Gedenktafel für die ehemalige Synagoge in Groß-Enzersdorf
Erinnerungsort detailiert betrachten | Forschungsdaten downloaden
| Personen, Metadaten und Bilder ansehen
Die Tafel erinnert an die ehemalige Synagoge, die sich an dieser Stelle befand, und an die vertriebenen und ermordeten Mitglieder der ehemaligen jüdischen Gemeinde in Groß-Enzersdorf. 1898 nach Plänen des Architekten Jakob Gartner erbaut, wurde die Synagoge 1938 enteignet bzw. der Synagogenvorsteher durch die NSDAP-Ortsgruppe zu einer "Schenkung" gezwungen und das Gebäude zwischenzeitlich durch den Deutschen Turnerbund genutzt. 1961 erfolgte der Abriss der Synagoge, das Kantorhaus blieb vorerst als privates Wohngebäude bestehen. Im Vorfeld einer geplanten Bebauung wurde die Fläche 2019/2020 archäologisch untersucht. Ebenfalls 2020 wurde schließlich das Kantorhaus demoliert und auf dem Grundstück ein mehrgeschossiges Wohnhaus errichtet. Die Tafel, die auf das fehlende Synagogengebäude verweist, befand sich bereits vor der erneuten Bebauung des Grundstückes an dieser Stelle und wurde nach zwischenzeitlicher Entfernung für die Bauarbeiten an der neuen Grundstücksumzäunung wieder angebracht.
