Gedenktafel für die Opfer des KZ-Außenlagers in Hinterbrühl
Erinnerungsort detailiert betrachten | Forschungsdaten downloaden
| Personen, Metadaten und Bilder ansehen
Die Gedenktafel erinnert an das KZ-Außenlager Hinterbrühl, das sich zwischen September 1944 und April 1945 hier befunden hatte und an 50 Personen die vor der Räumung des Lagers in der Nacht auf den 1. April 1945 ermordet wurden. Bereits im August 1944 war begonnen worden, das darunter liegende, geflutete ehemalige Gipswerk auszupumpen um dort eine Produktionsstätte für die Heinkel-Werke einzurichten. Im Lager waren zunächst rund 800 Personen interniert, die im Schichtbetrieb Zwangsarbeit in der Fertigung von Teilen für Flugzeuge und Raketen ("V2") leisten mussten. Da im Frühjahr 1945 zahlreiche Evakuierungstransporte anderer Lager im Großraum Wien, etwa Floridsdorf oder Schwechat, über das Lager in der Hinterbrühl geführt wurden, stieg die Anzahl der hier festgehaltenen Menschen stark an. Am 1. April 1945 wurde das Lager aufgelöst und die zu diesem Zeitpunkt vor Ort befindlichen 1884 Lagerhäftlinge zu Fuß Richtung KZ Mauthausen getrieben. Unmittelbar zuvor ermordeten Angehörige der Wachmannschaften noch vor Ort Personen, die sie als marschunfähig einstuften, und verscharrten sie in einem Massengrab, das 1946 exhumiert wurde.
