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Cooking Recipes of the Middle Ages

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Overview

Collection: B5

Shelfmark: Berlin, Staatsbibliothek – Preußischer Kulturbesitz –, Handschriftenabteilung, Ms. germ. oct. 477

Material: paper

Number of folios: 168

Dimensions: 208mm x 142mm

Origin: area of Beßlich on the Rhine

Dating: 1424-1427

Languages: Rhine Franconian, Medieval Latin

Codicology

Number of folios: 168

Dimensions: 208mm x 142mm

Material: Papier

Watermarks: Wasserzeichen der ersten beiden Lagen Messer (nicht bei Briquet).
1. Lage Weintraube ähnlich Briquet No. 12991
und 3 Früchte (Kirschen) Briquet 7424. In der 2.-8. Lage findet sich 7424 vermischt mit einer schrägstehenden Dreikirschengruppe,
In der 9.-11. Lage ein Ochsenkopf ähnlich Briquet 14312.
Die Schlusslage hat Briquet No. 3856 (zwei gekreuzte Schlüssel).
Die Schutzblätter vorne und hinten zeigen einen Adler mit F ähnlich Briquet No. 157.

Foliation: 168 Blätter modern beziffert.

Collation: 11 Lagen: Bl. 1. 2. (Vorsatzbl.).
1 = 3-13, am Schluss fehlt ein leeres Bl.
2 = 4-24, zwischen 23 und 24 ein beschriebenes Blatt ausgerissen.
Es folgen elf am Schluss mit Zahlenkustoden versehene Lagen von ursprünglich je 12 Blättern.
Es fehlen ein beschriebenes Blatt zwischen Bl. 65 und 66 und vier Blätter zwischen Bl. 150 und 151, von denen nicht festzustellen ist, ob sie leer oder beschrieben waren, wahrscheinlich waren sie aber beschrieben.
Den Schluss bildet eine Lage von ursprünglich 16 Blättern, von denen jetzt das letzte mit Textverlust fehlt.
Bll. 167-168 sind leere beim Binden zugesetzte Schutzblätter.

Catchwords: Zahlenkustoden am Schluss von Lagen 3-13.

Hands: Als Schreiber nennt sich an mehreren Stellen Johannes Offenbach presbiter und die Datierungen reichen vom 12. Juli 1424 bis zum 8. September 1427.
Wie das Papier so ist auch Tinte in den einzelnen Teilen der Handschrift verschieden.
Auf den Rändern einiger Blätter finden sich auch Zusätze von späteren Händen, doch sind die meisten Randnoten vom Schreiber der Handschrift selbst hinzugeschrieben.

Script (fol. 46v-47v Mitte): durchdachte Seitenaufteilung: genügend Platz für Glossierung/Kommentierung; neues Rezept neue Zeile; Absatzmarken/Paragraphen toggle details

allgemeine Beobachtung: durchdachte Seitenaufteilung: genügend Platz für Glossierung/Kommentierung; neues Rezept neue Zeile; Absatzmarken/ParagraphenDuktus: eher eckiges SchriftbildLeitbuchstabe <a>: einstöckiges <a>Leitbuchstabe <l>: dicke Hauptstriche, schlaufenlosLeitbuchstabe <g>: geschlossene Punze, offener UnterbogenLeitbuchstabe <e>: offene PunzeLeitbuchstabe <m>, <n>: <m>, <n> weisen Unterlängen beim finalen Schaft in finaler Stellung auf, Bogenverbindung teils untenLangschäfte <b>, <d>, <h>, <k>, <l>: dicke Hauptstriche, schlaufenlos; <h> mit Unterlänge; <k> teils mit zwei geschlossenen Punzen<f>, Schaft-s Unterlänge: ‚normale‘ UnterlängeVerschiedene r-Formen: rundes <r>, unikal fol. 47r17 hier gerades <r>Verschiedene z-Formen: geschwänztes <z>Bögen/Unterlänge von <h>, <y> und geschwänztem <z>: - Verwendung von Schaft-s und rundem s: Schaft-s: initial + medial; rundes <s>: finalVerwendung von geradem und rundem <d>: schlaufenloses <d>i-Markierung: teilweise i-PunkteBesonderheiten anderer Grapheme: - Zahlzeichen: arabische ZiffernMajuskeln (Verwendung): InitialeVerzierungen: rubrizierte ‚Paragraphenzeichen‘Rubrizierung: Initiale, Strichelung, Unterstreichung Diakritika: <e>, <o> über VokalenAbbreviaturen: Kürzungsstrich, r/er-KürzungshakenInterpunktion: Doppelpunkt in Funktion einer Virgel (Satzgliederungszeichen), als Virgel transkribiertTerminatoren: punkt-, strichförmigWorttrennung: doppelstrichförmigKorrekturen: - Offensichtliche Schreiberwechsel: Marginalien von anderer Hand (‚Überschriften‘), evtl. auch Einfügungen auf fol. 46r01, evtl. auch Einfügungen auf fol. 46r01, Tinte ist dunkler.

Layout

Measure: Höhe und Breite des Schriftfeldes wechseln

Lines: Zeilenzahl unterschiedlich

Cover

Covering: Pergament, Kalbsleder

Decoration: Der jetzige Einband (Stand 1917) ist ein Pergamentumschlag, der der Handschrift im Kölner Kloster an Stelle des alten, festen, braunen Kalbslederbandes umgeheftet worden ist, von dem nur noch die halben Deckelspiegel erhalten sind.
Nach Ausweis der Schutzblätter (I. 2. 167. 168) stammte der verlorene Einband aus dem Ende des 16. Jahrhunderts.

History

Origin: Gegend um Beßlich am Rhein. Das in der ersten Besitznotiz erwähnte Beßlich liegt am Rhein bei Urbar unweit von Bacharach, Monreal in Kreis Mayen.

Provenance: Auf Bl. 3r eine Besitznotiz von einer Hand des 15. Jhs.
Zu wyssen dar diß buech sal han bechtolff graff / scherrer zu monreal myn bruder burger / do selbs vnd nach synem dode myr / Augustino graff wyderumb zu antwerten / yn syn hend oder der clusen zu Beßlich / vnd deß ist hye myn eigen hantschrift
Unter der ersten Besitznotiz steht von späterer Hand (16.Jh.) und mit anderer Tinte geschrieben der Name Augustinus Bacharach.
Später gelangte der Band in den Besitz der Karthause zu Köln, wie schon Phillipps im handschriftlichen Katalog anmerkt vermutlich aufgrund des Signaturschildchens auf dem Rücken der Handschrift, das obwohl stark verletzt noch das charakteristische O der Handschriften dieser Bibliothek erkennen lässt.
Im Katalog von 1748, der sich im Historischen Archiv zu Köln befindet, ist die Handschrift jedoch nicht verzeichnet.
Dann im Besitz von van Eß. (No. 274). = Phillipps 658 = Acc. ms. 1912. 212.

Previous shelfmarks: ehemals Cheltenham, Bibl. Phillippica, Ms. 658
ehemals Leandervan Eß in Marburg Nr. 274
ehemals Acc. ms. 1912. 212.

Dating: 1424-1427
mentioned in manuscript:
1424 (fol. 19v), 1424 (fol. 23r), 1427 (fol. 28v), 1427 (fol. 38r), 1427 (fol. 68r), 1427 (fol. 77r), 1427 (fol. 97r), 1427 (fol. 132v), 1427 (fol. 137r), 1427 (fol. 145r), 1427 (fol. 147r), 1427 (fol. 152r), 1424 (fol. 166r), 1424 (fol. 166v)

How to cite

Böhm, A. (2021). B5, Codicology. In H. W. Klug (Ed.), CoReMA - Cooking Recipes of the Middle Ages. Corpus - Analysis - Visualisation. With the help of A. Böhm and C. Steiner. http://hdl.handle.net/11471/562.10.2515 (GAMS. 562.10.2515) (Accessed 2022-11-28)

Sources

Degering, H. (1917) Neue Erwerbungen der Handschriftenabteilung, II. Die Schenkung Sir Max Waechters 1912. Berlin: Weidmannsche Buchhandlung (Mitteilungen aus der Königlichen Bibliothek). Available at: http://bilder.manuscripta-mediaevalia.de/hs//kataloge/HSK0708.htm (Accessed: 8 October 2020). Degering, H. (1926) Kurzes Verzeichnis der germanischen Handschriften der Preussischen Staatsbibliothek. Leipzig: Hiersemann (Mitteilungen aus der Preußischen Staatsbibliothek. 7.), cf. pp. 157-158. Handschriftencensus | Berlin, Staatsbibl., mgo 477 (2019) Handschriftencensus. Available at: https://handschriftencensus.de/9306 (Accessed: 8 October 2020). Riecke, A.-B. (no date) Berlin, Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz - Ms. germ. oct. 477, Manuscripta Mediaevalia. Available at: http://www.manuscripta-mediaevalia.de/#|13 (Accessed: 8 October 2020).


Encoding remarks

Doppelpunktförmiges Gliederungszeichen als Virgel transkribiert.

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