Gedenktafel an ehemaliger Synagoge in Oberwart
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Seit 1868 gab es in Oberwart eine Filialgemeinde der Israelitischen Kultusgemeinde Schlaining. Als Oberwart als Wirtschaftsstandort immer attraktiver wurde, wanderten zusehends Jüdinnen und Juden aus Stadtschlaining zu. 1930 wurde die Filialgemeinde Oberwart als eigenständige Israelitische Kultusgemeinde anerkannt. Bereits acht Jahre später wurde diese durch die Nationalsozialisten wieder aufgelöst. 141 Jüdinnen und Juden wurden aus Oberwart vertrieben und versuchten sich ins Ausland zu retten. Die 1904 erbaute Synagoge wurde durch die Nationalsozialisten enteignet und zu einem Feuerwehrhaus umfunktioniert. In den 1990er Jahren wurde das Gebäude zur Zentralmusikschule umgebaut und ein Teil der Fassade der ehemaligen Synagoge nachgebildet, an der seit 1989 eine Gedenktafel an die ehemalige Synagoge erinnert.
