Gedenkstein für Käthe Sasso
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In ihrem Geburtsort Nebersdorf im Bezirk Oberpullendorf wurde der Widerstandskämpferin und Zeitzeugin Käthe Sasso, geborene Smudits, ein Gedenkstein errichtet. Käthe Sasso verbrachte ihre frühe Kindheit bei ihrer Großmutter in Nebersdorf, einem Ortsteil der Gemeinde Großwarasdorf, und zog dann später mit ihren Eltern, die sich politisch gegen das NS-Regime betätigten, nach Wien. Schon als 15-Jährige wurde sie aus politischer Überzeugung Teil einer Widerstandsgruppe gegen das NS-Regime. Diese Gruppe unterstützte Witwen hingerichteter Widerstandskämpfer mit Lebensmitteln, förderte das Hören ausländischer Radiosender und verteilte Flugblätter. Im August 1942 wurde Käthe Sasso inhaftiert, entging aber aufgrund ihrer Jugend der Todesstrafe. Im Jänner 1943 kam Käthe Sasso als Häftling ins Wiener Landesgericht. In weiterer Folge wurde sie ins Arbeitserziehungslager Oberlanzendorf überstellt, im Jahr 1944 wurde sie über Berlin ins KZ Ravensbrück deportiert. Ende April 1945 gelang ihr während des Todesmarsches nach Bergen-Belsen die Flucht. Nach Kriegsende kehrte Käthe nach Wien zurück und heiratete den Widerstandskämpfer Josef Sasso. Unermüdlich engagierte sich Käthe Sasso zeit ihres Lebens gegen das kollektive Vergessen, initiierte Gedenkveranstaltungen und Gedenkstätten und erinnerte als Zeitzeugin vor zahlreichen Schulklassen an den antifaschistischen Widerstand während des NS-Regimes. Für ihr jahrzehntlanges Engagement wurde Käthe Sasso unter anderem mit dem „Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich" ausgezeichnet.
