Gedenktafel für KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene in der Seegrotte Hinterbrühl
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Die Gedenktafel im Inneren der Seegrotte Hinterbrühl erinnert an jene KZ-Häftlinge und Kriegsgefangenen, die in den Jahren 1944 und 1945 hier Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie des nationalsozialistischen Deutschen Reiches leisten mussten. Bereits im August 1944 war begonnen worden, das geflutete ehemalige Gipswerk auszupumpen um hier eine Produktionsstätte für die Heinkel-Werke einzurichten. An der Oberfläche wurde das KZ-Außenlager Hinterbrühl eingerichtet, wo zunächst rund 800 Personen interniert waren und unter Tage im Schichtbetrieb in der Fertigung von Teilen für Flugzeuge und Raketen ("V2") arbeiten mussten. Da im Frühjahr 1945 zahlreiche Evakuierungstransporte anderer Lager im Großraum Wien, etwa Floridsdorf oder Schwechat, über das Lager in der Hinterbrühl geführt wurden, stieg die Anzahl der im Lager festgehaltenen Menschen stark an. Am 1. April 1945 wurde das Lager aufgelöst und die zu diesem Zeitpunkt vor Ort befindlichen 1884 Lagerhäftlinge zu Fuß Richtung KZ Mauthausen getrieben. Unmittelbar zuvor ermordeten Angehörige der Wachmannschaften noch vor Ort 52 Personen, die sie als marschunfähig einstuften, und verscharrten sie in einem Massengrab, das 1946 exhumiert wurde.
