Gedenkkreuz und Gedenksteine auf Lagerfriedhof Kaisersteinbruch/Sommerein
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Im Kriegsgefangenenlager Kaisersteinbruch, Stalag XVII A, wurden ab September 1939 Häftlinge inhaftiert. Die Gefangenen kamen aus Polen, Belgien, Frankreich, Serbien, Italien, Großbritannien, Slowakei, Rumänien, Bulgarien und vor allem aus der Sowjetunion. Infolge der Überbelegung, Mangel an Lebensmitteln, unhygienischen Lebensbedingungen, schlechter Bekleidung und mangelnder medizinischer Versorgung verstarben rund 10.000 Häftlinge, davon rund 9.500 aus der Sowjetunion. Für die zahlreichen Toten musste westlich vom Lager an der Gemeindegrenze Kaisersteinbruch/Sommerein ein Lagerfriedhof angelegt werden. Im Jahr 1989/90 wurde in Zusammenarbeit mit dem Schwarzen Kreuz, dem Bundesministerium für Inneres und der Niederösterreichischen Landesregierung eine umfangreiche Sanierung bzw. Umgestaltung der Anlage durchgeführt. In Zuge dessen wurde unweit des Einganges im Nordbereich des Areals ein rund sechs Meter hohes Kreuz errichtet. An beiden Seiten befinden sich zwei Gedenksteine mit Gedenktafeln, die auf die Grabanlage und auf die Sanierungsarbeiten 1989/90 verweisen.
