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Zu: Kriegerdenkmal für die Lehrerschaft Tirols im Hof des BORG Innsbruck

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Information für Lehrpersonen Als „Antithese zum Widerstandsgedenken“ prägte die Erinnerung an die gefallenen Wehrmachtsoldaten die Gedächtnislandschaft in Tirol viele Jahrzehnte. In fast jeder Gemeinde errichtete vor allem der Kameradschaftsbund ein Kriegerdenkmal oder erweiterte das bereits vorhandene für den Ersten Weltkrieg. Unmittelbar nach 1945 war die Ablehnung des Zweiten Weltkrieges in der Tiroler Bevölkerung groß gewesen. Die Kriegerdenkmäler bewirkten einen Umschwung. Sie bewerteten den Dienst in der Wehrmacht neu und stellten den guten Ruf der gefallenen und überlebenden Kriegsteilnehmer wieder her. Die ehemaligen Soldaten galten nicht länger nur als Opfer des Krieges, sondern als tapfere Verteidiger der Heimat und „Helden der Pflichterfüllung“. Der Kriegsdienst in der Wehrmacht erschien als Schutz der Heimat, soldatische Pflichterfüllung als Norm ehrenvollen Verhaltens. Die Kriegerdenkmäler entwickelten sich so zur „Alltagskultur“ der Erinnerung an die NS-Zeit unter Ausblendung des Nationalsozialismus, der Kriegsursachen und der Kriegsführung. Ihre zentralen Botschaften waren erstens der Krieg als gemeinsames Leiden an der Front wie in der Heimat und zweitens die Bedrohung durch den Bombenkrieg, die alliierten Armeen und die nachfolgende Besetzung Österreichs. Diese Entwicklung war dem Kalten Krieg geschuldet – Antikommunismus ersetzte Antifaschismus –, aber auch wahltaktischen Überlegungen angesichts der politischen und gesellschaftlichen Wiedereingliederung der ehemaligen NationalsozialistInnen. Die Kriegerdenkmäler beinhalteten ein Integrationsangebot. Auf lokaler und regionaler Ebene waren die Geschehnisse und Handlungen in der NS-Zeit wohlbekannt, ebenso viele TäterInnen und Opfer. Die Ausblendung von Verbrechen, Mitschuld und Mitverantwortung auf den Kriegerdenkmälern und bei den Feierlichkeiten sollte helfen, Streitigkeiten und Konflikte zu verhindern. Information für Kinder Der Erste Weltkrieg dauerte von 1914 bis 1918. Österreich war damals noch ein gemeinsames Kaiser- und Königreich mit Ungarn. Mehrere Länder hatten sich verbündet. Deutschland und Österreich-Ungarn waren Partner. Sie kämpften gegen Frankreich, Großbritannien, Russland und die USA. Auch viele andere Länder beteiligten sich. Alle erhofften sich, ihre Macht und ihren Einfluss zu vergrößern. Deutschland und Österreich-Ungarn waren die Verlierer des Krieges. Österreich-Ungarn zerfiel dadurch in unterschiedliche Staaten. Über 10 Millionen Menschen starben im Krieg. Der Zweite Weltkrieg dauerte von 1939 bis 1945. Österreich gehörte damals zu Deutschland. Die Nationalsozialisten wollten mächtiger und stärker werden und begannen deshalb den Krieg. Sie verbündeten sich mit Italien und Japan und kämpften gegen Frankreich, Großbritannien, die Sowjetunion und die USA. Der Krieg gilt als der bisher blutigste in der Geschichte. Über 60 Millionen Menschen starben. Viele Opfer dieses Krieges waren keine Soldaten. Die Nationalsozialisten ermordeten Millionen Menschen, die nicht in ihr Weltbild passten.