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Zu: Gedenktafel für Widerstandskämpfer in Pinkafeld

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Die zahlenmäßig größte Widerstandszelle des südlichen Burgenlandes war die kommunistische Gruppe von Pinkafeld. Textilarbeiter, Arbeiterinnen, Bäuerinnen und Bauern und kleinere Gewerbetreibende bildeten den Kern dieser Gruppe, der etwa 60 Personen angehörten. Bereits ab 1938 warb die Gruppe Mitglieder an, hob Beiträge ein, hielt in kleineren Gruppen Besprechungen ab, stellte Kontakt zu einer kommunistischen Gruppe in Wien und anderen Widerstandsgruppen in Tauchen und Oberwart her und verteilte Flugblätter. Die Mitglieder waren zumeist ehemalige Freigewerkschaftler und Sozialdemokraten. Der „Kopf“ der Pinkafelder Gruppe war der Pinkafelder Johann Wallner , der nach dem Ersten Weltkrieg als Textilarbeiter in der Tuchfabrik Putsch in Pinkafeld arbeitete. Es gehörte bis zu ihrem Verbot 1934 der Sozialdemokratischen Partei an, bevor er 1938 als Mitglied der Kommunistischen Partei (KP) in Pinkafeld angeworben wurde. Ab 1940 fungierte er als deren Ortsgruppenleiter. Zu seinen Tätigkeiten gehörte unter anderen die Werbung von weiteren Mitgliedern, beim Aufbau von Gruppierungen in anderen Orten mitzuwirken, die Verteilung des Flugblatts die „Rote Fahne“, wobei er die Werbematerialien von Wien erhielt, und die Organisation von Treffen des Führungskreises. Im Juli 1941 erfolgte die Verhaftung und Inhaftierung von Johann Wallner. Erst ein Jahr danach, im August 1942 wurde im Landesgericht Graz gegen ihn das Todesurteil gesprochen und es folgte die Überstellung nach Wien. Dort konnte ihn sein Sohn besuchen, er berichtete darüber: „Ich habe mit meiner Mutter den Vater in Wien besucht. Er war eingekerkert im Keller, es gab kein Sonnenlicht – es gab nur ein kleines Fenster ganz oben. […] Er war nicht gefesselt, hatte aber sichtbare Wunden an den Händen von den Fesseln. Ich habe ihn dann nach seinem Gewicht gefragt. Er war früher 80 kg schwer. In Wien wog er nur mehr 39 kg – ich habe Vater daher anfänglich nicht erkannt.“ Schlussendlich wurde er am 26. Jänner 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Zwischen 1941 und 1942 wurden auch weitere Mitglieder der Gruppe schrittweise aufgedeckt. Im Zuge der Ermittlungen wurden 48 Personen wegen Hochverrats bzw. Vorbereitung zum Hochverrat angeklagt, wobei selbst minder Beteiligte zu unverhältnismäßig hohen Strafen verurteilt wurden. Neun Angeklagte wurden hingerichtet, weitere fünf Personen starben im Gefängnis oder im Konzentrationslager. In den Arkaden des Rathauses von Pinkafeld befindet sich seit 1992 eine Gedenktafel für neun zu Tode gekommene Widerstandskämpfer aus Pinkafeld.