitzerehepaar Lukas und Ana, die Altbäurin und die Schwester von Lukas), und sieben Kinder (drei Kinder von Lukas und Ana, zwei Kinder der Schwester von Lukas und zwei Kinder vom Nachbarhof). Der Bauernhof wurde fast vollständig abgebrannt. Drei am Tatort anwesende Kinder überlebten, zwei davon schwer verletzt. Quellen: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 305. Gudrun Blohberger / Lisa Rettl (Hg.): Peršman. Wallstein Verlag, Göttingen, 2014, S. 32, 270.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Luca, Luka-




Kärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähnt



Ana Sadovnik, geboren am 1909, gestorben am 25.04.1945 am Bauernhof vulgo Peršman in Koprein Petzen/Podpeca. Ana Sadovnik wurde 1909 in der Nähe des Peršmanhofs geboren. Ihre Mutter Maria Haberc stammte vom benachbarten Čemer-Hof. Sie heiratete den Bauern vom Peršmanhof Lukas Sadovnik und bekam mit ihm sechs Kinder. Als ihr Mann im Herbst 1941 zur Wehrmacht einberufen wurde, führte Ana den Hof und unterstützte den PartisanInnenwiderstand. Nachdem Lukas Ende 1944 von der Wehrmacht desertierte und sich zuhause versteckte meldete ihn seine Frau Ana als vermisst. Die beiden hoffen, so das baldige Kriegsende abwarten zu können. Doch wenige Tage zuvor kam es am Peršmanhof zu einem Massaker verübt von Nationalsozialisten. Am 25. April 1945 kam das 13. SS-Polizeiregiment zum Peršmanhof weil dort eine große Gruppen von PartisanInnen lagerte. Die SS-Polizeieinheit ermordete elf Menschen, allesamt Zivilisten: vier Erwachsene (das Besitzerehepaar Lukas und Ana, die Altbäurin und die Schwester von Lukas), und sieben Kinder (drei Kinder von Lukas und Ana, zwei Kinder der Schwester von Lukas und zwei Kinder vom Nachbarhof). Der Bauernhof wurde fast vollständig abgebrannt. Drei am Tatort anwesende Kinder überlebten, zwei davon schwer verletzt. Quellen: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 305. Gudrun Blohberger / Lisa Rettl (Hg.): Peršman. Wallstein Verlag, Göttingen, 2014, S. 31-32, 270.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Haberc-




Kärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähnt



Franciska Sadovnik, geboren am 26.01.1868 in Črna (Slowenien), gestorben am 25.04.1945 am Bauernhof vulgo Peršman in Koprein Petzen/Podpeca. Franciska Sadovnik wurde am 26. Jänner 1868 in Črna (heute Slowenien) geboren. Sie war Urban Sadovnik verheiratet, mit dem Vorbesitzer des Peršmanhofs und Onkel von Lukas Sadovnik. Nach dem Tod ihres Mannes lebte sie als Altbäuerin am Hof ihres Neffen Lukas der nun den Hof mit seiner Frau und den sechs Kindern bewirtschaftete. Wenige Tage vor Kriegsende ereignete sich am Hof ein Massaker verübt durch Nationalsozialisten. Am 25. April 1945 kam das 13. SS-Polizeiregiment zum Peršmanhof weil dort eine große Gruppen von PartisanInnen lagerte. Die SS-Polizeieinheit ermordete elf Menschen, allesamt Zivilisten: vier Erwachsene (die Altbäuerin Franciska, das Besitzerehepaar Lukas und Ana und die Schwester von Lukas), und sieben Kinder (drei Kinder von Lukas und Ana, zwei Kinder der Schwester von Lukas und zwei Kinder vom Nachbarhof). Der Bauernhof wurde fast vollständig abgebrannt. Drei am Tatort anwesende Kinder überlebten, zwei davon schwer verletzt. Quellen: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 306. Gudrun Blohberger / Lisa Rettl (Hg.): Peršman. Wallstein Verlag, Göttingen, 2014, S. 270.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
DlopstFrančiška-




Kärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Franziska Sadovnik geboren am 04.02.1932 in Koprein Petzen/Podpeca, gestorben am 25.04.1945 am Bauernhof vulgo Peršman in Koprein Petzen/Podpeca. Franziska Sadovnik war die älteste Tochter des Besitzerehepaares des Peršmanhofes Lukas Sadovnik und Ana Sadovnik (geborene Haberc) und wurde am 4. Februar 1932 in Koprein Petzen/Podpeca geboren. Wenige Tage vor Kriegsende ereignete sich am Hof ihrer Eltern ein Massaker verübt durch Nationalsozialisten. Am 25. April 1945 kam das 13. SS-Polizeiregiment zum Peršmanhof weil dort eine große Gruppen von PartisanInnen lagerte. Die SS-Polizeieinheit ermordete elf Menschen, allesamt Zivilisten: vier Erwachsene (die Altbäuerin Franciska, das Besitzerehepaar Lukas und Ana und die Schwester von Lukas), und sieben Kinder (drei Kinder von Lukas und Ana darunter Franziska, zwei Kinder der Schwester von Lukas und zwei Kinder vom Nachbarhof). Der Bauernhof wurde fast vollständig abgebrannt. Drei am Tatort anwesende Kinder überlebten, zwei davon schwer verletzt. Franziska wurde nur 13 Jahre alt. Quellen: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 306. Gudrun Blohberger / Lisa Rettl (Hg.): Peršman. Wallstein Verlag, Göttingen, 2014, S. 270.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Frančiška-




Kärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Viktor Sadovnik geboren am 04.04.1941 in Koprein Petzen/Podpeca, gestorben am 25.04.1945 am Bauernhof vulgo Peršman in Koprein Petzen/Podpeca. Viktor Sadovnik war das zweitjüngste Kind des Besitzerehepaares des Peršmanhofes Lukas Sadovnik und Ana Sadovnik (geborene Haberc) und wurde am 4. April 1941 in Koprein Petzen/Podpeca geboren. Wenige Tage vor Kriegsende ereignete sich am Hof seiner Eltern ein Massaker verübt durch Nationalsozialisten. Am 25. April 1945 kam das 13. SS-Polizeiregiment zum Peršmanhof weil dort eine große Gruppen von PartisanInnen lagerte. Die SS-Polizeieinheit ermordete elf Menschen, allesamt Zivilisten: vier Erwachsene (die Altbäuerin Franciska, das Besitzerehepaar Lukas und Ana und die Schwester von Lukas), und sieben Kinder (drei Kinder von Lukas und Ana darunter Viktor, zwei Kinder der Schwester von Lukas und zwei Kinder vom Nachbarhof). Der Bauernhof wurde fast vollständig abgebrannt. Drei am Tatort anwesende Kinder überlebten, zwei davon schwer verletzt. Viktor starb kurz nach seinem vierten Geburtstag. Quellen: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 306. Gudrun Blohberger / Lisa Rettl (Hg.): Peršman. Wallstein Verlag, Göttingen, 2014, S. 270.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
-




Kärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Bogomir (Gottfried) Sadovnik, geboren am 04.08.1944 1941 in Koprein Petzen/Podpeca, gestorben am 25.04.1945 am Bauernhof vulgo Peršman in Koprein Petzen/Podpeca. Bogomir (Gottfried) Sadovnik war das jüngste Kind des Besitzerehepaares des Peršmanhofes Lukas Sadovnik und Ana Sadovnik (geborene Haberc) und wurde am 4. August 1944 in Koprein Petzen/Podpeca geboren. Wenige Tage vor Kriegsende ereignete sich am Hof seiner Eltern ein Massaker verübt durch Nationalsozialisten. Am 25. April 1945 kam das 13. SS-Polizeiregiment zum Peršmanhof weil dort eine große Gruppen von PartisanInnen lagerte. Die SS-Polizeieinheit ermordete elf Menschen, allesamt Zivilisten: vier Erwachsene (die Altbäuerin Franciska, das Besitzerehepaar Lukas und Ana und die Schwester von Lukas), und sieben Kinder (drei Kinder von Lukas und Ana darunter Bogomir, zwei Kinder der Schwester von Lukas und zwei Kinder vom Nachbarhof). Der Bauernhof wurde fast vollständig abgebrannt. Drei am Tatort anwesende Kinder überlebten, zwei davon schwer verletzt. Bogomir wurde nur 8 Monate alt. Quellen: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 307. Gudrun Blohberger / Lisa Rettl (Hg.): Peršman. Wallstein Verlag, Göttingen, 2014, S. 270.

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Gottfried, Mirko-




Kärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Albina Sadovnik geboren am 11.02.1938 in Koprein Petzen/Podpeca, gestorben am 25.04.1945 am Bauernhof vulgo Peršman in Koprein Petzen/Podpeca. Albina Sadovnik wurde am 11. Februar 1938 in Koprein Petzen/Podpeca geboren. Sie war das dritte von vier Kindern ihrer Mutter Katharina Dobravc (geborene Sadovnik). Albinas geschiedene Mutter lebte mit den vier Kindern am Bauernhof ihres Bruders, dem Peršmanhof, und war dort als Landarbeiterin tätig. Wenige Tage vor Kriegsende ereignete sich am Peršmanhof ein Massaker verübt durch Nationalsozialisten. Am 25. April 1945 kam das 13. SS-Polizeiregiment zum Hof weil dort eine große Gruppen von PartisanInnen lagerte. Die SS-Polizeieinheit ermordete elf Menschen, allesamt Zivilisten: vier Erwachsene (die Altbäuerin Franciska, das Besitzerehepaar Lukas und Ana und Albinas Mutter Katharina), und sieben Kinder (drei Kinder der Hofbesitzer, zwei Kinder von Katharina Dobravc, darunter Albina, und zwei Kinder vom Nachbarhof). Der Bauernhof wurde fast vollständig abgebrannt. Drei am Tatort anwesende Kinder überlebten, zwei davon schwer verletzt. Albina wurde nur sieben Jahre alt, auch ihr vierjähriger Bruder Filip und ihre Mutter wurden im Zuge des Massakers ermordet. Quellen: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 307. Gudrun Blohberger / Lisa Rettl (Hg.): Peršman. Wallstein Verlag, Göttingen, 2014, S. 32, 270.

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Kärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Filip Sadovnik, geboren am 20.05.1940 in Koprein Petzen/Podpeca, gestorben am 25.04.1945 am Bauernhof vulgo Peršman in Koprein Petzen/Podpeca. Filip Sadovnik wurde am 20. Mai 1940 in Koprein Petzen/Podpeca geboren. Er war das jüngste von vier Kindern seiner Mutter Katharina Dobravc (geborene Sadovnik). Filips geschiedene Mutter lebte mit den vier Kindern am Bauernhof ihres Bruders, dem Peršmanhof, und war dort als Landarbeiterin tätig. Wenige Tage vor Kriegsende ereignete sich am Peršmanhof ein Massaker verübt durch Nationalsozialisten. Am 25. April 1945 kam das 13. SS-Polizeiregiment zum Hof weil dort eine große Gruppen von PartisanInnen lagerte. Die SS-Polizeieinheit ermordete elf Menschen, allesamt Zivilisten: vier Erwachsene (die Altbäuerin Franciska, das Besitzerehepaar Lukas und Ana und Albinas Mutter Katharina), und sieben Kinder (drei Kinder der Hofbesitzer, zwei Kinder von Katharina Dobravc, darunter Filip, und zwei Kinder vom Nachbarhof). Der Bauernhof wurde fast vollständig abgebrannt. Drei am Tatort anwesende Kinder überlebten, zwei davon schwer verletzt. Filip wurde nur vier Jahre alt, auch seine siebenjährige Schwester Albina und seine Mutter wurden im Zuge des Massakers ermordet. Quellen: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 307. Gudrun Blohberger / Lisa Rettl (Hg.): Peršman. Wallstein Verlag, Göttingen, 2014, S. 32, 270.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähnt



Matilda Sadovnik, geobren am 22. Februar 1902, gestorben am 5. Oktober 1943. Matilda Sadovnik war zwei Mal verheiratet. Als sie am 5. Oktober 1943 beim Wäscheschwemmen tot aufgefunden wurde, war ihr Mann Wehrmachtssoldat, ihre beiden älteren Söhen waren bei den Partisanen. Über ihren Tod gibt es unterschiedliche Versionen. Die Gendarmerie vermutete, dass sie von Partisanen erschossen worden sei, weil sie umfangreiche Nachforschungen über den Verbleib ihrer Söhen anstellte. Der Historiker Marjan Linasi hingegen verweist auf einen Bericht der für die Erschießung verantwortlich gemachten Partisaneneinheit, der erklärt, Sadovnik hätte ihrem Sohn vor dem Gang zu den Partisanen Gift geben wollen. Quelle: Entner, Brigitte: … als die Polizeieinheiten zum Hof kamen …. In Erinnerung an die Kärntner-slowenischen Opfer der NS-Verfolgung aus Bad Eisenkappel-Vellach. Eigenverlag, Bad Eisenkappel-Vellach/Železna kapla-Bela, 2021. S. 149.

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DemšarKnez, Matilda, Sadolnig, Demschar-




Jüdische Opfer - KZ



Ernst Salzberger, geboren 01.08.1922, gestorben k.A.. Der Klagenfurter Ernst Salzberger besuchte wie sein älterer Bruder Imre die Handelsakademie in Klagenfurt. Ernsts Eltern führten einen Holzgroßhandel, der nach dem "Anschluss" arisiert wurde. Ernst flüchtete in weiterer Folge nach Bratislava, wo er mehrere Jahre lebte und arbeitete. Nach dem Einmarsch der Deutschen in die Tschechoslowakei wurde er in ein Konzentrationslager deportiert und dort ermordet. Über sein genaues Schicksal ist nichts bekannt. Seinen Eltern und seinem Bruder gelang die Flucht vor den Nazis. Quellen: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 36, 128.

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Religiöser WiderstandOpfer der NS Justiz



Franz Samonig, geboren am 02.07.1912 in Finkenstein, gestorben am 27.09.1941 in Brandenburg-Görden (Deutschland). Franz Samonig, der gelernte Tischler, verdiente sein Lebensunterhalt als Maurergehilfe. Bereits in jungen Jahren kam er in Kontakt mit verschiedenen Bibelforschern bzw. Zeugen Jehovas. Ende April 1941 trat er deswegen von der Kirche aus und wurde auch ein Zeuge. Aufgrund seiner religiösen Ansichten verweigerte er den Wehrdienst, weshalb er gefangen genommen und ins Militärgefängnis Torgau überführt wurde. Es folgte der Weitertransport nach Brandenburg-Görden. Dort wurde er Ende September 1941 hingerichtet. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/samonig-franz/>.

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Smounig-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Santner, geboren 1886, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Maria Santner, die unter einer geistigen Beeinträchtigung litt, wurde im April 1941 in das sogenannte „Siechenhaus“ in Villach eingewiesen. Wenige Monate später, im Juli 1941, wurde sie im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/santner-maria/>.

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Andreas Hans Saringer, geboren am 17.12.1940 in Paternion, gestorben am 18.08.1941 in der Kinder- und Jugendfürsorgeanstalt Am Spiegelgrund. Andreas Hans Saringer ist Teil einer sechsköpfigen Schumacherfamilie. Wenige Monate nach der Geburt wird festgestellt, dass das Kleinkind an beiden Augen an einem angeborenen Star leidet. Der operative Eingriff wurde sogleich für Anfang August 1941 festgelegt. In der Zwischenzeit wurde das staatliche Gesundheitsamt darüber in Kenntnis gesetzt und der kleine Andreas im Juli 1941 in die sogenannte „Kinder- und Jugendfürsorgeanstalt Am Spiegelgrund“ eingewiesen. Anfang August fragt sein Vater nach dem Zustand seines Sohnes nach. Er erhält jedoch erst Ende August die Mitteilung, Andreas wäre ein paar Tage zuvor an einer Lungenentzündung verstorben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/saringer-andreas-hans/>.

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KZ Opfer



Georges Sarrazin, geboren am 20.12.1904 in Roye (Frankreich), gestorben am 11.01.1945 im KZ Loibl. Georges Sarrazin, geboren am 20.12.1904 in Roye, Frankreich, wurde bei seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen mit der Nummer 28519 registriert. Im Juli 1943 wurde er in die Konzentrationslager am Loibl verlegt. Dort verstarb er am 11. Jänner 1945, laut Augenzeugenberichten war er körperlich schwer von Unterernährung und Misshandlung gezeichnet. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 255, 256.

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Martin Sarres wurde am 8. Juli 1935 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus ermordet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 zum Tod verurteilte Leiter der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Martin Sarres litt auch an Tuberkulose und ist am 23. Februar 1944 entweder daran oder durch Vergiftung mit einem überdosierten Schlafmittel ums Leben gekommen. Begraben wurde der Neunjährige in einem Armengrab im Klagenfurter Friedhof Annabichl im Gräberfeld XXI, 2. Reihe. Es wurde in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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NS-Euthanasie



Georg Szazadonig, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Er ist dort am 31. Oktober 1940 1940 eingetreten und wurde am 7. Juli 1941 mit einem Tötungstransport mit 111 weiteren Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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Kärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Heinrich Schaschl, geboren 06.04.1928 in Arnoldstein, gestorben am 21.04.1945 in der Schütt/ Dobratsch. Heinrich Schaschl, der als Fabriksarbeiter tätig war, schloss sich der Gailtaler Gruppe der Partisan*innen an, wo sein Onkel Albin Kommandant war. Die Mitglieder hatten ihr Versteck, ein Bunker für über zwanzig Personen, im Felssturzgebiet des Dobratsch in der Nähe von Wasserstellen errichtet, von wo aus sie zahlreiche Aktionen gegen das NS-Regime organisierten. Im April 1945 wurde der Bunker jedoch aufgedeckt. Dabei verlor Heinrich sowie sein Onkel Klement und Bruno Jank deren Leben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/schaschl-heinrich/>.

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Klement Schaschl, geboren am 27.01.1916 in St Ruprecht bei Klagenfurt, gestorben am 21.04.1945 in der Schütt/ Dobratsch. Klement Schaschl war Teil der sogenannten Schütt-Partisan*innen, die im Gailtal aktiv waren. Die Mitglieder hatten ihr Versteck, ein Bunker für über zwanzig Personen, im Felssturzgebiet des Dobratsch in der Nähe von Wasserstellen errichtet, von wo aus sie zahlreiche Aktionen gegen das NS-Regime organisierten. Im April 1945 wurde der Bunker jedoch aufgedeckt. Dabei verlor Klement sowie sein Neffe Heinrich und Bruno Jank deren Leben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/schaschl-klement/>.

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Kärntner SlowenInnen



Johann Schaunig, geboren am 20.11.1926 in Unter-Greuth bei Latschach, gestorben am 21.02.1943 in Siegendorf (Deutschland). Johann Schaunig wurde gemeinsam mit seinem Vater Franz und mit seinen Geschiwstern Theresia, Maria und Franz aufgrund ihrer slowenischen Wurzeln gefangen genommen und ins Lager Hagenbüchan nach Deutschland transportiert. Johann wurde zu Zwangsarbeit in einem naheliegenden Sägewerk verpflichtet, zu dem er jeden Tag per Zug hinfuhr. Am 21. Februar 1943 wurde er im Bahnhof Siegendorf von einem Zug überfahren und verunklückte. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/schaunig-johann/>.

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Politischer Widerstand



Killian Schauss, geboren 07.07.1909, gestorben 12.06.1943 in der Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee (Deutschland). Killian Schuss war gelernter Bäcker und arbeitet in verschiedenen Bäckereien in Klagenfurt. 1934 trat er der Kommunistischen Partei bei und ging ein Jahr später in die Leninschule nach Moskau. Nach dem "Anschluss" kehrte er zurück nach Österreich und war im Widerstand aktiv, indem er versuchte, ein Netz der illegalen KPÖ aufzubauen. 1940 wurde er bei einer Flugblätteraktion mit 50 anderen Aktivisten verhaftet. Er wurde im Februar 1942 vom Volksgerichtshof in Wien zum Tode verurteilt. Im Juni desselben Jahres wurde er in der Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee hingerichtet. Quellen: Danglmaier Nadja/ Koroschitz Werner: Nationalsozialismus in Kärnten. Opfer, Täter, Gegner. Studien Verlag, Innsbruck et al., 2021, S. 338, 352.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Anna Schellander wurde am 20. September 1901 im Weiler Annamischl (Gemeinde Poggersdorf), Bezirk Klagenfurt Land geboren. Von St. Michael am Zollfeld kommend ist sie im Sommer 1940 in das Siechenhaus des Gaukrankenhauses Klagenfurt eingetreten. Meldeamtlich erfasst wurde ihr Eintritt mit 9. September 1940. Anna Schellander wurde am 7. Juli 1941 mit einem Tötungstransport mit rund 111 Pflegebedürftigen des Siechenhauses, Kindern einer kirchlichen Einrichtung und Insassen der Psychiatrie des Gaukrankenhauses in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Gunda Schick wurde um das Jahr 1925 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Der Vater von GUNDA SCHICK war ein Arbeiter. Am 3. August 1944 wurde sie im Alter von 19 Jahren von Ottilie Schellander, der eifrigsten Mörderin auf der Station, getötet. Anschließend wurde sie auf die Prosektur überstellt und von dort der städtischen Friedhofsverwaltung übergeben. GUNDA SCHICK wurde in einem Armengrab im Friedhof Annabichl, Feld XXI, Reihe 3 beigesetzt. Das Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und später mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Urteil. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Gundar-




Opfer der NS JustizJugendliche explizit erwähnt



Johann Schilbar, geboren am 08.02.1927 in Villach, gestorben am 03.06.1945 im KZ Dachau. Nähere Details zum gebürtigen Villacher Johann Schulbar sind uns nicht bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/schilbar-johann/>.

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Kärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähnt



Erna Schilcher, geboren k.A., gestorben k.A.. Am 16. Oktober 1944 wurde das Glimmerbergwerk in St. Leonhard auf der Saualpe von einer Partisaneneinheit überfallen. Dabei wurde die Infrastruktur des Rüstungsbetriebes zerstört und zahlreiche Zwangsarbeiter konnten fliehen. Eine große Gruppe von ihnen und PartisanInnen (die Angaben schwanken zwischen 40 und 70 Personen) versteckte sich bis auf Weiteres beim Spitzbauern in Lamm bei Pustritz, der den PartisanInnenwiderstand unterstützte. Am 17. Oktober 1944 befanden sich außerdem zahlreiche Zivilisten am Hof, so das Bauernehepaar, die Schwester der Bäuerin Elise aus Wien und das zweijährige Kind deren Bruders. Auch der Vater der Bäuerin Alois Zirnig und zwei Frauen aus der Nachbarschaft waren vor Ort, eine davon war Margaretha Knabl. Zudem kamen zwei jugendliche Töchter eines nahegelegenen Bauern und die dort eingeteilte ukrainische Zwangsarbeiterin Maria Gelemi an den Hof. Offenbar wurde die Widerstandsgruppe am Hof des Spitzbauern der Polizei verraten. Gegen 16 Uhr wurde der Hof angegriffen, beschossen und in Brand gesteckt. Die anwesenden Menschen versuchten zu flüchten, doch zahlreiche Personen kamen zu Tode, die Angaben der Todesopfer schwankt zwischen 33 und 55. Das Bauernehepaar konnte in den Wald fliehen und fand nach der abendlichen Rückkehr die Leichen am abgebrannten Gehöft. Zusätzlich zu den am Hof ermordeten Personen wurden laut Zeitzeugenaussage mindestens zwei Arbeiter aus dem Glimmerbergwerk gefangen genommen, nach Unterdrauburg gebracht und dort erhängt. Die fünf ermordeten ZivilistInnen wurden am Ortsfriedhof beerdigt wobei das Datum am Gedenkkreuz falsch angegeben ist, das Massaker ereignete sich am 17. Oktober 1944, nicht am 17. September. Quellen: Michael Guttenbrunner: „Spitzbauer“. 17. Oktober 1944. In: Die Einheit: für Fortschritt und Völkerverständigung, gegen Verleumdung und Lüge. Nummer 34 und 35, 7. und 14. September 1950. Lisa Rettl: Partisanendenkmäler: antifaschistische Erinnerungskultur in Kärnten. Studien Verlag 2006.

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Politischer WiderstandOrte des Terrors - Justiz



Johan Schläf, geboren am 16.08.1906 in Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 23.03.1945 in der Strafanstalt Karlau. Johann Schläf wurde am 16. August 1906 in Eisenkappel/Železna Kapla als Sohn der verwitweten Magdalena Schläf geboren. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Schlosser, Hilfsarbeiter und Bergmann. Er heiratete Katarina Martinak, die beiden hatten keine Kinder. In der Zeit der Wirtschaftskrise wurde er arbeitslos und fand erst 1938 wieder Arbeit. 1940 wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Nach zwei Jahren und einer Verwundung an der Ostfront, kam Johan Schläf zurück und arbeitete wieder als Bergmann. Er war politisch aktiv und bereits seit 1925 Angehöriger der Sozialistischen Partei und des Republikanischen Schutzbundes. In der Zeit des Austrofaschismus schloss er sich den Kommunisten an und wurde deshalb 1935 wegen kommunistischer Aktivitäten vor Gericht gestellt und zu fünf Jahren Arrest verurteilt, jedoch 1936 bedingt amnestiert. 1942 kamen die ersten Partisanen in den Raum Eisenkappel. Sie kontaktieren Johan Schläf, der zum engeren Kreis des neu gegründeten Widerstands zählte. Er und seine Frau waren eine wichtige Anlaufstelle für die Partisanen. Beide wurden im Zuge der großen Verhaftungswelle zu Weihnachten 1942 festgenommen und angeklagt. Am 27. August 1943 stand das Urteil fest. Katarina Schläf wurde zu 30 Monaten Zuchthaus in der Strafanstalt Stadelheim verurteilt. Im August 1945 kehrte sie in die Heimat zurück. Johan Schläf erhielt vier Jahre Zuchthaus, wobei er den ersten Teil in Maribor verbüßte. Im März 1944 kam er nach Graz Karlau. Seine letzte Nachricht stammte vom März 1945. Das Verfahren zur Todeserklärung erfolgte erst 1957. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 171 f.

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Hans, Šlef-




Opfer der NS Justiz



Peter Schlömmer, geboren am 20.06.1900, gestorben am 30.06.1942 in Wien. Der Eisenbahner-Werkführer in St. Veit Peter Schlömmer wurde aufgrund seiner kommunistischen Einstellung am 23. April 1942 zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde Ende Juli in Wien vollzogen. Weitere Details über Peter Schlömmer sind nicht bekannt. Quelle: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 287.

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Johann Schmid, geboren am 24.06.1921 in Villach, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Johann Schmid war eines der 25 Kinder und Jugendliche, die von der Erziehungsanstalt Tainach im Juli 1941 in das Klagenfurter Gaukrankenhaus verlegt wurden. Drei Tage danach wurde er im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/schmid-johann/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Amalia Schmid nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte seit mehreren Jahren im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Am 25. August 1940 wurde sie in einem Tötungstransport mit mehr als 250 Frauen aus der psychiatrischen Abteilung und Frauen sowie Mädchen aus dem "Siechenhaus" in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Karl Wilhelm Schmidt wurde am 17. Oktober 1928 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 zum Tod verurteilte Leiter der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Karl Wilhelm Schmidt wurde am 11. Juni 1943 im Alter von fünfzehn Jahren ermordet. Die meisten Opfer wurden vor der Tötung mit überdosierten Schlafmitteln, in manchen Fällen durch Morphium, in die sogenannte Wäschekammer gebracht. Begraben wurde KARL WILHELM in einem Armengrab im Klagenfurter Friedhof Annabichl im Gräberfeld I, das in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt wurde. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Schmiedt-




NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Horst Schmitt wurde am 17. August 1930 geboren und evangelisch getauft. Am 20. Mai 1943 wurde er mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 zum Tod verurteilte Leiter der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. HORST SCHMITT wurde am 27. Juni 1943 im Alter von dreizehn Jahren ermordet. Die meisten Opfer wurden zum Zweck ihrer Tötung mit überdosierten Schlafmitteln, in manchen Fällen durch Morphium, in die sogenannte Wäschekammer gebracht. Begraben wurde HORST in einem Armengrab im Klagenfurter Friedhof Annabichl im Gräberfeld I, das in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt wurde. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Schmidt, Schmid-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Christine Schmitz wurde um das Jahr 1932 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Christine Schmitz wurde am 11. Juli 1944 von Ottilie Schellander, der eifrigsten Mörderin auf der Station, getötet. Anschließend wurde der Leichnam der Zwölfjährigen auf die Prosektur überstellt und der städtischen Friedhofsverwaltung übergeben. Beigesetzt wurde sie in einem Armengrab im Friedhof Annabichl, Feld XXI, Reihe 3. Das Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und später mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Urteil. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Schmid, Schmidt-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Rosalia Schmoliner, geboren 1911, orben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Rosalia Schmoliner verdiente ihren Lebensunterhalt als Hausgehilfin. Ende August 1933 wurde sie mit der Diagnose Schizophrenie in das Klagenfurter Krankenhaus eingeliefert. Etliche Jahre später wurde sie im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/schmoliner-rosalia/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Schmölzer, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Sie ist dort am 25. September 1940 eingetreten und wurde am 7. Juli 1941 mit einem Tötungstransport mit 111 weiteren Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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Politischer Widerstand



Robert Schollas, geboren im Jahr 1919 in Rüdinghausen, gestorben am 03.11.1944 in Greifenburg. Robert Schollas wurde im Jahr 1919 in Rüdinghausen bei Dortmud geboren. Spätestens im Frühsommer 1944 schloss er sich dem Partisanenverband „Osoppo“ in Friaul an. Er war aus der Deutschen Luftwaffe desertiert und verfasste für die Partisanen eine Reihe deutschsprachiger Flugblätter, worin er die Wehrmachtssoldaten dazu aufforderte, zu desertieren und den Kampf der Partisanen gegen das NS-Regime zu unterstützen. Robert Schollas war Anführer einer Gruppe von Mitarbeitern des britischen Geheimdienstes „Special Operations Executive“ (SOE), die am 2. November 1944 in Partisanenmanier den Hof eines Nationalsozialisten in Eben überfielen. Schollas war gemeinsam mit Karl Schmid auf den Weg nach Villach, wo sie sich im Auftrag der SOE bei einer Verbindungsstelle melden sollten, um Kontakt mit einer Partisanengruppe aufzunehmen. Am 3. November 1944 waren sie auf dem Weg dorthin und baten unterwegs bei einem Bauernhof um Milch. Die Söhne des Bauern waren Landwachtmänner und wurden bereits in der Früh über die Fahndung nach den Partisanen informiert. Der Tathergang kann nur auf Grundlage der Chronik des Gendarmerieprotokolls von Greifenburg und Angaben der Staatsanwaltschaft Klagenfurt rekonstruiert werden. Beide Aufzeichnungen beruhen auf den Angaben der Landwachtmänner. Diese sagten aus, dass sich die beiden Partisanen im Vorhaus trotz der vorgehaltenen Gewehre nicht ausgewiesen haben, sondern Schollas soll stattdessen zu seiner Pistole gegriffen haben. Einer der Landwachtmänner schoss auf ihn und die Kugel durchbohrte seinen Hals. Der zweite Landwachtmann schoss auf den flüchtenden Karl Schmid, der an der Schulter getroffen wurde. Schmid wurde wenig später festgenommen. Was mit dem Leichnam von Robert Schollas geschehen ist, ist bisher unbekannt. Vermutlich wurde er irgendwo verscharrt. Quelle: Homepage des Vereins aegide – NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/54/Robert_Schollas/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Josefine Schorn, geboren am 26.01.1900 in Villach, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Josefine Schorn, die aus einer Arbeiterfamilie stammte, wurde Ende Dezember 1926 in die psychiatrische Abteilung des Klagenfurter Krankenhauses mit der Diagnose Schizophrenie eingewiesen. Beinahe 15 Jahre später, im August 1940, wurde sie im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/schorn-josefine/>.

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NS-Euthanasie



Franz Schorsch, geboren 21.01.1913, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Als 1940 und 1941 vier Transporte mindestens 733 Menschen aus Kärnten zur Vergasung in die Euthanasieanstalt Schloss Hartheim nach Oberösterreich brachten, waren darunter zahlreiche ehemalige PatientInnen aus dem Klagenfurter Josefinum. Franz Schorsch wurde mit dem vierten Transport am 7. Juli 1941 deportiert. Dieser umfasste 111 Personen, darunter auch 25 Kinder. Sie alle wurden im Schloss Hartheim sofort nach ihrer Ankunft vergast. Franz Schorsch war vor seiner Einweisung ins Klagenfurter Josefinum in Griffen/Völkermarkt gemeldet. Quelle: Homepage der Stadt Klagenfurt <https://www.klagenfurt.at/die-stadt/geschichte/erinnerungskultur/stolpersteine/stolpersteine-2018.html>.

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NS-Euthanasie



Karl Schorsch, geboren 02.11.1914, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Als 1940 und 1941 vier Transporte mindestens 733 Menschen aus Kärnten zur Vergasung in die Euthanasieanstalt Schloss Hartheim nach Oberösterreich brachten, waren darunter zahlreiche ehemalige PatientInnen aus dem Klagenfurter Josefinum. Karl Schorsch wurde mit dem vierten Transport am 7. Juli 1941 deportiert. Dieser umfasste 111 Personen, darunter auch 25 Kinder. Sie alle wurden im Schloss Hartheim sofort nach ihrer Ankunft vergast. Karl Schorsch war vor seiner Einweisung ins Klagenfurter Josefinum in Völkermarkt angemeldet. Quelle: Homepage der Stadt Klagenfurt <https://www.klagenfurt.at/die-stadt/geschichte/erinnerungskultur/stolpersteine/stolpersteine-2018.html>.

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Rolf Schreiber wurde am 20. Mai 1939 geboren und evangelisch getauft. An seinem vierten Geburtstag wurde er am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 zum Tod verurteilte Leiter der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Rolf Schreiber war der Sohn eines Arbeiters. Er wurde erst am 5. September 1944 von Oberschwester Antonia Pachner ermordet. Eine im Prozess 1946 freigesprochene, junge Bedienerin sagte vor Gericht: "bevor die Kinder getötet wurden, wurden sie gewöhnlich gewaschen," um sich später die Leichenwäsche zu ersparen. "Mein Dienst wurde mir von der Schwester Pressl und von der Schwester Wolf angesagt. Ich mußte aufräumen Betten machen, die Pfleglinge waschen und füttern […] Wir waren über diese Tötungen sehr empört. Als die kleinen Kinder verschwunden sind, haben diese uns so leid getan, dass wir weinten […] ich glaube schon, dass einige wußten, dass sie getötet werden […]. Als die Schellander den Rudolf Schreiber getötet hatte, und ich deswegen weinte, tröstete sie, ich solle über diesen ´Tocker´ nicht weinen." Der Leichnam des Buben wurde in ein Armengrab im Klagenfurter Friedhof Annabichl, Gräberfeld XV gelegt, das in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt wurde. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Rolf, Rudolf-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Stefanie Schrittesser wurde am 1. September 1922 in Grades (Gemeinde Metnitz), Bezirk St. Veit/Glan in Kärnten geboren. Sie ist im März oder April 1934 ins "Siechenhaus" des Landeskrankenhauses Klagenfurt eingetreten (ab 1938 Gaukrankenhaus). Stefanie Schrittesser wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Harald Schroer wurde am 7. Juni 1939 geboren und evangelisch getauft. Am 20. Mai 1943 wurde er mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 hingerichtete Leiter der Klagenfurter Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Dr. Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Harald Schroer war das Kind einer Näherin und wurde am 11. Juli 1944 im Alter von fünf Jahren ermordet. Die meisten Opfer wurden vor ihrer Tötung mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen war es Morphium, in die sogenannte Wäschekammer gebracht. Davor wurden sie noch gewaschen, um sich später die Leichenwäsche zu ersparen. Begraben wurde Harald Schroer in einem Armengrab im Klagenfurter Friedhof Annabichl im Gräberfeld XV, das in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt wurde. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Schrör, Schwer-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Elisa Schuller, geboren 1877, gestorben am 07.03.1944 im Klagenfurter Gaukrankenhaus. Elisa Schuller, die als Köchin tätig war, wurde im Februar 1944 vom Grazer Krankenhaus in das sogenannte Klagenfurter Siechenhaus überwiesen. Im März 1944 wurde sie von Oberschwester Antonie Pachner umgebracht. Elisas Urne wurde am Friedhoch Annabichl in Klagenfurt beigesetzt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/schuller-elisa/>.

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Politischer WiderstandOrte des Terrors - KZFrauen explizit erwähnt



Anna Schulnig, geboren am 31.10.1893 in Kerschdorf, gestorben k.A. im KZ Ravensbrück (Deutschland). Anna Schulnig, die Ende Oktober 1893 in Kerschforf auf die Welt kam, wurde aufgrund von politischem Widerstand inhaftiert und im März 1944 ins KZ Auschwitz transportiert. Im August desselben Jahres erfolgte die Überstellung ins Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Weil der genaue Todeszeitpunkt unbekannt ist, wurde sie am 08.Mai 1945 für tot erklärt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/schulnig-anna/>.

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Ulbing-




NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Manfred Schumann wurde am 23. März 1934 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und ((männlichen)) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 hingerichtete Leiter der Klagenfurter Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Dr. Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Manfred Schumann wurde am 26. Oktober 1943 im Alter von neun Jahren getötet. Die meisten Opfer wurden vor ihrer Tötung mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen war es Morphium, in die sogenannte Wäschekammer gebracht. Davor wurden sie noch gewaschen, um sich später die Leichenwäsche zu ersparen. Begraben wurde der Bub in einem Armengrab im Klagenfurter Friedhof Annabichl im Gräberfeld I, Reihe 26. Es wurde in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Schuhmann-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Josefine Schumy, geboren 1900 in Hohenthurn/ Straja vas, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Josefine Schumy, die gemeinsam mit ihrem Mann und den zwei Kindern in Arnoldstein lebte, wurde im August 1934 in die Psychiatrische Abteilung in Klagenfurt mit der Diagnose Schizophrenie eingewiesen. Ein paar Jahre später, im August 1940, wurde sie im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/schumy-josefine/>.

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Franz Schupanz, geboren am 15.8.1907, vermisst. Franz Schupanz wurde als Sohn des Gastwirtepaares Johan Schupanz und Maria Karničar geboren. Er selbst verdiente seinen Lebensunterhalt als Landarbeiter. Am 3. Dezember 1944 stieß er im Alter von 37 Jahren als Kämpfer zu den Partisanen. Bei einer Offensive im Sanntal verlor er sein Leben. Quelle: Brigitte Entner: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014.

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Franc, Županc, Lapanc-




NS-Euthanasie



Karl Schuri, geboren 1908, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Karl Schuri wurde Ende Dezember 1938 in das sogenannte Siechenhaus in Villach eingewiesen. Ende Juni 1940 wurde er im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/schuri-karl/>.

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Homosexuelle OpferNS-Euthanasie



Otto Schuster, geboren am 15.11.1897 in Klagenfurt, gestorben 12.08.1942 in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim. Otto Schuster wurde im November 1897 in Klagenfurt geboren. Seit seiner Weihe 1924 wirkte er als Pfarrer in verschiedenen Kärntner Gemeinden. Am 9. September 1939 wurde Otto Schuster verhaftet und in der Strafanstalt Garsten interniert. Der tatsächliche Grund seiner Verhaftung ist unbekannt, er wurde jedoch wegen „gleichgeschlechtliche Unzucht“ zu 30 Monaten Kerker verurteilt. Kurze Zeit nach seiner Entlassung 1942 wurde er ins KZ Dachau deportiert, wo er sich neben medizinischen Untersuchungen auch zahlreichen Operationen unterziehen musste. Laut Sterbebuch des KZ Dachau ist Otto Schuster dort am 25. August 1942 gestorben, jedoch bezeugt der Mithäftling Priester L’Hoste, dass Otto infolge zahlreicher Versuche bereits am 12. August in die Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim gebracht und dort ermordet wurde. Dies wurde 1970 durch die Staatsanwaltschaft des Münchner Landesgericht bewiesen. Die Urne wurde am 10. Oktober 1942 in St. Michael ob Bleiburg/ Šmihel pri Pleberku beigesetzt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 83-84.

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NS-EuthanasieReligiöser Widerstand



Otto Schuster wurde am 05.11.1897 in Vorderberg / Blače geboren, gestorben am 25.08.1942 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Er erhielt 1938 an der Universität Graz den Doktortitel der Theologie und wurde am 16. September desselben Jahres zum Provisor der röm. kath. Pfarre Vorderberg/Blače bestellt. Er gehört zu jenen katholischen Geistlichen, die Opfer des NS-Regimes wurden. Nun ist bereits bekannt, dass einzelne Vertreter und Anhänger der Kirche nicht zur Kollaboration mit den Nazis bereit waren und darum in den verschiedensten Formen Widerstand leisteten, z.B. als offene Kritik gegenüber dem NS-System in Messen und Kirchenfeiern. Otto Schuster war einer von ihnen. Es dauerte nicht lange, bis Pfarrer Schuster die Repressalien der NS-Funktionäre zu spüren bekam. Ihm wurde Homosexualität vorgeworfen. Tatsächlich wurde er am 9. September 1939 unter dem Vorwurf des Paragraph 130 des NS-Strafrechts verhaftet. Otto Schuster musste daraufhin zweieinhalb Jahre in der Strafanstalt Garsten verbringen, bis er 1942 der Gestapo Linz „zur weiteren Verfügung überstellt” wurde. Diese beschloss den baldigen Tod des Pfarrers. Er wurde, wie viele andere unbequeme Pfarrer auch, in das Konzentrationslager Dachau verschleppt, wo es einen eigenen „Pfarrerblock“ gab. Häftlingsberichten zufolge soll er in Dachau fürchterlich gelitten haben. Otto Schuster wurde für medizinische Experimente, etwa für Malaria-, Phlegmone- und Unterdruckversuche, missbraucht. Durch seine körperliche Schwäche, die sich durch die Ausbeutung seiner Arbeitskraft und die grauenhaften Experimente in Dachau ergab, wurde er am 12. August 1942 im Rahmen der „Aktion 14f13“ mit einem sogenannten „Invalidentransport“ nach Hartheim gebracht, wo er mit 82 anderen Häftlingen am 25. August 1942 in der Gaskammer ermordet wurde. An der Kirche in Vorderberg/Blače sowie im Klagenfurter Dom erinnern Gedenktafeln an den Leidensweg des Gailtaler Pfarrer Otto Schuster. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 181ff

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Theresa Schwarz, geboren 1912, gestorben am 09.07.1943 im Klagenfurter Gaukrankenhaus. Theresa Schwarz, die sich als Pflegling im Klagenfurter Gaukrankenhaus aufhielt, wurde am 09. Juli 1943 von Maria Cholawa, die Krankenschwester war, ermordet. Dies ist wahrscheinlich durch die Verabreichung einer Überdosis von Morphium, Modiskop oder Somifen geschehen. Am 10. Juli 1943 wurde Theresas Leichnam nach Villach überstellt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/schwarz-theresa/>.

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Kärntner SlowenInnenKZ Opfer



Andreas Schwarz, geboren am 26. November 1902, gestorben am 30. Dezember 1938. Andreas Schwarz aus Bösenort war Hilfsarbeiter und Holzbehauer in Rechberg. Aufgrund seines politischen Engagements wurde er unmittelbar nach dem "Anschluss" 1938 verhaftet und starb kurz darauf im KZ Dachau. Auch zwei seiner Brüder kamen in KZs ums Leben. Quelle: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014. S. 55

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Schwartz, Švarc-




Kärntner SlowenInnenKZ Opfer



Pankratius Schwarz, geboren am 12. Mai 1898, gestorben am 24. Februar 1940. Pankratius Schwarz arbeitete wie sein Bruder Andreas Schwarz als Holzbehauer in Rechberg. Gemeinsam mit seinem Bruder wurde er unmittelbar nach dem "Anschluss" verhaftet. Er starb am 24. Februar 1940 im KZ Mauthausen. Quelle: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014. S. 54.

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Schwartz, Švarc-




NS-EuthanasieOpfer des FaschismusFrauen explizit erwähnt



Susanne Schwarz wurde am 16.02.1905 in Hermagor geboren, gestorben am 17.05.1945 im LKH Klagenfurt. Anfang Mai 1945 erfolgte die Befreiung Klagenfurts vom Nationalsozialismus durch britische Truppen. Im Krankenhaus konnten die mordenden Pfleger und Schwestern jedoch zumindest für einige Wochen unbehelligt weiterarbeiten, bis sie aufgrund ihrer Mitgliedschaft in der NSDAP durch die Alliierten von ihren Arbeitsstellen abgezogen wurden. Genau in diese Periode, zwischen der Befreiung am 8.5.1945 und der „Entnazifizierung“ des „Gaukrankenhauses“ Klagenfurt einen Monat später, fällt die Ermordung von Susanne Schwarz aus Hermagor. Dabei steht ihre Ermordung in Zusammenhang mit einem weiteren „Endphasenverbrechen“, das am 6.5.1945 in Hermagor verübt wurde und dessen Zeugin Susanne Schwarz wurde. Die ungewollte Zeugenschaft bei der Ermordung mindestens eines vermeintlichen Wehrmachtsdeserteurs in der Nähe des Hermagorer Friedhofs hinterließ bei der damals 40-jährigen Susanne Schwarz ein schweres Trauma. Dies machte sie gefährlich für die verbliebenen NSDAP-Größen in der Region, nicht zuletzt für jene, welche die von Schwarz beobachtete Hinrichtung zu verantworten hatten. Die Verbrecher sollten demnächst von den siegreichen britischen Einheiten gesucht werden, und soviel stand fest, Susanne Schwarz schwieg nicht über ihre traumatischen Beobachtungen. Innerhalb weniger Tage und über das offizielle Ende des NS-Re gimes hinaus griffen die Räder der NS-Tötungsmaschinerie ineinander. Es kam zur überraschenden Einweisung von Susanne Schwarz ins Gaukrankenhaus Klagenfurt. Dort verstarb sie nur eineinhalb Wochen später an einer „Lungenentzündung“. Für die Tochter Edda Schwarz, die zum Zeitpunkt der Ermordung ihrer Mutter gerade ihren ersten Geburtstag gefeiert hatte, stellte die Beschäftigung mit der Tötung ihrer Mutter und dem Hermagorer Umgang damit einen langwierigen und schmerzhaften Prozess dar. Wie bei so vielen Familien, die Opfer der NS-„Euthanasie“ zu beklagen haben, wurde auch in ihrem Falle zumindest „offiziell“ lange Zeit über das Schicksal der Mutter geschwiegen. Fakt ist, dass sowohl die Erschießung beim Hermagorer Friedhof Stunden vor der Befreiung durch die Alliierten als auch die Ermordung von Susanne Schwarz im Tal lange bekannte Geschichten sind. Die Tochter war allerdings eine der Letzten, welche die wahren Umstände rund um die Ermordung ihrer Mutter erfuhr. Im Gespräch mit Edda Schwarz, die noch in jungen Jahren das Gailtal verließ, schildert diese, dass der Druck auf ihren Vater Bruno Schwarz, der damals Gemeindesekretär war, enorm gewesen sein muss. In der Familie, welche in der Hermagorer Hauptstraße 47 wohnte, wurde nie auch nur ein Wort über diese Geschehnisse gesprochen. Susanne Schwarz wurde nach Angaben ihrer Tochter Edda erst Jahre später auf dem Hermagorer Friedhof beigesetzt, da die Angst in der Familie vor weiteren Folgen noch so präsent war. Als Edda Schwarz sich selbst Jahrzehnte später auf die Suche nach den Todesumständen ihrer Mutter machte, wurde ihr von mehreren Seiten in Hermagor gesagt: „Man wisse, was passiert sei, dürfte dies allerdings auf keinen Fall verraten.“ Der Schmerz über den Verlust der Mutter, noch dazu im Kindesalter, ist nicht vorstellbar oder beschreibbar, erklärte Frau Schwarz. Erst spät wurde ihr bewusst, welchen negativen Einfluss die Ermordung ihrer Mutter und die Vertuschung des Ereignisses auf ihr Leben hatten. Das Allerschlimmste war für Edda Schwarz aber nicht, dass die Verantwortlichen dieses Verbrechens für ihre Taten nie zur Verantwortung gezogen wurden oder bald nach 1945 wieder mächtige und angesehene Positionen im Tal innehatten. „Nicht darüber sprechen zu können“, war das Schlimmste. „Schweigen und Verdrängen ist die erste Reaktion, irgendwann muss man aber darüber, was passiert ist, reden, nur dann kann man das alles verarbeiten.“ Die Geschichte von Frau Schwarz ist aber nicht die einzige dieser Art. Eine weitere Hermagorerin wurde zu Kriegsende von einem Hermagorer Arzt aufgrund der Diagnose „Nervenzusammenbruch und Lungenentzündung“ ins „Gaukrankenhaus“ Klagenfurt geschickt. Dort verstarb sie unter fragwürdigen Umständen Mitte Mai an einer „Lungenentzündung“. Eine Exhumierung der Leiche, die am Friedhof Annabichl in Klagenfurt beigesetzt wurde, wurde von den Behörden damals untersagt. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 90ff

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Pauline Schwarzl nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Sie ist dort am 22. Juni 1939 eingetreten. Am 25. August 1940 wurde sie in einem Tötungstransport mit mehr als 250 Frauen aus der psychiatrischen Abteilung und Frauen sowie Mädchen aus dem "Siechenhaus" in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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Politischer Widerstand



August Schwendner, geboren 1889, gestorben 01.04.1940 im Landesgericht Klagenfurt. August Schwendner war ein Sozialdemokratischer Widerstandskämpfer. Im Frühjahr 1940 wurde er wegen des Verteilens von „kommunistischen“ Flugblättern verhaftet. Er starb an den Folgen der Folterung am Landesgericht Klagenfurt Anfang April 1945. Quellen: Homepage der Stadt Klagenfurt <https://www.klagenfurt.at/rathaus-direkt/medien-presse/stadtpresse-aussendungen/2018/august/stolpersteine-erinnern-an-ns-opfer.html> sowie <https://raumdernamen.mauthausen-memorial.org/index.php?id=4&p=61962>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Hedwig Schöffmann, geboren 1895, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Hedwig Schöffmann, die unter einer geistigen Beeinträchtigung litt, war als Magd auf einem Bauernhof tätig. Ende September 1930 wurde sie ins Klagenfurter Landeskrankenhaus eingewiesen. Fast zehn Jahre später, im August 1940, wurde sie im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/schoffmann-hedwig/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Schöffmann, geboren 1903, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Maria Schöffmann wurde im Juni 1930 mit der Diagnose Schizophrenie in das Klagenfurter Landeskrankenhaus eingewiesen. Fast zehn Jahre später, im August 1940, wurde sie im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/schoffmann-maria/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Schönett, geboren 1874, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Maria Schönett, die als Schirmmacherin tätig war, wurde im Dezember 1939 mit der Diagnose Senile Psychose in das Krankenhaus in Villach eingewiesen. Im August 1940 wurde sie im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/schonett-maria/>.

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Politischer Widerstand



Josef Schönsleben, geboren am 15.03.1915 in Aßling/ Jesenice (Slowenien), gestorben 1938 in Spanien. Josef Schönsleben, der gelernte Friseur war, kam im Winter 1937/38 nach Spanien, wo er Teil der Internationalen Brigaden wurde. Diese haben sich zum Ziel gemacht, den wachsenden Faschismus aufzuhalten. Er kam im Februar 1938 ums Leben. Nähere Details zu seinem Tod sind uns nicht bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/schonsleben-josef/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraOrte des Terrors - KZ



Adolf Seger, geboren am 27.01.1940 in Villach, gestorben am 21.10.1943 im KZ-Auschwitz (Polen). Adolf Seger gehörte der Volksgruppe der Sinti an. Aus diesem Grund wurde er gemeinsam mit seinem Vater Paul und seinen drei Brüder Valentin, Herbert und Friedrich ins KZ Auschwitz transportiert. Dort starb das dreijährige Kind im Oktober 1943. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/seger-adolf/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Christine Seger, geboren am 16.07.1930 in Villach, gestorben k.A. im Ghetto von Lodz (Polen). Christine Seger, die zur Volksgruppe der Sinti gehörte, wurde im Oktober 1941 inhaftiert und gemeinsam mit ihrer Muter Rosalia, ihren zwei Schwestern Anna und Emma sowie mit ihren zwei Brüdern Hubert und Karl in das Lackenbach Lager transportiert. Von dort aus erfolgte die Überstellung in das Ghetto von Lodz in Polen, wo sie umkam. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/seger-christine/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Emma Seger, geboren am 16.04.1926 in Saalfelden, gestorben k.A.. Emma Seger wurde gemeinsam mit ihrem Mann Valentin in das Lackenbach Lager transportiert. Weitere Details, wie etwa genaues Todesdatum, ist uns nicht bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/seger-emma/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraJugendliche explizit erwähnt



Ewald Seger, geboren am 01.03.1931 in Villach, gestorben k.A.. Ewald Seger gehörte der Volksgruppe der Sinti an. Aus diesem Grund wurde er im April 1941 verhaftet und ins Zigeuneranhaltelager Weyer, Gemeinde St. Pantaleon, in Oberösterreich transportiert. Im November 1941 erfolgt der Transport in das Zigeunerghetto von Lodz/ Litzmannstadt in Polen. 1942 wurden die Überlebenden dieses Ghettos ins Vernichtungslager Chelmo/ Kulmhof deportiert, wo man sie in einem Kastenwagen an Dieselabgase ersticken ließ. Wann genau Ewald Seger ums Leben kam, ist uns nicht bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/seger-ewald/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraJugendliche explizit erwähnt



Friedrich Seger, geboren am 22.01.1936 in Villach, gestorben am 03.08.1943 im KZ Auschwitz (Polen). Friedrich Seger gehörte der Volksgruppe der Sinti an. Aus diesem Grund wurde er gemeinsam mit seinem Vater Paul und seinen drei Brüder Valentin, Herbert und Adolf ins KZ Auschwitz transportiert. Dort starb das siebenjährige Kind im August 1943. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/seger-friedrich/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraFrauen explizit erwähnt



Johanna Seger, geboren am 24.04.1878 in Knittelfeld, gestorben k.A.. Johanna Seger gehörte der Volksgruppe der Sinti an. Aus diesem Grund wurde sie im April 1941 verhaftet und ins Zigeuneranhaltelager Weyer, Gemeinde St. Pantaleon, in Oberösterreich transportiert. Es folgte ein Zwischenaufenthalt im burgenländischen Lager Lackenbach, von wo aus die Überstellung in das Zigeunerghetto von Lodz/ Litzmannstadt in Polen erfolgte. 1942 wurden die Überlebenden dieses Ghettos ins Vernichtungslager Chelmo/ Kulmhof deportiert, wo man sie in einem Kastenwagen an Dieselabgase ersticken ließ. Wann genau Johanna Seger ums Leben kam, ist uns nicht bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/seger-johanna/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie Lovara



Leopold Seger, geboren am 12.05.1911 in Tösching, Gemeinde St.Jakob im Rosental, gestorben k.A. im KZ Buchenwald (Deutschland). Leopold Seger, ein Musiker, gehörte der Volksgruppe der Sinti an. Aus diesem Grund wurde er im November 1941 gemeinsam mit seiner Frau Johanna und ihrem Sohn Valentin inhaftiert und wenige Tage später ins Zigeunerlager Lackenbach transportiert. Leopold schaffte es, aus dem Lager zu flüchten und sich bei Verwandten und Freunde in Kärnten versteckt zu halten. Jedoch wurde er entdeckt und Ende April 1943 ins KZ Auschwitz transportiert. Ein Jahr später, im April 1944 erfolgte die Überstellung ins KZ Buchenwald, wo er laut Angaben seines Cousin Fiorendo Seger ums Leben kam. 1949 wurde Leopold Seger offiziell für tot erklärt. Seine Frau und sein Sohn überlebten das NS-Regime und kehrten bereits im Dezember 1944 nach Kärnten zurück. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/seger-leopold/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie Lovara



Martin Seger, geboren am 10.10.1877 in Ledenitzen, gestorben am 14.07.1943 im KZ Auschwitz (Polen). Martin Seger gehörte der Volksgruppe der Sinti an. Aus diesem Grund wurde er im April 1941 verhaftet und ins Zigeuneranhaltelager Weyer, Gemeinde St. Pantaleon, in Oberösterreich transportiert. Im November 1941 erfolgt der Transport in das Zigeunerghetto von Lodz/ Litzmannstadt in Polen. Später wurde er ins KZ Auschwitz überstellt, wo er im Juli 1943 ums Leben kam. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/seger-martin/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie Lovara



Paul Seger, geboren am 20.01.1909 in Bruck an der Mur, gestorben k.A. im KZ Auschwitz (Polen). Paul Seger, ein Musiker, gehörte der Volksgruppe der Sinti an. Aus diesem Grund wurde er und seine Familie verhaftet, ins Zigeunerlager Lackenbach und später ins KZ Auschwitz deportiert, wo alle Familienmitglieder ums Leben kamen. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/seger-paul/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraJugendliche explizit erwähnt



Peter Seger, geboren am 11.12.1921 in Villach, gestorben k.A.. Peter Seger gehörte der Volksgruppe der Sinti an. Aus diesem Grund wurde er im April 1941 verhaftet und ins Zigeuneranhaltelager Weyer, Gemeinde St. Pantaleon, in Oberösterreich transportiert. Im November 1941 erfolgt der Transport in das Zigeunerghetto von Lodz/ Litzmannstadt in Polen. 1942 wurden die Überlebenden dieses Ghettos ins Vernichtungslager Chelmo/ Kulmhof deportiert, wo man sie in einem Kastenwagen an Dieselabgase ersticken ließ. Wann genau Peter Seger ums Leben kam, ist uns nicht bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/seger-peter/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraJugendliche explizit erwähnt



Valentin Seger, geboren am 02.10.1920 in Villach, gestorben k.A.. Valentin Seger war der stadtbekannte FC-Seebach Tormann, der oftmals als „Zigeuner-Volte“ betitelt wurde. Im Sommer 1941 heiratet er die 15-jährige Emma. Ende Oktober 1941 wurden beide verhaftet und ins das Lackenbach Lager deportiert. Weitere Angaben zu seinem Schicksal sind uns nicht bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/seger-valentin/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie Lovara



Alois Seger, geboren am 13.07.1878 in Stillfeld bei Brixen (Italien), gestorben k.A.. Alois Seger gehörte der Volksgruppe der Sinti an. Aus diesem Grund wurde er im April 1941 verhaftet und ins Zigeuneranhaltelager Weyer, Gemeinde St. Pantaleon, in Oberösterreich transportiert. Im November 1941 erfolgt der Transport in das Zigeunerghetto von Lodz/ Litzmannstadt in Polen. 1942 wurden die Überlebenden dieses Ghettos ins Vernichtungslager Chelmo/ Kulmhof deportiert, wo man sie in einem Kastenwagen an Dieselabgase ersticken ließ. Wann genau Alois Seger ums Leben kam, ist uns nicht bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/seger-alois/>.

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NS-Euthanasie



Josef Seitlinger, geboren am 14.03.1917 in Weitensfeld, gestorben 1942 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Josef Seitlinger wurde am 24. Februar 1942 mit weiteren 99 Personen mit dem sogenannten „Invalidentransport“ in die Tötungsanstalt Schloss Hartheim gebracht, wo sie wenig später ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/seitlinger-josef/>.

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Politischer Widerstand



Alojz Selak, geobren am 25.11.1945, vermisst 1945. Aloiz Selak kam in Bučka, einem Ort zwischen Novo mesto und Krško zur Welt. Er arbeitete in Rechberg in der Fabrik. Am 4. September 1944 wurde Alojz Selak aus politischen Gründen verhaftet und in das KZ Dachau eingewiesen. Drei Monate später wurde er in das KZ Buchenwald überstellt und zwei Tage später in das Außenlager Ohrdruf transferiert. Mit 16. März 1945 scheint die Häftlingsnummer von Alojz Selak, 110.875, zum letzten Mal in den Lagerunterlagen auf. Alojz Selak war zu jenem Zeitpunkt 20 Jahre alt. Quelle: Brigitte Entner: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014.

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Alois-




NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Hans Rudolf Sellbach wurde am 25. Mai 1930 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 hingerichtete Leiter der Klagenfurter Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Dr. Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Hans Rudolf Sellbach war der Sohn eines Arbeiters. Er wurde am 1. März 1944 im Alter von 14 Jahren ermordet. Die meisten Opfer wurden vor ihrer Tötung mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen war es Morphium, in die sogenannte Wäschekammer gebracht. Davor wurden sie noch gewaschen, um sich später die Leichenwäsche zu ersparen. Begraben wurde Hans Rudolf Sellbach in einem Armengrab im Klagenfurter Friedhof Annabichl im Gräberfeld XXI, Reihe 3, das in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt wurde. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Selbach, Settbach-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Sereinig, geboren 1880, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Maria Sereinig, die in der Landwirtschaft tätig war, wurde im Juli 1929 in die psychiatrische Abteilung des Klagenfurter Krankenhauses mit der Diagnose Schizophrenie eingeliefert. Elf Jahre später, Ende August 1940, wurde sie im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/sereinig-maria/>.

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Joža Seršen, geboren am 18.03.1918 in Jezersko/Seeland, gestorben am 15.05.1944 bei Črna/Schwarzenbach. Joža Seršen wurde am 18. März 1918 in Jezersko/Seeland als lediger Sohn von Marija Kumer geboren. Mit seiner Mutter und seinem Stiefvater lebte er in Vellach. Nach dem Tod des Stiefvaters lebte er mit seiner Mutter beim vlg. Vrešk. Am 2. Feber 1944 wurde Joža Seršen von den Partisanen „zwangsrekrutiert“, um die Angehörigen zu schützen. Die Gendarmerie von Eisenkappel glaubte der Inszenierung jedoch nicht. Joža Seršen erhielt den Partisanennamen Hotimir. Bei einer bewaffneten Auseinandersetzung in der Nähe von Črna wurde er schwer verwundet und starb am 15. Mai 1944 an seinen Verletzungen. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 281.

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Jožef, Josef Sršen, Serschen-




NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Gerhard Siesenop wurde am 26. Juni 1936 geboren und evangelisch getauft. Am 20. Mai 1943 wurde er mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 hingerichtete Leiter der Klagenfurter Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Dr. Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. GERHARD wurde erst am 12. Mai 1944 getötet. Die meisten Opfer wurden vor ihrer Tötung mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen war es Morphium, in die sogenannte Wäschekammer gebracht. Davor wurden sie noch gewaschen, um sich später die Leichenwäsche zu ersparen. Begraben wurde Gerhard Siesenop in einem Armengrab im Klagenfurter Friedhof Annabichl, das in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt wurde. In einem Dokument des Friedhofsarchiv des Magistrat heißt es, Gerhard Siesenop sei bei seiner Ermordung bereits 18 Jahre alt gewesen, diese Variante ist weniger wahrscheinlich. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Süsenopp-




NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Bruno Simma, geboren am 22.03.1925 in Villach, gestorben am 05.02.1942 in der NS-Tötungsanstalt „Am Spiegelgrund“ in Wien. Bei Bruno Simma trat infolge einer Scharlach Erkrankung Zittern am ganzen Körper, Sprachstörungen und geistiger Verfall auf. Aus diesem Grund wurde er im Jänner 1942 vom Villacher Gesundheitsamt in die Jugendfürsorgeanstalt Am Spiegelgrund in Wien eingewiesen. Die Ärzte gaben ihm die Diagnose Dementia paralytica juvenilis. Im Februar 1942 verstarb er. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/simma-bruno/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Theresia Simoner wurde am 01.01.1900 in Kötschach-Mauten geboren, gestorben am 29.12.1942 im LKH Klagenfurt. Theresia Simoner, heiratete als junge Frau nach Kötschach, wo sie bis zu ihrer zweiten Einweisung in das Klagenfurter „Gaukrankenhaus“ mit ihrem Mann und ihren Kindern lebte. Eben dort wurde sie schließlich ermordet. Theresia Simoner, so viel steht fest, war eine starke Frau, die sich nichts gefallen ließ. Ein Umstand, der nicht gern gesehen war. Bereits Ende Juli 1938, also nach dem „Anschluss“ im März desselben Jahres, wurde ihr eine Tochter weggenommen und ins „Altreich“ verschickt, wo sie später schwer erkrankte. Dies war ein Schlag für die Mutter, welchen sie nicht ohne weiteres überwinden konnte und der verständlicherweise auch seelische Folgen für sie haben sollte. Nichtsdestotrotz lehnte sie den „Deutschen Gruß“ weiter ab. Die Wortwahl des im und für den Ort verantwortlichen Arztes Dr. Georg Josef Weinländer, welcher 1938 die Familie und Theresia Simoner in einem Brief beschreibt, deutete bereits an, wie im NS-Regime mit Menschen, welche nicht mit der NSDAP konform gingen bzw. nicht ins System „passten“, verfahren werden konnte. Die Geschichte der Theresia Simoner wird noch pikanter, da ihr Arzt Dr. Georg Josef Weinländer im diffamierenden Nazijargon als „Halbjude“ galt und 1940 auch auf einer Liste der Juden im Kreis geführt wurde. Er scheint des Weiteren im NS-Ärzteregister des Bundesarchivs Deutschlands auf. Am 8. Oktober 1938 kam es zur ersten Einweisung von Theresia Simoner in das „Gaukrankenhaus“ Klagenfurt durch Dr. Weinländer. Am 13. November desselben Jahres erfolgte der Revers und sie wurde in Klagenfurt von ihrem Mann abgeholt. Am 23. Jänner 1939 schließlich die zweite Einweisung. Von nun an können wir ein „Lehrstück“ verfolgen, wie eine Frau und Mutter in den besten Jahren von NS-Ärzten und deren Helfern psychiatrisiert und dann ermordet wurde. Am 14. Oktober 1939 wurde ihr laut Akte ein in jeder Hinsicht „positiver Körperbefund“ attestiert. Auch im Akt zu lesen: massive Vorwürfe ihrerseits gegen Dr. Weinländer, den sie für ihre Situation verantwortlich macht. Das zentralste Thema sind für Theresia Simoner in den drei Jahren des Weggesperrtseins aber ihre Kinder. Immer wieder ist im Akt davon zu lesen, dass sie von ihnen spricht, sie vermisst und nach ihnen ruft. Ende 1940 sind im Akt die Wörter „büßt Gewicht ein“ zu lesen. Das ganze Jahr über verschlechtert sich der Zustand der Obergailtalerin. Die Verschlechterung ihres Zustandes ist gewollt. Am 4. Dezember 1942 noch einmal der Vermerk: „stark abgemagert“. Am 29. Dezember 1942 um 16 Uhr schließlich ebenso zynisch wie kommentarlos die Eintragung: „Exitus“. Fast auf den Tag genau 42 Jahre nach ihrer Geburt kam Frau Simoner durch die NS-Ärzte und Schwestern zu Tode. Am 23. Jänner 1939 ist im Übrigen ein Schreiben von Dr. Weinländer im Klagenfurter „Gaukrankenhaus“ eingegangen. Darin bittet der Arzt darum, Besuch von Theresia Simoner fern zu halten, da ihre Familie (Stollwitzer) bei bisherigen Besuchen anscheinend den Eindruck hatte, als wäre die Frau „ganz vernünftig“ und dass sie „widerrechtlich in der Anstalt festgehalten“ werde. Weinländer argumentiert diese fragwürdige und folgenschwere Bitte mit dem Hinweis, dass sonst „Gerüchte gestreut“ würden. Theresia Simoner ist auf jeden Fall nicht die einzige Person, die in einem Gailtaler Ort als unangepasst oder lästig galt und deshalb manchen ein Dorn im Auge war. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 94ff

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Stollwitzer-




Als Jude oder Jüdin verfolgt (Archiv der Namen)Frauen explizit erwähnt



Hermine Singer, geboren k.A., gestorben 03.03.1944 in Mauritius. Hermine Singer (geborene Popper) lebte bis 1921 in Wien. Nach dem Tod ihres Ehemannes übersiedelte sie mit ihrem 1913 geborenen Sohn Hans nach Wolfsberg zur Familie ihrer Schwester Emma Gross. In den 1930er-Jahren betrieb sie ein eigenes kleines Geschäft in der Wiener Straße, in dem auch ihr Sohn mitarbeitete. Rasch nach dem „Anschluss“ Österreichs im März 1938 wurde Hermine Singers Geschäft arisiert. Sie floh im Herbst 1938 nach Wien und konnte schließlich im Winter 1939/40 mit einem Flüchtlingstransport nach Palästina entkommen. Die Briten verweigerten den Flüchtlingen die Aufnahme und sandten diese per Schiff nach Mauritius. Dort starb Hermine Singer am 3. März 1944. Quelle: Lauritsch Andrea: Juden in Wolfsberg. Nationalsozialistische Judenverfolgung am Beispiel Wolfsbergs. Kulturamt der Stadtgemeinde Wolfsberg, 2000.

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Popper-




Als Jude oder Jüdin verfolgt (Archiv der Namen)



Hans Singer, geboren 1913 in Wien, gestorben 1995 in Palästina. Hans Singer wurde 1913 in Wien geboren. Als er acht Jahre alt war, starb sein Vater und seine Mutter Hermine Singer übersiedelte mit ihm nach Wolfsberg. Hier lebte die Schwester der Mutter, Emma Gross, mit ihrer Familie. Hans' Mutter betrieb in Wolfsberg ein kleines Geschäft, in dem auch er ab 1937 mitarbeitete. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme im Frühling 1938 wurde das Geschäft arisiert und Hans Singer floh mit seiner Mutter nach Wien. Von dort gelang ihm die Flucht nach Palästina, wo er bis zu seinem Tod 1995 lebte. Seine Mutter Hermine verstarb nach einem gescheiterten Fluchtversuch 1944 in Mauritius, Hans sah sie nie wieder. Quelle: Lauritsch Andrea: Juden in Wolfsberg. Nationalsozialistische Judenverfolgung am Beispiel Wolfsbergs. Kulturamt der Stadtgemeinde Wolfsberg, 2000.

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Kärntner SlowenInnenOrte des Terrors - KZ



Stefan Singer, geboren am 22.12.1871 in Strau/ Struga, Kappel an der Drau/ Kapla ob Dravi, gestorben am 24.02.1945 in Fölling bei Graz. Stefan Singer wurde als Sohn des Bauernehepaares Johann und Maria Singer im Dezember 1871 geboren. Nachdem er das Priesterseminar abschloss, war er in einigen Kärtner Gemeinden als Priester tätig. Ab 1928 fungierte er als Dechant des Ferlacher Dekanates und Ehrenkanonikus. Stefan sah sich insgesamt nicht nur als Geistlicher, sondern auch als Kultur- und Kirchenhistoriker, sodass er auch viel publizierte. Aufgrund seiner slowenischen Wurzeln wurde er bereits während des Ersten Weltkrieges sowie danach öfters verhört. Auch mit dem Aufkommen des nationalsozialistischen Systems erfolgt im Jänner 1940 seine Inhaftierung. Ende Juni 1940 wurde Stefan ins KZ Sachsenhausen deportiert. Laut offiziellen Angaben kam er dort erst Ende Jänner 1942 an. Für seine Freilassung im Dezember 1943 hatte sich die Diözese Gurk stark eingesetzt, jedoch durfte er nicht mehr nach Kärnten zurückkehren. In der Nähe von Graz verstarb der 73-Jährige im Februar 1945 infolge seines Aufenthaltes in Gefangenschaft. Erst im November 1945 erfolgte die Besetzung am Friedhof in Kappel an der Drau. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 84-85.

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ZwangsarbeiterInnenOrte des Terrors - JustizJugendliche explizit erwähnt



Juan Sirokin, geboren 30.08.1924 in Kursk (Russland), gestorben am 09.01.1945 im Villacher Gestapogefängnis. Juan Sirokin war einer der vielen Kriegsgefangenen, die als Zwangsarbeiter eingesetzt wurden. Gemeinsam mit zwei Mitgefangene gelang es ihm zu flüchten und die drei wurden Teil der Treffner Partisan*innen Widerstand. Immer wieder kam es zwischen den Widerstandskämpfer*innen und den Deutschen Soldaten zu Kampfhandlungen. Im November 1944 wurde Juan im Zuge eines Gefechts verhaftet und in das Villacher Gestapogefängnis gebracht. Um 6 Uhr in der Früh des 9. Jänners 1945 wurde Juan und zwei weitere Zwangsarbeiter erhängt. Mehrere Tage wurden die Getöteten hängend gelassen, damit sie als Abschreckung dienen sollten. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/sirokin-juan/>.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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Kärntner SlowenInnenNS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Sitar, geboren am 6. August 1912, gestorben am 24. März 1942. Maria Stiar stammte aus Ebriach/Obirsko. Im April 1938 wurde sie in die Psychatrie nach Klagenfurt eingewiesen. 1941 wurde sie gemeinsam mit 131 weiteren Personen in das Schloss Hartheim bei Linz überstellt und sofort mit Gas getötet. Sie wurde am 24. März 1941 ermordet, andere Quellen führen den 9. April als Todesdatum an. Quelle: Quelle: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014. S. 75.

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Sitar, Marija-




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Luka Sitar, geboren am 18. Oktober 1926, gestorben 1945. Luka Sitar war Hirte und verdingte sich als Landarbeiter. Um der Einberufung in ein Wehrertüchtigungslager zu entgehen, floh er am 5. März 1945 zu den Partisanen. Wenig später wurde er jedoch von der SS-Polizei gefasst und ins KZ Dachau deportiert. Er starb, schon schwer krank, auf dem Todesmarsch bei Bad Tölz. Quelle: Entner, Brigitte: … als die Polizeieinheiten zum Hof kamen …. In Erinnerung an die Kärntner-slowenischen Opfer der NS-Verfolgung aus Bad Eisenkappel-Vellach. Eigenverlag, Bad Eisenkappel-Vellach/Železna kapla-Bela, 2021. S. 162.

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Luka, Sitar-




KZ OpferFrauen explizit erwähnt



Wilhemine Siutz, geboren am 14.10.1906 in Klagenfurt, gestorben am 20.10.1942 im KZ Auschwitz (Polen). Wilhemine Siutz, die ledige Tochter der Magd Mathilde Siutz, wurde im Jänner 1940 ins KZ Auschwitz transportiert. In ihrer Akte wurde die Haftkathegorie „asozial“ vermerkt. Darunter verstand man ganz allgemein die von der nationalsozialistischen gesellschaftlichen Norm abweichendes Verhalten. Wilhemine kam im Oktober 1942 in Gefangenschaft ums Leben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/siutz-wilhelmine/>.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Über das Leben und Schicksal Alojz Slaks ist nichts bekannt.

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Kärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Jože Slapnik, geboren am 11.04.1928 in Remschenig/Remšenik, EisenkappelŽelezna Kapla, gestorben am 07.02.1945 in Ferlach/Borovlje. Jože Slapnik wurde am 11. April 1928 in Remschenig/Remšenik als lediger Sohn der Magd Justina Slapnik geboren. Im Winter 1943/44 schloss er sich den Partisanen als politischer Kurier an. Er trug den Partisanennamen Pane. Im Raum Vellach war er in mehrere Kampfhandlungen involviert. Am 3. Feber 1945 wurde Jože Slapnik schwer verwundet und starb daraufhin am 7. Feber 1945 in Ferlach. Vermutlich wurde Jože Slapnik erschossen. Andere Quellen geben an, dass er bereits am 27. Jänner in Vellach verwundet, gefasst und getötet worden sei. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 294.

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Josef-




Kärntner PartisanInnenwiderstandKZ Opfer



Anton Sluga, geboren am 19.01.1911 in Triest (Italien), gestorben am 28.12.1944 im KZ Buchenwald (Deutschland). Anton Sluga, der in eine Bauernfamilie hineingeboren wurde, kam im Frühjahr 1939 nach Kärnten, um als Forstarbeiter in Radendorf zu arbeiteten. Im Oktober 1944 wurde Anton mit der Begründung den Partisan*innen-Widerstand zu unterstützen, verhaftet und ins KZ Dachau deportiert. Wenig später wird er ins KZ Buchenwald überstellt, wo er im Alter von 33 Jahren ums Leben gekommen ist. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/sluga-anton/>.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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Politischer WiderstandKZ Opfer



Janez Sluga, geboren am 26.08.1878 in Remschenig/Remšenik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 06.03.1944 im KZ Lublin-Majdanek. Janez Sluga wurde am 26. August 1878 in in Remschenig/Remšenik als Sohn von Rok und Uršula Sluga geboren. Er lebte und arbeitete am Hof seines älteren Bruders Jurij. Er war Bienenzüchter und liebte Musik und Bücher. Gemeinsam mit seinem Bruder und dessen Schwägerinnen wurde Janez Sluga im Oktober 1943 festgenommen und nach Klagenfurt in Gestapohaft gebracht. Von dort aus wurde er in das KZ Dachau deportiert. Das Lager erreichte er am 13. November 1943. Gemeinsam mit seinem Bruder Jurij wurde er mit dem „Invalidentransport“ im Jänner 1944 in das KZ Lublin-Majdanek überstellt. Dem Totenbuch von Lublin zufolge verstarb Janez Sluga am 6. März 1944 an „Kreislaufstörungen infolge chronischer Bronchitits“. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 218.

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Johan, Hanzi, Johann, Slugar-




KZ Opfer



Jurij Sluga, geboren am 23.04.1875 in Remschenig/Remšenik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 29.01.1944 im KZ Lublin-Majdanek. Jurij Sluga wurde am 23. April 1875 in Remschenig/Remšenik als Sohn des vlg. Kah-Bauern Rochus Sluga und seiner Frau Ursula Pristovnik geboren. Jurij Sluga erlernte den Beruf des Zimmermanns. Nachdem sein ältester Bruder im Ersten Weltkrieg gefallen war, musste er den elterlichen Hof vlg. Kah in Remschenig/Remšenik, Vellach/Bela übernehmen. Er heiratete 1925 die verwitwete Katarina Pavlič, geb. Rotter, mit der er den Hof bewirtschaftete. Im Oktober 1943 wurde er im Zuge der Verhaftungswelle festgenommen und kam am 13. November ins KZ Dachau. Anfang Jänner 1944 wurde er mit dem „Invalidentransport“ ins KZ Lublin-Majdanek gebracht. Am 3. Feber 1944 richtete die KZ-Verwaltung von Lublin eine Benachrichtigung an Katarina Sluga, dass Jurij Sluga an Lungentuberkulose verstorben und seine Leiche am 1. Feber im staatlichen Krematorium eingeäschert worden sei. Diese Benachrichtigung erreichte Katarina Sluga jedoch nicht mehr. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 217.

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Georg, Slugar-




Kärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Johan Sluga, geboren am 12.04.1925 in Remschenig/Remšenik, Eisenkappel/Železna Kapla, vermisst seit Jänner 1945. Johan Sluga wurde am 12. April 1925 in Remschenig/Remšenik als ältestes von fünf Kindern von Johan Sluga und Marija Bricl geboren. Sein Vater bewirtschaftete die Črnkruh-Liegenschaft auf 900 m Seehöhe. Der Vater verstarb 1939. Seit Anfang 1943 kooperierte die Familie mit den Partisanen. Im Frühjahr 1943 ging Johan Sluga zu den kämpfenden Einheiten der Partisanen und trug fortan den Namen Zdravko. Eingesetzt wurde er in Kärnten und im Pohorje Gebirge. Nach mehreren Verwundungen wurde Johan Sluga im Spätsommer 1944 gefasst, kam in kurze Gestapohaft und wurde einer Strafkompanie zugewiesen. Seit Jänner 1945 galt Johan Sluga – Zdravko als vermisst. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 282.

Verbundene Erinnerungsorte

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Johann, Slugar-




Kärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähnt



Katarina Sluga, geboren am 05.11.1889 in Remschenig/Remšenik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben im Spätherbst 1944 in Luče/Leutsch. Katarina Sluga wurde am 5. November 1889 in Remschenig/Remšenik als Tochter des Pächterehepaares Jacob Rotar und Catarina Pasterk geboren. Anton Pavlič, ihr Ehemann, fiel im Ersten Weltkrieg. 1925 heiratete sie Jurij Sluga. Katarina Sluga gehörte zu den ersten in Remschenig, die die OF (Osvobodilna Fronta) unterstützten. Im Zuge der Verhaftungswelle vom 13. Oktober 1943 kamen Gendarmen und Gestapobeamte zum Hof. Katarina Sluga war auf dem Feld und konnte rechtzeitig fliehen. Bei den Partisanen erhielt sie den Partisanennamen Marjana. Im Spätherbst 1944 verlor sie als Partisanin in Luče im Logartal ihr Leben und wurde auch dort begraben. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 218 f.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
RotarKatharina, Katra, Slugar, Rotter, Pavlič, Paulitsch-




Kärntner SlowenInnenFrauen explizit erwähnt



Maria Smertnik, geboren am 18. September 1898, gestorben am 29. November 1943. Maria Smertnik war eine Bauerstochter aus Trögern/Korte. Am 14. April 1942 wurde sie mit ihren Kindern während einer Andacht in der Kirche verhaftet und gemeinsam mit ihren betagten Eltern und ihrem Bruder Franz von ihrem Hof vertrieben. Ihre Eltern wurden nach Intereventionen aus dem Sammellager Ebenthal entlassen, ihr Bruder kam im Juli mit seiner Familie aus dem Lager Frauenaurach frei. Maria Smertnik jedoch wurde mit ihrer Familie weiter festgehalten. Trotz einer Erkrankung im Lager Eichstätt musste sie weiter arbeiten. Nachdem sich ihr Zustand verschlechtert hatte, durfte sie mit ihrem Sohn Florijan nach Eisenkappel zurückkehren, wo sie am 29. November 1943 verstarb. Quelle: Entner, Brigitte: … als die Polizeieinheiten zum Hof kamen …. In Erinnerung an die Kärntner-slowenischen Opfer der NS-Verfolgung aus Bad Eisenkappel-Vellach. Eigenverlag, Bad Eisenkappel-Vellach/Železna kapla-Bela, 2021. S. 25.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Smrtnik, Smetnik, Marija-




NS-EuthanasieKärntner SlowenInnenFrauen explizit erwähnt



Magdalena Smole, geboren am 22.08.1908 in Goritschach bei Finkenstein, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Magdalena Smole war Schneiderlehrling in Villach, wo sie jedoch später aufgrund eines Missgeschicks beim Bügeln entlassen wurde. Infolge eines Sturzes wurde Magdalena Epilepsie diagnostiziert, woraufhin sie im Grazer Landeskrankenhaus behandelt wurde. Wieder Zuhause entwickelte sie mit der Zeit Ängste und war schreckhaft. Sie wurde daraufhin in die psychiatrische Abteilung des Klagenfurter Krankenhauses eingewiesen. Als ihre Schwester sie zum letzten Mal besuchte, wurde im Garten die bevorstehende Reise nach Hartheim gefeiert. Gemeint ist die Deportation in die Tötungsanstalt bei Linz. Ende August 1940 wurde nämlich Magdalena im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/smole-magdalena>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Anna Sobe wurde am 27. Juli 1879 in Pischeldorf nahe Klagenfurt geboren. Mitte der 1930er Jahre ist sie ins "Siechenhaus" des Klagenfurter Gaukrankenhauses eingetreten. Im Alter von 62 Jahren wurde ANNA am 25. August 1940 mit einem Tötungstransport mit 38 Frauen und Mädchen aus dem "Siechenhaus" und mindestens 213 Frauen aus der Psychiatrie des Gaukrankenhauses in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt. anschließend wurde sie in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Freidl, Wolfgang (Hg.): NS-Psychiatrie in Klagenfurt. Facultas Verlag. Wien 2016. Insonders Seite 117 ff).

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Orte des Terrors - KZ



Paul Soluguow, geboren 1913, gestorben 1945 im OT Lager Villach. Genaue Informationen über Paul Soluguow’s Schicksaal sind uns nicht bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/sologuow-paul/>.

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Informationen zum Leben und Schicksal des jugoslawischen Partisan Jože Solšnik konnten nicht gefunden werden.

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Kärntner PartisanInnenwiderstandOrte des Terrors - KZFrauen explizit erwähnt



Rozalia Sovdat, geboren am 27. August 1901 in Kobarid (Slowenien), gestorben am 22. November 1943 im KZ Auschwitz (Polen). Rozalia Sovdat wurde in Slowenien geboren und kam 1930 mit ihrem Mann nach Rosegg, wo sie eine kleine Landwirtschaft betrieben. 1936 kam ihr Sohn zur Welt, ihr Mann verstarb kurz darauf. Die alleinerziehende Mutter Rozalia Sovdat unterstützte den Partisan*innenwiderstand, wovon die Gestapo erfuhr. Im Herbst 1943 wurde sie verhaftet und ins KZ Ravensbrück nach Deutschland deportiert. Wenige Wochen später wurde sie ins KZ Auschwitz verlegt und dort unmittelbar nach ihrer Ankunft am 22. November 1943 ermordet. Quellen: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/sovdat-rosalia-geb-bajt-2/>.

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BajtRozalia; Sodat-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Christine Spann wurde um das Jahr 1890 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Der Vater von Christine Spann war ein Bergmann. Sie war unverheiratet und wurde am 28. Februar 1945 im Alter von 55 Jahren von Ottilie Schellander, der eifrigsten Mörderin auf der Station, getötet. Ihr Leichnam wurde der städtischen Friedhofsverwaltung übergeben und in einem Armengrab im Friedhof Annabichl, Feld XXI, Reihe 5 beigesetzt. Das Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und später mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Urteil. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Edmund Spickers wurde am 16. Oktober 1933 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 hingerichtete Leiter der Klagenfurter Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Dr. Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Edmund Spickers war ein Bergarbeiterskind, litt an Kinderlähmung und wurde von Oberschwester Pachner am 12. September 1944 getötet. Die meisten Opfer wurden vor ihrer Tötung mit den überdosierten Schlafmittel Veronal, Somnifen, in manchen Fällen war es Morphium, in die sogenannte Wäschekammer gebracht. Davor wurden sie noch gewaschen, um sich später die Leichenwäsche zu ersparen. Begraben wurde EDMUND in einem Armengrab im Klagenfurter Friedhof Annabichl im Gräberfeld XV, 14. Reihe. Es wurde in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt. - ( Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Spitkers-




Orte des Terrors - Justiz



Gottlieb Spittaler, geboren am 20.05.1907 in Bleiberg/ Kreuth bei Villach, gestorben am 25.04.1945. Gottlieb Spittaler wurde im Juni 1941 zur Wehrmacht einberufen. Nachdem er infolge einer schweren Verwundung am 10. April 1945 abrüsten durfte, machte er sich mit einem Kameraden von Bruck an der Mur zu Fuß auf dem Weg nach Hause. Unterwegs schloss sich ihnen ein geflüchteter russischer Kriegsgefangener an. Eines Abends baten die drei Männer bei einer Bäuerin, in ihrem Stall übernachten zu dürfen. Diese hielt sie für Deserteure und meldete sie. So wurde Gottlieb von einer führenden Person des Arbeitskommandos von französischen Kriegsgefangene erschossen. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/spittaler-gottfried/>.

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Jüdische Opfer - KZFrauen explizit erwähnt



Julie Spitz, geboren 26.11.1897, gestorben 15.06.1942 im KZ Maly Trostinec (Weissrussland). Als Tochter von Bernhard und Rosa Spitz kommt Julie in Tulln in Niederösterreich zur Welt. Später wohnt Julie in Klagenfurt und ist Beamtin. Sofort nach dem "Anschluss" ließ sich ihr christlicher Mann von ihr scheiden. Um die Flucht zu organisieren ging sie nach Wien. Ihrem Sohn gelang die Flucht mit einem Kindertransport nach Schweden, sie selbst wurde im Sommer 1942 aus Wien ins KZ Maly Trostinec in Weißrussland deportiert und dort ermordet. Am Stolperstein ist das Geburtsjahr von Julie Spitz falsch angegeben (1902 statt richtig 1897) und auch beim Sterbedatum (15. Juni 1942) gibt es unterschiedliche Angaben. Quellen: Homepage der Stadt Klagenfurt <https://www.klagenfurt.at/rathaus-direkt/medien-presse/stadtpresse-aussendungen/2018/august/stolpersteine-erinnern-an-ns-opfer.html>.

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Link




Kärntner SlowenInnenReligiöser Widerstand



Janez Sporn, geboren am 13. Oktober 1871, gestorben am 24. Mai 1942. Janez Sporn war Pfarrer in Rechberg und wurde im Zuge der Verhaftungswelle gegen slowenisch sprechende Priester im April 1941 verhaftet. Nach Interventionen bei der Gestapo kam er am 25. April 1941 frei. Er durfte in seine Pfarre zurückkehren. Doch war er körperlich und psychisch schwer gezeichnet. Das bischöfliche Amt gewährte ihm für die Zeit vom 15. Mai 1941 bis zum 30. April 1942 einen Genesungsurlaub. Pfarrer Janez Sporn verstarb schließlich am 24. Mai 1942 im Alter von 70 Jahren in Rechberg. Quelle: Entner, Brigitte: … als die Polizeieinheiten zum Hof kamen …. In Erinnerung an die Kärntner-slowenischen Opfer der NS-Verfolgung aus Bad Eisenkappel-Vellach. Eigenverlag, Bad Eisenkappel-Vellach/Železna kapla-Bela, 2021. S. 22.

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Šporn, Janez-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Spranger, geboren 1879, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Maria Spranger, die mit einem Justizsekretär verheiratet war, wurde im August 1930 in die psychiatrische Abteilung des Klagenfurter Krankenhauses eingewiesen. Sie erhielt die Diagnose „Schwachsinn“, welche heute nicht nur als veraltet und diskriminierend gilt, sondern auch als wenig konkret in Bezug auf die Ursache und den Grad der Beeinträchtigung ist. Zehn Jahre nach ihrer Einweisung, Ende August 1940, wurde Maria im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/spranger-maria/>.

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Informationen zum Leben und Schicksal von Matevž Stane konnten nicht gefunden werden.

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Kärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Elizabeta Stanke, geboren am 28.09.1926 in Lobnig/Lobnik, gestorben am 22.04.1945 am Obir. Elizabeta Stanke wurde am 28. September 1926 in Lobnig/Lobnik als ledige Tochter von Katarina Pörč geboren. Ihre Eltern heirateten erst 1933. Ihr Vater war der Bergmann Josef Stane. Spätestens ab 1943 unterstützte die Familie Stane die Partisanen. Elizabetas jüngere Schwester Marija wurde im Oktober 1943 wegen Partisanenunterstützung verhaftet und ins KZ Ravensbrück deportiert. Elizabeta selbst schloss sich im Juni 1944 den Partisanen an und bekam den Partisanennamen Olga. Sie war unter anderem im Gebiet um Solčava/Sulzbach, Eisenkappel, im Jauntal/Podjuna, in der Štajerska/Untersteiermark sowie am Obir aktiv. Wenige Tage vor Ende des Krieges starb Elizabeta Stanke – Olga im Bunker am Obir an Erschöpfung und den Folgen schwerer Erfrierungen. Als Todestag wird auch der 27. April 1945 angeführt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 228.

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Elisabeth, Lizi, Lizika, Stane-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Starklet nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte seit mehreren Jahren im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Am 25. August 1940 wurde sie in einem Tötungstransport mit mehr als 250 Frauen aus der psychiatrischen Abteilung und Frauen sowie Mädchen aus dem "Siechenhaus" in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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ZwangsarbeiterInnen



Anton Staroicicz, geboren 1903 in Gallizien, gestorben im März 1943 in Greifenburg. Anton Staroicicz wurde 1903 in Gallizien geboren. Er arbeitete auf der Landwirtschaft eines Bauern in Greifenburg. Dies war ein Zwangsverhältnis, aus dem es kein Entrinnen gab. Zuvor lebte er in Westgalizien, wo seine Frau Barbara in der Ortschaft Bohorodyczin (Kreis Stanislau) weiterhin lebte, als Anton Staroicicz von ihr fortgerissen wurde. NS-Deutschland hatte diese Gebiete zum Schauplatz brutaler Unterdrückung, Ausplünderung und Ermordung der einheimischen Bevölkerung gemacht. Dazu gehörte auch die zwangsweise Rekrutierung und Verschleppung von Arbeitskräften ins Deutsche Reich sowie die Errichtung von Ghettos, Arbeits- und Vernichtsungslagern. Ende März 1943 wurde in einem Waldstück oberhalb des Weilers Kerschbaum, in der Nähe von Greifenburg, an einem Baum hängend der leblose Körper des 40-jährigen polnischen Zwangsarbeiters Anton Staroicicz gefunden. Der Bürgermeister von Greifenburg meldete an das Arbeitsamt Villach, dass sich Staroicicz "anscheinend in einem Anfall geistiger Umnachtung" erhängt hat. In der Meldung des Bürgermeisters stand auch, dass seine Arbeitskollegen angaben, dass Staroicicz an Heimweh litt und zurück zu seiner Familie wollte. Quelle: Homepage des Vereins aegide, NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/27/Anton_Staroicicz/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Erna Startinig wurde am 29. März 1929 in Zell (slow. Sele) im Bezirk Klagenfurt Land geboren. Von dort kommend ist sie in der ersten Hälfte der Jahres 1937 in das "Siechenhaus" des Gaukrankenhauses Klagenfurt aufgenommen worden. Meldeamtlich erfasst wurde ihr Eintritt mit 23. Juni 1937. Erna Startinig wurde am 7. Juli 1941 im Alter von 12 Jahren mit einem Tötungstransport mit rund 111 Pflegebedürftigen des Siechenhauses, Kindern einer kirchlichen Einrichtung und Insassen der Psychiatrie des Gaukrankenhauses in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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NS-Euthanasie



Johann Baptist Stattmann wurde am 04.08.1871 in Kleinbergl geboren, gestorben am 03.04.1945 im Siechenhaus Klagenfurt. Johann Baptist Stattmann wurde als Sohn der Theresia Stattmann, geborene Nackler vulgo Stubenvoll am Kleinbergl, und des Jakob Stattmann vulgo Garzbauer in ein katholisches Elternhaus geboren. Er stammt aus einer großen Bauernfamilie mit sieben Geschwistern. Johann war ledig und verdiente sein Geld als Schneider. Daher rührt höchstwahrscheinlich auch der Name „Gorznschneida“. Die noch lebende Verwandtschaft erinnert sich an Johann als einen geselligen und frommen Mann, der jeden Sonntag die Heilige Messe besuchte. In Erinnerung bleibt vor allem, dass Johann körperlich beeinträchtigt war, d.h. ihm fehlte der rechte Unterschenkel. Mit Hilfe einer provisorischen Prothese konnte er seinen Alltag meistern. Trotzdem sah man ihn nie ohne Gehstock. Woher diese Verletzung stammte, kann nicht mehr in Erfahrung gebracht werden. Am 2. Dezember 1943, im 74. Lebensjahr, wurde Johann von einem Freund unter falschem Vorwand nach Klagenfurt gelockt und dann in die damalige „Landes-Irrenanstalt“ zwangseingewiesen. Seine Hütte wurde kurze Zeit später von zwei SS-Männern ausgeräumt. Aus Einvernahmen im Niedermoserprozess geht hervor, dass Johann Stattmann am 3. April 1945 um 04:00 Uhr an einer „Lungenentzündung“ verstorben sei. Die Todesanzeige konnte im pathologisch-anatomischen Institut in Wien gefunden werden. In dieser wird Johann als „Invalider“ eingestuft. Antonie Pachner hat Johann Stattmann bei der Kripoeinvernahme im Herbst 1945 als getöteten Pflegling angegeben. Der damalige Primarius Niedermoser hat in der Verhandlung jedoch angegeben, ab März 1945 habe er nicht mehr töten lassen, da auch er den Zusammenbruch des nationalsozialistischen Regimes erwartete. Die Pflegerin Paula Tomasch, im „Siechenhaus“ für die Tötung der Männer zuständig, erklärte bei der Verhandlung über Johann Stattmann, er sei einfach „so gestorben“. Aus diesem Grund wird Johann Baptist Stattmann bisher auch „nur als mögliches Opfer“ geführt. Ein anderer Fall, jener der Gailtalerin Susanne Schwarz, lässt aber vermuten, dass die Tötungen sogar noch über das Ende des NS-Regimes hinaus fortgesetzt wurden und sich Niedermoser und andere Beteiligte mit den Behauptungen, es hätten ab März 1945 keine Ermordungen mehr stattgefunden, nur schützen wollte. (Siehe die Biographie von Susanne Schwarz) Johann Baptist Stattmann vulgo „Gorznschneida“ wurde am 5. April1945 zusammen mit einem anderen „verstorbenen“ Pflegling der „Landessiechenanstalt“ in Klagenfurt Annabichl in einem Armengrab beerdigt. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 94ff

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NS-Euthanasie



Eduard Staunig, geboren 1897, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Eduard Staunig, dessen Beruf Privatgelehrter war, wurde im Mai 1939 in die psychiatrische Abteilung des Klagenfurter Krankenhauses mit der Diagnose Paranoia eingewiesen. Ein Jahr später, im Juni 1940, wurde Eduard im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/staunig-eduard/>.

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Kärntner SlowenInnenKZ Opfer



Michael Stehsel, geboren am 27.08.1883 in Roda bei Schiefling, gestorben am 07.03.1944 im Vernichtungslager Majdanek (Polen). Michael Stehsel, der als Landarbeiter sein Unterhalt verdiente, wurde im März 1943 ins KZ Dachau deportiert. Fast ein Jahr später, im Jänner 1944, erfolgte die Überstellung ins Vernichtungslager Lublin-Majdanek. Dort kam er im März 1944 laut offiziellen Angaben an Lungentuberkulose ums Leben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/stessel-michael/>.

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Stessel-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Katharina Steinbach wurde um das Jahr 1922 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Katharina Steinbach war 22 Jahre alt als sie von Oberpflegerin Ottilie Schellander, geb. Zanella am 3. Oktober 1944 ermordet wurde. Ihr Leichnam wurde der städtischen Friedhofsverwaltung übergeben und in einem Armengrab in Annabichl im Feld XV, Reihe 15 beigesetzt. Das Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und später mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Urteil. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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NS-Euthanasie



Leonhard Steindl, geboren 1910, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Leonhard Steindl wurde Ende November 1931 mit der Diagnose Schizophrenie in die psychiatrische Abteilung des Klagenfurter Krankenhauses eingewiesen. Fast zehn Jahre später, im März 1941 wurde er im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/steindl-leonhard/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Aloisia Steindorfer wurde am 28. Dezember 1912 im Weiler Unteraich bei Strassburg, Bezirk St. Veit a.d. Glan geboren. Von dort kommend ist sie 1940 in das "Siechenhaus" des Gaukrankenhauses Klagenfurt eingetreten. Meldeamtlich erfasst wurde ihr Eintritt mit 9. Oktober 1940. Aloisia Steindorfer wurde am 7. Juli 1941 mit einem Tötungstransport mit rund 111 Pflegebedürftigen des Siechenhauses, Kindern einer kirchlichen Einrichtung und Insassen der Psychiatrie des Gaukrankenhauses in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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NS-Euthanasie



Franz Steiner wurde am 30. September 1913 in Micheldorf, Bezirk St. Veit a.d. Glan geboren. Er war pflegebedürftig und lebte nach den Angaben des städtischen Meldeamts vom 24. November 1930 bis kurz vor seinem Tod im Siechenhaus des Gaukrankenhauses Klagenfurt, Krasnigstrase 2. Franz Steiner wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart gebracht und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Juliane Steiner, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte bereits seit Jahren im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Am 25. August 1940 wurde sie in einem Tötungstransport mit mehr als 250 Frauen aus der psychiatrischen Abteilung und Frauen sowie Mädchen aus dem "Siechenhaus" in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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NS-Euthanasie



Ernst Steinhauser, geboren 21.06.1917, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Als 1940 und 1941 vier Transporte mindestens 733 Menschen aus Kärnten zur Vergasung in die Euthanasieanstalt Schloss Hartheim brachten, waren darunter zahlreiche ehemalige PatientInnen aus dem Klagenfurter Josefinum. Ernst Steinhauser wurde mit dem vierten Transport am 7. Juli 1941 deportiert. Dieser umfasste 111 Personen, darunter auch 25 Kinder. Sie alle wurden im Schloss Hartheim sofort nach ihrer Ankunft vergast. Quelle: Homepage der Stadt Klagenfurt <https://www.klagenfurt.at/die-stadt/geschichte/erinnerungskultur/stolpersteine/stolpersteine-2018.html>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Amalia Stelzer wurde am 2. Juni 1915 in Klagenfurt geboren. Ihr Eintritt ins "Siechenhaus" des Klagenfurter Gaukrankenhauses dürfte um 1930 herum erfolgt sein. Am 25. August 1940 wurde sie mit einem Tötungstransport mit 38 Frauen und Mädchen aus dem "Siechenhaus" und mindestens 213 Frauen aus der Psychiatrie des Gaukrankenhauses in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Freidl, Wolfgang (Hg.): NS-Psychiatrie in Klagenfurt. Facultas Verlag. Wien 2016. Insonders Seite 117 ff).

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Kärntner SlowenInnen



Franc Štern, geboren am 02.04.1905 in Zell Schaida/Šajda, Zell/Sele, gestorben am 18.03.1945 in Zell Schaida/Šajda. Franc Štern wurde am 2. April 1905 in Zell Schaida/Šajda geboren. Im Jahr 1945 geriet er Mitte März nach einem Kirchgang als Zivilist in ein Feuergefecht zwischen Polizeieinheiten und Partisanen. Er wurde dabei von Kugeln der Polizeieinheiten getroffen und starb am 18. März 1945 an seinen Schussverletzungen. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 464.

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Stern-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Anna Steurer, geboren am 11.10.1871 in Ziebl, Gemeinde Stockenboi, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Anna Steurer wurde Ende Mai 1927 mit der Diagnose Schizophrenie in die psychiatrische Abteilung des Klagenfurter Krankenhauses eingewiesen. Etliche Jahre später, im März 1941, wurde sie im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Auf Wunsch der Angehörigen wurde Annas Urne am 23. April 1941 ans evangelische Pfarramt Zlan übermittelt. Wenig später erfolgte die Beisetzung auf dem Zlaner Friedhof. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/steurer-anna/>.

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Religiöser WiderstandKZ Opfer



Johann Stichauner, geboren am 01.09.1901 in Deutschberg/ Ossiachersee, gestorben am 03.04.1945 im KZ Dachau (Deutschland). Johann Stichauner übernahm den sogenannten „Jirglbauer“-Hof in Unterwollanig, den seine Mutter 1931 erworben hat. Johann war bei der Nachbarschaft als Bibelforscher bekannt, weil er in seiner Freizeit gerne dich mit dem Lesen des Bibelbuches beschäftigte. Im Jänner 1942 wurde er zur Wehrmacht einberufen. Wenige Monate später durfte er aufgrund von Kriegsuntauglichkeit wieder nach Hause. Zwei Jahre später kam die erneute Einberufung zum Volkssturm. Diese verweigerte er, wodurch er am 23.12.1944 gefangen genommen wurde und im Jänner 1945 ins KZ Dachau transportiert wurde. Dort verstarb er im April 1945. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/stichauner-johann/>.

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NS-Euthanasie



Simon Stichhaller, geboren 1880, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Simon Stichhaller, der als Weichensteller bei der Eisenbahn tätig war, wurde im Juni 1937 mit der Diagnose Schizophrenie in die psychiatrische Abteilung des Klagenfurter Krankenhauses eingewiesen. Einige Jahre später, im Juni 1940, wurde er im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/stichhaller-simon/>.

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NS-Euthanasie



Adolf Stingl, geboren 1907, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Adolf Stingl, der als Hilfsarbeiter tätig war, wurde Ende Juni 1937 mit der Diagnose Schizophrenie in die psychiatrische Abteilung des Klagenfurter Krankenhauses eingewiesen. Einige Jahre später, im Juni 1940, wurde er im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/stingl-adolf/>.

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Kärntner SlowenInnen



Peter Stingl, geboren am 23. August 1888, gestorben am 20. April 1945. Peter Stingl wurde in einer Arbeiterfamilie geboren, auch er arbeitete in der Fabrik in Feistritz. Nach einer Denunziation wurde er festgenommen und am 22. März 1944 ins KZ Dachau eingewiesen, wo er am 20. April 1945 starb. Quelle: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014. S. 399.

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Religiöser WiderstandKZ Opfer



Johann Stossier, geboren am 29.05.1909, gestorben am 07.05.1944. Johann Stossier wurde am 29. Mai 1909 geboren. Der Zeuge Jehova aus St. Martin/Techelsberg wurde von Nachbarn angezeigt, weil er mit Menschen über die Bibel sprach. 1940 wurde er ins Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert. Er starb am 7. Mai 1944, ob im KZ Sachsenhausen oder im KZ Neuengamme ist ungeklärt, ebenso wie die Umstände seines Todes. Quelle: Malle, Gerti: „Für alles bin ich stark durch den, der mir Kraft verleiht“. Widerstand und Verfolgung der Zeugen Jehovas in der Zeit des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt, 2011.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Gertraud Stramitzer wurde am 02.05.1896 in Kötschach-Mauten geboren, gestorben am 25.08.1945 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Sie war zum Zeitpunkt ihrer Einlieferung in die Psychiatrie in Klagenfurt mit einem Hilfsarbeiter verheiratet und hatte in Mauthen ihren festen Wohnsitz. Einige Briefwechsel des Ehegatten mit der Anstaltsleitung, in denen dieser sich nach dem Zustand seiner Frau erkundigt, sind dokumentiert. In dieser ist unter anderem davon die Rede, dass sie Briefe an ihren Mann schreibe und diese dem Schriftwechsel beigelegt wurden. Es bedurfte manchmal also erst der Kommunikation seitens der Angehörigen, um die Übermittlung von Briefen der Patientin zu erreichen. Die Anstaltsleitung selbst war anscheinend nicht immer daran interessiert, dass die Patienten Kontakt zur „Außenwelt“ und ihren Angehörigen aufnahmen. Mit dem Vernichtungstransport am 25.8.1940 wurde Gertraud Stramitzer nach Niedernhart gebracht und später in Hartheim ermordet. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 97f

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Opfer der NS Justiz



Josef Straubinger, geboren am 19.04.1903, gestorben am 30.06.1942 in Wien. Weitere Details über Josef Straubinger sind nicht bekannt.

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Politischer WiderstandOpfer der NS Justiz



Johann Strauss, geboren am 26.06.1898 in Tschau bei Arnoldstein, gestorben am 28.01.1943 in der NS-Hinrichtungsstätte des Landesgerichts Wien. Johann Strauss erlernte den Beruf des Schlossers. Nachdem er sowohl im Ersten Weltkrieg als auch im sogenannten Kärntner Freiheitskampf mitwirkte, lebte er und seine Frau mit den vier Kindern in großer Not, da er arbeitslos war. 1939 wurde er zur Wehrmacht eingezogen, jedoch später wegen Krankheit wieder abgezogen. Seit März 1940 musste er in Kapfenberg bei den Böhlerwerken arbeiten. Dort kam er mit den kommunistischen Ideen in Berührung und trat im November 1940 der (illegalen) kommunistischen Partei bei. Ende Juli 1941 wurde er jedoch verhaftet. Ein Jahr später im August 1942 erfolgte die Verurteilung zum Tode. Ende Jänner 1943 wurde Johann im Wiener Landesgericht ermordet. Sein Leichnam wurde am Zentralfriedhof in Wien bestattet. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/strauss-johann/>.

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Politischer Widerstand



Karl Strauß, geboren 29.10.1896, gestorben 1945 im KZ Dachau (Deutschland). Karl Strauß, der in der Klagenfurter Perlengasse 30 lebte, war Sozialdemokrat und Teil einer Widerstandsgruppe, die von, als Partisanen verkleideten, Gestapobeamten ausgehoben wurde. Karl Strauß wurde in das KZ Dachau deportiert und starb dort laut Zeugenberichten an einer Typhuserkrankung im April 1945. Quellen: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 291.

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NS-EuthanasieOpfer des FaschismusFrauen explizit erwähnt



Anna Strieder wurde am 21.04.1905 in Maria Luggau im Lesachtal geboren, gestorben am 22.07.1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Sie wurde zum Opfer einer Mischung aus Denunziation, repressiven sozialen Wertvorstellungen und nationalsozialistischem Karrieredenken. Sie gebar 1927 ein uneheliches Kind, der Vater soll laut Marina Jamritsch der spätere Ortsgruppenleiter und Bürgermeister von Luggau gewesen sein. Der Vater von Anna Strieder empfand das uneheliche Kind als Schande und erwirkte anscheinend gemeinsam mit dem späteren Ortsgruppenleiter den Transport der Enkeltochter Erna zu einem Bauern nach Südtirol. Anna Strieder selbst soll Marina Jamritsch zufolge von ihrem Vater so schlimm verprügelt worden sein, dass sie sich davon nicht mehr vollends erholte. Im Berliner Krankenakt finden sich ebenfalls Hinweise auf Gewaltausübung seitens des Vaters gegenüber Anna Strieder. Interessant dabei auch, das in diesem Fall die Einweisung anscheinend auf Antrag des schon erwähnten damaligen Bürgermeisters von Luggau er folgte. Ein weiteres deutliches Indiz dahingehend, dass hier eine „unliebsame“ Beziehung vertuscht werden sollte und dabei die NS-Behörden bzw. deren einflussreiche Vertreter einträchtig harmonierten. Schließlich wurde Anna Strieder am 1.12.1939 in die psychiatrische Abteilung in Klagenfurt verbracht und von dort am 7.7.1941 nach Niedernhart transportiert. Dort soll sie von einem Verwandten noch einmal Besuch erhalten haben, der allerdings aufgrund der vermeintlichen Gefährdung durch eine ansteckende Krankheit nicht zu ihr vorgelassen wurde. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 98f

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Kärntner SlowenInnen



Valentin Stroj, geboren am 08.09.1899 in Augsdorf, gestorben am 08.05.1945 im KZ Neuengamme (Deutschland). Valentin Stroj, der beruflich Schneidermeister war, wurde im November 1939 wegen regimefeindlichen Äußerungen zu drei Wochen Haft verurteilt. Ende Februar 1940 erfolgte eine weitere Festnahme, dann wurde er ins KZ Sachsenhausen transportiert. Anschließend erfolgte seine Überstellung ins KZ Neuengamme. Am 12.12.1944 erreichte seine letzte Mitteilung seine Frau. Wann genau er gestorben ist, ist uns nicht bekannt. Aus diesem Grund wurde sein Todesdatum in den Akten mit 08. Mai 1945 festgelegt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/stroj-valentin/>.

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Individueller WiderstandFrauen explizit erwähnt



Maria Stromberger am 16.03.1898 in Metnitz, gestorben 1957 in Bregenz. Maria Stromberger wurde am 16. März 1898 in Metnitz geboren, später lebte sie in Vorarlberg. Die Krankenschwester meldete sich 1942 freiwillig für den Einsatz im Vernichtungslager Auschwitz. Als Oberschwester in der Krankenstation unterstützte sie Häftlinge auf vielfältige Weise und engagierte sich im Widerstand. Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus lebte sie bis zu ihrem Tod 1957 in Bregenz.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Elise Stromberger wurde am 18. November 1916 in Judenburg in der Steiermark geboren. Vor ihrem Eintritt in das "Siechenhaus" des Gaukrankenhauses Klagenfurt im Sommer 1940 lebte sie in Strassburg, Bezirk St. Veit a.d. Glan. ELISE wurde am 7. Juli 1941 mit einem Tötungstransport mit rund 111 Pflegebedürftigen des Siechenhauses, Kindern einer kirchlichen Einrichtung und Insassen der Psychiatrie des Gaukrankenhauses in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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NS-Euthanasie



Theobald Stuhlhofer, geboren 20.06.1906, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Theobald Stuhlhofer, der den Beruf des Schmiedes erlernt hat, wurde im Dezember 1937 in die psychiatrische Abteilung des Klagenfurter Krankenhauses eingewiesen. Wenige Jahre später, im Juni 1940, wurde er im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/stuhlhofer-theobald/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Anna Sturm, geboren 1915, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Anna Sturm, die unter einer geistigen Beeinträchtigung litt, wurde im Mai 1939 in das Klagenfurter Krankenhaus eingewiesen. Wenige Jahre später, im März 1941, wurde sie im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/sturm-anna/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Rosa Stückler wurde am 3. Oktober 1923 in Rottenmann geboren. Meldeamtlich erfasst wurde ihr Eintritt ins "Siechenhaus" des Gaukrankenhauses Klagenfurt am Beginn der 1930er Jahre. Am 25. August 1940 wurde sie mit einem Tötungstransport mit 38 Frauen und Mädchen aus dem "Siechenhaus" und mindestens 213 Frauen aus der Klagenfurter Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009).

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Kärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Valentin Sucher, geboren am 06.08.1927 in Maria-Elend im Rosental, gestorben am 06.12.1944 bei Vorderberg. Valentin Sucher schloss sich dem Partisan*innen-Widerstand an. Zuvor hatte er jedoch einen Selbstmord vorgetäuscht, um seine Familie zu schützen. Im Dezember 1944 kam er im Zuge eines Gefechts bei Vorderberg ums Leben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/sucher-valentin/>.

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Suhar-




Kärntner PartisanInnenwiderstandOpfer des FaschismusJugendliche explizit erwähnt



Valentin Sucher, geboren am 06.08.1927 in Maria-Elend im Rosental, gestorben am 06.12.1944 bei Vorderberg. Valentin Sucher schloss sich dem Partisan*innen-Widerstand an. Zuvor hatte er jedoch einen Selbstmord vorgetäuscht, um seine Familie zu schützen. Im Dezember 1944 kam er im Zuge eines Gefechts bei Vorderberg ums Leben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/sucher-valentin/> Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 304f

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Suhar-




Kärntner SlowenInnen



Fritz Sumberac, geboren am 06.03.1905 in Rosenbach, gestorben am 11.01.1940 im KZ Mauthausen. Fritz Sumberac, der als Mauerer tätig war, setzte sich aktiv für die kommunistischen Ideologien ein. Aus diesem Grund wurde er im Oktober 1938 verhaftet und wenig später ins KZ Dachau transportiert. Ende September 1939 erfolgte die Überführung ins KZ Mauthausen, seine persönlichen wenigen Habseligkeiten wurden seiner Familie zugeschickt. Wenige Monate später, im Jänner 1940, verstarb Fritz laut offiziellen Angaben an einer Lungenentzündung. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/sumberac-friedrich-fritz/>.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Friedrich-




Kärntner SlowenInnenFrauen explizit erwähnt



Josefa Sumper, geboren am 17.03.1887 in Latschach bei St. Egyden, gestorben am 18.02.1945 im KZ Ravensbrück (Deutschland). Josefa Sumper wurde 1887 in Latschach/Loče bei St. Egyden an der Drau geboren. Die Kärntner Slowenin arbeitete als Pfarrersköchin in ihrer Heimatgemeinde. Während des Nationalsozialismus unterstützte sie den PartisanInnenwiderstand und trug dabei den Code-Namen „Veronika“. 1944 kam sie aufgrund von Verrat in Haft. Nach mehreren Monaten im Gestapogefängnis Klagenfurt wurde sie ins Frauenkonzentrationslager Ravensbrück deportiert und dort am 18. Februar 1945 grausam ermordet. Am 20. November 1945 wurde in Andenken an Josefa Sumper in der Pfarrkirche von St. Egyden/Št. Ilj ein feierliches Requiem abgehalten. Später wurde an der Südseite der St. Egydener Kirche eine Marmorgedenktafel angebracht. 2014 erfolgte die Benennung eines Sitzungszimmers im Diözesanhaus nach ihr. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/sumper-josefa/>.

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Pepa-




Soldaten - Deserteure



Albin Supan, geboren im Jahr 1920 in Zell-Oberwinkel/Zgornji Kot, Zell/Sele, gestorben im Jahr 1943 in Ljubljana/Laibach. Albin Supan war einer der frühen Deserteure. Es gelang ihm, nach dem Überfall auf Jugoslawien in Slowenien zu bleiben. Jedoch erkrankte er schwer und verstarb 1943 in Ljubljana. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 465.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Suppan-




NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Alfred Suppnig, geboren am 06.01.1925 in Arnoldstein, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Alfred Suppnig, der bei seiner Großmutter in Gailitz aufwuchs, wurde im Juni 1940 in die psychiatrische Abteilung des Klagenfurter Krankenhauses eingewiesen. Nach einem kurzen Aufenthalt in im sogenannten „Siechenhaus“, wurde er erneut in die Psychiatrie eingewiesen. Im März 1941 wurde Alfred im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/suppnig-alfred/>.

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Lovrenc Sveršina, geboren am 06.08.1896 in Leppen/Lepena, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben im Feber 1944. Lovrenc Sveršina wurde am 6. August 1896 in Leppen/Lepena als lediger Sohn von Marija Sveršina geboren. Er blieb ledig und arbeitete als Landarbeiter. Am 2. Feber 1944 soll er sich den Partisanen angeschlossen haben. Kurze Zeit später war Lovrenc Sveršina tot. Es gibt unterschiedliche Erzählungen über seine Todesumstände. Ein Zeitzeuge berichtet, dass er bei Kämpfen mit deutschen Einheiten auf der Ojstra gestroben sei. In einer Aufstellung des Partisanenverbandes wird angeführt, dass er im Lobnikgraben gefallen wäre. Eine Auflistung der Gemeinde Eisenkappel gibt an, dass ihn die Partisanen selbst erschossen hätten. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 279.

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Lorenz, Lovro, Sverschina-




Kärntner PartisanInnenwiderstand



Franc Sveršina, geboren am 31.12.1909 in Leppen/Lepena, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 14.02.1945 bei Črna/Schwarzenbach. Franc Sveršina wurde am 31. Dezember 1909 in Leppen/Lepena, Eisenkappel/Železna Kapla als lediger Sohn von Johanna (Ivana) Sveršina geboren. Vor der Geburt arbeitete seine Mutter als Dienstmagd beim vlg. Breznik. Franc Sveršina verdiente seinen Lebensunterhalt als Fleischhauer in Eisenkappel. Er war ledig und hatte zwei kleine Kinder, die erst während des Krieges zur Welt kamen. Im August 1943 schloss sich Franc Sveršina den Partisanen an. Er fiel bei Kämpfen um Črna am 14. Feber 1945. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 278.

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Franz, Sverschina-




Politischer Widerstand



Franz Swoboda, geboren 03.11.1887, gestorben 06.04.1945 im KZ Dachau (Deutschland). Franz Swoboda war ein Gewerkschafter und Landtagsabgeordneter. Der gebürtige Wiener kam in den 1930er Jahren nach Kärnten und setzet sich für Arme und Kinder ein sowie für die Rechte der Arbeitnehmer*innen. Als 1934 die Gewerkschaften aufgelöst wurde, machte er illegal weiter und versorgte die Arbeiter*innen weiterhin mit politischen Informationen. Im August 1944 wurde er von der Gestapo verhaftet und nach Dachau deportiert. Dort starb er an Typhus knapp ein Monat vor Kriegsende Anfang April 1945. Quellen: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 765-766.

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T

NS-Euthanasie



Franz Tras(s)otti wurde am 22.08.1915 in Kötschach-Mauten geboren, gestorben am 29.06.1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Der Arbeiter Franz Tas(s)otti, die Schreibweise differiert, aus Kötschach, wurde am 19.3.1939 in der Psychiatrie Klagenfurt aufgenommen. Bei ihm wird abermals deutlich, wie die Patienten den leitenden Ärzten, im besonderen Fall Dr. Franz Niedermoser, ausgeliefert waren, vor allem, wenn kein Kontakt zu Angehörigen bestand, aber, wie in diesem Fall, oft auch dann, wenn es einen solchen sehr wohl gab. Denn Anfang Jänner 1940 fordert der Kurator des entmündigten Kötschachers Franz Tas(s)otti die Verlegung seines Klienten in das von der evangelischen Stiftung geleitete Altenheim in Treffen. Darauf antwortet ihm die Anstaltsleitung, dass sein Klient „jederzeit […] in das oben erwähnte Altersheim aufgenommen werden“ könne. Einige Tage später, am 10.1.1940, scheint Niedermoser seine Meinung schon wieder leicht geändert zu haben, ist doch folgende Abschrift eines geplanten Briefes notiert: „Da Tasotti doch wiederholt Frauen belästigte, wir nicht wissen, ob die Beaufsichtigung in Treffen genügend ist, müssen wir die Unterfertigung beiligenden Reverses fordern. Wenn Sie ihn auch vom Landrat unterschrieben bringen, können Sie den Kranken mitnehmen.“ Im Gegensatz zum Schreiben einige Tage zuvor ist diese Notiz bereits weit abweisender formuliert. Scheinbar steht die Sorge um die Sicherheit der Patienten im Vordergrund der Bemühungen von Niedermoser. Ob dem wirklich so war, ist vor allem deswegen auch zweifelhaft, da dieser „Entwurf“ im Akt durchgestrichen ist und stattdessen ein anderes Antwortschreiben, ebenfalls verfasst von Dr. Niedermoser, an den Kurator abgegangen ist: "Tasotti hat wiederholt Frauen belästigt, weshalb wir ihn nicht ohne weiters entlassen können. Nachdem mit 01.01.1940 auch in der Ostmark das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses eingeführt wurde, muß er vor seiner Entlassung aus der Anstalt sterilisiert werden." Plötzlich kommt Niedermoser also noch ein neues Gesetz in den Sinn, das einen Grund liefert, den Patienten weiterhin in seiner Anstalt einzubehalten. Ob es überhaupt noch zur Sterilisierung kam, ist nicht belegt, viel Zeit blieb jedenfalls zu diesem Eingriff nicht, da Franz Tas(s)otti am 29. 6. 1941 nach Niedernhart gebracht und in Hartheim getötet wurde. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 100f

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Tassotti-




Politischer WiderstandJugendliche explizit erwähnt



Franz Tatschl, geboren am 28.03.1915 in St. Stefan bei Wolfsberg, gestorben 1939 in Murcia (Spanien). Franz Tatschl sympathisierte mit der kommunistischen Ideologie. Aus diesem Grund wurde er 1935 für ein halbes Jahr verhaftet. Im Winter 1936/37 schloss sich den Internationalen Brigaden in Spanien an. Diese haben sich zum Ziel gemacht, den wachsenden Faschismus aufzuhalten. Im Zuge der sogenannten Jamara-Schlacht erlitt Franz schwere Verwundungen, die ihm das Leben kosteten. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/tatschl-franz/>.

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Alfred Taubach wurde als Sohn eines Zigarrenhändlers am 16. September 1933 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 hingerichtete Leiter der Klagenfurter Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Dr. Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Alfred Taubach wurde am 28. August 1943 im Alter von zehn Jahren getötet. Die meisten Opfer wurden vor ihrer Tötung mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen war es Morphium, in die sogenannte Wäschekammer gebracht. Davor wurden sie noch gewaschen, um sich später die Leichenwäsche zu ersparen. Begraben wurde ALFRED in einem Armengrab im Klagenfurter Friedhof Annabichl im Gräberfeld I, Reihe 5. Sein Grab wurde in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und mit weiteren Toten neu belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Thaubach-




Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraFrauen explizit erwähnt



Anna Taubmann, geboren am 08.11.1914 in Saalfelden, gestorben k.a. im Ghetto Lodz (Polen). Anna Taubmann, die mit ihrem Ehemann Florian zwei Kinder namens Florian und Kornelia hatte, gehörte der Volksgruppe der Sinti an. Aus diesem Grund wurde sie sowie ihre Mutter Anna und die beiden Kinder ins sogenannte Zigeuneranhaltelager Wyer bei St. Pantaleon im Innviertel deportiert. Im Winter 1941 erfolgte die Überstellung ins KZ Lackenbach, von wo aus sie ins polnische Ghetto Lodz transportiert wurden. Wahrscheinlich kam Anna dort in Gefangenschaft ums Leben, wann genau ist uns jedoch nicht bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/taubmann-anna-geb-blach/>.

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Blach-




Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraJugendliche explizit erwähnt



Florian Taubmann, geboren am 24.01.1936 in Villach, gestorben k.a. im Ghetto Lodz (Polen). Florian Taubmann gehörte der Volksgruppe der Sinti an. Aus diesem Grund wurde er gemeinsam mit seiner Mutter Anna, seiner Schwester Kornelia sowie der Großmutter ins sogenannte Zigeuneranhaltelager Wyer bei St. Pantaleon im Innviertel deportiert. Im Winter 1941 erfolgte die Überstellung ins KZ Lackenbach, von wo aus sie ins polnische Ghetto Lodz transportiert wurden. Florian kam dort in Gefangenschaft ums Leben, wann genau ist uns jedoch nicht bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/taubmann-florian/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie Lovara



Karl Taubmann, geboren am 07.03.1915 in St. Martin bei Villach, gestorben k.A.. Karl Taubmann, der von Beruf Musiker war, gehörte der Volksgruppe der Sinti an. Aus diesem Grund wurde er Ende Oktober 1941 sowie seine Töchter Melitta und Isabella gefangen genommen. Seine Verlobte Mathilde Pachernik entschloss sich daraufhin, ihre Liebesten zu folgen. So wurden sie ins KZ Lackenbach deportiert. Wahrscheinlich kam Karl dort in Gefangenschaft ums Leben, wann genau ist uns jedoch nicht bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/taubmann-karl/>.

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Roma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Kornelia Taubmann, geboren am 23.04.1938 in Villach, gestorben k.A. im Ghetto Lodz (Polen). Kornelia Taubmann gehörte der Volksgruppe der Sinti an. Aus diesem Grund wurde sie gemeinsam mit ihrer Mutter Anna, ihrem Bruder Florian sowie der Großmutter ins sogenannte Zigeuneranhaltelager Wyer bei St. Pantaleon im Innviertel deportiert. Im Winter 1941 erfolgte die Überstellung ins KZ Lackenbach, von wo aus sie ins polnische Ghetto Lodz transportiert wurden. Kornelia kam dort in Gefangenschaft ums Leben, wann genau ist uns jedoch nicht bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/taubmann-kornelia/>.

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KZ Opfer



Franz Tauchhammer, geboren am 17.11.1905 in Berg ob Arriach, gestorben am 18.12.1943 im KZ Buchenwald (Deutschland). Franz Tauchhammer, der als Landarbeiter tätig war, wurde im Mai 1943 gefangen genommen und im Oktober desselben Jahres ins KZ Buchenwald überstellt. Grund seiner Verhaftung soll „Arbeitsverweigerung“ gewesen sein. Im Dezember 1943 verstarb Franz. Ein Monat später wurden seine wenigen Habseligkeiten seiner Schwester zugeschickt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/tauchhammer-franz/>.

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Opfer der NS Justiz



Johann Tempfer, geboren am 02.05.1910 in Bleiberg bei Villach, gestorben am 08.12.1944 in der NS-Hinrichtungsstätte Landesgericht Graz. Johann Tempfer, der gelernte Spengler, war unter anderem bei der BBU als Lagerarbeiter tätig. Wie er daraufhin seinen Lebensunterhalt sicherte sowie der Verhaftungsgrund ist uns nicht bekannt. Im Herbst 1944 wurde er wegen Hochverrat am Oberlandesgericht in Graz zum Tode verurteilt. Dieses wurde im Dezember 1944 durch Enthauptung vorstreckt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/tempfer-johann/>.

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NS-Euthanasie



Gottfried Tengg, geboren am 17.10.1913, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Gottfried Tengg, der als Hilfsarbeiter in der Landwirtschaft tätig war, wurde Ende Dezember 1938 in das Klagenfurter Gaukrankenhaus eingewiesen. Wenige Jahre später, im Juni 1940, wurde er im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/tengg-gottfried/>.

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Als Jude oder Jüdin verfolgt (Archiv der Namen)



Norbert Tersch, geboren am 11.12.1899 in Villach, gestorben k.A. im Gehtto Opole (Polen). Norbert Tersch, der als Bücherrevisor tätig war, hat zwei Jahre versucht, Österreich zu verlassen, jedoch ohne Erfolg. Norbert wurde schließlich im Februar 1941 aufgrund seiner jüdischen Wurzeln nach Opole, in der Nähe von Lublin, deportiert. Nähere Informationen zu Norberts Schicksaal sind uns nicht bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/tersch-norbert/>.

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Arthur Thaler, geboren am 15.03.1894 in Greifenburg, gestorben am 02.01.1945 in Seefeld. Arthur Thaler wurden am 15. März 1894 in Greifenburg geboren und wuchs auf der Landwirtschaft seines Vaters in Waisach bei Greifenburg auf. Nach dem Tod des Vaters im Jahr 1920 erbte Arthur Thaler dessen landwirtschaftlichen Besitz, war aber für die Führung des Betriebes und der zahlreichen Beschäftigten nicht ausgebildet. Im Jänner 1942 wurde auf Anton Thalers landwirtschaftlichen Besitz ein Treuhänder eingesetzt und ihm durch einen Beschluss die Verwaltung, Nutzung und Verfügung des Besitzes entzogen. Grund dafür war die festgestellte schlechte wirtschaftliche Führung des ursprünglich guten Betriebes. Die Führung eines Bauernhofes war zu dieser Zeit nicht mehr nur Angelegenheit des Bauern, sondern die landwirtschaftlichen Betriebe waren in die NS-Kriegsernährungswirtschaft eingebunden. Arthur Thaler fand sich in der Rolle eines rechtlosen Knechtes wieder und begann sich durch ungangepasstes und widerstrebendes Verhalten gegen diese Maßnahme und den Treuhänder zu wehren. Es kam zwischen dem Treuhänder und Arthur Thaler zu schweren Auseinandersetzungen, bei dem Letzterer im September 1944 vom Treuhänder blutig geschlagen wurde. Arthur Thaler verfasste im Laufe der Zeit zahlreiche Beschwerden, wofür ihm "assoziales" Verhalten vorgeworfen wurde. Arthur Thaler erhielt entweder von der Kreisleitung der NSDAP oder von der Gestapo eine Vorladung nach Spittal und wurde dort von der Gestapo am 28. September 1944 in Haft genommen. Zunächst bileb er zwei Wochen in Spittal eingesperrt, bevor er in das Gestapo-Gefängnis nach Klagenfurt überstellt wurde. In einem Brief berichtet ein Zellengenosse, dass Arthur Thaler Suizid begehen wollte, als er von seiner bevorstehenden Einweisung in ein Arbeitserziehungslager erfuhr. Die Mithäftlinge konnten ihn aber davon abhalten. Thaler wurde in das KZ der Gestapo, das Arbeitserziehungslager Reichenau bei Innsbruck, überstellt. Arthur Thaler starb am 2. Jänner 1945 im Krankenhaus Seefeld in Tirol an den Folgen seiner Gefangenschaft. Ein Mithäftling schrieb Thalers Schwerster, dass ihr Bruder misshandelt und täglich mehrmals geschlagen wurde. Die Schwester und die Gendarmarie Grefenburg erstatteten 1946 Anzeigen, gegen den Ortsgruppenleiter, den Treuhänder und den Ortsbauernführer wegen Misshandlung, Verletzung und Denunziation von Arthur Thaler. Alle Verfahren wurden eingestellt. Quelle: Homepage des Vereins aegide, NS-Opfer im Oberen Drautal <http://www.aegide.at/de/28/Arthur_Thaler/>.

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Horst Walter Theißen wurde am 7. Mai 1936 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 hingerichtete Leiter der Klagenfurter Psychiatrie Dr. Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "Die Knaben waren alle stark unterernährt." Dr. Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Horst Walter Theißen war der Sohn eines Dachdeckers und wurde am 6. September 1943 im Alter von 7 Jahren mit einer Überdosis des Schlafmittels Somnifen, ev. auch mithilfe von Morphium, getötet. Begraben wurde er in einem Armengrab im Klagenfurter Friedhof Annabichl im Gräberfeld XV, Reihe 25. Es wurde in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Theissen-




KZ Opfer



Maxime Thiery, geboren am 06.12.1910 in Nomeny (Frankreich), gestorben am 27.11.1943 im KZ Loibl. Maxime Thiery wurde am 6.12.1910 in Nomeny, Frankreich, geboren und nach seiner Deportation ins Konzentrationslager Mauthausen dort mit der Nummer 28600 registriert. Der gelernte Fleischer wurde im Juli 1943 in die Loibl-Konzentrationslager verlegt. Er gilt als erster Häftling, der im KZ Loibl-Nord ermordet wurde. Am 27. November 1943 wurde er grundlos von einem SS-Mann in der Nähe des Pamž-Bauernhofes erschossen. Nachdem seine Leiche zwei Tage hinter einer Baracke liegen gelassen wurde, war er der erste Häftling, der im neu errichteten Krematorium des Lagers Loibl-Nord eingeäschert wurde. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 177, 240, 241.

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KZ Opfer



Georg Thomasser, geboren am 17.02.1893 in Villach, gestorben am 28.04.1941 im KZ Dachau (Deutschland). Georg Thomasser, von Beruf Bäcker, wurde verhaftet und zunächst ins KZ Sachsenhausen transportiert. Im September 1940 erfolgte die Überstellung ins KZ Dachau. Laut offiziellen Angaben kam er dort Ende April 1941 aufgrund von Herz- und Kreislaufversagen ums Leben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/thomasser-georg/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Anna Thome wurde um das Jahr 1907 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. ANNA war 35 Jahre alt als sie von Oberpflegerin Ottilie Schellander, geb. Zanella am 20. September 1943 ermordet wurde. Ihr Leichnam wurde der städtischen Friedhofsverwaltung übergeben und in einem Armengrab im Friedhof Annabichl, Feld I, Reihe 26 beigesetzt. Das Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und später mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Urteil. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Tome-




NS-Euthanasie



Alois Thurner wurde am 16.06.1903 in Würmlach geboren, gestorben am 29.06.1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Der Besitzersohn Alois Thurner aus Würmlach im Gailtal kam am 20.5.1925 zum zweiten Mal in die psychiatrische Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Im Bundesarchiv Berlin ist sein Krankenakt vorhanden, der seine Leidensgeschichte verdeutlicht. Aufgrund einer höchst zweifelhaften Diagnose wird Alois Thurner 1925 in Klagenfurt aufgenommen und muss dort durchgehend bleiben, bis er am 29.6.1940 nach Niedernhart überstellt und in Hartheim getötet wird. Dabei weisen die Einträge in den Monaten vor seiner Deportation widersprüchliche Aussagen auf. So heißt es einerseits in Einträgen vom 12.4. 1939 und vom 13.6.1940: „Patient ist ruhig und geordnet, spricht kein Wort, […] Immer gleich verschlossen“. Bereits aus einem Eintrag einige Jahre zuvor wird ersichtlich, dass Alois Thurner unter Umständen den Pflegern ein Dorn im Auge gewesen sein könnte. So heißt es im Eintrag vom 13.01.1933, Thurner habe „auf einen bestimmten Pfleger (Brandstätter) grundlos einen Zorn“. Ob der angesprochene Pfleger, Eduard Brandstätter, dieses „lästige“ Verhalten dem Patienten auch später noch übel nahm und so vielleicht zu seiner Auswahl für den Todestransport nach Niedernhart bzw. Hartheim beitrug, geht aus den Akten natürlich nicht hervor. Der Vermerk vom 2.6.1940, erstellt von einem Pfleger der psychiatrischen Abteilung, lässt aber darauf schließen, dass er auch zu diesem Zeitpunkt noch als „lästig“ und „unangenehm“ galt. Dies waren Gründe, die zu einer Auswahl für die Ermordung genügen konnten. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 101f

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NS-Euthanasie



Christian Tiller, geboren 25.02.1879, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Christian Tiller, der als landwirtschaftlicher Knecht tätig war, wurde im März 1925 in die psychiatrische Abteilung des Klagenfurter Landeskrankenhauses mit der Diagnose Schizophrenie eingewiesen. Nach seiner Überstellung ins sogenannte Siechenhaus in Villach im Mai 1940, wurde er wenig später, im Juni 1940, im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/tiller-christian/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Seraphine Tiller, geboren 1893, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Seraphine Tiller, die unter einer geistigen Beeinträchtigung litt, wurde im April 1941 ins sogenannte Siechenhaus in Villach eingewiesen. Wenig später, im Juli 1941, wurde sie im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/tiller-seraphine/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Seraphine Tiller wurde 1893 geboren. Von Villach kommend wurde sie am 9. April 1941 zunächst in der psychiatrischen Abteilung des Klagenfurter Gaukrankenhauses (GKH) aufgenommen und am 13. Juni d. J. in das "Siechenhaus" des GKH überstellt. Am 7. Juli 1941 wurde Seraphine Tiller mit einem Tötungstransport mit 111 weiteren Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhardt nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv (KLA), Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - KLA, historisches Archiv d. Psychiatrie Klagenfurt. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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Politischer WiderstandKZ Opfer



Matthäus Tischler, geboren am 16.01.1894 in Dröschitz bei Velden am Wörthersee, gestorben am 20.04.1945 im KZ Dachau (Deutschland). Matthäus Tischler, der Mitglied der NSDAP war, erlaubte sich dennoch kritische Äußerungen gegenüber seiner Partei. Darüber hinaus verweigerte er, Teil des sogenannten Volkssturms zu werden sowie einen Eid abzulegen. Aus diesen Gründen schloss man ihn im Dezember 1944 von der Partei aus. Im Jänner 1945 wurde Matthäus verhaftet und ins KZ Dachau überstellt, wo er im April 1945 verstarb. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/tischler-matthaus/>.

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Individueller Widerstand



Walter Tollinger, geboren 01.04.1901, gestorben 08.12.1944 in Graz. 1928 eröffnete Walter Tollinger mit seiner Frau Berta ein Fotoatelier im Haus „Zur Goldenen Gans“ am Alten Platz in Klagenfurt und baute dieses zu einem florierenden Betrieb aus. Während des Austrofaschismus unterstützte er den illegalen Nationalsozialismus, nach dem „Anschluss“ 1938 änderte er jedoch seine politische Einstellung und sprach seine Ablehnung gegen das NS-Regime offen aus. Wegen seiner offenen regimekritischen Äußerungen kam er immer wieder ins Visier der Gestapo. Als er am 4. April 1944 in einem Klagenfurter Caféhaus lautstark gegen die Nazis wetterte und sich selbst als Sozialdemokraten bezeichnete, brachten ihn anwesende Wehrmachtssoldaten zur Polizei. Walter Tollinger kam in Gestapohaft. Das Oberlandesgericht Graz sprach ihn am 11. November 1944 schuldig, am 8. Dezember 1944 wurde er in Graz aufgrund des Urteils „Wehrkraftzersetzung“ hingerichtet. Quellen: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 778-779.

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Link




Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Michael Tonitz, geboren am 12. August 1877, gestorben am 25. Juli 1946. Michael Tonitz, verheiratet mit Klara Gross, war Arbeiter der Fabrik in Rechberg und Mitglied der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Im Zuge der großen Verhaftungswelle wurde er am 30. November 1942 verhaftet, da er der Verbindung zwischen den Rechberger Arbeitern und den Partisanen verdächtigt wurde. Er wurde zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Während seiner Haft in Straubing erkrankte er an Tuberkulose, an deren Folgen er 1946 starb. Quelle: Entner, Brigitte: … als die Polizeieinheiten zum Hof kamen …. In Erinnerung an die Kärntner-slowenischen Opfer der NS-Verfolgung aus Bad Eisenkappel-Vellach. Eigenverlag, Bad Eisenkappel-Vellach/Železna kapla-Bela, 2021. S. 52–53.

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Tonic, Mihael-




NS-Euthanasie



Anton Torker, geboren am 27.01.1910, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Anton Torker, der als Hilfsarbeiter in der Landwirtschaft tätig war, wurde im August 1937 in das Klagenfurter Landeskrankenhaus mit der Diagnose Epilepsie eingewiesen. Wenige Jahre später, Ende Juni 1940, wurde er im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/torker-anton/>.

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KZ Opfer



Stefan Torunski, geboren am 01.07.1914 in Zawiercie (Polen), gestorben am 01.12.1944 im KZ Loibl. Stefan Turunski, geboren am 1.7.1914 in Zawiercie, Polen, wurde bei seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen mit der Nummer 79018 registriert. Nach seiner Verlegung in die Konzentrationslager am Loibl-Pass war er dort als Schuster tätig. Eine Strafversetzung zum Schneeräumen nutzte er am 1. Dezember 1944 gemeinsam mit einem slowenischen Häftling für einen Fluchtversuch. Die beiden Männer entkamen in den Wald, Stefan Turunski wurde allerdings rasch im steilen Gelände gefunden, mehrfach angeschossen und liegen gelassen. Seinem slowenischen Kameraden gelang die Flucht und er überlebte. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 169, 219, 235, 335-339.

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KZ Opfer



Henri Tournier, geboren am 05.07.1906 in Geneuille (Frankreich), gestorben am 29.08.1944 im KZ Loibl. Henri Tournier, geboren am 5.7.1906 in Geneuille, Frankreich, wurde bei seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen als politischer Häftling mit der Nummer 27083 registriert. Im Juli 1943 wurde er in die Konzentrationslager am Loibl verlegt. Nachdem er eine verdorbene Lebensmittelkonserve gegessen hatte, erkrankte er an einer Lebensmittelvergiftung mit schweren Symptomen. SS-Arzt Sigbert Ramsauer verweigerte ihm die Behandlung, woraufhin Henri Tournier am 29. August 1944 starb. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 251.

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NS-Euthanasie



Max Tranacher wurde am 9. März 1895 in Glödnitz, Bezirk St. Veit a.d. Glan geboren. Er war pflegebedürftig und ist in das Siechenhaus des Gaukrankenhauses Klagenfurt am 18. November 1938 eingetreten. Max Tranacher wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart gebracht und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Olga Tranegger, geboren 1892 in Unterberg bei Bodensdorf, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Olga Tranegger, die Teil einer kinderreichen Familie war, wurde für längere Zeit in die psychiatrische Abteilung des Klagenfurter Landeskrankenhauses eingewiesen. Im August 1941 wurde sie im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/tranegger-olga/>.

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NS-Euthanasie



Viktor Trattnig, geboren 1894, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Viktor Trattnig, der als Hilfsarbeiter sein tägliches Brot verdiente, wurde im Februar 1937 in das Klagenfurter Landeskrankenhaus mit der Diagnose Schizophrenie eingewiesen. Wenige Jahre später, Ende Juni 1940, wurde er im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/trattnig-viktor/>.

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KZ OpferFrauen explizit erwähnt



Angela Travnik, geboren am 24.12.1887 in Ebriach/Obirsko, gestorben am 26.12.1943 im KZ Auschwitz. Angela Travnik, geb. Pörtsch, wurde am 24. Dezember 1887 in Ebriach/Obirsko als Tochter des Bauern Andrej Pörtsch und seiner Frau Helena Orasche geboren. Angela heiratete 1917 Jernej Travnik und bekam fünf Kinder. Sie hatte eine Gastwirtschaft am Schaidsattel. Am 12. Jänner 1943 wurde sie im Zuge der Verhaftungswelle gemeinsam mit ihrem Mann und der ältesten Tochter Sabina Schwaiger in Ebriach verhaftet. Auch ihr Schwiegersohn Urh Kelih wurde am selben Tag in Zell/Sele festgenommen. Im April 1943 wurde sie von der Gestapo Klagenfurt ins KZ Ravensbrück eingewiesen. Angela Travnik wurde ins KZ Auschwitz überstellt, wann genau ist aber nicht bekannt. Jedoch schrieb sie am 17. Oktober 1943 einen Brief aus Auschwitz an ihre Tochter und bat diese um Zusendung von Lebensmitteln: Schwarzbrot, Knoblauch, Zwiebel, Zucker, Käse, Brot, Honig, altes Schmalz. Am 21. November 1943 meldete sie sich wieder, bat dringend um die Lebensmittel, war in Sorge über den Verbleib ihres Mannes und ihrer Tochter Sabina und teilte mit, dass sie selbst gesund sei. Mit einem Brief vom 1. Jänner 1944 informierte die Lagerverwaltung die Tochter Justine über den Tod der Mutter. Angela Travnik hätte sich laut der Benachrichtigung bereits am 4. November 1943 krank gemeldet und sei „ins Krankenhaus in ärztliche Behandlung“ gekommen, doch trotz „bestmöglicher medikamentöser und pflegerischer Behandlung“ sei es nicht gelungen „der Krankheit Herr zu werden.“ Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 168 f.

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PörtschTraunik, Perč, PörčLink




KZ OpferOpfer des Faschismus



Johann Treul wurde am 23.05.1905 in Matschiedl / Močidle geboren, gestorben am 24.08.1942 im KZ Dachau. Johann Treul war Schussmeister und wohnte zum Zeitpunkt seiner Verhaftung am 11. Oktober 1941 in Matschiedl/Močidle. Der Name seines Vaters war Peter Treul, der seiner Mutter Theresia, geborene Lakner. Johann Treul selbst war mit Maria Treul, geborene Millonig, verheiratet. Die Nazis verschleppten den Mann ins KZ Dachau. Dort wurde er in der Kategorie „Schutzhäftling“ geführt und musste die Gefangenennummer 27841 tragen. Johann Treul verstarb laut Sterbebuch Dachau am 24. August 1942 um 9.20 Uhr an „Versagen von Herz und Kreislauf bei Rippenfellentzündung mit Exsudat“. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 306

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Soldaten - Deserteure



Albert Troller, geboren 16.05.1915 in Selm (Deutschland), gestorben am 02.03.1945 in Jamlitz (Deutschland). Albert Troller war seit 1936 als Soldat tätig, zuerst beim Heer und später bei der Wehrmacht. Ab 1940 arbeitete er im Polizeidienst. Anfang März 1945 erhielt seine Mutter die Nachricht, ihr Sohn wurde aufgrund von unerlaubten Entfernens von der Truppe erschossen. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/troller-albert/>.

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NS-Euthanasie



Konrad Truppe, geboren 1899, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Konrad Truppe wurde im März 1937 in das Klagenfurter Landeskrankenhauses mit der Diagnose Schizophrenie eingewiesen. Etliche Jahre später, im März 1941, wurde er im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/truppe-konrad/>.

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Kärntner SlowenInnen



Johann Tscheinig, geboren am 09.12.1888 in Umdath/Gottestal, gestorben am 02.04.1945 im KZ Dachau (Deutschland). Johann Tscheinig bewirtschafte gemeinsam mit seiner Schwester den Matevz-Hof. Diesen hätten die zwei bereits 1941 verlassen müssen. Da sie es jedoch verweigerten, wurde ab September 1942 eine sogenannte Zwangsbewirtschaftung in die Wege geleitet und infolge einer Räumungsklage erhielt der Hof Ende 1944 einen neuen Besitzer. Johann wurde im September 1944 ins KZ Dachau deportiert. Wenige Tage später erfolgte die Überstellung ins KZ Mauthausen. Im März 1945 wurde er erneut nach Dachau gebracht, wo er laut offiziellen Angaben Anfang April 1945 aufgrund von Herzinsuffizienz verstarb. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/tscheinig-johann/>.

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Kärntner SlowenInnen



Max Tschernitz, geboren am 31.03.1893 in Augsdorf bei Velden, gestorben am 30.01.1945 im KZ Dachau (Deutschland). Max Tschernitz, der sich als Kärntner Slowene ansah, pflegte regen Kontakt zum Partisan*innen-Widerstand. Außerdem zog er das Slowenische der deutschen Sprache vor, was den Nationalsozialisten ein Dorn im Auge war. Aus diesem Grund wurde er im Oktober 1944 verhaftet und ins KZ Dachau transportiert. Dort verstarb er Ende Jänner 1945. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/tschernitz-max/>.

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NS-Euthanasie



Josef Tschernutter, geboren 1905, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Josef Tschernutter, der als Wagnergehilfe tätig war, wurde im August 1936 mit der Diagnose Schizophrenie in das Klagenfurter Krankenhaus eingewiesen. Ein paar Jahre später, im Juni 1940, wurde er im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/tschernutter-josef/>.

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KZ Opfer



Hermann Tschinkowitsch, geboren am 31.01.1898 in Villach, gestorben am 09.12.1943 im KZ Auschwitz (Polen). Hermann Tschinkowitsch, der als Fleischhauer seinen Lebensunterhalt verdiente, wurde verhaftet und ins KZ Flossenbürg transportiert. Grund seiner Verhaftung soll die Abweichung von der ns-gesellschaftlichen Norm gewesen sein. Im Dezember 1943 wurde er ins KZ Auschwitz überstellt, wo ihm wahrscheinlich kurz nach seiner Ankunft in der Gaskammer das Leben genommen wurde. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/tschinkowitsch-hermann/>.

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Politischer WiderstandOrte des Terrors - KZFrauen explizit erwähnt



Gisela Tschofenig, geboren am 21.05.1917 in St. Leonhard bei Villach, gestorben am 27.04.1945 im KZ Schörgenhub bei Linz. Gisela Tschofenig, geb. Taurer, wurde im Mai 1917 in eine Eisenbahnerfamilie aus Villach hineingeboren. Sie besuchte neben der Volksschule auch die Mädchenhauptschule sowie die Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Frauenberufe. Bereits in jungen Jahren engagierte sich Gisela in diversen linken Verbänden und Vereinen: etwa war sie Teil der Kinderfreunde, der Roten Falken sowie des Kommunistischen Jugendverbandes. Bereits 1933 kam sie in Berührung mit der Polizei, da sie bei der kommunistischen Flugblattaktion mitgewirkt hat. Auch ihr Vater setzte sich für die kommunistischen Ideen ein, weshalb die Familie 1935 nach Linz übersiedeln musste. Gisela versuchte 1937 gemeinsam mit ihrer Freundin Margarete Gröbling nach Spanien zu kommen, um sich den Internationalen Brigaden anzuschließen. Jedoch kam sie nur bis Frankreich, wo sie als Gouvernante ein Jahr tätig war. 1938 und 1939 verdiente sie ihren Lebensunterhalt als Kassiererin am Hauptbahnhof in Linz. Sie folgte jedoch dann ihren Freund Josef Tschofenig nach Belgien, wo 1940 ihr gemeinsamer Sohn Hermann auf die Welt kam. Im gleichen Jahr okkupierten deutsche Soldaten Belgien. Daraufhin wurde Josef inhaftiert und ins KZ Dachau deportiert. Gisela hingegen kam nach Österreich zurück, wo sie sich aktiv gegen das NS-Regime einsetzte, etwa durch das Verfassen von kommunistischen Flugblättern oder Ähnliches, sowie die Freilassung von Josef einforderte. Die zwei durften sich im Juni 1944 am Standesamt in Dachau vermählen. 1944 übersiedelte sie überdies mit ihrem Sohn nach Villach, jedoch wurde sie im September verhaftet und ins Frauengefängnis Kaplanhof in Linz gefangen gehalten. Nach der Bombardierung des Gefängnisses Ende März 1945 wurde Gisela ins Arbeitserziehungslager Schörgenhub überstellt. In der Nach vom 27. auf dem 28. April wurde Gisela erschossen und in eine Grube mit weiteren sieben Personen gelegt. Ihr Leichnam durfte im Mai 1945 exhumiert werden. Wenige Tage später erfolgte die Beisetzung am Friedhof Linz-Kleinmünchen. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/tschofenig-gisela/>.

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TaurerLink




KZ Opfer



Patlomy Tsotsorija, geboren am 07.09.1909 in Chunzy (Ukraine), gestorben am 18.05.1944 im KZ Loibl. Patlomy Tsotsorija, geboren am 7.9.1909 in Chunzy, Ukraine, wurde nach seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Mauthausen als „Russe“ mit der Nummer 42879 registriert. Nach schweren Verletzungen in Folge einer Bombenexplosion, die er sich im Kampfeinsatz gegen die Deutschen zugezogen hatte, war er schwer beeinträchtigt. Nach seiner Deportation in die Konzentrationslager am Loibl-Pass diente der Invalide den Wachmannschaften und der Lagerleitung zur Belustigung. Am 18. Mai 1944 wurde er vorsätzlich erschossen und sein Leichnam im Krematorium verbrannt. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 244-249.

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Politischer WiderstandOrte des Terrors - KZ



Anton Tuder, geboren am 16.01.1888, gestorben am 27.08.1942 im KZ Gusen. Der in Rosegg geborene Bahnangestellte Anton Tuder war Vater von drei Kindern und in den 1920er Jahren politisch bei der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei tätig. Bis zur Auflösung der Partei 1934 im Austrofaschismus war er Bürgermeister von Maria Gail. Ab sofort war er politischer Verfolgung ausgesetzt, 1936 wurde er wegen angeblicher illegaler kommunistischer Betätigung verhaftet und zu sechs Monaten Haft verurteilt. Im Sommer 1940 wurde eine Widerstandsgruppe aus Maria Gail verhaftet. Im Zuge dessen kam auch Anton Tuder in Haft. Ihm wurde vorgeworfen, von der Gruppe gewusst und nichts berichtet zu haben. Nach mehreren Verhaftungen und Entlassungen wurde er am 24. Juli 1942 ohne Angabe von Gründen in das KZ Gusen deportiert. Nach weniger als zwei Monaten im KZ wurde Anton Tuder dort am 27. August 1942 ermordet. Quellen: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/tuder-anton-2/>.

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U

NS-Euthanasie



Robert Uitzinger, geboren 06.05.1904, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Robert Uitzinger wurde im Juli 1934 in das Klagenfurter Landeskrankenhaus mit der Diagnose Schizophrenie eingewiesen. Etliche Jahre später, im Juni 1940, wurde er im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/uitzinger-robert/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Erika Ulbing, geboren am 03.02.1940 in Villach, gestorben 29.06.1942 in der Tötungsanstalt Am Spiegelgrund in Wien. Erika Ulbing, die das jüngste von vier Kindern einer Bauernfamilie war, erkrankte an einer Hirnhautentzündung. Zum einen bildete sich ein Wasserkopf, zum anderen verschwand immer mehr ihre Sehfähigkeit und einzelne Körperteile waren gelähmt. Im März 1942 wurde das kleine Mädchen in die Jugendfürsorgeanstalt Am Spiegelgrund eingewiesen. Drei Monate starb sie laut offiziellen Angaben an einer Lungenentzündung. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/ulbing-erika/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Wilhelmine Unterweger, geboren 1883, gestorben 03.02.1944 im Klagenfurter Gaukrankenhaus. Wilhelmine Unterweger, die als Tagelöhnerin arbeitete, wurde im Jänner 1944 in das sogenannte Klagenfurter Siechenhaus eingewiesen. Wenige Tage später wurde sie von einer Krankenschwester ermordet. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/unterweger-wilhelmine/>.

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Religiöser WiderstandJugendliche explizit erwähnt



Anton Uran, geboren am 22.02.1920 in der Gemeinde Techelsberg, gestorben am 23.02.1943 in der Hinrichtungsanstalt Berlin-Brandenburg (Deutschland). Anton Uran wurde am 22. Februar 1920 in der Gemeinde Techelsberg geboren, seine Eltern betrieben eine kleine Landwirtschaft und ein Gasthaus. Die Familie sprach deutsch und slowenisch. Nach Beendigung der Schulzeit arbeitete Anton Uran als Holzarbeiter, Kollegen weckten in ihm das Interesse für die Lehren der Bibel und er begann die Bibelrunde der Familie Wohlfahrt am Techelsberg zu besuchen. 1938 ließ er sich im Forstsee zum Zeugen Jehova taufen. Als Anton Uran die Einberufung zum Reichsarbeitsdienst erreichte, verweigerte er die Vereidigung. Jegliche Tätigkeit für den Krieg lehnte er mit dem Verweis auf seine Religion ab. Auch eine Haftstrafe konnte seine Überzeugung nicht brechen, 1940 verweigerte er auch die Einberufung zur Wehrmacht und wurde in Klagenfurt inhaftiert. In den folgenden drei Jahren deportierten ihn die Nationalsozialisten in verschiedene Strafanstalten zu harter Zwangsarbeit bei schlechter Versorgung. Am 22. Jänner 1943 verurteilte das Reichskriegsgericht Berlin Anton Uran wegen Zersetzung der Wehrmacht zum Tode, am 23. Februar 1943 wurde der 23-jährige Anton Uran in Berlin-Brandenburg hingerichtet. Quellen: Vinzenz Jobst: Anton Uran. Verfolgt – vergessen – hingerichtet. Klagenfurt 2011. Malle, Gerti: „Für alles bin ich stark durch den, der mir Kraft verleiht“. Widerstand und Verfolgung der Zeugen Jehovas in der Zeit des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt, 2011.

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Link




KZ OpferFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Danica Urank, geboren am 18.08.1942 in Hesselberg, gestorben am 25.10.1942 in Hesselberg. Zum Zeitpunkt der zwangsweisen Aussiedelung der Familie Urank war Amalija Urank schwanger, worauf von den Behörden jedoch keine Rücksicht genommen wurde. Nach kurzer Quarantänezeit wurde Amalija Urank zu Arbeitsleistungen verpflichtet. Kurz nach der Geburt der kleinen Danica Urank am 18. August 1942 im Lager Hesselberg musste ihre Mutter Amalija ihren Arbeitsverpflichtungen wieder nachkommen. Danica konnte deshalb nicht ausreichend gestillt werden und angemessene Nahrung gab es für das Baby kaum. Über den Tod von Danica gibt es unterschiedliche Erzählungen. Ihr Onkel Janko berichtet 1990 in einem Interview, dass sie ihrer Mutter nach der Geburt abgenommen und zwei Tage später tot zurückgegeben wurde. Ein anderer Bruder, der mit der Familie interniert war, erzählte, dass die kleine Danica Durchfall bekommen hätte und mit zwei Monaten an den Folgen verstorben sei. Danica Urank wurde in Ehingen bei Hesselberg begraben. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 126 f.

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Daniela-




Kärntner PartisanInnenwiderstandKZ Opfer



Matija Urbančič, geboren am 24.02.1870 in Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 15.04.1944 im Gaukrankenhaus Klagenfurt. Matija Urbančič wurde am 24. Feber 1870 in Eisenkappel/Železna Kapla als lediger Sohn von Dorothea Pistotnigg geboren. Seine Eltern heirateten am 16. Juni 1872 und er war als ältester Sohn zum Hoferben bestimmt. 1898 heiratete Matija Urbančič in Vellach Ursula Podpesnik, die Tochter des Podpesnik-Bauern. Als Matija Urbančič die Vorladung zur Gendarmerie bekam, entschloss er sich, mit seiner Familie „in den Wald“ (zu den Partisanen) zu gehen. Sein Sohn und Hoferbe Matevž desertierte bereits im September 1943 und schloss sich den Partisanen an. Am 9. April 1944 wurde Matija gemeinsam mit seinen Geschwistern und seinem Sohn Franc jun. im Bunker „Neža“ festgenommen. Matija Urbančič wurde bei der Verhaftung angeschossen und starb sechs Tage später an den Folgen der Schussverletzung im Gaukrankenhaus Klagenfurt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 255.

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Mathias, Verbančič, Urbantschitsch-




Kärntner PartisanInnenwiderstand



Franc Urbančič, geboren am 31.03.1880 in Vellach/Bela, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 01.07.1949. Franc Urbančič wurde am 31. März 1880 in Vellach/Bela als Sohn des Šejina-Bauern Markus Verbančič und seiner Frau Dorothea Pistotnik geboren. Er war der jüngere Bruder von Matija Urbančič und lebte auf dessen Hof. Beschrieben wird Franc Urbančič als belesener und vielgereister Mann, der ein guter Zitherspieler und bekannter Sozialist war. Gemeinsam mit seinen Geschwistern wurde er nach seiner Flucht am 9. April 1944 im Bunker „Neža“ festgenommen. Über das weitere Schicksal von Franc Urbančič gibt es unterschiedliche Aussagen. Karl Prušnik-Gašper schreibt in seinen Erinnerungen, dass Franc Urbančič in ein KZ eingewiesen wurde, nach seiner Befreiung und Rückkehr aber im Klagenfurter Gefängnis verstorben sei. In den Geburtsmatriken ist der Todestag mit 1. Juli 1949 angegeben. Es findet sich aber auch der Eintrag, dass er bei seiner Festnahme in Ferlach angeschossen und an den Folgen verstorben sei. In einer Liste des ZKP (Partisanenverbandes) steht, dass er von 9. bis 25. April 1944 in Haft in Klagenfurt gewesen sei und in einer weiteren Liste scheint auf, dass er am 25. Mai 1944 im Gaukrankenhaus an den Folgen der Haft verstorben sei. Es scheint, dass in den Berichten teilweise das Schicksal seines Bruders mit dem von ihm vermischt worden war. Franc Urbančič verstarb im Jahr 1949 an den Folgen der Internierung. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 256.

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Franz, Verbančič, Urbantschitsch-




Kärntner PartisanInnenwiderstand



Franc Urbančič, geboren am 04.12.1904 in Vellach/Bela, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 11.02.1945 im KZ Dachau. Franc Urbančič wurde am 4. Dezember 1904 in Vellach/Bela als Sohn des Šejina-Bauern Matija Verbančič und seiner Frau Ursula Podpesnik geboren. Er lebte und arbeitete am Hof seines Vaters. Wie seine Angehörigen, mit denen er seit 20. Jänner 1944 „im Wald“ bei den Partisanen lebte, wurde Franc Urbančič am 9. April 1944 festgenommen. Von der Gestapo Klagenfurt wurde er ins KZ Dachau eingewiesen, wo er am 8. Juni 1944 ankam. Sein Todestag ist im Sterbebuch des KZ Dachau mit 17. Feber 1945 eingetragen. Laut dem Eintrag sei er an einer „Gehirnblutung“ verstorben. Nach dem Krieg wurde berichtet, dass Franc Urbančič im KZ erschlagen worden sei. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 256 f.

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Franz, Verbančič, Urbantschitsch-




Kärntner PartisanInnenwiderstandKZ OpferFrauen explizit erwähnt



Angela Urbančič, geboren am 27.08.1882 in Vellach/Bela, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben im Jahr 1945 im KZ Ravensbrück. Angela Urbančič wurde am 27. August 1882 in Vellach/Bela als Tochter des Bauern Markus Urbančič und seiner Frau Dorothea Pistotnik geboren. Ihr Bruder erbte den Hof und sie blieb dort und untersützte ihn bei der Bewirtschaftung. Ihre Tochter Klara heiratete Jakob Lipuš. Im Jänner 1944 floh Angela Urbančič vor ihrer drohenden Verhaftung „in den Wald“ zu den Partisanen. Im April 1944 wurde sie verhaftet und von der Gestapo Klagenfurt ins KZ Ravensbrück eingewiesen. Kurz vor Ende des Krieges kam Angela Urbančič im KZ gewaltsam ums Leben. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 255.

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Neža, Verbančič, Urbantschitsch-




Kärntner PartisanInnenwiderstand



Fric Urh, geboren am 23.09.1903 in Altendorf/Stara vas, St. Philippen ob Sonneg/Šentlipš, gestorben am 03.08.1943 bei St. Philippen/Šentlipš. Fric Urh wurde am 23. September 1903 als Sohn von Theresia Mack und dem Bauernsohn Jurij Urh geboren. Seine Eltern heirateten im Jahr 1909. Im Jahr 1940 kam Fric Urhs Tochter Apolonija zur Welt. Fric Urh war Wehrmachtssoldat und befand sich Anfang August 1943 auf Heimaturlaub am elterlichen Gehöft vlg. Urh in Blasnitzen/Zaplaznica als eine Partisaneneinheit kam und um eine Wegauskunft bat. Fric Urh zog mit ihnen. Dabei gerieten die Partisanen an eine SS-Polizeieinheit. Fric Urh verstarb am 3. August 1943 im Feuergefecht. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 258.

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Friedrich, Friederik, Urch, Mack-




Individueller WiderstandOrte des Terrors - KZ



Franz Uršič, geboren am 24. Dezember 1914 in Škofja Loka (Slowenien), gestorben am 28. November 1944 im KZ Mauthausen. Der Eisenbahner und Familienvater Franz Uršic lebte in Dolintschach bei Rosegg. Im Jänner 1943 wurde er wegen angeblichen Kontaktes zu Zwangsarbeitern von der Gestapo verhaftet und ins KZ Dachau deportiert. Im Dezember 1943 wurde er ins KZ Mauthausen überstellt und von dort weiter zur Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie im Außenlager Schwechat. Ende Mai 1944 kam er ins Sanitätslager, medizinische Betreuung gab es dort allerdings kaum. Franz Uršic verstarb am 28. November 1944 im KZ Mauthausen. Quellen: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/ursic-urschitz-franz/>.

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Urschitz; Franci-




Individueller Widerstand



Janez Užnik, geboren am 26.12.1902 in Zell/Sele, gestorben am 17.05.1945 im KZ Dachau. Janez Užnik wurde am 26. Dezember 1902 als Sohn des Holzarbeiters Peter Užnik und seiner Frau Marija Jug geboren. Janez Užnik sprach, wie das Gericht später feststellte, nur Slowenisch. Im Jahr 1934 heiratete er Ana Olip. Den Lebensunterhalt verdiente der als Holzarbeiter. Er hatte vier Kinder mit seiner Frau sowie ein außereheliches Kind. Janez Užnik kannte viele der gesuchten „Grünen Kader“ sehr gut. Im Zuge der Verhaftungswelle wurde er am 12. Jänner 1943 gemeinsam mit seiner Frau verhaftet. Diese kam bald wieder frei, Janez hingegen wurde angeklagt. Zur Last wurde ihm gelegt, dass er von den Aktivitäten der „Grünen Kader“ sowie von der Ermordung des Jägers Urbas Bescheid wusste, dies aber nicht gemeldet hätte. Auch hätte er nicht angezeigt, dass sich in unmittelbarer Nähe seines Hauses ein Treffpunkt für die Deserteure und ihre Unterstützer befunden hätte. Am 22. Juli 1943 wurde er zu zwei Jahren Haft verurteilt, die er in den Strafanstalten Maribor/Marburg und Bernau am Chiemsee verbüßen musste. Nach der Haftentlassung übernahm ihn die Gestapo und verschleppte ihn ins KZ Dachau. Dort wurde er am 14. Feber 1945 als „Schutzhäftling“ registiert. Janez Užnik erlebte die Befreiung des KZ durch die amerikanischen Truppen, verstarb jedoch wenige Tage später an körperlicher Erschöpfung. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 190 f.

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Johann, Johan, Uschnig-




V

Kärntner PartisanInnenwiderstand



Franc Vavče lebte als Partisan im Bunker am Rabenberg. Er starb am nahen Singerberg am 28. August 1944. Weitere Informationen zum Leben und Schicksal von Franc Vavče konnten nicht gefunden werden.

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Kärntner PartisanInnenwiderstandSoldaten - Deserteure



Karl Vejnik, geboren am 28.10.1910, gestorben am 06.06.1945. Karl Vejnik wurde am 28. Oktober 1910 geboren. Er war der Bruder der Frau des Hoferbens Matevž Urbančič vom vlg. Šejina-Hof. Beim vlg. Šejina wurden immer wieder verwundete Partisanen aufgenommen und gepflegt. Karl Vejnik desertierte im Dezember 1942 und schloss sich den Partisanen an. Dort bekam er den Partisanennamen Milko. Am 6. Juni 1945 starb Karl Vejnik – Milko gemeinsam mit dem Deserteur und ehemaligen Partisanen Simon Prosenc – Slavko bei einem Unfall mit der jugoslawischen Grenzwache. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 253 f.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Johanna Velikogne, geboren 28.04.1882 in St. Jakob im Rosenthal, gestorben am 01.01.1945 im Klagenfurter Gaukrankenhaus. Mehrere hundert Personen wurde während des NS-Regimes an einer Überdosis Luminal oder Sonnigern sowie durch eine Morphium-Scopolamin-Spritze im Klagenfurter Gaukrankenhaus ermordet. Johanna Velikogne ist eine von ihnen. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/velikogne-johanna/>.

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Egon Vendt wurde am 15. Juli 1929 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 hingerichtete Leiter der Klagenfurter Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Dr. Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Egon Vendt war ein "Befürsorgter" und wurde am 18. Juni 1943 im Alter von 14 Jahren getötet. Die meisten Opfer wurden vor ihrer Tötung mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen war es Morphium, in die sogenannte Wäschekammer gebracht. Davor wurden sie noch gewaschen, um sich später die Leichenwäsche zu ersparen. Begraben wurde Egon Vendt in einem Armengrab im Klagenfurter Friedhof Annabichl im Gräberfeld I, 24. Reihe. Das Grab wurde in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Kärntner PartisanInnenwiderstandKärntner SlowenInnen



Matija-Tomaž Verdnik, geboren am 28.09.1916 in Slovenski Javornik (Slowenien), gestorben am 01.02.1944 in Polana im Rosental/ Plana v Rožu. Als Sohn des Fabrikarbeiters Tomaž Verdnik und dessen Frau Katarina kam Matija am 28. September 1916 auf die Welt. Die Familie zog schon bald nach Jesenice, wo sein Vater ein neues Jobangebot erhielt. Matija erlernte den Beruf des Eisendrehers. Schon als Jugendlicher sympathisierte er mit kommunistischen Ideen, sodass er einer Jugendorganisation beitrat. Mit dem Überfall der deutschen Soldaten in Jugoslawien setzte er sich für den Widerstand ein, wirkte am Ausbau der OF mit und beteiligte sich auch in Kärnten am Partisan*innen-Widerstand. Ende Jänner 1944 wurde sein Bunker verraten und Matija, mit dem Denknamen Tomaž, erlitt schwere Verletzungen. Wenige Tage später verstarb der 27-Jährige. Quellen: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 411.

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WernigLink




Kärntner PartisanInnenwiderstandPolitischer WiderstandJugendliche explizit erwähnt



Janez Vester, geboren am 06.04.1928 in St. Johann im Rosental/Šentjanž v Rožu, gestorben am 10.11.1944 am Rabenberg/Šentjanške Rute. Janez Vester wurde am 6. April 1928 beim vlg. Vanek als Sohn des Besitzers Johann Wester und dessen Frau Johanna Strugar geboren. Die Familie Vester unterstützte die Widerstandsbewegung. Janez Vester gab im September 1944 seine Arbeit in der Legalität auf und schloss sich den Partisanen an. Er lebte von da an im Bunker am Rabenberg und arbeitete als Verbindungsmann im Terrain und wurde weiterhin von seiner Familie unterstützt. Am 10. November 1944 holte Janez sich neue Schuhe von der Großmutter, da seine alten verbrannt waren. Am Weg zum Bunker wurde er von der deutschen Polizei aufgedeckt und bei seiner Flucht über den Graben von Schüssen getroffen. Zeugenaussagen zufolge wurde er von den Polizisten mit dem Gewehrkolben und Fußtritten zu Tode geprügelt. Seine zerschundene Leiche wurde heimlich in einem Sarg begraben und nach Kriegsende auf den Friedhof überführt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 448.

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Johann, Ivan, Wester-




ZwangsarbeiterInnenKärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähnt



Nadja Vinogradova war ehemalige sowjetische Zwangsarbeiterin, die sich den Partisanen anschloss. Am 22. Jänner 1945 starb sie bei einem Gefecht mit deutschen Einheiten nahe der vlg. Vegl-Liegenschaft. Von ihr sind keine weiteren Daten bekannt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 273.

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Franc Visočnik – Falent, geboren am 10. 10. 1910, gestorben am 6. 9. 1944. Franc Visočnik – Falent stammte aus St. Margarethen ob Bleiburg. Er desertierte 1943 aus der Wehrmacht. Nachdem er sich den Partisanen angeschlossen hatte, wurde er Kommandant des 3. Battaillons des Ostkärntner Verbandes. Er starb im Herbst 1944 im Kampf im Petzengebiet und ist in Mežica, Slowenien, begraben. Quelle: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014.

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ZwangsarbeiterInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Kazimir Višnjevsky war ehemaliger polnischer Zwangsarbeiter, der sich den Partisanen anschloss. Genauere Informationen über das Leben und Schicksal von Kazimir Višnjevsky sind uns nicht bekannt. Quelle: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 357.

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Individueller WiderstandKZ Opfer



Jože Volbank, geboren am 08.03.1890 in Seebach/Jezernica, St. Kanzian/Škocijan, gestorben am 21.11.1941 im KZ Dachau. Jože Volbank wurde am 8. März 1890 in Seebacht/Jezernica, St. Kanzian/Škocijan als Sohn von Helena Wolbang geboren. Er hatte vier Geschwister und arbeitete als Eisenbieger. Vor seiner Verhaftung im Jahr 1941 war er in Eisenkappel bei der Prepotniksäge beschäftigt. Über die Gründe, die zu Jože Volbanks Verhaftung am 15. April 1941 führten, ist nichts bekannt. Die Gestapo Klagenfurt verfügte seine Einweisung ins KZ Dachau. Dies erfolgte am 11. August 1941. Er wurde als Häftling der Kategorie „AZR“ geführt. Das Kürzel stand im NS-Jargon für „Arbeitszwang Reich“ und hatte für die Häftlinge schlimme Folgen. Nach wenigen Monaten im KZ starb Jože Volbank am 21. November 1941 im KZ Dachau. Der Eintrag im Sterbebuch lautet „Versagen von Herz und Kreislauf bei Lungenentzündung“. Das Sterbebuch gibt das Todesdatum mit 21. November 1941 an, die Schreibstubenkartei des KZ Dachau den 22. November 1941. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 92 f.

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Josef, Jožef, Wolbang, Wolbank-




Politischer WiderstandIndividueller Widerstand



Jožef Vovk, geboren am 11.07.1908 in Klagenfurt/Celovec, gestorben am 02.10.1942 in Celje/Cilli. Jožef Vovk wurde im Mai 1941, kurz nach dem Überfall von Deutschland auf Jugoslawien, im Gebiet von Mežica in den Miesstaler Bergen, festgenommen. Zuvor hatte er sich der Einberufung entzogen, indem er über die Grenze geflohen ist. Über sein weiteres Schicksal ist sehr wenig bekannt. Am 2. Oktober 1941 wurde sein Tod gemeldet. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 385.

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Josef, Vouk-




W

Kärntner SlowenInnen



Jože Wagner, geboren am 14.02.1898 in Vellach/Bela, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 15.04.1945 in Vellach/Bela. Jože Wagner wurde am 14. Feber 1898 als Sohn von Franz Wagner, dem Besitzer der Machlerliegenschaft, und seiner Frau Helena Rigelnigg aus Remschenig/Remšenik geboren. In der Gemeinde galt er als Sonderling. Als Jože Wagner am 15. April 1945 nachts um seine Scheune ging, wurde er von einer Streife erschossen. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 296.

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Jožef, Josef, Babner-




Kärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähnt



Elise Wallner, geboren k.A., gestorben k.A.. Am 16. Oktober 1944 wurde das Glimmerbergwerk in St. Leonhard auf der Saualpe von einer Partisaneneinheit überfallen. Dabei wurde die Infrastruktur des Rüstungsbetriebes zerstört und zahlreiche Zwangsarbeiter konnten fliehen. Eine große Gruppe von ihnen und PartisanInnen (die Angaben schwanken zwischen 40 und 70 Personen) versteckte sich bis auf Weiteres beim Spitzbauern in Lamm bei Pustritz, der den PartisanInnenwiderstand unterstützte. Am 17. Oktober 1944 befanden sich außerdem zahlreiche Zivilisten am Hof, so das Bauernehepaar, die Schwester der Bäuerin Elise aus Wien und das zweijährige Kind deren Bruders. Auch der Vater der Bäuerin Alois Zirnig und zwei Frauen aus der Nachbarschaft waren vor Ort, eine davon war Margaretha Knabl. Zudem kamen zwei jugendliche Töchter eines nahegelegenen Bauern und die dort eingeteilte ukrainische Zwangsarbeiterin Maria Gelemi an den Hof. Offenbar wurde die Widerstandsgruppe am Hof des Spitzbauern der Polizei verraten. Gegen 16 Uhr wurde der Hof angegriffen, beschossen und in Brand gesteckt. Die anwesenden Menschen versuchten zu flüchten, doch zahlreiche Personen kamen zu Tode, die Angaben der Todesopfer schwankt zwischen 33 und 55. Das Bauernehepaar konnte in den Wald fliehen und fand nach der abendlichen Rückkehr die Leichen am abgebrannten Gehöft. Zusätzlich zu den am Hof ermordeten Personen wurden laut Zeitzeugenaussage mindestens zwei Arbeiter aus dem Glimmerbergwerk gefangen genommen, nach Unterdrauburg gebracht und dort erhängt. Die fünf ermordeten ZivilistInnen wurden am Ortsfriedhof beerdigt wobei das Datum am Gedenkkreuz falsch angegeben ist, das Massaker ereignete sich am 17. Oktober 1944, nicht am 17. September. Quellen: Michael Guttenbrunner: „Spitzbauer“. 17. Oktober 1944. In: Die Einheit: für Fortschritt und Völkerverständigung, gegen Verleumdung und Lüge. Nummer 34 und 35, 7. und 14. September 1950. Lisa Rettl: Partisanendenkmäler: antifaschistische Erinnerungskultur in Kärnten. Studien Verlag 2006.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Sophie Wallner, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Sie ist dort am 25. September 1940 eingetreten und wurde am 7. Juli 1941 mit einem Tötungstransport mit 111 weiteren Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhart per Bahn überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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Soldaten - Deserteure



Johann Wandaller, geboren am 18.12.1908 in Malta, gestorben am 23.10.1944 auf der Insel Walcheren (Niederlande). 1928 hat sich Johann Wandaller als Soldat verpflichtet. Bei den Pionieren in der Oberen Fellach war er zuerst in der Küche tätig, dann übernahm er deren Leitung. Mit 1938 wurde er von der Wehrmacht übernommen. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er zuerst in Finnland und dann auf der niederländischen Insel Walcheren. Im Herbst 1944 verließ er jedoch die Truppen, da er den Einsatz für sinnlos erachtete. Wenig später wurde er von der SS-Razzia aufgegriffen und zum Tode verurteilt. Drei Tage später wurde er erschossen. Quelle: zitiert nach Homepage <http://www.net4you.com/haiderftp/namen/wandallerjohann.html>.

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KZ Opfer



Stefan Wandaller, geboren am 31.10.1907 in Turdanitsch bei Villach, gestorben am 01.01.1944 im KZ Buchenwald (Deutschland). Stefan Wandaller, der gelernte Bäcker, verfügte über keine Festanstellung, sondern hielt sich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser. Im Juli 1942 wurde er in Millstadt bei Spittal verhaftet und ins KZ Dachau transportiert. Im November 1943 erfolgte die Überstellung ins KZ Buchenwald, wo er Anfang Jänner 1944 ums Leben kam. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/wandaller-johann/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Josefa Wandling, geboren 1896, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Im April 1941 wurde Josefa Wandling in das sogenannte Siechenhaus in Villach eingeliefert. Wenig später, im Juli 1941, wurde sie im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/wandling-josefa/>.

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Josef Warum, geboren am 01.01.1894 in Goritschach, gestorben am k.A.. Josef Warum betrieb mit seiner Frau und den zwei gemeinsamen Kindern in St. Job einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb. Im Juni 1944 wurde er wegen der Unterstützung des Partisan*innen-Widerstandes verhaftet und ins KZ Dachau deportiert. Wenig später erfolgte die Überführung ins KZ Flossenbürg. Im September kam es zu einer erneuten Überstellung, dieses Mal ins KZ Auschwitz. Josef soll die Befreiung des Lagers miterlebt haben, danach verliert sich jedoch seine Spur. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/warum-josef-sen/>.

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Individueller Widerstand



Tomaž Wassner, geboren am 16.10.1879 in Zell-Mitterwinkel/Srednji Kot, Zell/Sele, gestorben am 24.04.1945 im Landesgerichtlichen Gefangenenhaus Klagenfurt. Tomaž Wassner wurde am 16. Oktober 1879 als Sohn des Holzknechts Johann Wahsner und seiner Frau Agnes Roblak geboren. Im Jänner 1945 wurde Tomaž Wassner von der Gestapo wegen Partisanenunterstützung festgenommen. Seine Enkelin besuchte ihn Ende Feber 1945 das letzte Mal in der Haft. Am 24. März 1945 verstarb Tomaž Wassner in Gestapohaft an den Folgen seiner erlittenen Misshandlungen. Im April erst wurde die Familie über sein Ableben informiert. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 458.

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Thomas, Wahsner, Wasner-




Opfer der NS Justiz



Andreas Waste, geboren am 30.11.1903, gestorben am 30.06.1942 in Wien. Der Schaffner Andreas Waste wurde aufgrund seiner kommunistischen Einstellung am 23. April 1942 zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde Ende Juli in Wien vollzogen. Weitere Details über Andreas Waste sind nicht bekannt. Quelle: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 287.

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KZ Opfer



Franz Wegscheider, geboren am 14.10.1898 in Afritz, gestorben am 27.12.1939 im KZ Buchenwald (Deutschland). Franz Wegscheider, der gelernte Zimmermann, wurde Anfang Juli 1939 im Rahmen der Aktion „Arbeitszwang Reich“ ins KZ Dachau transportiert. Im September desselben Jahres erfolgte die Überstellung nach Buchenwald, wo er laut offiziellen Angaben Ende Dezember 1939 an Herz- und Kreislaufschwäche ums Leben kam. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/wegscheider-franz/>.

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NS-Euthanasie



Otto Wegscheider wurde am 1. September 1910 geboren. Vor seiner Tötung lebte er schon seit Jahren im "Siechenhaus" (Geriatrie) des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Am 7. Juli 1941 wurde er mit einem Tötungstransport mit 111 weiteren Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhardt nach Linz überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Namenswariante: HERTIN. - Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Hedwig Weibler wurde um das Jahr 1902 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. HEDWIG wurde am 14. September 1943 im Alter von 41 Jahren ermordet. Ihr Leichnam wurde der städtischen Friedhofsverwaltung übergeben und in Annabichl, Feld I, Reihe 26 beigesetzt. Das Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Individueller WiderstandKZ Opfer



Davorin Weingerl, geboren am 18.02.1883 in Zagreb (Kroatien), gestorben am 30.03.1940 im KZ Sachsenhausen (Deutschland). Davorin Weingerl, der Mitglied der christlichen Studentenverbindung Tauriskia in Villach war, arbeitete als Leiter der Expositur in Feldkirchen. So fiel in seinem Tätigkeitsbereich auch die Verhinderung des NS-Putsches im Juli 1934. Im März 1938 wurde er deshalb von den Nationalsozialisten entlassen und verhaftet. Im Dezember 1939 wurde er ins KZ Sachsenhausen transportiert, wo er Ende März 1940 laut offiziellen Angaben an Herzmuskelschwäche und Wassersucht verstarb. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/weingerl-martin/>.

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Martin-




Als Jude oder Jüdin verfolgt (Archiv der Namen)Jugendliche explizit erwähnt



Friedrich Weinreb, geboren am 07.07.1922 in Klagenfurt, gestorben k.A. in Rechovot (Israel). Friedrich Weinreb, genannt Fritz, wurde am 7. Juli 1922 in Klagenfurt geboren wo seine Eltern Lotte und Isidor ein Geschäft nahe dem jüdischen Bethaus in der Platzgasse betrieben. Bis Juli 1936 war er Schüler der Klagenfurter Handelsakademie, danach besuchte er ein Gymnasium in Wien und wohnte im Internat. Nach dem „Anschluss“ an den Nationalsozialismus im März 1938 konnte Fritz Weinreb nach Palästina flüchten, wo er einen Platz in einer landwirtschaftlichen Schule bekam. Die erste Zeit verbrachte er bei Verwandten in Haifa, später konnten seine Eltern und sein Bruder nachkommen. Fritz änderte seinen deutschen Vornamen und nannte sich fortan hebräisch Shaul. Bis ins hohe Alter lebte er in Rechovot, Israel. Quelle: Interview von Nadja Danglmaier mit Shaul Fritz Weinreb in Rechovot, Israel, am 20. März 2006. (Privatarchiv Danglmaier)

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Fritz-




Opfer der NS JustizPolitischer Widerstand



Franc Weinzerl, geboren am 14.09.1912 in Zauchen/Suha, Rechberg/Rebrca, gestorben am 29.04.1943 im Landesgericht Wien. Franc Weinzerl wurde am 14. September 1912 in Zauchen/Suha, Rechberg/Rebrca als fünftes Kind des Markovc-Keuschlers Jakob Weinzerl und seiner Frau Ursula Smolnik geboren. Er besuchte die Volksschule in Eisenkappel/Železna Kapla und in Feistritz im Gailtal/Ziljska Bistrica. Nach der Schule arbeitete er als Holzarbeiter und in der Landwirtschaft seiner Eltern. 16 Monate war er zum Arbeiten in Bern (Schweiz), bevor er 1942 den elterlichen Besitz übernahm. Franc Weinzerl war einer der ersten Ansprechpartner für die Partisanen, die in den Raum Vellach kamen. Er versuchte auch, möglichst viele Unterstützer_innen für die Widerstandsbewegung zu gewinnen und führte Sammlungen durch. Am 4. November 1942 musste Franc Weinzerl in die Jäger Kaserne in Klagenfurt einrücken. Dort wurde er am 16. November verhaftet und wegen Hochverrats angeklagt. Franc Weinzerl wurde am 9. April 1943 zum Tode verurteilt und am 29. April 1943 im Wiener Landesgericht hingerichtet. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 161.

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Franz, Weinzierl, Vajncerl-




Kärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Johan Weinzerl, geboren am 13.12.1927 in Leppen/Lepena, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 12.10.1944 am Kömmel/Komelj. Johan Weinzerl wurde am 13. Dezember 1927 in Leppen/Lepena als Sohn des Sägearbeiters Anton Weinzierl und seiner Frau Angela Pristovnik geboren. Johan Weinzerl musste zum Arbeitsdienst. Zu seinem weiteren Schicksal gibt es verschiedene Versionen. Im Winter 1945/46 wurden in den Dörfern der Kärntner Slowenen Befragungen durchgeführt, um in Erfahrung zu bringen, wer im Zuge der NS-Verfolgung und des Widerstandes sterben musste. Ein Formular wurde auch für Johan Weinzerl bearbeitet. Demnach hätte er sich nach dem Arbeitsdienst am 7. September 1944 den Partisanen angeschlossen und sei dann am 12. Oktober 1944 bei einem Überfall auf die Partisanengruppe am Kömmel erschossen worden. Am Familiengrabstein wird jedoch als Todesdatum der 27. August 1944 angeführt. Auch in Bezug auf sein Geburtsdatum gibt es Unterschiede. Am Grabstein steht der 18. Dezember 1927 und im Geburts- und Taufbuch von Eisenkappel ist der 13. Dezember eingetragen. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 341.

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Johann, Weinzierl, Weinzirl, Vajncerl-




NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Stefanie Weiss wurde am 26. Dezember 1903 in Klagenfurt geboren. Sie ist im Oktober 1935 ins "Siechenhaus" des Landeskrankenhauses Klagenfurt eingetreten (ab 1938 Gaukrankenhaus). Stefanie Weiss wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der Psychiatrie in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Magistrat Klagenfurt, Meldeauskunft. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 ff).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Wendl, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Sie ist dort am 18. April 1940 eingetreten und wurde am 7. Juli 1941 mit einem Tötungstransport mit 111 weiteren Pflegebedürftigen des Siechenhauses und Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Ludmilla Werhounig, geboren 1882, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Ludmilla Werhounig wurde im Juli 1930 in die psychatrische Abteilung des Klagenfurter Krankenhauses eingewiesen. Zehn Jahre später, im August 1940, wurde sie im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/werhounig-ludmilla/>.

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Karl-Heinz Werner wurde am 25. Mai 1931 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 hingerichtete Leiter der Klagenfurter Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Dr. Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Karl-Heinz Werner war der Sohn eines Elektrikers und ist am 24. Juni 1943 im Alter von 12 Jahren getötet worden. Die meisten Opfer wurden vor ihrer Tötung mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen war es Morphium, in die sogenannte Wäschekammer gebracht. Davor wurden sie noch gewaschen, um sich später die Leichenwäsche zu ersparen. Begraben wurde Karl-Heinz Werner in einem Armengrab im Klagenfurter Friedhof Annabichl im Gräberfeld I., Grabreihe 24. Sein Grab wurde in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Franziska Wernig, geboren 1895, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Franziska Wernig, die als Stubenmädchen in Velden tätig war, wurde im April 1933 ins Klagenfurter Krankenhaus eingewiesen. Etliche Jahre später, im März 1941, wurde sie im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/wernig-franziska/>.

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NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Heinz-Otto Wersel wurde am 28. September 1934 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 hingerichtete Leiter der Klagenfurter Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Dr. Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Heinz-Otto Wersel wurde am 27. Oktober 1943 im Alter von 9 Jahren getötet. Die meisten Opfer wurden vor ihrer Tötung mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen war es Morphium, in die sogenannte Wäschekammer gebracht. Davor wurden sie noch gewaschen, um sich später die Leichenwäsche zu ersparen. Begraben wurde Heinz-Otto Wersel in einem Armengrab im Klagenfurter Friedhof Annabichl im Gräberfeld I, Reihe 27. Sein Grab wurde in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt . - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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KZ Opfer



Leopold Wiedl, geboren am 08.02.1902 in Steyerling, gestorben am 01.07.1943 im KZ Natzweiler-Struthof (Frankreich). Leopold Wiedl, beruflich als Arbeiter tätig, wurde im Oktober 1939 in Villach verhaftet und ins KZ Buchenwald transportiert. Im Dezember 1940 erfolgte die Überstellung ins KZ Neuengamme und im September 1941 eine weitere Überführung ins KZ Dachau. Im Juli 1943 wurde er ins KZ Natzweiler-Struthof transportiert, wo er an einer Methylalkohol-Vergiftung ums Leben kam. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/wiedl-leopold/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähnt



Hildegard Wieltschnig, geboren am 12.07.1932, gestorben am 27.04.1943 im Klagenfurter Gaukrankenhaus. Hildegard Wieltschnig litt an Epilepsie, weshalb sie öfters ins Landeskrankenhaus in Klagenfurt eingewiesen wurde. Von einer Schwester wurde sie ins Siechenhaus untergebracht, wo man ihr das Leben nahm. Zu Lebzeiten soll Hildegard ihre Mutter öfters darum gebeten haben, sie wieder nach Hause zu holen, um nicht die Suppe zu essen, von der Kinder starben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/wieltschnig-hildegard/>.

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NS-Euthanasie



Josef Wiesinger, geboren am 22.03.1905 in Arnoldstein, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Josef Wiesinger, der als Hilfsarbeiter tätig war, wurde im Februar 1938 in die Psychiatrie des Klagenfurter Krankenhauses mit der Diagnose Schizophrenie eingewiesen. Ein paar Jahre später, Ende Juni 1940, wurde er im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/wiesinger-josef/>.

Verbundene Erinnerungsorte

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
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NS-Euthanasie



Erwin Wiester, nicht bekannt wann geboren, war pflegebedürftig und lebte zuletzt im "Siechenhaus", einer Abteilung des Gaukrankenhauses in Klagenfurt. Er ist ins Siechenhaus schon vor dem 4. Juni 1938 eingetreten und hat dort bereits Anfang der 1930er Jahre gelebt. Erwin Wiester wurde am 24. März 1941 "wegen Platzmangel" in einem Tötungstransport mit rund 130 Pflegebedürftigen des Siechenhauses sowie Insassen der psychiatrischen Abteilung in die oberösterreichischen Landespsychiatrie Niedernhart überstellt und anschließend in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Gaskammer durch Zufuhr von Kohlenmonoxid ermordet. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45, Standesbewegungsbuch Siechenhaus. - Lit: Danglmaier Nadja. Stromberger, Helge: Tat-Orte. Schau-Plätze - Erinnerungsarbeit an den Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Klagenfurt. Drava Verlag. 2009. Seite 98 f).

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NS-Euthanasie



Oswald Wihelm, geboren am 30.07.1913 in St. Magdalen bei Villach, gestorben 1942 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Oswald Wihelm wurde Anfang März 1942 in die Tötungsanstalt Schloss Hartheim gebracht, wo er ermordet wurde. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/wilhelm-oswald/>.

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Politischer WiderstandKZ Opfer



Sebastian Wiltschnig, geboren am 19.06.1899 in Schiefling/Škofiče, gestorben am 15.10.1942 im KZ Neuengamme. Sebastian Wiltschnig wurde am 19. Juni in Schiefling/Škofiče geboren. Aus dem Ersten Weltkrieg kehrte er als Invalide zurück, weshalb er in der Folge nur leichte (Hilfs-) Arbeiten erledigen konnte. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Hausierer und Pförtner. Im Jahr 1921 heiratete er die aus Damtschach/Domačale stammende Franziska Holzknecht, mit der er auch vier Kinder großzog. 1922 trat Sebastian Wiltschnig der sozialistischen Partei bei und engagierte sich auch nach deren Verbot für sie weiter. Im Sommer 1938 zog er mit seiner Familie von Mühlbach/Reka in St. Jakob im Rosental/Šentjakob v Rožu nach Ebenthal bei Klagenfurt. Im September 1939 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und im darauffolgenden Jahr wegen „Zersetzung der Wehrkraft“ während des „Westfeldzuges“ verhaftet und abgestraft. Bis April 1942 blieb er weiter im Dienst der Wehrmacht. Nach seiner Abrüstung arbeitete er ab Anfang Mai 1942 bei den Wiener Neustädter Flugzeugwerken in der Bahnhofstraße in Klagenfurt im Werksschutz als Pförtner. Ende Mai 1942 wurde Sebastian Wiltschnig von der Gestapo verhaftet und gleich Anfang Juni in das KZ Dachau deportiert. Wenig später wurde er ins KZ Neuengamme überstellt, wo er am 15. Oktober 1942 starb. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 102 f.

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Individueller WiderstandKZ Opfer



Vinzenz Winding, geboren am 31.12.1882 in Feistritz an der Drau, gestorben am 15.01.1945 im KZ Dachau (Deutschland). Vinzenz Winding betrieb mit seiner Frau Maria, mit der er insgesamt 9 Kinder hatte, einen Bauernhof sowie ein Gasthaus in Feistritz an der Drau. Aufgrund von systemkritischen Äußerungen wurde er 1941 verhaftete, jedoch später wieder freigelassen. Im August 1944 erfolgte die zweite Festnahme und die Deportation ins KZ Dachau. In Gefangenschaft verstarb er laut offiziellen Angaben an einer Nierenentzündung im Jänner 1945. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/winding-vinzenz/>.

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KZ Opfer



Kurt Windt, geboren am 20.11.1902 in Königsberg (Deutschland), gestorben am 17.09.1943 im KZ Loibl. Kurt Windt wurde am 20.11.1902 in Königsberg, Deutschland, geboren. Im November 1942 wurde er ins Konzentrationslager Mauthausen eingeliefert und dort mit der Nummer 14353 registriert. Er kam mit einem Transport im Juni 1943 in die Loibl-Konzentrationslager. Als ausgebildeter Koch wurde er dort eine Zeit lang in der Küche eingesetzt, später wurde er zur Tunnelbaustelle strafversetzt. Am 17. September 1943 wurde Kurt Windt im Konzentrationslager Loibl erschossen. Quelle: Archiv Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Janko Tišler/Christian Tessier: Das Loibl-KZ. Die Geschichte des Mauthausen-Außenlagers am Loiblpass/Ljubelj. (Mauthausen-Schriftenreihe des BMfInneres) Wien 2007, S. 130, 236, 237.

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NS-Euthanasie



Jakob Winkler, geboren 1900, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Jakob Winkler, der als Gärtner tätig war, wurde im Mai 1934 in die Psychiatrie des Klagenfurter Krankenhauses mit der Diagnose Schizophrenie eingewiesen. Ein paar Jahre später, Ende Juni 1940, wurde er im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/winkler-jakob/>.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Rosalia Winkler, geboren 1906, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Nach ihrer Einweisung ins Klagenfurter Krankenhaus wurde Rosalia Winkler im März 1941 im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/winkler-rosa/>.

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Rosa-




NS-EuthanasieJugendliche explizit erwähnt



Horst Winterhof wurde am 27. Februar 1934 geboren und evangelisch getauft. Er wurde am 20. Mai 1943 mit 39 weiteren Buben und (männlichen) Jugendlichen aus einer Anstalt der Hephata von Mönchengladbach nach Klagenfurt überstellt, um im Gaukrankenhaus getötet zu werden. Bei ihrer Ankunft in Klagenfurt hatten sie bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Der 1946 hingerichtete Leiter der Klagenfurter Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch Konsiliararzt im "Siechenhaus" und sagte bei einer kriminalpolizeilichen Einvernahme: "die Knaben waren alle stark unterernährt." Niedermoser hat die Leiterin des "Siechenhauses" Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als vier Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Horst Winterhof wurde erst am 18. August 1944 als Zehnjähriger von Oberpflegerin Ottilie Schellander ermordet. Ihre Gehilfin, die Pflegerin Ilse Printschler war bei dieser Tötung wie bei vielen anderen mit dabei und sagte im Euthanasie-Prozess im Großen Schwurgerichtssaal des Landesgerichts Klagenfurt im Frühjahr 1946: "ich habe [ihn] nur gebadet, das andere machte die Schellander." Die meisten Opfer wurden vor der Ermordung mit überdosierten Schlafmitteln noch gewaschen, um sich später die Leichenwäsche zu ersparen. Begraben wurde HORST in einem Armengrab im Klagenfurter Friedhof Annabichl im Gräberfeld XV, Reihe 15. Sein Grab wurde in den 1950er oder 60er Jahren aufgelassen und neu belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Friedhofsarchiv. - Stadtarchiv Mönchengladbach, Auskunft G. Lammers. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Maria Wisiak, geboren 1893, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Maria Wisiak wurde im Mai 1933 in das Klagenfurter Landeskrankenhaus eingewiesen. Etliche Jahre später, im März 1941, wurde sie im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/wisiak-maria/>.

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Religiöser WiderstandKZ Opfer



Franz Wohlfahrt, geboren am 26.03.1890 in der Gemeinde Köstenberg bei Velden, gestorben am 26.02.1944 im KZ Auschwitz (Polen). Franz Wohlfahrt wurde im Ersten Weltkrieg an die russische Front als Soldat eingesetzt. Dabei verlor er ein Auge und wurde Kriegsgefangener. Erst 1920 kehrte er wieder zurück. Wenig später heiratet er Anna und gemeinsam hatte das Ehepaar vier Kinder, drei Söhne und eine Tochter. 1929 trat die Familie den Zeugen Jehovas bei. 1940 verweigerten zwei Söhne den Wehrdienst und wurden deshalb ins KZ Flossenbürg transportiert. 1944 wurde auch Franz dorthin gebracht, um seine Söhne umzustimmen. Er weigerte sich jedoch, wurde daraufhin verhaftet und ins KZ Auschwitz transportiert. Dort kam er Ende Februar 1944 ums Leben. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/wohlfahrt-franz/>.

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Religiöser WiderstandJugendliche explizit erwähnt



Willibald Wohlfahrt, geboren am 15.12.1927 in St. Martin am Techelsberg, gestorben am 15.04.1945. Willibald Wohlfahrt wurde am 15. Dezember 1927 in St. Martin am Techelsberg geboren. Seine Eltern waren Zeugen Jehovas. 1942 wurde Willibald mit seinem drei Jahre älteren Bruder Kristian ins Landeserziehungsheim Landau-Queichheim/Saarpfalz in Deutschland eingewiesen, da die Mutter als Zeugin Jehova die Kinder nicht im Sinne Hitlers erziehen würde. Als Willibald 17 Jahre alt war, wurde er aus dem Heim in den Krieg, zur Flak, geschickt. Kurze Zeit später traf ihn beim Ausheben von Schützengräben ein Schuss am Kopf und er starb am 15. April 1945. Sein Vater Gregor Wohlfahrt sen. und sein Bruder Gregor Wohlfahrt jun. wurden beide wegen Verweigerung des Wehrdienstes hingerichtet. Quelle: Malle, Gerti: „Für alles bin ich stark durch den, der mir Kraft verleiht“. Widerstand und Verfolgung der Zeugen Jehovas in der Zeit des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt, 2011.

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Religiöser WiderstandOrte des Terrors - JustizJugendliche explizit erwähnt



Gregor Wohlfahrt Junior, geboren am 24.06.1921 in der Gemeinde Köstenberg bei Velden, gestorben am 14.03.1942 in der Haftanstalt Brandenburg-Görden (Deutschland). Gregor Wohlfahrt Junior wurde am 24. Juli 1921 in St. Martin am Techelsberg bei Velden geboren. Seine Eltern waren Zeugen Jehovas. Weil er den Wehrdienst verweigerte, wurde Gregor Wohlfahrt am 14. März 1942 in Berlin Brandenburg enthauptet, er wurde 20 Jahre alt. Sein Vater war bereits zwei Jahre vor ihm wegen Wehrdienstverweigerung hingerichtet worden. Beide Männer wurden 1998 posthum rehabilitiert. Quellen: Malle, Gerti: „Für alles bin ich stark durch den, der mir Kraft verleiht“. Widerstand und Verfolgung der Zeugen Jehovas in der Zeit des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt, 2011.

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Religiöser WiderstandOrte des Terrors - Justiz



Gregor Wohlfahrt Senior, geboren am 10.03.1896 in der Gemeinde Köstenberg bei Velden, gestorben am 07.12.1939 in der Haftanstalt Berlin Plötzensee (Deutschland). Der Zeuge Jehova Gregor Wohlfahrt aus St. Martin am Techelsberg (geboren am 10. März 1896) war verheiratet und Vater von sechs Kinder. Im September 1939 wurde er zur Wehrmacht einberufen, obwohl er aufgrund seines Gesundheitszustandes vom Militärdienst befreit war. Nach seiner Mitteilung, dass er als Christ an keinem Krieg teilnehmen werde wurde er inhaftiert und am 8. November 1939 vom Reichskriegsgericht in Berlin zum Tode verurteilt. Ein Monat später, am 7. Dezember 1939, wurde Gregor Wohlfahrt in Berlin Plötzensee enthauptet. 60 Jahre später, im Jahr 1998, wurde er rehabilitiert. Quellen: Malle, Gerti: „Für alles bin ich stark durch den, der mir Kraft verleiht“. Widerstand und Verfolgung der Zeugen Jehovas in der Zeit des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt, 2011.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Annemarie Wollmann wurde um das Jahr 1908 geboren und katholisch getauft. Vor dem 7. Mai 1943 lebte sie im "Herz-Jesu-Haus Kühr" in Niederfell in der Nähe von Koblenz. Mit einem Tötungstransport wurde sie an diesem Tag mit 60 pflegebedürftigen Frauen und Mädchen in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt, um "euthanasiert" zu werden. Im sogenannten "Siechenhaus" (Geriatrie) gab es bereits ab Herbst 1941 ein bereitwilliges Personal, um das zu "erledigen". Der 1946 hingerichtete Primarius der Psychiatrie Dr. Franz Niedermoser war auch als "Hausarzt" im Siechenhaus aktiv und hat dessen Leiterin Antonia Pachner und ihre "Schwestern" angewiesen pro Woche nicht mehr als 4 Pflegebedürftige zu töten, um eine auffällige Häufung von Todesfällen zu vermeiden. Routinemäßig gemordet wurde im Siechenhaus mit dem überdosierten Schlafmittel Somnifen, in manchen Fällen mit Injektionen von Morphium. Annemarie Wollmann war nicht verheiratet und wurde am 24. Oktober 1944 im Alter von 56 Jahren ermordet. Ihr Leichnam wurde vom Gaukrankenhaus der städtischen Friedhofsverwaltung übergeben und in einem Armengrab in Annabichl, Feld XV, Reihe 14 beigesetzt. Ihr Grab wurde nach dem Krieg aufgelassen und später mit weiteren Toten belegt. - (Quelle: Kärntner Landesarchiv, Volksgericht 18 Vr 907/45. - Magistrat Klagenfurt, Archiv der Friedhofsabteilung. - Lit.: Oberlerchner, Herwig. Stromberger, Helge. (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten. Drava Verlag, 2017).

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Anna, Anna Maria-




NS-Euthanasie



Walter Worounig, geboren am 08.03.1897, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Walter Worounig wurde im August 1937 in die Psychiatrie des Klagenfurter Landeskrankenhauses mit der Diagnose Schizophrenie eingewiesen. Jahre später, Ende Juni 1940, wurde er im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Seine Urne wurde im November 1940 am Klagenfurter Friedhof Annabichl beigesetzt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/worounig-walter/>.

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Kärntner SlowenInnenKZ Opfer



Bartholomäus Writzl, geboren am 22.08.1905 in Remschenig/Remšenik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 30.08.1942 im KZ Dachau. Er wurde am 22. August 1905 in Remschenig/Remšenik als Sohn von Maria Karničar und Jakob Writzl geboren. Bartholomäus Writzl verdiente seinen Lebensunterhalt als Forstarbeiter und blieb ledig. Über die Umstände seiner Verhaftung ist nichts bekannt. Am 2. Mai 1942 wurde er im KZ Dachau registriert. Am 22. August 1942 kam er aufgrund von „Darmkatarrh“ in den Häftlingskrankenbau, bevor er am 30. August 1942 mit 37 Jahren starb. Der Lagerarzt meldete, dass Bartholomäus Writzl nach „völliger Entkräftung an Herz- und Kreislaufversagen“ verstorben sei. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 94.

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Bricelj Jernej -




NS-Euthanasie



Johann Wucherer, geboren 22.08.1891, gestorben 1940 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Johann Wucherer, der als Handelsangestellter arbeitete, wurde im März 1928 in die Psychiatrie des Klagenfurter Landeskrankenhauses mit der Diagnose Schizophrenie eingewiesen. Etliche Jahre später, Ende Juni 1940, wurde er im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/wucherer-johann/>.

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KZ OpferFrauen explizit erwähnt



Romana Wurzer, geboren 17.02.1906 in St. Salvator, gestorben am 13.12.1943 im KZ Auschwitz (Polen). Nähere Informationen über Romana Wurzers Schicksaal ist uns nicht bekannt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/wurzer-romana/>.

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Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Andreas Wutschounig, geboren am 11.06.1925 in Remschenig/Remšenik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 22.06.1944 in Trögern/Korte. Andrej Bučovnik wurde am 11. Juni 1925 in Remschenig/Remšenik als Sohn des Sabodin-Bauern Peter und seiner Frau Amalija Slanovc geboren. Die Familie unterstützte die Partisanen. Am 22. Mai 1944 schloss sich Andreas Wutschounig als Kämpfer den Partisanen an. Am 22. Juni 1944 starb er bei einem Unfall. Er putzte sein Gewehr, wobei sich eine Kugel löste, die ihn tödlich traf. Am 27. Oktober 1946 wurde sein Leichnam am Friedhof in Eisenkappel bestattet. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 267.

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Andrej Bučovnik, Vučovnik, Dučovnik-




Kärntner SlowenInnen



Stefan Wuzella, geboren am 20.08.1894 in St. Jakob/ Sentjakob, gestorben am 21.10.1942 im KZ Dachau (Deutschland). Stefan Wuzella, der gelernte Bäcker, wurde aus uns unbekannten Gründen verhaftet und im Mai 1942 ins KZ Dachau transportiert. Im Oktober desselben Jahres soll er schwer erkrankt und kurz darauf verstorben sein. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/wuzella-stefan/>.

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Z

Kärntner SlowenInnenKärntner PartisanInnenwiderstandJugendliche explizit erwähnt



Mirko Zdovc, geboren 1927, gestorben am 12. Oktober 1944. Mirko Zdovc, über dessen Herkunft keine Angaben vorliegen, wurde bei der Schießerei am Kömmel nahe des Bauernhofs Apovnik am 12. Oktober 1944 schwer verwundet. Er konnte den von einer Polizeieinheit gebildeten Ring durchbrechen. Sein Leichnahm wurde erst im Sommer 1945, an einen Baum lehnend, gefunden. Quelle: Brigitte Entner Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014. S. 340.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Susanne Zechner, geboren 24.05.1916, gestorben 09.06.1943 im Gaukrankenhaus Klagenfurt. 1940 und 1941 brachten vier Transporte mindestens 733 Menschen mit Beeinträchtigung aus Kärnten zur Vergasung in die Euthanasieanstalt Schloss Hartheim nach Oberösterreich. Ab Herbst 1941 wurden auch PatientInnen direkt im Klagenfurter Gaukrankenhaus ermordet, unter ihnen Susanne Zechner, die am 9. Juni 1943 umgebracht wurde. Quelle: Homepage der Stadt Klagenfurt <https://www.klagenfurt.at/die-stadt/geschichte/erinnerungskultur/stolpersteine/stolpersteine-2018.html>.

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Jüdische Opfer - KZJugendliche explizit erwähnt



Otto Zeichner, geboren 19.02.1921, gestorben 11.08.1942 im KZ Auschwitz (Polen). Mit seinen jüdischen Eltern Moritz und Berta sowie seiner jüngeren Schwester Erna lebte er in der Klagenfurter Kumpfgasse, später übersiedelte die Familie in die Adlergasse 14. Im Erdgeschoss befand sich der Lederhandel des Vaters, im Obergeschoss die Wohnung der Familie. Nach dem „Anschluss“ an den Nationalsozialismus musste Otto Zeichner die Handelsakademie Klagenfurt, in der er Schüler war, verlassen. Er versuchte, auf eigene Faust zu flüchten und gelangte nach Holland. Dort wartete er in einem landwirtschaftlichen Ausbildungslager auf die Ausreise ins rettende Palästina. Doch dazu kam es nicht: Otto Zeichner wurde im Juli 1942 im Konzentrationslager Westerbork interniert und von dort ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Am 11. August 1942 wurde er in Auschwitz ermordet. Quellen: Homepage <https://www.erinnern.at/bundeslaender/kaernten/bibliothek/dokumente/11-stolpersteine-11-menschen>.

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Jüdische Opfer - KZFrauen explizit erwähnt



Berta Zeichner, geboren 04.03.1894, gestorben im KZ Kielce (Polen). Als Berta Spitz in Tulln an der Donau geboren heiratete sie 1918 den aus Galizien stammenden Moritz Zeichner. Das Ehebar lebte fortan in Klagenfurt, wo sie eine Lederhandlung betrieben. 1921 kam Sohn Otto, 1922 Tochter Erna zur Welt. Nach dem „Anschluss“ an den Nationalsozialismus wurde Moritz Zeichner ins Konzentrationslager Dachau deportiert und der Besitz der Familie arisiert. Nach seiner Entlassung aus dem KZ ging Moritz Zeichner mit seiner Frau Berta nach Wien, um von dort die Ausreise aus dem „Deutschen Reich“ zu organisieren. Während er selbst mit einem Männertransport nach Palästina flüchten konnte, ergab sich für Berta keine Fluchtmöglichkeit. Am 19. Februar 1941 deportierten sie die Nationalsozialisten nach Kielce in Polen. Ihr weiteres Schicksal ist unbekannt, Berta Zeichner wurde ermordet. Quellen: Homepage <https://www.erinnern.at/bundeslaender/kaernten/bibliothek/dokumente/11-stolpersteine-11-menschen>.

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Kärntner PartisanInnenwiderstandOpfer der NS JustizFrauen explizit erwähnt



Maria Zellnig, geboren am 01.09.1920 in Ettendorf, gestorben am 12.01.1945 in Graz. Maria Zellnig wurde am 1. September als älteste Tochter des Bauernehepaars Markus und Maria (geb. Loibnegger) Zellnig geboren. Sie besuchte die Volksschule, danach wurde sie am elterlichen Hof tätig. Zwischen 1935 und 1938 zählte Maria zu den illegalen Mitgliedern des BDM. Mit der Zeit jedoch entwickelte sie eine kritische Haltung zum Nationalsozialismus. So wurde sie Ansprechpartnerin für die Kuriere des Partisan*innen-Widerstandes. Im Juni 1944 wurde sie jedoch inhaftiert und zum Tode verurteilt. Die Vollstreckung erfolgte im Jänner 1945. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 323-324.

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Kärntner PartisanInnenwiderstandOpfer der NS Justiz



Markus Zellnig, geboren am 11.04.1894 in Ettendorf, gestorben am 12.01.1945 in Graz. Markus Zellnig wurde als Sohn des Bauernehepaars Franz und Agatha (geb. Findenig) Zellnig geboren. Bevor er im Ersten Weltkrieg als Soldat eingerückt ist, arbeitete er im elterlichen Betrieb. Nach dem Krieg erwarb er den vgl. Messner-Hof und ehelichte Maria Loibnegger, mit der er drei Kinder hatte. Neben seiner Tätigkeit in der Landwirtschaft war Markus auch Gemeindesekretär. Darüber hinaus fungierte er bis 1936 als Kassiert der örtlichen Vaterländischen Front. Seine kritische Haltung zum Nationalsozialismus stieg mit der Zeit immer mehr an, sodass er 1943 aus seiner Funktion als Gemeindesekretär fristlos entlassen wurde. Im Juni 1944 wurde er aufgrund der Widerstandsunterstützung inhaftiert und Anfang Jänner 1945 zum Tode verurteilt. Unmittelbar nach seiner Gefangennahme folgte zuerst die Entziehung der Gewerbeberechtigung, dann die Beschlagnahmung der Liegenschaft und später wurde auch seine Frau und die jüngste der zwei Töchter gefangen genommen. Der Sohn war zu dem Zeitpunkt Wehrmachtssoldat an der Ostfront. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 323.

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NS-EuthanasieFrauen explizit erwähnt



Pauline Zelloth, geboren 1893, gestorben 1941 in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim. Pauline Zelloth wurde im Jänner 1930 in die Psychiatrie des Klagenfurter Landeskrankenhauses mit der Diagnose Schizophrenie eingewiesen. Jahre später, Ende März 1941, wurde sie im Rahmen der „T-4 Aktion“ gemeinsam mit anderen Personen nach Niederhart bei Linz gebracht. Von dort aus wurden alle mit Bussen nach Hartheim überstellt, wo sie mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet wurden. Ihre Urne wurde im Mai 1941 am Friedhof von Bad Bleiberg beigesetzt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/zelloth-pauline/>.

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Politischer Widerstand



Guido Zernatto, geboren am 21.07.1903 in Treffen, gestorben am 08.02.1943 in New York (USA). Guido Zernatto wurde im Juli 1903 in Treffen geboren. Als Politiker und Schriftsteller war er während des Austrofaschismus für die Heimwehr und als Bundeskulturrat und Staatssekretär für die Vaterländische Front tätig und musste deswegen 1938 vor den Nationalsozialisten flüchten. Er erreichte nach mehreren Stationen die USA, wo er bereits 1943 mit nur 39 Jahren verstarb. Seine im New Yorker Exil geschriebenen Gedichte zeugen von Heimweh und innerer Zerrissenheit. Um an ihn zu erinnern, wurde an der Pfarrkirche in Treffen eine Gedenktafel angebracht. Weiters wurde ihm ein Weg in seinem Geburtsort Treffen gewidmet. Quelle: Homepage Austria-Forum <https://austria-forum.org/af/AEIOU/Zernatto,_Guido>.

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Opfer der NS Justiz



Karl Zimmermann, geboren am 03.11.1910, gestorben am 30.06.1942 in Wien. Der Eisenbahner Karl Zimmermann wurde aufgrund seiner kommunistischen Einstellung am 23. April 1942 zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde Ende Juli in Wien vollzogen. Weitere Details über Karl Zimmermann sind nicht bekannt. Quelle: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 287.

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Alois Zirnig, geboren k.A., gestorben k.A.. Am 16. Oktober 1944 wurde das Glimmerbergwerk in St. Leonhard auf der Saualpe von einer Partisaneneinheit überfallen. Dabei wurde die Infrastruktur des Rüstungsbetriebes zerstört und zahlreiche Zwangsarbeiter konnten fliehen. Eine große Gruppe von ihnen und PartisanInnen (die Angaben schwanken zwischen 40 und 70 Personen) versteckte sich bis auf Weiteres beim Spitzbauern in Lamm bei Pustritz, der den PartisanInnenwiderstand unterstützte. Am 17. Oktober 1944 befanden sich außerdem zahlreiche Zivilisten am Hof, so das Bauernehepaar, die Schwester der Bäuerin Elise aus Wien und das zweijährige Kind deren Bruders. Auch der Vater der Bäuerin Alois Zirnig und zwei Frauen aus der Nachbarschaft waren vor Ort, eine davon war Margaretha Knabl. Zudem kamen zwei jugendliche Töchter eines nahegelegenen Bauern und die dort eingeteilte ukrainische Zwangsarbeiterin Maria Gelemi an den Hof. Offenbar wurde die Widerstandsgruppe am Hof des Spitzbauern der Polizei verraten. Gegen 16 Uhr wurde der Hof angegriffen, beschossen und in Brand gesteckt. Die anwesenden Menschen versuchten zu flüchten, doch zahlreiche Personen kamen zu Tode, die Angaben der Todesopfer schwankt zwischen 33 und 55. Das Bauernehepaar konnte in den Wald fliehen und fand nach der abendlichen Rückkehr die Leichen am abgebrannten Gehöft. Zusätzlich zu den am Hof ermordeten Personen wurden laut Zeitzeugenaussage mindestens zwei Arbeiter aus dem Glimmerbergwerk gefangen genommen, nach Unterdrauburg gebracht und dort erhängt. Die fünf ermordeten ZivilistInnen wurden am Ortsfriedhof beerdigt wobei das Datum am Gedenkkreuz falsch angegeben ist, das Massaker ereignete sich am 17. Oktober 1944, nicht am 17. September. Quellen: Michael Guttenbrunner: „Spitzbauer“. 17. Oktober 1944. In: Die Einheit: für Fortschritt und Völkerverständigung, gegen Verleumdung und Lüge. Nummer 34 und 35, 7. und 14. September 1950. Lisa Rettl: Partisanendenkmäler: antifaschistische Erinnerungskultur in Kärnten. Studien Verlag 2006.

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Opfer der NS Justiz



Maximilian Zitter, geboren am 07.08.1901 in Tschiming, gestorben am 30.06.1942 in Wien. Der Eisenbahner Maximilian Zitter wurde aufgrund seiner kommunistischen Einstellung im November 1941 verhaftet und am 23. April 1942 zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde Ende Juli in Wien vollzogen. Weitere Details über Maximilian Zitter sind nicht bekannt. Quelle: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 287.

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Orte des Terrors - KZ



Alois Zweiner wurde am 28.06.1908 in Hermagor geboren, gestorben am 25.04.1944 in Haunstetten. Alois Zweiner war der Sohn von Johann Zweiner aus Wasche/Krainburg Nr. 33. Er war Schuster in Hermagor Nr. 84 (damals StocksteinerwandRichtung Schützenpark) und wurde Anfang Juli 1943 von der Gestapo in Hermagor verhaftet und am 7. Juli ins KZ Dachau verbracht. Zweiner wurde in der Kategorie „Schutzhäftling“ geführt und hatte die Häftlingsnummer 49481 zu tragen. Die Nazis zwangen ihn, in den Messerschmidtwerken in Haunstetten/Augsburg zu arbeiten. Alois Zweiner kam am 25. Februar durch einen Luftangriff der Alliierten auf die Fabrikhallen der deutschen Messerschmidtwerke ums Leben. Quelle: Gitschtaler, Bernhard (Hg.) (2015): Ausgelöschte Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus im und aus dem Gailtal – Ein Erinnerungsbuch. Otto-Müller Verlag, Salzburg, S. 312

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v

NS-Euthanasie



David Eduard von Neustein, geboren am 23.07.1896 in Steinfeld, gestorben im Juni 1940 im Schloss Hartheim. David Eduard von Neustein stammte aus einer der "alten" Familien des Oberen Drautals, die dort in der österreichischen Monarchie in sozio-kultureller und ökonomischer Hinsicht tonangebend waren. David von Neustein wurden in den ersten Februartagen des Jahres 1937 "wegen Erfrierungen" ins Krankenhaus Villach gebracht, wo er zwei Monate lang stationär behandelt wurde. Am 6. April 1937 wurde er ins Landeskrankenhaus Klagenfurt, in die "Irrenabteilung" überstellt. Als Grund wurde genannt, dass er "selbstgefährlich" sei. In Akten gibt es einen nicht allzu sicheren Hinweis, dass David von Neustein seit seiner Geburt an höhergradiger Schwerhörigkeit gelitten haben könnte, was sehr häufig als "geistige Minderbegabung" angesehen bzw. missverstanden wurde. 1939/40 versuchte die Familie David von Neustein vergeblich aus der Anstalt herauszubekommen. Am 29. Juni 1940 wurde David von Neustein mit weiteren Patienten mit einem Sonderzug in die Nähe von Linz gebracht. Tage darauf wurde er im Schloss Hartheim ermordet. Quelle: Homepage des Vereins aegide, NS-Opfer im Oberen Drautal: <http://www.aegide.at/de/29/David_von_Neustein/>.

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Č

Kärntner SlowenInnen



Martin Čemernjak, geboren am 29.10.1890 in Gottestal, gestorben am 04.11.1941 in Berlin. Martin Čermenjak kam aus einer slowenisch-sprechenden Familie. Im Ersten Weltkrieg wurde er zum 7. Infanterieregiment in Klagenfurt eingezogen. Kurz vor Ende des Krieges geriet er in Kriegsgefangenschaft, aus der er erst 1920 zurückkehrte. Er heiratete danach und bekam vier Kinder. Als Arbeiter war er Mitglied der Sozialdemokratischen Partei in Villach. Martin lehnte den Nationalsozialismus entscheidend ab und nach dem „Anschluss“ wurde er Teil einer Widerstandsgruppe in Maria Gail. Die Aufgaben der Gruppe bestanden hauptsächlich aus der Informationsbeschaffung und der Vorbereitung von Sprengstoffanschlägen. Am 20.06.1940 wurde er verhaftet und 25.07.1941 zu Tode verurteilt. Das Urteil wurde in Berlin vollstreckt. Im Jahre 1949 wurde ein Antrag der KPÖ Villach für eine Gedenktafel für Martin Čemernjak im Villacher Gemeinderat mehrheitlich abgelehnt. Quelle: zitiert nach Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/cemernjak-tschemernjak-martin-2/>.

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Tschemernjak -




Kärntner PartisanInnenwiderstandKärntner SlowenInnenJugendliche explizit erwähnt



Ivan-France Čero, geboren 1925, gestorben am 01.05.1944 am Rabenberg. Als Sohn von Maria und Peter Čero wurde Ivan 1925 geboren. Die Familie identifizierte sich mit der slowenischen Sprache und Kultur, weshalb sich auch Sohn Ivan im örtlichen Kulturverein engagierte. Ähnlich wie sein großer Bruder Aleksander setzte sich auch Ivan im Partisan*innen-Widerstand ein. Er hatte den Decknamen France angenommen. Anfang Mai 1944 kam der 19-Jährige am Rabenberg um. Quellen: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 409.

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Johann, Cero, Tschero-




Kärntner PartisanInnenwiderstandKärntner SlowenInnenJugendliche explizit erwähnt



Aleksander-Franc Čero, geboren am 31.05.1921 in Suetschach/ Sveče, gestorben am 25.11.1944 am Rabensberg. Als lediger Sohn von Maria Pak und Peter Čero wurde Aleksander am 31. Mai 1921 geboren. Die Familie identifizierte sich mit der slowenischen Sprache und Kultur, weshalb sich auch Sohn Aleksander im örtlichen Kulturverein engagierte. 1938 versuchte Aleksander sein Glück bei einer Arbeitsstelle im angrenzenden Jugoslawien, wo er sich der illegalen Kommunistischen Partei annäherte. Mit dem Überfall der deutschen Soldaten in Jugoslawien setzte er sich für den Widerstand ein, wirkte am Ausbau der OF mit und beteiligte sich auch in Kärnten am Partisan*innen-Widerstand. Ende November 1944 wurde Aleksander, unter dem Denknamen Franc, jedoch in einen Hinterhalt gelockt, wobei der 23-Jährige erschossen wurde. Quellen: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 408.

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Alexander, Cero, Tschero-




Kärntner SlowenInnen



Matija Čertov, geboren am 02.11.1885 in Zell Schaida/Šajda, Zell/Sele, gestorben am 11.04.1945 in Klagenfurt. Matija Čertov wurde am 2. November 1885 in Zell Schaida/Šajda geboren. Im Jahr 1945 geriet er Mitte März nach einem Kirchgang als Zivilist in ein Feuergefecht zwischen Polizeieinheiten und Partisanen. Er wurde dabei lebensgefährlich verletzt und starb ein Monat später, am 11. April 1945, in Klagenfurt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 464.

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Individueller Widerstand



Ožbolt Čertov, geboren am 05.07.1869 in Zell/Sele, gestorben am 06.04.1945 im Zuchthaus Stein an der Donau. Ožbolt Čertov wurde am 5. Juli 1869 in Zell/Sele beim vlg. Hlipovčnik als Sohn des Besitzers Thomas Tschertov und seiner Frau Agnes Mack geboren. Er heiratete 1932 Maria Dovjak. Als der Bunker der „Grünen Kader“ nahe der Hlipovčnik-Liegenschaft verraten wurde, wurde auch das Čertov-Ehepaar am 1. Dezember 1942 verhaftet. Grund dafür war laut Behörden, dass sie weder den Bunker noch die sich dort befindenden Angehörigen der „Grünen Kader“ gemeldet hätten. Weiters wurden sie angeklagt, weil sie die Partisanen mit Lebensmittel versorgt hätten. Das Ehepaar wurde nach der Gestapohaft am 1. März 1943 in das Landesgericht überstellt, wo ihnen am 22. Juli der Prozess gemacht wurde. Beide wurden zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Marija wurde im Oktober 1943 in das Zuchthaus Jauer nach Oberschlesien gebracht und Ožbolt in das Zuchthaus Stein an der Donau. Bei einem Massaker in der Haftanstalt wurde Ožbolt Čertov von SS-Wachmännern erschossen. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 177.

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Oswald, Tschertov, Tschertou-




Š

ZwangsarbeiterInnenKärntner PartisanInnenwiderstand



Ivan Šabutski war ehemaliger sowjetischer Zwangsarbeiter, der sich den Partisanen anschloss. Am 22. Jänner 1945 starb er bei einem Gefecht mit deutschen Einheiten nahe der vlg. Vegl-Liegenschaft. Von ihm sind keine weiteren Daten bekannt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 273.

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Sabudski-




Individueller WiderstandKZ OpferFrauen explizit erwähnt



Elizabeta Šorli, geboren am 05.11.1895 in Koprein Petzen/Podpeca, Eisenkappel/ Železna Kapla, gestorben am 08.07.1944 im KZ Ravensbrück. Elizabeta Šorli, geb. Kurath, wurde am 5. November 1895 in Koprein Petzen/Podpeca als ledige Tochter von Gertraud Kurath geboren. Sehr viel später erst verlangte ihr Vater, der Holzarbeiter Andreas Brumnik, seine Eintragung in das Geburtsbuch. Elizabeta heiratete Jožef Šorli und bekam fünf Kinder. Im Zuge der Verhaftungswelle vom Jänner 1944 wurde sie verhaftet und ins KZ Ravensbrück deportiert. Zu diesem Zeitpunkt lebte und arbeitete sie beim vlg. Peternel. Der Bauer Toni Sadovnik war als Soldat bei der Wehrmacht. Elizabeta Šorli wurde gemeinsam mit der Wirtschafterin Lona Voglič und einem Arbeiter verhaftet, da sie die Partisanen mit Rauchwaren und Lebensmittel unterstützt hatten. Im Gegensatz zu Elizabeta Šorli überlebte Lona Voglič die KZ Ravensbrück und Auschwitz. Als Todestag von Elizabeta Šorli wurde der 8. Juli 1944 mitgeteilt Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 253.

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KurathElisabeth, Liza, Schorli, Schali, Brumnik-




Kärntner PartisanInnenwiderstandSoldaten - Deserteure



Ciril Šorli, geboren am 04.07.1914 in Lobnig/Lobnik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 12.10.1944 am Kömmel/Komelj. Ciril Šorli wurde am 4. Juli 1914 in Lobnig/Lobnik als Sohn des Holzarbeiters Janez Šorli und seiner Frau Marija Blajz geboren. Er war Landarbeiter und vor dem Krieg aktives Mitglied des slowenischen kulturellen Lebens in Vellach-Eisenkappel. Er wurde zur Wehrmacht eingezogen, desertierte aber während eines Urlaubes im Herbst 1943 und schloss sich als politischer Aktivist den Partisanen an. Er war Kurier und später Kommandeur einer Kuriereinheit. Beim Angriff am Kömmel verlor Ciril Šorli sein Leben. Nach dem Krieg wurde sein Leichnam auf den Friedhof Eisenkappel umgebettet. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 339 f.

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Cyril, Schorli-




Kärntner PartisanInnenwiderstandSoldaten - Deserteure



Jože Šorli, geboren am 20.02.1913 in Lobnig/Lobnik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 01.12.1944 in Lobnig/Lobnik. Jože Šorli wurde am 20. Feber 1913 in Lobnig/Lobnik als Sohn von Marija Blajz und Janez Šorli geboren. Er verdiente seinen Lebensunterhalt als Holzarbeiter und sang in seiner Freizeit beim Männerchor Zarja. Bereits vor dem Kriegsausbruch musste er zum Militär. In seinem Heimaturlaub im November 1939 desertierte er und floh nach Jugoslawien. Von den Grenzposten wurde er jedoch festgenommen und über Ljubljana nach Serbien gebracht, wo er zur Arbeit in einem Bergerwerk verpflichtet wurde. 1941 schaffte Jože Šorli es, wieder nach Ljubljana zu gelangen. Nach dem Überfall auf Jugoslawien im April 1941 kehrte er nach Kärnten zurück und hielt sich, unterstützt durch Angehörige und Freunde, im Verborgenen. Er wurde von der deutschen Polizei gesucht, es verriet ihn aber niemand. Als die ersten Partisanengruppen nach Vellach kamen, schloss er sich diesen an. Jože Šorli erhielt den Partisanennamen Matevž. Bis 1944 war er als Kurier tätig. Am 2. Dezember 1944 wurde er nahe seines Elternhauses schwer verwundet, es gelang ihm aber noch, bei seinen Eltern Unterschlupf zu finden. Die Blutspur im Schnee verriet ihn jedoch, sodass die Polizei ihn am folgenden Tag fand und vor den Augen seiner Eltern erschoss. Der Vater musste ihn sofort an Ort und Stelle begraben. Fünf Monate nach seinem Tod kam sein Sohn zur Welt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 272.

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Kärntner SlowenInnenPolitischer Widerstand



Johann Špic, geboren am 07.05.1923 in Ebersdorf/Drveša vas, Bleiburg/Pliberk, vermisst seit 1945 im KZ Buchenwald. Johann Špic wurde am 7. Mai 1923 in Ebersdorf/Drveša vas als Sohn des Eisenbahners Franz Spitz und dessen Frau Maria Opetnik geboren. Johann Špic war ledig und arbeitete als Hilfsarbeiter in Klagenfurt. Zwei seiner Brüder waren 1943 als Soldaten gefallen. Am 8. November 1944 wurde Johann Špic während einer Zugfahrt nach Mittlern verhaftet. Grund dafür war eine vermutete Partisanenunterstützung. Nach einer Nacht Arrest in Bleiburg/Pliberk wurde er nach Klagenfurt gebracht. Zeugen gaben an, dass er geschlagen wurde. Am 29. November 1944 wurde er als Schutzhäftling ins KZ Dachau deportiert. Zwei Wochen später wurde er als politischer Häftling ins KZ Buchenwald überstellt. Nach zwei Wochen wurde er ins Revier aufgenommen und dort wegen Bronchitis behandelt. Am 29. Jänner 1945 wurde er aus dem Revier entlassen. Sein letztes Lebenszeichen war ein Brief an seine Eltern, der mit 2. Feber 1945 datiert war. Seit diesem Datum verliert sich jede Spur von Johann Špic. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 381 f.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Johan, Spic, Spitz-




Kärntner PartisanInnenwiderstand



Rok Šporn, geboren am 15.08.1884 in Remschenig/Remšenik, Eisenkappel/Železna Kapla, gestorben am 05.03.1944 in Vellach/Bela. Rok Šporn wurde am 15. August 1884 in Remschenig/Remšenik als Sohn von Ludvik Šporn, dem Besitzer der Tone Keusche, und Helena Holar geboren. 1921 heiratete er Maria Roš, mit der er acht Kinder hatte. Im Zuge der Verhaftungswelle im Jänner 1944 schaffte es Rok Šporn, gemeinsam mit seiner Frau rechtzeitig zu den Partisanen zu fliehen und sich ihnen anzuschließen. Sie mussten ihre jüngste Tochter, die zu diesem Zeitpunkt neun Jahre alt war, bei den älteren Geschwistern zurücklassen. Rok Šporn war vorwiegend als Kurier und Koch bei den Partisanen tätig. Am 5. März kam er bei einem Angriff in Vellach ums Leben. Am Tag darauf wurde er vor Ort im Graben von Leppen/Lepena begraben. Im Juni 1945 wurde er exhumiert und seine sterblichen Überreste am Friedhof von Eisenkappel bestattet. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 290.

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Rochus, Sporn-




Kärntner PartisanInnenwiderstand



Informationen zum Leben und Schicksal des jugoslawischen Partisan Štefan konnten nicht gefunden werden.

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Kärntner PartisanInnenwiderstand



Jurij Štrugel, geboren am 20.04.1906 in Ebriach/Obrisko, gestorben am 30.11.1944 in Savinjska dolina/Sanntal. Jurij Štrugel wurde am 20. April 1906 in Ebriach/Obirsko als Sohn vom vlg. Mang-Bauern Simon Štrugl und seiner Frau Katharina Brumnik geboren. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Verwalter in Ebriach. Im Jahr 1928 heiratete er Maria Sitar. Mit ihr hatte er fünf Kinder, wobei die jüngste Tochter erst 1944 geboren wurde. Im selben Jahr schloss sich Jurij Štrugel auch den Partisanen an. Im Spätherbst 1944 fiel Jurij Štrugel. Ein Beschluss des Landesgerichtes in Klagenfurt legte den 30. November 1944 als Todestag fest. Als Todesort wurde im Verfahren das untersteirische Sanntal genannt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 293 f.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Georg, Štrugl, Strugl-




Kärntner SlowenInnenPolitischer Widerstand



Janez Šušnik, geboren am 17.7.1914, gestorben am 4.3.1945. Janez Šušnik wurde in Solčava im heutigen Slowenien geboren. Die Familie lebte in Rechberg. Janez verdiente seinen Lebensunterhalt als Sägearbeiter. Anfang 1944 wurde Janez Šušnik in Rechberg aus politischen Gründen verhaftet und von der Gestapo Klagenfurt in das KZ Dachau eingewiesen. Am 4. März 1945 benötigte er medizinische Versorgung. Tags darauf verstarb er in den frühen Morgenstunden. Im Dachauer Sterbebuch wurde als Todesursache »Nierenentzündung« angeführt. Janez Šušnik wurde 30 Jahre alt. Quelle: Brigitte Entner: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014.

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Johann, Schuschnig-




Politischer WiderstandKZ Opfer



Jože Švarc, geboren am 18.03.1900 in Bösenort/HudiKraj, Diex/Djekše, gestorben am 12./26.12.1944 im KZ Flössenburg, Außenlager Hersbruck. Jože Švarc wurde am 18. März 1900 in Bösenort/Hudi Kraj, Diex/Djekše als Sohn von Urban Schwarz und seiner Frau Maria Wasser geboren. Er arbeitete als Fabrikarbeiter in Rechberg/Rebrca. Die Brüder Schwarz stellten sich vehement gegen das NS-Regime und seine lokalen Vertreter. Jože Švarz wurde im Juni 1944 verhaftet, da ihm kritische Äußerungen gegen das Regime vorgeworfen wurden. Am 8. Juli 1944 wurde er ins KZ Dachau deportiert. Nach der ersten Zeit in Dachau wurde er ins Außenlager Allach gebracht und am 25. August 1944 ins KZ Flössenburg. Jože Švarc starb im Dezember 1944 im Außenlager Hersbruck. In den Unterlagen finden sich zwei verschiedene Todesdaten, der 12. und der 26. Dezember. Am 26. Feber 1945 wurde Jožes Uhr seinem Vater Urban zugesandt. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 55 f.

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Josef, Schwarz-




Kärntner PartisanInnenwiderstandKärntner SlowenInnen



Valentin-Foltan Švarc, geboren am 01.11.1893 in Suetschach/ Sveče, gestorben am 08.05.1944 im Klagenfurter Gaukrankenhaus. Als Sohn des Feistritzer Drahtziehers Thomas Švarc und seiner Frau Anna kam Valentin am 1. November 1893 zur Welt. Valentin erlernte später den Beruf des Büchsenmachers und ehelichte 1925 Angela Fantur, mit der er einen Sohn hatte. Valentin und seine Frau Angela unterstützten von Beginn an den Partisan*innen-Widerstand. Im Mai 1944 wurde Valentin im Zuge seiner Verhaftung lebensgefährlich angeschossen, sodass er wenig später im Klagenfurter Gaukrankenhaus an seinen Verletzungen verstarb. Auch seine Frau Angela wurde inhaftiert und blieb bis zum Kriegsende in Gefangenschaft. Quellen: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 414.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Schwarz-








Informationen zum Leben und Schicksal von Lovro Švaro konnten nicht gefunden werden.

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Ž

Kärntner PartisanInnenwiderstandSoldaten - Deserteure



Volbenk Želodec, geboren am 22.08.1922, gestorben am 12.09.1944. Volbenk Želodec wurde am 22. August 1922 als Sohn von Notburga Apnar, verw. Želodec aus Solčava/Sulzbach geboren. Er war Arbeiter und wurde im Oktober 1941 zum Wehrdienst einberufen. Im Juni 1943 desertierte er während eines Urlaubes und ging als aktiver Kämpfer zu den Partisanen. Unter dem Partisanennamen Lado wurde er Kommandant eines Bataillons, welches vor allem im Bereich Eisenkappel/Železna Kapla – Völkermarkt/Velikovec aktiv war. Am 12. September 1944 fiel Volbenk Želodec in einer Auseinandersetzung mit SS-Einheiten. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 268.

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Wolfgang, Schelodetz-




Kärntner PartisanInnenwiderstandFrauen explizit erwähnt



Marija Živalič, geboren k.A., gestorben am 09.02.1945 unter der Arichwand/ Karawanken. Marija Živalič war Teil einer Gruppe von Oberkrainer Partisanen, die unter der Arichwand bei Ledenitzen einen Bunker errichteten, um den Kärntner Widerstand zu unterstützen. In diesem Bunker befanden sich zeitweise 20 Personen, obwohl dieser nur für 10 geplant war. Die Aufgabe bestand nicht in Kampfhandlungen mit der Wehrmacht, sondern im Aufbau eines Kommunikationsnetzwerkes. Dieses Netzwerk reichte bis zu den Schüttpartisanen im Gailtal. Der Bunker wurde verraten und am 09.02.1945 von der Wehrmacht attackiert. Es wurden acht Partisanen erschossen unter ihnen Marija Živalič, der unter dem Decknamen Mira agierte. Die Leichname der Partisanen wurden von den Nazis auf der Straße zwischen St.Jakob und St.Peter im Rosental aufgestellt. Nach einer Woche wurden sie bei der Drau vergraben. Nach Kriegsende wurden die Leichname exhumiert und ehrenvoll in St.Jakob begraben Ein steinerner Obelisk mit der Aufschrift „Partisanen gefallen im Kampf gegen den Faschismus“ in beiden Landessprachen erinnert man sie. Quellen: Homepage des Vereins Erinnern Villach <https://erinnernvillach.com/zivalic-marija/>.

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Politischer Widerstand



Ignac Žolnir, geboren am 27.12.1912 in Slovej Gradec, gestorben am 03.12.1944. Ignac Žolnir war Mitglied des Nachrichtenzentrums der Kokra-Abteilung. Dieser Verband operierte eigentlich im Oberkrainer Gebiet in Slowenien, kämpfte aber gelegentlich auch in Kärnten. Ignac Žolnir starb am 3. Dezember 1944. Über die genauen Umstände seines Todes ist nichts bekannt. Quelle: Baum Wilhelm et al. (Hgg.): Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab Verlag, Klagenfurt/ Wien, 2010, S. 230.

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Opfer der NS JustizIndividueller Widerstand



Miha Županc, geboren am 31.08.1909 in Ebriach/Obirsko, gestorben am 29.04.1943 im Landesgericht Wien. Miha Županc wurde am 31. August 1909 in Ebriach/Obirsko beim vlg. Pegrin als Sohn von Jurij Županc und Barbara Pegrin geboren. Er arbeitete später als Holzarbeiter beim Grafen Thurn. Im Jahr 1935 heiratete er Maria Varh und baute 1936 eine kleine Keusche für seine Familie. Das Ehepaar sorgte sich um drei Kinder. Am 30. November 1942 wurde Miha Županc verhaftet, in Gestapohaft genommen und am 9. April 1943 vor dem Berliner Volksgerichtshof wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Zur Last gelegt wurde ihm, dass er mit seinem desertierten Bruder Janez in Briefkontakt gestanden und ihn nach dessen Rückkehr mit Lebensmittel versorgt habe. Außerdem soll er einen Plan zur Liquidierung des Försters Urbas nicht gemeldet haben. Am 29. April 1943 wurde er durch das Fallbeil hingerichtet. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 159.

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MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Mihael, Schupanz, Supanc-




Politischer WiderstandKärntner PartisanInnenwiderstand



Johan Zupanc, geboren am 05.04.1915 in Ebriach/Obirsko, gestorben am 14.10.1943. Johan Zupanc wurde am 5. April 1915 in Ebriach/Obirsko als jüngstes der vier Kinder vom Schmied Jurij Županc und seiner Frau Barbara Pegrin geboren. Im September 1938 beschloss Johan Zupanc gemeinsam mit Tomaž Olip und Jože Kelih nach Jugoslawien zu desertieren. Am 20. September 1938 verließen sie die Kaserne in Klagenfurt. Nach dem Überfall auf Jugoslawien blieb Johan Zupanc in Slowenien und schloss sich dort dem organisierten Widerstand an. Im Sommer 1942 kehrte er mit einer Einheit zurück nach Kärnten, wo er gemeinsam mit Stane Mrhar Kontakte aufbauen sollte. Zu den wichtigsten Mitarbeitern wurden seine Geschwister. Auch bei jenem Treffen am 11. November 1942 beim vlg. Golob waren Johan Zupanc und Stane Mrhar anwesend, das eingeschleuste Spitzel sprengen konnten. Die beiden flohen nach Gorenjska, wo sie bis Mai 1943 blieben. Johan Zupanc betätigte sich zu dieser Zeit als politischer Funktionär. Im Frühsommer 1943 kehrte er wieder nach Kärnten zurück. Am 14. Oktober 1943 wurde er in St. Margarethen im Rosental/Šmarjeta v Rožu bei einer bewaffneten Auseinandersetzung lebensgefährlich verwundet. Unmittelbar darauf starb er. Sein Leichnam wurde von den NS-Behörden in Klagenfurt begraben. Quelle: Entner Brigitte: Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec, 2014, S. 158 f.

Verbundene Erinnerungsorte

Basisinformation

MädchennameAlternative SchreibweiseWikidata
Janez, Nepomuk, Hanzi, Ivan, Županc, Schupanz, SupanzLink








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