Außerhalb von Schattendorf, auf den „Hochäckern“ nahe der ungarischen Grenze, befindet sich eine Grabanlage für ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter. In den Jahren 1995 bis 1997 wurden hier 29 nicht identifizierte Leichen aufgefunden. Die Fundstellen wurden nach jüdischem Ritus wieder zugeschüttet und zu einer Ruhestätte erklärt. 1997 wurde das nun angekaufte und eingezäunte Areal vom Verein Schalom mit drei Grabsteinen versehen, auf denen den verstorbenen ungarisch-jüdischen Zwangsarbeitern gedacht wird. Diese waren zwischen November 1944 und März 1945 zu Arbeiten beim Bau des Südostwalls herangezogen worden und verstarben an Überanstrengung, Entkräftung und grassierendem Flecktyphus.
Grabstein rechts: hebräische Aufschrift. Hier befinden sich die sterblichen Überreste von 26 jüdischen Märtyrern aus Ungarn, die zu Beginn des Jahres 1945, von den Nazi-Schergen gepeinigt, an Krankheit, Hunger und Erschöpfung starben. Ihr Andenken sei gesegnet! Israelitische Kultusgemeinde Wien
Grabstein links: hebräische Aufschrift. Hier ruhen sieben jüdische Märtyrer aus Ungarn, die im März 1945 von nationalsozialistischen Barbaren ermordet wurden. Möge ihr Andenken gesegnet sein!