Auf dem neuen jüdischen Friedhof in Eisenstadt befindet sich das Grab von Wilhelm und Elisabeth Schneider. Wilhelm Schneider war Kaufmann in Eisenstadt und letzter Bürgermeister zwischen 1934 bis 1938 der Gemeinde Unterberg-Eisenstadt, des ehemaligen jüdischen Viertels, das 1871 zu einer autonomen, weitgehend mit der jüdischen Kultusgemeinde identischen Gemeinde wurde.
Nach seiner Absetzung, Verhaftung und Vertreibung im Mai 1938 konnte er mit seiner Gattin Elisabeth nach New York fliehen. Nach dem Krieg kehrte Wilhelm Schneider mit seiner Frau nach Österreich zurück, sie lebten in Baden bei Wien. Nach ihrem Tode ließen sie sich in ihrer alten Heimatgemeinde Eisenstadt begraben.