Auf dem Ortsfriedhof von Siegendorf befindet sich eine Grabanlage für ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter. Auf dem eingefriedeten Grab stehen zwei Grabdenkmäler. Der helle Grabstein ist ohne Gravur, der dunkle Grabstein weist auf zwei Verstorbene, Sándor und István Hajnal, hin.
Als die Rote Armee am 1. April 1945 nach Siegendorf kam, fand sie in der örtlichen Zuckerfabrik 68 an Flecktyphus und Erschöpfung verstorbene jüdisch-ungarische Zwangsarbeiter vor. Auf Anordnung von sowjetischen Offizieren musste ein Beerdigungskommando diese Leichen bergen und sie auf dem Ortsfriedhof bestatten.
Zum Gedenken an die, die den Märtyrertod starben. Hajnal Sándor 1904-1945. Hajnal István 1906-1944. Zum Gedenken an meine zwei geliebten Brüder, sowie an ihre hier ruhenden unbekannten Kameraden. Mari