Gedenkstein an ehemaligem Massengrab am „Skradnji Brig“ in Siegendorf
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In einem kleinen Waldstück, rund 100 Meter südlich vom Ortsfriedhof in Siegendorf, befindet sich eine Betoneinfassung mit einem Gedenkstein, der wohl nach der Befreiung 1945 von der sowjetischen Verwaltung errichtet wurde. Er gibt Zeugnis ab, dass sich in diesem Bereich ein Massengrab für verstorbene ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter befand. Die Opfer waren von November 1944 bis März 1945 für die Bauarbeiten am Südostwall und zum Teil auch in der Siegendorfer Zuckerfabrik eingesetzt worden. Sie starben an den Folgen der katastrophalen Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie einer Flecktyphusepidemie. Eine Exhumierung der Begrabenen fand 1985 statt. Dabei wurden sterbliche Überreste von 67 Leichen geborgen und auf dem neuen jüdischen Friedhof in Eisenstadt wieder bestattet.
