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Zu: Widerstandsmahnmal Bregenz

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Seit November 2015 erinnert am Bregenzer Sparkassenplatz ein von der Johann-August-Malin-Gesellschaft und den Grünen initiiertes Mahnmal an Vorarlberger WiderstandskämpferInnen und Deserteure. Der Errichtung vorausgegangen ist eine jahrelange kontrovers geführte Diskussion um die Widmung des Denkmals, das ursprünglich „nur“ an Deserteure und Kriegsdienstverweigerer erinnern sollte. Eine von der Stadt Bregenz eingesetzte Arbeitsgruppe entschied, an diesem Ort allen Opfern und Verfolgten der NS-Justiz zu gedenken. Das Denkmal in Form einer Fallblattanzeige zeigt die Namen und Lebensdaten von 100 Personen, die stellvertretend für WiderstandskämpferInnen, Wehrdienstverweigerer und Deserteure sowie Vorarlberger BürgerInnen stehen, die Verfolgten Hilfe leisteten. Nach einer langjährigen Kontroverse um die Errichtung eines Deserteurdenkmals wurde das von der Künstlerin Nataša Sienčnik entworfene Mahnmal 2015 im Zentrum von Bregenz realisiert. Das Mahnmal erinnert u.a. an drei Deserteure und ihre HelferInnen aus dem hinteren Großen Walsertal: Während eines Heimaturlaubes 1943 entschlossen sich Leonhard Burtscher , Wilhelm Burtscher und Martin Lorenz dazu, aus der Wehrmacht zu desertieren. Delphina Burtscher , Schwester von Leonhard und Wilhelm, sowie Verlobte von Martin Lorenz, und weitere Verwandte und Bekannte halfen den Deserteuren, sich zu verstecken – bis sie im Juli 1944 verraten und festgenommen wurden. Wilhelm Burtscher und Martin Lorenz wurden am 8.12.1944 in Graz hingerichtet. Leonhard überlebte als Flüchtiger bis Kriegsende im Großen Walsertal. Später wurde auch eine zweite Deserteursgruppe in der Gegend aufgegriffen. Delphina Burtscher war 1944 und 1945 wegen Beihilfe zur „Fahnenflucht“ mehrere Monate in Haft.