Gedenktafel an Kirchenmauer der Martinskirche in Deutsch Schützen
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Im September 1995 wurde an der Außenmauer der Martinskirche bei Deutsch Schützen eine Gedenktafel enthüllt, die an die jüdischen Opfer, die im März 1945 im Urbarialwald erschossen wurden, erinnert. In der Gemeinde Deutsch Schützen wurden ab Dezember 1944 rund 500 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter für den Bau des Südostwalls festgehalten. Kurz vor dem Eintreffen der Roten Armee erhielten am 29. März 1945 Angehörige der örtlichen Hitlerjugend vom Leiter des Bauabschnittes den Befehl, die Zwangsarbeiter in kleinen Gruppen in die Nähe der Martinskirche, östlich von Deutsch Schützen, zu führen. Dort übernahmen SS-Männer die Gefangenen, führten diese in den benachbarten Wald und begannen mit Exekutionen. Nach der Erschießung von rund 60 Männern wurde die Mordaktion abgebrochen. Die Leichen der Opfer wurden im Wald verscharrt und erst im August 1995, auf Grund von Angaben des Überlebenden Moshe Zairi, wieder aufgefunden.
