Denkmal für ermordete Widerstandskämpfer auf dem städtischen Friedhof in Mödling
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Das Denkmal erinnert an die politischen Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus Eduard Göth, Franz Rehmann, Johann Rührl und Ferdinand Tschürtz. Eduard Göth war Direktor einer Schule in der Hinterbrühl und engagierte sich als Teil der Revolutionären Sozialisten Österreichs gegen das NS-Regime. Zu seinen Tätigkeiten gehörte die Erarbeitung von Berichten über Rüstungsbetriebe in Wien und Wiener Neustadt. Nach einer Denunziation wurde er am 7. August 1942 verhaftet, am 15. Dezember 1943 wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt und am 13. März 1944 in Wien hingerichtet. Franz Rehmann wurde nach dem Vorwurf kommunistischer Betätigung im Herbst 1942 festgenommen und in weiterer Folge in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Er wurde dort am 10. März 1943 ermordet. Johann Rührl kämpfte ab 1936 als Teil der Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg. Dort wurde er von den Truppen des faschistischen Diktators Franco festgenommen und an die Gestapo in Karlsruhe ausgeliefert. In weiterer Folge wurde im KZ Dachau interniert, wo er am 22. Mai 1944 während eines Bombenangriffes getötet wurde. Ferdinand Tschürtz lebte in Mödling, wo er als Funktionär der Sozialistischen Studenten, der Sozialistischen Arbeiter-Jugend, der SDAP und des Republikanischen Schutzbundes tätig war. Auf Grund seiner politischen Tätigkeit bereits 1935 verhaftet und zu fünf Jahren Kerker verurteilt, kam er im Rahmen einer Amnestie 1938 frei. Bevor es ihm gelang ins Ausland zu flüchten, wurde er von der Gestapo verhaftet und zunächst am 17. Juni 1938 in das KZ Dachau deportiert. Von dort wurde er am 23. September 1938 weiter in das KZ Buchenwald überstellt und am 19. Jänner 1939 ermordet. Am Denkmal sind auch Widerstandskämpfer gegen den Austrofaschismus angeführt.
