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VERFOLGUNG UND WIDERSTAND
IM NATIONALSOZIALISMUS
DOKUMENTIEREN UND VERMITTELN

Digitale Erinnerungslandschaft



Gedenkzeichen in Kemeten

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Burgenland - Friedhof, 7531 Kemeten
Burgenland / SkulpturKollektivRoma/Romnija und Sinti/Sintize und andere Fahrende wie LovaraFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähntÖffentlich zugänglich


Am 3. April 2022 wurde ein Gedenkzeichen für alle Opfer des Nationalsozialismus eingeweiht. Dadurch brachte man einen fast 20-jährigen Diskussionsprozess zum Abschluss, der seinen Höhepunkt in einer Bürgerbefragung fand, bei der die Mehrheit der Bevölkerung im Oktober 2021 ein Gedenkzeichen befürwortete. Initiiert wurde das Gedenkzeichen von der Roma-Volkshochschule in Kooperation mit den Romavereinen. Der Gestalter des Zeichens, Andreas Lehner, will durch die Schräglage des Steines darauf hinweisen, dass durch die Ermordung von rund einem Fünftel der Bevölkerung die Gemeinde aus dem Gleichgewicht geraten sei. Die ungefähr 200 Löcher im Stein weisen auf die fehlenden Menschen hin. Der Gedenkstein soll an alle Opfer des NS-Regimes erinnern. Dies waren sowohl politisch Verfolgte, kranke und beeinträchtigte Personen, jüdische Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger und vor allem rund 200 Romnija und Roma aus Kemeten.





  • Hauptbild des Ortes
  • Sekundäres Bild des Ortes
Gedenkzeichen in Kemeten (©Nora Brettl)




Transkription

Zum Gedenke an die Frauen, Männer und Kinder aus Kemeten, die von 1938 bis 1945 Opfer des Nationalsozialismus wurden. Das waren Romnija und Roma, Jüdinnen und Juden, Menschen die politischen Widerstand leisteten und Menschen, denen auf Grund von Erkrankungen und Behinderungen das Lebensrecht abgesprochen wurde und die der NS-Medizin zum Opfer fielen.



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