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Cooking Recipes of the Middle Ages

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  • Ingredient: (usually) edible material used in cooking
  • Dish: general category of food
  • Tool: equipment used in cooking
  • Name: proper name of dish
  • Instruction: one set of action during dooking
  • Opener: phrase opening a recipe text
  • Closer: phrase closing a recipe text
  • Ref.: reference to another recipe
  • Kitchen Tip: set of actions concerning cooking
  • Household Tip: set of actions concerning household matters
  • Serving Tip: set of actions concerning dishing and serving the food
  • Speech ( ): active speech act of chef or other individual
  • Excluded ingredient ( ): potential ingredient is actively excluded
  • Compared to… ( ): comparison to suggest shape, measurement, etc.
  • Analogy ( ): something other is simulated (“fake” dish)

Ingredients / Tools: Indexes of ingredient and tool concepts reachable via English translation in brackets trailing Early New High German spelling

Metadata: Transcription and recipe view reachable via buttons next to recipe number under Metadata

Similar recipes: provides information on recipe relationships

Categories show, if decidable, main ingredient, distinct preparation method and type of dish

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Pike aspic, yellow

Ein gelbe Hecht Gallert

Metadata:

Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, Handschriftenabteilung, Cod. Guelf. 48.20 Aug. 4°Source Collection: Wo9, fol. 095rRecipe Nr. 84 Dating: 1608Origin: SüddeutschlandLang: High German languages, High German languages

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Same title: wo9b.84, wo9b.85Shared ingredients: wo9b.84Same ingredients in following recipe: 5 11Same tools in following recipe: 2

Categories:

Main ingredient: fishPreparation: aspicType: show dish

Ein gelbe Hecht Gallert Nim ein halb stuebigen wein j maß waßer vnd j maß essig vnd nim hauß blaße ein gutt Theil da man gallertten dauon setzt nim das waßer mit dem essig vnd wein geuß vff die hauß blassen in ein Toepfflein vnd laß 3 gutte stunden miteinander weichen vnd nim gantzen Ingber eine klawe oder 4 schneid sie vff stucken Thue sie auch dar zu Thue auch ein wenig saffran darzu doch das es nicht zugelb wirdt das es sein naturliche farb beheltt als dan so setz es bey vnd laß gutter ij stundt sieden Thue auch ein gutt Theil zucker darein es muß der zucker erstlich hinein gethan werden damit er mit seudt nim ferner j loth zimmetrinden der gantz ist j loth galgandt j loth muscatten blumen j loth nelcken thue das in ein Ehrne buchße thue die gewurtz darein doch muß ein loch in der buchße sein darein muß ein zaepfflein stecken [95v] einer hand breitt von den boden in die hoeche muß das loch sein als dan nim die heiße brue vnd geuß vff die selbige gewurtz deck es fest zu damit kein braden heraus gehe laß 2 stunden stehen damit es sich setzet das es fein klar wirdt nim ein hecht Reiß in vnd koche in in saltz abe mache ine zuuor fein blaw lege in in ein schussel deck in fest zu das kein lufft darzu komm laß in von sich selber kaltt werden vnd wen die brue klar vnd der hecht kaltt ist so nim den hecht lege nicht viel in ein schussell die brue verleuert den scheun daruon als dan geuß die brue daruber her biß an den schiessell randt laß sie stehen fein an ein kuelen ortt so ist sie recht als dan nim mandeln laß sie in waßer weichen vnd schele sie es mussen der mandeln ein gutt theil sein vnd sollen Tag vnd nacht weichen leg sie wieder in kaltt waßer vnd laß sie liegen biß du wiltt anrichten als dan leg sie vmb den Randt herumb vnd oben auch wen du wilst anrichten geliebt dirs so kanstu große Rinlein mit bey legen oder ziebeben so ist sie Recht etc.






Wo9 - "Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, Handschriftenabteilung, Cod. Guelf. 48.20 Aug. 4°"