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Digitale Erinnerungslandschaft



Erinnerungszeichen beim „Schlachthaus“ bei Rechnitz

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Burgenland - 7471 Rechnitz
Burgenland / SkulpturJüdische Opfer - ZwangsarbeitÖffentlich zugänglich


Der Verein RE.F.U.G.I.U.S initiierte mit Unterstützung der Gemeinde Rechnitz die Errichtung eines Gedenkzeichens beim alten Schlachthaus in der Nähe der Stelle, wo am 25. März 1945 18 unliebsame Tatzeugen, die die Spuren des Massenmordes an 180 ungarischen Juden beim Kreuzstadl bei Rechnitz beseitigen mussten, ermordet wurden. 1970 wurde das Massengrab beim Schlachthaus entdeckt, die 18 Leichen exhumiert und daraufhin auf den jüdischen Friedhof in Graz umgebettet. Entwurf und Konzeption des Mahnmals stammen vom Künstler Wolfgang Horwath. Das Mahnmal ist so aufgestellt, dass es in Richtung der Grabstätte zeigt und die Betrachter die Möglichkeit haben, durch einen Sehschlitz die Richtung zur Grabstätte zu fokussieren. Die gesamte Konstruktion hat die Dimensionen einer Tür, die man nicht öffnen kann, durch die man aber zu blicken vermag.





  • Hauptbild des Ortes
  • Sekundäres Bild des Ortes
Mahnmal "Zuschauflerkommando" bei Rechnitz (© Nora Brettl)




Transkription

Zum Gedenken an 18 ungarische-jüdische Männer, die kurz vor Kriegsende am 25. März 1945 von fanatischen Nationalsozialisten ermordet wurden. Der Tatort, an dem sie erschossen und verscharrt wurden, befand sich auf dem freien Feld, das beim Blick durch den Sehschlitz in einer Entfernung von 200 Meter zu erkennen ist. 1970 wurden die Leichen exhumiert und würdig bestattet. Unter Umständen kann die freie Sicht beeinträchtigt sein, weil die Flächen landwirtschaftlich genutzt werden. Weitere Informationen unter www.refugius.at



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