Gedenktafel auf Mahnmal bei Kreuzstadl Rechnitz
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In der Nacht vom 24. auf den 25. März 1945 wurden ungefähr 180 kranke und körperlich geschwächte ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter in der Nähe des Kreuzstadls in Rechnitz ermordet und verscharrt. Die Verfahren gegen die Täter wurden auf Grund der Beweislage eingestellt. Die Suche nach dem Massengrab, um die Opfer in gebührender Weise und nach jüdischer Zeremonie bestatten zu können, blieb bis dato erfolglos. Die bereits 1987 begonnenen Bestrebungen, den Kreuzstadl zu einem Mahnmal zu machen, wurden ab 1991 von der Initiative RE.F.U.G.I.U.S. intensiviert. Auf Anregung des burgenländischen Bildhauers Karl Prantl und der Autorin Marietta Torberg konnte mittels Spenden die Ruine Kreuzstadl vor dem weiteren Verfall bewahrt und das angrenzende Grundstück erworben werden. Am 14. November 1993 wurde das Mahnmal Kreuzstadl dem Bundesverband der Israelitischen Kultusgemeinden übergeben und an der nördlichen Wand des Mahnmals eine Gedenktafel enthüllt.
