CoReMA

Cooking Recipes of the Middle Ages

HELP

Overview

Collection: K1

Shelfmark: Köln, Historisches Archiv der Stadt Köln, Best. 7004, 27

Material: paper

Number of folios: 62

Dimensions: 195mm x 135mm

Origin: place of origin unknown

Dating: 2nd half of 15th c. (Menne/Ehlert); 16th c. (Finger et al.)

Languages: West Central German, Medieval Latin

Codicology

Number of folios: 62

Dimensions: 195mm x 135mm

Condition: Gut erhaltenes Papier.

Material: Papier

Watermarks: Zum einen ein Wappenschild mit zwei Lilien übereinander (nicht bei Briquet) sowie zum andern ein Wappenschild mit nur einer Lilie (in etwa ähnlich Briquet Nr. 1741).

Foliation: Mit arabischen Ziffern durchgezählt.
Allerdings fehlen Bl. 9-12, ohne dass Textverlust damit einherginge;
da keine Blätter herausgetrennt worden zu sein scheinen (vgl. die Lagenbeschreibung), bleibt nur der Schluss, dass bei der Paginierung ein Fehler unterlief.

Collation: Auf ein Quaternio folgt ein Quinternio, dem das erste Blatt fehlt:
Vor fol. 13 fehlt ein Blatt; fol. 13 ist an den Falz eines weiteren abgeschnittenen Blatts geklebt;
es schließen sich ein Sexternio und zwei Quinternionen an, deren letztem das letzte Blatt fehlt.
Vom darauffolgenden letzten Quinternio ist das erste Blatt abgetrennt (dessen Falz ist noch vorhanden) und durch ein eingebundenes Einzelblatt (fol. 56) ersetzt.
Ein zwischen Bl. 6-7 eingebundenes Querblatt ist herausgerissen;
der verbliebene Rest lässt erkennen, dass auf dem Blatt ausgelassener Text (zu Rezept Nr. 51) nachgetragen war, auf den ein Verweiszeichen auf Bl. 7r hindeutet.

Formula: IV^8 - 1 + V^23(^19) + VI^36(^32) + V^46(^42) + V - 1^55(^51)-1 + 1^56(^52) + V^66(^62).

Hands: Mit schwarzer Tinte in einer gut lesbaren gotischen Buchschrift-Bastarda geschrieben.

Script (fol. 1r-30v): Struktur: Rezepte und Überschriften abgesetzt, Auszeichnungsschrift, Überschrift teils unterstrichen toggle details

allgemeine Beobachtung: Struktur: Rezepte und Überschriften abgesetzt, Auszeichnungsschrift, Überschrift teils unterstrichenDuktus: sorgfältige HandLeitbuchstabe <a>: einstöckiges <a>Leitbuchstabe <l>: mit SchlaufeLeitbuchstabe <g>: geschlossene Punze und meist geschlossene Schlaufe untenLeitbuchstabe <e>: fast bis ganz geschlossene PunzeLeitbuchstabe <m>, <n>: - Langschäfte <b>, <d>, <h>, <k>, <l>: <b>, <d> mit und ohne Schlaufe; <h>, <k>, <l> mit Schlaufe<f>, Schaft-s Unterlänge: normale UnterlängeVerschiedene r-Formen: gerades <r>, vereinzelt rundes <r> (v. a. in Auszeichnungsschrift der Überschriften)Verschiedene z-Formen: geschwänztes <z>Bögen/Unterlänge von <h>, <y> und geschwänztem <z>: ‚normale‘ UnterlängeVerwendung von Schaft-s und rundem <s>: Schaft-s: initial + medial; rundes <s>: finalVerwendung von geradem und rundem <d>: - i-Markierung: i-Punkt unregelmäßig, punktförmigBesonderheiten anderer Grapheme: Schlaufen-w/Zahlzeichen: römische Ziffern/lat. BuchstabenMajuskeln (Verwendung): Majuskeln als Satzanfang, HervorhebungVerzierungen: fol. 22v, 23r, Nota-Händchen am SeitenrandRubrizierung: - Diakritika: Trema über <y>; <e> über <o>, <u>Abbreviaturen: Kürzungsstrich, KürzungshakenInterpunktion: spärlicher Einsatz von Virgel Terminatoren: tildenförmig am Zeilenende, doppelpunktförmig nach/vor ÜberschriftenWorttrennung: Strich, DoppelstrichKorrekturen: Streichungen/Schwärzungen/Rasur/Bleichung, Unterstreichungen, Einfügungen interliniear/marginal, sehr sorgfältige Markierung mittels unterschiedlicher Einweisungszeichen Offensichtliche Schreiberwechsel: -

Layout

Textblock: einspaltig

Lines: durchschnittlich 36 Zeilen

Text: Die Überschriften bzw. ersten Zeilen vor allem der recto-Seiten sind zum Teil durch Beschnitt beschädigt.

Cover

Condition: Der Einband ist neu; vom ursprünglich grünen Schnitt sind noch Spuren erhalten.

History

Origin: Entstehungsort unbekannt: aufgrund der sprachlichen Merkmale westmitteldeutscher Raum anzunehmen

Provenance: Die Signatur verweist auf ihre Provenienz aus der Sammlung der ehemaligen Gymnasialbiblioihek, in der die Bestände der Ende des 18. Jahrhunderts aufgelösten Kölner Klöster und Gymnasien zusammengefasst wurden.
Um 1800 wurde diese Gymnasialbibliothek der kurz zuvor von der französischen Departementsverwaltung gegründeten Ecole centrale (Zentralschule) zur Verfügung gestellt.

Previous shelfmarks: vormals Gymnasialbibliothek GB 4° 27

Dating: 2. Hälfte 15. Jh. (Menne/Ehlert), 16. Jh. (Finger et al.)

Note: Die Kataloge weisen von einander abweichende Angaben zur Datierung der Handschrift auf.
Während Menne, der 1931 und 1937 die deutschen Handschriften des Stadtarchivs beschrieb, die Handschrift in die 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts datierte, geben Finger et al. 1993 ohne Begründung das 16. Jahrhundert als Entstehungszeit an.
Eine sichere Datierung anhand der Wasserzeichen oder dem Inhalt der Handschrift zu entnehmender Indizien ist leider nicht möglich.
Ehlert schließt sich aufgrund des Schriftbildes eher die Einschätzung Mennes an.

How to cite

Böhm, A. (2021). K1, Codicology. In H. W. Klug (Ed.), CoReMA - Cooking Recipes of the Middle Ages. Corpus - Analysis - Visualisation. With the help of A. Böhm and C. Steiner. http://hdl.handle.net/11471/562.10.50 (GAMS. 562.10.50) (Accessed 2021-10-24)

Sources

Handschriftencensus | Köln, Hist. Archiv der Stadt, Best. 7004 (GB 4°) 27 (2010) Handschriftencensus. Available at: https://handschriftencensus.de/12975 (Accessed: 12 October 2020). Menne, K. (1937) ‘Deutsche und niederländische Handschriften’, Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln, Heft 10, Abt. 1, Teil 2 (Die Handschriften des Archivs), cf. pp. 440-441. Available at: http://bilder.manuscripta-mediaevalia.de/hs//kataloge/HSK0724.htm.


Ehlert, T. (2010) Küchenmeisterei. Edition, Übersetzung und Kommentar zweier Kochbuch-Handschriften des 15. Jahrhunderts. Solothurn S 490 und Köln, Historisches Archiv GB 4° 27. Mit einem reprographischen Nachdruck der Kölner Handschrift. Frankfurt a. M. [u.a.]: Lang (Kultur, Wissenschaft, Literatur - Beiträge zur Mittelalterforschung. 21.).


Content