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Gedenkzeichen bei ehemaligem „Anhaltelager“ in Frauenkirchen

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Burgenland - Kirchenplatz 1 C, Frauenkirchen
Burgenland / SkulpturOrte des Terrors - GefängnisÖffentlich zugänglich


Im März 1938 wurde in dem ehemaligen Gebäude der esterházyschen Gutsverwaltung von den örtlichen Nationalsozialisten ein „Anhaltelager“ eingerichtet. Rund zwei Monate wurden darin ca. 400 Personen, politische Gegner und Angehörige der jüdischen Bevölkerung aus Frauenkirchen und Umgebung, von der SA und Gendarmerie festgehalten, gedemütigt und geschlagen. Während der Inhaftierung wurden insbesondere die Geschäfte der jüdischen Bevölkerung geplündert. Den Inhaftierten wurde eine Verzichtserklärung abgezwungen, sie verpflichteten sich, ihren Besitz dem Staat zu übergeben und aus ihrem Heimatort Frauenkirchen wegzuziehen. Erst nach dieser Unterzeichnung konnten sie das „Anhaltelager“ verlassen. Am 12. März 2018 wurde dank der Bemühungen des Gedenkvereines Initiative Erinnern Frauenkirchen vor dem Gebäude der HAK/HAS Frauenkirchen ein Gedenkzeichen enthüllt.





  • Hauptbild des Ortes
  • Sekundäres Bild des Ortes
Gedenkzeichen bei ehemaligem „Anhaltelager“ in Frauenkirchen (©Nora Brettl)




Transkription

1938 Erinnern für die Zukunft Das Esterházy-Schloss in Frauenkirchen wurde um 1700 errichtet und diente als herrschaftliches Verwaltungsgebäude. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten richteten hier örtliche SA-Mitglieder und Gendarmerie ein Anhaltlager ein. Von Mitte März bis Anfang Mai 1938 wurden mindestens 400 Personen politische Gegner und Angehörige der jüdischen Bevölkerung aus Frauenkirchen und Umgebung, hier eingesperrt, gedemütigt, beraubt und misshandelt. Initiative Erinnern Frauenkirchen, März 2018



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