Brücke benannt nach Kurt Heinrich Lichtenstern
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Dr. Kurt Heinrich Lichtenstern wuchs in Wien auf und studierte in Wien und Zürich Wirtschaft. Ab 1932 war er als technischer Direktor der familieneigenen Porzellanfabrik in Wilhelmsburg tätig, die er nach dem Tod seines Vaters Richard 1937 leitete. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde das Unternehmen "arisiert" und Kurt Lichtenstern flüchtete noch im März 1938 zunächst in die Tschechoslowakische Republik. Seine weitere Flucht führte in über Frankreich, Algier und Brasilien in die USA, die er 1941 erreichte. Dort änderte er seinen Namen zu Conrad Henry Lester und wurde 1943 US-amerikanischer Staatsbürger. 1947 erhielt er die Anteile an seinem Unternehmen zurück, das er ab 1948 wieder leitete. 1955 beendete er sein in den USA begonnenes Germanistikstudium mit dem Doktorat. 1970 erhielt er auch seine vom NS-Regime geraubte österreichische Staatsbürgerschaft zurück. Conrad Lester starb 1996 in Wien.
