Auf Initiative des Theologen und Historikers Jakob Frühmann konnte in Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde Jabing und der örtlichen katholischen und evangelischen Pfarre 2017 auf dem Kirchenplatz ein Gedenkzeichen für die Romnija und Roma enthüllt werden. Während des Nationalsozialismus wurden mindestens 93 in Jabing geborene Romnija und Roma deportiert. 77 Personen wurden in den verschiedensten Konzentrationslagern ermordet, elf Personen sind vermisst. Nur fünf Personen überlebten die NS-Zeit.
Mindestens 93 Romnija und Roma aus Jabing wurden zwischen 1938 und 1945 ermordet oder verschleppt. Die Diskriminierung der burgenländischen Roma und Romnija wurde nach dem Anschluss 1928 verschärft und staatlich legitimiert. Nach vereinzelten Deportationen in verschiedene Arbeits- und Konzentrationslager kam es Ende März 1943 zur großen Deportation nach Auschwitz-Birkenau. Die Romasiedlung am südlichen Ostrand von Jabing wurde geplündert und zerstört. Nur fünf Überlebende der Konzentrationslager sind dokumentiert. Helene Horvath 7.09.1922 – 28.10.1969, Hermine Horvath 07.03.1905 - 30.09.1961, Hermine Horvath 19.04.1925 – 08.03.1958, Katharina Horvath 13.08.1923 – 14.03.1999, Maria Horvath 14.12.1923 – 12.03.1980
Jabing gedenkt seiner ehemaligen Bürgerinnen und Bürger, die fehlen. Achten wir gemeinsam darauf, dass niemals wieder ein derart verbrecherisches Regime an die Macht kommt.
Folgende in Jabing geborene oder in Jabing wohnhafte Roma und Romnija wurden in Konzentrationslager verschleppt und ermordet: [es folgen 77 Namen, Geburts- bzw. Sterbedaten und der Sterbeort]
Das Schicksal folgender Jabinger Romnija und Roma ist derzeit noch ungeklärt: [es folgen 11 Namen und Geburtsdaten] NIE WIEDER KRIEG! NIE WIEDER FASCHISMUS!
17.11.2017 [Die Inschrift ist ebenso in Romanes angegeben.]