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Zu: Denkmal für ermordete Kinder der NS-Euthanasieanstalt Am Spiegelgrund

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Die „Aktion T4“ – erster staatlich organisierter Massenmord durch die Nationalsozialisten Unmittelbar nach Beginn des Zweiten Weltkriegs im Herbst 1939 begannen die Nationalsozialisten mit der sogenannten „Aktion T4“ , dem ersten geplanten, staatlich organisierten Massenmord des NS-Terrorregimes. Er richtete sich gegen Menschen, die gemäß der NS-Ideologie nicht in die „Deutsche Volksgemeinschaft“ passten. Personen, die geistig oder körperlich beeinträchtigt waren, an einer psychischen Krankheit litten, unangepasst lebten oder aus anderen Gründen als minderwertig angesehen wurden, betrachteten die Nationalsozialisten als „lebensunwert“. Sie stuften diese Menschen als finanzielle sowie genetische „Belastung“ ein und ermordeten sie in sechs „Euthanasie“ -Anstalten. Bis August 1941 wurden etwa 70 000 Menschen in NS-„Euthanasieanstalten“ getötet. Obwohl die „Aktion T4“ offiziell für beendet erklärt wurde, mordeten die Nationalsozialisten weiter, so auf Schloss Hartheim bei Linz. Opfer der NS-„Euthanasie“ wurden nun auch Häftlinge aus Konzentrationslagern, etwa aus dem KZ Mauthausen und dessen Außenlagern , sowie nicht mehr arbeitsfähige „Ostarbeiter“ . Die Morde der Nationalsozialisten gingen vor allem in Pflegeanstalten bis 1945 weiter – etwa durch Überdosierung von Medikamenten, Stromstößen oder Nahrungsentzug. Insgesamt wurden rund 250.000 Menschen im Rahmen der NS-„Euthanasie“ getötet. NS-„Euthanasie“ an Kindern und Jugendlichen Auch Kinder und Jugendliche wurden Opfer der „Euthanasie“-Morde: Ab August 1939 waren ÄrztInnen und Hebammen dazu verpflichtet, Kinder bis zu drei Jahren den Gesundheitsämtern zu melden, wenn sie Missbildungen hatten. Daraufhin wurde ohne eine Untersuchung der Säuglinge und Kinder über Leben und Tod entschieden und die Betroffenen in eine „Kinderfachabteilung“ eingeliefert. Ab dem offiziellen Stopp der „T4“-Aktion Ende August 1941 gingen die „Euthanasie“-Morde an Kindern nicht nur weiter, die Altersgrenze der Opfer wurde sogar auf 17 Jahre angehoben. An etwa 30 Orten wurden betroffene Kinder und Jugendliche gequält und in sehr vielen Fällen mittels Überdosierung von Medikamenten getötet. Das medizinische Fachpersonal führte den Tod auch durch Mangelernährung, Zuführung von starken Beruhigungs- oder Schlafmitteln und/oder im Winter durch das Stellen des Bettes ans offene Fenster herbei. In Wien fanden die Morde ab Juli 1940 in der „Kinderfachabteilung Am Spiegelgrund“ am Steinhof (heute: Otto-Wagner-Spital) statt. Kinder und Jugendliche, die von den Nationalsozialisten für nicht leistungsbereit oder „bildungsfähig“ gehalten wurden, aus einem schwierigen familiären oder sozialen Umfeld kamen, wurden über die „Kinderübernahmestelle Lustkandlgasse“ dorthin gebracht. Betroffene mit einer geistigen Behinderung oder einer anderen Beeinträchtigung, die als unheilbar galten, waren besonders gefährdet. Bis 1945 wurden am „Spiegelgrund“ über 800 Kinder und Jugendliche ermordet.